Wenn Sie auf der Suche nach einem WhatsApp-Ersatz sind, dann ist Ihnen bestimmt bereits die große Anzahl von Messenger-Angeboten auf­ge­fal­len – darunter bei­spiels­wei­se Telegram, Spike, Threema, Signal, Ginlo und Wire. Im Gegensatz zu WhatsApp können die meisten dieser Al­ter­na­ti­ven mit Open Source, Wer­be­frei­heit und noch mehr Aspekten glänzen.

WhatsApp-Al­ter­na­ti­ven im Überblick

Die folgenden Daten wurden zuletzt ak­tua­li­siert im Dezember 2024.

Verfügbar für Ver­schlüs­se­lung Anzahl der User Kosten
Viber iOS, Android, macOS, Windows, Linux Ende-zu-Ende Mehr als 800 Millionen Kostenlos
Telegram iOS, Android, macOS, Windows, Linux Client-to-Server (stan­dard­mä­ßig) und Ende-zu-Ende (in Secret Chats) Über 700 Millionen Kostenlos
Threema iOS, Android, macOS, Windows, Linux Ende-zu-Ende Über 12 Millionen ab 4,99 Euro
Spike iOS, Android, macOS, Windows AES-256 Min. 100.000 Teams Kostenlos
Signal iOS, Android, macOS, Windows, Linux Ende-zu-Ende Über 100 Millionen Kostenlos
Ginlo iOS, Android; Business-Edition: auch macOS, Windows und Linux Ende-zu-Ende Unbekannt Kostenlos (für private User)
Wire iOS, Android, macOS, Windows, Linux Ende-zu-Ende Unbekannt Kostenlos (für private User)
Nextcloud Workspace
Die eu­ro­päi­sche Al­ter­na­ti­ve zu Microsoft 365
  • Sou­ve­rä­nes Hosting in deutschen Re­chen­zen­tren
  • Sichere Team­ar­beit mit E-Mail, Office, Chat und KI
  • DSGVO-konform & ISO-zer­ti­fi­ziert

Viber

Bild: Screenshot der Viber-Seite
Viber wird weltweit sowohl von Pri­vat­per­so­nen als auch von Un­ter­neh­men verwendet. / Quelle: https://www.viber.com/de/

Der Messenger Viber wurde 2010 ver­öf­fent­licht und vier Jahre später vom ja­pa­ni­schen On­line­un­ter­neh­men Rakuten gekauft, weshalb er seitdem auch Rakuten Viber genannt wird. Neben dem Angebot für Pri­vat­per­so­nen gibt es auch eine Business-Variante der App, für die mit Er­folgs­ge­schich­ten bekannter Marken wie Coca-Cola und dem FC Barcelona geworben wird.

Viber verfügt über diverse Features. Neben dem gängigen Nach­rich­ten­aus­tausch inklusive Emojis ist es Ihnen auch möglich, Sprach­an­ru­fe und Vi­deo­chats zu tätigen. Falls die Ge­sprächs­run­de mal etwas größer ausfällt, ist das auch kein Problem: Der Dienst er­mög­licht Grup­pen­chats, an denen bis 250 Personen teil­neh­men können. Weitere Plus­punk­te, mit denen der Messenger über­zeu­gen kann, betreffen den Da­ten­schutz. So ist es möglich, die Selbst­zer­stö­rung von Nach­rich­ten ein­zu­rich­ten, damit diese nach dem Lesen au­to­ma­tisch ver­schwin­den. Eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung sorgt darüber hinaus dafür, dass alle Chats zu jeder Zeit vor dem Zugriff Dritter geschützt sind – auch vor Viber selbst.

Doch der Messenger hat nicht nur gute Seiten. So lässt er sich zwar kos­ten­frei her­un­ter­la­den, stellt aber im Gegensatz zu anderen Apps keine wer­be­freie Zone dar. Es wird sogar extra für „Rakuten Ad­ver­ti­sing“ und dafür geworben, dass Firmen eine Vielzahl po­ten­zi­el­ler Kunden erreichen können, indem sie ihre Wer­be­an­zei­gen auf Viber schalten. Ein weiterer Nachteil von Viber ist, dass eine kos­ten­lo­se Kom­mu­ni­ka­ti­on nur zwischen Besitzern der App statt­fin­den kann. Wenn Sie also jemanden anrufen möchten, der den Messenger nicht in­stal­liert hat, dann funk­tio­niert dies nur, wenn sie zuvor den kos­ten­pflich­ti­gen VoIP-Dienst „Viber Out“ erworben haben. Die Preise variieren je nach Ziel­re­gi­on und gewähltem Tarif.

Vorteile Nachteile
Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung Wer­be­an­zei­gen
Optionale Selbst­zer­stö­rung von Nach­rich­ten Te­le­fo­nie­ren ist nur mit anderen Viber-Nutzenden kostenlos
Grup­pen­chats mit bis 250 Personen
Lustige Features wie Emojis und Viber Game

Telegram

Bild: Screenshot der Telegram-Seite
Nach­rich­ten werden bei Telegram in der Cloud ge­spei­chert, damit man diese von ver­schie­dens­ten Geräten aufrufen kann. / Quelle: https://telegram.org/

Telegram ist ein Un­ter­neh­men der rus­si­schen Brüder Pavel und Nikolai Durov, die vorher bekannt waren als Gründer des rus­si­schen Facebook-Pendants VKontakte. Die WhatsApp-Al­ter­na­ti­ve hat die Technik der Messenger-App wei­ter­ent­wi­ckelt: So ist Telegram cloud­ba­siert, was bedeutet, dass User ihre Telegram-Inhalte ohne weiteres sowohl auf ver­schie­de­nen mobilen Geräten als auch auf ihrem Computer abrufen können. Außerdem lassen sich un­be­grenz­te Mengen an Dateien versenden, die jeweils bis zu zwei Gigabyte umfassen dürfen. Bei WhatsApp dagegen ist die Menge der emp­fan­ge­nen und ge­sen­de­ten Dateien durch die Kapazität des Endgeräts – also in der Regel des Smart­phones – begrenzt.

Telegram pro­fi­liert sich vor allem als sichere App. Die Ent­wick­ler bieten zwei ver­schie­de­ne Arten der Ver­schlüs­se­lung an: Für alle privaten und Grup­pen­chats gibt es eine Server-Client-Ver­schlüs­se­lung, die die Nach­rich­ten auf dem Weg von Sender zum Server und vom Server zum Empfänger ver­schlüs­selt. In den so­ge­nann­ten Secret Chats kommt wiederum eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung zum Einsatz, die bewirkt, dass nur Sender und Empfänger die Nach­rich­ten lesen können. Außerdem gibt es in den Secret Chats eine Ein­stel­lung, die bewirkt, dass Mit­tei­lun­gen sich nach einer gewissen Zeit selbst zerstören. Sie können auch nicht aus Chats her­aus­ko­piert oder wei­ter­ge­lei­tet werden, und wenn ein Sender eine Nachricht entfernt, ver­schwin­det diese auch auf dem Gerät des Emp­fän­gers.

In diesem Zu­sam­men­hang ist es wichtig, zu erwähnen, dass WhatsApp in der aktuellen Version eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung für alle Nach­rich­ten verwendet. Da diese Art der Ver­schlüs­se­lung bei cloud­ba­sier­ten Inhalten nicht möglich ist, geht Telegram für eine größere Be­nut­zer­freund­lich­keit Kom­pro­mis­se beim Da­ten­schutz ein. User, denen dieser Umstand und die in­trans­pa­ren­te Un­ter­neh­mens­struk­tur des Mes­sen­gers miss­fal­len, sollten besser nach einer anderen Al­ter­na­ti­ve zu WhatsApp Ausschau halten.

Vorteile Nachteile
Un­be­grenz­te Da­tei­men­gen ver­send­bar (bis zu 2 GB pro Datei) Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung nicht stan­dard­mä­ßig
Open Source-Client Speichert Metadaten und Nach­rich­ten auf Servern
Cloud­ba­siert, Zugriff von ver­schie­de­nen End­ge­rä­ten Wenig Trans­pa­renz über das Un­ter­neh­men selbst
Selbst­zer­stö­rung von Inhalten möglich Po­ten­zi­el­le Da­ten­schutz­ri­si­ken durch Cloud-Spei­che­rung

Threema

Bild: Screenshot der Threema-Seite
Threema ist zwar nicht kostenlos, ga­ran­tiert dadurch aber auch, dass keine Werbung zur Fi­nan­zie­rung genutzt wird. / Quelle: https://threema.ch/de

Threema ist eine Messenger-App aus der Schweiz. Wie die meisten Al­ter­na­ti­ven zu WhatsApp gilt die App als sehr sicher im Da­ten­ver­kehr. Denn wie WhatsApp benutzt Threema für alle Nach­rich­ten eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung. Außerdem werden Nach­rich­ten vom Server gelöscht, sobald sie er­folg­reich über­mit­telt sind. Darüber hinaus werden bei Threema Gruppen und Kon­takt­lis­ten nur auf dem mobilen Gerät verwaltet und nicht an den Server über­mit­telt. Darüber hinaus speichert der Messenger, im Gegensatz zu WhatsApp, keine Metadaten darüber, wer wann mit wem kom­mu­ni­ziert. Diese WhatsApp-Al­ter­na­ti­ve nimmt den Da­ten­schutz also deutlich ernster als die Kon­kur­renz. Die Server von Threema haben ihren Standort in der Schweiz und un­ter­lie­gen folglich den dortigen strengen Da­ten­schutz­richt­li­ni­en.

Threema überzeugt nicht nur durch den Da­ten­schutz, sondern punktet auch noch mit einigen nütz­li­chen Features. So er­mög­licht Threema die Nutzung ohne Angabe per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten. Bei der ersten Nutzung wird jedem User eine zufällig erzeugte, acht­stel­li­ge Threema-ID zugeteilt, wodurch eine anonyme Nutzung möglich ist. Außerdem bietet Threema eine PIN-Sperr­funk­ti­on für private Chats.

Der Haken an Threema ist nicht nur – wie bei jeder WhatsApp-Al­ter­na­ti­ve – die relativ geringe Nut­zer­zahl, sondern auch, dass die Messenger-App nicht kostenlos ist. Über einen App-Store oder den Threema-Shop muss man gegen eine – al­ler­dings geringe – Gebühr eine oder mehrere Lizenzen erwerben. Im Threema-Shop kann man die Android-Version unter anderem per PayPal oder mit Bitcoins erstehen.

Vorteile Nachteile
Auch ver­schlüs­sel­te Te­le­fo­na­te sind möglich Nicht kostenlos
Ver­knüp­fung mit E-Mail oder Han­dy­num­mer ist optional Ver­gleichs­wei­se wenige Nutzende
Open Source Keine au­to­ma­ti­sche Zer­stö­rung von Nach­rich­ten (aber Löschung vom Server)
Keine Werbung
Un­ter­neh­mens­sitz in der Schweiz mit strengen Da­ten­schutz­richt­li­ni­en
Speichert kaum Metadaten

Spike

Bild: Screenshot der Spike-Homepage
Spike stellt den tra­di­tio­nel­len E-Mail-Account in den Mit­tel­punkt moderner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men. / Quelle: https://www.spikenow.com/

Spike ist eine in­no­va­ti­ve App für Messaging, E-Mail und Zu­sam­men­ar­beit, die nicht nur die Kom­mu­ni­ka­ti­on re­vo­lu­tio­niert, sondern auch eine über­zeu­gen­de Al­ter­na­ti­ve zu WhatsApp darstellt. Im Gegensatz zu her­kömm­li­chen Tools ver­wan­delt Spike Ihren Post­ein­gang in eine op­ti­mier­te Dia­log­platt­form und macht die Kom­ple­xi­tät von Be­treff­zei­len und Si­gna­tu­ren über­flüs­sig. Bei der Anmeldung muss im Un­ter­schied zu WhatsApp keine per­sön­li­che Te­le­fon­num­mer angegeben werden. Statt­des­sen genügt eine E-Mail-Adresse, um Spike zu nutzen.

Die Grup­pen­chat­funk­ti­on von Spike ähnelt der von WhatsApp und er­mög­licht die sofortige Er­stel­lung von Gruppen und das Hin­zu­fü­gen be­lie­bi­ger Spike-User. Die einzige Vor­aus­set­zung ist eine E-Mail-Adresse, die allen Grup­pen­mit­glie­dern die Mög­lich­keit gibt, in Echtzeit Nach­rich­ten zu versenden. Darüber hinaus er­mög­licht Spike private Ein­zel­ge­sprä­che im Text- oder Sprach­nach­rich­ten­for­mat und un­ter­stützt Video- und Au­dio­an­ru­fe. Die Ba­sis­ver­si­on erlaubt jedoch maximal zehn ver­schie­de­ne Grup­pen­chats und bietet nicht die Option, mehr als eine Person gleich­zei­tig anzurufen.

Spike setzt auf offene Standards und Pro­to­kol­le mit E-Mail, was bedeutet, dass Sie auch dann mit Ihren Kontakten oder Kunden kom­mu­ni­zie­ren können, wenn diese Spike nicht verwenden. Die Da­ten­si­cher­heit hat für das Spike-Team oberste Priorität: Alle Daten werden vor der Über­tra­gung au­to­ma­tisch mit AES-256 ver­schlüs­selt. Zu­sätz­lich bietet Spike Magic AI, einen einen KI-ge­stütz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­as­sis­ten­ten, der Ar­beits­ab­läu­fe optimiert, Inhalte zu­sam­men­fasst und die Pro­duk­ti­vi­tät steigert.

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Spike bietet eine platt­form­über­grei­fen­de Web­an­wen­dung sowie Apps für iOS, Android, Windows und macOS. Für die private Nutzung ist die Ba­sis­ver­si­on kos­ten­frei und er­mög­licht die Ver­wal­tung eines E-Mail-Kontos. Für er­wei­ter­te Funk­tio­nen gibt es kos­ten­pflich­ti­ge Pläne:

1. Pro-Plan: (5 US-Dollar/Monat): Erlaubt die Ver­wal­tung von bis zu drei E-Mail-Adressen, un­be­grenz­ten Such­ver­lauf und zu­sätz­li­chen Spei­cher­platz.

2. Business-Plan: (ab 6 US-Dollar/Monat): Bietet er­wei­ter­te Funk­tio­nen wie be­nut­zer­de­fi­nier­te E-Mail-Domains (kostenlos im ersten Jahr), 1 TB Spei­cher­platz und die Mög­lich­keit, große Dateien bis zu 100 MB hoch­zu­la­den.

Vorteile Nachteile
Für private Nutzung kos­ten­frei Wenig Trans­pa­renz über das Un­ter­neh­men selbst
Ohne Angabe einer Mo­bil­num­mer nutzbar Ba­sis­ver­si­on erlaubt maximal zehn ver­schie­de­ne Grup­pen­chats
Platt­form­über­grei­fend (Web- und Desktop-/Mobile-Apps) Ba­sis­ver­si­on enthält keine Option für Grup­pen­an­ru­fe
Alle Daten werden mit ein­zig­ar­ti­ger AES-256-Ver­schlüs­se­lung über­tra­gen und ge­spei­chert

Signal

Bild: Screenshot der Signal-Seite
Signal wird me­di­en­wirk­sam durch den Whist­le­b­lower Edward Snowden beworben. / Quelle: https://signal.org/de/

Signal ist wie die meisten WhatsApp-Al­ter­na­ti­ven nicht sehr bekannt – seine Ent­wick­ler und Ent­wick­le­rin­nen dafür umso mehr. Der Signal-Ei­gen­tü­mer Open Whisper Systems liefert nämlich die Basis der Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware, deren Quellcode offen ist und mit der auch WhatsApp, Telegram und Threema ihre Ver­schlüs­se­lung ent­wi­ckelt haben. Edward Snowden verwendet Signal, und das Team um den Kryp­to­gra­fen Moxie Mar­lin­spike, den Gründer von Open Whisper Systems, genießt in IT-Si­cher­heits­krei­sen einen ex­zel­len­ten Ruf. Das Un­ter­neh­men fi­nan­ziert sich komplett durch Sti­pen­di­en und Spenden, ist also nicht auf Werbung oder eine Nut­zungs­ge­bühr an­ge­wie­sen.

Wie an­ge­sichts der be­kann­tes­ten Ver­schlüs­se­lungs­tech­nik für Messenger zu erwarten, wird Si­cher­heit bei Signal groß­ge­schrie­ben. Sowohl private als auch Grup­pen­chats sind Ende-zu-Ende-ver­schlüs­selt und wie bei Threema werden die Te­le­fon­num­mern nur an­ony­mi­siert („gehasht“) an den Server über­mit­telt. Dem­ge­gen­über steht, dass Nutzer und Nut­ze­rin­nen bei der Anmeldung ver­pflich­tet sind, ihre Kon­takt­lis­te mit Signal zu teilen. Signal speichert kaum Metadaten, ins­be­son­de­re keine In­for­ma­tio­nen darüber, wer mit wem kom­mu­ni­ziert. Das Einzige, was die App speichern kann, ist, ob jemand den Service nutzt.

Vorteile Nachteile
Open Source Te­le­fon­num­mer wird zur Re­gis­trie­rung benötigt
Selbst­zer­stö­ren­de und ver­schwin­den­de Nach­rich­ten
PIN-Sperr­funk­ti­on
Sowohl ver­schlüs­sel­te Nach­rich­ten als auch Te­le­fo­na­te
Speichert kaum Metadaten

Ginlo

Bild: Screenshot der Seite von Ginlo
Den Messenger des Un­ter­neh­mens ginlo.net gibt es für Pri­vat­nut­zen­de und Business-Kunden bzw. -Kundinnen. / Quelle: https://www.ginlo.net/

Der Messenger-Dienst Ginlo wird von dem gleich­na­mi­gen Un­ter­neh­men ginlo.net betrieben, das seinen Sitz in Deutsch­land hat. Wie die meisten WhatsApp-Al­ter­na­ti­ven bietet auch Ginlo seinen Nutzenden den ver­schlüs­sel­ten Versand von Nach­rich­ten und Dateien an – kostenlos und ohne Werbung. Den Schutz der eigenen Daten kann man noch steigern, indem man bei einem per­sön­li­chen Treffen mit einem Kontakt einen QR-Code einscannt und so seine Person ve­ri­fi­ziert.

Ein be­son­de­res Feature sind die selbst­zer­stö­ren­den Nach­rich­ten: Bilder, Videos und Chat­bei­trä­ge können au­to­ma­tisch entfernt werden, sobald der Empfänger diese gesehen hat. Außerdem ist es möglich, Nach­rich­ten zu einem vorher fest­ge­leg­ten Zeitpunkt zu versenden. Dafür stellt man einfach vorab den ge­wünsch­ten Ver­sand­zeit­punkt ein. Eine weitere Spe­zia­li­tät der App: Über Content-Channels können sich User über aktuelle News in­for­mie­ren.

Die App gibt es in einer kos­ten­lo­sen Version für Pri­vat­per­so­nen und in einer Variante für Business-Kunden. Un­ter­neh­men haben die Mög­lich­keit, das Aussehen der App an ihre eigene Marke anpassen zu lassen. Im Gegensatz zu Pri­vat­per­so­nen können Ge­schäfts­kun­den und -kundinnen zu­sätz­lich zu den Apple- und Android-Versionen auch solche für Mac, Windows und Linux her­un­ter­la­den.

Vorteile Nachteile
Sitz in Deutsch­land Rufnummer wird zur Re­gis­trie­rung benötigt
Ve­ri­fi­zie­rung von per­sön­li­chen Kontakten Geringe Nut­zer­zah­len
Selbst­zer­stö­ren­de Nach­rich­ten
Planen von Nach­rich­ten
Business-Lösung für Un­ter­neh­men
Tipp

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Wire

Bild: Screenshot der Benutzeroberfläche von Wire
Die WhatsApp-Al­ter­na­ti­ve Wire er­mög­licht auch Grup­pen­an­ru­fe. / Quelle: https://wire.com/de/

Wire ist ein sicherer Messenger und eine WhatsApp-Al­ter­na­ti­ve, die 2012 gegründet und zwei Jahre später ver­öf­fent­licht wurde. Das ver­ant­wort­li­che Un­ter­neh­men, die Wire Swiss GmbH, hat ihren Sitz in der Schweiz, während die tech­ni­sche Ent­wick­lung größ­ten­teils in Berlin statt­fin­det. Ein Büro in San Francisco ist ebenfalls vertreten. Der Quellcode von Wire ist öf­fent­lich einsehbar und die UX ist an­spre­chend gestaltet.

Auch Wire kann wie andere Messenger mit einer Platt­form­un­ab­hän­gig­keit und Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung aufwarten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man mit der App dank Voice-over-IP-Tech­no­lo­gie Grup­pen­an­ru­fe machen kann. Zudem wurde Wire von Skype-Mit­be­grün­der Janus Friis gegründet. Auch dort sind die Te­le­fo­na­te ab­hör­si­cher.

Metadaten speichert die App jedoch genauso wie Telegram – darunter z. B. diverse Profil- und Geräte-In­for­ma­tio­nen der User. Außerdem ist Vorsicht bei den Funk­tio­nen von Dritt­an­bie­tern wie YouTube oder Sound­Cloud geboten. Denn die Daten, die User beim Ver­schi­cken solcher Inhalte ge­ne­rie­ren, fallen unter die Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen der je­wei­li­gen Dritt­an­bie­ter. Wer also vermeiden möchte, dass ent­spre­chen­de In­for­ma­tio­nen zum Nut­zungs­ver­hal­ten bekannt werden, sollte auf diese Optionen lieber ver­zich­ten.

Vorteile Nachteile
Nie­der­las­sun­gen in Deutsch­land, der Schweiz und San Francisco Geringe Nut­zer­zah­len
Platt­form­über­grei­fend Speichert Metadaten
Grup­pen­an­ru­fe möglich
Modernes Design
Open Source

Fazit

Der größte Nachteil aller WhatsApp-Al­ter­na­ti­ven ist si­cher­lich die geringe Nut­zer­zahl. Kaum jemand hat Lust, vor der Nutzung einer App zuerst einen be­trächt­li­chen Teil des Freun­des­krei­ses über­zeu­gen zu müssen, auch zu dieser App zu wechseln. Genauso schwierig wird es, wenn das gesamte Team auf der Arbeit WhatsApp verwendet und man deshalb immer etwas verpasst, weil man sich gegen die meist­ge­nutz­te Messenger-App ent­schie­den hat. Das muss aber kein Argument gegen eine sichere Messenger-App sein: Es lassen sich ohne Probleme mehrere Messenger-Apps in­stal­lie­ren, und die Be­nach­rich­ti­gun­gen er­schei­nen alle ne­ben­ein­an­der auf dem Start­bild­schirm des Smart­phones.

Außerdem gilt: Je öfter man Messenger-Apps verwendet, die keine Metadaten speichern, desto weniger ergeben die exis­tie­ren­den Daten ein zu­sam­men­hän­gen­des, ver­läss­li­ches Nut­zungs­pro­fil. Und viel­leicht schafft man es über die Zeit ja auch, Freunde und Kollegen nach und nach von den sicheren Apps zu über­zeu­gen.

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