Das World Wide Web ist eine auf­re­gen­de Welt. Es gibt dort viel zu entdecken und zu lernen. Aber nicht alles, was man im Netz findet, ist auch für Kinder geeignet. Dennoch ist es der falsche Weg, Kinder komplett vom Internet fern­zu­hal­ten. Durch einen kon­trol­lier­ten Zugang können sie von den Vorteilen der Cyberwelt pro­fi­tie­ren, lernen gleich­zei­tig etwas über Me­di­en­kom­pe­tenz und gelangen dabei nur zu Inhalten, die auch für Kinder geeignet sind. Spezielle Kin­der­such­sei­ten sollen jungen Nutzern aus­schließ­lich solche Inhalte anzeigen.

Eine Such­ma­schi­ne für Kinder wäre somit der ideale Einstieg ins Netz. Aber nach welchen Prin­zi­pi­en sind die Kin­der­such­sei­ten gestaltet? Und halten sie wirklich, was sie ver­spre­chen? Wir werfen einen Blick auf die Funk­tio­nen solcher Angebote und stellen die be­kann­tes­ten Kin­der­such­ma­schi­nen vor.

Tipp

Auch für Er­wach­se­ne gibt es Al­ter­na­ti­ven zu Google. Andere Such­ma­schi­nen legen bei­spiels­wei­se mehr Wert auf Da­ten­schutz oder spenden ein Teil Ihrer Umsätze an ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Wozu gibt es Such­ma­schi­nen für Kinder?

Das Internet: Fas­zi­nie­ren­de Ideen, jede Menge Fakten und viel Spaß. Das ist natürlich auch für Kinder in­ter­es­sant. Und nicht nur das: Im Zuge der Di­gi­ta­li­sie­rung ist es sogar wichtig, dass Kinder bereits lernen, wie sie im Internet an In­for­ma­tio­nen gelangen. Zu­sätz­lich sollten Kinder auch lernen, wie das Internet und Computer ei­gent­lich funk­tio­nie­ren, wie sie sich über das Netz un­ter­hal­ten können und auf was sie beim Surfen achten müssen. Denn auch darum geht es: Kinder sollten wissen, wie sie gute von schlech­ten Inhalten un­ter­schei­den können oder wie man schäd­li­che Elemente (Malware, Viren, Phishing) erkennt und damit umgeht.

Me­di­en­kom­pe­tenz ist eine Fähigkeit, die durch die flä­chen­de­cken­de Nutzung des Internets immer wichtiger wird. Dabei geht es darum, Medien und deren Inhalte richtig verstehen und bewerten zu können. Die aktuellen Debatten um Fake News und al­ter­na­ti­ve Fakten zeigen täglich aufs Neue, wie bedeutsam ein ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Umgang mit Medien ist. Um al­ler­dings falsche Fakten oder un­voll­stän­di­ge Nach­rich­ten erkennen zu können, muss man wissen, auf welche Signale und Quellen man achten sollte. Das gilt für den Umgang mit dem Internet genauso wie für den mit Zeitungen, Radio und dem Fernsehen. Darüber hinaus sollten Kinder auch lernen, wie diese Medien entstehen und gestaltet werden. Wie funk­tio­niert eine Website? Was ist ein Blog? Aus den genannten Gründen ist es sogar sinnvoll, Kinder selbst aktiv werden zu lassen: Warum also nicht mit Tochter oder Sohn eine eigene, kleine Website erstellen?

Hinweis

Wenn Sie eine eigene Website erstellen möchten, brauchen Sie dafür nicht unbedingt Pro­gram­mier­kennt­nis­se. Mit dem IONOS MyWebsite Editor können Sie zum Beispiel ganz einfach mit wenigen Maus­klicks eine Homepage bauen.

Das World Wide Web besteht aber nicht nur aus positiven Inhalten und päd­ago­gisch-sinn­vol­len Websites. Große Teile des Internets be­schäf­ti­gen sich mit Por­no­gra­fie, Gewalt und Glücks­spiel – Themen, die für Kinder kei­nes­wegs geeignet sind. Hinzu kommen Elemente, die auch für Er­wach­se­ne ge­fähr­lich sind: Viren, die über E-Mails ver­schickt werden, Malware und Phishing-In­ter­faces, die sensible Daten abgreifen. Wenn schon er­wach­se­ne Nutzer Probleme haben, schäd­li­che Inhalte als solche zu erkennen, kann dies niemand von Kindern erwarten. Deshalb sollte der In­ter­net­zu­gang für Kinder stets unter Kontrolle stehen. Eine gute Mög­lich­keit dafür bieten Kin­der­such­ma­schi­nen. Mit diesen Such­ma­schi­nen speziell für junge In­ter­net­nut­zer können Kinder Seiten finden, die für ihr Alter an­ge­mes­sen sind und ihnen zum Beispiel wichtiges Schul­wis­sen ver­mit­teln. Natürlich sollte dabei der Spaß nie zu kurz kommen.

Eltern sollten sich aber nie aus­schließ­lich auf die Kontrolle der Such­ma­schi­nen verlassen. Innerhalb eines päd­ago­gi­schen Konzepts ist es un­er­läss­lich, dass die Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten den Zugang des Kindes zum Internet kon­trol­lie­ren: Das umfasst zum einen natürlich die Inhalte, die das Kind zu sehen bekommt, aber auch die Kontakte, mit denen es kom­mu­ni­ziert – und vor allem auch die Zeit, die es im World Wide Web verbringt. Es empfiehlt sich also, als El­tern­teil Zeit­li­mits für das Surfen zu setzen, die Kinder dabei nie komplett un­be­auf­sich­tigt zu lassen und zu­sätz­li­che Si­cher­heits­me­tho­den an­zu­wen­den. Mit Ju­gend­schutz­pro­gram­men – also Software, die Sie auf PC oder Laptop in­stal­lie­ren – lassen sich ebenfalls In­ter­net­an­ge­bo­te filtern. Aber Achtung: Einen voll­stän­di­gen Schutz kann keine Software bieten.

Wie funk­tio­nie­ren Kin­der­such­sei­ten?

Such­ma­schi­nen für Kinder arbeiten vor allem mit so­ge­nann­ten White­lists: Auf eine solche Liste werden Websites ein­ge­tra­gen, die für Kinder un­be­denk­lich sind. Eine Blacklist hingegen be­zeich­net das Gegenteil. Dort trägt man Inhalte ein, die nicht auf­ge­ru­fen werden dürfen. Die Per­spek­ti­ve ist also jeweils anders: Sollen nur solche Seiten besucht werden, die zuvor zu­ge­las­sen wurden (und damit auf der Whitelist sind) oder sind generell alle Websites verfügbar, so lange sie nicht durch einen Eintrag in der Blacklist gesperrt sind? Da es im Zuge des Ju­gend­schut­zes darum geht, möglichst große Si­cher­heit zu schaffen, und das World Wide Web sich so schnell ent­wi­ckelt, dass niemand es schaffen kann, eine ver­bind­li­che Blacklist zu pflegen, wird bei Such­ma­schi­nen für Kin­der­sei­ten auf das Prinzip einer Whitelist gesetzt.

Die meisten normalen Such­ma­schi­nen verwenden eigene Web­craw­ler: Diese durch­su­chen das komplette Word Wide Web nach In­ter­net­sei­ten und ana­ly­sie­ren die Resultate. Bei Kin­der­such­ma­schi­nen ist der größte Teil al­ler­dings Hand­ar­beit. Die Mit­ar­bei­ter dieser spe­zi­el­len Such­ma­schi­nen fügen Websites manuell zur Whitelist hinzu und über­prü­fen auch, ob das Angebot noch aktuell ist. Durch die re­dak­tio­nel­le Betreuung funk­tio­nie­ren die Such­ma­schi­nen eher wie Web­ka­ta­lo­ge, wie man sie aus den An­fangs­ta­gen des Internets kennt. Die meisten Kin­der­such­sei­ten fungieren dabei gleich­zei­tig als Portale: Neben der ei­gent­li­chen Such­funk­ti­on stellen sie besondere Web­an­ge­bo­te vor oder bieten sogar eigene Inhalte, wie Spiele oder Kurse zur richtigen Ver­wen­dung einer Such­ma­schi­ne.

Damit eine Website in die Whitelist auf­ge­nom­men werden kann, legen Such­ma­schi­nen un­ter­schied­li­che Prü­fungs­kri­te­ri­en fest. Neben der Art und Ge­stal­tung der Inhalte, können auch Da­ten­schutz, Werbung und Be­zahl­an­ge­bo­te eine Rolle bei der Bewertung spielen. Websites für Kinder sollen eben auch insofern sicher sein, dass die Ziel­grup­pe keine sensiblen Daten wei­ter­ge­ben muss oder zu Käufen verleitet wird. Werbung sollte am besten gar nicht auf­tau­chen – bzw. wenn, dann nur für kind­ge­rech­te Inhalte und auch ganz deutlich als Wer­be­an­zei­ge ge­kenn­zeich­net. Aber auch bei Kin­der­such­sei­ten gilt: Sie sind kein all­um­fas­sen­der Schutz für Kinder im Internet. Über wei­ter­füh­ren­de Links können die jungen Nutzer dennoch auf Inhalte gelangen, die nicht für ihre Al­ters­grup­pe geeignet sind. In Kom­bi­na­ti­on mit einem Ju­gend­schutz­pro­gramm und el­ter­li­cher Betreuung bieten Such­ma­schi­nen speziell für Kinder aber eine gute Mög­lich­keit, jungen Schü­le­rin­nen und Schülern das Internet zu er­mög­li­chen.

Hinweis

Da Kin­der­such­ma­schi­nen auf dem Prinzip einer manuell ge­pfleg­ten Whitelist bestehen, sind SEO-Be­mü­hun­gen in dem Fall nur bedingt er­folg­reich. Zunächst sollte man einen Antrag zur Aufnahme in den Suchindex stellen. Dafür ist es wichtig, dass Ihre Seite nicht gegen Kriterien der Redaktion verstößt. Beim Erstellen der Inhalte sollten Sie immer an das Interesse der Kinder denken und dies auch beim Einbauen von Keywords bedenken.

Kin­der­such­ma­schi­nen: Liste der be­lieb­tes­ten Angebote

Die Angebote an Such­ma­schi­nen im Internet werden teilweise von privaten Firmen, aber auch von ge­mein­nüt­zi­gen Vereinen geliefert – einige davon sind schon sehr lang online vertreten und werden durch me­di­en­päd­ago­gi­sche Experten betreut.

Blinde Kuh

Die Kin­der­such­sei­te Blinde Kuh ist das deutsch­land­weit älteste Angebot dieser Art. Bereits seit 1997 können Kinder auf dieser Website sicher suchen. Auf der Start­sei­te der Such­ma­schi­ne finden die Nutzer neben dem (relativ kleinen) Suchfeld noch einige Vor­schlä­ge zu Webseiten – nach Ka­te­go­rien sortiert: Nach­rich­ten, Videos, Online-Spiele (die leider per Flash-Player be­reit­ge­stellt werden) und Webseiten aus dem Verbund „Sei­ten­stark“, in dem sich Kin­der­sei­ten zu­sam­men­ge­schlos­sen haben. Die Kopfzeile enthält Links zu un­ter­schied­li­chen The­men­be­rei­chen – wie bei­spiels­wei­se die Bereiche „Surf-Tipps“ oder „Si­cher­heit“. Im Mitmach-Bereich können Kinder selbst aktiv werden und Berichte, Ge­schich­ten und Re­por­ta­gen ein­rei­chen. Ein be­son­de­res Feature ist ein Knopf, der ein tür­kisch­spra­chi­ges Angebot aufruft. Alle Such­ergeb­nis­se bei Blinde Kuh sind re­dak­tio­nell auf­be­rei­tet: Ein kurzer Auszug inklusive Bild weist bereits in den Such­ergeb­nis­sen auf den Inhalt hin und eine Al­ters­an­ga­be gibt einen Vorschlag, wie alt das Kind für diese Website am besten sein sollte. Generell richtet sich das Angebot an Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahre. Der Index der Kin­der­such­ma­schi­ne umfasst in etwa 30.000 Websites. Die Such­ma­schi­ne wird vom Blinde Kuh e.V. geleitet, vom Bun­de­mi­nis­te­ri­um für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und hat 2006 den Grimme Online Award gewinnen. Wer seine eigene Website auf der Whitelist der Blinden Kuh wie­der­fin­den möchte, kann eine E-Mail an die Redaktion senden: Da sehr strenge Regeln für die Kin­der­sei­ten gelten, ist eine Aufnahme nicht ga­ran­tiert.

Vorteile Nachteile
Re­dak­tio­nel­le Betreuung Leitet auf Flash-Spiele weiter
Großer Suchindex Un­über­sicht­li­che Dar­stel­lung
Viele The­men­an­ge­bo­te und Website-Vor­schlä­ge
Ge­mein­nüt­zi­ger Verein

FragFINN

Auch fragFINN ist bereits seit einigen Jahren im Internet verfügbar, ist al­ler­dings gut 10 Jahre jünger als die zuvor vor­ge­stell­te Such­ma­schi­ne Blinde Kuh: Und so ver­wun­dert es auch nicht, dass die Start­sei­te viel weniger Vor­schlä­ge für die jungen Nutzer parat hat – sie wirkt damit aber auch um einiges auf­ge­räum­ter als die ältere Kon­kur­renz. FragFINN schlägt Inhalte aus den Bereichen Surf-Tipp, Videos, Nach­rich­ten und Spiele vor. Die prä­sen­tier­ten Videos sind direkt in die Website der Such­ma­schi­ne ein­ge­bet­tet. Wenn Kinder mehr Videos sehen möchten, werden sie zum Angebot des Ti­ger­en­ten­clubs wei­ter­ge­lei­tet. Das Suchfeld ist gut sichtbar und bietet, wie man es auch von Google und anderen Such­ma­schi­nen kennt, die Mög­lich­keit der Bil­der­su­che an. Die an­ge­zeig­ten Bilder sind aber eher klein und verlinken auf die Artikel, in denen diese auf­tau­chen, statt auf die Datei an sich. Eine weitere Spe­zia­li­tät der Kin­der­such­ma­schi­ne ist der Menüpunkt „Leichte Sprache“. Hier wird in sehr einfachem Deutsch die Funk­ti­ons­wei­se von fragFINN erklärt. Außerdem sind die FINN­re­por­ter eine Be­son­der­heit dieses Web­an­ge­bots: Vi­deo­re­por­ta­gen von Kindern für Kinder. Die jungen Reporter treffen sich mit Po­li­ti­kern oder berichten von in­ter­es­san­ten Er­eig­nis­sen. Das gesamte Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Für Betreiber von Websites hat FragFINN ein An­trags­for­mu­lar ein­ge­rich­tet, mit dem man eine Prüfung seiner Website in Auftrag geben kann. Zuvor lohnt es sich aber, den URL-Check durch­zu­füh­ren. So kann man über­prü­fen, ob die eigene Kin­der­sei­te viel­leicht sogar schon Teil der fragFINN-Whitelist ist. Diese umfasst derzeit ungefähr 5.000 Online-Angebote. Neben der Desktop-Variante bietet die Kin­der­such­sei­te auch eine so­ge­nann­te Kin­der­schutz­app für Smart­phones und Tablets. Diese ist mehr als nur eine reine Such­ma­schi­ne: Die App ist ein Browser, mit dem die Kinder auf allen Websites der Whitelist surfen können – nicht jedoch auf anderen. Eltern können mit der App auch andere Apps auf dem Smart­phone, zum Beispiel einen anderen Browser, sperren, damit das Kind auch wirklich nur auf geeignete Inhalte zugreifen kann. Betreiber des Angebots ist der fragFINN e.V., der unter anderem von der Deutschen Telekom, der Walt Disney Company und Google fi­nan­ziert wird.

Vorteile Nachteile
Auf­ge­räum­tes Design Relativ kleiner Index
Eigene App Wenig Website-Vor­schlä­ge
Re­dak­tio­nel­le Betreuung
Ge­mein­nüt­zi­ger Verein
Bil­der­su­che

Helles Köpfchen

Die Such­ma­schi­ne für Kinder Helles Köpfchen geht weit über das Angebot einer normalen Such­ma­schi­ne hinaus. Die Website ist vielmehr ein groß­an­ge­leg­tes Web-Portal für Kinder und Ju­gend­li­che. Das Angebot umfasst Sachtexte zu ver­schie­dens­ten Themen, po­li­ti­sche Re­por­ta­gen, eine Community, sowie ein um­fang­rei­ches Spie­le­an­ge­bot. Generell wendet sich die Such­ma­schi­ne für Kin­der­sei­ten an Nutzer zwischen 8 und 16 Jahren und bedient damit auch ein ju­gend­li­ches Publikum. Die Such­leis­te selbst ist bei der Na­vi­ga­ti­on über die Seite immer sichtbar. Nachdem man einen Such­be­griff ein­ge­ge­ben hat, erscheint auf der Er­geb­nis­sei­te meist an vor­ran­gi­ger Stelle eine Auswahl an Beiträgen von Helles Köpfchen und dann folgen weitere Treffer aus dem Internet. Die Kin­der­such­ma­schi­ne zeigt diese mit einem kurzen Auszug und einem Bild an. Beim ersten Aufrufen der Seite fällt al­ler­dings eine extreme Menge an Wer­be­an­zei­gen auf. Helles Köpfchen wird von der Cosmos Media UG betrieben – also einer privaten Firma, die Geld er­wirt­schaf­ten muss. Glück­li­cher­wei­se denken die Betreiber aber durchaus an das Wohl der Kinder: Man kann mit einem Klick direkt auf der Start­sei­te jegliche Werbung aus­schal­ten. Gefördert wird das Projekt zudem von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kultur und Medien und ist damit auch Teil der In­itia­ti­ve „Ein Netz für Kinder.“

Vorteile Nachteile
Großes Angebot an eigenen Inhalten Etwas un­über­sicht­lich
Werbung kann ab­ge­schal­tet werden Extrem viel Werbung
Eigene Community
Auch für ältere Kinder in­ter­es­sant
Re­dak­tio­nel­le Betreuung

Kindex

Das Angebot Kindex gibt es schon seit 1999 im Netz. Kindex wurde ur­sprüng­lich vom So­zi­al­päd­ago­gen und In­ter­net­dienst­leis­ter Andreas Mettler als Forum für Kin­der­the­men gestartet, doch hat er das Angebot erweitert, sodass Kindex nun auch Such­ma­schi­ne und The­men­sei­te für alles um den Bereich Jugend und Kindheit ist. Das Design der Website wirkt al­ler­dings etwas ver­al­te­tet und die Such­leis­te ist nicht so prägnant wie bei den anderen Kin­der­such­ma­schi­nen. Kindex hat bisher 2.000 Websites in den Suchindex auf­ge­nom­men – dieser verweist vor allem auf Themen über Kinder und nicht so sehr auf Inhalte für Kinder. The­men­schwer­punk­te sind zum Beispiel Ju­gend­schutz und Fa­mi­li­en­po­li­tik. Ins­be­son­de­re für Eltern in­ter­es­sant dürften auch die ge­son­der­ten Such­ma­schi­nen für Nach­hil­fe­leh­rer und Kin­der­be­treu­ung sein. Dennoch bietet Kindex auch für junge In­ter­net­nut­zer einige in­ter­es­san­te Inhalte. Da der Webmaster selbst Spie­le­ent­wick­ler ist, nehmen Games (egal, ob online oder offline) einen wichtigen Stel­len­wert auf der Seite ein. Leider ist die Na­vi­ga­ti­on nicht ganz intuitiv: Daher empfiehlt es sich, dass Kinder diese Such­ma­schi­ne mit ihren Eltern zusammen nutzen. Be­stand­teil von Kindex ist auch ein Lexikon, in dem man zu Themen rund um Kinder und Ju­gend­li­che in­ter­es­san­te Artikel findet. Das Projekt fi­nan­ziert sich aus Wer­be­ein­nah­men. Die Wer­be­an­zei­gen sind al­ler­dings recht dezent und bestehen derzeit nur aus Hinweisen auf andere Projekte des Web­sei­ten­be­trei­bers.

Vorteile Nachteile
The­men­schwer­punkt: Fa­mi­li­en­recht und Ju­gend­schutz Kleiner Index
Extra Such­ma­schi­ne für Kin­der­be­treu­ung und Nachhilfe Ver­al­te­tes Design
Kindex-Lexikon Viele Inhalte sind eher für Er­wach­se­ne gedacht
Re­dak­tio­nel­le Betreuung

Boolify

Bei Boolify handelt es sich um ein in­ter­es­san­tes Projekt: Die Website soll Kindern erklären, wie Such­ma­schi­nen und damit Boolesche Ope­ra­to­ren funk­tio­nie­ren. Durch Drag & Drop können Kinder solche Ope­ra­to­ren in ein Suchfeld ziehen und so ihre Suche genauer bestimmen. Leider ist diese Kin­der­such­sei­te nur auf Englisch verfügbar. Es ist aber möglich, nach deutschen Begriffen zu suchen. Die Such­ma­schi­ne an sich ist prin­zi­pi­ell nur eine Google Custom Search mit ein­ge­schal­te­tem Saf­eSe­arch: Dies ist ein Filter von Google, der vor allem por­no­gra­fi­sche Inhalte sperrt. Zu­sätz­lich hat das Team von Boolify eine Liste an ver­bo­te­nen Keywords vor­ge­la­gert: Diese Liste umfasst sogar deutsche Begriffe. Wenn Nutzer versuchen, nach einem solchen Keyword zu suchen, werden sie darüber in­for­miert, dass es sich um einen blo­ckier­ten Begriff handelt.

Die Er­geb­nis­lis­te ist zwar sehr um­fang­reich und enthält keine ju­gend­ge­fähr­den­den Websites, die Inhalte sind aber mitunter nicht wirklich für Kinder geeignet. Auf Wikipedia-Artikeln oder Nach­rich­ten­sei­ten finden jüngere Kinder wahr­schein­lich kaum In­for­ma­tio­nen, die sie richtig verstehen können. Da es sich prin­zi­pi­ell um eine Google-Suche handelt, werden auch immer Wer­be­ein­trä­ge mit­ge­lie­fert, die mitunter zu frag­wür­di­gen Seiten führen. Deshalb ist es ratsam, dass Kinder die Seite nur unter Betreuung eines Er­wach­se­nen besuchen. Die können das Prinzip der Google-Ope­ra­to­ren auch erklären, wenn das Kind Fragen hat. Zur Ent­wick­lung von Me­di­en­kom­pe­tenz ist Boolify aber ein gutes Mittel, um die Funk­ti­ons­wei­se von Such­ma­schi­nen verstehen zu lernen.

Vorteile Nachteile
Lehrt den Umgang mit Such­ma­schi­nen Werbung
Google-Suche
Nur auf Englisch
Fakt

Bei Google Saf­eSe­arch handelt es sich nicht um eine Whitelist, wie sie bei den anderen vor­ge­stell­ten Such­ma­schi­nen verwendet wird. Statt­des­sen hat Google einen Filter ent­wi­ckelt, der por­no­gra­fi­sche Inhalte aus der Er­geb­nis­lis­te fernhält. Da dieser au­to­ma­tisch agiert, wird nicht der gleiche Si­cher­heits­stan­dard wie bei einer hand­ver­le­se­nen Whitelist erreicht.

Fazit: Die Such­ma­schi­nen für Kinder im Überblick

Die vor­ge­stell­ten Such­ma­schi­nen sind un­ter­schied­lich zu handhaben: Während fragFINN und Blinde Kuh für Kinder ohne Ein­schrän­kung zu benutzen sind, sollten Kinder Boolify und Kindex nur zusammen mit Er­wach­se­nen nutzen. Helles Köpfchen ist aufgrund seiner Community vor allem für ältere Kinder in­ter­es­sant.

Betreiber Sprache Al­ters­eig­nung Werbung Be­son­der­heit
Blinde Kuh Ge­mein­nüt­zi­ger Verein Deutsch/Türkisch 6–14 Jahre Nein Große Whitelist
FragFINN Ge­mein­nüt­zi­ger Verein Deutsch 6–12 Jahre Nein Eigene App
Helles Köpfchen Privates Un­ter­neh­men Deutsch 8–16 Jahre Ja (kann aus­ge­schal­tet werden) Community
Kindex Pri­vat­per­son Deutsch Nur mit Betreuung geeignet Ja (sehr wenig) Themen zu Pädagogik & Fa­mi­li­en­po­li­tik
Boolify Privates Un­ter­neh­men Englisch Nur mit Betreuung geeignet Ja Lehrt die Ver­wen­dung von Ope­ra­to­ren in Such­ma­schi­nen
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