eBay ist die größte Online-Plattform für den Handel mit ge­brauch­ten Waren. In der Regel bieten In­ter­es­sen­ten bei einer Auktion für ein be­stimm­tes Produkt, und das höchste Gebot gewinnt. Einige Anbieter geben hingegen einen Festpreis für den So­fort­kauf vor. Auch per­ma­nen­te Shop-Seiten sind möglich. Mit eBay-Klein­an­zei­gen deckt der Markt­füh­rer regionale Gesuche ab. Trotz der all­ge­gen­wär­ti­gen Präsenz des US-Un­ter­neh­mens schaffen es einige eBay-Al­ter­na­ti­ven, mit ziel­grup­pen­spe­zi­fi­schen Angeboten oder re­gio­na­ler Ver­an­ke­rung Ge­schäfts­er­fol­ge zu verbuchen. Wir ver­glei­chen Al­ter­na­ti­ven zu eBay, die für un­ter­schied­li­che Be­dürf­nis­se in­ter­es­sant sein können.

eBay ist nicht alles: Darum sind Al­ter­na­ti­ven sinnvoll

Was als digitaler Flohmarkt unter dem Namen Auc­tion­Web 1995 begann, wuchs zu einem in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­men mit diversen Toch­ter­ge­sell­schaf­ten. Anfangs boten aus­schließ­lich Pri­vat­per­so­nen in Auktionen von Pri­vat­an­bie­tern. In­zwi­schen hat sich eine Reihe von Un­ter­neh­men auf den Verkauf von ge­brauch­ten oder neu­wer­ti­gen Produkten spe­zia­li­siert und kon­kur­riert mit den Pri­vat­an­bie­tern. Zudem steht eBay zeitweise in der Kritik, nicht genug für den Käu­fer­schutz zu tun. Die ständig steigende Ver­kaufs­pro­vi­si­on und die Umlegung der Ver­sand­kos­ten auf die Anbieter machten Ver­käu­fern zu schaffen. Wer um den Markt­füh­rer lieber einen Bogen macht, findet zahl­rei­che eBay-Al­ter­na­ti­ven im Netz. Unter den Online-Markt­plät­zen in unserem Vergleich setzen einige auf den re­gio­na­len Bezug, andere auf Ku­rio­si­tä­ten oder Fairtrade.

Die besten Al­ter­na­ti­ven zu eBay

Trotz eBays Vor­macht­stel­lung tummeln sich zahl­rei­che Online-Markt­plät­ze im Netz. Einige Platt­for­men achten jedoch kaum auf Käufer- oder Ver­käu­fer­schutz, was Betrügern Tür und Tor öffnet. Andere ziehen nur wenige Mit­glie­der an, was die An­ge­bots­pa­let­te schmälert. Die folgenden eBay-Al­ter­na­ti­ven hingegen über­zeu­gen mit Si­cher­heit beim Zah­lungs­ver­kehr und eigenen Schwer­punk­ten.

Hood.de Klei­der­Krei­sel Fairmondo Catawiki
Schwer­punkt Auktion von Ge­braucht­wa­ren Mode und Ac­ces­soires Fairtrade und Biowaren, gebraucht und neu Sam­mel­ob­jek­te und Raritäten
Gegründet 1999 2008 2012 2008
Größe 9 Millionen Kunden 21 Millionen Mit­glie­der 2100 Ge­nos­sen­schaft­ler, etwa 20.000 Nutzer 100.000 Verkäufer
Gebühren Frei für einfache Pri­vat­in­se­ra­te, Mi­cro­tran­sac­tions für Wer­be­mit­tel Gebühr für Käu­fer­schutz: 4 % des Kauf­prei­ses + 0,70 € Für private Nutzer kos­ten­frei, für ge­werb­li­che Verkäufer: Faires Prozent, Ver­kaufs­pro­vi­si­on, Quar­tals­ge­bühr Provision: 15,1 % für Verkäufer, 9 % für Käufer
Ver­käu­fer­schutz Mit PayPal-Käu­fer­schutz Digitaler Geld­beu­tel Kun­den­ser­vice Auk­ti­ons­haus regelt Zah­lungs­ver­kehr
Features Smart­phone-App, Green IT, guter Kunden-Service Desktop- und Smart­phone-App, Best Matches pushen Ge­nos­sen­schaft, Nach­hal­tig­keits­fil­ter No­ta­ri­el­le Auk­ti­ons­über­wa­chung, Smart­phone-App
Gebraucht.de Book­loo­ker
Schwer­punkt Mobiler Se­cond­hand-Markt­platz Medien und Spiele
Gegründet 2017 1999
Größe 100.000 App-Downloads 1,9 Millionen re­gis­trier­te Nutzer (Stand: 2016)
Gebühren Ver­käu­fer­pro­vi­si­on: 2,5 % Ver­käu­fer­pro­vi­si­on: 6,9 % plus Mehr­wert­steu­er, min­des­tens 0,10 €
Ver­käu­fer­schutz Ver­sand­ser­vice mit Pa­ket­ver­fol­gung und E-Wallet Be­wer­tungs­sys­tem, Kun­den­dienst ver­mit­telt, Käu­fer­schutz bis 500 € pro Artikel
Features API, CSV-Ein­bin­dung. Schnäpp­chen­fil­ter Buddylist und Blacklist,An­ti­qua­ri­ats-Software-APIs

Hood.de: Pfeil­schnell zu günstigen Produkten

Die Online-Auk­ti­ons­platt­form Hood.de wurde im Jahr 2000 gegründet. Das Ge­schäfts­mo­dell po­si­tio­niert das Un­ter­neh­men im deutsch­spra­chi­gen Raum als direkten Kon­kur­ren­ten von eBay. Sowohl private als auch ge­werb­li­che Verkäufer bieten auf dem Markt­platz alle möglichen ge­brauch­ten Ge­gen­stän­de, aber auch Neuwaren an. Pri­vat­an­bie­ter in­se­rie­ren kostenlos und müssen keine Ver­kaufs­pro­vi­si­on ent­rich­ten. Ge­wer­be­trei­ben­de bezahlen eine Gebühr, die von der Ver­kaufs­ka­te­go­rie und der Shop-Art abhängig ist. Die so­ge­nann­ten Hoodshops gibt es in drei Preis­klas­sen, beginnend mit Silber ab etwa 12 Euro monatlich. Wer seinen Anzeigen das gewisse Etwas verleihen will – mit pro­mi­nen­ter Plat­zie­rung, einem zweiten Foto oder Fett­schrift – zahlt dafür außerhalb eines Pakets in Mi­kro­trans­ak­tio­nen.

Zum Schutz der Käufer muss sich jeder Anbieter vor dem ersten Verkauf ve­ri­fi­zie­ren. Dann wählen Sie zwischen Auktion oder So­fort­kauf. Neue Mit­glie­der müssen Trans­ak­tio­nen über PayPal oder Amazon Pay anbieten, um Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten. Ob Kauf oder Verkauf – nur an­ge­mel­de­te Mit­glie­der können teil­neh­men. Dafür reicht aber ein Amazon-Login. Über diesen Weg können In­ter­es­sen­ten auch selbst einen Preis vor­schla­gen.

Das Angebot reicht von Elek­tro­nik über Mode, Frei­zeit­ar­ti­kel, Samm­ler­stü­cke und In­nen­rein­rich­tung bis hin zu Fahr­zeu­gen und Reisen. Die je­wei­li­gen Ka­te­go­rien lassen sich u. a. nach Marken, Farben oder Ma­te­ria­li­en filtern. Pro­dukt­re­zen­sio­nen, Merk­zet­tel und eine Teil­funk­ti­on er­leich­tern die Ent­schei­dung.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Einsatz für Trans­pa­renz und faire Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se
  • Zer­ti­fi­ziert als Trusted Shop
  • Keine Ver­kaufs­pro­vi­si­on für private Verkäufer
  • Shop-System-Ein­bin­dung sowie Beratung für ge­werb­li­che Verkäufer

Klei­der­Krei­sel: Mode nach­hal­tig teilen

Klei­der­Krei­sel ist eine Se­cond­hand-Ver­kaufs­platt­form für Mode, Ac­ces­soires und Beauty. An­fäng­lich be­schränk­te sich das Angebot auf Damenmode, die nicht nur verkauft, sondern auch getauscht oder ver­schenkt werden konnte. In­zwi­schen verfügt auch die Her­ren­ab­tei­lung über ein reich­hal­ti­ges Angebot. Das Sortiment besteht haupt­säch­lich aus guten bis hoch­wer­ti­gen Textilien, die teilweise neu mit Etikett verkauft werden. Klei­der­Krei­sel be­strei­tet in­zwi­schen 63 Prozent des Online-Se­cond­hand-Markts für Mode in Deutsch­land und ist in zehn weiteren Ländern vertreten.

Mit­glie­der können sowohl kaufen als auch verkaufen. Ein Forum un­ter­streicht den kom­mu­na­len Grund­ge­dan­ken der Website. Anbieter laden Fotos aus mehreren Per­spek­ti­ven hoch, damit In­ter­es­sen­ten genau wissen, was sie kaufen. Dazu kommen eine Be­schrei­bung mit Grö­ßen­an­ga­ben und Her­stel­ler sowie ein selbst gewählter Preis.

Po­ten­zi­el­le Käufer si­gna­li­sie­ren ihr Interesse durch Fa­vo­ri­sie­run­gen oder Kom­men­ta­re (teilweise gibt es mehrere In­ter­es­sen­ten für einzelne Artikel). Nach­fra­gen zum Produkt sind ebenfalls über die Kom­men­tar­funk­ti­on möglich. Früher wurde so auch gehandelt; in­zwi­schen hat Klei­der­Krei­sel jedoch auf So­fort­käu­fe um­ge­stellt. Das Prinzip wird ergänzt durch Elemente, die aus den sozialen Medien bekannt sind: Käufer können Anbietern folgen, deren Klei­der­aus­wahl sie mögen. Lädt der Verkäufer ein neues Produkt hoch, erscheint dieses im Feed der Abon­nen­ten. Zu­sätz­lich promoten Anbieter ihre Artikel über die Best Matches, eine Funktion, die zur Suche eines anderen Mitglieds passende Artikel an gut sicht­ba­rer Stelle im Feed platziert.

Die Plattform bietet ver­schie­de­ne Ver­sand­op­tio­nen und Zahl­sys­te­me. Die Funktion „Paket erstellen“ bei­spiels­wei­se bündelt mehrere Be­stel­lun­gen aus einem Katalog und spart Ver­pa­ckung und Ver­sand­kos­ten. Der haus­ei­ge­ne Käu­fer­schutz erlaubt Kunden das Zahl­sys­tem ihrer Wahl, auch wenn der Verkäufer dieses nicht anbietet – er muss lediglich das sichere Be­zahl­sys­tem ak­ti­vie­ren. Käufer hingegen bezahlen einen kleinen Aufpreis pro Trans­ak­ti­on. Dafür lagert Klei­der­Krei­sel den Betrag in einem ver­schlüs­sel­ten, digitalen Geld­beu­tel, bis der Kunde das Produkt erhalten und ohne Be­an­stan­dung an­ge­nom­men hat. Dann steht es als Gut­schrift für den Verkäufer zur Verfügung.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Ge­schäfts­mo­dell setzt auf einfache Kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Tausch möglich
  • Nur für Käu­fer­schutz fallen Gebühren an
  • Online-Se­cond­hand-Markt­füh­rer in Deutsch­land

Fairmondo: Ge­nos­sen­schaft 2.0

Fairmondo will eine faire Al­ter­na­ti­ve zu eBay und Co. sein. Deshalb ist der Online-Markt­platz als Ge­nos­sen­schaft or­ga­ni­siert: Rund 2.000 der Nutzer und Mit­ar­bei­ter sind Teil dieser so­ge­nann­ten Ge­nos­sen­schaft 2.0. Für die Zeichnung als Ge­nos­sen­schaft­ler zahlen sie je Anteil 10 Euro und erhalten dafür ein Mit­spra­che­recht an der Un­ter­neh­mens­füh­rung. Zudem ist Fairmondo auf der Open-Source-Plattform Github vertreten und fi­nan­ziert neue Markt­platz-Projekte durch Crowd­fun­ding.

Der Markt­platz von Fairmondo ist weiterhin im Aufbau, da der ge­nos­sen­schaft­li­chen eBay-Al­ter­na­ti­ve ein langsames, nach­hal­ti­ges Wachstum wichtig ist. Die Plattform bietet Abon­ne­ments für Bio-Kaffee, -Scho­ko­la­de und -Kakao aus fairem Handel sowie das „Faire-Welt-Abo“, mit dem Sie die Wei­ter­ent­wick­lung durch eine mo­nat­li­che Spende un­ter­stüt­zen können. Das Angebot an Büchern kann sich bereits sehen lassen. Des Weiteren verkaufen, tauschen, leihen oder ver­schen­ken Anbieter Le­bens­mit­tel, Mode und Kin­der­klei­dung, Frei­zeit­ar­ti­kel und Wohn­be­darf. Eine neue Rubrik ist „Hand­ge­macht“, in der von Kosmetik über Glaskunst bis zu Brief­pa­pier alles selbst gemacht ist. Diese Kategorie entstand, um den Kreativen von Dawanda eine neue Heimat zu bieten, nachdem die Do-it-yourself-Plattform ihre digitalen Tore schloss.

Um Waren an­zu­bie­ten oder zu erwerben, benötigen Markt­platz­be­su­cher ein kos­ten­lo­ses Konto. Für Pri­vat­per­so­nen fallen keine Einstell- oder Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren an. Ge­werb­li­che Anbieter zahlen eine Provision. Dafür er­leich­tern Tools das gleich­zei­ti­ge Ein­stel­len mehrerer Artikel und spei­cher­ba­re Vorlagen machen mehr­ma­li­ge Eingaben derselben Daten unnötig. Käufer bewerten Händler, um die Qualität der Plattform zu sichern.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Samm­lun­gen, um Artikel vor­zu­mer­ken
  • Mit­glie­der­fo­rum
  • Fördert nach­hal­ti­ge, faire und hoch­wer­ti­ge Produkte (auch durch spezielle Such­fil­ter)
  • Ge­nos­sen­schaft mit vielen frei­wil­li­gen Helfern
  • Abon­ne­ment-Boxen

Catawiki: Edles und Kurioses

Das Online-Auk­ti­ons­haus Catawiki ist eine Al­ter­na­ti­ve für eBay-Nutzer, die nach echten Samm­ler­stü­cken suchen. Im Gegensatz zum in­ter­na­tio­na­len On­line­rie­sen bietet die Plattform nur aus­ge­such­te Stücke an, die von einem der über 150 Experten be­gut­ach­tet wurden. Das Angebot auf der Website be­schränkt sich nicht nur auf Münzen. Auch Oldtimer, Kunst und An­ti­qui­tä­ten sowie Ku­rio­si­tä­ten kommen unter den vir­tu­el­len Hammer. Selbst auf rare Co­mic­hef­te, Computer und alle Arten von Automaten können Sie bieten.

Die Anmeldung und das Ein­stel­len eines Auk­ti­ons­lo­ses sind kostenlos. Die an­ge­bo­te­ne Ware sollte eine Relevanz für Sammler besitzen und nach­weis­lich echt sein. Verkäufer geben eine möglichst akkurate Be­schrei­bung und ver­an­schau­li­chen diese mit aus­sa­ge­kräf­ti­gen Fotos. Die zu­stän­di­gen Experten schätzen den Wert des Objekts. Diese Summe kann unter oder über den späteren Geboten liegen. Eine Auktion beginnt immer freitags und endet an einem vom Verkäufer fest­ge­leg­ten Tag der folgenden Woche. Jede Woche finden etwa 300 Auktionen statt.

Wie bei anderen Auktionen bieten die po­ten­zi­el­len Käufer mit einer Bie­ter­num­mer um ein Los. Wer nicht ständig anwesend sein kann, legt ein Ma­xi­mal­ge­bot fest. Bis zu diesem Betrag über­bie­tet das System au­to­ma­tisch alle Kon­kur­ren­ten um einen fest­ge­leg­ten Min­dest­be­trag. Der Meist­bie­ten­de überweist den Betrag seines Ge­winnerge­bots sowie eine Käu­fer­pro­vi­si­on von 9 Prozent an das Auk­ti­ons­haus. Innerhalb von drei Tagen ver­schickt der Verkäufer die Ware. Erst dann erhält er sein Geld, abzüglich der Ver­käu­fer­pro­vi­si­on. Käufer bewerten Anbieter, wodurch andere Käufer mehr Si­cher­heit haben. Ge­werb­li­che Händler benötigen einen Um­satz­steu­er­schein.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Fach­ex­per­ten schätzen Wert von Objekten
  • No­ta­ri­el­le Über­wa­chung der Auktion
  • Käu­fer­schutz durch Geld­trans­fer über die Plattform

Gebraucht.de: Für mobile Schnäpp­chen­jä­ger

Die noch junge Online-Markt­platz-App Gebraucht.de besteht seit 2017 und wurde in­zwi­schen etwa 100.000 Mal her­un­ter­ge­la­den. Rund 150.000 Nutzer fre­quen­tie­ren den Shop, der auch als Browser-Version existiert. Das Start-up stellte sich bei seiner Gründung als nut­zer­freund­li­che­re eBay-Al­ter­na­ti­ve auf. Zu den Grund­pfei­lern der Ver­kaufs­platt­form gehören Si­cher­heit (Trusted-Shop-Bewertung: 4,6 von 5 Sternen), un­kom­pli­zier­te Lieferung und eine einfache Bedienung. Anmeldung und Inserate sind kostenlos. Nur beim Verkauf trägt der Verkäufer eine Provision von 2,5 Prozent des Ver­kaufs­prei­ses. Die Gründer gingen auf Nutzer-Feedback ein: So können Verkäufer in­zwi­schen wählen, wer die an­fal­len­den Ver­sand­kos­ten trägt – sie selbst, der Käufer oder beide.

Ge­werb­li­chen Ver­käu­fern er­mög­licht Gebraucht.de, den eigenen On­line­shop über eine API oder Om­nich­an­nel-Partner an­zu­bin­den. Artikel laden Sie manuell oder als Massen-CSV-Upload hoch. Auch für sie ist die Shop-Seite kostenlos. Bei Verkauf fällt eine Ser­vice­ge­bühr von 4,5 Prozent und eine Zah­lungs­ge­bühr von 1,5 Prozent an. Die Al­ter­na­ti­ve zu eBay ve­ri­fi­ziert ihre Händler, um Betrüger fern­zu­hal­ten. Zudem berät sie zu recht­li­chen Fragen und verweist auf ihre Rechts­schutz­part­ner, die bei Bedarf gegen eine Gebühr die be­nö­tig­ten Rechts­tex­te erstellen.

Zwar ist der Katalog bei weitem noch nicht so um­fang­reich wie der von eBay oder anderen Mit­be­wer­bern, aber von geprüfter Elek­tro­nik über Sport­ar­ti­kel, Mode, Medien und Kunst bis zu Kraft­fahr­zeu­gen gibt es durchaus in jeder Kategorie eine gewisse Auswahl. Einige prak­ti­sche Filter wie Zustand oder Marke und die Um­kreis­su­che ver­fei­nern die Er­geb­nis­lis­te. Für Schnäpp­chen­jä­ger existiert die Unter-20-Euro-Kategorie, die besonders günstige Artikel ver­schie­de­ner Pro­dukt­grup­pen ver­sam­melt. Wer seine Suche später an gleicher Stelle fort­set­zen will, speichert die Such­ein­stel­lun­gen.

Produkte der Er­geb­nis­lis­te sehen Sie in einer Kar­ten­an­sicht mit Vor­schau­bild, Be­zeich­nung, Kurzinfo und Preis. Auf der de­tail­liert ge­stal­te­ten Pro­dukt­sei­te in­for­mie­ren Händler über die Ware sowie die Eckdaten zum Ver­kaufs­pro­zess. Statt einer Auktion wie bei eBay gibt es einen Festpreis, den man aber mit einem Preis­vor­schlag ggf. ver­han­deln kann. Verkäufer ver­schi­cken ihre Ware entweder selbst oder nutzen den Ver­sand­ser­vice des Markt­plat­zes ohne Preis­auf­schlag. Für Fragen steht ein öf­fent­lich ein­seh­ba­rer Chat zur Verfügung. Kauft ein Nutzer ein Produkt, verwahrt die Plattform die Zahlung auf einem E-Wallet. Erst wenn die Ware an­ge­kom­men und nicht be­an­stan­det worden ist, gibt die Plattform die Zahlung für den Verkäufer frei.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Als App für die mobile Nutzung kon­zi­piert
  • Geprüfte Elek­tro­nik im Angebot
  • Schnäpp­chen-Kategorie und Preis­vor­schlag für regen Handel
  • Versand- und Zahl­ser­vice sorgen für mehr Si­cher­heit

Book­loo­ker: Bü­cher­ba­sar und Brett­spiel­bör­se

Book­loo­ker begann 1999 als stu­den­ti­scher Bü­cher­floh­markt. Die beiden Gründer sind noch immer als Ge­schäfts­füh­rer tätig und stellen ihr Team passend zum mitt­ler­wei­le stark er­wei­ter­ten Angebot vor: Jeder Mit­ar­bei­ter gibt seine Lieblinge in den Ka­te­go­rien Buch, Film, Hörspiel, Musik und Spiele an. Knapp zwei Millionen re­gis­trier­te Nutzer handeln mit ge­brauch­ten oder neuen Artikeln auf der eBay-Al­ter­na­ti­ve für Un­ter­hal­tungs­me­di­en und Spiele. Das Portal hat einen guten Ruf und wird von Nutzern sehr positiv bewertet.

Private Verkäufer zahlen keine Gebühren und haben bei der Preis­ge­stal­tung sowie den Ver­sand­kos­ten freie Hand. Ge­werb­li­che Verkäufer zahlen eine Quar­tals­ge­bühr, wenn sie in dem Zeitraum etwas verkauft haben. Auch eine Ver­käu­fer­pro­vi­si­on von 6,9 Prozent plus Mehr­wert­steu­er wird für sie fällig – höchstens jedoch 50 Euro. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kunden erfolgt über E-Mail. Mas­sen­u­ploads er­leich­tert Book­loo­ker mit einer XLS-Vorlage sowie der An­ti­qua­ri­ats-Software w-hbook – andere Formate sind aber auch möglich.

Hinweis

Auch für ge­werb­li­che Anbieter auf Online-Markt­plät­zen gilt in Deutsch­land die Buch­preis­bin­dung. Wer also ein Buch neu verkauft, muss den Preis des Verlags verlangen. Aus­ge­nom­men sind ge­brauch­te Bücher (die also bereits zum Ver­lags­preis verkauft wurden), ge­kenn­zeich­ne­te Män­gel­ex­em­pla­re, Artikel aus Räu­mungs­ver­käu­fen, Medien aus Ländern ohne Buch­preis­bin­dung sowie grenz­über­schrei­ten­de Verkäufe innerhalb der EU.

Da sich die Plattform lediglich als Ver­mitt­ler versteht, geschehen Kauf­ab­wick­lung und Pro­blem­be­he­bung zuerst immer zwischen Händler und Käufer. Kommt bei­spiels­wei­se eine Lieferung nicht an, wendet man sich zuerst an den Händler. Erst wenn sich dieser unwillig zeigt, sollte eine Anfrage beim Kun­den­ser­vice eingehen. Gänzlich verlorene Ware ist mit dem Käu­fer­schutz­ser­vice bis zu einem Wert von 500 Euro ver­si­chert. Nach einer Trans­ak­ti­on bewerten sich Käufer und Verkäufer ge­gen­sei­tig. Schlechte Punkt­wer­te sollen andere Nutzer auf schwarze Schafe auf­merk­sam machen. Bei groben Verstößen werden Accounts auch gelöscht.

Mit einer per­sön­li­chen Blacklist entfernen Nutzer un­be­lieb­te Mit­glie­der aus den eigenen Such­ergeb­nis­sen. Die Buddylist hingegen spielt Angebote der ein­ge­tra­ge­nen Nutzer gut sichtbar für den Inhaber aus. Weitere Features sind die Merk­zet­tel, Lieb­lings­lis­ten und der Urlaubs-Service, der alle Angebote aus der Datenbank nimmt, wenn man sich längere Zeit nicht darum kümmern kann.

Besondere Ei­gen­schaf­ten:

  • Lange Erfahrung als Online-Bü­cher­markt­platz
  • Nutzer re­gu­lie­ren sich ge­gen­sei­tig und bewerten die Plattform durchweg positiv
  • Große Auswahl an Schnitt­stel­len und Upload-Formaten
  • Je nach Anbieter kos­ten­lo­se Rück­sen­dung, Ver­sandra­bat­te oder Preis­vor­schlag möglich
  • De­tail­lier­te Fach­ka­te­go­rien im Katalog
  • Aktives Forum hilft bei Fragen

Fazit: eBay-Al­ter­na­ti­ven für un­ter­schied­li­che Ansprüche

Der Markt­füh­rer eBay bietet einige Vorteile. In­ter­na­tio­na­le Reich­wei­te und ein sehr großes Angebot gehören ebenso dazu wie die Freude, bei einer Auktion ein Schnäpp­chen gemacht zu haben. Aufgrund seiner Größe – 2018 sind es weltweit 177 Millionen Nutzer – finden sich aber auch po­ten­zi­ell mehr Betrüger im Netzwerk. Außerdem ist die Ver­kaufs­pro­vi­si­on von 10 Prozent für private Nutzer über­durch­schnitt­lich hoch angesetzt.

Dies sind bereits gute Gründe, Al­ter­na­ti­ven zu eBay aus­zu­pro­bie­ren. Mög­li­cher­wei­se suchen Sie auch nach einem nach­hal­ti­ge­ren Ge­schäfts­mo­dell, das Sie un­ter­stüt­zen möchten, oder aber nach re­gio­na­len Un­ter­neh­men. Bis auf die nie­der­län­di­sche Samm­ler­platt­form Catawiki haben alle der oben genannten Firmen Ihren Sitz in Deutsch­land.

Wer nach spe­zi­el­len Pro­dukt­grup­pen wie Mode oder Büchern sucht, wird bei Klei­der­Krei­sel bzw. Book­loo­ker fündig. Ganz ohne Ver­kaufs­ge­büh­ren kann man bei Hood und Klei­der­Krei­sel auskommen, die Kom­mis­si­on von Gebraucht.de ist gering und bei Fairmondo tun ge­werb­li­che Nutzer mit Ihrer Gebühr etwas gegen Kor­rup­ti­on. Catawikis Ge­büh­ren­mo­dell fällt zwar üppiger aus; dafür bezahlt das Un­ter­neh­men die Experten, die si­cher­stel­len, dass die teilweise hoch­prei­si­gen Samm­ler­stü­cke echt sind.

Tipp

Sie wollen wissen, welche der in­ter­na­tio­na­len Markt­füh­rer die passende Plattform für Ihren On­line­han­del ist? In unserem Artikel „Verkaufen im Netz: Die 8 besten Online-Markt­plät­ze in Deutsch­land“ stellen wir die Big Player vor und erklären, was die wich­tigs­ten Stell­schrau­ben für den er­folg­rei­chen E-Commerce sind.

All diese eBay-Al­ter­na­ti­ven haben Ihre jeweils eigenen Vorzüge, die häufig durch eine aktive Community von Gleich­ge­sinn­ten ergänzt werden. Neben den meist geringen Gebühren sind als positive Punkte DSGVO-konforme Da­ten­schutz­re­ge­lun­gen sowie sichere Versand- und Zahl­sys­te­me zu nennen. Wer also gerne guten Gewissens Schnäpp­chen jagen, nach­hal­tig einkaufen oder über die be­kann­te­ren Markt­plät­ze mehr Reich­wei­te für seinen On­line­shop gewinnen möchte: eBay ist nur eine von vielen Al­ter­na­ti­ven, und die Kon­kur­renz hat einiges zu bieten.

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