Lead-Routing be­schreibt das Wei­ter­lei­ten von qua­li­fi­zier­ten Leads an den Vertrieb. Damit wechselt die Zu­stän­dig­keit von der Marketing- zur Sales-Abteilung. Lead-Routing achtet auch darauf, Leads an die passenden Ver­trieb­ler wei­ter­zu­lei­ten. Mit ge­eig­ne­ter Software kann dieser Prozess au­to­ma­ti­siert werden.

Was ist Lead-Routing?

Der englische Begriff routing bedeutet im Zu­sam­men­hang mit Da­ten­be­we­gun­gen so viel wie „Steuerung“. Beim Lead-Routing geht es per De­fi­ni­ti­on um eine Steuerung der Kon­takt­da­ten in der letzten Phase des Lead-Ma­nage­ment-Prozesses – und zwar in eine Richtung: hin zum Vertrieb und damit hin zum er­folg­rei­chen Abschluss. Im Grunde genommen be­schreibt Lead-Routing die Übergabe des Kontakts von der Marketing-Abteilung an den Vertrieb.

Vor allem im B2B-Bereich, wo man großen Wert auf per­sön­li­chen Kontakt legt, läuft das nach einem klas­si­schen Schema ab: Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, das Lead-Nurturing ab­ge­schlos­sen und die vom Lead-Routing de­fi­nier­te Reife erreicht ist, kommt der passende Ver­triebs­mit­ar­bei­ter ins Spiel. Er übernimmt den Kontakt und die weitere Kom­mu­ni­ka­ti­on. Sein Ziel ist ganz klar: den er­folg­rei­chen Abschluss zu tätigen und die Produkte oder Dienst­leis­tun­gen ge­winn­brin­gend an den Kunden zu ver­mit­teln.

Das Finale der Kampagne

Die Er­kennt­nis­se aus dem Lead-Scoring sind zur Voll­endung des Lead-Ma­nage­ment-Prozesses es­sen­zi­ell. Nur eine ein­deu­ti­ge Bewertung er­mög­licht es, ein­zu­schät­zen, wie in­ter­es­sant ein Lead für das jeweilige Ver­kaufs­ziel ist – und ob er überhaupt bereit für ein Angebot ist. Nicht nur nut­zer­be­zo­ge­ne Daten bzw. das Nut­zer­pro­fil sind dabei ent­schei­dend, sondern vor allem auch die Aktivität und Reaktion auf die vorher aus­ge­spiel­ten Maßnahmen. All das spielt in den Lead-Routing-Prozess hinein.

Ein Lead-Scoring-Modell vergibt für jeden In­ter­es­sen­ten eine Bewertung, die im Lead-Routing Prio­ri­tä­ten vorgibt und den Stand in der Customer Journey exakt definiert. Ist nun der Lead ent­schei­dungs­fä­hig und -bereit, beginnt eine kritische Phase: Man darf nicht zu lange mit konkreten Maßnahmen warten und muss zum richtigen Zeitpunkt den per­sön­li­chen Kontakt her­stel­len. Der Ver­triebs­mit­ar­bei­ter hat alles in der Hand, was er braucht: Sämtliche In­for­ma­tio­nen und Aus­wer­tun­gen, mit deren Hilfe er seine Ver­kaufs­stra­te­gie ent­spre­chend anpassen kann.

Ein fort­wäh­ren­der Prozess

Auch wenn vom Finale des Lead-Ma­nage­ment-Prozesses die Rede war: Dieser ist danach kei­nes­falls ab­ge­schlos­sen. Lead-Ma­nage­ment, vor allem aber das Lead-Nurturing und die Lead-Scoring-Modelle befinden sich in ständiger Ent­wick­lung und bilden einen fort­wäh­ren­den Prozess.

Con­trol­ling und Analyse spielen dabei eine zentrale Rolle; sie zeigen, an welcher Stelle des Kauf­pro­zes­ses noch Nach­hol­be­darf besteht, wo man mit besseren Maßnahmen noch mehr po­ten­zi­el­le Kunden abfängt. Es entsteht eine Marketing-Au­to­ma­ti­ons-Maschine, die Grundlage dafür sind moderne Lead-Ma­nage­ment-Tools.

Mit Pro­gram­men wie HubSpot, Pipedrive oder Teamgate lassen sich alle Maßnahmen über­sicht­lich or­ga­ni­sie­ren. Indem man alle Daten aus ver­schie­de­nen Kanälen in eine zentrale Plattform fließen lässt, kann man Leads einfacher seg­men­tie­ren und für beide Parteien – Marketing und Vertrieb – zu­gäng­lich machen. Es lassen sich so auch einfacher ein­deu­ti­ge Lead-Routing-Regeln festlegen.

Die große Her­aus­for­de­rung bleibt am Ende, die optimale Balance zwischen Au­to­ma­ti­sie­rung und Per­so­na­li­sie­rung zu finden. Findet man dann noch die richtige Ziel­grup­pen­an­spra­che und pass­ge­nau­en Content für die Kam­pa­gnen­ge­stal­tung, geht die Lead-Ma­nage­ment-Strategie auf. Un­ter­neh­men schaffen es so, er­folg­rei­che Ge­schäfts­be­zie­hun­gen zu knüpfen und den Kontakt zu Neu- und Be­stands­kun­den nach­hal­tig zu pflegen.

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