Seit dem Aufleben von NFT stellen sich viele Userinnen und User des Web3 die Frage, wie Sie mit NFT Geld verdienen können. Eine mögliche Antwort darauf bieten NFT-Spiele. Sie stellen den Spie­len­den u. a. fi­nan­zi­el­le Be­loh­nun­gen für das Spielen des Games in Aussicht.

Was genau ist mit Play to Earn gemeint und wie funk­tio­niert es?

Play to Earn, kurz P2E, be­zeich­net ein Konzept, dass es Spie­le­rin­nen und Spielern von NFT-Games er­mög­licht, Geld mit den Vi­deo­spie­len zu verdienen. Nachdem die Spie­len­den sich re­gis­triert haben, können sie das jeweilige Spiel spielen. Die Re­gis­trie­rung ist zwar kostenlos, das Spielen des Spiels erfordert meistens aber einen an­fäng­li­chen Kauf von Spiel­in­hal­ten in Form von NFT. Das Prinzip hinter Play to Earn ist dann einfach zu verstehen:

Vielfach handelt es sich bei den NFT-Spielen um Games, deren Ziel es ist, möglichst wertvolle Ge­gen­stän­de oder Kreaturen zu finden, zu erstellen oder zu kaufen. Da es sich bei den Spiel­ge­gen­stän­den um NFT handelt, können diese auch wieder verkauft werden. Hierbei spielen Angebot und Nachfrage wie auf jedem Markt eine ent­schei­den­de Rolle: Je mehr Spielende ein Game hat, desto beliebter werden seltene Ge­gen­stän­de im Spiel. Diese können also zu un­ter­schied­li­chen Kursen ge- und verkauft werden. Unter anderem deshalb variiert der Gewinn, den man mit P2E ge­ne­rie­ren kann, sehr stark.

Was sind NFT-Spiele?

Die ersten As­so­zia­tio­nen, die der Begriff NFT bei den meisten Menschen her­vor­ruft, haben erst einmal nichts mit Gaming zu tun. Die po­pu­lärs­ten NFT sind nämlich dem Bereich NFT Art zu­zu­ord­nen, sodass es kein Wunder ist, dass Non-fungible Token vielfach mit digitalen Kunst­wer­ken gleich­ge­setzt werden. Mitt­ler­wei­le erstreckt sich der An­wen­dungs­be­reich von NFT aber auch auf den Bereich Gaming: Die ein­zig­ar­ti­gen Token sind der ideale Re­prä­sen­tant für seltene In-Game-Ge­gen­stän­de, die Spielende finden oder kaufen können.

NFT werden al­ler­dings längst nicht mehr nur für das Sammeln seltener Spiel­ge­gen­stän­de ein­ge­setzt, sondern bilden die Basis für die so­ge­nann­ten NFT-Spiele. Hierbei handelt es sich um Games, die gänzlich auf der Block­chain gespielt werden und die meistens nach dem Play-to-Earn-Prinzip funk­tio­nie­ren. Die wohl be­lieb­tes­te Block­chain für NFT-Games ist Ethereum.

Kritik am Gaming auf der Block­chain

Trotz des Hypes um NFT-Games stehen die Spiele und auch das Prinzip Play to Earn in der Kritik.

Ein häufig vor­ge­brach­ter Kri­tik­punkt an der Block­chain und somit auch am NFT-Gaming ist die Belastung der Umwelt durch die Block­chain selbst. Dass sämtliche Trans­ak­tio­nen mit Non-fungible Token wie das Erstellen und Verkaufen von NFT oder das Bieten auf Token Be­rech­nun­gen auf der je­wei­li­gen Block­chain erfordern und somit große Mengen an Strom ver­brau­chen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Aktuell laufen die meisten NFT-Spiele auf der Ethereum-Block­chain. Die Block­chain des populären Altcoins läuft auf dem Proof-of-Stake-Al­go­rith­mus. Dadurch wird der En­er­gie­ver­brauch erheblich gesenkt, sodass auch die NFT-Spiele um­welt­freund­li­cher werden.

Weiterhin wird das Spiel­prin­zip von Play to Earn an sich oft kri­ti­siert. Während man für tra­di­tio­nel­le Com­pu­ter­spie­le eine feste Summe bezahlt und im Anschluss Spaß mit dem Spiel haben kann, ist die Re­gis­trie­rung bei NFT-Spielen häufig kostenlos. Um das Game jedoch in vollem Umfang spielen zu können, sind häufig zumindest initiale In­vest­ments notwendig. Da sowohl der Markt des Spiels selbst als auch die Kryp­to­wäh­run­gen starken Schwan­kun­gen un­ter­lie­gen, sind In­vest­ments in NFT-Spiele spe­ku­la­tiv und somit ri­si­ko­be­haf­tet.

Die drei be­lieb­tes­ten NFT-Spiele im Überblick

Trotz der Kri­tik­punk­te ist der Block­chain-Gaming-Markt groß und wird zusehends beliebter. Es gibt eine Reihe ver­schie­de­ner NFT-Spiele, die das Play-to-Earn-Konzept umsetzen. Drei der be­lieb­tes­ten Block­chain-Spiele stellen wir Ihnen vor.

Cryp­to­Kit­ties

Cryp­to­Kit­ties ist ein NFT-Spiel auf der Ethereum-Block­chain. In dem Game können Spielende ver­schie­de­ne virtuelle Katzen als Non-fungible Token erwerben und diese mit­ein­an­der paaren, um so neue und wert­vol­le­re Katzen zu züchten. Hierfür müssen die Spie­le­rin­nen und Spieler zunächst die Katzen, die gepaart werden sollen, mit ETH kaufen. Auch die Paarung der NFT-Katzen an sich wird mit Ether bezahlt.

Das Spiel zielt darauf ab, durch ge­schick­tes Züchten möglichst seltene und wertvolle Katzen zu erhalten. Auch bei den ge­züch­te­ten Katzen handelt es sich um NFT, die verkauft werden können. Hier kommt der Aspekt des Play to Earn ins Spiel: Spielende, die besonders seltene Exemplare gezüchtet haben, können diese unter Umständen mit Gewinn an andere Spie­le­rin­nen und Spieler von Cryp­to­Kit­ties verkaufen.

Axie Infinity

Ein ähnliches Spiel­prin­zip wie Crypto Kitties verfolgt auch das NFT-Spiel Axie Infinity, das ebenfalls auf der Ethereum-Block­chain basiert. Axie Infinity ist das meist­ge­spiel­te Block­chain-Spiel.

Zentraler Inhalt des Games sind die so­ge­nann­ten Axies, die von den Spie­len­den als NFT erworben werden. Diese müssen an­schlie­ßend auf­ge­zo­gen und können im Spiel­ver­lauf gepaart werden. Die Spiel­me­cha­nik erinnert dabei an tra­di­tio­nel­le Pokémon-Spiele. Folglich können die Userinnen und User mit ihren Axies auch ge­gen­ein­an­der antreten. Jedes Axie ist ein­zig­ar­tig. Ähnlich wie bei Cryp­to­Kit­ties können Spie­le­rin­nen und Spieler durch die Zucht seltener und starker Axies Geld verdienen, indem sie diese verkaufen.

Sorare

Fuß­ball­be­geis­ter­te kommen beim NFT-Spiel Sorare ganz auf ihre Kosten. Das Spiel auf der Ethereum-Block­chain er­mög­licht es den Spie­le­rin­nen und Spielern, sich als Ma­na­ge­rin­nen oder Manager ihres eigenen Fuß­ball­teams einen Namen zu machen. Dieses Team besteht aus fünf Fuß­ball­spie­lern, die durch NFT-Sam­mel­kar­ten re­prä­sen­tiert werden. Im Spie­ler­kon­tin­gent befinden sich NFT, die realen Fuß­ball­spie­lern nach­emp­fun­den sind. Mit den zu­sam­men­ge­stell­ten Teams können Spielende dann an Turnieren teil­neh­men. Als Gewinn winken nicht nur weitere Sam­mel­kar­ten, sondern auch Ether.

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