Der ASCII-Code ist eine Zei­chen­ko­die­rung, die die Dar­stel­lung von Zeichen durch elek­tro­ni­sche Geräte wie bei­spiels­wei­se PCs festlegt. Hierzu werden die einzelnen Zeichen in Binär-, Dezimal- und He­xa­de­zi­mal­wer­te kon­ver­tiert, die der Computer ver­ar­bei­ten kann.

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Was ist ASCII?

ASCII ist ein Standard zur Dar­stel­lung von Zeichen durch elek­tro­ni­sche Geräte. Um zu verstehen, was das heißt, muss man sich darüber im Klaren sein, wie ein Rechner überhaupt funk­tio­niert: Bei einem Computer basieren die Re­chen­pro­zes­se immer auf dem binären System. Das heißt: Einsen und Nullen bestimmen die Vorgänge eines Computers. Deshalb ist auch ASCII auf diesem System aufgebaut. Der ur­sprüng­li­che ASCII-Standard definiert innerhalb von sieben Bits – also sieben Stellen, die entweder eine 0 oder 1 zeigen – un­ter­schied­li­che Zeichen.

De­fi­ni­ti­on

ASCII: Bei der Zei­chen­ko­die­rung handelt es sich um den American Standard Code for In­for­ma­ti­on In­ter­ch­an­ge und damit um den US-ame­ri­ka­ni­schen Vorläufer von ISO 646 (in­ter­na­tio­nal fest­ge­leg­te Zei­chen­sät­ze). ASCII ist ein 7-Bit-Code und somit sind 128 Zeichen (27) definiert. Die Kodierung besteht aus 33 nicht druck­ba­ren und 95 druck­ba­ren Zeichen und umfasst sowohl Buch­sta­ben, In­ter­punk­ti­ons­zei­chen und Ziffern als auch Steu­er­zei­chen.

Das achte Bit, das zu einem vollen Byte gehört, wird tra­di­tio­nell für Prüf­zwe­cke verwendet. Die auf ASCII ba­sie­ren­den, er­wei­ter­ten Versionen nutzen genau dieses Bit, um die ver­füg­ba­ren Zeichen auf 256 (28) zu erweitern.

Fakt

Ur­sprüng­lich sollte das achte Bit die Über­prü­fung der Daten auf Fehler er­mög­li­chen. Das so­ge­nann­te Pa­ri­täts­bit erlaubt dem Empfänger der Bitfolge, Un­ge­reimt­hei­ten zu erkennen. Dabei ist al­ler­dings nur er­sicht­lich, dass ein Fehler auf­ge­tre­ten ist, jedoch nicht, wo genau die Ursache liegt. Deshalb eignet sich die Pa­ri­täts­prü­fung kaum zur Korrektur von Fehlern.

So ent­spricht jedem Zeichen eine sie­ben­stel­li­ge Folge von Nullen und Einsen, die man als De­zi­mal­zahl oder als he­xa­de­zi­ma­le Zahl dar­stel­len kann. Die ASCII-Zeichen lassen sich in mehrere Gruppen aufteilen:

  • Steu­er­zei­chen (0–31 & 127): Die Steu­er­zei­chen sind nicht druckbare Zeichen. Sie dienen dazu, Kommandos an den PC oder den Drucker zu über­mit­teln und beruhen auf Techniken von Fern­schrei­bern. Mit diesen Zeichen werden bei­spiels­wei­se Zei­len­um­brü­che oder Ta­bu­la­to­ren gesetzt. Viele dieser Zeichen sind heute kaum noch in Gebrauch.
  • Son­der­zei­chen (32–47 / 58–64 / 91–96 / 123–126): Son­der­zei­chen umfassen alle druck­ba­ren Zeichen, die weder Buch­sta­ben noch Ziffern sind, wie z. B. Satz­zei­chen oder technisch-ma­the­ma­ti­sche Zeichen. ASCII zählt dazu auch das Leer­zei­chen, das dort als nicht sicht­ba­res, aber druck­ba­res Zeichen gilt – und das somit nicht zu den Steu­er­zei­chen gehört, wie man vermuten könnte.
  • Ziffern (30–39): Die Ziffern umfassen die zehn ara­bi­schen Ziffern von Null bis Neun.
  • Buch­sta­ben (65–90 / 97–122): Die Buch­sta­ben sind in zwei Blöcke un­ter­teilt, wobei die erste Gruppe die Groß- und die zweite die Klein­buch­sta­ben enthält.
Tipp

Um ver­schie­de­ne Zeichen mühelos in ASCII-Code zu kon­ver­tie­ren, lohnt sich ein Blick auf die ASCII-Tabelle, die die binären, dezimalen und he­xa­de­zi­ma­len Werte für die einzelnen Zeichen enthält.

Beispiel: ASCII-Zeichen

Bei ASCII kon­ver­tiert das System Binärcode gemäß einem fest­ge­leg­ten Standard in druckbare und nicht druckbare Zeichen. Wirft man einen Blick auf die ASCII-Tabelle, lassen sich für ver­schie­de­ne nu­me­ri­sche Werte die durch sie dar­ge­stell­ten Zeichen finden.

Beispiel:

Die Binärzahl 01000001 kann dezimal als 65, he­xa­de­zi­mal als 41 ge­schrie­ben werden. Das Zeichen, das mit dieser Zahl kodiert wird, ist ein „A“. Zählen Sie nun weiter nach unten, finden Sie die Groß­buch­sta­ben in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge auf­ge­lis­tet. Das Bei­spiel­wort „ASCII“ ent­sprä­che also folgenden Zah­len­wer­ten:

  A S C I I
binär 01000001 01010011 01000011 01001001 01001001
dezimal 65 83 67 73 73
he­xa­de­zi­mal 41 53 43 49 49
Tipp

Unter Windows können Sie Unicode-Zeichen – und somit auch ASCII-Zeichen – per Tas­ten­kom­bi­na­ti­on eingeben. Halten Sie dafür die Alt-Taste gedrückt und geben Sie über den Num­mern­block der Tastatur den De­zi­mal­wert des Zeichens ein.

ASCII-Code: Nutzen und An­wen­dungs­ge­bie­te

Auch heute noch findet ASCII viel­fäl­ti­ge Ver­wen­dung, wenn auch UTF-8 in­zwi­schen bei der Dar­stel­lung von Text wichtiger geworden sein dürfte. Doch erst ab ca. 2008 hat der Unicode die ältere Zei­chen­ko­die­rung beim Einsatz im World Wide Web von Platz eins verdrängt. Der Vorteil von UTF-8 ist, dass der Code quasi ab­wärts­kom­pa­ti­bel ist: ASCII ist eine Teilmenge von UTF-8 und so sind die ersten 128 Zeichen identisch. Da ASCII als kleinster ge­mein­sa­mer Nenner der meisten neueren Ko­die­rungs­for­men gesehen werden kann, findet die alte Kodierung immer noch Ver­wen­dung in E-Mails und URLs.

Fakt

Anwender können Unicode in­zwi­schen auch bei der Er­stel­lung von E-Mails verwenden, und sogar Domains lassen sich heut­zu­ta­ge dank In­ter­na­tio­na­li­zed Domain Names mit Umlauten versehen. Vor der Über­tra­gung muss der Text al­ler­dings in beiden Fällen in das ASCII-Format kon­ver­tiert werden. Dies geschieht au­to­ma­ti­siert, sodass Nutzer davon nichts mit­be­kom­men.

Darüber hinaus wird ASCII seit Langem für einen weniger tech­ni­schen als vielmehr künst­le­ri­schen Zweck gebraucht: Als ASCII-Art be­zeich­net man Kunst, die aus­schließ­lich druckbare Zeichen der ASCII-Tabelle verwendet, um Bilder zu erzeugen. Die Band­brei­te reicht dabei von Schrift­zü­gen über einfache Strich­fi­gu­ren bis hin zu richtigen Gemälden. Die ASCII-Künstler nutzen dafür die un­ter­schied­li­chen Hel­lig­kei­ten der einzelnen Zeichen aus. So lassen sich sogar Schat­tie­run­gen dar­stel­len.

Kurze Ge­schich­te des ASCII-Codes

Die American Standards As­so­cia­ti­on (ASA, in­zwi­schen als ANSI für American National Standards Institute“ bekannt) hat den American Standard Code for In­for­ma­ti­on In­ter­ch­an­ge (ASCII) bereits im Jahre 1963 genehmigt. Damit hat sie für ver­bind­li­che Vorgaben gesorgt, wie elek­tro­ni­sche Geräte Zeichen abbilden sollen. Da es sich um einen rein US-ame­ri­ka­ni­schen Standard handelt, wird auch häufig von US-ASCII ge­spro­chen.

Als Vorgänger kann man u. a. den Morse-Code ansehen – oder auch Ko­die­run­gen, die man bei Fern­schrei­ben einsetzt: Ein stan­dar­di­sier­ter Code (z. B. eine fest­ge­leg­te Abfolge akus­ti­scher Signale) wird dabei in Text übersetzt. Da auch Computer nicht mit unserem Alphabet umgehen können – schließ­lich basieren ihre internen Vorgänge auf dem binären System – hat man ASCII ein­ge­führt.

Bis heute hat man den Zei­chen­stan­dard nur wenige Male verändert, um ihn an neue An­for­de­run­gen an­zu­pas­sen. So exis­tie­ren er­wei­ter­te Versionen, die ein achtes Bit verwenden, damit auch nationale Ei­gen­hei­ten – wie etwa die deutschen Umlaute (ä, ö und ü) – dar­ge­stellt werden können. Das in Deutsch­land immer noch beliebte Latin-1 (ISO 88591-1) beruht auf dem ASCII-Code.

Ein Wechsel zwischen dem la­tei­ni­schen Alphabet und bei­spiels­wei­se ara­bi­schen Schrift­zei­chen ist al­ler­dings aus­ge­schlos­sen. Deshalb haben sich in­zwi­schen wei­test­ge­hend auf Unicode ba­sie­ren­de Zei­chen­sät­ze wie UTF-8 durch­ge­setzt: Unicode bietet Platz für mehr als eine Million ver­schie­de­ner Zeichen. UTF-8 ist darüber hinaus kom­pa­ti­bel mit ASCII, kodiert also die ersten 128 Zeichen ebenso wie dieser.

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