Was ist DNS-Propagation?

Wenn Änderungen an dem Domain Name System einer Website vorgenommen werden, dauert es, bis der aktuelle Stand von allen Servern weltweit übernommen wird. Diese Übergangsphase ist die DNS-Propagation. Sie kann zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen dauern.

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Was bedeutet DNS?

Bevor verständlich wird, was es mit der DNS-Propagation auf sich hat, muss zunächst der DNS-Part kurz erläutert werden. DNS steht für Domain Name System. Dieses System übersetzt den Namen Ihrer Domain – beispiel.de – in die eigentliche IP-Adresse. Diese IP-Adresse ist eine Zahlenfolge, die man sich nur schwerlich merken könnte. Um den Nutzern also den Aufenthalt im Internet zu erleichtern, wird zweigleisig gefahren. Gibt ein Nutzer den Namen Ihrer Domain ein, ermittelt DNS die IP-Adresse Ihres Zielservers. Der Nutzer selbst bekommt von diesem Vorgang nichts mit und muss sich daher lediglich die URL Ihrer Website merken.

Es gibt unterschiedliche Arten von DNS. Die größten Gruppen sind folgende:

  • A: Hierbei wird eine IPv4-Adresse eingetragen. Der A-Eintrag weist einer Domain einen Webserver zu. Auch auf dem Nameserver wird die Domain oder Subdomain als A-Eintrag hinterlegt.
  • AAAA: Dieser Eintrag ist vergleichbar mit dem A-Eintrag, es wird allerdings eine IPv6-Adresse eingetragen, was dafür sorgt, dass der Browser IPv6 bevorzugt.
  • CNAME: Ein CNAME-Eintrag verbindet eine Subdomain mit der entsprechenden primären Domain.
  • MX: Durch einen MX-Eintrag wird Ihre Website mit einem E-Mail-Dienst verbunden. Schreibt Ihnen ein Besucher dann über Ihre Seite eine Mail, wird diese auf den richtigen E-Mail-Server geleitet.
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DNS-Propagation einfach erklärt

Am besten lässt sich der Begriff „propagation“ mit „Übertragung“ übersetzen. Wenn Sie Ihren DNS-Eintrag verändern, kann diese Änderung ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Diese Zeit wird als DNS-Propagation bezeichnet. Passen Sie z. B. Ihren DNS-Eintrag an oder wechseln Ihren Hosting-Anbieter oder die Nameserver, kann dieses Update einige Zeit benötigen. Die DNS-Propagation variiert je nach Server und Auslastung. So kann es zunächst vorkommen, dass während der Übergangsphase einige Anbieter noch auf Ihren alten Server zugreifen, während andere bereits die aktuelle IP-Adresse ansteuern.

Die Ursache für die DNS-Propagation liegt zum einen daran, dass Änderungen an sich schon ein wenig Zeit in Anspruch nehmen können. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass neue IP-Adressen nicht durchgehend von DNS-Servern abgefragt werden. Dies würde ansonsten zu einer Überlastung führen. Stattdessen werden die Informationen in einem Cache zwischengespeichert. Erst wenn dieser Cache von allen Servern aktualisiert wurde, ist Ihre Website wieder überall auf dem neuesten Stand.

Die Rolle des Nameservers

Ein weiterer Faktor, der für die Dauer der DNS-Propagation relevant ist, ist der Nameserver. Ein Nameserver sorgt für die Namensauflösung. Dies ist die Verbindung Ihrer Domain, die aus einem möglichst einprägsamen Begriff und einer Endung besteht (beispiel.de), mit der IP-Adresse, die durch eine Zahlenkombination gebildet wird. Nameserver werden daher auch als DNS-Server bezeichnet. Sobald ein Besucher Ihre Website aufruft, stellt der Nameserver die direkte Verbindung zur eigentlich IP-Adresse her. Wird nun der DNS-Server verändert oder angepasst, kann es einige Zeit dauern, bis die entsprechenden Updates überall angekommen sind.

DNS-Zone und TTL-Wert

Die DNS-Zone bezeichnet den organisatorischen Bereich der DNS. Dies dient der besseren Bündelung einzelner Domains und hilft dabei, sie schneller zu finden. Diese Zone umfasst mindestens eine Domain und zusätzlich optional weitere Subdomains.

Maßgeblich für die DNS-Propagation ist der sogenannte TTL-Wert. TTL steht für „time to live“ und legt fest, wie lange Einstellungen zwischengespeichert werden sollen und wann eine Aktualisierung erfolgt. Beträgt der TTL-Wert also 24 Stunden, dauert es einen Tag, bis Änderungen wirksam werden. Der TTL-Wert kann angepasst werden, damit die Änderungen früher erfolgen. Diese Anpassung muss allerdings vor dem Update erfolgen, da sie ebenfalls unter die DNS-Propagation fällt und somit erst nach einiger Zeit wirksam wird.

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Die Dauer der DNS-Propagation kann vom ISP abhängen

Ein weiterer Faktor für die Dauer einer DNS-Propagation ist Ihr Internet Service Provider (ISP). Dieser speichert die DNS-Daten lokal zwischen, um einerseits schnelleres Browsen zu ermöglichen und andererseits den Datenverkehr zu reduzieren. Dies kann sich allerdings negativ auf die DNS-Propagation auswirken. Außerdem gibt es ISPs, die TTL-Einstellungen ignorieren und somit auch die Aktualisierung erst nach Stunden oder sogar Tagen durchführen.

Der Standort des Servers

Auch der Standort Ihres Servers spielt eine Rolle für die Dauer der DNS-Propagation. Zwar kann die Umstellung im Umfeld oder bei Secondary DNS-Servern bereits nach kurzer Zeit wirksam werden, am anderen Ende der Welt dauert sie allerdings häufig deutlich länger. Das liegt auch daran, dass sich die unterschiedlichen Server nacheinander über die Umstellung informieren. Da die Updates, wie erwähnt, nicht dauerhaft, sondern nur in bestimmten Zeitintervallen erfolgen, zieht sich die endgültige und flächendeckende Wirksamkeit der Änderung unter Umständen in die Länge.

Die Dauer der DNS-Propagation

Wie lange aber dauert die tatsächliche DNS-Propagation? Diese Antwort hängt von den oben genannten Faktoren ab und kann grundsätzlich stark variieren. Lokale Server übernehmen Änderungen für gewöhnlich bereits nach wenigen Stunden. Bis allerdings alle Nameserver weltweit über die Änderungen informiert sind und diese wirksam werden, kann deutlich mehr Zeit vergehen. Während je nach Anbieter und Einstellungen zwischen zwölf und 48 Stunden normal sind, kann es vorkommen, dass eine weltweite Wirksamkeit erst nach 72 Stunden erreicht wird. Daher ist es wichtig, die DNS-Propagation im Vorfeld einzuplanen, wenn eine Änderung oder ein Wechsel ansteht.

Möglichkeiten, um die DNS-Propagation kurz zu halten

Die DNS-Propagation kann also unter Umständen ein Ärgernis sein, sie lässt sich leider allerdings nie ganz vermeiden. Es gibt aber glücklicherweise zumindest Möglichkeiten, wie Sie die Dauer möglichst gering halten oder wenigstens Probleme umgehen können. So ist Ihre Website schnell wieder überall auf der Welt auf ihrem aktuellen Stand erreichbar.

Sofern Sie Ihren Nameserver noch nicht geändert haben, können Sie bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass die DNS-Propagation möglichst klein bleibt. Dafür setzen Sie im A-Eintrag auf Seiten Ihres aktuellen Servers den TTL-Wert auf das Minimum. Dieses kann je nach Anbieter variieren. Im Anschluss warten Sie dann 30 Minuten und wechseln danach den Nameserver für Ihre Domain. So verweist Ihre Domain überall dort, wo die DNS-Propagation abgeschlossen ist, auf den neuen Server. Dort, wo die Umwandlung noch nicht stattgefunden hat, wird nach wie vor auf Ihren alten Server verwiesen, aber zumindest der neueste Stand Ihrer Website angezeigt.

Falls Sie den Umzug auf einen neuen Nameserver bereits vollzogen haben, bietet Google ein DNS-Tool, mit dem Sie den neuen Stand Ihrer Website anzeigen lassen können. Die genauen Schritte finden Sie auf der entsprechenden Seite der Plattform. Im Anschluss leeren Sie zunächst den Cache Ihres Browsers und dann Ihren DNS-Cache. Nun sollte Ihnen bereits der aktuelle Stand Ihrer Website angezeigt werden.

DNS-Propagation checken

Trotzdem bleibt das Problem, dass Sie ohne Hilfsmittel nicht sicher sagen können, ob die DNS-Propagation für Ihre Seite flächendeckend abgeschlossen wurde. Während in Ihrem Umfeld vielleicht schon der aktuelle Stand hinterlegt ist, haben Server im Ausland möglicherweise noch einen alten Stand zwischengespeichert. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, die DNS-Propagation zu checken und die hinterlegten DNS-Records zu überprüfen. Zum vorinstallierten Standard bei Windows, macOS und Linux gehört z. B. nslookup, welches Ihnen bei Problemen mit der Namensauflösung hilft und zusätzlich den aktuellen Stand aller beteiligten Server anzeigt. Ähnlich funktionieren auch die Alternativen ping und traceroute.

Andere externe DNS-Checker testen die DNS-Propagation, indem sie eine Auswahl zufälliger Server ansteuern und Ihre DNS-Informationen dort abfragen. Weil Server überall auf der Welt verteilt sind, haben Sie zwar keine hundertprozentige Sicherheit, dass tatsächlich überall die DNS-Propagation abgeschlossen wurde, aber zumindest einen guten Anhaltspunkt. Beliebte Anbieter sind whatsmydns oder auch Google, das den DNS-Check in der Toolbox anbietet.

Fazit: DNS-Propagation sollte immer berücksichtigt werden

Beim Umzug von einem Server zu einem anderen oder bei Änderungen, die relevant für das Domain Name System sind, sollten Sie also immer die DNS-Propagation mit einberechnen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Zeitfaktor eine Rolle spielt, weil z. B. der alte DNS-Server nicht antwortet oder Sie Opfer von DNS-Spoofing, DNS-Hijacking oder einem DNS-Leak sind. Zwar haben Sie ein paar Möglichkeiten, um die DNS-Propagation zu verkürzen, eine gewisse Zeit dauert es allerdings dennoch immer, bis wirklich weltweit jeder Server auf dem neuesten Stand ist.

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