Ob mit der in­te­grier­ten Funktion in Windows, macOS, Ubuntu oder mit zu­sätz­li­cher Dritt­an­bie­ter-Software wie WinZip, WinRAR oder 7-Zip – das Öffnen, Entpacken oder Mounten einer ISO-Datei lässt sich in wenigen Schritten umsetzen.

ISO-Datei kurz erklärt

Wer eine ISO-Datei öffnen möchte, weiß in der Regel, worum es sich bei dem prak­ti­schen Archiv-Format für Spei­cher­ab­bil­der handelt. Dennoch kommt es vor, dass Nutzer mit Laptops ohne CD/DVD-Laufwerk vor dem Rätsel namens ISO stehen. Ohne Laufwerk lässt sich ein System nicht mit klas­si­scher In­stal­la­ti­ons- bzw. Recovery-CD neu aufsetzen. Dann kommt meist der Hinweis, eine ISO-In­stal­la­ti­ons­da­tei mit dem ent­spre­chen­den Spei­cher­ab­bild her­un­ter­zu­la­den und zu öffnen. Es lohnt sich also zu wissen, was es mit einer ISO-Datei überhaupt auf sich hat.

ISO steht für das CD-ROM-Stan­dard­for­mat ISO 9660 bzw. 13346 und bezieht sich auf Dateien, die als 1:1-Spei­cher­ab­bild von optischen Da­ten­trä­gern dienen. Das können In­stal­la­ti­ons­da­tei­en, Programme, Ordner, Musik, Videos sowie Spiele sein, die Sie für ge­wöhn­lich über optische Da­ten­trä­ger nutzen, in­stal­lie­ren oder brennen würden. Mit einer ISO-Datei können Sie ein iden­ti­sches Abbild dieser Inhalte machen und Kopien in Form von CDs, DVDs, Blu-rays, Fest­plat­ten und USB-Sticks an­fer­ti­gen. Die Inhalte werden nicht kom­pri­miert, sondern mit allen Ei­gen­schaf­ten, Struk­tu­ren und in derselben Spei­cher­grö­ße ins ISO-Format über­tra­gen. Praktisch ist das, wenn Sie Backups von Daten, Medien oder ganzer Systeme benötigen.

ISO-Datei mounten oder entpacken?

Möchten Sie eine ISO-Datei öffnen, so stellt sich zunächst folgende Frage: Handelt es sich bei der ISO-Datei um Backup-Da­tei­ord­ner und Ver­zeich­nis­se oder um ein ISO-In­stal­la­ti­ons­me­di­um mit Systemen zum In­stal­lie­ren oder Mounten, z. B. einen boot­fä­hi­gen USB-Stick bzw. eine ISO-Disc. Um als ISO ge­si­cher­te Da­tei­ord­ner mit Do­ku­men­ten, Fotos, Musik oder Videos zu entpacken, nutzen Sie ent­spre­chen­de Pack­pro­gram­me wie WinZip, WinRAR oder 7-Zip. Al­ter­na­tiv bietet sich das in Windows, macOS und Linux in­te­grier­te Tool zum Entpacken und Öffnen von ISO-Dateien an. Gleiches gilt für den Fall, dass Sie eine ISO-Datei mit Da­tei­sys­te­men in Ihrem System mounten oder ein System über ISO-Dateien in­stal­lie­ren bzw. neu aufsetzen wollen.

ISO-Datei öffnen: So gehen Sie vor

Für das Öffnen einer ISO-Datei ist nicht unbedingt eine Software von Dritt­an­bie­tern nötig. In­zwi­schen sind die meisten gängigen Be­triebs­sys­te­me dafür geeignet, das ISO-Format sowohl zu in­stal­lie­ren als auch zu entpacken und zu öffnen. Für alle, die nur ge­le­gent­lich mit ISO-Formaten zu tun haben, z. B. im Falle einer Neu­in­stal­la­ti­on über eine ISO-Datei, ist ein Zu­satz­pro­gramm in der Regel unnötig. Wer jedoch ISO-Dateien nicht nur öffnen, sondern auch erstellen und für möglichst viele Archiv-Da­tei­for­ma­te aus­ge­rüs­tet sein will, nutzt am besten spezielle Pack­pro­gram­me. Diese eignen sich nicht nur zum Öffnen, sondern auch zum Erstellen von ZIP-Dateien, ISO-Dateien und vielen anderen Formaten für Backups und Spei­cher­ab­bil­der.

Wir stellen Ihnen im Folgenden ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten vor, wie Sie ISO-Dateien je nach System und Bedarf ganz einfach öffnen können.

Windows

Ab Windows 8 aufwärts ist es in Windows nicht mehr nötig, ein Dritt­an­bie­ter-Programm für das Öffnen und Einbinden von ISO-Dateien zu nutzen. Diese Funktion ist nun bereits direkt in Windows verfügbar. Hierzu verbinden Sie einfach Ihr ISO-Spei­cher­me­di­um bzw. rufen die ge­wünsch­te, her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei im Windows-Explorer auf und führen einen Rechts­klick darauf aus. Im sich öffnenden Menü klicken Sie auf den Befehl „Be­reit­stel­len“, um au­to­ma­tisch ein vir­tu­el­les Laufwerk für die ISO-Datei zu erzeugen. Von diesem aus lässt sich die ISO-Datei je nach Typ nun mounten und in Ihr System einbinden bzw. die ent­hal­te­nen Dateien entpacken und auf die Fest­plat­te oder ein Spei­cher­me­di­um kopieren.

macOS

Auch macOS ist in der Lage, ISO-Dateien zu öffnen und aus­zu­füh­ren. Dafür gehen Sie im Finder zur Kategorie „Programme“. Über die Me­nü­punk­te „Dienst­pro­gram­me“ und „Fest­plat­ten­dienst­pro­gramm“ gelangen Sie zum Punkt „Ablage“. In diesem finden Sie den Befehl „Image öffnen“, der es Ihnen er­mög­licht, den Spei­cher­ort der ISO-Datei auf­zu­ru­fen und diese direkt zu mounten bzw. zu entpacken.

Freeware-Pack­pro­gram­me

Deutlich mehr Funk­tio­nen nicht nur zum Öffnen und Ausführen, sondern auch zum Erstellen von ISO-Dateien und weiteren Da­tei­for­ma­ten bieten kos­ten­lo­se Programme wie WinZip, WinRAR und 7-Zip. Diese lassen sich pro­blem­los in den meisten Be­triebs­sys­te­men in­stal­lie­ren und nutzen und ver­ein­fa­chen vor allem für Linux- und Ubuntu-Nutzer das Öffnen von ISO-Dateien. Auch Windows-Nutzer, die Versionen älter als Windows 8 verwenden, können auf diese Weise pro­blem­los ihre ISOs entpacken. Weitere Tools sind Programme wie Daemon Tools und Virtual Clone Drive, die ein vir­tu­el­les Laufwerk auf Ihrem Gerät si­mu­lie­ren, über das Sie eine ISO-Datei ganz einfach einbinden können.

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