Die NVIDIA A30 ist eine flexibel ein­setz­ba­re Server-GPU, die Re­chen­be­schleu­ni­gung für un­ter­schied­lichs­te En­ter­pri­se-Workloads bietet. Sie wurde speziell für KI-Inferenz, Deep Learning und High-Per­for­mance-Computing (HPC) ent­wi­ckelt, eignet sich aber z. B. auch für um­fang­rei­che Da­ten­ana­ly­sen. Mit ihren Tensor-Kernen erreicht die A30 bis zu 165 TFLOPS (Tera-FLOPS) Deep-Learning-Leistung und liefert 10,3 TFLOPS für HPC-Workloads.

Was sind die Leis­tungs­merk­ma­le der NVIDIA A30?

Die NVIDIA A30 basiert auf der Ampere-Ar­chi­tek­tur, die Teil der EGX-Plattform ist, über die NVIDIA eine op­ti­mier­te In­fra­struk­tur für künst­li­che In­tel­li­genz und High-Per­for­mance-Computing be­reit­stellt. Die A30 wurde zudem mit der dritten Ge­ne­ra­ti­on der Tensor-Cores aus­ge­stat­tet, die In­fe­renz­pro­zes­se massiv be­schleu­ni­gen und Trai­nings­zei­ten verkürzen. In der nach­fol­gen­den Übersicht sind die zentralen Leis­tungs­merk­ma­le der Server-GPU auf­ge­lis­tet:

  • 165 TFLOPS TF32-Re­chen­leis­tung für Deep Learning be­zie­hungs­wei­se KI-Training und Inferenz
  • 10,3 TFLOPS FP64-Re­chen­leis­tung für HPC-An­wen­dun­gen wie wis­sen­schaft­li­che Be­rech­nun­gen oder Si­mu­la­tio­nen
  • 10,3 TFLOPS FP32-Per­for­mance für all­ge­mei­ne Be­rech­nun­gen
  • 24 Gigabyte HBM2-Speicher (GPU-Speicher)
  • GPU-Spei­cher­band­brei­te von 933 Gigabyte pro Sekunde – optimal für parallele Workloads
  • Leis­tungs­auf­nah­me: 165 Watt
  • PCIe Gen4 mit 64 Gigabyte pro Sekunde für schnelle Da­ten­über­tra­gun­gen
  • NVLINK mit 200 Gigabyte pro Sekunde für Multi-GPU-Kom­mu­ni­ka­ti­on
Hinweis

TFLOPS (Tera Floating Point Operations per Second) ist eine Einheit für die Be­schrei­bung der Ver­ar­bei­tungs­ge­schwin­dig­keit von Computern. Ein TeraFLOPS ent­spricht einer Billion Be­rech­nun­gen pro Sekunde.

Was sind die Vor- und Nachteile der NVIDIA A30?

Die NVIDIA A30 bietet eine gute Balance aus Re­chen­leis­tung, En­er­gie­ef­fi­zi­enz und Ska­lier­bar­keit. Zu den be­deu­tends­ten Vorzügen der Server-GPU zählen:

  • Kos­ten­ef­fi­zi­en­te Re­chen­leis­tung: Die A30 kom­bi­niert eine hohe KI- und HPC-Leistung mit einem ver­gleichs­wei­se niedrigen Strom­ver­brauch, was einen en­er­gie­ef­fi­zi­en­ten Betrieb in Re­chen­zen­tren ge­währ­leis­tet. Aufgrund ihres guten Preis-Leistungs-Ver­hält­nis­ses eignet sie sich optimal für Un­ter­neh­men, die eine leis­tungs­fä­hi­ge GPU benötigen, aber hohe In­ves­ti­ti­ons­kos­ten vermeiden wollen.
  • Multi-Instanz-GPU (MIG): Die NVIDIA A30 lässt sich in bis zu vier un­ab­hän­gi­ge GPU-Instanzen par­ti­tio­nie­ren. Dadurch ist es möglich, mehrere Workloads mit hoher Band­brei­te und eigenem Speicher parallel aus­zu­füh­ren, was die Res­sour­cen­nut­zung optimiert und die Effizienz steigert.
  • NVLink der nächsten Ge­ne­ra­ti­on: Über NVIDIA NVLink können zwei A30-GPUs mit­ein­an­der verbunden werden, um größere Workloads zu be­schleu­ni­gen und eine höhere Spei­cher­band­brei­te be­reit­zu­stel­len.
  • Gute Ska­lier­bar­keit: Ob kleinere Workloads oder komplexe Be­rech­nun­gen – die A30-GPU eignet sich für un­ter­schied­lichs­te An­for­de­run­gen. Dank MIG-Funk­tio­na­li­tät, NVLink und PCIe Gen4 er­mög­licht sie eine flexible Res­sour­cen­nut­zung, die sich dynamisch an den in­di­vi­du­el­len Bedarf anpassen lässt.

Die Schwächen der A30-GPU of­fen­ba­ren sich im Vergleich mit Spit­zen­mo­del­len wie der NVIDIA H100 oder der A100. Die A30 bietet zwar eine hohe Per­for­mance, kann leis­tungs­tech­nisch aber nicht ganz mit High-End-GPUs mithalten. Was sich außerdem als Nachteil erweist: Die NVIDIA A30 nutzt HBM2-Speicher, während leis­tungs­stär­ke­re Modelle häufig bereits mit dem HBM3-Standard arbeiten und somit über eine noch höhere Spei­cher­band­brei­te verfügen.

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An­wen­dungs­ge­bie­te: Wofür eignet sich die NVIDIA A30 am besten?

Die NVIDIA A30 ist für eine breite Palette an KI- und HPC-Workloads ausgelegt. Ob Cloud-Computing, Vir­tua­li­sie­rung oder Einsatz in Hoch­leis­tungs­re­chen­zen­tren – die A30 eignet sich für En­ter­pri­se-Workloads un­ter­schied­lichs­ter Art. Zu den zentralen An­wen­dungs­ge­bie­ten zählen:

  • Deep-Learning-Training: Die A30 wird für das Training neu­ro­na­ler Netze ein­ge­setzt. Die GPU eignet sich besonders gut für Transfer Learning (Anpassen auf neue Da­ten­sät­ze) und schlan­ke­re, auf spe­zi­fi­sche Aufgaben zu­ge­schnit­te­ne Deep-Learning-Modelle.
  • Inferenz für Deep Learning: Der Gra­fik­pro­zes­sor ist für Inferenz-Workloads optimiert und er­mög­licht schnelle, ef­fi­zi­en­te Be­rech­nun­gen für vorab trai­nier­te KI-Modelle. Damit bietet sich die NVIDIA A30 her­vor­ra­gend für Echt­zeit­an­wen­dun­gen wie au­to­ma­ti­sche Sprach­er­ken­nung oder Bild­ana­ly­se an.
  • High-Per­for­mance-Computing: Die A30-GPU kann auch für komplexe Be­rech­nun­gen und Si­mu­la­tio­nen verwendet werden, die eine hohe Re­chen­leis­tung erfordern, wie Fi­nanz­ana­ly­sen oder wis­sen­schaft­li­che Si­mu­la­tio­nen im Bereich der Wet­ter­pro­gno­sen. Ins­be­son­de­re für weniger an­spruchs­vol­le HPC-Workloads bietet die A30 eine kos­ten­ef­fi­zi­en­te Lösung.
  • Um­fang­rei­che Da­ten­ana­ly­sen: Da die GPU große Da­ten­men­gen schnell ver­ar­bei­ten und effizient auswerten kann, kommt die A30 auch in den Bereichen Big Data, Business In­tel­li­gence und Machine Learning zum Einsatz.
  • GPU-Server: Die A30-GPU er­mög­licht es Un­ter­neh­men, leis­tungs­fä­hi­ge GPU-Server kos­ten­güns­tig zu betreiben und diese je nach Bedarf skalieren zu können.
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Was sind mögliche Al­ter­na­ti­ven zur NVIDIA A30?

Sowohl NVIDIA selbst als auch Kon­kur­renz­un­ter­neh­men wie Intel oder AMD stellen ver­schie­de­ne Al­ter­na­ti­ven zur A30 zur Verfügung. Innerhalb des NVIDIA-Port­fo­li­os bieten sich bei­spiels­wei­se die A100 und die H100 als Al­ter­na­ti­ven an, die ein noch höheres Leis­tungs­ni­veau aufweisen. Der KI-Be­schleu­ni­ger Intel Gaudi 3 ist vor allem für Inferenz-An­wen­dun­gen ausgelegt und der AMD Instinct MI210 Be­schleu­ni­ger stellt eine High-Per­for­mance-Al­ter­na­ti­ve aus dem AMD-Ökosystem dar. De­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu häufig genutzten Gra­fik­pro­zes­so­ren und KI-Be­schleu­ni­gern liefert Ihnen unser Guide „Server-GPUs im Vergleich“.

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