Der Windows-Feh­ler­code 0x80073712 tritt meist beim Versuch auf, Windows zu ak­tua­li­sie­ren oder ein Update bzw. Ser­vice­pack zu in­stal­lie­ren. Das kann dazu führen, dass Ihr Windows-System schlep­pen­der läuft und die benötigte Ak­tua­li­sie­rung nicht durch­ge­führt wird. Zur Lösung stehen ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten wie ein Neustart, Windows-Bord­mit­tel wie DISM und SFC sowie Update-Re­pa­ra­tur­tools von Windows bereit.

Es ist wieder so weit: Windows bereitet Ihnen mit einer ge­fürch­te­ten Feh­ler­mel­dung wie dem 0x800F0922-Fehler oder dem 0x8024200d-Fehler Kopf­zer­bre­chen. Wenn Sie den Feh­ler­code 0x80073712 sehen, dann teilt Ihnen Windows meist lakonisch mit: „Windows kann nicht ak­tua­li­siert werden, weil der Fehler 0x80073712 auf­ge­tre­ten ist“. Der Fehler erscheint in der Regel in Ver­bin­dung mit einer Windows-Ak­tua­li­sie­rung oder mit Updates und deutet auf korrupte oder fehlende Windows-Kom­po­nen­ten hin. Wenn Ihr Windows-Update hängt, kann das Ihr System aus­brem­sen und eine Ak­tua­li­sie­rung gänzlich ver­hin­dern.

Lösungen für den Fehler 0x80073712

Vor den etwas in­ten­si­ve­ren Lö­sungs­an­sät­zen sollten Sie versuchen, den Update-Fehler mit den Stan­dard­schrit­ten einer Pro­blem­be­he­bung in Windows zu lösen. Genau wie das Ziehen des Steckers oder das Ein- und Aus­schal­ten von Geräten können folgende Methoden oft Wunder wirken:

  • Computer-Neustart: Fahren Sie den Computer herunter und starten Sie ihn neu, um den Update-Fehler im besten Fall zu beheben.
  • Update-Pro­blem­be­hand­lung: Rufen Sie „Ein­stel­lun­gen“ > „Update und Si­cher­heit“ auf, gehen Sie links im Menü auf „Pro­blem­be­hand­lung“ oder auf „Zu­sätz­li­che Pro­blem­be­hand­lun­gen“, um die au­to­ma­ti­sche Feh­ler­be­he­bung in Windows auf­zu­ru­fen.
  • Antiviren-Scan: Probleme mit Updates können in einigen Fällen auch an un­ent­deck­ter Malware liegen, daher nutzen Sie eines der seriösen An­ti­vi­ren­pro­gram­me, um Schad­soft­ware zu erkennen und Malware zu entfernen.

Sollte dies nicht helfen, halten Sie sich an folgende Lö­sungs­vor­schlä­ge:

Lösung 1: Re­pa­ra­tur­tools SFC und DISM nutzen

Windows verfügt über die Re­pa­ra­tur­tools DISM (De­ploy­ment Image Servicing and Ma­nage­ment) und SFC (System File Checker). Beide sind in der Lage, korrupte oder fehlende Windows-Sys­tem­da­tei­en zu über­prü­fen, zu re­pa­rie­ren und zu­rück­zu­set­zen. Gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Drücken Sie [Strg] + [R] und an­schlie­ßend [Strg] + [Umschalt] + [Enter], um die Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit Ad­mi­nis­tra­tor­rech­ten zu öffnen.

Schritt 2: Tragen Sie in der Ein­ga­be­auf­for­de­rung den CMD-Befehlsfc/scannow“ ein und drücken Sie [Enter].

Schritt 3: Im Folgenden geben Sie die Befehle „DISM.exe/Online/Cleanup-image/Sc­an­he­alth“ und „DISM.exe/Online/Cleanup-image/Res­tore­he­alth“ ein. Drücken Sie jeweils nach jedem Befehl [Enter].

Schritt 4: Führen Sie nun einen Neustart des Systems durch.

Schritt 5: Sollte die Reparatur glücken, können Sie das Update in­stal­lie­ren bzw. den Computer ak­tua­li­sie­ren.

Lösung 2: Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung durch­füh­ren

Da der Fehler 0x80073712 auf nicht korrekt her­un­ter­ge­la­de­ne Update-Dateien hinweist, empfiehlt es sich, feh­ler­haf­te Dateien zu be­rei­ni­gen. Diese können nämlich ver­hin­dern, dass das Update ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert.

Schritt 1: Geben Sie unten im Windows-Suchfeld „Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung“ ein und klicken Sie auf das Such­ergeb­nis, um die Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung zu öffnen. Windows berechnet zunächst au­to­ma­tisch, wie viel Spei­cher­platz sich durch das Löschen tem­po­rä­rer Dateien freigeben lässt.

Schritt 2: Gehen Sie an­schlie­ßend auf den Button „Sys­tem­da­tei­en be­rei­ni­gen“. Sie sehen nun eine Liste mit Dateien, die Windows für Sie be­rei­ni­gen kann. Wählen Sie „Windows Update-Be­rei­ni­gung“ und klicken Sie auf „OK“. Windows löscht nun ältere Update-Dateien.

Schritt 3: Führen Sie einen Neustart durch und starten Sie das Update erneut.

Lösung 3: Microsoft-Update-Assistent oder Media Creation Tool

Sollte der Fehler bei der Ak­tua­li­sie­rung auf die neueste Windows-Version auftreten, können Sie auch das Media Creation Tool von Microsoft nutzen. Dieses ist speziell dazu gedacht, Ihr System auf den aktuellen Stand zu bringen. Gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Laden Sie sich das Tool von der Microsoft-Seite für Software-Downloads herunter.

Schritt 2: Sie sehen auf der Windows-Seite auch den Button „Jetzt ak­tua­li­sie­ren“. Hiermit können Sie den Update-As­sis­ten­ten nutzen, um Ihr System auf die neueste Version zu ak­tua­li­sie­ren. Möchten Sie ein Upgrade auf die nächst­hö­he­re Windows-Version durch­füh­ren, klicken Sie auf „Tool jetzt her­un­ter­la­den“. Das Media Creation Tool wird an­schlie­ßend her­un­ter­ge­la­den. Es führt Sie au­to­ma­tisch durch den Upgrade-Prozess, der auch Ihren Update-Fehler bei der Ak­tua­li­sie­rung beheben sollte.

Lösung 4: Zu­rück­set­zen der Windows Update-Kom­po­nen­ten

Der Feh­ler­code weist auf Probleme mit den Windows-Kom­po­nen­ten hin. Diese lassen sich über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung manuell zu­rück­set­zen und neu­star­ten. Öffnen Sie hierzu zunächst die Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit Ad­mi­nis­tra­tor­rech­ten, indem Sie [Strg] + [R] und danach [Strg] + [Umschalt] + [Enter] drücken.

Schritt 1: Geben Sie folgende Befehle ein und drücken Sie nach jedem Befehl [Enter]:

  • net stop wuauserv
  • net stop cryptSvc
  • net stop bits
  • net stop msiserver
  • ren C:\\Windows\\Soft­ware­Dis­tri­bu­ti­on Soft­ware­Dis­tri­bu­ti­on.old
  • ren C:\\Windows\\System32\\catroot2 Catroot2.old

Schritt 2: Sie haben die Update-Kom­po­nen­ten in Windows de­ak­ti­viert. Nun gilt es, sie neu zu starten. Nutzen Sie dazu folgende Befehle und be­stä­ti­gen jeden Befehl mit [Enter]:

  • net start wuauserv
  • net start cryptSvc
  • net start bits
  • net start msiserver

Führen Sie an­schlie­ßend einen Neustart durch und starten Sie die Ak­tua­li­sie­rung bzw. das Update erneut.

Lösung 5: Updates nach­ein­an­der in­stal­lie­ren

Für ge­wöhn­lich führt Windows Updates au­to­ma­tisch durch und in­stal­liert diese parallel. Manchmal kann das Problem darin liegen. Versuchen Sie daher, die Updates nach­ein­an­der durch­zu­füh­ren. Gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Öffnen Sie das Menü „Updates & Si­cher­heit“ über die Windows-Ein­stel­lun­gen. Gehen Sie unten auf „Er­wei­ter­te Optionen“.

Schritt 2: De­ak­ti­vie­ren Sie den Schie­be­schal­ter bei „Erhalten Sie Updates für andere Microsoft-Produkte, wenn Sie Windows ak­tua­li­sie­ren“.

Schritt 3: Führen Sie nun die Ak­tua­li­sie­rung bzw. das Update durch.

Sollten alle Lö­sungs­an­sät­ze nicht helfen, kann es manchmal nötig sein, Windows 10 zu­rück­zu­set­zen. Bedenken Sie jedoch, dass dabei alle in­stal­lier­ten und ge­spei­cher­ten Daten, Programme und Ein­stel­lun­gen verloren gehen. Speichern Sie daher zuvor alle wichtigen Dateien. Eine weniger radikale Methode ist das Zu­rück­set­zen auf einen Wie­der­her­stel­lungs­punkt, falls Sie diese Funktion aktiviert haben. Gehen Sie hierzu auf „System und Si­cher­heit“ > „Si­cher­heit und Wartung“ > „Wie­der­her­stel­lung“. Windows wird so auf einen früheren Zeitpunkt zu­rück­ge­setzt, wodurch Sie auch feh­ler­haf­te Update-Dateien entfernen. Führen Sie die Ak­tua­li­sie­rung an­schlie­ßend erneut durch.

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