Wenn Sie Hardware wie bei­spiels­wei­se den Prozessor aus­tau­schen, kann es passieren, dass die Ba­sis­soft­ware das neue Bauteil nicht erkennt. Ein BIOS-Update ist in diesem Fall häufig die schnelle, aber nicht ganz un­kom­pli­zier­te Lösung, um dieses Problem zu beheben.

Wann muss man ein BIOS-Update durch­füh­ren?

Eine Ak­tua­li­sie­rung des BIOS sollte nicht ohne Grund durch­ge­führt werden. Es ist ein relativ kri­ti­scher Prozess, bei dem – wenn etwas schief­geht – das System un­brauch­bar werden kann. Daher sollten Sie ein BIOS-Update nur dann durch­füh­ren, wenn einer der folgenden Fälle vorliegt:

  1. Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me: Sie haben neue Hardware (z. B. Prozessor, RAM oder Gra­fik­kar­te) eingebaut und das System erkennt diese nicht korrekt bzw. un­ter­stützt diese nicht. Ein BIOS-Update kann die Un­ter­stüt­zung für neue Hardware ver­bes­sern.
  2. Sta­bi­li­täts­pro­ble­me: Wenn das System instabil ist, häufig abstürzt oder un­er­klär­li­che Fehler auftreten, kann ein BIOS-Update diese Probleme beheben, da Her­stel­ler in neuen Versionen oft not­wen­di­ge Bugfixes be­reit­stel­len.
  3. Her­stel­ler­emp­feh­lung: In seltenen Fällen empfehlen Her­stel­ler ein BIOS-Update, nachdem sie größere Ver­bes­se­run­gen oder kritische Feh­ler­be­he­bun­gen in einer neuen Version ver­öf­fent­licht haben.
KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

BIOS-Update: Welche Vor­be­rei­tun­gen sind zu treffen?

Um ein BIOS-Update durch­füh­ren zu können, müssen Sie zunächst Her­stel­ler und Modell des Main­boards in Erfahrung bringen. Nur so können Sie si­cher­stel­len, dass Sie auch das richtige Update in­stal­lie­ren. Es gibt mehrere Wege, wie Sie die In­for­ma­tio­nen ermitteln können. Wenn Sie noch das Handbuch des Main­boards besitzen, werden Sie dort zum Beispiel die ent­spre­chen­den Details finden. Auf der Platine selbst sollten ebenfalls In­for­ma­tio­nen zu Her­stel­ler und Modell zu finden sein.

Unter Windows finden Sie die ent­schei­den­den Details außerdem in den Sys­tem­in­for­ma­tio­nen, die Sie ganz einfach mithilfe der Such­funk­ti­on aufrufen können. Dort können Sie unter anderem auch die aktuell ver­wen­de­te BIOS-Version ablesen.

Bild: Windows 11: Systeminformationen
In Windows 11 finden Sie alle wichtigen In­for­ma­tio­nen zu Ihrem aktuellen BIOS in den Sys­tem­in­for­ma­tio­nen.
Tipp

Wenn Sie bereits zuvor im BIOS ge­ar­bei­tet haben, um bestimmte Kon­fi­gu­ra­tio­nen Ihrer Hardware vor­zu­neh­men, empfiehlt es sich, in Vor­be­rei­tung auf das Update alle Ein­stel­lun­gen ab­zu­schrei­ben. Die Wahr­schein­lich­keit ist groß, dass die Anwendung durch die Ak­tua­li­sie­rung auf die Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­ge­setzt wird.

Wie führt man ein BIOS-Update durch?

Schritt 1: Das passende BIOS-Update her­un­ter­la­den

Sobald Sie die Daten des Main­boards in Erfahrung gebracht haben, können Sie sich auf die Suche nach den passenden Update-Dateien begeben. Diese finden Sie in der Regel auf der Website des Mainboard-Her­stel­lers. Achten Sie vor dem Download darauf, dass Sie die Dateien für die korrekte Mainboard-Version aus­ge­wählt haben. Häufig un­ter­schei­den sich die ver­schie­de­nen Versionen nur in einer Nummer oder einem Buch­sta­ben in der Be­zeich­nung.

Schritt 2: BIOS-Update auf USB-Da­ten­trä­ger laden

Im zweiten Schritt speichern Sie die Dateien auf einen USB-Da­ten­trä­ger – ein einfacher USB-Stick genügt – ab. Die Dateien befinden sich oftmals in einem ZIP-Archiv. Entpacken Sie die ZIP-Datei und folgen Sie den An­wei­sun­gen des Her­stel­lers für das BIOS-Update. In einigen Fällen ist es bei­spiels­wei­se er­for­der­lich, die entpackte Datei im Anschluss um­zu­be­nen­nen.

Hinweis

Laden Sie niemals Dateien von Websites herunter, denen Sie nicht vertrauen. Ins­be­son­de­re bei BIOS-Updates sollten Sie sich nur an die of­fi­zi­el­len Her­stel­ler­sei­ten wenden. Zudem kann es nicht schaden, wenn Sie noch vor dem Update ein Backup des kom­plet­ten Systems erstellen.

Schritt 3: System booten und BIOS-Update durch­füh­ren

Nun starten Sie Ihren Computer neu, während der Da­ten­trä­ger mit den Update-Dateien an­ge­schlos­sen ist. Beim Boot-Vorgang starten Sie dann das BIOS über die passende Taste.

Hinweis

Einige Her­stel­ler bieten spezielle Software an, die Ihnen das BIOS-Update er­leich­tern soll. In diesem Fall müssen Sie das BIOS nicht manuell aufrufen, sondern können den Ak­tua­li­sie­rungs­pro­zess direkt aus Windows heraus starten. Ob Sie diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen, ist Ihnen über­las­sen – das Ergebnis ist das gleiche.

Machen Sie sich mit der BIOS-Ober­flä­che vertraut. Die Funktion zum Ak­tua­li­sie­ren der Version befindet sich eventuell nicht direkt auf der ersten Seite. Haben Sie den ent­spre­chen­den Menüpunkt gefunden, dürfte die Software Sie durch die weiteren Schritte leiten. In den meisten Fällen geben Sie einfach den Pfad zu dem an­ge­schlos­se­nen USB-Da­ten­trä­ger an, um den In­stal­la­ti­ons­vor­gang zu starten. Ist der Vorgang ab­ge­schlos­sen, startet der Rechner neu. Diesmal können Sie den PC oder Laptop wie gewohnt hoch­fah­ren lassen. Das BIOS-Update sollte fertig sein.

De­tail­lier­te An­lei­tun­gen zu spe­zi­fi­schen Main­boards finden Sie in folgenden wei­ter­füh­ren­den Artikeln:

Was tun, wenn das BIOS-Update fehl­schlägt?

Schalten Sie Ihr Gerät nicht unbedacht aus, wenn während des Update-Vorgangs Probleme auftreten. Versuchen Sie statt­des­sen, den Vorgang erneut zu starten oder den USB-Stick neu zu for­ma­tie­ren und das Update erneut her­un­ter­zu­la­den. Sollte nichts mehr funk­tio­nie­ren und sehen Sie auch keine Mög­lich­keit mehr, die alte BIOS-Version wie­der­her­zu­stel­len, kon­tak­tie­ren Sie den Her­stel­ler. Dieser kann Ihnen eventuell dabei helfen, den BIOS-Baustein neu zu pro­gram­mie­ren.

Zum Hauptmenü