Ob wichtige be­ruf­li­che Dokumente, private Un­ter­la­gen oder Fotos: Durch unser zunehmend digitales Leben gibt es auch immer mehr Daten auf Computer und Co., deren Verlust es unbedingt zu vermeiden gilt. Ein re­gel­mä­ßi­ges Daten-Backup sollte darum zum Alltag gehören. Welche Mög­lich­kei­ten es dafür gibt – sowohl bei den Methoden als auch bei den Spei­cher­me­di­en – erfahren Sie hier.

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  • Au­to­ma­ti­sche Backups, einfache Wie­der­her­stel­lung

Daten speichern: Wichtige Grund­la­gen

Stellen Sie sich vor dem ei­gent­li­chen Daten-Backup immer die Frage, welche Daten überhaupt gesichert werden müssen. Denn: Daten sichern, kann je nach Spei­cher­me­di­um Zeit und Geld kosten und nimmt mitunter wert­vol­len Spei­cher­platz in Anspruch. Ver­zich­ten Sie darum vor allem auf Daten, die sich durch einen erneuten Download (bei­spiels­wei­se Software) einfach wie­der­her­stel­len lassen. Bei in­di­vi­du­el­len Do­ku­men­ten (Fotos, Mails, Verträge und andere Text­do­ku­men­te, ...) haben Sie idea­ler­wei­se nur eine (aktuelle) Version vorliegen und nicht ähnliche oder sogar komplett gleiche Inhalte mit un­ter­schied­li­chen Namen, so dass mehrere Kopien abgelegt werden.

Die zweite wichtige Ent­schei­dung beim Daten speichern ist, ob das Backup per Hand (manuell) oder au­to­ma­tisch erfolgen soll. Manuell lohnt sich ei­gent­lich nur, wenn Sie ganz gezielt einzelne Dokumente sichern möchten. Bei einem au­to­ma­ti­schen Backup können Sie über eine ent­spre­chen­de Software festlegen, welche Dokumente und Ordner, wann und wie häufig, an welchem Ort gesichert werden. Auch die Be­rück­sich­ti­gung von Red­un­dan­zen und Ver­sio­nie­run­gen ist hier gegeben: Legen Sie zum Beispiel fest, ob bereits ge­si­cher­te Daten noch einmal separat abgelegt, ersetzt oder aus­ge­las­sen werden sollen.

In vielen Fällen ist die Ein­rich­tung so intuitiv und gut erklärt, dass selbst un­er­fah­re­ne Nutzer un­kom­pli­ziert eine au­to­ma­ti­sche Da­ten­si­che­rung vornehmen können. In separaten Artikeln erklären wir Ihnen außerdem, wie Sie über Ihr Be­triebs­sys­tem eine au­to­ma­ti­sche Sicherung vornehmen: Lesen Sie mehr zur Da­ten­si­che­rung unter Windows 10 oder der Backup-Funktion am Mac.

Online oder Offline? Der richtige Platz für das Daten-Backup

Als Spei­cher­me­di­um haben sich ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten etabliert:

  • Online- oder Cloud-Speicher lassen sich schnell und kos­ten­güns­tig ein­rich­ten, auch von Anwendern ohne um­fang­rei­che Kennt­nis­se, und sind jederzeit pro­blem­los ska­lier­bar.
  • Andere externe Speicher, also Medien wie Fest­plat­ten, Netz­werk­spei­cher oder Ma­gnet­bän­der, sind un­ab­hän­gig vom Internet und haben den Vorteil, dass die Daten jederzeit in Ihrer Ver­ant­wor­tung liegen.

Optische Spei­cher­me­di­en wie CDs, DVDs, Blu-Rays oder BD-R HTL (High To Low)-Disks sind im Vergleich dazu teuer, bieten weniger Spei­cher­platz und sind zudem häufig nicht so lange haltbar. Seit Fest­plat­ten­spei­cher im Terabyte-Bereich er­schwing­lich geworden sind, werden optische Medien immer seltener verwendet.

Tipp

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Daten sicher speichern in der Cloud

Zurück in der Neuzeit, ist das Daten sichern in der Cloud mitt­ler­wei­le eine kos­ten­güns­ti­ge wie bequeme Lösung. Einmal ein­ge­rich­tet, werden sämtliche Dokumente, Fotos und andere Dateien direkt auf einem Server abgelegt. Sie bestimmen selbst, wie häufig und was genau ge­spei­chert wird und binden dabei meist nicht nur Ihren Computer, sondern auch Tablets, Smart­phones und andere digitale Geräte mit ein. Die Anmeldung ist in der Regel sehr einfach mit einer E-Mail-Adresse erledigt.

Ein dau­er­haf­tes Thema beim Speichern in der Cloud ist das Thema Da­ten­schutz: Ihre Sicherung liegt auf den Servern einer externen Firma, so dass Sie bzw. die Si­cher­heit Ihrer Daten von dieser abhängt. Wenn Sie hier auf einen Anbieter mit Re­chen­zen­tren in Deutsch­land setzen, sind Sie auf der sicheren Seite, da hier­zu­lan­de hohe Da­ten­schutz­stan­dards gelten.

Tipp

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Daten auf externer Fest­plat­te speichern

Quasi der Klassiker unter den Spei­cher­me­di­en für Backups ist die externe Fest­plat­te. In nahezu jeder Größe und Preis­klas­se er­hält­lich, schließen Sie die Fest­plat­te meist einfach über einen USB-Anschluss an Ihren Computer an. Je nach Da­ten­men­ge, erfüllt auch ein einfacher USB-Stick den gleichen Zweck.

Wichtig beim Daten-Backup auf der Fest­plat­te

Wie Computer und andere tech­ni­sche Geräte auch, hat eine externe Fest­plat­te nur eine gewisse Le­bens­er­war­tung. Haben Sie die Fest­plat­te dauerhaft in Gebrauch, rechnen Sie mit einer Le­bens­span­ne von maximal zehn Jahren. Bedeutet für das Speichern von Daten: Legen Sie recht­zei­tig eine neue Si­che­rungs­ko­pie an und wechseln Sie die Fest­plat­te alle paar Jahre. Noch besser ist es, wenn das Spei­cher­me­di­um mit einem Daten-Backup möglichst selten oder gar nicht in Gebrauch ist. Lagern Sie die Fest­plat­te statt­des­sen an einem trockenen und kühlen Ort, vermeiden Sie Vi­bra­tio­nen, Stöße und den Einfluss von Ma­gnet­fel­dern. So auf­be­wahrt, kann eine externe Fest­plat­te Ihnen leicht mehrere Jahr­zehn­te als Da­ten­si­che­rung dienen.

Daten sichern auf einem Netz­werk­spei­cher

Die etwas teurere, aber dafür aus­fall­si­che­re­re Al­ter­na­ti­ve zu einer einzelnen Fest­plat­te ist der Netz­werk­spei­cher (NAS = Network Attached Storage): eine Art Mini-Computer, der min­des­tens über eine, besser über zwei oder mehr Fest­plat­ten verfügt. Binden Sie das NAS in Ihr Heim- oder Bü­ro­netz­werk ein, wird re­gel­mä­ßig ein iden­ti­sches Daten-Backup auf mehreren Fest­plat­ten angelegt – fällt eine Fest­plat­te aus, ist immer noch min­des­tens eine weitere Sicherung vorhanden. Vorteil(e) der Da­ten­si­che­rung auf einem Netz­werk­spei­cher gegenüber einer Fest­plat­te ist nicht nur die höhere Aus­fall­si­cher­heit (dank mehrerer Kopien), sondern oft auch die höhere Schreib­ge­schwin­dig­keit und die größere Kapazität. Außerdem bieten viele Netz­werk­spei­cher zu­sätz­li­che Funk­tio­nen, wie Musik- und Vi­deo­strea­ming oder E-Mail-Versand über einen Web-Server.

Daten speichern auf Ma­gnet­bän­dern

Es mag an­ti­quiert klingen aber gerade für Firmen sind Ma­gnet­bän­der immer noch ein re­le­van­tes Spei­cher­me­di­um: Die meist in Kas­set­ten­form vor­han­de­nen Ma­gnet­bän­der haben nahezu un­er­reich­te Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten und gelten als extrem langlebig, weshalb sie vor allem für große Da­ten­men­gen und Lang­zeit­ar­chi­vie­rung nützlich sind. Damit eine solches Daten-Backup lang­fris­tig erhalten bleibt, müssen die Kassetten jedoch fernab von Ma­gnet­fel­dern, trocken und staubfrei gelagert werden.

Da die An­fer­ti­gung der Sicherung relativ lange dauert (langsame Schreib­ge­schwin­dig­keit) und ein spe­zi­el­les Auf­nah­me­ge­rät (Band­lauf­werk) gebraucht wird, lohnen sich Ma­gnet­bän­der meist nur noch für Un­ter­neh­men, welche diese Geräte und ent­spre­chen­de Bänder bereits haben. Eine Neu­an­schaf­fung sollte aufgrund des relativen kleinen Marktes und der hohen Kosten gut überlegt sein.

Wie finde ich das passende Medium zum Da­ten­spei­chern?

Die Mög­lich­kei­ten, um Daten zu sichern, sind viel­fäl­tig und un­ter­schei­den sich vor allem in der Ge­schwin­dig­keit der Da­ten­si­che­rung, den Kosten und Ka­pa­zi­tä­ten. Für den Pri­vat­ge­brauch sind die Cloud, externe Fest­plat­ten und der USB-Stick die gän­gigs­ten Mittel. Kleine und mittlere Un­ter­neh­men können (zu­sätz­lich) über Netz­werk­spei­cher aber auch Ma­gnet­bän­der nach­den­ken.

Um die richtige Wahl zu treffen, sollten Sie sich über folgende Fragen Gedanken machen:

  • Welche In­fra­struk­tur ist bereits vorhanden? Wenn Sie bereits eine externe Fest­plat­te besitzen oder Ihr Un­ter­neh­men noch Ma­gnet­bän­der hat, spricht wenig dagegen, diese Technik auch (zu­sätz­lich) zu verwenden.
  • Wie viele Daten müssen gesichert werden? Abhängig von Ihrem Spei­cher­be­darf müssen Sie auch ein ent­spre­chend großes Angebot wählen. Besonders bei hohen Da­ten­men­gen bietet sich eine ska­lier­ba­re Cloud-Lösung an.
  • Für wie viele Geräte/Nutzer sollen Daten-Backups angelegt werden? Gerade im Bereich für Heim­an­wen­der spielt die Menge an Geräten eine große Rolle. Cloud-Lösungen im günstigen Sektor haben meist eine Be­gren­zung der Endgeräte.
  • Wie hoch müssen die Si­cher­heits­stan­dards sein? Besonders Un­ter­neh­mens­da­ten sollten immer ver­schlüs­selt und da­ten­schutz­kon­form gesichert werden. Auch Geo-Redundanz – also die Spie­ge­lung auf Speicher an un­ter­schied­li­chen Orten – sollte bei der Wahl der Lösung be­rück­sich­tig werden.
  • Wie hoch ist Ihr Budget? Jede Lösung hat un­ter­schied­li­che Preise. Für eigene Hardware-Lösungen müssen Sie meist mit höheren An­schaf­fungs­kos­ten rechnen, während Cloud-Angebote wie­der­keh­ren­de Kosten erzeugen.

Tipps: Wie sichere ich meine Daten richtig?

Womit wir direkt beim ab­schlie­ßen­den und sehr wichtigen Thema sind, wie Sie Daten richtig und sicher sichern. Be­her­zi­gen Sie beim Daten-Backup folgende Tipps:

  1. Folgen Sie der „3-2-1-Backup-Regel“: Legen Sie drei Kopien an, an zwei Orten, wobei davon einer außer Haus ist.
  2. Re­du­zie­ren Sie Ihren zu si­chern­den Da­ten­be­stand immer auf das We­sent­li­che: Sortieren Sie Ver­sio­nie­run­gen und doppelte Da­ten­sät­ze vorm Sichern aus, genauso wie Programme und Un­ter­la­gen, die Sie jederzeit erneut aus einer anderen Quelle wieder her­un­ter­la­den können.
  3. Verwenden Sie nur einmal be­schreib­ba­re Medien oder legen Sie schreib­ge­schütz­te Kopien von Do­ku­men­ten ab, so dass bei einer erneuten Da­ten­si­che­rung nicht aus Versehen Inhalte einfach über­schrie­ben werden.
  4. Vermeiden Sie die Ablage von Daten in „exo­ti­schen“ Formaten. Da sich mit der Zeit Formate verändern oder Sie viel­leicht ein Programm zum Öffnen be­stimm­ter Da­tei­for­ma­te ir­gend­wann nicht mehr haben, legen Sie Ihre Daten immer in Standard-Formaten ab. Dazu gehören bei­spiels­wei­se Formate wie PDF, JPG, MPEG, UDF, …
  5. Wenn Sie Ihre Daten ver­schlüs­selt speichern, bedenken Sie, dass auch Pass­wör­ter lang­fris­tig und sicher auf­be­wah­ren.
  6. Legen Sie eine ein­deu­ti­ge Benennung (inklusive Datum) für Ihre Si­che­run­gen fest, um sich jederzeit schnell zu­recht­zu­fin­den.
  7. Prüfen Sie nach Abschluss eines Backups, ob alle Dateien richtig und voll­stän­dig gesichert wurden.
  8. Prüfen Sie ggf. re­gel­mä­ßig auch die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Spei­cher­me­di­en und tauschen Sie diese bei Bedarf aus.
Tipp

Übrigens: Ein Mehr­plat­ten­sys­tem – RAID (Redundant Array of In­de­pen­dent Disk) – also ein Verbund aus mehreren Fest­plat­ten in einem Gerät, eignet sich nur bedingt für die Da­ten­si­che­rung. Auch wenn der Ausfall einer Fest­plat­te ab­ge­fan­gen wird, kann ein Da­ten­ver­lust drohen, wenn bei­spiels­wei­se bereits feh­ler­haf­te Daten ge­spei­chert werden, sich ein Virus auf einer oder mehrerer Fest­plat­ten aus­brei­tet oder Soft­ware­pro­ble­me bestehen.

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