Eine komische Sequenz aus einem Hollywood-Film, eine Geste, die eine Ge­fühls­la­ge auf den Punkt bringt, oder eine animierte Grafik, die eine Mar­ken­bot­schaft prägnant über­mit­telt: Kurzclips und Ani­ma­tio­nen im GIF-Format (GIF = Graphics In­ter­ch­an­ge Format) sind fester Be­stand­teil der Netz­kul­tur. Auf Social-Media-Platt­for­men wie Facebook und Twitter werden sie mil­lio­nen­fach geteilt und gelikt. Und auch Nutzer der Messenger-Dienste WhatsApp und Snapchat tauschen zahl­rei­che Meme aus. GIFs werden auf Websites hoch­ge­la­den, in News­let­ter ein­ge­bun­den, schmücken Blog-Artikel oder erregen als Banner-Werbung Auf­merk­sam­keit.

Tat­säch­lich ist das Da­tei­for­mat GIF älter als das World Wide Web. 1987 erfand ISP Com­pu­Ser­ve das prak­ti­sche Gra­fik­for­mat. In ihm können mehrere Ein­zel­bil­der als eine Datei ab­spei­chert werden. Zudem kom­pri­miert das Format die Da­tei­grö­ße der ab­ge­spei­cher­ten Bilder und un­ter­stützt eine breite Farb­pa­let­te. Und ein GIF be­an­sprucht ver­gleichs­wei­se wenig Platz. Aus diesem Grund waren selbst die damals weniger leis­tungs­fä­hi­gen Vi­sua­li­sie­rungs­pro­gram­me in der Lage, die einzelnen Bilder als Bildfolge wie­der­zu­ge­ben, da GIFs reine Bild­da­tei­en sind und im Vergleich zu echten Video-Formaten wenig Da­ten­spei­cher be­an­spru­chen.

Die ei­gent­li­che Karriere des Gra­fik­for­mats begann in den 1990er-Jahren. Mit dem kom­mer­zi­el­len Aufstieg des Internets konnten über GIFs auch die frühen Web­brow­ser animierte Bilder anzeigen, ohne ins Stocken zu geraten. Bald gab es kaum eine Website, die nicht eine blinkende Schrift oder ähnliche Ani­ma­tio­nen in­te­grier­te. Als die In­ter­net­ver­bin­dun­gen schneller wurden und Social Media aufkamen, wurden GIFs zum Mas­sen­phä­no­men. Das hängt si­cher­lich auch damit zusammen, dass aufgrund der geringen Da­tei­grö­ße selbst mobile Endgeräte GIFs schnell laden können.

Das grund­sätz­li­che Prinzip, auf dem die zwischen Ein­zel­bild und Film chan­gie­ren­den Kurzclips basieren, ist al­ler­dings noch deutlich älter: Anwendung fand es bereits im Dau­men­ki­no. So wie beim raschen Durch­blät­tern von Zeich­nun­gen die Illusion einer flie­ßen­den Bewegung entsteht, geschieht das auch bei den im hohen Tempo ab­ge­spiel­ten Ein­zel­bil­dern. Auf dem so­ge­nann­ten Stro­bo­skop­ef­fekt basieren auch Kinofilme. Insofern mag bei den heutigen Vi­deo­schnip­seln sogar ein Hauch von Nostalgie zur Be­liebt­heit beitragen. Das passt auch zu dem pop­kul­tu­rel­len Phänomen der digitalen Remix- und Mas­hup­kul­tur, die be­stehen­de – oft ältere und sehr bekannte – Inhalte neu kom­bi­niert und daraus etwas Neues schafft.

Das Er­folgs­re­zept von GIFs: Prägnante Kürze und emo­tio­na­le Bot­schaf­ten

Warum sind GIFs so populär? Dafür gibt es un­ter­schied­li­che Gründe. In erster Linie trans­por­tie­ren sie eine Botschaft kurz und prägnant. Dadurch eignet sich das Format ins­be­son­de­re für emotional auf­ge­la­de­ne Nach­rich­ten in der Social-Media-Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wie ein Emoji bringt es einen Ge­fühls­zu­stand oder eine Meinung in Se­kun­den­schnel­le auf den Punkt.

Zudem ver­mit­teln viele GIFs In­for­ma­tio­nen auf sehr un­ter­halt­sa­me Weise. Er­freu­li­che Neu­ig­kei­ten, schöne Ur­laubs­mo­men­te, ironische Kom­men­ta­re oder schlag­fer­ti­ge Witze kann man mit ihnen il­lus­trie­ren oder kom­men­tie­ren. Und zwar deutlich schneller und einfacher als über eine längere Text­nach­richt. Eine kurze Animation ist zudem oft aus­drucks­stär­ker als ein sta­ti­sches Bild. Mit nur wenig Aufwand ist eine passende Animation im GIF-Archiv gefunden und geteilt – al­ter­na­tiv können Sie ein passendes GIF auch selbst erstellen.

Ein mehr­mi­nü­ti­ger Film im gängigen Vi­deo­for­mat ist meist zu lang für einen lockeren Chat und wird der häufig kurzen Auf­merk­sam­keits­span­ne von Social-Media-Nutzern nicht gerecht. Zudem erfordern Vi­deo­for­ma­te aufgrund ihrer Da­tei­grö­ße im mobilen Internet oft zu viel Da­ten­vo­lu­men. Eine GIF-Animation ist ver­gleichs­wei­se kurz und be­an­sprucht das Da­ten­vo­lu­men nur gering.

Die oben genannten Merkmale machen GIFs für Marketer zu einem beliebten Wer­be­mit­tel: Ein Kurzclip lässt sich kos­ten­güns­ti­ger als ein langes Video pro­du­zie­ren und ist als GIF in kürzester Zeit erstellt. GIFs, die in Blogs ein­ge­bet­tet sind, können Artikel auf­lo­ckern oder das Interesse des Lesers wach­hal­ten. Mit Kurz­vi­de­os oder ani­mier­ten Logos lassen sich zudem Mar­ken­bot­schaf­ten visuell an­spre­chend trans­por­tie­ren. Auch auf die Vorteile eines neuen Produkts oder einer be­stimm­ten Dienst­leis­tung können Sie mit GIFs schnell und einfach hinweisen.

Wer mehrere Social-Media-Kanäle pflegt, kann diese mithilfe von GIFs rasch mit in­ter­es­san­tem und einfach zu teilendem Content füllen. Und sind sie gut gemacht, entfalten die Ani­ma­tio­nen mitunter einen viralen Effekt und erhöhen die Reich­wei­te.

Wie man GIFs erstellt

Ein witziger Aus­schnitt aus einer beliebten Serie, ein be­son­de­rer Moment als emotional auf­ge­la­de­ner Vi­deo­schnip­sel, eine animierte Statistik, das Fir­men­mas­kott­chen als Animation: GIFs sind viel­fäl­tig ver­wend­bar. Als Ci­ne­ma­graphs be­zeich­net man übrigens eine besonders künst­le­ri­sche Spielart der GIFs: Bei ihnen sind nur einzelne Details animiert, der Rest des Bildes ist als Still­le­ben gestaltet. Fast alle Formen von GIFs ge­ne­rie­ren Auf­merk­sam­keit und eignen sich daher sehr gut zur Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on in einem On­line­shop oder für Ban­ner­wer­bung.

Wie hoch der Aufwand für das Erstellen eines GIFs ist, hängt we­sent­lich davon ab, ob Sie bereits über passendes Bild­ma­te­ri­al verfügen oder erst selbst ein Video oder mehrere Bilder aufnehmen müssen. Eine tolle Sache sind Spe­zi­al­ef­fek­te, die ein­zu­bau­en jedoch etwas mehr Zeit erfordern.

Die meisten Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­me bieten min­des­tens folgende Funk­tio­nen, die auch für die GIF-Er­stel­lung wichtig sind:

  • Loop: Viele Tools erlauben es, für Bild­se­quen­zen einen Wie­der­ho­lungs­mo­dus ein­zu­stel­len. Dabei lässt sich auch die maximale Anzahl an Wie­der­ho­lun­gen festlegen.

  • Text einfügen: Ein­ge­blen­de­ter Text bietet zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen und stellt sicher, dass die ge­wünsch­te Botschaft beim Leser ankommt. Wie lang ein Ein­zel­bild mit Text angezeigt wird, können Sie ebenfalls ein­stel­len. Um bei­spiels­wei­se das Bild mit dem ent­schei­den­den Moment her­vor­zu­he­ben, kann die Bild­ab­fol­ge an dieser Stelle verzögert werden. Ein rascher Bild­wech­sel erzeugt dagegen das Gefühl von Ge­schwin­dig­keit.

  • Bild­fre­quenz re­gu­lie­ren: Um die Da­tei­grö­ße gering zu halten, empfiehlt es sich zumeist, die Anzahl der Frames zu re­du­zie­ren. Achten Sie aber darauf, dass Ihr GIF nicht aufgrund von zu wenigen Ein­zel­bil­dern stockend wirkt.

  • Slow Motion: Auch diese Funktion bieten die meisten Tools. Durch sie wirken Be­we­gungs­ab­läu­fe so, als würden sie in Zeitlupe statt­fin­den.
Tipp

Ob online oder lokal am Rechner: Ein paar Vor­be­rei­tun­gen er­leich­tern Ihnen die weitere Arbeit. Dabei leisten auch kos­ten­freie Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­me gute Dienste:

  • Bringen Sie alle Gra­fik­da­tei­en, die Sie verwenden möchten, auf eine ein­heit­li­che Größe.
  • Gleichen Sie bei Bildern ver­schie­de­ner Herkunft ge­ge­be­nen­falls Farb- und Kon­trast­un­ter­schie­de aus.

Speichern Sie alle Bilder im GIF-Format ab. Wenn Sie die Dateien benennen und gleich in der richtigen Rei­hen­fol­ge ab­spei­chern, behalten Sie leichter den Überblick.

Ge­eig­ne­tes Footage finden

Der erste Schritt beim Erstellen eines GIFs besteht darin, ge­eig­ne­tes Bild­ma­te­ri­al zu finden. Am ein­fachs­ten ist es, vor­han­de­ne Videos oder Fo­to­gra­fien zu recyceln. Suchen Sie beim Sichten Ihres Bild­ma­te­ri­als nach einer ge­eig­ne­ten kurzen Szene be­zie­hungs­wei­se nach Motiven für eine in­ter­es­san­te Bildfolge. Szene und Motiv sollten zum Zweck und zur Ziel­grup­pe passen: Hu­mor­vol­le Szenen wirken zum Beispiel auf der fir­men­ei­ge­nen Start­sei­te eines Steu­er­be­ra­ters unseriös. Innerhalb von Facebook-Postings eines Gaming-Magazins können sie aber als durchaus passend empfunden werden.

Oft ist es gar nicht notwendig, eigene GIFs komplett selbst zu erstellen. Denn fertige GIFs finden Sie auch über zahl­rei­che Online-Ver­zeich­nis­se. Sie können dort GIFs her­un­ter­la­den oder sie über Links auf anderen Platt­for­men einbetten.

Al­ler­dings ist dieses Vorgehen oft mit recht­li­chen Stol­per­fal­len verbunden. Denn grund­sätz­lich verhält es sich bei GIFs genauso wie bei jedem anderen im Internet auf­ruf­ba­ren Bild. Wer nicht über die ent­spre­chen­den Bild­rech­te verfügt, darf es nicht ohne Ge­neh­mi­gung verwenden oder be­ar­bei­ten. Das gilt mit Ein­schrän­kun­gen auch für GIFs des beliebten Archivs Giphy. Zwar regelt Giphy über Ko­ope­ra­tio­nen die recht­li­che Freigabe, doch gerade bei den von Giphy-Nutzern hoch­ge­la­de­nen GIFs mit oftmals un­be­kann­ten Inhalten ist nicht hun­dert­pro­zen­tig sicher, ob die Ur­he­ber­fra­ge tat­säch­lich geklärt ist und die Per­sön­lich­keits­rech­te der ab­ge­bil­de­ten Personen gewahrt wurden.

Hinweis

Nicht jedes über Social Media geteilte oder in einem GIF-Archiv ver­füg­ba­re GIF ist li­zenz­frei. Ist die Bild­quel­le unbekannt, sind die Urheber- und Nut­zungs­rech­te ungeklärt. Eine un­recht­mä­ßi­ge Nutzung und Ver­brei­tung kann dann eine Abmahnung und Bußgelder zur Folge haben. Wer ein GIF selbst erstellt und dafür eigenes Bild­ma­te­ri­al verwendet, ist hingegen rechtlich auf der sicheren Seite.

GIFs online gestalten

Es gibt eine Reihe von Online-Tools, mit deren Hilfe Sie GIFs erstellen können. Einige dieser Programme sind auch als Mobile-Apps verfügbar. Das erlaubt es, ein mit dem Smart­phone auf­ge­nom­me­nes Video un­mit­tel­bar in ein GIF um­zu­wan­deln und per Mes­sen­ger­dienst zu ver­schi­cken. Im Folgenden stellen wir Ihnen drei Tools vor, mit denen Sie GIFs online erstellen können.

Giphy

Giphy verfügt nicht nur über ein großes GIF-Archiv, sondern bietet auch ein kos­ten­frei­es Programm zum Erstellen von GIFs an. Die brow­ser­ba­sier­te Anwendung GIF MAKER ist über den Menüpunkt „Create“ abrufbar. Eine Re­gis­trie­rung ist hierfür nicht notwendig. Um ein ani­mier­tes GIF zu kreieren, gibt es hin­sicht­lich der Bild­quel­le drei Optionen:

  • Slideshow aus mehreren Ein­zel­bil­dern
  • Clip aus eigenem Video
  • Clip aus Vi­deo­ma­te­ri­al von YouTube, Vimeo oder dem Giphy-Archiv

In wenigen Schritten ge­ne­rie­ren Sie dann aus dem ge­wünsch­ten Bild­ma­te­ri­al ein GIF:

  1. GIF aus Fo­to­gra­fie, Video oder Video-URL: Wählen Sie eine der drei Optionen aus. An­schlie­ßend werden Sie auf­ge­for­dert, eine Datei hoch­zu­la­den be­zie­hungs­wei­se den Link zum aus­ge­wähl­ten YouTube-Video in einen Such­schlitz ein­zu­ge­ben.

  2. Nun können Sie über einen Schie­be­reg­ler die An­zei­ge­dau­er einzelner Bilder oder Vi­deo­se­quen­zen ein­stel­len und ge­ge­be­nen­falls weitere Bilder hin­zu­fü­gen. Auch die Rei­hen­fol­ge ist ver­än­der­bar.

  3. Fügen Sie optional einen Un­ter­ti­tel oder Spe­zi­al­ef­fek­te hinzu. Diese erstellen Sie im rechten Ar­beits­be­reich. Sie können Texte, Sticker (animierte Grafiken) sowie eigene Zeich­nun­gen hin­zu­fü­gen und einen Filter verwenden. Um die einzelnen Elemente zu plat­zie­ren, ziehen Sie sie einfach mit der Maus in den Bild­be­reich.

  4. In einem weiteren Schritt können Sie URL und Tags hin­zu­fü­gen. Zudem legen Sie fest, ob Sie Ihr GIF der Öf­fent­lich­keit zur Verfügung stellen oder aus­schließ­lich privat nutzen möchten.

  5. Über den Upload-Button wird das GIF ab­schlie­ßend erstellt. An­schlie­ßend ist es möglich, das Resultat auf dem eigenen Rechner ab­zu­spei­chern. Wenn Sie über einen Giphy-Account verfügen und diesen mit Ihren Social-Media-Konten verknüpft haben, können Sie das GIF sofort teilen. Al­ter­na­tiv betten Sie das GIF einfach per Link in einen Facebook-Post oder Tweed ein.

Auch unterwegs lässt sich Giphy nutzen und Sie können mit dem Smart­phone erstellte Bilder und Videos rasch in ein GIF umwandeln. Die App Giphy Cam ist für iPhone und Android verfügbar. Die Mobile-App funk­tio­niert genauso einfach wie die Browser-Version. Zudem er­leich­tert es die Auf­nah­me­funk­ti­on der App, ein GIF aus eigenen Fotos und Videos zu erstellen. So knipst bei­spiels­wei­se der so­ge­nann­te Burst-Modus au­to­ma­tisch fünf Bilder und reiht diese für eine kurze Sequenz an­ein­an­der. Um die Illusion einer Bewegung zu schaffen, wird die Bildfolge in ein Hy­per­lap­se-Video um­ge­wan­delt.

Imgflip

Den GIF-Generator Imgflip gibt es sowohl als kos­ten­freie als auch als kos­ten­pflich­ti­ge Version (Imgflip Pro). Die er­wei­ter­te Variante hat gegenüber der kos­ten­frei­en den Vorteil, dass es hin­sicht­lich GIF-Größe und Dauer keinerlei Ein­schrän­kun­gen gibt. Zudem erlaubt sie es, das Was­ser­zei­chen aus­zu­blen­den, mit dem Imgflip au­to­ma­tisch jedes GIF markiert. Ähnlich wie bei Giphy können Sie auch bei Imgflip aus drei Optionen wählen: Ent­schei­den Sie sich für einen Kurzclip oder eine Bildfolge aus mehreren Fo­to­gra­fien, klicken Sie einfach ent­spre­chen­den Reiter an. Über den Upload-Button laden Sie die Bilder von Ihrer Fest­plat­te hoch. Um Film­ma­te­ri­al von einer Vi­deo­platt­form zu nutzen, fügen Sie die be­tref­fen­de Video-URL einfach im Reiter „Video to GIF“ in den Such­schlitz ein und lassen sich eine Vorschau anzeigen. Wichtig ist, dass das Video nicht größer als 25 MB sein darf. Wer eine größere Datei be­ar­bei­ten möchte, benötigt die kos­ten­pflich­ti­ge Version Imgflip Pro um. Imgflip bietet Anwendern zahl­rei­che Features zur Be­ar­bei­tung Ihrer GIFs:

  • Delay (Images to GIF) be­zie­hungs­wei­se Schie­be­reg­ler (Video to GIF): Über diese Funktion stellen Sie die An­zei­ge­dau­er einzelner Bilder be­zie­hungs­wei­se Vi­deo­se­quen­zen ein. Schieben Sie bei einfach den Regler, um das Tempo der Bild­ab­fol­ge zu verändern. Bei Videos müssen Sie zu­sätz­lich einen Anfangs- und Endpunkt de­fi­nie­ren, was über eine Zeit­leis­te mit Regler funk­tio­niert. Wer die kos­ten­freie Version nutzt, sollte beachten, dass das GIF nur maximal 20 Sekunden lang sein darf.

  • Width und Height: Breite und Höhe sind ein­stell­bar, indem Sie einen ge­wünsch­ten Pixelwert angeben. Darüber hinaus können Sie über die Funktion „Crop GIF“ einen be­stimm­ten Bild­aus­schnitt wählen, der für das GIF verwendet wird. In einem Vor­schau­fens­ter sehen Sie, wie sich die Ver­än­de­run­gen auswirken.

  • Quality (Images to GIF): Die Bild­qua­li­tät ist auf einer Skala von 1 bis 10 re­gu­lier­bar. Al­ler­dings ist die beste Bild­qua­li­tät (mit dem Wert 1) mit einer hohen Da­ten­grö­ße verbunden, sodass ein mittlerer More Options: Hier können Sie weitere Fein­hei­ten vornehmen: Das betrifft bei­spiels­wei­se die Hin­ter­grund­far­be oder die Angabe einer maximalen Frame­an­zahl pro Sekunde.

  • Add text to GIF: Ob Un­ter­ti­tel oder Wer­be­slo­gan: Mit dieser Funktion fügen Sie Text hinzu.

  • Auto Arrange: Sie wollen die Bild­rei­hen­fol­ge ändern? Ziehen Sie das Bild einfach mit der Maus an die ge­wünsch­te Position.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Dann klicken Sie auf den Button „Generate GIF“. In der Regel müssen Sie dann nur wenige Sekunden warten, bis das GIF erstellt ist. Sind doch noch Än­de­run­gen er­for­der­lich, gelangen Sie über den Button „Change settings“ zur Bild­be­ar­bei­tung zurück. Um das fertige GIF ab­zu­spei­chern, können Sie es zum Schluss über den Button „Download Image“ her­un­ter­la­den.

GIF-erstellen.com

Noch un­kom­pli­zier­ter als mit den zuvor genannten Tools funk­tio­niert das Erstellen von Gifs über GIF-erstellen.com. Sämtliche Befehle sind zudem in deutscher Sprache gehalten. Al­ler­dings bietet GIF-erstellen.com weitaus weniger Optionen als ähnliche Online-Tools. Effekte und Farb­ver­än­de­run­gen lassen sich damit nicht vornehmen. Daher ist es häufig notwendig, die aus­ge­wähl­ten Bilder vorab am PC zu gestalten. Das Programm eignet sich vor allem dazu, aus einzelnen Stand­bil­dern oder YouTube-Bild­ma­te­ri­al zeit­spa­rend und ohne viele Än­de­run­gen ein GIF zu ge­ne­rie­ren.

  1. Betätigen Sie den Button „Bilder auswählen“. Al­ter­na­tiv laden Sie die Bilder per Drag & Drop hoch. Bei mehreren Bildern kann dies einen Moment dauern. Sobald der Prozess ab­ge­schlos­sen ist, er­schei­nen die Bilder in einem Vor­schau­fens­ter und sind mit „Fertig“ markiert. Zu­sätz­lich wird auf der linken Seite in einer etwas größeren Mi­nia­tur­vor­schau eine Bild­ab­fol­ge der hoch­ge­la­de­nen Bilder ein­ge­blen­det.

  2. Nun ist es möglich, die Bildgröße zu verändern. Geben Sie hierfür die ge­wünsch­ten Pi­xel­wer­te in den Ein­ga­be­fel­dern an. Ein Wert von 500 px für Höhe und Breite erzeugt ein GIF mittlerer Da­tei­grö­ße. Über einen Schie­be­reg­ler können Sie in Mil­li­se­kun­den-Schritten das Bild­wech­sel­tem­po festlegen.

  3. Ent­schei­den Sie, ob das GIF ein Was­ser­zei­chen enthalten soll. Wenn Sie darauf ver­zich­ten wollen, entfernen Sie einfach das Häkchen. Verändern Sie die Bild­ab­fol­ge, indem Sie die rechts an­ge­zeig­ten Vor­schau­bil­der über die ab­ge­bil­de­ten Pfeile ver­schie­ben.

  4. Anhand der links­sei­ti­gen Vorschau können Sie das Ergebnis über­prü­fen. Sind Sie mit dem GIF zufrieden, klicken Sie auf das Be­dien­feld „GIF erstellen“. An­schlie­ßend zeigt Ihnen das Tool die fertige Animation an: Sie können diese nun als GIF her­un­ter­la­den.

Am PC oder Laptop GIFs offline gestalten

Wie macht man ein GIF offline? Ganz einfach mit ent­spre­chen­den Desktop-An­wen­dun­gen, denn zum Erstellen von GIFs sind Sie kei­nes­wegs auf Online-Tools an­ge­wie­sen. GIFs lassen sich auch ohne In­ter­net­ver­bin­dung gestalten – über ein auf dem Rechner in­stal­lier­ten Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm. Ein Gra­fik­pro­gramm eröffnet Ihnen häufig sogar einen größeren Ge­stal­tungs­spiel­raum als Online-An­wen­dun­gen. Sie können Ver­än­de­run­gen und Effekte in­di­vi­du­ell gestalten und dank zahl­rei­cher Funk­tio­nen diverse Bild­an­pas­sun­gen vornehmen.

Photoshop

Photoshop ist überaus viel­sei­tig und bietet einen be­ein­dru­cken­den Funk­ti­ons­um­fang. Al­ler­dings ist das Programm nur gegen Gebühr oder als Test­ver­si­on mit einer Nut­zungs­dau­er von wenigen Tagen er­hält­lich.

Wie Sie mit Photoshop ein GIF erstellen, erklärt die folgende Anleitung. Je nach Version können sich die Be­zeich­nun­gen für einzelne Funk­tio­nen und Befehle al­ler­dings un­ter­schei­den.

Frames und Bild­se­ri­en erstellen

Als erstes legen Sie für die GIF-Animation Frames an: also Ein­zel­bil­der, die später in einer be­stimm­ten Rei­hen­fol­ge und für eine zuvor fest­ge­leg­te Dauer angezeigt werden. Wenn Sie eine Vi­deo­sze­ne in ein GIF umwandeln wollen, müssen Sie das Video vorab in einzelne Frames un­ter­tei­len. Wählen Sie zu diesem Zweck bereits beim Im­por­tie­ren der Vi­deo­da­tei die Funktion „Video Frames in Ebenen“ aus. Das Video wird nun ohne Ihr Zutun in Frames zerlegt und jedes Ein­zel­bild einer separaten Ebene zu­ge­ord­net.

Wollen Sie hingegen ein GIF aus mehreren Stand­bil­dern erstellen, wählen Sie über die obere Me­nü­leis­te zunächst die Funktion „Fenster“ und an­schlie­ßend „Zeit­leis­te“ aus. Falls Sie nicht die aktuelle Version (CC 2017) verwenden, wählen Sie statt­des­sen die Schalt­flä­che „Animation“ aus. Im Zeit­leis­ten­fens­ter erstellen Sie nun für jeden Frame eine neue Ebene. An­schlie­ßend werden alle Ebenen im unteren Bild­schirm­be­reich in einer Leiste angezeigt. Die Ebenen haben den Vorteil, dass Sie einzelne Bilder jederzeit ein- und aus­blen­den können.

Auf diese Weise lässt sich testen bzw. über­prü­fen, welche Frames Sie ge­ge­be­nen­falls weglassen können. Ins­be­son­de­re bei Videos empfiehlt sich eine strenge Auswahl. Schließ­lich zeigen diese 24 Frames pro Sekunde an. Zwar kom­pri­miert das GIF-Format die Da­tei­grö­ße, aber dennoch be­an­spru­chen 24 Bilder pro Sekunde reichlich Spei­cher­platz. Treffen Sie daher eine Auswahl. Wenn Sie nur jedes zweite oder dritte Bild verwenden, ist die Vi­deo­qua­li­tät immer noch aus­rei­chend gut. Bereits beim Bild­im­port ist es möglich, eine geringere Frame­an­zahl zu de­fi­nie­ren. Zudem sollten Sie solche Sequenzen löschen, die für die GIF-Animation eher un­in­ter­es­sant sind.

Sobald die Bildserie erstellt ist, können Sie die Ein­blen­de­zeit einzelner Frames festlegen. Wenn sie den Bild­wech­sel ver­lang­sa­men und zum Beispiel einen Frame 0,10 Sekunden anzeigen, kommen Sie mit weniger Frames aus. Flüssig wirkt dies bis zu einem Wert von 0,2 Sekunden pro Frame. Dadurch reduziert sich die Frame­an­zahl auf fünf Bilder pro Sekunde. Zum Festlegen der An­zei­ge­dau­er finden Sie unter jedem Frame eine Zeit­an­ga­be und daneben eine Aus­wahl­op­ti­on, über die Sie den ge­wünsch­ten Zeitwert de­fi­nie­ren.

Sie wollen die GIF-Animation nur einmal, in End­los­schlei­fe oder als ein­mi­nü­ti­gen Loop anzeigen? Dann gehen Sie zur Sym­bol­leis­te am unteren Rand des Be­ar­bei­tungs­fens­ters. Dort finden Sie ein auf­klapp­ba­res Menü, über das Sie festlegen, wie oft die Animation ab­ge­spielt werden soll. In diesem Bereich finden Sie auch eine Play-Taste. Betätigen Sie diese, um eine Vorschau anzusehen.

Steht die Bild­ab­fol­ge fest, können Sie sich den Spe­zi­al­ef­fek­ten widmen sowie weitere An­pas­sun­gen vornehmen. Dabei stehen Ihnen sämtliche Photoshop-Werkzeuge zur Auswahl. So können Sie das GIF-Video bei­spiels­wei­se mithilfe einer zu­sätz­li­chen Textebene un­ter­ti­teln.

Tipp

Bevor Sie das Ergebnis ab­spei­chern, ist es je nach Ver­wen­dungs­zweck oftmals hilfreich, die Da­tei­grö­ße zu ver­klei­nern. Das lässt sich bei­spiels­wei­se über eine Anpassung der Bildgröße oder eine Farb­re­du­zie­rung erreichen. Denn mitunter reichen 60 Farben für ein GIF völlig aus.

GIMP

Das Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm GIMP kann zwar hin­sicht­lich der Funk­ti­ons­brei­te nicht mit Photoshop mithalten, doch dafür ist es kos­ten­frei er­hält­lich und erlaubt es ebenso, Fo­to­gra­fien und Grafiken zu animieren. Hierfür bietet GIMP zwei Mög­lich­kei­ten. Sie wollen ein GIF aus eigenen Grafiken erstellen und in­di­vi­du­ell gestalten? Dann müssen Sie selber eine Vorlage sowie für jeden Frame eine separate Ebene erstellen.

Einfacher geht es mithilfe einer bereits vor­han­de­nen GIMP-Vorlage für ver­schie­de­ne Ani­ma­ti­ons­sti­le. Dabei gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Erstellen Sie ein neues Bild. Zu diesem Zweck greifen Sie auf das Bild­ma­te­ri­al zurück, das Sie animieren wollen, und im­por­tie­ren es in das Programm.

  2. An­schlie­ßend wählen Sie einen Ani­ma­ti­ons­stil aus. Gehen Sie hierfür in die obere Me­nü­leis­te und klicken Sie auf „Filter“. Unter dem Menüpunkt „Animation“ können Sie zwischen fünf ver­schie­de­nen Stilen auswählen.

  3. Sie haben nun die Ge­le­gen­heit, in dem sich au­to­ma­tisch öffnenden Skript-Fu-Fenster in­di­vi­du­el­le Ein­stel­lun­gen vor­zu­neh­men (Sie können bei­spiels­wei­se die Frame­an­zahl festlegen). Nach der Be­stä­ti­gung „OK“ erstellt GIMP dann aus Ihren Bildern au­to­ma­tisch eine aus mehreren Ebenen be­stehen­de GIF-Animation.

  4. Wenn Sie sich eine Vorschau ansehen möchten, klicken Sie im gleichen Men­über­eich auf „Animation abspielen“. Sind weitere Än­de­run­gen gewünscht, können Sie die erneut über das Skript-Fu-Fenster vornehmen.

  5. Über die Funktion „Datei“ ex­por­tie­ren Sie die Animation an­schlie­ßend als GIF. Beim GIF-Export ist es wichtig, im sich öffnenden Dia­log­fens­ter bei der Option „Als Animation“ ein Häkchen zu setzen. Zudem können Sie an dieser Stelle festlegen, ob das GIF als Loop ab­ge­spielt werden soll.

Mehr Ge­stal­tungs­spiel­raum haben Sie, wenn Sie eine eigene Vorlage erstellen:

  1.  Starten Sie als erstes ein neues Projekt.

  2. Erstellen Sie für jedes Ein­zel­bild be­zie­hungs­wei­se jeden Vi­deo­frame eine Ebene. Am ein­fachs­ten geht dies, wenn Sie eine Vorlage anlegen. Nehmen Sie für das erste Bild Ein­stel­lun­gen vor, die für die meisten Bilder Ihrer Animation gelten sollen. Über die Funktion „Bilder skalieren“ legen Sie Bildgröße und Qualität fest, um die Da­tei­grö­ße so gering wie möglich zu halten. Erstellen Sie für das Bild an­schlie­ßend eine Ebene und verwenden Sie für den Hin­ter­grund der Ebene am besten die Füllart „Trans­pa­renz“. Dazu müssen Sie das Fenster „Ebe­nen­ei­gen­schaf­ten“ öffnen.

  3. Benennen Sie die Ebenen nach dem folgenden Muster: Dateiname (x ms) (replace), also zum Beispiel: „Ban­ner­wer­bung (200 ms) (replace)“. Die Angabe in Klammern hinter dem Da­tei­na­men bezieht sich auf die Ein­blend­dau­er des Frames in Mil­li­se­kun­den. Der Befehl „replace“ ist notwendig, damit beim Ein­blen­den der nach­fol­gen­den Ebene das vor­her­ge­hen­de Bild aus­ge­blen­det wird und sich dadurch eine klare Bild­ab­fol­ge ergibt.

  4. Du­pli­zie­ren Sie die fertige Vorlage, indem Sie in der oberen Me­nü­leis­te über der Schalt­flä­che „Ebene“ die Funktion „Ebene du­pli­zie­ren“ auswählen. Die du­pli­zier­ten Ebenen werden nun im Bild­be­ar­bei­tungs­fens­ter hin­ter­ein­an­der angezeigt. Beachten Sie bei der Rei­hen­fol­ge, dass die unterste Ebene das erste Bild sein wird. Wenn die Ebenen gleich aussehen sollen, können Sie es dabei belassen. Ansonsten können Sie jede Ebene auch nach­träg­lich verändern und dabei bei­spiels­wei­se durch eine ver­län­ger­te Ein­blen­de­zeit die Frame­ab­fol­ge verzögern.

  5. Um das Ergebnis zu über­prü­fen, können Sie sich eine Vorschau ansehen. Gehen Sie hierfür in die oberste Me­nü­leis­te. Wählen Sie über die Fil­ter­op­ti­on die Schalt­flä­che „Animation“ und an­schlie­ßend „Animation abspielen“ aus.

  6. Um die Animation ab­zu­spei­chern und die Anzahl der Wie­der­ho­lun­gen fest­zu­le­gen, gehen Sie wie oben be­schrie­ben vor (Punkt 5).
Zum Hauptmenü