Screen­shots sind ein prak­ti­sches Mittel, um Abläufe, Fehler oder Kom­mu­ni­ka­tio­nen auf Ihrem Computer zu speichern, zu do­ku­men­tie­ren und mit anderen Nutzern zu teilen. Bei einem Screen­shot handelt es sich um einen Schnapp­schuss des gesamten Bild­schirms oder eines Aus­schnitts davon. Unter Windows und macOS gibt es sowohl ver­schie­de­ne vor­in­stal­lier­te als auch frei ver­füg­ba­re, kos­ten­lo­se Tools, um Screen­shots an­zu­fer­ti­gen.

Was ist ein Screen­shot – De­fi­ni­ti­on und Ursprung

Ein Screen­shot ist ein digitales Foto des sichtbar ab­ge­bil­de­ten Bild­schirm­in­halts, das stan­dard­mä­ßig als Datei in der Zwi­schen­ab­la­ge oder im Ordner für Bild­schirm­auf­nah­men ge­spei­chert wird. Meist besteht zudem auch die Mög­lich­keit, den Screen­shot direkt an einen aus­ge­wähl­ten Drucker zu senden und aus­zu­dru­cken.

Lässt man das Ab­fo­to­gra­fie­ren eines Bild­schirms mit einer Fo­to­ka­me­ra außen vor, so gibt es Screen­shots ungefähr seit Mitte der 1960er-Jahre. Gemeint ist damit das klas­si­sche Aus­dru­cken von Bild­schirm­in­hal­ten per Knopf­druck.

Im Verlaufe der 1970er- und 80er-Jahre erkannten Ent­wick­ler die Nütz­lich­keit von Screen­shots und begannen, zunehmend Computer mit einer in­te­grier­ten Screen­cap­tu­re-Funktion zu ent­wi­ckeln. IBMs VDU-Terminals und MS-DOS Be­triebs­sys­te­me verfügten so zum Beispiel schon in den 70er-Jahren über eine Print-Screen-Funktion, die es er­mög­lich­te, Text­in­hal­te direkt über einen an­ge­schlos­se­nen Drucker-Port ausgeben zu lassen.

Während frühe Print-Screen-Funk­tio­nen lediglich aktuelle Text­in­hal­te im Text­for­mat kopieren konnten, wurde die beliebte Funktion schnell auf den gesamten oder se­lek­tier­ten sicht­ba­ren Bild­schirm­in­halt erweitert. Das machte es vielen Nutzer leichter, mit anderen über Vorgänge auf ihrem Screen zu kom­mu­ni­zie­ren. Moderne Be­triebs­sys­te­me speichern die grafische Dar­stel­lung des Screens ty­pi­scher­wei­se im Bitmap-Format. Seit Ein­füh­rung des Smart­phones ist der Screen­shot auch auf Mobile-Geräten schnell zum Standard (Formate: PNG, JPG) geworden und erweist sich als nützlich, um Chats oder andere Inhalte zu speichern und mit anderen zu teilen.

Wie funk­tio­niert ein Screen­shot?

Nahezu alle modernen Computer und Be­triebs­sys­te­me besitzen in­te­grier­te Screen­shot-Funk­tio­nen, die Nutzern er­mög­li­chen, Bild­schirm­auf­nah­men zu erstellen. Die Bild­schirm­auf­nah­men lassen sich dabei wahlweise per Shortcut oder per Klick auf die ent­spre­chen­de Schalt­flä­che im je­wei­li­gen Screen­shot-Tool an­fer­ti­gen.

Windows und die Linux-Ober­flä­chen Gome und KDE bieten Ihnen bei­spiels­wei­se die Option, den aktuellen Screen durch die [Druck]-Taste auf der Tastatur zu fo­to­gra­fie­ren. Die er­wei­ter­te Screen­shot-Funktion speichert nach Bedarf auch nur das aktive Fenster auf dem Screen. Seit Windows Vista bietet Microsoft zudem das Snipping Tool als in­te­grier­te Screen­shot-Lösung an, um Screen­shots nicht nur an­zu­fer­ti­gen, sondern diese nach Bedarf auch direkt zu be­ar­bei­ten. macOS bzw. die Mac-Tastatur verfügt nicht über eine [Druck]-Taste für Screen­shots. Das Apple-System verwendet aber ebenfalls eine in­te­grier­te Screen­shot-Funktion, die per Shortcut steuerbar ist. Via [Command] + [Shift] + [3] nehmen Sie bei­spiels­wei­se den gesamten Bild­schirm auf.

Hinweis

Per Windows-Shortcut können Sie im Hand­um­dre­hen ver­schie­den­ar­ti­ge Screen­shots in Windows an­fer­ti­gen. Drücken Sie bei­spiels­wei­se die Kom­bi­na­ti­on [Windows]-Taste + [Druck], landet der erstellte Screen­shot direkt im Ordner „Screen­shots“ zur weiteren Ver­wen­dung. Um nur das aktive Fenster zu kopieren drücken Sie [Alt] + [Druck]. Mit [Windows]-Taste + [Shift] + [S] öffnen Sie direkt das Snippet Tool.

Direkt nach Erstellen des Screen­shots befindet sich die Datei im Bitmap-Format in der Zwi­schen­ab­la­ge und lässt sich zum Beispiel in andere Programme oder Mails einfügen, teilen und be­ar­bei­ten. Seit Windows 8 finden sich Screen­shots un­mit­tel­bar nach Erstellen außerdem im Ordner „Screen­shots“. Unter Mac muss hierzu erst ein Ordner angelegt werden, da das System die Bilder an­dern­falls au­to­ma­tisch auf dem Desktop speichert.

Hinweis

Obwohl es keine spezielle Druck-Taste gibt, können Sie wie bereits erwähnt über Shortcuts auch unter Mac einen Screen­shot an­fer­ti­gen. Um nur einen Aus­schnitt des Bild­schirms zu kopieren, nutzen Sie hierfür einfach [Shift] + [Cmd] + [4] und wählen mit dem Fa­den­kreuz den be­nö­tig­ten Bereich aus. Mit dem Shortcut [Shift] + [Cmd] + [4] + [Space] fo­to­gra­fie­ren Sie nur ein aktives Fenster oder Menü.

Wofür werden Screen­shots benötigt?

Screen­shots können aus diversen Gründen von Nutzen oder sogar notwendig sein. Zu den häu­figs­ten Gründen, warum Nutzer einen Screen­shot erstellen, zählen die folgenden:

  • Eine Feh­ler­mel­dung oder ein Hin­weis­fens­ter erscheint auf dem Bild­schirm und wird für den tech­ni­schen Support Ihres PCs, Ihres Be­triebs­sys­tems oder einer In­ter­net­sei­te benötigt.
  • Die Ent­wick­lung und der Zustand einer Website lassen sich mit Screen­shots his­to­risch fest­hal­ten und in ihren Ent­wick­lungs­schrit­ten ver­glei­chen.
  • Tutorials ver­an­schau­li­chen ihre Schritt-für-Schritt-An­lei­tun­gen mit Screen­shots und er­leich­tern Lesern oder Zu­schau­ern durch die Bild­schirm­fo­tos das Ver­ständ­nis.
  • Bei Com­pu­ter­spie­len sind Screen­shots beliebte Tools, um Mo­ment­auf­nah­men von Spiel­erfol­gen, High-Scores, Glitches oder witzigen Si­tua­tio­nen im Spiel fest­zu­hal­ten.
  • Screen­shots bei der Website- oder Software-Ent­wick­lung er­leich­tern die Kom­mu­ni­ka­ti­on innerhalb eines Ent­wick­ler­teams, wenn es darum geht, Pro­gram­mier­schrit­te zu bewerten.
  • Bei Mobbing oder Be­läs­ti­gun­gen über Text- oder Video-Chat dienen Screen­shots in Ver­binn­dung mit IPs als Echtzeit-Belege für straf­recht­lich relevante Hand­lun­gen im Internet.

Worauf bei Screen­shots zu achten ist

Vor allem bei der Er­stel­lung von Online-Artikeln oder An­lei­tun­gen für Programme, Bild­be­ar­bei­tung oder Re­zen­sio­nen müssen Sie bedenken, dass Online-Ab­bil­dun­gen auf dem eigenen Screen ur­he­ber­recht­lich geschützt sind und Ihre Ver­öf­fent­li­chung und Ver­brei­tung die Zu­stim­mung des Urhebers erfordern. Auch Screen­shots von Personen dürfen ohne Zu­stim­mung nicht ohne Weiteres verwendet und ver­brei­tet werden. Prüfen Sie also Da­ten­schutz­richt­li­ni­en und Ur­he­ber­rech­te, bevor Sie einen er­stell­ten Screen­shot verwenden und diesen online ver­öf­fent­li­chen.

Built-in-Screen­shot-Funktion vs. Screen­shot-Tools

Obwohl die neusten Be­triebs­sys­te­me von Windows, Mac und Linux in­te­grier­te Screen­shot-Funk­tio­nen mit Basis-Features haben, gibt es Nutzer, die sich mehr Funk­tio­nen zur nach­träg­li­chen Bild­be­ar­bei­tung wünschen. Dann können kos­ten­lo­se Screen­shot-Tools Abhilfe schaffen. Sie bieten nicht nur eine deutlich breitere Palette an Features für die genaue Nach­be­ar­bei­tung von Bild­schirm­auf­nah­men, sondern er­mög­li­chen es auch, innerhalb von Filmen und Spielen Fotos zu machen oder Sys­tem­auf­nah­men bei der Ver­wen­dung von mehreren Monitoren an­zu­fer­ti­gen. Auch das Hochladen von Bild­schirm-Schnapp­schüs­sen in Cloud-Dienste wie Google Drive oder Dropbox wird durch bestimmte Tools au­to­ma­ti­siert.

Zu den be­lieb­tes­ten und zu­ver­läs­sigs­ten kos­ten­lo­sen Screen­shot-Tools zählen folgende:

  • Apower­soft
  • Duck­Cap­tu­re
  • Greenshot
  • Grabilla
  • Icecream
  • LightShot
  • Monosnap
Zum Hauptmenü