Drupal hat sich zu einem der meist­ge­nutz­ten Content-Ma­nage­ment-Systeme ent­wi­ckelt. Maß­geb­li­chen Anteil daran hat die äußerst große Community hinter dem Projekt, die in­zwi­schen eine be­trächt­li­che Anzahl an Er­wei­te­run­gen für das Open-Source-CMS her­ge­stellt hat. Hierzu zählen auch diverse Drupal-Themes, die gratis er­hält­lich sind. Ein Theme ist eine De­sign­vor­la­ge, mit der Sie Ihrer Website im Hand­um­dre­hen ein neues Antlitz ver­schaf­fen und dieses nach Ihrem Geschmack anpassen. Doch an­ge­sichts der Masse an kos­ten­lo­sen Drupal-Themes verliert man schnell den Überblick. Wir haben für Sie 10 emp­feh­lens­wer­te her­aus­ge­pickt, die sich für ver­schie­de­ne Drupal-Projekte anbieten.

Drupal: Er­wei­ter­ba­res Open-Source-CMS

Drupal ist im Gegensatz zu manch anderem CMS (wie etwa TYPO3) auch für weniger erfahrene Webmaster geeignet. Dies liegt u. a. am zunächst auffällig kleinen Funk­ti­ons­um­fang, den man Schritt für Schritt an seine Be­dürf­nis­se anpassen kann. In der Riege bekannter Content-Ma­nage­ment-Systeme lässt sich Drupal am ehesten mit WordPress ver­glei­chen (eine Ge­gen­über­stel­lung beider Programme finden sie im Artikel "Drupal vs. WordPress – zwei CMS-Al­ter­na­ti­ven im Vergleich").

Zwar können Sie schon mit dem über­schau­ba­ren Drupal-Software-Kern In­ter­net­an­ge­bo­te wie Websites, Blogs und Webforen umsetzen. Einer der größten Stärken des Programms liegt jedoch in seiner Er­wei­ter­bar­keit: Sie können es über viele Module für ver­schie­de­ne Website-Rubriken (wie „Content“, „E-Commerce“, „Security“ oder „Media“) anpassen, wodurch auch komplexe Online-Auftritte und Web­an­wen­dun­gen mit dem CMS möglich werden.

Viel­fäl­ti­ge Er­wei­te­rungs­mög­lich­kei­ten bieten sich nicht nur bei den Modulen, sondern auch hin­sicht­lich der Themes, die Sie meist stark verändern und an Ihre Wünsche anpassen können. Ein Drupal-Theme besteht aus einem HTML-Template und ver­schie­de­nen Funk­tio­nen (oftmals basierend auf CSS, PHP und Ja­va­Script). Sie haben die Wahl aus sehr un­ter­schied­li­chen Ge­stal­tungs­vor­la­gen, die sich für ver­schie­de­ne Bereiche anbieten – und obendrein noch gratis er­hält­lich sind.

Gratis-Drupal-Themes für Re­spon­si­ve Webdesign

Wenn Sie auf der Suche nach kos­ten­lo­sen De­sign­vor­la­gen für Ihr Drupal-Projekt sind, können Sie Begriffe wie „drupal themes gratis“ oder „free drupal themes“ in eine Such­ma­schi­ne eingeben – oder Sie schauen auf der of­fi­zi­el­len Drupal-Website nach passenden Themes. Die Auswahl ist hier jedoch mit über 2.000 Gratis-Drupal-Themes durchaus un­über­sicht­lich. Längst nicht alle Themes verfügen über eine hohe Qualität und ein pro­fes­sio­nel­les Design. Bei unseren Top 10 der kos­ten­lo­sen Drupal-Themes haben wir darüber hinaus die viel­fäl­ti­gen Ein­satz­ge­bie­te be­rück­sich­tigt: Neben eta­blier­ten Layouts enthält die Liste auch einige, die sich für einen spe­zi­fi­schen Website-Typ anbieten, etwa einen On­line­shop oder die Business-Homepage. Zu beachten ist, dass die vor­ge­stell­ten Themes jeweils in ver­schie­de­nen (älteren und ak­tu­el­le­ren) Versionen vorliegen, die sich hin­sicht­lich ihres Funk­ti­ons­um­fangs un­ter­schei­den. Die nach­fol­gend genannten Drupal-Layouts verhalten sich bei der Dar­stel­lung der Inhalte allesamt min­des­tens in der aktuellen Version re­spon­si­ve.

Zen

Dieses Theme gehört zu den be­lieb­tes­ten und meist­ge­nutz­ten und stellt auch für Webdesign-Neulinge eine gute Wahl dar. Zen bietet eine se­man­tisch korrekte HTML5-Aus­zeich­nung und zahl­rei­che Features, etwa eine er­leich­ter­te Frontend-Ent­wick­lung via Gulp.js oder Sass- und Drush-Un­ter­stüt­zung.

Überdies ist das Theme SEO-freund­lich und lässt sich über eine separate CSS-/Sass-Datei im Nu be­ar­bei­ten. Außerdem wurde und wird der Code des Themes für CSS, PHP und Sass von der Drupal-Community aus­ge­zeich­net do­ku­men­tiert.

Basic

Wie der Name sagt, handelt es sich bei Basic um ein eher schlich­tes Theme. Bereits 2008 ver­öf­fent­licht, exis­tie­ren in­zwi­schen viele ver­schie­de­ne Versionen dieses Drupal-Themes. Mit seinem schlanken Design und seiner Fle­xi­bi­li­tät kann es für viele Website-Typen verwendet werden, die ein schnör­kel­lo­ses und über­sicht­li­ches Layout aufweisen sollen. Die Bedienung ist einfach, wodurch auch Nutzer an­ge­spro­chen werden, die kaum Er­fah­run­gen im Umgang mit Themes haben. Die Sass-Un­ter­stüt­zung (über die Mixin-Bi­blio­thek Bourbon) und eine für SEO geeignete Grund­aus­rich­tung der De­sign­vor­la­gen runden das Basic-Theme ab.

Omega

Auch Omega ist ein Drupal-Theme-Klassiker, der in keiner Auf­lis­tung der besten Layout-Masken fehlen darf. Mit Omega kann man das Webdesign stark in­di­vi­dua­li­sie­ren und an spezielle Be­dürf­nis­se anpassen. Ab Version 4 bietet es einen um­fas­sen­den Zugriff auf den Code – dem­entspre­chend lässt sich auch ohne das User-Interface ein Theme zu­sam­men­set­zen (zumindest wenn man das hierfür nötige Co­die­rungs­wis­sen sein Eigen nennt). Omega über­schreibt das komplette CSS des Drupal-Kerns und optimiert einige, vom Kern angelegte Aus­zeich­nun­gen, wodurch sich die CSS-Leistung steigert. Weiterhin werden Sass, Drush und viele Polyfills un­ter­stützt. Mit Omega Kickstart wird auch eine Variante des Themes speziell für den E-Commerce bzw. On­line­shops angeboten. Es ist an die Drupal-Dis­tri­bu­ti­on „Commerce Kickstart“ angepasst und ist ein wenig einfacher in der Hand­ha­bung als das Omega-Theme selbst.

Adaptive Theme

Für die Nutzung des Adaptive Themes benötigen Sie keine Pro­gram­mier­kennt­nis­se – Sie bedienen es allein über das User-Interface. Es dient nicht allein der Anpassung des Layouts, sondern ist darüber hinaus ein voll­wer­ti­ges Framework für die Her­stel­lung eigener Themes (oder dem Kopieren bereits exis­tie­ren­der). So lassen sich gezielt Be­nut­zer­ober­flä­chen für bestimmte Endgeräte (Desktop-PC, Tablet etc.) an­fer­ti­gen. Dabei bietet das Adaptive Theme eine hohe Per­for­mance. Es un­ter­stützt zudem viele Layout-Plug-ins und Caching-Techniken. Außerdem lassen sich maß­ge­fer­tig­te CSS-Codes ganz einfach im Frontend einfügen.

MAYO

Die Be­zeich­nung stellt ein Akronym für „MAke Your Own“ dar – von daher ver­wun­dert es nicht, dass man mit MAYO ein in­di­vi­du­el­les Theme an­fer­ti­gen kann. Hierfür können Sie im Backend alles Wichtige anpassen – selbst wenn Sie erst wenig Erfahrung mit HTML, CSS und PHP haben.

Neben den üblichen Layout-Än­de­run­gen wie der grund­le­gen­den Farb­ge­bung, Schrift­art, dem Menü-Stil etc. bietet MAYO viele weitere Design-Mög­lich­kei­ten: Es ist z. B. möglich, die Farbe beinah jedes Theme-Elements (u. a. Header, Footer, Sidebar) zu mo­di­fi­zie­ren, den Header-Bereich flexibel zu gestalten (inklusive Logo und Website-Such­funk­ti­on) und eigene Bilder mit einem digitalen Was­ser­zei­chen zu versehen. MAYO ist dabei relativ einfach zu bedienen.

Nexus Theme

Mit dem Nexus Theme erhalten Sie eine über­sicht­li­che De­sign­vor­la­ge, die sich vor allem für Websites mit Bildern anbietet (etwa Blogs, Künstler-, Pro­dukt­de­sign- oder Firmen-Websites). Durch die schmalen Sidebars (z. B. bei Header und Na­vi­ga­ti­ons­leis­te) wirkt das Theme modern und elegant zugleich.

Bootstrap Business

Dieses Drupal-Theme wurde mit dem Bootstrap 3 Framework her­ge­stellt und bietet sich in erster Linie für ge­schäft­li­che In­ter­net­auf­trit­te an. Bootstrap Business nutzt HTML5 und CSS3 und be­inhal­tet 12 vor­ein­ge­stell­te Farb­sche­ma­ta (jeweils in zwei ver­schie­de­nen Varianten).

Corporate Clean

Ein weiteres Theme, das sich für Business-Websites anbietet. Das Design von Corporate Clean prä­sen­tiert sich sehr auf­ge­räumt und mi­ni­ma­lis­tisch.

FontFolio

FontFolio eignet sich gut für Showcase-Websites – etwa aus dem Bereich Kunst, Design oder Handwerk. Die Pro­dukt­bil­der können direkt auf der Start­sei­te in Form einer Galerie angezeigt werden. Das Theme enthält zudem Social-Media-Buttons zum Teilen der Bilder.

Writer

Wer bei seinem In­ter­net­auf­tritt bzw. Blog den Fokus verstärkt auf Text­in­hal­te legt, könnte in Writer  genau das richtige Theme finden. Es zeichnet sich durch sein sehr mi­ni­ma­lis­ti­sches Design aus und nutzt die Schrift­ar­ten Mer­ri­wea­ther für Über­schrif­ten und Haupttext sowie Lato für den Header- und Footer-Bereich.

Fazit

Die auf­ge­zähl­ten De­sign­vor­la­gen sind nur ein kleiner Aus­schnitt aus dem be­trächt­li­chen Angebot kos­ten­lo­ser Drupal-Themes. Daneben gibt es selbst­ver­ständ­lich noch viele weitere, die sich für ganz ver­schie­de­ne On­line­prä­sen­zen eignen. Unter ihnen lassen sich auch immer mehr re­spon­si­ve Drupal-Themes finden. Da Drupal über eine der aktivsten CMS-Ge­mein­schaf­ten verfügt, er­schei­nen zudem immer wieder neue Themes und Frame­works. Den Drupal-Nutzern kann dies nur recht sein.

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