Mit einem extern ge­spei­cher­ten Joomla-Backup sind Sie stets gegen Da­ten­ver­lust und Co. ab­ge­si­chert. Wahlweise können Sie die Si­cher­heits­ko­pien Ihres Projekts direkt von Ihrem Provider durch­füh­ren lassen oder die Backups manuell – mit oder ohne Plugin – erstellen. Was macht die einzelnen Optionen aus und wie genau lässt sich ein Joomla-Backup erstellen?

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Warum ist ein re­gel­mä­ßi­ges Joomla-Backup so wichtig?

Indem Sie in aller Re­gel­mä­ßig­keit Si­cher­heits­ko­pien von den Dateien Ihrer Joomla-In­stal­la­ti­on und sämt­li­chen wichtigen Nut­zer­da­ten erstellen, sichern Sie sich gegen sämtliche Even­tua­li­tä­ten ab. Ohne Joomla-Backup könnte Ihre Website nämlich aus den ver­schie­dens­ten Gründen so be­schä­digt sein, dass eine komplette Neu­erstel­lung der Seiten und Inhalte notwendig ist.

Einer der häu­figs­ten Gründe dafür, dass eine Joomla-In­stal­la­ti­on nicht mehr ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert, ist eine defekte bzw. feh­ler­haf­te Joomla-Extension. Dabei geht es weniger darum, dass eine in­stal­lier­te Er­wei­te­rung nicht läuft, sondern darum, dass die Extension die Nutzung des Backends unmöglich macht. Wenn Sie vor jeder Plugin-In­stal­la­ti­on ein Joomla-Backup erstellen, können Sie diesen Schritt sofort rück­gän­gig machen und so den Zugriff auf die Ad­mi­nis­tra­ti­ons­ober­flä­che zu­rück­er­hal­ten.

Tipp

Prin­zi­pi­ell empfiehlt es sich, neue Joomla-Templates oder -Er­wei­te­run­gen zunächst in einer Test­um­ge­bung zu in­stal­lie­ren und aus­zu­pro­bie­ren. Gehen Sie diesen Schritt, sind Sie erst gar nicht auf ein Backup an­ge­wie­sen, wenn Sie es mit einem feh­ler­haf­ten Plugin zu tun haben!

Eine weitere, kaum zu ver­mei­den­de Ursache dafür, dass Joomla bzw. Ihre Website nicht mehr läuft, sind eigene Fehler: Sie löschen bei­spiels­wei­se ver­se­hent­lich wichtige Dateien der In­stal­la­ti­on und bekommen diesen Fehler trotz aller Re­pa­ra­tur­ver­su­che nicht behoben. Eine Neu­ein­rich­tung oder die Be­auf­tra­gung kost­spie­li­ger Experten zur Rettung des Projekts sind ohne Joomla-Backup die einzigen Optionen. Gleiches gilt, wenn Ihre Joomla-Website mit Malware infiziert ist.

Welche Mög­lich­kei­ten zum Backup einer Joomla-Seite gibt es?

Ob Ei­gen­ver­schul­den oder Fremd­ein­wir­ken, defektes Plugin oder Update-Fehler: Die auf­ge­zeig­ten Ursachen für ein nicht mehr funk­tio­nie­ren­des Joomla-Projekt sind viel­fäl­tig. Gehen Sie daher auf Nummer sicher, indem Sie re­gel­mä­ßig und ins­be­son­de­re vor allen wichtigen Schritten ein Joomla-Backup erstellen.

Grund­sätz­lich können Sie in dieser An­ge­le­gen­heit zwischen drei Optionen wählen:

  1. Joomla-Backup durch Hosting-Provider: Der Anbieter erstellt au­to­ma­tisch Backups von Ihrem Joomla-Projekt, die Sie jederzeit her­un­ter­la­den und ein­spie­len können. Die Sicherung selbst bedeutet für Sie also keinerlei Aufwand, kostet aber auch.
     
  2. Joomla-Backup per Plugin: Es exis­tie­ren diverse kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge Plugins, mit deren Hilfe sich ein Joomla-Backup erstellen lässt. Sie in­stal­lie­ren und kon­fi­gu­rie­ren die Er­wei­te­rung bequem über das Backend und erhalten danach in ge­wünsch­ten Abständen Si­che­run­gen in ge­wünsch­tem Spei­cher­ver­zeich­nis.
     
  3. Manuelles Joomla-Backup: Die auf­wen­digs­te, aber sicherste Variante ist ein manuelles Joomla-Backup. Sie sichern sämtliche Ordner und Dateien, die sich auf Ihrem Webspace befinden (via FTP-Zugang) und ex­por­tie­ren zudem die Datenbank(en) – lokal oder in der Cloud.

Die nach­fol­gen­de Tabelle fasst die Vor- und Nachteile der drei Varianten zusammen.

  Manuelles Joomla-Backup Joomla-Backup per Plugin Joomla-Backup durch Provider
Si­cher­heit hoch mittel hoch
Ei­gen­auf­wand hoch mittel niedrig
Kosten Keine Niedrig mittel
Tipp

Suchen Sie nach einem Hosting-Anbieter, bei dem Sie Ihr Web­pro­jekt einfach und bequem mit Joomla rea­li­sie­ren können? Ent­schei­den Sie sich jetzt für Joomla-Hosting von IONOS und pro­fi­tie­ren Sie von Vorzügen wie der 1-Click-In­stal­la­ti­on, einer kos­ten­frei­en Domain und einem SSL-/TLS-Zer­ti­fi­kat inklusive!

Joomla-Backup erstellen: Schritt-für-Schritt-An­lei­tun­gen

Die drei Optionen für eine Sicherung Ihres Joomla-Projekts bringen kleinere Vor- und Nachteile mit sich. Alle drei Varianten sorgen aber dafür, dass Sie im Ernstfall bestens gerüstet sind – vor­aus­ge­setzt, die Si­cher­heits­ko­pien werden zu­ver­läs­sig in einem re­gel­mä­ßi­gen Turnus und vor wichtigen Ver­än­de­run­gen wie einem Joomla-Update an­ge­fer­tigt. Lesen Sie in den nach­fol­gen­den An­lei­tun­gen, was in den je­wei­li­gen Fällen zu tun ist.

Au­to­ma­ti­sche Joomla-Backups vom Provider: So funk­tio­niert’s

Viele Provider erstellen au­to­ma­tisch Backups von den Web­pro­jek­ten der Kunden. Ak­ti­vie­ren müssen Sie diesen Service in der Regel nicht. In­for­mie­ren Sie sich im Vorhinein darüber, ob ein solcher Dienst Teil des gekauften Pakets ist, in welcher Re­gel­mä­ßig­keit die Si­che­rungs­ko­pien erzeugt werden und wie lang Backups ge­spei­chert bleiben (für ge­wöhn­lich einige Tage lang).

Sie müssen erst dann aktiv werden, wenn Sie eines der Joomla-Backups benötigen, um einen alten Stand wie­der­her­zu­stel­len.

Hinweis

Die Wie­der­her­stel­lungs­funk­ti­on bzw. das Ein­spie­len von Backups ist bei manchen Anbietern kos­ten­pflich­tig!

Bei IONOS gehen Sie bei­spiels­wei­se fol­gen­der­ma­ßen vor, um die Dateien und Ordner von Ihrem Webspace wie­der­her­zu­stel­len:

  1. Melden Sie sich auf der Login-Seite im IONOS Cloud Panel an.
  2. Wählen Sie die Kategorie „Hosting“ aus.
  3. Klicken Sie auf das Zahnrad-Icon in der Kategorie „Webspace“ und danach auf den Menüpunkt „Wie­der­her­stel­lung von Dateien“.
  4. Nun wählen Sie einen der ver­füg­ba­ren Wie­der­her­stel­lungs­punk­te aus und be­stä­ti­gen diesen mit „Auswählen“.
  5. Fügen Sie alle Ordner bzw. Dateien, die Sie wie­der­her­stel­len wollen über den Button „Hin­zu­fü­gen“ hinzu. Klicken Sie ab­schlie­ßend auf „Alle wie­der­her­stel­len“.
  6. Im Anschluss wird das Joomla-Backup auf­ge­spielt, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Sobald die Wie­der­her­stel­lung ab­ge­schlos­sen ist, erhalten Sie eine Be­nach­rich­ti­gungs-E-Mail.

Joomla-Backup erstellen per Plugin: Anleitung

Wollen Sie Ihr Joomla-Backup selbst erstellen und hierfür ein Plugin zur Hilfe nehmen, haben Sie ver­schie­de­ne Optionen zur Verfügung. Bevor Sie also mit der Ein­rich­tung beginnen können, müssen Sie sich zunächst für eine Backup-Er­wei­te­rung ent­schei­den. Die Suche nach einem ge­eig­ne­ten Plugin lässt sich direkt über das Backend erledigen:

  1. Wählen Sie im linken Sei­ten­me­nü den Punkt „System“ aus.
  2. Klicken Sie auf „Er­wei­te­run­gen“ und an­schlie­ßend auf „Aus Web­ka­ta­log in­stal­lie­ren“.
  3. Suchen Sie nach „Backup“.

Eines der be­lieb­tes­ten Backup-Plugins für Joomla ist das quell­of­fe­ne Akeeba Backup, das wir auch im Rahmen dieser Anleitung verwenden. Beliebte Al­ter­na­ti­ven sind:

Nachdem Sie Akeeba über den Web­ka­ta­log in­stal­liert haben, finden Sie in dem Menü „Kom­po­nen­ten“ einen neuen Punkt namens „Akeeba Backup for Joomla!“:

Im Control Panel des Plugins haben Sie nun die Wahl zwischen dem vor­ge­fer­tig­ten Stan­dard­pro­fil und der Kreation eigener Backup-Pläne. Sobald Sie ein Joomla-Backup erstellen wollen, drücken Sie auf die Schalt­flä­che „Backup now“.

Hinweis

Für Premium-Features wie einen au­to­ma­ti­schen Upload in über 40 Cloud-Speicher und Backups nach Zeitplan, müssen Sie die kos­ten­pflich­ti­ge Edition Akeeba Backup Pro­fes­sio­nal kaufen.

Erstelle Joomla-Backups können Sie dann jederzeit unter dem Menüpunkt „Manage Backups“ einsehen und her­un­ter­la­den.

Benötigen Sie eines der her­un­ter­ge­la­de­nen Backups, um einen alten Stand Ihrer Joomla-Website wie­der­her­zu­stel­len, ex­tra­hie­ren Sie die Si­che­rungs­ko­pie mithilfe von Kickstart direkt auf Ihren Server. Die aktuelle Version des Tools finden Sie im Download-Bereich der Akeeba-Homepage.

Tipp

Sie wollen Ihr Joomla-Backup nicht nur lokal, sondern auch in der Cloud speichern? Mit dem HiDrive Cloud-Speicher von IONOS speichern Sie Ihre Dateien sicher und ge­rä­te­un­ab­hän­gig auf ISO-zer­ti­fi­zier­ten Servern in Deutsch­land.

So erstellen Sie manuelle Joomla-Backups

Wollen Sie manuell ein Joomla-Backup erstellen, haben Sie zwar ver­hält­nis­mä­ßig hohen Aufwand. Eine manuelle Sicherung ist aber auch die sicherste Variante, wenn Sie alle wichtigen Punkte beachten: Zum einen benötigen Sie eine sichere Ver­bin­dung zu Ihrem Webspace – im besten Fall über SFTP –, um alle Ordner und Dateien auf dem Server zu sichern. Zum anderen müssen Sie auch ein Backup der Joomla-Datenbank ziehen, um alle Text­in­hal­te, Kon­fi­gu­ra­tio­nen und Nut­zer­da­ten in Si­cher­heit zu wissen.

Joomla-Ordner und -Dateien auf dem Webspace sichern

Ein manuelles Backup Ihres Webspaces erstellen Sie am ein­fachs­ten, indem Sie in gewohnter Manier eine (S)FTP-Ver­bin­dung eta­blie­ren und die Dateien und Ordner dann per Drag-and-Drop in das ge­wünsch­te Spei­cher­ver­zeich­nis kopieren. Al­ter­na­tiv können Sie die Dateien in den meisten FTP-Clients wie dem hier ver­wen­de­ten FileZilla auswählen und über den gleich­na­mi­gen Menüpunkt her­un­ter­la­den:

Joomla-Datenbank-Backup erstellen

Haben Sie alle Dateien auf dem Webspace gesichert, können Sie sich der Datenbank zuwenden. Hierfür ist eine Anmeldung in der phpMy­Ad­min-Ober­flä­che er­for­der­lich – bei vielen Hosting-Anbietern erledigen Sie diese bequem über das Kun­den­cen­ter. Als IONOS-Kunde rufen Sie das Datenbank-Tool bei­spiels­wei­se fol­gen­der­ma­ßen auf:

  1. Loggen Sie sich über die Login-Seite im IONOS Cloud Panel ein.
  2. Rufen Sie die Rubrik „Hosting“ auf.
  3. Klicken Sie unter „Da­ten­ban­ken“ auf die „Verwalten“-Schalt­flä­che.
  4. Suchen Sie in der Auf­lis­tung nach der Datenbank Ihrer Joomla-In­stal­la­ti­on und klicken Sie bei dem ent­spre­chen­den Eintrag auf „Öffnen“.

Sind Sie in der phpAdmin-Konsole ein­ge­loggt, gehen Sie wie folgt für das Joomla-Backup vor:

  1. Klicken Sie auf den Reiter „Ex­por­tie­ren“.
  2. Behalten Sie die Ex­port­me­tho­de „Schnell“ bei oder wählen „Angepasst“ aus, wenn Sie spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen für den Export festlegen wollen.
  3. Auch das Format SQL können Sie bei­be­hal­ten – an­dern­falls wählen Sie die ge­wünsch­te Al­ter­na­ti­ve in dem Drop-down-Menü aus.
  4. Drücken Sie ab­schlie­ßend auf „OK“.

Wollen Sie den ex­por­tier­ten Da­ten­bank­stand später wie­der­her­stel­len, rufen Sie in phpMy­Ad­min den Reiter „Im­por­tie­ren“ auf und geben den Spei­cher­ort der zuvor her­un­ter­ge­la­de­nen Datei an.

Tipp

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