Mit Hilfe des Domain Name System (DNS) können Nutzer eine ein­präg­sa­me Domain in die Adress­zei­le des Browsers eingeben und müssen sich nicht die ei­gent­lich benötigte, aber sehr sperrige IP-Adresse merken. Das DNS wiederum funk­tio­niert durch die DNS-Records. Diese stan­dar­di­sier­ten Einträge er­mög­li­chen erst, dass man eine Na­mens­auf­lö­sung durch­füh­ren kann.

Fakt

Es gibt sehr viele ver­schie­de­ne DNS-Record-Typen, die wiederum un­ter­schied­li­che Aufgaben erledigen. Eine Übersicht sowie eine de­tail­lier­te Erklärung, was DNS-Records sind und wie diese funk­tio­nie­ren, finden Sie in unserem DNS-Records-Überblick.

Der A-Record ist der wahr­schein­lich wich­tigs­te und auch am häu­figs­ten ein­ge­setz­te DNS-Record-Typ. Doch was genau ist die Funktion des A-Records?

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A-Record-Syntax und Funk­ti­ons­wei­se

Der A-Record er­mög­licht das, was die meisten Menschen mit dem DNS verbinden: Eine IP-Adresse wird mit einem Do­main­na­men verknüpft. Dafür allein würde der Eintrag nur zwei Felder benötigen. Dem A-Record werden im Eintrag aber noch weitere Ei­gen­schaf­ten zu­ge­ord­net – so wird die Halt­bar­keit der In­for­ma­ti­on, die Klasse und der Typ (in diesem Fall also A) sowie die Größe des Eintrags angegeben.

Aufbau & Felder des Eintrags

  • <name>: Name der Domain
  • <ttl>: Time to live (TTL), die Halt­bar­keit des Eintrags
  • <class>: Klasse des Netzwerks
  • <type>: Typ des Records
  • <rdlength>: Größe der Daten
  • <rdata>: Resource Data, IP-Adresse

Der Name der Domain, also zum Beispiel die Web­adres­se, wird bei DNS-Records immer mit einem Punkt ab­ge­schlos­sen, welcher in der Notation der Fully Qualified Domain Names (FQDN) noch das leere Root-Feld vom Rest abtrennt. Das TTL-Feld gibt die Zeit in Sekunden an, die der Eintrag im Cache bleiben darf. Ist diese Dauer ab­ge­lau­fen, kann nicht mehr ga­ran­tiert werden, dass die In­for­ma­tio­nen noch korrekt sind, weshalb die Daten neu abgerufen werden müssen.

Die Klasse gibt an, für welche Netz­werk­art der Eintrag gedacht ist. Das dürfte aber so gut wie immer das Internet sein, weshalb an der Stelle meist das Kürzel IN zu finden ist. Der Typ ist in diesem Fall A. Die Länge ist bei einem A-Typ immer gleich, da sich der Umfang nicht verändert: 4 Byte. Im letzten Feld schließ­lich befindet sich die IP-Adresse, die dem Namen zu­ge­ord­net wird.

Die Felder ordnet man einfach nach­ein­an­der an, von einem Leer­zei­chen getrennt. Jeder Eintrag erhält eine neue Zeile. Die Syntax eines A-Records sieht also fol­gen­der­ma­ßen aus:

<name> <ttl> <class> <type> <rdlength> <rdata>

Die Felder zu TTL, Klasse und Größe sind optional.

Zu­sätz­lich zu A-Records exis­tie­ren auch AAAA-Records. Auch bei ihnen handelt es sich um Einträge, die den Namen einer Domain mit einer IP-Adresse ver­knüp­fen. Während sich aber der A-Record auf eine IPv4-Adresse bezieht, ist der AAAA-Eintrag für IPv6-Adressen gedacht. Im Aufbau ändert sich nichts, nur die Größe des Eintrags ist ent­spre­chend angepasst – 16 statt 4 Byte. So ist auch der Name zu verstehen: Das vierfache A, oder auch Quad-A, sym­bo­li­siert die vierfache Länge der Daten.

A-Record-Beispiel

In der Praxis sieht ein A-Record fol­gen­der­ma­ßen aus:

www.example.com. 12879 IN A 93.184.216.34

Der Eintrag beginnt mit dem kom­plet­ten Do­main­na­men inklusive ab­schlie­ßen­dem Punkt. Der Eintrag darf 12879 Sekunden (also ca. 3,5 Stunden) im Cache gehalten werden, bevor die In­for­ma­tio­nen neu angefragt werden müssen. Lässt man dieses Feld leer, wird ein Stan­dard­wert an­ge­nom­men, den man zu Anfang der Zo­nen­da­tei hin­ter­legt. Die Klasse ist ver­ständ­li­cher­wei­se das Internet (IN). Al­ter­na­ti­ven wären lediglich die beiden nicht mehr ver­wen­de­ten Netzwerke Hesiod (mit der Abkürzung HS) und das Chaosnet (mit der Abkürzung CH). Lässt man das Feld frei, wird au­to­ma­tisch das Internet als Klasse an­ge­nom­men.

Im Type-Feld gibt man den A-Record-Typ an, weshalb in diesem Fall ein A eintragen wird. In diesem Beispiel ist das Feld für die Größe des Eintrags frei. Theo­re­tisch wäre es aber 4. Das letzte Feld gibt schließ­lich die IP-Adresse an.

Neben dieser Schreib­art kann man al­ler­dings auch eine andere Notation verwenden, die wiederum auf der Ver­wen­dung von Platz­hal­tern basiert:

$TTL 12879
$ORIGIN example.com.
www A 93.184.216.34

Platz­hal­ter werden durch $-Zeichen dar­ge­stellt. In diesem Fall ist also die Time to live global für die komplette Datei fest­ge­legt. Auch die Domain wird bereits zu Anfang der Datei genannt. In den einzelnen Einträgen finden sich dann nur noch die un­ter­schied­li­chen Sub­do­mains. In diesem Beispiel ist es die Adresse des Web­ser­vers. Aber auch Mail- oder FTP-Server können sich bei­spiels­wei­se unter den Einträgen befinden.

A-Record-Check

Wenn man den A-Record checken möchte (ein A-Record-Lookup) kann man auf ver­schie­de­ne Dienste zu­rück­grei­fen. Im Internet findet man bei­spiels­wei­se spezielle Software, welche die Zo­nen­da­tei­en von Servern ausliest. Aber man braucht kein Programm zu in­stal­lie­ren, denn ver­schie­de­ne Anbieter stellen den Record-Lookup auch auf ihren Websites bereit. Vor­ge­stellt sei hier ex­em­pla­risch der Dienst von Google.

Auf der Start­sei­te von Google Public DNS gibt man einfach die ent­spre­chen­de Domain ein. (Dort ist auch ein Reverse-Lookup möglich: Man kann also auch den Do­main­na­men zu einer bekannten IP-Adresse finden.)

Die gesuchten In­for­ma­tio­nen befinden sich unter dem Punkt Answer. Dort findet man zunächst Name und Typ. Beide In­for­ma­tio­nen sind dem Nutzer aber bereits bekannt, denn man hat ja nach dem A-Record der spe­zi­fi­schen Domain gefragt.

Hinweis

Der Typ wird hier mit einer Zahl angegeben. Die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) hat jedem Record-Typ einen spe­zi­fi­schen Wert zu­ge­ord­net. A befindet sich unter 1, AAAA unter 28.

Die TTL- und Data-Felder bergen die ent­schei­den­den In­for­ma­tio­nen. Dort sind die Halt­bar­keit der In­for­ma­tio­nen und die gesuchte IP-Adresse angegeben.

Über die Optionen am oberen Rand lassen sich weitere Record-Typen – wie zum Beispiel CNAME-Record, MX-Record, PTR-Record oder SOA-Record – anzeigen. EDNS Client Subnet ist ein Me­cha­nis­mus, der den richtigen Server abhängig zum Standort des An­fra­gen­den ausgibt. Nur Google und OpenDNS setzen diese Mög­lich­keit aber derzeit auch ein. DNSSEC ga­ran­tiert, dass Nutzer auch korrekte DNS-In­for­ma­tio­nen erhalten, die nicht von einem Dritten ma­ni­pu­liert wurden.

Wer lieber einen Dienst abseits von Google nutzen möchte, kann bei­spiels­wei­se auf das Angebot von Heise online zu­rück­grei­fen.

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