Der HTTP-Error 503 zählt zu den be­kann­tes­ten Feh­ler­mel­dun­gen im World Wide Web. Dieser Sta­tus­code ist nahezu jedem In­ter­net­be­nut­zer schon einmal begegnet. In einigen Fällen hilft es bereits, die be­tref­fen­de Seite neu zu laden, in anderen Fällen ver­schwin­det die Meldung des 503-Errors auch nicht nach mehr­ma­li­gem Refresh des Brow­ser­fens­ters.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Zugriff über den Desktop-PC, das Tablet oder Smart­phone statt­fin­det, denn mit dem 503-Status-Code in­for­miert der Server den Besucher, dass der auf­ge­ru­fe­ne Dienst vor­über­ge­hend nicht er­reich­bar ist („Service Un­available“). Wie genau es dazu kommt und welche Lö­sungs­mög­lich­kei­ten es für User und Server-Betreiber gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Was steckt hinter dem HTTP-503-Code?

Der Error-Code 503 ist einer von ver­schie­de­nen Sta­tus­codes, mit denen ein Server auf HTTP-Anfragen von Clients wie Web­brow­sern antworten kann. Auf diese Weise teilt er dem Client bei­spiels­wei­se mit, ob die Anfrage er­folg­reich ver­ar­bei­tet wurde oder ob für die Be­ar­bei­tung weitere Schritte seitens des Clients notwendig sind. 503 zählt zu den HTTP-Codes, die über das ser­ver­sei­ti­ge Scheitern des An­fra­ge­ge­suchs in­for­mie­ren. Die über­mit­tel­te Nachricht lautet in diesem Fall „Service Un­available“ (dt. „Dienst nicht verfügbar“) und si­gna­li­siert dem Client, dass der Server temporär nicht zur Verfügung steht. Durch einen ent­spre­chen­den Wert im „Retry-After“-Feld im Header der HTTP-Antwort kann man einen späteren Zeitpunkt angeben, zu dem die Be­ar­bei­tung der Anfrage wahr­schein­lich möglich ist.

Der genaue Wortlaut der Feh­ler­mel­dung kann dabei leicht variieren, wie die folgende Auf­lis­tung einiger gängiger Varianten zeigt:

  • Sta­tus­code HTTP Error 503
  • HTTP 503
  • HTTP Error 503
  • HTTP Error 503 The service is un­available
  • 503 Error
  • HTTP Server Error 503
  • Error 503 Service Un­available
  • HTTP /1.1 Service Un­available
  • 503 Service Un­available Error
  • 503 Service Tem­po­r­a­ri­ly Un­available
  • Service Un­available – DNS Failure
  • Error 503 Maximum threads for service reached

Wann tritt der HTTP-Error 503 (Service Un­available) auf?

Zu einem HTTP-503-Fehler kommt es immer dann, wenn ein Server die an­ge­frag­ten Res­sour­cen zum Zeitpunkt der Client-Anfrage nicht aus­lie­fern kann. Hierfür gibt es grob zu­sam­men­ge­fasst drei mögliche Ursachen:

  1. Der Server wird einer Wartung un­ter­zo­gen, um bei­spiels­wei­se Updates ein­zu­spie­len, Da­ten­ban­ken zu sichern oder Back-ups anzulegen, und ist aus diesem Grund für die Dauer des Vorgangs nicht mit dem Internet verbunden.
     
  2. Der Server ist über­las­tet – erhält also mehr Anfragen, als er ver­ar­bei­ten kann. Aus diesem Grund reagiert er mit der Feh­ler­mel­dung. Die Hin­ter­grün­de einer solchen Über­las­tung sind ganz ver­schie­de­ne: Häufig ist ein un­er­war­te­ter Traffic-Anstieg die Ursache, aber auch ein kon­ti­nu­ier­li­ches Wachstum des Web­pro­jekts kann eine Über­las­tung ver­ur­sa­chen, wenn nicht zeit­gleich die Res­sour­cen auf­ge­rüs­tet werden. Weitere mögliche Gründe sind Malware/Spam-Angriffe sowie feh­ler­haf­te Pro­gram­mie­run­gen der Web­an­wen­dung oder des Content-Ma­nage­ment-Systems.
     
  3. In seltenen Fällen kann eine feh­ler­haf­te DNS-Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on auf Seiten des Clients (Computer oder Router) zu einer HTTP-503-Feh­ler­mel­dung führen. Auch der aus­ge­wähl­te DNS-Server selbst kann (temporär) mit Problemen zu kämpfen haben, sodass der ge­star­te­te HTTP-Request die Service-Un­available-Nachricht zur Folge hat.

So können Sie HTTP-503-Fehler beheben

Der 503-Error ist sowohl für die Besucher als auch für die Betreiber eines Web­pro­jekts ärgerlich. Dass der Browser-Nutzer nicht die ge­for­der­te Website aufrufen kann, ist ins­be­son­de­re dann pro­ble­ma­tisch, wenn der dort an­ge­bo­te­ne Service schnell benötigt wird: Bei­spiels­wei­se, wenn Sie ein Bank­ge­schäft ab­schlie­ßen oder eine elek­tro­ni­sche Nachricht versenden möchten. Auch wer privat oder beruflich auf Web­an­wen­dun­gen bzw. Cloud-Dienste wie Brow­ser­games, Office-Lösungen, Speicher-Platt­for­men oder Projekt-Tools zu­rück­greift, will nicht ewig warten, bis die Web­prä­senz wieder er­reich­bar ist.

Die für das jeweilige Web­pro­jekt ver­ant­wort­li­chen Betreiber sollten ebenso an der Feh­ler­be­he­bung in­ter­es­siert sein. Denn ei­ner­seits führt die Nicht­er­reich­bar­keit des Dienstes un­wei­ger­lich zu un­zu­frie­de­nen Usern und einem Traffic-Verlust, an­de­rer­seits können häufig auf­tre­ten­de HTTP-503-Probleme auch zu einem schlech­te­ren Such­ma­schi­nen­ran­kings führen.

503-Error: Lö­sungs­an­sät­ze für Client-Nutzer

Wenn Sie mit dem Browser auf ein Web­pro­jekt zugreifen wollen und als Antwort den 503-Status-Code erhalten, fehlen Ihnen in der Regel In­for­ma­tio­nen zur genauen Ursache. Eine Ausnahme stellen die bereits erwähnten War­tungs­ar­bei­ten dar, die vom Website-Betreiber geplant sind und daher für ge­wöhn­lich durch eine in­di­vi­du­ell an­ge­pass­te 503-Feh­ler­sei­te aus­ge­wie­sen werden. Diese Seite liefert häufig auch In­for­ma­tio­nen zur Dauer der Downtime. Gibt es keine Anzeichen dafür, dass der HTTP-503-Error das Ergebnis einer Wartung ist, können Sie versuchen, das „Service-Un­available“-Problem mit den folgenden Tricks auf eigene Faust zu lösen.

Lösung 1: Kon­tak­tier­te Seite neu laden

Es ist möglich, dass der Server die gestellte HTTP-Anfrage lediglich punktuell nicht korrekt be­ant­wor­ten konnte. In diesem Fall kann es bereits aus­rei­chen, die Seite neu zu laden, um den HTTP-503-Fehler zu beheben. Klicken Sie zu diesem Zweck einfach auf den Refresh-Button neben der Adress­leis­te Ihres Browsers oder verwenden Sie al­ter­na­tiv die Taste [F5] bzw. die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [R].

Hinweis

Erscheint die 503-Service-Un­available-Meldung beim Abschluss einer On­line­be­zah­lung oder beim Be­stell­pro­zess, sollten Sie Refresh-Funktion nur wohl­über­legt und mit Vorsicht nutzen. Es ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass das erneute Laden der Seite zu einer mehr­fa­chen Be­ar­bei­tung des Prozesses führt, was eine doppelte Be­stel­lung bzw. Zahlung zur Folge haben kann. Viele Be­zahl­diens­te und Kre­dit­kar­ten­un­ter­neh­men setzen zur Ver­mei­dung der­ar­ti­ger Fälle aber auch spezielle Schutz­me­cha­nis­men ein.

Lösung 2: Neustart von Computer, Router und Co. oder Wechsel des DNS-Servers

Es ist bereits an­ge­deu­tet worden, dass die Ursache für einen 503-Error durchaus auch auf ein Problem mit dem DNS-Server zu­rück­zu­füh­ren sein kann. Meistens wird dies durch die spe­zi­fi­sche Meldung „Service Un­available – DNS Failure“ an­ge­kün­digt, die zum einen auf eine feh­ler­haf­te DNS-Kon­fi­gu­ra­ti­on des Systems oder des Routers schließen lässt, zum anderen auch aus einem tech­ni­schen Problem des aus­ge­wähl­ten DNS-Servers re­sul­tie­ren kann. Während Sie erst­ge­nann­tes Szenario mit einem Neustart Ihrer Geräte lösen können, hilft es bei bei letzterem, auf einen anderen Server aus­zu­wei­chen. Welche Schritte hierfür notwendig sind, erfahren Sie im Artikel "Der DNS Server antwortet nicht? So beheben Sie den Fehler".

Lösung 3: Website zu einem späteren Zeitpunkt besuchen

Haben Sie die In­itia­ti­ve ergriffen und mit Refresh-Versuchen, Neustarts und DNS-Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on keinen Erfolg gehabt, ist es emp­feh­lens­wert, die Seite zu schließen und zu einem späteren Zeitpunkt einen erneuten Versuch zu wagen. Da die Ursache für die Nicht­er­reich­bar­keit sehr häufig zu hoher Traffic ist, entlasten Sie den Webserver auf diese Weise – und kehren im besten Fall dann zurück, wenn dieser sich sta­bi­li­siert hat und alle HTTP-Requests wieder wunsch­ge­mäß ver­ar­bei­ten kann. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn der 503-Error aufgrund von War­tungs­ar­bei­ten erscheint, der Betreiber darüber jedoch nicht durch eine spe­zi­fi­sche Feh­ler­sei­te in­for­miert.

Lösung 4: Den Ad­mi­nis­tra­tor bzw. Support der Website kon­tak­tie­ren

Wenn eine Website über einen längeren Zeitraum hinweg nicht er­reich­bar ist, kann es durchaus sinnvoll sein, den zu­stän­di­gen Ad­mi­nis­tra­tor oder – falls verfügbar – den Support zu kon­tak­tie­ren. Auf diese Weise erfahren Sie unter Umständen etwas über die Hin­ter­grün­de der HTTP-503-Pro­ble­ma­tik und den aktuellen Stand der Feh­ler­be­he­bung.

HTTP-503-Pro­blem­be­he­bung: Die Optionen von Server-Be­trei­bern

Als Website-Betreiber liegt es aus den bereits genannten Gründen (un­zu­frie­de­ne User, Traffic-Verlust, mögliche Ab­stra­fung durch Such­ma­schi­nen) in Ihrem eigenen Interesse, HTTP-503-Error so schnell wie möglich zu beheben bzw. es möglichst erst gar nicht zu dieser Art von Fehler kommen zu lassen.

Natürlich ist dies nicht immer möglich – zum Beispiel dann nicht, wenn die vor­über­ge­hen­de Ab­schal­tung des Servers im Rahmen von War­tungs­ar­bei­ten für Ihr Projekt un­ab­läs­sig ist. Mit an­spre­chend ge­stal­te­ten Feh­ler­sei­ten haben Sie jedoch die Mög­lich­keit, Ihre Besucher über die Umstände der Downtime zu in­for­mie­ren. Ferner ist es sinnvoll, einen Zeitpunkt zu nennen, zu dem Ihre Website vor­aus­sicht­lich wieder verfügbar sein wird, wenn Sie die Dauer des War­tungs­pro­zes­ses ein­schät­zen können. Weitere Tipps und Tricks zum Umgang mit Error-Code 503 finden Sie in den folgenden Ab­schnit­ten.

Lösung 1: Die be­nö­tig­ten Hosting-Res­sour­cen im Auge behalten

Traffic ist ver­mut­lich der größte Knack­punkt, wenn es um die HTTP-503-Pro­ble­ma­tik geht. Ei­ner­seits ist es eines der wich­tigs­ten Ziele, möglichst viele Besucher auf die eigene Seite zu locken. An­de­rer­seits steigt mit einem Anstieg der Be­su­cher­zah­len auch die Aus­las­tung des Web­ser­vers und somit die Wahr­schein­lich­keit von 503-Fehlern. Es ist folglich sehr wichtig, den Überblick über die Nut­zer­zah­len zu behalten und die Hosting-Res­sour­cen recht­zei­tig auf­zu­sto­cken, um lang­fris­tig einen stabilen Ablauf gewähren zu können. Betreiben Sie Web­pro­jek­te, die stark von sai­so­na­len Events abhängig sind, wie zum Beispiel On­line­shops vom Weih­nachts­ge­schäft, sollten Sie darüber hinaus eine Hosting-Lösung wählen, die die vor­über­ge­hen­de Erhöhung der Ser­ver­ka­pa­zi­tä­ten er­mög­licht.

Lösung 2: Re­gel­mä­ßi­ge Ak­tua­li­sie­rung der ver­wen­de­ten Software

Wenn schäd­li­che Software und Spam Auslöser für einen 503-Error sind, sollten Sie un­ver­züg­lich Kontakt zu Ihrem Hosting-Anbieter aufnehmen und gemeinsam mit diesem eine Lösung für das Problem er­ar­bei­ten. Um ein der­ar­ti­ges Szenario zu vermeiden, sollten Sie von Beginn an auf die Si­cher­heit Ihres Web­pro­jekts achten. Dabei spielen natürlich die Kon­di­tio­nen Ihres Anbieters eine wichtige Rolle – je nach gewähltem Server-Paket liegt die Ver­ant­wor­tung für den Schutz jedoch mal mehr, mal weniger bei Ihnen. So sollten Sie zum Beispiel immer auf aktuelle Software setzen und ver­füg­ba­re Updates zeitnah ein­spie­len. An­dern­falls werden veraltete An­wen­dun­gen mit bekannten Schwach­stel­len schnell zum Ein­falls­tor für Angreifer.

Lösung 3: Pro­gram­mier­feh­ler aufspüren und beheben

Eine weitere Ursache für einen ser­ver­sei­tig erzeugten HTTP-503-Error können feh­ler­haf­te Pro­gram­mie­run­gen des Web­pro­jekts bzw. der genutzten Content-Ma­nage­ment-Software sein. So ist WordPress bei­spiels­wei­se sehr anfällig für 503-Fehler, die aus zu langen La­de­zei­ten re­sul­tie­ren. Das kann aus einer zu hohen Zahl an Da­ten­bank­zu­grif­fen oder aber auch aus schlecht pro­gram­mier­ten Plug-ins re­sul­tie­ren, die dem CMS zwar zu­sätz­li­che Funk­tio­nen er­mög­li­chen, aber oft auch die Per­for­mance bremsen. Gleiches gilt, wenn Sie zu viele Er­wei­te­run­gen einbinden. Die Kunst besteht folglich darin, die pro­ble­ma­ti­schen Plug-ins her­aus­zu­fil­tern, um sie im Zwei­fels­fall de­ak­ti­vie­ren zu können.

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