Mit TikTok Ads und KI lassen sich heute viele Schritte der Creative-Pro­duk­ti­on be­schleu­ni­gen: von der ersten Idee über das Creator-Briefing und das UGC-Script bis hin zu un­ter­schied­li­chen An­zei­gen­va­ri­an­ten. Ent­schei­dend ist jedoch, KI nicht einfach möglichst viel Content pro­du­zie­ren zu lassen, sondern sie gezielt für klar de­fi­nier­te Hy­po­the­sen und sys­te­ma­ti­sche Tests ein­zu­set­zen. TikTok selbst bietet dafür in­zwi­schen KI-Funk­tio­nen wie Symphony Creative Studio sowie Creator- und Kam­pa­gnen­werk­zeu­ge in TikTok One.

Was guten UGC ausmacht

UGC steht für „User Generated Content“, also ur­sprüng­lich für Inhalte, die von Nut­ze­rin­nen und Nutzern selbst erstellt wurden. Im Per­for­mance-Marketing wird der Begriff al­ler­dings häufig weiter gefasst und be­zeich­net auch Videos von bezahlten Creatorn, die bewusst wie na­tür­li­cher TikTok-Content gestaltet sind. Ein gutes UGC-Video sollte deshalb nicht wie ein klas­si­scher Werbespot wirken, sondern möglichst gut zur Seh­ge­wohn­heit auf TikTok passen.

TikTok empfiehlt für Per­for­mance Ads unter anderem vertikale 9:16-Videos, den Einsatz von Personen wie Creatorn sowie Kundinnen und Kunden und eine eher na­tür­li­che, nicht übermäßig pro­du­zier­te Ästhetik. Gleich­zei­tig sollte die zentrale Botschaft sehr früh sichtbar werden: Die in­halt­li­che Aussage sollten Sie innerhalb der ersten drei Sekunden einführen und dem Hook in den ersten sechs Sekunden besondere Auf­merk­sam­keit geben.

Au­then­ti­zi­tät statt Hoch­glanz­wer­bung

Au­then­ti­zi­tät bedeutet nicht, dass ein Video im­pro­vi­siert oder qua­li­ta­tiv schlecht sein muss. Vielmehr sollte es so wirken, als würde eine echte Person aus ihrer eigenen Per­spek­ti­ve sprechen. Na­tür­li­che Sprache, typische Aufnahmen mit dem Smart­phone und kleine per­sön­li­che Be­ob­ach­tun­gen passen deshalb besser zum Format als auswendig gelernte Wer­be­sät­ze.

KI kann hier beim Schreiben helfen, sollte dem Creator aber nicht jedes einzelne Wort vor­schrei­ben. Ein gutes Briefing legt die Botschaft fest und lässt gleich­zei­tig genügend Freiraum für For­mu­lie­run­gen, Gestik und per­sön­li­che Aus­drucks­wei­se.

Problem und Lösung klar mit­ein­an­der verbinden

Ein einfaches Grund­prin­zip für ein UGC Script ist „Problem -> Lösung“. Zunächst wird eine Situation be­schrie­ben, die die Ziel­grup­pe kennt. An­schlie­ßend zeigt der Creator, wie das Produkt oder die Dienst­leis­tung dieses Problem lösen kann. Das Produkt erscheint dadurch nicht als abs­trak­tes Angebot, sondern als Antwort auf ein bereits ver­ständ­li­ches Bedürfnis.

Proof macht die Aussage glaub­wür­di­ger

Nach der Lösung sollte möglichst ein nach­voll­zieh­ba­rer Beleg folgen. Dieser Proof kann eine Pro­dukt­de­mons­tra­ti­on, eine echte Erfahrung, eine sichtbare Funktion oder eine über­prüf­ba­re Pro­duk­tei­gen­schaft sein. Gerade beim Einsatz von KI ist dieser Punkt wichtig. Das Sprach­mo­dell darf keine Kun­den­be­wer­tun­gen, Test­ergeb­nis­se oder Leis­tungs­ver­spre­chen erfinden, nur weil sie das Script über­zeu­gen­der machen würden. TikToks Wer­be­richt­li­ni­en un­ter­sa­gen ir­re­füh­ren­de oder über­trie­be­ne Aussagen über die Wirkung eines Produkts.

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Creator-Briefing: Was unbedingt enthalten sein sollte

Ein gutes Creator-Briefing gibt Ori­en­tie­rung, ohne den Creator zu einem mensch­li­chen Te­le­promp­ter zu machen. Ge­ne­ra­ti­ve KI eignet sich gut, um aus ver­streu­ten Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Ziel­grup­pen­da­ten und Kam­pa­gnen­zie­len eine ein­heit­li­che Creator Briefing-Vorlage zu erstellen.

TikTok bietet dafür mit TikTok One eine eigene Plattform für Creator-Kampagnen. Un­ter­neh­men können dort unter anderem Pro­jekt­de­tails und Vi­deo­an­for­de­run­gen hin­ter­le­gen, Creator auswählen, Videos prüfen und bei ent­spre­chen­der Au­to­ri­sie­rung sollen Creator-Posts auch als Spark Ads in den TikTok Ads Manager über­nom­men werden können.

Eine einfache Creator Briefing-Vorlage kann fol­gen­der­ma­ßen aufgebaut sein:

  1. De­fi­nie­ren Sie zuerst das Kam­pa­gnen­ziel. Der Creator sollte wissen, ob das Video bei­spiels­wei­se Auf­merk­sam­keit erzeugen, einen konkreten Pro­dukt­vor­teil erklären, Leads gewinnen oder Verkäufe un­ter­stüt­zen soll.
  2. Be­schrei­ben Sie die Persona möglichst konkret. Das Briefing sollte erklären, welches Problem oder Bedürfnis die Ziel­grup­pe hat und in welcher Situation das Produkt relevant wird.
  3. For­mu­lie­ren Sie eine Kern­bot­schaft. Zu viele gleich­wer­ti­ge Bot­schaf­ten machen ein kurzes TikTok-Video schnell un­über­sicht­lich.
  4. De­fi­nie­ren Sie die Must-haves. Dazu gehören bei­spiels­wei­se bestimmte Pro­duk­tei­gen­schaf­ten, eine ge­wünsch­te De­mons­tra­ti­on, ein Mar­ken­na­me oder ein konkreter Call-to-Action.
  5. Legen Sie die No-Gos fest. Hier sollten falsche oder nicht belegbare Ver­spre­chen, un­er­wünsch­te For­mu­lie­run­gen sowie rechtlich oder mar­ken­sei­tig pro­ble­ma­ti­sche Aussagen auf­ge­führt werden.
  6. Be­schrei­ben Sie die De­li­ver­a­bles eindeutig. Legen Sie fest, wie viele Videos benötigt werden, welche Varianten pro­du­ziert werden sollen und ob zu­sätz­lich Roh­ma­te­ri­al oder al­ter­na­ti­ve Hooks geliefert werden müssen.
  7. Klären Sie Nutzung und Freigabe. Wenn Creator-Inhalte später als Werbung ein­ge­setzt werden sollen, müssen auch die ent­spre­chen­den Nut­zungs­rech­te und Au­to­ri­sie­run­gen be­rück­sich­tigt werden. Bei Spark Ads können or­ga­ni­sche Posts von Creatorn mit deren Zu­stim­mung für Werbung genutzt werden.

KI kann an­schlie­ßend aus diesem Grund­brie­fing un­ter­schied­li­che Script-Ideen erzeugen. TikToks Symphony Creative Studio un­ter­stützt bei­spiels­wei­se die Ge­ne­rie­rung TikTok-op­ti­mier­ter Skripte sowie weiterer Creative-Elemente. Das Ergebnis sollte an­schlie­ßend immer anhand der tat­säch­li­chen Pro­duk­tei­gen­schaf­ten, Mar­ken­re­geln und Creator-Per­spek­ti­ve geprüft werden.

UGC Script: drei einfache Frame­works

Ein gutes UGC Script muss keinen kom­pli­zier­ten dra­ma­tur­gi­schen Aufbau besitzen. Für die meiste TikTok-Werbung reichen wenige klare Schritte: Auf­merk­sam­keit erzeugen, das Problem oder Thema einordnen, das Produkt zeigen und an­schlie­ßend eine Handlung vor­schla­gen.

Tes­ti­mo­ni­al: per­sön­li­che Erfahrung erzählen

Beim Tes­ti­mo­ni­al steht die Erfahrung des Creators im Mit­tel­punkt. Der Einstieg sollte eine konkrete Ver­än­de­rung oder Be­ob­ach­tung an­spre­chen.

Ein möglicher Aufbau lautet: „Ich habe lange nach einer Lösung für [Problem] gesucht. Dann habe ich [Produkt] aus­pro­biert. Besonders praktisch finde ich [konkreter Vorteil], weil [Grund]. Wenn Sie ebenfalls [Problem] kennen, können Sie sich [Produkt] genauer ansehen.“

Wichtig ist, dass ein Tes­ti­mo­ni­al tat­säch­lich auf einer echten Erfahrung basiert.

Demo: zeigen statt behaupten

Bei einer Pro­dukt­de­mo steht weniger die Meinung als die sichtbare Nutzung im Mit­tel­punkt. Das eignet sich besonders für Produkte, deren Funktion sich schnell de­mons­trie­ren lässt.

Das Script könnte bei­spiels­wei­se mit „So funk­tio­niert [Produkt] in wenigen Schritten“ beginnen. An­schlie­ßend zeigt der Creator die Anwendung und erklärt parallel, was passiert. Am Ende fasst er den wich­tigs­ten Vorteil zusammen und nennt den ge­wünsch­ten nächsten Schritt.

Der Proof entsteht hier direkt durch die De­mons­tra­ti­on. Zu­schaue­rin­nen und Zuschauer müssen die Funk­ti­ons­wei­se nicht aus­schließ­lich aufgrund einer Wer­be­aus­sa­ge glauben, sondern können sie im Video nach­voll­zie­hen.

Myth-Busting: eine Annahme infrage stellen

Beim so­ge­nann­ten Myth-Busting beginnt das Video mit einer ver­brei­te­ten Annahme: „Sie brauchen nicht unbedingt [gängige Annahme], um [Ziel] zu erreichen.“ An­schlie­ßend erklärt der Creator, weshalb diese Vor­stel­lung zu kurz greift, und de­mons­triert eine al­ter­na­ti­ve Lösung.

Dieses Framework eignet sich besonders, wenn ein Produkt einen un­ge­wohn­ten Ansatz verfolgt oder sich von einer ver­brei­te­ten Lösung un­ter­schei­det. Die Aussage sollte al­ler­dings sachlich bleiben. Ein pro­vo­kan­ter Hook ist hilfreich, solange daraus keine un­be­leg­ten Be­haup­tun­gen über das eigene oder kon­kur­rie­ren­de Produkte entstehen.

Varianten testen: Hook, Angle, Offer und Proof sys­te­ma­tisch verändern

KI macht es technisch sehr einfach, innerhalb weniger Minuten zehn oder zwanzig Versionen eines Scripts zu erstellen. Mehr Varianten bedeuten aber nicht au­to­ma­tisch bessere Er­kennt­nis­se. Wer Varianten testen möchte, sollte deshalb zunächst festlegen, welche Variable un­ter­sucht werden soll. Vier besonders hilf­rei­che Ebenen sind Hook, Angle, Offer und Proof:

  • Der Hook bestimmt den Einstieg in das Video.
  • Der Angle be­schreibt, aus welcher Per­spek­ti­ve das Produkt prä­sen­tiert wird.
  • Das Offer legt fest, welches Angebot be­zie­hungs­wei­se welcher nächste Schritt kom­mu­ni­ziert wird.
  • Der Proof be­ant­wor­tet schließ­lich die Frage, weshalb die Zuschauer die Aussage glauben sollten.

Eine einfache Test­ma­trix kann bei­spiels­wei­se so aussehen:

Variante Was wird verändert? Beispiel Was soll getestet werden?
A: Aus­gangs­ver­si­on Nichts Problem-Hook + Zeit­er­spar­nis + Stan­dard­an­ge­bot + Pro­dukt­de­mo Dient als Ver­gleichs­ba­sis.
B Hook Neu­gie­ri­ger Einstieg statt Problem-Einstieg Funk­tio­niert ein neu­gie­ri­ger Hook besser?
C Angle Komfort statt Zeit­er­spar­nis Welches Ver­kaufs­ar­gu­ment überzeugt stärker?
D Offer Al­ter­na­ti­ves Angebot statt Stan­dard­an­ge­bot Führt ein anderes Angebot häufiger zur ge­wünsch­ten Handlung?
E Proof Creator-Erfahrung statt Pro­dukt­de­mo Überzeugt per­sön­li­che Erfahrung stärker als eine De­mons­tra­ti­on?

Der Vorteil dieser Struktur besteht darin, dass sich jede Variante mit der Aus­gangs­ver­si­on ver­glei­chen lässt. Wenn gleich­zei­tig Hook, Sprecher, Angebot, Länge und Pro­dukt­dar­stel­lung geändert werden, wissen Sie hinterher zwar mög­li­cher­wei­se, welche Anzeige besser funk­tio­niert hat, aber nicht, warum.

Für die Pro­duk­ti­on kann ge­ne­ra­ti­ve KI viel Arbeit sparen. Aus einem funk­tio­nie­ren­den Grund­s­cript können Sie bei­spiels­wei­se fünf al­ter­na­ti­ve Hooks erstellen lassen, ohne den rest­li­chen Aufbau neu schreiben zu müssen. So wird KI zum Va­ri­an­ten­werk­zeug statt zum zu­fäl­li­gen Content-Generator.

A/B-Tests in TikTok Ads richtig einsetzen

Bei einem echten A/B-Test sollten möglichst nur die Faktoren verändert werden, die Sie tat­säch­lich un­ter­su­chen möchten. TikTok Ads Manager un­ter­stützt hierfür Split Tests und kann unter anderem Creatives, Targeting, Gebots- und Op­ti­mie­rungs­ein­stel­lun­gen sowie weitere Kam­pa­gnen­va­ria­blen ver­glei­chen. Dabei werden die Ziel­grup­pen getrennt, sodass die beiden Varianten nicht un­mit­tel­bar um dieselben Personen kon­kur­rie­ren.

Es ist sinnvoll, bereits vor dem Test eine Hypothese zu de­fi­nie­ren und deutlich von­ein­an­der un­ter­scheid­ba­re Varianten zu verwenden. Für Split Tests nennt die Plattform min­des­tens sieben Tage als emp­foh­le­nen Test­zeit­raum und empfiehlt eine ge­schätz­te sta­tis­ti­sche Test­star­ke von min­des­tens 80 Prozent. Der Test sollte während der Laufzeit möglichst nicht verändert werden.

Das ist ein wichtiger Un­ter­schied zwischen Creative Ex­plo­ra­ti­on und einem kon­trol­lier­ten A/B-Test. Sie können zunächst mehrere Hooks, Creator oder Angles aus­pro­bie­ren, um in­ter­es­san­te Kan­di­da­ten zu finden. Möchten Sie an­schlie­ßend zu­ver­läs­sig her­aus­fin­den, ob bei­spiels­wei­se Hook A oder Hook B besser funk­tio­niert, sollten die übrigen Be­din­gun­gen möglichst gleich bleiben.

Aus­wer­tung: Hy­po­the­sen und Learnings do­ku­men­tie­ren

Die ei­gent­li­che Op­ti­mie­rung beginnt erst nach dem Test. Statt lediglich „Anzeige B war besser“ fest­zu­hal­ten, sollten Sie do­ku­men­tie­ren, was Sie getestet haben, weshalb Sie mit einem Un­ter­schied gerechnet haben und welches Ergebnis tat­säch­lich ein­ge­tre­ten ist.

Eine einfache Do­ku­men­ta­ti­on kann so aussehen:

Feld Beispiel
Hypothese Ein pro­blem­ori­en­tier­ter Hook erzeugt mehr Interesse als ein all­ge­mei­ner Pro­dukt­ein­stieg.
Ver­än­der­te Variable Nur der Hook wurde geändert.
Kon­trol­lier­te Elemente Creator, Angle, Offer, Proof und CTA blieben gleich.
Primäre Kennzahl Die Kennzahl wird passend zum Kam­pa­gnen­ziel vor dem Test fest­ge­legt.
Ergebnis Variante B schnitt bei der vorher de­fi­nier­ten Ziel­kenn­zahl besser be­zie­hungs­wei­se schlech­ter ab.
Learning Der pro­blem­ori­en­tier­te Einstieg sollte in weiteren Creatives erneut getestet werden.
Nächster Test Der Gewinner-Hook wird mit einem zweiten Angle kom­bi­niert.

Wertvoll wird diese Datenbank vor allem nach mehreren Test­run­den. Dann können Sie erkennen, ob bei­spiels­wei­se bestimmte Hooks wie­der­holt funk­tio­nie­ren, welche Argumente bei Ihrer Ziel­grup­pe über­zeu­gen oder welche Art von Proof kaum einen Un­ter­schied macht. KI kann diese Er­geb­nis­se an­schlie­ßend zu­sam­men­fas­sen und daraus neue Hy­po­the­sen ableiten.

TikTok Ads KI: Was Sie zu­sätz­lich beachten sollten

TikTok hat seine eigenen KI-Werkzeuge deutlich ausgebaut. Symphony Creative Studio kann unter anderem Skripte, Captions sowie KI-ge­ne­rier­te Vi­deo­ele­men­te erzeugen. TikTok One verbindet Creator-Suche, Pro­duk­ti­on und Per­for­mance-Aus­wer­tung. Mit Creator AI Search für TikTok One können sich Creator darüber hinaus anhand natürlich for­mu­lier­ter Briefings suchen und vor­aus­wäh­len lassen.

KI-ge­ne­rier­ter Content bringt al­ler­dings zu­sätz­li­che Trans­pa­renz­an­for­de­run­gen mit sich. Nach den aktuellen TikTok-Wer­be­richt­li­ni­en müssen voll­stän­dig KI-ge­ne­rier­te oder we­sent­lich durch KI ver­än­der­te Bilder, Videos oder Audios ent­spre­chend ge­kenn­zeich­net werden. Für geeignete Non-Spark Ads stellt TikTok dafür im Ads Manager einen Schalter für die Kenn­zeich­nung von KI-ge­ne­rier­ten Inhalten bereit; für Spark Ads gelten die Regeln für or­ga­ni­sche TikTok-Inhalte. Nicht of­fen­ge­leg­te kenn­zeich­nungs­pflich­ti­ge KI-Inhalte können laut TikTok abgelehnt oder ein­ge­schränkt werden.

Hinweis

Zu­sätz­lich zu den TikTok-Regeln gelten die Trans­pa­renz­pflich­ten aus Art. 50 des EU AI Act. Besonders relevant für UGC-Ads sind KI-ge­ne­rier­te oder ma­ni­pu­lier­te Inhalte, die als Deepfakes gelten: Ihr KI-Ursprung muss of­fen­ge­legt werden. Für Anbieter ge­ne­ra­ti­ver KI-Systeme gelten zudem Vorgaben zur ma­schi­nen­les­ba­ren Kenn­zeich­nung syn­the­ti­scher Inhalte.

Für ein KI-ge­ne­rier­tes Script allein bedeutet das jedoch nicht au­to­ma­tisch, dass das fertige Video als syn­the­ti­scher Inhalt behandelt werden muss. Ent­schei­dend ist, ob Bild, Video oder Audio voll­stän­dig be­zie­hungs­wei­se we­sent­lich durch KI erzeugt oder verändert wurden.

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Fazit

TikTok Ads mit KI funk­tio­nie­ren am besten, wenn KI nicht die kreative Strategie ersetzt, sondern sie be­schleu­nigt. Ein klares Creator-Briefing definiert Ziel­grup­pe, Kern­bot­schaft, Must-haves und Grenzen. Darauf aufbauend lassen sich ver­schie­de­ne UGC Scripts sowie gezielte Hook-, Angle-, Offer- und Proof-Varianten erstellen.

Der ent­schei­den­de Schritt folgt danach: Testen Sie nicht möglichst viel gleich­zei­tig, sondern for­mu­lie­ren Sie Hy­po­the­sen, verändern Sie gezielt einzelne Faktoren und do­ku­men­tie­ren Sie die Er­geb­nis­se.

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