Wenn es darum geht, eine Content-Curation-Strategie um­zu­set­zen und passende Web­ar­ti­kel zu re­cher­chie­ren, haben die meisten Kuratoren zunächst genauso mit der Fülle an In­for­ma­tio­nen zu kämpfen wie jeder andere Nutzer auch. Damit die Mar­ke­ting­ex­per­ten aber möglichst effizient Inhalte sammeln, ver­ar­bei­ten und verteilen können, haben ver­schie­de­ne Anbieter in­zwi­schen spezielle Content-Curation-Tools ent­wi­ckelt.

Was müssen Content Curation Tools leisten?

Content-Curators müssen folgende drei Her­aus­for­de­run­gen meistern:

  1. Sie müssen In­ter­es­san­tes und Un­ter­halt­sa­mes aus einem un­über­sicht­li­chem Content-Angebot filtern
  2. die Or­ga­ni­sa­ti­on der ge­sam­mel­ten Inhalte leisten
  3. den ku­ra­tier­ten Content an­spre­chend prä­sen­tie­ren

Neu­ig­kei­ten und in­ter­es­san­te Artikel erreichen uns al­ler­dings auf vielen Kanälen: über Social Media, Blogs, News­let­ter, News-Seiten – und über die tra­di­tio­nel­len Medien wie Zeitungen, Radio und das Fernsehen. Doch niemand kann alle Outlets rund um die Uhr screenen. Tools, die eine gute Übersicht über die Masse an Inhalten bieten, können Content-Curators daher ent­schei­dend helfen. Und wenn man die re­le­van­ten Beiträge gefunden hat, was dann? Nicht alle davon sollten direkt an die Community geliefert werden – einige müssen zunächst kom­men­tiert oder anderen Beiträgen ge­gen­über­ge­stellt werden. Viele Content-Curation-Tools er­leich­tern auch diese Aufgabe. Ist ein in­ter­es­san­ter Beitrag aus­ge­wählt und be­ar­bei­tet worden, dann muss er nur noch die Crowd erreichen – auch dabei kann das richtige Tool helfen.

Doch nicht jeder Content-Curator benötigt Soft­ware­lö­sun­gen für jedes dieser Probleme. Deshalb sind die vor­ge­stell­ten An­wen­dun­gen auf un­ter­schied­li­che Be­dürf­nis­se zu­ge­schnit­ten. Unser Vergleich der Content-Curation-Tools zeigt, dass es für jeden Kurator das passende Werkzeug gibt.

Content-Curation-Tools zum Sichten und Sammeln

Bevor Sie Content ku­ra­tie­ren können, müssen Sie ihn zunächst einmal sichten und sammeln. In­zwi­schen gibt es mehrere hilf­rei­che Software- und Web­lö­sun­gen, die Sie dabei un­ter­stüt­zen.

Pocket

Wer es findet, darf es behalten: Der On­line­dienst Pocket macht das Sammeln von In­for­ma­tio­nen leichter. Damit sie nicht mehr verloren gehen, lassen sich Artikel, Fotos oder Videos ganz einfach in einer per­sön­li­chen digitalen Tasche ablegen. Das erspart die Zet­tel­wirt­schaft auf dem Schreib­tisch oder un­über­sicht­li­che Text­da­tei­en. Um das Speichern möglichst einfach zu gestalten, hat der Save-for-later-Service Er­wei­te­run­gen für die gängigen Browser ge­schaf­fen. Nutzer können über das Tool mit einem Klick die Webpage, auf der sie gerade surfen, ihrer Liste hin­zu­fü­gen. Für den Firefox-Browser ist diese Er­wei­te­rung in­zwi­schen vor­in­stal­liert. Zudem stellt Pocket noch Apps für Android, iOS und macOS zur Verfügung. Damit die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit anderen An­wen­dun­gen möglich ist, erlaubt das US-ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men un­ab­hän­gi­gen Ent­wick­lern die Er­stel­lung weiterer Schnitt­stel­len. Dadurch sind bereits über 60.000 Apps ent­stan­den – 400 davon findet man direkt auf der Website von Pocket. Diese lassen sich auch mit Diensten wie Twitter, Zapier, Zite oder Flipboard ver­knüp­fen.

Diese Grund­funk­tio­nen sind bereits in der kos­ten­lo­sen Ba­sis­ver­si­on von Pocket verfügbar. Für pro­fes­sio­nel­le Content-Curation ist aber vor allem die Pre­mi­um­va­ri­an­te in­ter­es­sant: Während Nutzer des Gra­tis­an­ge­bots nur Hy­per­links zu den Inhalten speichern können, haben Pre­mi­um­kun­den die Mög­lich­keit, richtige Kopien ab­zu­spei­chern. So ist auch nach einer Änderung oder gar dem Löschen des Web­con­tents noch eine un­ver­än­der­te Version in der eigenen Pocket List einsehbar. Darüber hinaus hilft Pocket Premium auch bei der Or­ga­ni­sa­ti­on der Inhalte. Gerade im pro­fes­sio­nel­len Bereich werden enorm viele Inhalte gesammelt. Die kos­ten­pflich­ti­ge Version bietet daher eine Voll­text­su­che, die sowohl das eigene Archiv als auch die Artikel der Pocket-Website durch­sucht. Noch in­ter­es­san­ter für das Verwalten von um­fang­rei­chen Listen ist die Pre­mi­um­funk­ti­on „Vor­ge­schla­ge­ne Tags“: Pocket ana­ly­siert, wie Nutzer ihre ge­spei­cher­ten Inhalte ka­te­go­ri­sie­ren, und schlägt selbst­stän­dig dazu passende Tags vor. Ein Nachteil des Dienstes ist die Tatsache, dass die Zu­sam­men­ar­beit von mehreren Nutzern an einer Liste nicht vor­ge­se­hen ist. So müssen Content-Curators entweder einen Account für alle Kollegen erstellen oder ge­sam­mel­te Inhalte jedes Mal an die ent­spre­chen­den Kollegen wei­ter­lei­ten.

Pro Contra
Schnelle & leichte Bedienung Team­ar­beit nicht möglich
Über­sicht­li­che Dar­stel­lung  
Hilfe bei der Ka­te­go­ri­sie­rung von Inhalten  
Sehr viele Schnitt­stel­len zu anderen An­wen­dun­gen  
Fazit

Pocket für sich genommen reicht nicht für pro­fes­sio­nel­les Content-Marketing aus. Dafür fehlen wichtige Funk­tio­nen – bei­spiels­wei­se, um den ge­sam­mel­ten Content auch zu ver­öf­fent­li­chen. Als Ergänzung zu weiteren Tools ist Pocket aber dank seiner einfachen Hand­ha­bung – ins­be­son­de­re aufgrund der Im­ple­men­tie­rung in Firefox – perfekt geeignet.

Feedly

Das kos­ten­lo­se Content-Curation-Tool Feedly ist im Gegensatz zu Pocket nicht in erster Linie für das Speichern von Inhalten gedacht, sondern soll dem Nutzer beim Lesen und Sichten von Content helfen. Über das Web-Interface oder eine mobile App können Nutzer Blogs und News-Outlets speichern und – statt auf den je­wei­li­gen Seiten – direkt in Feedly lesen. Al­ler­dings eignet sich das Tool nur zum Lesen von RSS- und Newsfeed (daher auch der Name Feedly).

Wenn man sich einen Artikel für später auf­be­wah­ren möchte, hat man die Mög­lich­keit, diesen zu markieren und einer extra Liste hin­zu­zu­fü­gen. Das Hin­zu­fü­gen von Feeds funk­tio­niert einfach: Der Dienst kennt bereits die größten Me­di­en­an­bie­ter und User können diese über eine Suchmaske finden. Wer auch un­be­kann­te­re Blogs seinen Quellen hin­zu­fü­gen möchte, kann die Adresse des ent­spre­chen­den RSS-Feeds manuell eintragen.

Die Anzeige der Beiträge läuft über zwei ver­schie­de­ne Wege: Es gibt zum einen die Mög­lich­keit, die Beiträge jeder Quelle einzeln zu be­trach­ten. Die Quellen lassen sich dabei in the­ma­ti­sche Kol­lek­tio­nen gliedern. Eine andere Variante ist es, sich die neuesten Artikel aller Outlets in der Ta­ges­an­sicht anzeigen zu lassen. Der Clou: Sind sie gelesen, ver­schwin­den die Beiträge aus dieser Ansicht. Erst seit kurzem hat Feedly die so­ge­nann­ten Boards ein­ge­führt. Mit ihnen lassen sich – ähnlich wie bei Pocket –Inhalte speichern. Auch solche, die man im Internet außerhalb von Feedly gefunden hat. Wie beim Mit­be­wer­ber hat man dafür Browser-Er­wei­te­run­gen zur Verfügung oder fügt sie per Hand ein.

Sein volles Potenzial zeigt Feedy aber erst, wenn man die kos­ten­pflich­ti­ge Variante nutzt. Während in der Gra­tis­ver­si­on die Anzahl an Quellen, Kol­lek­tio­nen und Boards be­schränkt ist, ist sie in der Pre­mi­um­va­ri­an­te un­be­grenzt. Ein sehr prak­ti­sches Feature ist auch der Keyword Alert. Mit dieser Funktion durch­sucht Feedly die Google News nach einem vom Nutzer ein­ge­stell­ten Keyword. Die News dazu er­schei­nen in einem extra Feed, be­zie­hungs­wei­se in der Ta­ges­an­sicht. Auch der Funk­ti­ons­um­fang der Boards ist in der kos­ten­pflich­ti­gen Variante größer: Die ge­spei­cher­ten Artikel lassen sich bei­spiels­wei­se auch mit An­mer­kun­gen und einem digitalen Text­mar­ker be­ar­bei­ten. Und was bei Pocket fehlt, das bietet Feedly: eine Team-Version. Diese etwas kost­spie­li­ge­re Variante erlaubt die Zu­sam­men­ar­beit an Boards sowie das ge­mein­sa­me Verfolgen von Quellen. Die Ver­knüp­fun­gen mit Zapier, Evernote, OneNote, Hootsuite und sogar dem Kon­kur­ren­ten Pocket runden das Angebot der Pro-Version ab.

Pro Contra
Leichte Benutzung Ist nur für das Sichten von Texten gedacht
Keyword Alerts  
An­mer­kun­gen und Text­mar­kie­run­gen in ge­spei­cher­ten Artikeln  
Zu­sam­men­ar­beit im Team  
Fazit

Feedly ist dann ein hilf­rei­ches Werkzeug, wenn man ohnehin weiß, welche Quellen man be­ob­ach­ten möchte. Artikel über das Tool ab­zu­spei­chern und zu be­ar­bei­ten, auch mit seinen Kollegen, kann die Content-Curation erheblich er­leich­tern. Da aber nur Text für den RSS-Reader in Frage kommt und die für virale Posts wichtigen Bilder und Videos nicht erfasst werden, ist Feedly allein nicht aus­rei­chend für über­zeu­gen­de Content-Curation.

Quora

Wer nicht fragt bleibt dumm! Quora basiert auf dem Prinzip, dass vor jeder Er­kennt­nis eine Frage steht. Während der Re­gis­trie­rung auf dem Frage-Antwort-Portal ent­schei­den Nutzer zunächst, für welche The­men­be­rei­che sie sich in­ter­es­sie­ren. Dazu steht eine Vielzahl an Vor­schlä­gen bereit. Im zweiten Schritt fragt der Dienst nach den eigenen Spe­zi­al­ge­bie­ten, also dem Ar­beits­feld oder Stu­di­en­ge­biet des Nutzers. Und damit ist die Re­gis­trie­rung auch schon ab­ge­schlos­sen. Nun kann man die Fragen durch­fors­ten, Antworten lesen und sich selbst als Experte be­tei­li­gen. Das ist das ei­gent­li­che Prinzip von Quora. Damit ist es nicht per se ein Content-Curation-Tool, es lässt sich aber wunderbar dafür einsetzen.

Für das Content-Marketing ist es wichtig, die In­ter­es­sen, Vorlieben und Be­dürf­nis­se der Ziel­grup­pe im Blick zu haben. Quora liefert hierfür einen sehr guten Ansatz: Was für Fragen stellt die Community innerhalb eines The­men­ge­biets? Das zu wissen, ist sowohl für Content-Curation als auch für das Erstellen von Unique Content hilfreich. Aber auch die Antworten auf Quora können für Content-Curation verwendet werden: Wie man es zum Beispiel von reddit kennt, werden die besten und pas­sends­ten Antworten nach oben gewählt, sodass sie direkt sichtbar sind. Findet der Content-Curator sie so über­zeu­gend, dass er sie mit seiner Community teilen möchte, kann er dies per Knopf­druck auf Facebook und Twitter oder über einen direkten Link.

Eine Be­son­der­heit des Dienstes ist, dass die Gründer (zwei ehemalige Mit­ar­bei­ter bei Facebook) zahl­rei­che Pro­mi­nen­te als Ant­wort­ge­ber für ihre Plattform gewinnen konnten: bei­spiels­wei­se den Schau­spie­ler Stephen Fry, den AOL-Gründer Steve Case, die Po­li­ti­ke­rin Hillary Clinton und viele andere Größen ihres Fachs. Selbst­ver­ständ­lich schadet es auch nicht, selbst Antworten zu liefern. Dadurch kann man sich selbst oder sein Un­ter­neh­men als Experten auf der Plattform eta­blie­ren. Darüber hinaus gibt es auch die Mög­lich­keit, einen eigenen Blog auf der Plattform zu führen.

Pro Contra
Einblick in die Gedanken der Ziel­grup­pe Ver­gleichs­wei­se kleine Community
Antworten von Experten Kom­mu­ni­ka­ti­on verläuft aus­schließ­lich auf Englisch
Relevanz der Antworten wird durch die Crowd bestimmt  
Fazit

Quora bietet einen sehr in­ter­es­san­ten Ansatz für Content-Marketing: Das Sichten von Fragen der an­ge­peil­ten Ziel­grup­pe gibt Auf­schlüs­se über deren In­ter­es­sen und Be­dürf­nis­se, die man auf andere Art nur schwer erhält. Ob die Nut­zer­ge­mein­schaft aber für deutsche Ziel­grup­pen re­prä­sen­ta­tiv ist, darf an­ge­zwei­felt werden: Die User stammen haupt­säch­lich aus den USA und Indien.

UpContent

Nicht jeder hat zu jedem Zeitpunkt den Überblick über sämtliche aktuellen Themen und Dis­kus­sio­nen, um or­dent­li­che Content-Curation zu betreiben. Dafür gibt es Content-Discovery-Tools. UpContent ist eines davon. Der Nutzer gibt im Tool bestimmte Such­de­tails vor: Nach welchen Wörtern soll gesucht werden? Welche Schlüs­sel­wör­ter müssen in den Inhalten vorkommen? Welche Keywords dürfen nicht in den Beiträgen auf­tau­chen? An­schlie­ßend durch­sucht UpContent mehrere Millionen News-Seiten und Blogs und prä­sen­tiert die in­ter­es­san­tes­ten Er­geb­nis­se. Wer nur News und keine Blog­bei­trä­ge angezeigt bekommen möchte, kann dies mit einem Klick ein­stel­len. Außerdem lässt sich der Zeitraum bestimmen, dem die Texte ent­stam­men sollen. Seit dem ver­gan­ge­nen Tag, einer Woche oder einem Monat. Ältere Artikel sortiert UpContent ohnehin aus. Hilfreich sind die Sor­tie­rungs­mög­lich­kei­ten: Sie können die Artikel nach Neuheit, Relevanz, Sh­area­bi­li­ty und Einfluss anordnen. Während die ersten beiden Faktoren noch recht selbst­er­klä­rend sind (Relevanz bezieht sich darauf, wie sehr das Ergebnis mit der Such­an­fra­ge über­ein­stimmt), bedürfen die anderen beiden der Er­läu­te­rung: Mit Sh­area­bi­li­ty be­zeich­net UpContent die Wahr­schein­lich­keit, dass der Content eine Aktion bei der Ziel­grup­pe auslöst (Teilen, Kom­men­tie­ren usw.). Dafür ana­ly­siert das Programm, ob Bilder im Artikel vorhanden sind oder bestimmte Wörter (Power Words) auf­tau­chen, die nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen über­durch­schnitt­lich oft Nutzer ak­ti­vie­ren. Der Einfluss hingegen re­sul­tiert aus den Ver­lin­kun­gen innerhalb der Such­ergeb­nis­se. Der Artikel mit dem größten Einfluss ist der, auf den die meisten anderen Artikel verweisen – also das Zentrum der Dis­kus­si­on.

Die Kern­funk­ti­on von UpContent ist es, Content zu finden. Um diesen dann auch teilen zu können, nutzt das Content-Curation-Tool ein anderes Tool: Buffer. Über eine Schnitt­stel­le lässt sich die Plattform mit dem Social-Media-Ma­nage­ment-Tool verbinden. So können Sie über Buffer Inhalte direkt aus UpContent in den Social Media posten. Arbeiten Sie lieber mit dem Social-Media-Ma­nage­ment-Tool Hootsuite, ist das auch kein Problem. Im Hilfe-Bereich von UpContent ist aus­führ­lich erklärt, wie sich auch dies Content-Discovery-Tool in­te­grie­ren lässt.

Auch UpContent bietet sowohl einen kos­ten­lo­sen als auch einen kos­ten­pflich­ti­gen Account – die Kern­funk­tio­nen sind bei beiden Angeboten dieselben. Pro­fes­sio­nel­le Content-Curators sollten al­ler­dings Geld für den Dienst ausgeben. Zum einen kann man dann statt einer, beliebig viele Such­an­fra­gen über­wa­chen. Zum anderen ver­zich­tet die Pro-Version von UpContent darauf, Ei­gen­wer­bung in den vom Nutzer geteilten Inhalten ein­zu­blen­den. Leider gibt es al­ler­dings bisher nur eine englische Version von UpContent, was sich auch auf die Such­ergeb­nis­se auswirkt. Wer trotzdem deutsche Inhalte angezeigt bekommen möchte, der sollte deutsche Wörter in die Such­an­fra­gen einbauen.

Pro Contra
Mehrere Millionen Quellen Deutsche Inhalte nur über Umwege er­reich­bar
Sor­tie­rung nach Sh­area­bi­li­ty & Influence Nur News und Blog­ar­ti­kel, keine anderen Inhalte
Sehr über­sicht­lich: alles in einer Ober­flä­che  
Fazit

UpContent ist ein nütz­li­ches Content-Curation-Tool und auch in der kos­ten­pflich­ti­gen Version ver­gleichs­wei­se günstig. Wer Content-Curation einsetzt, um seine sozialen Medien zu bespielen und dabei ohnehin auf Buffer oder Hootsuite setzt, kann mit UpContent sehr gute Er­geb­nis­se erzielen.

Werkzeuge für die Ver­öf­fent­li­chung

Wenn der richtige Inhalt für die Ziel­grup­pe gefunden ist, müssen Kuratoren ihn häufig kom­men­tie­ren, mit weiteren Infos an­rei­chern oder in be­stehen­den Content in­te­grie­ren, bevor sie ihn teilen. Wer das nicht von Hand machen möchte, kann auch hierfür auf hilf­rei­che Tools zu­rück­grei­fen.

Listly

Listen funk­tio­nie­ren sehr gut im Internet: Die größten Bauwerke der Welt, die süßesten Wel­pen­bil­der oder die besten Content-Curation-Tools im Vergleich. Mit Listly erzeugt man grafisch über­zeu­gen­de Bes­ten­lis­ten, die sowohl auf der Homepage des Anbieters, als auch auf der eigenen Seite angeboten werden. Der Clou bei Listly: Die Community arbeitet mit an der Liste. Nutzer können weitere Einträge vor­schla­gen oder die Anordnung der Liste be­ein­flus­sen, indem sie be­stimm­ten Beiträgen einen Daumen nach oben geben.

Nicht nur eigene Listen, auch die von anderen Nutzern können per Embed-Code in den eigenen Blog oder die per­sön­li­che Website eingefügt werden. Listly bietet hierfür einen Editor an: Man ent­schei­det also selber, wie die Liste er­schei­nen soll. So stehen neben der normalen Listen-Ansicht auch Slide­shows oder Gallerien zur Verfügung. Wer ein Premium-Abo ab­schließt, kann die Listen sogar noch weiter anpassen.

Prin­zi­pi­ell ist die Nutzung von Listly kostenlos. Wer aber mehr als eine Liste pro Woche und 10 Listen-Einträge am Tag zu­sam­men­stel­len möchte, muss sich für einen Pro-Account ent­schei­den. Neben den Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten der Liste stehen für zahlende Nutzer noch er­wei­ter­te Mo­de­ra­ti­ons­funk­tio­nen und die Mög­lich­keit, Affiliate-Links ein­zu­bau­en, zur Verfügung. Außerdem ist erst in der Premium-Version das Angebot komplett werbefrei. Zu­sätz­lich ist eine Team-Version verfügbar, bei der mehrere Mit­ar­bei­ter ein Konto be­ar­bei­ten können.

Listly lässt sich einfach über die Website des Her­stel­lers bedienen, hat aber auch weitere Zu­griffs­ar­ten im Angebot: Für iOS steht eine App bereit, für den Chrome-Browser gibt es eine Er­wei­te­rung und mit einem WordPress-Plugin baut man Listen sehr schnell in sein CMS ein.

Pro Contra
Grafisch an­spre­chen­de Listen Nur für die Er­stel­lung von Listen in­ter­es­sant
Embed-Code Geringes Content-Discovery
Community-Ein­bin­dung  
Plugins und Er­wei­te­run­gen  
Fazit

Auch wenn Listly Kuratoren nur gering beim Finden von Content un­ter­stützt, bietet die Website zahl­rei­che Ideen und fertige Inhalte zum Teilen. Besonders die Ein­bin­dung der Leser sowie die gra­fi­schen Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten machen Listly zu einem ein­zig­ar­ti­gen Content-Curation-Tool.

Paper.li

Bei dem oft als Twitter-Zeitung be­zeich­ne­ten Service Paper.li läuft fast alles voll­au­to­ma­tisch ab. Die Idee ist folgende: Nutzer geben einen Such­be­griff ein, legen Quellen fest und das System erstellt daraus jeden Tag eine neue „Zeitung“. Als Quellen können Sie die bekannten Social-Media-Kanäle oder die Genius-Quelle des Systems auswählen. Letzt­ge­nann­te schlägt selbst­stän­dig die ver­meint­lich besten Artikel zu dem Thema vor.

Den Namen Twit­ter­zei­tung hat Paper.li erhalten, weil der so­ge­nann­te Social-Media-Agent den täglich er­stell­ten Post eben auch au­to­ma­tisch über den Twitter-Account des Nutzers ver­brei­tet.

Wer diesen Webdienst für seine Content-Curation-Strategie einsetzen will, muss zwei Dinge beachten: Erstens sollte man auf eine kos­ten­pflich­ti­ge Version upgraden, denn die Funk­tio­nen der Ba­sis­va­ri­an­te sind bei weitem nicht aus­rei­chend. Ist der Nutzer dazu bereit, hat er einige wir­kungs­vol­le Features zur Verfügung: Der Social-Media-Agent lässt sich dann auch für Facebook und LinkedIn einsetzen und die Zeitung sich zudem via Embedded Code in einen Blog einbauen.

Zweitens sollte man auf die komplette Au­to­ma­ti­sie­rung besser ver­zich­ten. Für Content-Curation ist es wichtig, dass die Inhalte auch ver­nünf­tig gepflegt werden. Durch eine mehr oder weniger wahllos zu­sam­men­ge­stell­te Ta­ges­über­sicht werden Leser nicht überzeugt. Die vom System aus­ge­wähl­ten Artikel können al­ler­dings per Hand wieder entfernt werden. Zudem kann man selbst zur Tat schreiten und Artikel, die man im Internet gefunden hat, manuell einfügen. Jede Ausgabe der per­sön­li­chen Zeitung gibt bietet zudem die Mög­lich­keit, einen Kommentar hin­zu­zu­fü­gen. Nutzer der Pre­mi­um­ver­si­on können darüber hinaus das Er­schei­nungs­bild genauer den eigenen Vor­stel­lun­gen anpassen. So wird schließ­lich doch ein echtes Content-Curation-Tool aus der Twit­ter­zei­tung. 

Pro Contra
Voll­au­to­ma­ti­sie­rung möglich Für wir­kungs­vol­len Einsatz muss viel manuell ein­ge­rich­tet werden
Layout der Posts anpassbar Content kann nur in drei soziale Medien verteilt werden
Fazit

Paper.li kann vor allem für Anfänger ein guter Einstieg in die Content-Curation sein. Nutzer mit pro­fes­sio­nel­lem Hin­ter­grund sollten al­ler­dings auf die au­to­ma­ti­sier­ten Funk­tio­nen – und damit das Haupt­fea­ture des Tools – ver­zich­ten. Sie liefern Er­geb­nis­se, die höheren An­sprü­chen nur schwer­lich gerecht werden.

Sniply

Ein Problem, das viele Un­ter­neh­mer und Mar­ke­ting­ex­per­ten mit Content-Curation haben, ist, dass auf fremde Inhalte verlinkt wird, statt po­ten­zi­el­le Kunden auf die eigene Seite zu ziehen. Der Dienst Sniply reagiert auf diese Pro­ble­ma­tik. Die Plattform er­mög­licht ihren Nutzern, einen Call-to-Action-Button zu erzeugen, der im geteilten Inhalt auftaucht und auf die eigene Website verweist. Wie das funk­tio­niert? Zuerst erstellt der Content-Curator einen CTA-Button. Er kann dessen Aussehen anpassen (kleine Box oder breiter Footer), seine Website eintragen und einen passenden Text eingeben. Danach beginnt das ei­gent­li­che Ku­ra­tie­ren: Im über­sicht­li­chen Dashboard wird der ent­spre­chen­de Webinhalt eingefügt. Mit einem Klick erzeugt Sniply einen neuen Link. Wird nun dieser statt des ur­sprüng­li­chen Links in den sozialen Medien verteilt, erscheint bei Ansicht der ver­link­ten Webpage stets der zuvor ge­stal­te­te Button. Da er beim Scrollen mitläuft, verliert der Leser nie den Hinweis des Kurators aus dem Blickfeld. Damit das „Snippen“ möglichst einfach ist, stellt der Web­ser­vice Anwendern eine Brow­ser­er­wei­te­rung zur Verfügung. So lassen sich die er­stell­ten Links über Buffer oder Hootsuite und direkt über die Social-Media-Kanäle ver­brei­ten.

Nütz­li­ches Zu­satz­fea­ture: Sniply fungiert auch als Link-Shortener. Der vom Dienst neu aus­ge­ge­be­ne Snip (so nennt das Un­ter­neh­men die Hy­per­links) ist immer ein Shortlink im Format „snip.ly/…“. Manche Nutzer mögen solche Links al­ler­dings nicht, da sie ver­schlei­ern, auf welche Website der Klick führt. Deshalb kann man auch die eigene Domain verwenden. Dazu müssen al­ler­dings die Name-Server auf Sniply verweisen.

Der durch Sniply erzeugte Link hat noch weiteren Nutzen: Da die Wei­ter­lei­tung auf den ku­ra­tier­ten Inhalt immer über Sniply läuft, kann das Tool das Verhalten der Ziel­grup­pe ana­ly­sie­ren. In den Sniply Analytics werden Daten wie Klicks, Con­ver­si­ons (also wie viele Besucher dem CTA-Button gefolgt sind), Zeit auf der Website oder die Bounce-Rate erfasst. Wer noch mehr In­for­ma­tio­nen haben möchte, kann über Custom Scripts auch weitere Analyse-Tools ver­knüp­fen, bei­spiels­wei­se Google Analytics. Das perfekte Mar­ke­ting­werk­zeug, um die Sta­tis­ti­ken zu ver­bes­sern, ist der A/B-Test. Man hin­ter­legt dann ver­schie­de­ne Button-Varianten zum gleichen Link. Das System spielt im Ro­ta­ti­ons­prin­zip die ver­schie­de­nen Versionen au­to­ma­tisch aus und ana­ly­siert, welche die besten Er­geb­nis­se erzielt. Das ist aber nur über die kos­ten­pflich­ti­ge Variante möglich. Weitere Vorteile der ver­schie­de­nen Pre­mi­um­va­ri­an­ten: Der Hinweis auf Sniply ver­schwin­det im CTA-Button, es können mehre Marken verwaltet werden und die Zu­sam­men­ar­beit im Team ist möglich. Auch die Nutzung der eigenen Domain als Link ist kos­ten­pflich­tig.

Pro Contra
Verweis auf eigene Website durch CTA-Button Kein Content-Discovery
Link-Shortener Ver­schlei­ert in der kos­ten­frei­en Version die Ur­he­be­r­adres­se
Analyse des Nut­zer­ver­hal­tens  
Team­ar­beit  
A/B-Tests  
Fazit

Sniply liefert gleich zwei für Content-Curation wichtige Features: Zum einen wird mit den CTA-Button der Traffic auf die eigene Seite gelenkt. Zum anderen liefern die Ana­lay­se­mög­lich­kei­ten und der A/B-Test wichtige Sta­tis­ti­ken, die das Content-Marketing er­leich­tern.

Triberr

Mit Triberr findet man zu jedem Thema die richtigen An­sprech­part­ner. Und bei der Ziel­grup­pe populäre Personen – so­ge­nann­te In­fluen­cer – können die Reich­wei­te der ku­ra­tier­ten Beiträge erheblich erhöhen, wenn sie die ku­ra­tier­ten Beiträge teilen.

Die Anmeldung läuft denkbar einfach über Schnitt­stel­len zu den eigenen Social-Media-Accounts: Twitter, Facebook und LinkedIn stehen zur Auswahl. Im Anschluss können Nutzer Tribes, also In­ter­es­sen­ge­mein­schaf­ten, beitreten. Innerhalb einer Sparte (zum Beispiel „Design“ oder „Podcasts“) gibt es al­ler­dings immer mehrere Tribes mit un­ter­schied­li­chen Aus­rich­tun­gen. Um den Überblick etwas zu ver­ein­fa­chen, kann man sich auf Wunsch nur Stämme mit einer be­stimm­ten Min­destreich­wei­te (errechnet aus den ge­sam­mel­ten Twitter-Followern der Mit­glie­der) oder einer Min­dest­an­zahl an Mit­glie­dern anzeigen lassen. Bevor Nutzer aber selbst Mit­glie­der werden können, müssen sie zunächst „einfache“ Follower sein. Erst im Anschluss kann der Chief, also der Grup­pen­er­stel­ler, den Follower zum Member befördern – sofern er denn möchte. Damit wird die Qualität der Beiträge in den Tribes si­cher­ge­stellt.

Tribes eignen sich nicht nur dazu, In­fluen­cer ken­nen­zu­ler­nen, sondern bieten auch die Chance, Content zu ver­brei­ten. Beiträge er­schei­nen im Stream jedes Tribe-Mitglieds. Zu­sätz­lich können Sie eigene Beiträge auch in den Social-Media-Kanälen teilen. Aber eben auch – und das macht es für Content-Curation in­ter­es­sant – die Beiträge anderer Tribe-Mit­glie­der. Wer von den Inhalten eines Tri­bes­ma­tes besonders be­geis­tert ist, kann diesen sogar auf Auto-Share schalten und somit jeden Beitrag au­to­ma­tisch an die eigenen Social-Media-Follower wei­ter­lei­ten. Über Content-Curation und Content-Marketing hinaus ist Triberr vor allem fürs In­fluen­cer-Marketing in­ter­es­sant. Marketer können über die Plattform Kampagnen erstellen, denen Blogger beitreten können, um dann über die Marke zu schreiben. Die passenden In­fluen­cer findet man durch einen Se­lek­ti­ons­al­go­rith­mus. Auch die Ver­trags­an­ge­le­gen­hei­ten und die Bezahlung der In­fluen­cer können Sie über Triberr abwickeln. Der Dienst funk­tio­niert prin­zi­pi­ell voll­kom­men kostenlos. Die beiden Varianten Lite und Prime Mem­ber­ship bieten die gleichen Features, nur ihr Umfang wird jeweils erhöht: Mit der Premium-Variante können Sie mehr und größere Tribes erstellen, mehr Blogs und Social-Media-Accounts mit dem eigenen Profil verbinden und mehr Posts im­por­tie­ren. 

Pro Contra
Kom­bi­na­ti­on aus Content-Discovery und CMS We­sent­li­che Funk­tio­nen erst in der kos­ten­pflich­ti­gen Version enthalten
Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten  
News­let­ter-Er­stel­lung  
Soziales Netzwerk  
Fazit

Ähnlich wie Quora bietet Triberr einen in­no­va­ti­ven Zugang, um neuen Content zu entdecken. Dass darüber hinaus eigener Content ver­brei­tet werden kann (mit teils sehr hoher Reich­wei­te), ist für Content-Marketer überaus reizvoll. Al­ler­dings vermisst man gute Pu­bli­shing-Funk­tio­nen oder An­bin­dun­gen an ent­spre­chen­de An­wen­dun­gen.

Die Al­les­kön­ner unter den Content-Curation-Tools

Für Content-Marketing-Experten, die sich tag­täg­lich mit Content-Curation befassen, ist es oft zu um­ständ­lich, mit mehreren Tools gleich­zei­tig zu hantieren. Deshalb versuchen einige An­wen­dun­gen, allen An­for­de­run­gen gerecht zu werden.

Scoop.it

Mit Scoop.it betritt man das Feld der All-in-one-Lösungen. Der Dienst bietet sowohl Content-Discovery als auch Mög­lich­kei­ten (ku­ra­tier­ten) Content zu ver­öf­fent­li­chen. Die Ein­rich­tung ist recht einfach und ähnelt der anderer Content-Curation-Tools: In­ter­es­sen­fel­der bestimmen und schon kann das Ku­ra­tie­ren losgehen. Jeder Nutzer legt Topics an, die als the­men­spe­zi­fi­sche Boards fungieren, auf denen gesammelt wird, die gleich­zei­tig aber auch zu einer Art Blog auf der Plattform werden. Dessen Design lässt sich viel­fäl­tig anpassen – auch die Be­ar­bei­tung über HTML und CSS ist möglich. Die Inhalte lassen sich aber auch in die eigene Website oder einen WordPress-Blog in­te­grie­ren. Scoop.it hat sogar daran gedacht, dass in diesem Fall das ku­ra­tier­te Topic auf der Plattform nicht mehr für die Öf­fent­lich­keit und Such­ma­schi­nen sichtbar ist, damit Google die Seiten nicht als Duplicate Content wertet und im Such­ma­schi­nen-Ranking abstraft. Wie gewohnt lassen sich die einzelnen Scoops – so heißen die Inhalte, die man ku­ra­tie­ren möchte – über soziale Kanäle verteilen. Eine Ver­knüp­fung mit Buffer ist ebenfalls möglich. Ein prak­ti­sches Feature ist auch, dass Scoops vor­aus­ge­plant werden können.

Das Verbinden mit den eigenen Social-Media-Accounts ist aber nicht nur zum Verteilen der Inhalte sinnvoll, sondern auch, um Content zu sichten. Scoop.it funk­tio­niert quasi als ab­ge­speck­tes Social Network, denn es ist möglich, den ku­ra­tier­ten Topics zu folgen und so die eigenen Lieb­lings­ku­ra­to­ren immer im Blick zu behalten. Darüber hinaus bietet Scoop.it für jedes Topic in­for­ma­ti­ve Analysen. Wer seine ge­sam­mel­ten Scoops für das News­let­ter-Marketing verwenden möchte, findet auch dafür einen Bereich. Auch im News­let­ter-Bereich lässt sich das Design verändern.

Für die pro­fes­sio­nel­le Content-Curation eignet sich al­ler­dings nur die kos­ten­pflich­ti­ge Business-Variante, da erst sie die In­te­gra­ti­on in be­stehen­de Websites möglich.

Pro Contra
Kom­bi­na­ti­on aus Content-Discovery und CMS We­sent­li­che Funk­tio­nen erst in der kos­ten­pflich­ti­gen Version enthalten
Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten  
News­let­ter-Er­stel­lung  
Teamwork  
Soziales Netzwerk  
Fazit

Mit Scoop.it hat man alles, was man für Content-Curation braucht: Das System schlägt gute Inhalte vor und liefert ein leis­tungs­star­kes CMS. Da gemeinsam an einem Topic ge­ar­bei­tet werden kann, ist der Service auch für Mar­ke­ting­teams geeignet. Zwar sind wichtige Features erst in der kos­ten­pflich­ti­gen Version verfügbar, die ist im Vergleich zur Kon­kur­renz al­ler­dings ver­hält­nis­mä­ßig günstig.

Curata

Das Flagg­schiff der kos­ten­pflich­ti­gen Content-Curation-Tools ist die Content-Curation-Software von Curata. Wie der Kon­kur­rent Scoop.it bietet auch dieses Tool den Kunden eine All-in-one-Lösung. Curata setzt dabei vor allem auf Machine-Learning-Fä­hig­kei­ten. Wie andere Content-Discovery-Tools schlägt Curata zum gewählten In­ter­es­sen­ge­biet Inhalte vor. Dafür werden mehrere Hun­dert­tau­send Quellen durch­sucht. Durch die Benutzung der Software lernt das System aber dazu: Die prä­sen­tier­ten Beiträge ori­en­tie­ren sich daran, was der Nutzer in der Ver­gan­gen­heit für sinnvoll und relevant hielt – so berechnet das System den so­ge­nann­ten „Relevance Score“.Das Programm nimmt seinen Usern aber noch mehr Arbeit ab: Es ka­te­go­ri­siert die Inhalte au­to­ma­tisch. Somit kann der Kurator mit wenig Aufwand die ge­sam­mel­ten Artikel, Fotos oder Videos verwalten. Ver­nünf­ti­ge Content-Curation endet aber nicht mit dem Ansammeln und Wei­ter­schi­cken von Inhalten: Das Angebot von Curata umfasst auch einen Text­edi­tor, der es erlaubt, dem ku­ra­tier­ten Content auch eigenen hin­zu­zu­fü­gen. Damit der Inhalt zu­sätz­lich auf­ge­peppt wird, liefert Curata zudem passende, li­zenz­freie Bilder. Ver­öf­fent­li­chen kann man die Beträge zum einen auf der in­te­grier­ten HTML5-Site, die vom System be­reit­ge­stellt wird. Für pro­fes­sio­nel­les Marketing reicht das aber nicht aus, weshalb Schnitt­stel­len zu ver­schie­de­nen CMS (WordPress, Joomla, Drupal etc.) und Marketing-Platt­for­men (MailChimp, Hubspot, Marketo etc.) be­reit­ste­hen. Natürlich gehört auch das Teilen in sozialen Medien zum Angebot.

Curata wendet sich in erster Linie an große Firmen – so arbeiten bei­spiels­wei­se IBM und Dell mit der Software. Das ist auch der Grund, warum mit dem Programm mehrere Nutzer parallel an einem Projekt arbeiten können: sehr wichtig für größere Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen. Dem­entspre­chend gibt es jedoch keine kos­ten­lo­se Version des Tools für Ein­zel­an­wen­der. Zu­sätz­lich zur Content-Curation-Software stellt der Anbieter auch eine Content-Marketing-Plattform zur Verfügung. Damit lässt sich Content besser planen, pro­du­zie­ren und der Kampagnen-Erfolg ana­ly­sie­ren.

Pro Contra
Machine-Learning Hoher Preis
Au­to­ma­ti­sche Ka­te­go­ri­sie­rung  
Sehr viele Quellen für Content-Discovery  
Gutes CMS  
Li­zenz­freie Bilder  
Fazit

Curata ist eine pro­fes­sio­nel­le Lösung für die Content-Curation. Ins­be­son­de­re die Machine-Learning-Al­go­rith­men sind bisher ein­zig­ar­tig in diesem Bereich. Das kostet al­ler­dings auch: Zwar sind keine Preise auf der Website einsehbar (jede Firma muss ein Angebot einzeln anfordern), es ist aber an­zu­neh­men, dass sie bei mehreren Hundert Dollar im Monat liegen. Das macht die Software wirklich nur für große Un­ter­neh­men sinnvoll.

Content Curation Tools im Vergleich

Bereits für Kuratoren mit kleinem Budget gibt es Content-Curation-Tools, die die Arbeit einfacher gestalten. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollte man sich al­ler­dings fragen, was man wirklich benötigt. Wer bereits mit Diensten im Bereich Social-Media-Ma­nage­ment und CMS arbeitet, ist nicht wirklich auf eine All-in-one-Lösung an­ge­wie­sen. Schon hilf­rei­che Werkzeuge wie Pocket und Feedly in Kom­bi­na­ti­on mit einem Content-Discovery-Tool wie UpContent können einen großen Effekt erzielen. Auch wenn man sich für um­fang­rei­che­re An­wen­dun­gen ent­schei­det, lohnt sich mitunter ein Blick auf Quora oder Triberr. Deren in­no­va­ti­ven Ansätze liefern Input, den man sonst nirgends findet.

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Feedly x x
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UpContent x x
Listly () x
Paper.li x
Sniply x x ()
Triberr x
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