Auch wenn Google seine Vor­macht­stel­lung im Such­ma­schi­nen­be­reich und On­line­mar­ke­ting immer weiter ausbaut, ist man als Website-Betreiber längst nicht un­aus­weich­lich an das Un­ter­neh­men aus Mountain View gebunden. Selbst für Google Analytics, das vielen als al­ter­na­tiv­lo­ses Pflicht­pro­gramm gilt, stehen zahl­rei­che eben­bür­ti­ge Al­ter­na­ti­ven zu Verfügung. Denn eines ist klar: Ein pro­fes­sio­nel­les Web­ana­ly­se-Tool, das der Op­ti­mie­rung der eigenen Website und der Be­ob­ach­tung aller re­le­van­ten Kenn­zah­len dient, braucht jeder Webmaster. Wir stellen Ihnen einige gute Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ven vor und be­leuch­ten diese hin­sicht­lich Be­dien­bar­keit, Kosten, Funk­ti­ons­um­fang und natürlich Da­ten­schutz.

Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ven im Vergleich

Anbieter Preis Vorteile Nachteile Da­ten­schutz
Matomo kostenlos Open Source, Da­ten­schutz, viele Er­wei­te­run­gen Komplexer Aufbau +++
etracker Analytics ab ca. 20 Euro mtl. Ser­ver­stand­ort in Deutsch­land, gute Usability Voller Funk­ti­ons­um­fang erst bei Pro- und En­ter­pri­se-Paketen +++
econda In­di­vi­du­el­le Preise auf Anfrage Speziell für den E-Commerce ent­wi­ckelt, Da­ten­schutz­kon­form Kein Freemium-Angebot für kleine Seiten +++
Open Web Analytics Kostenlos Open-Source-Lösung, prak­ti­sche Zu­satz­funk­tio­nen wie z. B. Heatmaps Support und Wei­ter­ent­wick­lung un­zu­ver­läs­sig, schlechte Per­for­mance +++
Clicky Kostenlos für bis zu 3.000 Sei­ten­auf­ru­fe täglich, darüber hin­aus­ge­hend ab ca. 10 Euro mtl. De­tail­rei­che Echt­zeit­ana­ly­se, einfaches und über­sicht­li­ches Dashboard Ein­ge­schränk­te Funk­tio­nen im kos­ten­lo­sen Paket +
Mixpanel Freemium-Modell, größere Seiten ab ca. 100 US-Dollar mtl. Viele Funk­tio­nen, au­to­ma­ti­sche Da­ten­ab­fra­ge, hoch­wer­ti­ges Interface Außerhalb des Freemium-Modells kos­ten­in­ten­si­ve Lösung, Ser­ver­stand­ort in den USA +
Piwik Pro Kos­ten­pflich­tig, Preis auf Anfrage Hosting auf eigenen Servern möglich, Consent-Manager, Diverse Customer-Journey-Features Keine kos­ten­freie Ba­sis­ver­si­on verfügbar +++
Chartbeat Kos­ten­freie Testphase, danach ab ca. 10 US-Dollar mtl. De­tail­lier­te Echt­zeit­ana­ly­se, Social-Media-In­te­gra­ti­on Ser­ver­stand­ort in den USA +
Adobe Analytics Kos­ten­pflich­tig, Preis nur auf Anfrage Riesiger Funk­ti­ons­um­fang, Ver­knüp­fung mit Marketing-Cloud und zahl­rei­chen anderen Bereichen möglich Kost­spie­lig, in­trans­pa­ren­tes Preis­mo­dell ++
In­spect­let Kostenlos für bis zu 1.000 Sitzungen und A/B-Test-Views mtl. Er­gän­zen­des Tool, Be­su­cher­ori­en­tier­te Web­ana­ly­se Keine voll­wer­ti­ge Google-Analytics- Al­ter­na­ti­ve +
Stat­Coun­ter Kostenlos für bis zu 500 Sei­ten­auf­ru­fen im Monat Groß­zü­gi­ger Freemium-Account Be­nut­zer­ober­flä­che wenig intuitiv und un­at­trak­tiv +

Matomo

Matomo (ehemals Piwik) ist nach Google Analytics hier­zu­lan­de die meist­ver­wen­de­te Web­ana­ly­se-Lösung. Matomo ist ein Open-Source-Projekt und steht auf der of­fi­zi­el­len Homepage zum kos­ten­lo­sen Download bereit. Der große Vorteil gegenüber der Google-Lösung, ins­be­son­de­re was den Da­ten­schutz betrifft: Man speichert sämtliche Daten von Matomo bei Bedarf auf eigenen Servern. Das Programm wird damit ei­gen­stän­dig gehostet, es ist eine voll­stän­di­ge Kontrolle der Daten möglich.

Der Funk­ti­ons­um­fang von Matomo ähnelt dem von Google Analytics, al­ler­dings muss man in manchen Bereichen Abstriche machen. So fehlt bei­spiels­wei­se eine Import-Funk­tio­nen für Berichte, wie sie Analytics bietet. Doch ein freier Pro­gramm­code bedeutet meist auch viele Er­wei­te­run­gen und Plug-ins, ent­wi­ckelt von der Community – das ist auch bei Matomo der Fall. Deshalb kann man viele der im Basis-Paket fehlenden Funk­tio­nen durch Plug-ins nach­rüs­ten. Aufgrund der komplexen Kon­fi­gu­ra­ti­ons- und Er­wei­te­rungs­mög­lich­kei­ten wirkt das Programm al­ler­dings auf viele Nutzer etwas un­über­sicht­lich und die Me­nü­füh­rung ist nicht unbedingt intuitiv ver­ständ­lich.

Wie bei Google Analytics muss man auch bei Matomo einen Tracking-Code in seine Website einbauen, um später die Sta­tis­ti­ken abrufen zu können. Es steht ein spe­zi­el­les Kampagnen- und Ziel­track­ing für den E-Commerce zur Verfügung.

Vorteile Nachteile
Da­ten­schutz (Daten auf eigene Servern) Komplexe Kon­fi­gu­ra­ti­on
Open-Source-Lösung Un­struk­tu­rier­te Me­nü­füh­rung
Er­wei­ter­bar mit Plug-ins

etracker Analytics

Der deutsche Anbieter für Tracking-Software etracker Analytics bietet seinen Nutzern ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten des Web-Con­trol­lings und Tar­ge­tings. Zu den Basic-Funk­tio­nen gehören Live-Tracking, Klickpfad-Analyse und die Aus­wer­tung von Nut­zer­sta­tis­ti­ken. Der darüber hin­aus­ge­hen­de Funk­ti­ons­um­fang ist vom gewählten Paket abhängig. Das Basic-Paket gibt es ab ca. 20 Euro im Monat, das Pro-Paket für monatlich rund 50 Euro, den Preis für das En­ter­pri­se-Paket erhält man auf Anfrage. Die größeren Pakete bieten Zu­satz­fea­tures wie UX Analytics, App Analytics und den Zugriff auf die Rohdaten. Zudem gibt es prak­ti­sche Funk­tio­nen wie Maus­track­ing oder eine Zu­frie­den­heits­ana­ly­se, die man bei anderen Tools nicht findet.

Laut eigenen Angaben ist etracker Analytics gänzlich da­ten­schutz­kon­form (gemäß EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung). Der Anbieter ver­si­chert, dass Daten intern nicht wei­ter­ver­ar­bei­tet werden. Die Ser­ver­stand­or­te liegen aus­schließ­lich in Deutsch­land.

Vorteile Nachteile
Über­sicht­li­ches Interface, intuitiv zu bedienen Kos­ten­pflich­tig
Rohdaten-Export möglich Viele Features erst mit Pro- oder En­ter­pri­se-Paketen verfügbar
Da­ten­spei­che­rung in Deutsch­land

econda

Das Tool econda bietet eine spe­zia­li­sier­te Traffic-Analyse für On­line­shops und ist damit eine besonders in­ter­es­san­te Lösung für den E-Commerce. Nach eigenen Angaben ist econda hier­zu­lan­de die meist­ge­nutz­te kom­mer­zi­el­le Web­ana­ly­se-Lösung unter den Top-100-Ver­sand­händ­lern. Neben dem Shop-Monitor bietet econda auch eine Traffic-Analyse von anderen Web­an­ge­bo­ten über den Site-Monitor. Das Herzstück des Tools ist die da­ten­ge­trie­be­ne E-Commerce- und Content-Suite. Als deutscher Anbieter mit Ser­ver­stand­ort in Deutsch­land erfüllt diese Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve alle An­for­de­run­gen des strengen deutschen Da­ten­schutz­rechts – ein großes Plus gegenüber dem ame­ri­ka­ni­schen Bran­chen­füh­rer. Doch das hat seinen Preis: Für econda ist leider keine kos­ten­lo­se Version verfügbar, in­di­vi­du­el­le Pa­ket­prei­se gibt es auf Anfrage.

Vorteile Nachteile
Da­ten­schutz­kon­form Kos­ten­pflich­tig
Lösung speziell für den E-Commerce

Open Web Analytics

Neben Matomo gibt es noch eine weitere Open-Source-Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics: Open Web Analytics. Der Aufbau und das Layout gleichen stark dem von Google und auch der Funk­ti­ons­um­fang ist sehr ähnlich. Es gibt eine in­te­grier­te Heatmap-Funktion: Anhand der Maus­klicks können Website-Betreiber auf der Map nach­voll­zie­hen, wie die User auf die Ge­stal­tung der Seite oder Landing­pa­ge reagieren und sich verhalten. Man kann außerdem E-Commerce-Ziele de­fi­nie­ren und spezielle Sta­tis­ti­ken zur Benutzung, der Site-Con­ver­si­on und zu be­nut­zer­de­fi­nier­ten Er­eig­nis­sen abrufen.

Open Web Analytics steht kostenlos zur Verfügung, zudem gibt es keine Limits bei Da­ten­sät­zen und hin­sicht­lich der Anzahl der Websites. Was die Per­for­mance der Anwendung betrifft, ist Matomo al­ler­dings die bessere Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve. Weitere Nachteile sind ganz klar die un­zu­ver­läs­si­gen Fort­schrit­te der Wei­ter­ent­wick­lung. Updates gibt es nur selten und un­re­gel­mä­ßig.

Vorteile Nachteile
Kostenlos Schlech­te­re Per­for­mance
Heatmap-Funktion Schlep­pen­de Wei­ter­ent­wick­lung
Un­re­gel­mä­ßi­ge Updates

Clicky

Eine weitere kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics ist Clicky. Mit einem kos­ten­lo­sen Account stehen Nutzern all­ge­mei­ne Analyse- und Track­ing­funk­tio­nen zur Verfügung (Be­gren­zung auf 3.000 Sei­ten­an­sich­ten pro Tag). Die Analyse von Echt­zeit­da­ten ist im in­di­vi­du­ell an­pass­ba­ren Dashboard schnell und einfach möglich. Ein API-Zugang für den Abruf der Daten in eigenen Ap­pli­ka­tio­nen steht ebenfalls zur Verfügung. In der Ba­sis­ver­si­on überzeugt Clicky durch seinen einfachen Aufbau: Die wich­tigs­ten Funk­tio­nen sind direkt einsehbar. Wer einen größeren Funk­ti­ons­um­fang will, muss al­ler­dings zahlen. Es gibt einige Premium-Funk­tio­nen, die nur gegen eine Gebühr verfügbar sind, u. a. eine Heatmap, Split-Tests oder Uptime-Mo­ni­to­ring (erst ab Pro Plus). Auch der Da­ten­ex­port ist erst möglich, wenn man eine mo­nat­li­che Gebühr von knapp 10 Euro ent­rich­tet und das Pro-Abon­ne­ment ab­schließt.

Vorteile Nachteile
Einfaches und über­sicht­li­ches Dashboard Be­grenz­ter Funk­ti­ons­um­fang der kos­ten­lo­sen Version
Gute kos­ten­lo­se Lösung für kleine Seiten Keine Gra­tis­ver­si­on für Seiten mit mehr als 3.000 Sei­ten­auf­ru­fen täglich
De­tail­rei­che Echt­zeit­ana­ly­se

Mixpanel

Mehr als nur einfaches Web­track­ing bekommt man als Kunde von Mixpanel. Das Tool bietet neben um­fang­rei­cher Echt­zeit­ana­ly­se eine sehr de­tail­lier­te Customer-Journey-Analyse, die es erlaubt, den Op­ti­mie­rungs­be­darf einer Website bis ins letzte Detail auf­zu­schlüs­seln. Webmaster können das Programm ebenso für Websites nutzen wie für Mo­bil­sei­ten und Apps. Eine prak­ti­sche Da­ten­seg­men­tie­rungs-Funktion reduziert die kom­pli­zier­te Aus­wer­tung, indem man Daten in Bezug auf bestimmte Fragen au­to­ma­tisch auswertet.

Der Ser­ver­stand­ort liegt in den USA. Mixpanel ist aber Mitglied des so­ge­nann­ten EU-US Privacy Shield, das den Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten regelt, die aus einem EU-Mit­glieds­staat in die USA über­tra­gen werden.

Mixpanel eignet sich als leis­tungs­star­ke Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve für sehr große Web­pro­jek­te mit großer Reich­wei­te. Bekannte Kunden sind u. a. Airbnb, Spotify und Uber. Es bietet neben dem riesigen Funk­ti­ons­um­fang auch ein hoch­wer­ti­ges Interface. Es gibt zudem einen kos­ten­frei­en Account für kleinere Web­pro­jek­te: Das Freemium-Modell ist ent­gelt­frei für Websites bis zu einem Da­ten­vo­lu­men von fünf Millionen „Data-Points“ im Monat (1 Data-Point = 1 View, Download etc.). Al­ler­dings ist der Funk­ti­ons­um­fang bei dieser kos­ten­frei­en Variante deutlich ein­ge­schränkt (unter anderem die Anzahl möglicher Nutzer und Projekte). Bei größerem Aufkommen beginnen die Pa­ket­kos­ten bei ca. 100 US-Dollar im Monat.

Vorteile Nachteile
Riesiger Funk­ti­ons­um­fang Ser­ver­stand­ort in den USA
Au­to­ma­ti­sche Da­ten­ab­fra­ge möglich Kos­ten­freie Ausgabe stark ein­ge­schränkt
Hoch­wer­ti­ges Interface
Kostenlos für kleinere Projekte

Piwik PRO

Die Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve Piwik PRO ist nicht etwa ein al­ter­na­ti­ver Piwik-Nach­fol­ger – bei dem 2013 ver­öf­fent­lich­ten Tool handelt es sich vielmehr um eine un­ab­hän­gi­ge Ab­spal­tung von dem Open-Source-Projekt, bei der der Fokus auf dem En­ter­pri­se-Segment liegt. Unter anderem be­inhal­tet die er­wei­ter­te Mar­ke­tinG­oog­le Workspace pro­fes­sio­nel­le Module wie einen Tag-Manager, eine Customer Data Platform (CDP) oder einen Consent-Manager zur Ver­wal­tung von DSGVO-Ein­wil­li­gun­gen. Dem Thema Da­ten­schutz widmet das Ent­wick­ler­team auch insgesamt viel Auf­merk­sam­keit: Piwik Pro kann sowohl in der Cloud als auch auf eigenen Servern (On-Premises) ein­ge­setzt werden, wobei beide Varianten die voll­stän­di­ge Kontrolle über die Daten gewähren.

Als Business-Lösung hat Piwik Pro natürlich seinen Preis – für ein konkretes Angebot muss man den Anbieter kon­tak­tie­ren. Alle Pakete enthalten zu­sätz­lich zu den Analyse- und Kun­den­ma­nage­ment-Tools auch einen um­fang­rei­chen Support. Dieser zeichnet sich unter anderem durch in­di­vi­du­el­les User-Training, E-Mail- und Telefon-Beratung sowie ein pro­fes­sio­nel­les On­boar­ding aus.

Vorteile Nachteile
Hosting auf eigenen Servern möglich Keine kos­ten­freie Edition verfügbar
Consent-Manager zur Ver­wal­tung von DSGVO-Ein­wil­li­gun­gen  
Um­fang­rei­che Customer-Journey-Features  

Chartbeat

Der brow­ser­ba­sier­te Webdienst Chartbeat setzt den Fokus auf die Echt­zeit­ana­ly­se der Website. Alle wichtigen In­for­ma­tio­nen zu Besuchern und Be­su­cher­ver­hal­ten findet man im über­sicht­li­chen Dashboard in der Live-Ansicht. Testing-Optionen und Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten stehen ebenfalls zur Verfügung. Mit der Ver­knüp­fung von Website-Analyse und Social-Media-Mo­ni­to­ring und -Ma­nage­ment sticht das Tool heraus und setzt auf starke Ein­be­zie­hung von sozialen Kanälen wie Facebook oder Twitter. Pro­ble­ma­tisch für deutsche Nutzer dieser Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics ist al­ler­dings der Ser­ver­stand­ort. Da die ge­sam­mel­ten Daten auf Servern in den USA ge­spei­chert werden, gelten ähnlich wie bei Google Analytics nicht die deutschen Da­ten­schutz­richt­li­ni­en.

Nach einer kos­ten­frei­en Testphase fällt für die Nutzung von Chartbeat eine mo­nat­li­che Gebühr von rund 10 US-Dollar an.

Vorteile Nachteile
Mobile Apps verfügbar Ser­ver­stand­ort in den USA
De­tail­lier­te Echt­zeit­ana­ly­se
Social-Media-In­te­gra­ti­on

Adobe Analytics

Als Teil der Adobe Marketing Cloud bietet das US-ame­ri­ka­ni­sche Software-Un­ter­neh­men auch eine Lösung zur Web­ana­ly­se an. Doch Adobe Analytics – früher bekannt unter dem Namen „Omniture“ – ist mehr als ein klas­si­sches Analyse-Tool für Websites: Es bietet den mit Abstand größten Funk­ti­ons­um­fang auf dem Markt der Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ven. Neben einer Web­ana­ly­se liefert die Adobe-Lösung auch Social Analytics und Funk­tio­nen zur Per­so­na­li­sie­rung und Testing, Kampagnen-Ma­nage­ment, Wer­be­aus­ga­ben-Op­ti­mie­rung und Content-Ma­nage­ment.

Trotz der vielen Funk­tio­nen zeichnet sich das Dashboard durch eine leicht ver­ständ­li­che Nut­zer­füh­rung und an­pass­ba­re Dar­stel­lung aus. Besondere Features bei Adobe Analytics sind u. a. die Echt­zeit­er­ken­nung von Problemen und Chancen, die Social-Media-In­te­gra­ti­on und eine Data-Workbench, über die Marketer sowohl Online- als auch Off­line­da­ten zur Analyse her­an­zie­hen können. Die Preise für die Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve von Adobe sind nicht öf­fent­lich einsehbar, man muss eine in­di­vi­du­el­le Preis­an­fra­ge an den Anbieter stellen.

Vorteile Nachteile
Riesiger Funk­ti­ons­um­fang In­trans­pa­ren­tes Preis­mo­dell
Pre­dic­ti­ve Analytics Keine kos­ten­lo­se Version für kleine Seiten
En­ter­pri­se-Lösung

In­spect­let

Das Angebot von In­spect­let stellt keine voll­wer­ti­ge Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics dar, ist mit seinem anderen Schwer­punkt aber dennoch für viele Web­sei­ten­be­trei­ber sehr in­ter­es­sant. Das Tool stellt die Besucher einer Website in den Mit­tel­punkt der Analyse, d. h. man sieht die eigene Website mit den Augen des End­nut­zers. Dafür stehen zahl­rei­che Features zur Verfügung, u. a. de­tail­lier­te Auf­zeich­nun­gen der Be­we­gun­gen auf der Website wie Eye-Tracking- und Scroll-Heatmaps sowie eine Formular-Analyse. Zudem lassen sich auch A/B-Tests mit der Software durch­füh­ren.

In­spect­let ist kostenlos für bis zu 1.000 Auf­zeich­nun­gen und 1.000 A/B-Test-Views pro Monat nutzbar – für die darüber hin­aus­ge­hen­de Nutzung bietet der Her­stel­ler ver­schie­de­ne Pakete ab ca. 40 US-Dollar an. In­spect­let ist eher eine er­gän­zen­de Software als ein Ersatz für die Analyse-Software von Google, lässt sich aber pro­blem­los zusammen mit anderen Tools wie Matomo oder etracker nutzen.

Vorteile Nachteile
Be­su­cher­ori­en­tier­tes Analyse-Tool Keine voll­wer­ti­ge Google Analytics-Al­ter­na­ti­ve
Kostenlos für bis zu 1.000 Sitzungen und Test­sei­ten-Views pro Monat

Stat­Coun­ter

Die letzte gute Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics, die wir vor­stel­len, ist Stat­Coun­ter. Mit Stat­Coun­ter bekommt man eine einfache Analyse-Software mit ähnlichen Funk­tio­nen wie das „Original“. Das Tool ist kostenlos bis zu einer be­stimm­ten Anzahl von Sei­ten­zu­grif­fen (500 im Monat). Praktisch: Eine In­te­gra­ti­on von Google-AdWords-Kampagnen ist möglich. Stat­Coun­ter ist grund­sätz­lich eine gute Ein­stei­ger­lö­sung für kleine Websites, für die man keine große In­ves­ti­ti­on tätigen möchte, aber dennoch eine solide Al­ter­na­ti­ve zu Google Analytics sucht. Das Dashboard ist al­ler­dings etwas un­über­sicht­lich und die gesamte Auf­ma­chung wenig attraktiv.

Vorteile Nachteile
Kostenlos bis zu 500 Sei­ten­auf­ru­fen im Monat Wenig at­trak­ti­ves Interface
Einfaches Ein­stei­ger-Tool

Warum Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ven sinnvoll sind

Hin­sicht­lich seiner Funk­tio­nen gibt es nicht viel gegen das Tracking-Tool aus dem Hause Google ein­zu­wen­den: Die of­fe­rier­ten Features halten, was sie ver­spre­chen, und die ge­lie­fer­ten Er­geb­nis­se bieten erprobten Web­mas­tern aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen darüber, welche Inhalte ihres Web­pro­jek­tes optimiert werden müssen und welche Inhalte bereits den ge­wünsch­ten Erfolg erzielen. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Dienst kos­ten­frei genutzt werden kann.

Dennoch hat auch Google Analytics seine Schwächen: So wird bei­spiels­wei­se die Ver­weil­dau­er auf einer Seite nur gemessen, wenn der Besucher eine weitere Seite aufruft. Schließt er seinen Browser statt­des­sen, gibt Google Analytics hingegen eine Ver­weil­dau­er von null Sekunden aus. Außerdem sind die ge­lie­fer­ten Daten in der Regel nur selten mi­nu­ten­ge­nau wie bei vielen ver­gleich­ba­ren Tools. Hinzu kommt die Tatsache, dass zahl­rei­che Browser-Plug-ins exis­tie­ren, die Google Analytics blo­ckie­ren – bzw. Ja­va­Script, auf dessen Basis das Tool aufbaut.

Der wohl größte Nachteil, den die Ver­wen­dung des Website-Analyse-Tools von Google mit sich bringt, ist aber der Fakt, dass sämtliche über die Besucher ge­sam­mel­ten Daten auf den Servern des Un­ter­neh­mens ge­spei­chert werden. Zu diesem Zweck über­mit­telt die Software die über Cookies er­hal­te­nen Nut­zer­in­for­ma­tio­nen direkt an Google. Erst nach mehreren Jahren löscht der In­ter­net­rie­se diese Daten von seinen Servern, die obendrein auch noch in den USA stehen und für die damit der eher lockere ame­ri­ka­ni­sche Da­ten­schutz gilt. Ob und wie Google diese Nut­zer­da­ten wei­ter­ver­ar­bei­tet, ist unklar. Denkbar ist, dass sie vor allem zur Anpassung des ver­wen­de­ten Such­al­go­rith­mus verwendet werden.

Die Spuren von Benutzern, die ein Google-Konto besitzen und damit auch das Google-Cookie in ihrem Browser in­te­griert haben, kann Google durch die Analyse-Er­geb­nis­se direkt mit dem Konto ver­knüp­fen. So kann der Konzern theo­re­tisch jeden Schritt des Users verfolgen, solange dieser Websites besucht, die Google Analytics verwenden. Für Ver­wen­dung einer Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ve sprechen also zu­sam­men­fas­send folgende Nachteile des Bran­chen­füh­rers:

  • Über­mitt­lung sämt­li­cher Daten an Google
  • Jah­re­lan­ge Spei­che­rung der Nut­zer­da­ten auf ame­ri­ka­ni­schen Servern
  • Messung der Ver­weil­dau­er nur nach Aufruf einer weiteren Webpage
  • Ana­ly­se­da­ten sind nicht mi­nu­ten­ge­nau wie bei ver­gleich­ba­ren Diensten
  • Aus­wer­tung von sozialen Netz­wer­ken und mobilem Traffic ist nicht optimal
  • diverse Browser-Plug-ins blo­ckie­ren Google Analytics
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