Das Domain Name System (DNS) ist ein hier­ar­chi­sches, über die gesamte Welt ver­teil­tes System zur Ver­wal­tung von Daten, die mit Internet-Domains verbunden sind. Eine Domain ist ein men­schen­les­ba­rer Name, der sich leicht merken und händisch verwenden lässt. Eine der Haupt­auf­ga­ben des DNS besteht in der so­ge­nann­ten Na­mens­auf­lö­sung, d. h. der Zuordnung von Do­mä­nen­na­men zu IP-Adressen. Das DNS ist damit einer der Grund­pfei­ler der tech­ni­schen Struktur des Internets. Hier ein paar Beispiele für die Na­mens­auf­lö­sung:

Ab­ge­frag­ter Do­mä­nen­na­me Zu­rück­ge­lie­fer­te IP-Adresse
'example.com' '93.184.216.34'
'ionos.de' '217.160.86.40'

Auf tech­ni­scher Ebene besteht das DNS aus einem Netzwerk von Name­ser­vern. Doch worin besteht die Ver­bin­dung zwischen Do­mä­nen­na­men und Name­ser­vern? Wo liegen also die In­for­ma­tio­nen tat­säch­lich und wie werden diese für ver­schie­de­ne Domains von­ein­an­der ab­ge­grenzt? Damit Sie dies besser verstehen, erklären wir Ihnen hier den Begriff der DNS-Zone.

Der Begriff der DNS-Zone entstammt einer von der Internet En­gi­nee­ring Task Force (IETF) im Jahr 1987 ver­öf­fent­lich­ten Spe­zi­fi­ka­ti­on. Im Dokument RFC 1035 „Domain Names - Im­ple­men­ta­ti­on And Spe­ci­fi­ca­ti­on“ wird der Zu­sam­men­hang zwischen Name­ser­vern und DNS-Zonen dargelegt:

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Was ist eine DNS-Zone?

Der Begriff der DNS-Zone entstammt einer von der Internet En­gi­nee­ring Task Force (IETF) im Jahr 1987 ver­öf­fent­lich­ten Spe­zi­fi­ka­ti­on. Im Dokument RFC 1035 „Domain Names - Im­ple­men­ta­ti­on And Spe­ci­fi­ca­ti­on“ wird der Zu­sam­men­hang zwischen Name­ser­vern und DNS-Zonen dargelegt:

Zitat

„Name­ser­ver verwalten zwei Arten von Daten. Die erste Art von Daten wird in so­ge­nann­ten Zonen vor­ge­hal­ten; jede Zone ist die komplette Da­ten­ba­sis für einen be­stimm­ten Bereich des Domänen-Na­mens­raums. Diese Daten werden als au­to­ri­ta­tiv be­zeich­net.“ – Internet En­gi­nee­ring Task Force (IETF), Quelle: https://tools.ietf.org/html/rfc1035, Über­set­zung: IONOS

(Original: „Name servers manage two kinds of data. The first kind of data held in sets called zones; each zone is the complete database for a par­ti­cu­lar "pruned" subtree of the domain space. This data is called aut­ho­ri­ta­ti­ve.“)

Eine DNS-Zone ist ein Teil des DNS-Na­mens­raums, der von einer spe­zi­fi­schen Or­ga­ni­sa­ti­on oder Person verwaltet wird. Es handelt sich damit um eine ad­mi­nis­tra­ti­ve Einheit; diese ist weder gleich­zu­set­zen mit dem Begriff der Domain noch mit einem spe­zi­fi­schen Name­ser­ver. Eine DNS-Zone umfasst min­des­tens eine Domain sowie ggf. weitere Sub­do­mains. Sub­do­mä­nen können jedoch auch als eigene Zonen rea­li­siert werden.

Was ist eine DNS Zone File?

Die DNS Zone File, auf Deutsch auch „Zo­nen­da­tei“ genannt, ist die tech­ni­sche Basis für die Spei­che­rung der DNS In­for­ma­tio­nen einer Zone. Es handelt sich dabei um eine Textdatei, die im Da­tei­sys­tem eines Servers abgelegt wird. Der Aufbau einer DNS Zone File ist ebenfalls im bereits erwähnten Dokument RFC 1035 fest­ge­legt. Per De­fi­ni­ti­on ist eine Zone File zei­len­ba­siert aufgebaut, mit jeweils einer „Directive“ oder einem „Resource Record“ pro Zeile.

Die Di­rec­ti­ves beginnen mit einem Dol­lar­zei­chen '$' und weisen den Server an, eine Aktion durch­zu­füh­ren oder eine Ein­stel­lung auf die Zone an­zu­wen­den. Bei­spiels­wei­se lassen sich mit der '$INCLUDE'-Anweisung weitere, un­ter­ge­ord­ne­te Zo­nen­da­tei­en einbinden. Dies ist nützlich, um Einträge der Zone File zu mo­du­la­ri­sie­ren. Nor­ma­ler­wei­se werden alle Di­rec­ti­ves am Beginn der Zone File gelistet.

Nach den Di­rec­ti­ves folgen die ei­gent­li­chen DNS-Einträge (Resource Records) für die be­schrie­be­ne Zone. Dabei muss genau ein SOA-Eintrag pro DNS-Zone vorhanden sein. Dieser muss der erste Eintrag der Zo­nen­da­tei sein und definiert den Aufbau der Zone sowie den Austausch der Zo­nen­da­ten zwischen Name­ser­vern. Dem SOA-Eintrag folgen weitere Resource Records. Zu den wich­tigs­ten Resource Records zählen u. a. 'A'-Records zum Festlegen von Server-IP-Adressen, 'MX'-Records zum De­fi­nie­ren der Mail­ser­ver und 'NS'-Records, die au­to­ri­ta­ti­ve Name­ser­ver für die Zone enthalten.

Auf einen spe­zi­fi­schen Name­ser­ver bezogen kann eine Zone File als be­schreib­ba­res Original vorliegen. In diesem Fall handelt es sich beim be­her­ber­gen­den Server um einen Primary DNS Server. Liegt die Zone File als nicht be­schreib­ba­re Kopie vor, die von einer externen Quelle bezogen wurde, spricht man von einem Secondary DNS Server. Eine Zone File kann eine DNS-Zone au­to­ri­ta­tiv be­schrei­ben oder Inhalte eines DNS-Caches enthalten. Schauen wir uns wiederum die De­fi­ni­ti­on in der RFC 1035 an:

Zitat

„Die zweite Art von Daten sind im Cache vor­ge­hal­te­ne Daten, die von einem lokalen Resolver ak­qui­riert wurden. Diese Daten sind unter Umständen nicht voll­stän­dig, be­schleu­ni­gen aber den wie­der­hol­ten Abruf ent­fern­ter Daten. Im Cache vor­ge­hal­te­ne Daten werden nach Ablauf einer gewissen Zeit­span­ne verworfen.“ – Internet En­gi­nee­ring Task Force (IETF), Quelle: https://tools.ietf.org/html/rfc1035, Über­set­zung: IONOS

(Original: „The second kind of data is cached data which was acquired by a local resolver. This data may be in­com­ple­te, but improves the per­for­mance of the retrieval process when non-local data is re­pea­ted­ly accessed. Cached data is even­tual­ly discarded by a timeout mechanism.“)

Sollte eine Zone nicht gefunden werden – z. B. aufgrund eines tech­ni­schen Fehlers in der Zo­nen­da­tei – antwortet der Name­ser­ver auf eine ent­spre­chen­de Anfrage mit dem NXDOMAIN-Fehler.

Hinweis

Im tech­ni­schen Sprach­ge­brauch werden die Begriffe „DNS-Zone“ und „DNS Zone File“ häufig synonym verwendet.

Welche Arten von DNS-Zonen gibt es?

Der Begriff der DNS-Zone wird für mehrere, teils recht un­ter­schied­li­che Konzepte verwendet. Wir stellen hier eine Auswahl der ge­bräuch­lichs­ten Begriffe dar.

DNS Root Zone

Die DNS Root Zone ist die höchste Ebene im hier­ar­chi­schen DNS-Na­mens­raum. Sie wird im Do­mä­nen­na­men durch einen ab­schlie­ßen­den Punkt prä­sen­tiert. Enthält ein Domain-Name den ab­schlie­ßen­den Punkt, spricht man dabei auch von einem „Fully Qualified Domain Name“ (FQDN). Bei­spiels­wei­se ist 'example.com.' der FQDN für die Domain 'example.com'. Beachten Sie beim FQDN den ab­schlie­ßen­den Punkt nach dem '.com'.

Die DNS Root Zone wird auf den 13 Root-Name­ser­vern des DNS ge­spie­gelt und enthält In­for­ma­tio­nen zu den au­to­ri­ta­ti­ven Name­ser­vern für Top-Level-Domains (TLD). Per Anfrage an einen der DNS Root Name­ser­ver lässt sich z. B. ein au­to­ri­ta­ti­ver Name­ser­ver für eine der län­der­spe­zi­fi­sche Top-Level-Domains, auch bekannt als Country-Code-Top-Level-Domains (ccTLDs) finden. Heut­zu­ta­ge ist die DNS Root Zone mit DNSSEC signiert und damit gegen Fäl­schun­gen der DNS-Antworten ab­ge­si­chert.

Die Be­schrän­kung auf genau 13 DNS Root Name­ser­ver ist tech­ni­scher Natur. Den Root-Servern sind die Do­mä­nen­na­men 'a.root-servers.net' bis 'm.root-servers.net' zu­ge­ord­net. Durch den Einsatz von Anycast-Tech­no­lo­gie steht eine weitaus höhere Anzahl phy­si­scher Server bereit, um Anfragen an die DNS Root Zone zu be­ant­wor­ten. Die of­fi­zi­el­le Website der Root Server Technical Ope­ra­ti­ons As­so­cia­ti­on listet die Root-Server und zeigt deren geo­gra­fi­sche Lage an.

Forward DNS Zone und Reverse DNS Zone

Das bisher be­schrie­be­ne Konzept der DNS-Zone und der da­zu­ge­hö­ri­gen Zo­nen­da­tei dient dem „Forward DNS Lookup“, d. h. der Auflösung von Domain-Namen in IP-Adressen. In der Zo­nen­da­tei kommen dabei 'A'-Records zum Einsatz. Der Begriff „Forward Zone“ wird manchmal auch genutzt, um ein gänzlich anderes Konzept zu be­schrei­ben. Dabei handelt es sich um die Wei­ter­lei­tung von DNS-Anfragen von einem cachenden DNS Resolver zu einem au­to­ri­ta­ti­ven Name­ser­ver. Hier wird „forward“ als Verb genutzt, wie beim „Forwarden“ einer Mail.

Analog zum Forward Lookup gibt es das "Reverse DNS Lookup". Das Adjektiv „reverse“ (zu Deutsch: „umgekehrt“) deutet darauf hin, dass der Me­cha­nis­mus genau an­ders­her­um funk­tio­niert, als vom Forward DNS Lookup gewohnt: Server-IP-Adressen werden in die da­zu­ge­hö­ri­gen Do­mä­nen­na­men übersetzt.

Unter einer „Reverse Lookup Zone“ versteht man eine separate Zo­nen­da­tei, die die Auflösung von IP-Adressen in Domain-Namen definiert. Eine Reverse-DNS-Zo­nen­da­tei enthält dieselben SOA- und NS-Records wie die kor­re­spon­die­ren­de Forward-Lookup-Zo­nen­da­tei. Jedoch kommen statt der 'A'-Records so­ge­nann­te 'PTR'-Records zum Einsatz. Ein 'PTR'-Record verknüpft eine IP-Adresse im Format 'z.y.x.w.in-addr.arpa.' mit dem da­zu­ge­hö­ri­gen Do­mä­nen­na­men.

Unter einer „Reverse Lookup Zone“ versteht man eine separate Zo­nen­da­tei, die die Auflösung von IP-Adressen in Domain-Namen definiert. Eine Reverse-DNS-Zo­nen­da­tei enthält dieselben SOA- und NS-Records wie die kor­re­spon­die­ren­de Forward-Lookup-Zo­nen­da­tei. Jedoch kommen statt der 'A'-Records so­ge­nann­te 'PTR'-Records zum Einsatz. Ein 'PTR'-Record verknüpft eine IP-Adresse im Format 'z.y.x.w.in-addr.arpa.' mit dem da­zu­ge­hö­ri­gen Do­mä­nen­na­men.

Primary DNS Zone und Secondary DNS Zone

Wie bereits erwähnt, werden die Begriffe „DNS-Zone“ und „Zo­nen­da­tei“ oft synonym verwendet. So spricht man im Zu­sam­men­hang mit Primary und Secondary DNS Servern ebenfalls von Primary und Secondary DNS Zones. Gemeint ist damit jeweils die Zo­nen­da­tei, die auf einem Primary bzw. Secondary DNS Server ge­spei­chert ist.

Was ist der Un­ter­schied zwischen DNS-Zone und DNS-Server?

Eine DNS-Zone ist ein ad­mi­nis­tra­ti­ves Konzept. Zur Er­in­ne­rung: Eine DNS-Zone definiert einen Teil des DNS-Na­mens­raums, der von einer spe­zi­fi­schen Or­ga­ni­sa­ti­on oder Person verwaltet wird. Dem­ge­gen­über ist ein DNS-Server ein phy­si­scher Teil der tech­ni­schen In­fra­struk­tur des Internets. Ein Server kann für eine oder mehrere Zonen au­to­ri­ta­tiv sein. Es kann sich jedoch auch um einen DNS Resolver handeln, der für keine Zone au­to­ri­ta­tiv ist und lediglich bereits be­ant­wor­te­te DNS-Anfragen im Cache vorhält. Daraus folgt, dass eine DNS-Zone ohne Name­ser­ver nicht exis­tie­ren kann, wo­hin­ge­gen ein Name­ser­ver nicht zwingend eine DNS-Zone definiert.

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