Die In­stal­la­ti­on eines Ubuntu-Servers können Sie sofort in Angriff nehmen, sobald Sie ein boot­fä­hi­ges Medium mit dem In­stal­la­ti­ons-Image des Open-Source-Be­triebs­sys­tems erstellt haben. Durch den In­stal­la­ti­ons­pro­zess begleitet dann der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent. Wir haben die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen und ersten Ein­rich­tungs­schrit­te für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Free VPS Trial
vServer kostenlos testen für 30 Tage

Lassen Sie sich von den Vorteilen über­zeu­gen. Probieren Sie Ihren Virtual Server ganz in Ruhe 30 Tage lang aus!

Ubuntu-Server in­stal­lie­ren und ein­rich­ten: Schritt-für-Schritt-Tutorial

Die Server-Edition der beliebten Linux-Dis­tri­bu­ti­on Ubuntu liefert eine mi­ni­ma­lis­ti­sche Basis für ver­schie­dens­te Server-Szenarien – ob E-Mail-Server, Web­hos­ting-Plattform oder File­ser­ver. „Ubuntu Server Edition“ kommt ohne grafische Be­nut­zer­ober­flä­che und ist ins­be­son­de­re auch aus diesem Grund sehr res­sour­cen­spa­rend:

  • min­des­tens 1 GHz CPU (empfohlen: 2 GHz Dual-Core oder besser)
  • min­des­tens 1 GB Ar­beits­spei­cher (RAM) (empfohlen: 3 GB RAM oder mehr)
  • min­des­tens 5 GB Fest­plat­ten­spei­cher (empfohlen: 25 GB oder mehr)

Im Folgenden erhalten Sie alle wichtigen In­for­ma­tio­nen zur In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung eines Ubuntu-Servers. Ex­em­pla­risch stützt sich das Tutorial auf die Version 22.04.

Schritt 1: Ubuntu-Server-Boot­me­di­um erstellen

Die ein­fachs­te Lösung, um die In­stal­la­ti­on der Ubuntu-Server-Edition in die Wege zu leiten, ist die Er­stel­lung eines Boot­me­di­ums. Hierfür können Sie eine CD/DVD oder ganz klassisch einen USB-Stick mit min­des­tens 4 Gigabyte ver­füg­ba­rem Spei­cher­vo­lu­men verwenden. Außerdem benötigen Sie die Image-Datei der Ubuntu-Ser­ver­an­wen­dung, die Sie im ersten Schritt von der of­fi­zi­el­len Ubuntu-Website her­un­ter­la­den.

Bild: Screenshot von der offiziellen Ubuntu-Website
Wählen Sie die Option „Manual in­stal­la­ti­on“ aus, um das In­stal­la­ti­ons­me­di­um für die manuelle Ubuntu-Server-In­stal­la­ti­on down­loa­den zu können. Quelle: https://ubuntu.com/download/server

Nach dem Download kopieren Sie die ISO-Datei auf das aus­ge­wähl­te Medium.

Tipp

Sie wissen nicht, wie Sie ein boot­fä­hi­ges Medium auf Ihrem aktuellen System erstellen können? Ent­wick­ler Canonical liefert auf der of­fi­zi­el­len Website de­tail­lier­te An­lei­tun­gen (eng­lisch­spra­chig) für die Kreation eines Ubuntu-Server-Boot­sticks unter Windows, macOS und Linux!

Schritt 2: In­stal­la­ti­on starten

Sobald Sie ein Boot­me­di­um erstellt haben, können Sie Ihren Ubuntu-Server ein­rich­ten bzw. in­stal­lie­ren. Verbinden Sie Ihren Server zu diesem Zweck mit dem Boot-Stick und starten das Gerät. Insofern Sie eine CD oder eine DVD verwenden, legen Sie den Da­ten­trä­ger ein und booten den Server neu. Sobald die Image-Datei gelesen wurde, prä­sen­tiert Ihr Server ein An­zei­ge­fens­ter des Boot­loa­ders GNU GRUB. Be­stä­ti­gen Sie den aus­ge­wähl­ten Eintrag „Try or install Ubuntu“, um mit der In­stal­la­ti­on des Ubuntu-Servers zu beginnen.

Bild: Fenster des Bootloaders GNU GRUB
Fenster des Boot­loa­ders GNU GRUB

Schritt 3: Sys­tem­spra­che und Tas­ta­tur­lay­out auswählen

Nach einer kurzen Vor­kon­fi­gu­ra­ti­on startet der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent der Ubuntu-Server-Software. Die Bedienung gestaltet sich sehr einfach: Mit den Pfeil­tas­ten na­vi­gie­ren Sie zwischen den ver­schie­de­nen Optionen, per Ein­ga­be­tas­te be­stä­ti­gen Sie Ihre Auswahl. Im ersten Schritt der In­stal­la­ti­on wählen Sie die Sys­tem­spra­che aus, die in der Folge auch als Sprache für die In­stal­la­ti­on zum Einsatz kommt.

Bild: Ubuntu-Server-Installation: Sprachauswahl
Ubuntu-Server-In­stal­la­ti­on: Sprach­aus­wahl

Nachdem Sie die all­ge­mei­ne Sys­tem­spra­che aus­ge­wählt haben, geht es mit der Kon­fi­gu­ra­ti­on des Tas­ta­tur­lay­outs weiter: Suchen Sie die ge­wünsch­te Tas­ta­tur­spra­che manuell aus der ver­füg­ba­ren Auf­lis­tung heraus oder verwenden Sie die Option „Tastatur erkennen“, um das Layout vom As­sis­ten­ten ermitteln zu lassen.

Bild: Ubuntu-Server einrichten: Tastatur-Konfiguration
Ubuntu-Server ein­rich­ten: Tastatur-Kon­fi­gu­ra­ti­on

Schritt 4: Variante des Ubuntu-Servers auswählen

Im nächsten Schritt können Sie die Basis für die In­stal­la­ti­on festlegen: Wählen Sie die Stan­dard­in­stal­la­ti­on „Ubuntu Server“ aus, erhalten Sie ein grund­le­gen­des Set an Software-Paketen. Dank dieser Pakete haben Sie alle Werkzeuge parat, um bequem und in re­gel­mä­ßi­gen Abständen mit dem Ubuntu-Server zu arbeiten. Ent­schei­den Sie sich für die Option „Ubuntu Server (minimized)“, fallen eine Reihe von User-Tools bei der In­stal­la­ti­on weg. Diese res­sour­cen­spa­ren­de Variante sollten Sie al­ler­dings nur dann wählen, wenn Sie nur wenig In­ter­ak­ti­on mit dem Server planen.

Um eine der beiden Optionen zu wählen, setzen Sie per Ein­ga­be­tas­te das Kreuz in der ent­spre­chen­den Zeile.

Bild: Ubuntu-Server installieren: Auswahl des Installationstyps
Ubuntu-Server in­stal­lie­ren: Auswahl des In­stal­la­ti­ons­typs

Schritt 5: Netzwerk- und Pro­xy­ein­stel­lun­gen

Es folgen die Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten für Netz­werk­ver­bin­dung und Pro­xy­ser­ver.

Wenn Ihr Ubuntu-Server bereits an ein Netzwerk mit aktivem DHCP-Dienst an­ge­bun­den ist, sollte bereits au­to­ma­tisch der passende Netz­werk­ad­ap­ter vor­kon­fi­gu­riert sein. Falls Sie an dieser Stelle noch keine Ver­bin­dung aufbauen können bzw. wollen, setzen Sie die In­stal­la­ti­on über „Ohne Netzwerk fort­fah­ren“ fort.

Wenn Ihr Ubuntu-Server einen Proxy-Server für die Ver­bin­dung mit dem Internet verwenden soll, geben Sie im nach­fol­gen­den Dialog die in­di­vi­du­el­le Adresse des HTTP-Proxys ein.

Bild: Ubuntu-Server-Installation: Proxy konfigurieren
Ubuntu-Server-In­stal­la­ti­on: Proxy kon­fi­gu­rie­ren

Schritt 6: Ubuntu-Archive-Mirror kon­fi­gu­rie­ren

Die zahl­rei­chen Software-Pakete, die zur Ubuntu-Dis­tri­bu­ti­on zählen, werden re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert und in dem öf­fent­li­chen Archiv „archive.ubuntu.com/ubuntu“ hin­ter­legt. Damit man nicht aus­schließ­lich von diesem einen Archiv abhängig ist, exis­tie­ren Kopien des Archivs. Diese so­ge­nann­ten Ubuntu-Archive-Mirror bzw. Ubuntu-Spie­gel­ser­ver dienen der Ab­si­che­rung, aber auch zur Last­ver­tei­lung. Geben Sie die Adresse eines Mirrors ein, wenn Sie von dem Stan­dard­ar­chiv abweichen wollen.

Bild: Ubuntu-Archive-Mirror konfigurieren
Ubuntu-Archive-Mirror kon­fi­gu­rie­ren

Schritt 7: Spei­cher­platz verwalten

Eine große Fest­plat­te oder ver­schie­de­ne Par­ti­tio­nen? Diese Frage be­ant­wor­ten Sie im nächsten Dialog „Be­glei­te­te Spei­cher­platz­kon­fi­gu­ra­ti­on“. In der Regel ist die vor­ausge­wähl­te Option einer ganzen Fest­plat­te für einen Ubuntu-Server die optimale Wahl.

Im nach­fol­gen­den Fenster prä­sen­tiert der Assistent eine Zu­sam­men­fas­sung des Da­tei­sys­tems. Wundern Sie sich nicht, dass Sie hier auch dann mehrere Par­ti­tio­nen vorfinden, wenn Sie sich gegen eine Par­ti­tio­nie­rung ent­schie­den haben: Ubuntu re­ser­viert au­to­ma­tisch kleine Par­ti­tio­nen der Fest­plat­te für wichtige Sys­tem­da­tei­en und den Boot­loa­der.

Bild: Speicherplatzkonfiguration im Rahmen der Ubuntu-Server-Einrichtung
Spei­cher­platz­kon­fi­gu­ra­ti­on im Rahmen der Ubuntu-Server-Ein­rich­tung

Sobald Sie die Spei­cher­platz­kon­fi­gu­ra­ti­on be­stä­ti­gen, erhalten Sie den Hinweis, dass aktuelle Daten von dem be­trof­fe­nen Da­ten­trä­ger gelöscht werden. Um die In­stal­la­ti­on fort­zu­set­zen, müssen Sie diesem Lösch­pro­zess zustimmen.

Schritt 8: Pro­fil­ein­rich­tung

Erstellen Sie den Nutzer-Account für die Anmeldung an Ihrem Ubuntu-Server, indem Sie Ihren Namen sowie den ge­wünsch­ten Be­nut­zer­na­men und ein Passwort eingeben. Zu­sätz­lich können Sie den Namen Ihres Servers festlegen, der später bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit anderen Computern verwendet wird.

Bild: Ubuntu-Server einrichten: Profileinrichtung
Ubuntu-Server ein­rich­ten: Pro­fil­ein­rich­tung

Schritt 9: SSH-Ein­rich­tung

SSH ist eine wichtige Technik für den sicheren Fern­zu­griff auf Ihren Server. Noch im Laufe der In­stal­la­ti­on Ihres Ubuntu-Servers können Sie daher nun direkt das Pro­gramm­pa­ket OpenSSH in­stal­lie­ren, indem Sie das ent­spre­chen­de Kon­troll­käst­chen ak­ti­vie­ren. Falls Sie bereits im Besitz gültiger SSH-Keys von GitHub oder Launchpad sind, können Sie diese im­por­tie­ren.

Bild: Ubuntu-Server: SSH-Einrichtung
Ubuntu-Server: SSH-Ein­rich­tung
Tipp

Sie können SSH in Ubuntu auch zu einem späteren Zeitpunkt ein­rich­ten, falls Sie diese Option bei der In­stal­la­ti­on über­sprun­gen haben.

Schritt 10: Ubuntu-Server-In­stal­la­ti­on ab­schlie­ßen

Im Anschluss an die SSH-Ein­rich­tung startet der Assistent au­to­ma­tisch die ei­gent­li­che In­stal­la­ti­on. War diese von Erfolg gekrönt, sehen Sie die Meldung „In­stal­la­ti­on komplett“.

Bild: Ubuntu-Server: Meldung nach erfolgreicher Installation
Ubuntu-Server: Meldung nach er­folg­rei­cher In­stal­la­ti­on

Entfernen Sie das Boot­me­di­um und wählen Sie den Punkt „Jetzt neu­star­ten“ aus, um die In­stal­la­ti­on ab­zu­schlie­ßen.

Tipp

Richten Sie einen Ubuntu-FTP-Server ein, um Dateien bequem und sicher auf den Webspace Ihrer Wahl hoch­zu­la­den.

Zum Hauptmenü