Gute Gründe, das Be­triebs­sys­tem zu­rück­zu­set­zen, gibt es immer: Viel­leicht wollen Sie alle per­sön­li­chen Daten auf Ihrem Windows-Rechner löschen, bevor Sie ihn verkaufen. Mög­li­cher­wei­se haben Sie sich beim Browsen einen schäd­li­chen Virus ein­ge­fan­gen, den Sie anders nicht wieder loswerden. Oder die Per­for­mance Ihres PCs hat nach jah­re­lan­ger Nutzung erheblich nach­ge­las­sen. Um Probleme mit dem Microsoft-Be­triebs­sys­tem zu beheben, die Per­for­mance zu ver­bes­sern und Daten endgültig zu löschen, bietet es sich durchaus an, Windows 7 zu­rück­zu­set­zen. Wir zeigen Ihnen, wie das genau funk­tio­niert.

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Welche Mög­lich­kei­ten gibt es, Windows 7 zu­rück­zu­set­zen?

Wollen Sie einen Reset durch­füh­ren und Windows 7 auf Werks­ein­stel­lung zu­rück­set­zen, haben Sie un­ter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten. Welche Option die beste ist, hängt von dem ge­wünsch­ten Ergebnis ab. Das Windows-System er­mög­licht Ihnen ein Zu­rück­set­zen ohne den Verlust per­sön­li­cher Daten, einen Reset auf Werks­ein­stel­lun­gen oder ein Zu­rück­set­zen mithilfe eines Download-Managers.

Sie haben beim Zu­rück­set­zen die Mög­lich­keit, lediglich die Sys­tem­da­tei­en zu­rück­zu­set­zen oder Windows auf zuvor angelegte Sys­tem­wie­der­her­stel­lungs­punk­te zu­rück­zu­set­zen. Sinnvoll sind diese Varianten, wenn Sie einen früheren Zustand des Systems wie­der­her­stel­len möchten. Und schließ­lich kann das System auch auf genau den­je­ni­gen Zustand gesetzt werden, den es im Neu­zu­stand (Werks­zu­stand) hatte. Das bedeutet aber gleich­zei­tig einen Verlust sämt­li­cher Daten und Programme, sofern Sie diese nicht im Vorfeld durch ein Backup gesichert haben. Im Folgenden werden wir die auf­ge­zähl­ten Mög­lich­kei­ten Schritt für Schritt erläutern.

Hinweis

Microsoft hat den of­fi­zi­el­len Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 ein­ge­stellt. Tech­ni­sche Un­ter­stüt­zung und Si­cher­heits-Updates sind für das Produkt nicht mehr verfügbar. Eine Ausnahme bildet der kos­ten­pflich­ti­ge Profi-Support für Un­ter­neh­men, der noch bis 2023 gilt. Sollten Sie diesen nicht in Anspruch nehmen, ist ein Umstieg auf eine neuere Windows-Edition unbedingt zu empfehlen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem aus­führ­li­chen Artikel über das Windows-7-Support-Ende.

Windows 7 zu­rück­set­zen und eigenen Dateien behalten – so funk­tio­niert‘s

Eine richtige Neu­auf­set­zung des Windows-7-Be­triebs­sys­tems wird nur durch eine Neu­in­stal­la­ti­on erreicht. Manchmal lässt sich eine Neu­in­stal­la­ti­on nicht vermeiden. Schad-Software, Hardware-Probleme oder Per­for­mance-Probleme machen den Komplett-Reset oft un­um­gäng­lich. Gleich­zei­tig sollen jedoch wichtige Daten erhalten bleiben. Das System und per­sön­li­che Dateien können in diesem Fall ganz einfach über das win­dows­ei­ge­ne Backup-Tool gesichert werden.

Im Op­ti­mal­fall sollten diese Backups in re­gel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den erfolgen, damit die ge­wünsch­ten Daten gesichert werden und Sie jederzeit Ihr Be­triebs­sys­tem auf­fri­schen können. Das Zu­rück­set­zen mit diesem Backup-Tool gelingt wie folgt:

  1. In der Sys­tem­steue­rung finden Sie die Option „Sicherung“. Klicken Sie dort auf „Sicherung des Computers erstellen“ und danach auf „Sicherung ein­rich­ten“.
  2. Wählen Sie das Laufwerk aus, für das die Sicherung ein­ge­rich­tet werden soll und die Daten, die gesichert werden sollen.

In der Folge sichert Windows 7 au­to­ma­tisch die aus­ge­wähl­ten Dateien. Sollten Sie das System im Ernstfall zu­rück­set­zen, können Sie jederzeit auf dieses Backup zu­rück­grei­fen. Ori­en­tie­ren Sie sich dabei an folgender Anleitung:

  1. Wählen Sie aus den ver­schie­de­nen Sys­tem­wie­der­her­stel­lungs­punk­ten den Punkt aus, zu dem Sie zu­rück­keh­ren möchten.
  2. Sobald der frühere Zustand wie­der­her­ge­stellt wurde, rufen Sie erneut die Sys­tem­steue­rung auf, wo Sie unter „Sichern und Wie­der­her­stel­len“ Ihr Backup finden.
  3. Über „eigene Dateien wie­der­her­stel­len“ können Sie nun alle ge­si­cher­ten Dateien wie­der­her­stel­len.

Eine weitere Mög­lich­keit, Daten zu erhalten, ist die manuelle Sicherung auf externen Fest­plat­ten oder USB-Sticks.

Windows 7 zu­rück­set­zen mit einem Download-Manager

Das Windows Media Creation Tool er­mög­licht zwar ein Zu­rück­set­zen des Be­triebs­sys­tems, zu beachten ist hierbei jedoch, dass aktuell lediglich Versionen für Windows 10 und Windows 8.1 er­hält­lich sind. Soll also Windows 7 zu­rück­ge­setzt werden, bedarf es eines Download-Managers, der so funk­tio­niert wie der Windows ISO-Down­loa­der. Zwar ist das Programm nicht von Microsoft ent­wi­ckelt worden, es verwendet trotzdem offiziell li­zen­sier­te Downloads von Microsoft. Mithilfe dieses Tools lässt sich ein Abbild von Windows 7 erstellen, das sich auf einen Da­ten­trä­ger über­tra­gen oder mithilfe einer Vir­tu­al­Box-In­stal­la­ti­on auf­spie­len lässt.

Tipp

Wer also Windows 10 oder 8 her­un­ter­la­den will, kann das Windows Media Creation Tool verwenden. Als Windows-7-Nutzer können Sie auch kostenlos auf Windows 10 wechseln. Mit neueren Versionen des Be­triebs­sys­tems ist es weitaus einfacher, die Werks­ein­stel­lun­gen wie­der­her­zu­stel­len – egal, ob Sie Windows 10 zu­rück­set­zen oder Windows 8 zu­rück­set­zen.

Anleitung zum Zu­rück­set­zen mit dem ISO-Down­loa­der:

  1. In­stal­lie­ren Sie Windows ISO-Down­loa­der.
  2. Wählen Sie die auf der Microsoft-Homepage die ge­wünsch­te Version des OS aus, dessen ISO-Datei her­un­ter­ge­la­den werden soll.
  3. Es werden nun Download-Links erstellt, sowohl für die 32- als auch die 64-Bit-Version.
  4. Starten Sie den Download.
  5. Beachten Sie, dass Sie für die Ver­wen­dung über eine Lizenz verfügen müssen, da der Download legal über Microsoft erfolgt.

Mit der ISO-Datei von Windows 7 können Sie so aber noch nichts anfangen. Um Windows 7 zu­rück­zu­set­zen, brauchen Sie jetzt noch das Programm Windows 7 USB/DVD Download Tool. Laden Sie dieses herunter und in­stal­lie­ren Sie es. Nun haben Sie alles, um ein In­stal­la­ti­ons-/Wie­der­her­stel­lungs­me­di­um für Windows 7 anzulegen. Gehen Sie dafür fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Öffnen Sie das Programm Windows 7 USB/DVD Download Tool.
  2. Dann können Sie die bereits im ersten Schritt her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei auswählen und mit Klick auf „Weiter“ fort­fah­ren.
  3. Wählen Sie nun ein Medium, auf dem Sie die ISO-Datei ab­spei­chern wollen. Klicken Sie dafür auf „USB-Gerät“ oder „DVD“.
  4. Schließen Sie den je­wei­li­gen Da­ten­trä­ger an Ihr Gerät an und be­stä­ti­gen mit Klick auf „Ko­pier­vor­gang starten“.
  5. Der Da­ten­trä­ger wird nun zu einem boot­fä­hi­gen Wie­der­her­stel­lungs­me­di­um, den Sie vor dem Ein­schal­ten des Rechners ein­ste­cken oder einlegen. Beim Hoch­fah­ren können Sie dann bereits auf die auf dem Medium ab­ge­bil­de­te Windows-7-Version zugreifen und die Wie­der­her­stel­lung des Systems vornehmen. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn Ihr Be­triebs­sys­tem so be­schä­digt ist, dass Sie Windows gar nicht mehr auf normalem Wege von der Fest­plat­te aus starten können.
Tipp

Eine aus­führ­li­che Anleitung zur Kreation eines boot­fä­hi­gen Start­me­di­ums finden Sie in unserem Artikel zum Booten über einen USB-Stick.

Windows 7 auf Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­set­zen – mit oder ohne CD

Falls die originale In­stal­la­ti­ons-CD für Windows 7 noch vorhanden ist, booten Sie einfach fol­gen­der­ma­ßen vom vor­han­de­nen Da­ten­trä­ger:

  1. Öffnen Sie beim Neustart des Rechners das Boot-Menü – je nach Rechner bzw. BIOS-Version mit den [F12], [F8], [ENTF] oder [ESC] Tasten.
  2. In den Boot-Optionen wählen Sie das CD/DVD-Laufwerk, in dem sich der Da­ten­trä­ger befindet.
  3. Führen Sie nun eine komplette Neu­in­stal­la­ti­on von Windows durch. Folgen Sie dabei den An­wei­sun­gen der In­stal­la­ti­ons-CD.
  4. Die In­stal­la­ti­on kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Befindet sich eine vom Her­stel­ler ge­spei­cher­te Windows-7-In­stal­la­ti­on auf dem Rechner, kann er mit der nach­fol­gen­den Anleitung auch ohne CD auf Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­ge­setzt werden.

  1. Wählen Sie in der Sys­tem­steue­rung die Kategorie „System und Si­cher­heit“.
  2. Im Un­ter­punkt „Sichern und Wie­der­her­stel­len“ finden Sie „Sys­tem­ein­stel­lun­gen auf dem Computer wie­der­her­stel­len“ und klicken Sie dort auf „Er­wei­ter­te Wie­der­her­stel­lungs­me­tho­den“.
  3. Nun folgt ein Klick auf „Computer auf die Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­set­zen“.
  4. Setzen Sie den Computer gemäß den An­wei­sun­gen zurück.
Hinweis

Setzen Sie Windows 7 auf Werks­ein­stel­lun­gen zurück, gehen alle per­sön­li­chen Daten verloren.

Diese Methode funk­tio­niert nicht, wenn der Punkt „Computer auf die Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­set­zen“ nicht erscheint. Al­ter­na­tiv kann in diesem Fall im Recovery-Modus ein Rück­set­zen erfolgen. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  1. Neustart im Recovery-Modus: Beim Neustart erhalten Sie den Hinweis, wie Sie in den Modus gelangen, am unteren Bild­schirm­rand – meist durch Drücken einer F-Taste wie [F11] oder [F9], manchmal auch– bei Notebooks – in Kom­bi­na­ti­on mit der [Fn]-Taste.
  2. Wählen Sie dann im Recovery-Modus mit den Pfeil­tas­ten die Option „Wie­der­her­stel­lung“ aus.
  3. Nun klicken Sie auf „Weiter“, be­stä­ti­gen danach erneut mit „Weiter“ und entfernen – falls vorhanden – Tastatur und Maus vom Rechner.
  4. An­schlie­ßend beginnt das Zu­rück­set­zen auf Werks­ein­stel­lun­gen.
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