Ins­be­son­de­re bei sensiblen Daten stellt sich immer wieder die Frage, wie es um die Si­cher­heit der ab­ge­leg­ten Dateien bestellt ist. Wer aus diesem Grund seinen eigenen Cloud-Dienst hosten möchte, hat mit ownCloud und dem Ableger Nextcloud funk­ti­ons­star­ke Lösungen parat.

Übersicht: ownCloud vs. Nextcloud

ownCloud Nextcloud
Website owncloud.com nextcloud.com
Ent­wick­ler ownCloud GmbH Nextcloud GmbH
Ver­öf­fent­li­chungs­jahr 2010 2016
Lizenz Open Source / pro­prie­tär Open Source
Clients für Cloud-Zugang Windows, macOS, Linux, iOS, Android Windows, macOS, Linux, iOS, Android
Kos­ten­pflich­ti­ge Features
Hosting in Ei­gen­re­gie möglich

Alle Daten und Angaben haben den Stand vom Januar 2025.

Managed Nextcloud
Ihr per­sön­li­cher Cloud-Speicher
  • Voll­stän­di­ge Da­ten­sou­ve­rä­ni­tät
  • Kein Ad­mi­nis­tra­ti­ons­auf­wand dank Managed-Betrieb
  • Flexibel um Apps und Online Office er­wei­ter­bar

ownCloud vs. Nextcloud: aus­führ­li­cher Vergleich der Open-Source-Clouds

Am 2. Juni 2016 verließ Frank Kar­lit­schek, seines Zeichens Gründer von ownCloud, gemeinsam mit einem Großteil der Ent­wick­ler­schaft das fi­nan­zi­ell schwä­cheln­de ownCloud-Projekt. Das neu formierte Team ver­öf­fent­lich­te noch im selben Jahr eine eigene Cloud-Lösung, deren Fokus stärker auf Col­la­bo­ra­ti­on liegen sollte, unter dem Namen Nextcloud. Zu diesem Zweck wurde die Software in den ver­gan­ge­nen Jahren kon­ti­nu­ier­lich erweitert – heute zählt die Plattform zu den be­lieb­tes­ten selbst ge­hos­te­ten Kol­la­bo­ra­ti­ons­lö­sun­gen weltweit.

Auch das Thema Li­zen­zie­rung hat eine ent­schei­den­de Rolle bei der Trennung gespielt. Dieser Streit­punkt wird im Haupt­un­ter­schei­dungs­merk­mal beider Open-Source-Clouds deutlich: Während ownCloud-User einige Features mitt­ler­wei­le aus­schließ­lich in der kom­mer­zi­ell li­zen­zier­ten En­ter­pri­se-Edition nutzen können, sind sämtliche Nextcloud-Kom­po­nen­ten unter der freien AGPLv3-Lizenz verfügbar. In welcher Hinsicht sich die beiden Cloud-An­wen­dun­gen außerdem un­ter­schei­den und welche Features sie im All­ge­mei­nen aus­zeich­nen, be­trach­ten wir im Folgenden.

ownCloud

ownCloud: Vorteile ownCloud: Nachteile
Desktop-Clients und mobile Apps für alle gängigen Platt­for­men verfügbar Updates er­schei­nen sehr un­re­gel­mä­ßig
Minimale Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen (Hard- und Software) Er­folgs­bi­lanz in puncto Si­cher­heit ist aus­bau­fä­hig (langsame Feh­ler­be­he­bung und Schwach­stel­len-Of­fen­le­gung)
Dank modularem Aufbau hoch­gra­dig er­wei­ter­bar (diverse Zusatz-Apps im eigenen Mar­ket­place verfügbar) Per­for­mance-Probleme bei vielen, kleinen Dateien
Vielzahl an An­lei­tun­gen und aus­führ­li­che Do­ku­men­ta­ti­on dank lang­jäh­ri­ger Markt­prä­senz Kosten für Support durch Ent­wi­ckeln­de

Das ownCloud-Projekt wurde 2010 von Frank Kar­lit­schek ins Leben gerufen. Es sollte Nutzenden eine freie Al­ter­na­ti­ve zu kom­mer­zi­el­len Cloud-Diensten bieten. Der aus Deutsch­land stammende Software-Ent­wick­ler war zuvor in erster Linie als Mitglied der KDE-Community tätig, die sich der Ent­wick­lung freier Software ver­schrie­ben hat. Das Herzstück von ownCloud ist die Server-Anwendung ownCloud Infinite Scale, die auf jedem be­lie­bi­gen Server oder Webspace in­stal­lier­bar ist.

Hin­sicht­lich zu­sätz­lich be­nö­tig­ter Software machen die Her­stel­ler für die aktuelle ownCloud-Version folgende Vorgaben:

ownCloud: Sys­tem­an­for­de­run­gen
Be­triebs­sys­tem Ubuntu 20.04 und 22.04, Debian 10, SUSE Linux En­ter­pri­se Server 12 (SP 4/5) und 15, Red Hat En­ter­pri­se Linux 7, 8 und 9, openSUSE Leap 15.2
Datenbank MySQL 8+, MariaDB 10.2 bis 10.11, Oracle 11 und 12, Post­greS­QL 9 bis 14, SQLite (nicht für Pro­duk­ti­on!)
Webserver Apache 2.4 (mit prefork-MPM-Modul und mod_php)
Skript­spra­che PHP 7.4+

Ist der ownCloud-Server in­stal­liert und ein­ge­rich­tet – im Digital Guide gibt es eine Anleitung, wie Sie ownCloud auf dem Raspberry Pi ein­rich­ten –, können Dateien mithilfe des Desktop-Clients auf diesen hoch­ge­la­den werden. Zu­sätz­lich zu kos­ten­frei­en Clients für macOS, Windows und Linux gibt es mobile Apps für Android und iOS, die im Google Play Store und Apple App Store zum Download be­reit­ste­hen. Mithilfe dieser An­wen­dun­gen erstellen Sie eigenes lokales Ver­zeich­nis, das sich an­schlie­ßend jederzeit und von überall aus mit dem Cloud-Server syn­chro­ni­sie­ren lässt (vor­aus­ge­setzt, es besteht eine In­ter­net­ver­bin­dung). Dank File­sha­ring-Feature können Sie Dateien außerdem mit anderen Usern (bei Bedarf pass­wort­ge­schützt) teilen, sodass diese ebenfalls darauf zugreifen können.

Bild: ownCloud: Windows-Client
Das Interface des ownCloud-Clients gibt jederzeit darüber Auskunft, welche Dateien bereits syn­chro­ni­siert sind und welche nicht.

Für Un­ter­neh­men bietet das ownCloud-Team wahlweise pro­fes­sio­nel­len, kos­ten­pflich­ti­gen Support, wobei zwei ver­schie­de­ne Abon­ne­ment-Modelle zur Verfügung stehen (Stand: Februar 2024): Die Standard Sub­scrip­ti­on enthält E-Mail-Support an Werktagen und kostet monatlich ab 5,24 € pro User (ab 25 Personen). Mit stei­gen­der Nut­zer­zahl ver­rin­gert sich auch der Preis. Dieses Support-Modell ist an die stan­dard­mä­ßi­ge, freie AGPLv3-Lizenz gekoppelt, sodass alle An­pas­sun­gen an der Cloud-Software auch mit der Community geteilt werden. Mit der kos­ten­in­ten­si­ve­ren En­ter­pri­se Sub­scrip­ti­on, die bei mo­nat­li­chen 15,67 € pro User (ab 25 Personen) startet und mit der ownCloud Com­mer­cial License verknüpft ist, erhalten Firmen nicht nur globalen E-Mail- und Telefon-Support, sondern auch Zugriff auf eine Reihe ex­klu­si­ver En­ter­pri­se-Features.

ownCloud bietet diverse Funk­tio­nen, die die Usability der Cloud-Plattform op­ti­mie­ren. Hier eine Übersicht:

ownCloud: Features
Ak­ti­vi­tä­ten-Stream Der Ak­ti­vi­tä­ten-Stream bietet einen Überblick über sämtliche Aktionen der Cloud-User. Wird eine Datei hoch­ge­la­den, be­ar­bei­tet, gelöscht oder geteilt, wird dies in diesem Er­eig­nis­pro­to­koll au­to­ma­tisch ver­zeich­net.
Gruppen- und Rech­te­ma­nage­ment Erstellen Sie Gruppen, um die Freigabe von Dateien für einen be­stimm­ten User-Kreis zu ver­ein­fa­chen. Zu­sätz­lich lässt sich der Zugriff auf geteilte Inhalte selektiv be­schrän­ken (Löschen, Ändern, Erstellen, Teilen).
Un­be­grenz­te Da­tei­grö­ße Die On­line­spei­cher-Software erlaubt es, Dateien jeder Größe zu speichern und zu teilen. ownCloud un­ter­stützt theo­re­tisch Dateien mit einer Größen von bis zu 8 Exabyte.
Ge­mein­sa­mes Arbeiten an Office-Do­ku­men­ten Dank In­te­gra­tio­nen von Office-Suites wie Collabora Online oder On­ly­Off­ice für ownCloud (erfordert En­ter­pri­se oder ownCloud SaaS) lassen sich Office-Dokumente im Team direkt über das Web-Frontend des Cloud-Speicher-Dienstes be­ar­bei­ten.
Ver­sio­nie­rung und Sperrung von Dateien Um Kom­pli­ka­tio­nen beim Zugriff auf die ge­spei­cher­ten Dateien zu ver­hin­dern, lassen sich diese jederzeit sperren. Zu­sätz­lich sorgt ownCloud für eine Ver­sio­nie­rung der Dateien, sodass frühere Versionen jederzeit wie­der­her­ge­stellt werden können.
Im­per­so­na­ti­on Admins können sich bei ent­spre­chen­der Kon­fi­gu­ra­ti­on des Cloud-Speichers als jeglicher User anmelden, um bei­spiels­wei­se bei tech­ni­schen Problemen zu helfen.
Hinweis

Hinzu kommen Funk­tio­nen, die über Apps aus dem ownCloud Mar­ket­place hin­zu­ge­fügt werden können.

Kom­plet­tiert wird das ownCloud-Paket durch ver­schie­de­ne Si­cher­heits­fea­tures, wobei auch hier kleinere Un­ter­schie­de zwischen der klas­si­schen, freien Variante und der En­ter­pri­se-Edition bestehen:

ownCloud Standard ownCloud En­ter­pri­se
Ser­ver­sei­ti­ge Ver­schlüs­se­lung (AES-256)
Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung
SAML/SSO-Au­then­ti­fi­zie­rung
Vi­ren­scan­ner (ClamAV)
Ran­som­wa­re-Schutz
Datei-Firewall
Passwort-Regeln
Audit-Logs
Tipp

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie die En­ter­pri­se-Features für die eigene Cloud benötigen, können Sie diese zunächst 30 Tage lang kostenlos testen. Dazu müssen Sie die Test­ver­si­on lediglich per Kon­takt­for­mu­lar anfordern. Der Download-Link wird an­schlie­ßend zeitnah per E-Mail über­mit­telt.

Nextcloud

Nextcloud: Vorteile Nextcloud: Nachteile
Design der Ober­flä­che lässt sich jederzeit und un­kom­pli­ziert an die eigenen Vor­stel­lun­gen anpassen Im KMU-Bereich nur mit externem Hosting-Dienst­leis­ter zu empfehlen
Stan­dard­mä­ßig ak­ti­vier­ter Brute-Force-Schutz und diverse andere Si­cher­heits-Features Nicht alle der ver­füg­ba­ren Zusatz-Apps sind so hoch­wer­tig wie die Cloud-Lösung selbst
Bietet neben File­sha­ring ver­schie­de­ne weitere Col­la­bo­ra­ti­on-Features wie Audio- und Video-Un­ter­hal­tung Per­for­mance-Probleme bei vielen kleinen Dateien
Ver­hält­nis­mä­ßig schnelle Updates bei Bugs oder Si­cher­heits­lü­cken Support durch Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler kos­ten­pflich­tig

Als Nextcloud 2016 zum ersten Mal als ei­gen­stän­di­ge Ab­spal­tung von ownCloud ver­öf­fent­licht wurde, handelte es sich im Grunde genommen um die Open-Source-Edition der damaligen ownCloud-Version, der man lediglich ein neues Design verpasst hatte. Seitdem hat die Nextcloud GmbH, der sich neben Kar­lit­schek auch andere Ehemalige des ownCloud-Projekts an­ge­schlos­sen haben, die Um­ge­stal­tung der Software al­ler­dings im Eiltempo vor­an­ge­trie­ben.

Die ele­men­ta­re Anwendung heißt Nextcloud Server und kann auf nahezu allen Webspaces und Servern in­stal­liert werden. Das Ent­wick­ler­team empfiehlt für einen stabilen Betrieb der Cloud min­des­tens 512 MB Ar­beits­spei­cher. Auch in Sachen Software-Vor­aus­set­zun­gen un­ter­schei­det sich Nextcloud nicht we­sent­lich von seinem Vorgänger:

Nextcloud: Sys­tem­an­for­de­run­gen
Be­triebs­sys­tem Ubuntu 22.04 und 24.04, Debian 12, SUSE Linux En­ter­pri­se Server 15, Red Hat En­ter­pri­se Linux 8 und 9, CentOS Stream, Open SUSE Leap 15.5
Datenbank MySQL 8.0 oder 8.4, MariaDB 10.6, 10.11 oder 11.4, Oracle 11g, 18, 21, 23, Post­greS­QL 13 bis 14, SQLite 3.16+ (nur für Testing und mi­ni­ma­lis­ti­sche Instanzen empfohlen)
Webserver Apache 2.4 (mod_php oder php-fpm), NGINX (mit PHP-FPM-Modul)
Skript­spra­che PHP 8.2 bis 8.4

Für den Upload von Dateien auf den fertig ein­ge­rich­te­ten Nextcloud-Server stehen Desktop-Clients für alle gängigen Be­triebs­sys­te­me zur Verfügung. Windows- und macOS-User finden die not­wen­di­gen In­stal­la­ti­ons­da­tei­en auf der Homepage des Open-Source-Programms, Linux-User (openSUSE, Arch Linux, Fedora, Ubuntu, Debian) sollten diese in der Pa­ket­ver­wal­tung ihrer Linux-Dis­tri­bu­ti­on vorfinden. Für den Zugriff von mobilen Geräten stehen kos­ten­freie Apps für Android und iOS zur Verfügung. Die Clients er­mög­li­chen es, einen oder mehrere lokale Ordner mit dem Server zu syn­chro­ni­sie­ren. Dank Da­tei­ma­na­ger und File­sha­ring-Feature können alle ge­spei­cher­ten Dateien leicht über­blickt und mit anderen Personen in der Cloud bzw. über öf­fent­li­che Links geteilt werden.

Bild: Screenshot von der Nextcloud-Website
Screen­shot von der Nextcloud-Website; Quelle: https://nextcloud.com/de/

Da eine kom­mer­zi­el­le Lizenz nicht zur Phi­lo­so­phie des Ent­wick­ler­teams passt, laufen sämtliche Nextcloud-Kom­po­nen­ten aus­nahms­los unter der freien GNU-AGPLv3-Lizenz. Kos­ten­pflich­ti­ge En­ter­pri­se-Pakete (ab 100 Nutzenden) mit Leis­tun­gen wie Profi-Support, Kol­la­bo­ra­ti­ons-Tools und ver­schie­de­nen In­te­gra­tio­nen hat die Nextcloud GmbH al­ler­dings ebenfalls im Portfolio, wobei gleich zwischen vier ver­schie­de­nen Preis­mo­del­len gewählt werden kann:

  • Basic: Das Basic-Paket, das jährlich ab 37,49 € pro User kostet, be­inhal­tet – zu­sätz­lich zum Support via E-Mail (innerhalb von drei Werktagen) und Zugang zum Nextcloud Wis­sens­por­tal – Lang­zeit­sup­port für ein Jahr.
  • Standard: Branding, In­stal­la­ti­ons­über­prü­fung, Telefon-Support zu den of­fi­zi­el­len Ge­schäfts­zei­ten sowie einen ein­jäh­ri­gen Lang­zeit­sup­port erhält man im Standard-Abon­ne­ment jährlich ab 67,89 € pro User.
  • Premium: Wer zum Premium-Plan greift, zahlt jährlich 99,99 € pro User und erhält im Gegenzug Pla­nungs­si­cher­heit für 5+ Jahre, Telefon- und Mail-Support (er­wei­ter­te Ge­schäfts­zei­ten) und – sofern benötigt – Un­ter­stüt­zung bei der Ska­lie­rung des Cloud-Speichers.
  • Ultimate: Im Ultimate-Paket, das ab 195 € pro User im Jahr kostet, erhalten Sie Zugriff auf das komplette Feature-Paket von Nextcloud – von 24/7-Support über die In­te­gra­ti­on pro­fes­sio­nel­ler Tools bis hin zu einer SIP-Bridge, die Nextcloud Talk für pro­fes­sio­nel­le IP-Telefonie mit einem SIP-Provider verbindet.
voSMDRFK9SQ.jpg Zur Anzeige dieses Videos sind Cookies von Dritt­an­bie­tern er­for­der­lich. Ihre Cookie-Ein­stel­lun­gen können Sie hier aufrufen und ändern.

Auch Nextcloud ist nicht einfach nur auf den Up- und Download von Dateien be­schränkt, sondern mit ver­schie­de­nen Features aus­ge­stat­tet, die sowohl einfachen Usern als auch or­ga­ni­sie­ren­den Ad­mi­nis­tra­to­rin­nen und Ad­mi­nis­tra­to­ren zu­sätz­li­che Mög­lich­kei­ten eröffnen und die Da­tei­spei­che­rung ver­ein­fa­chen:

Nextcloud: Features
Workflow-Ma­nage­ment Workflow-Features wie eine Da­tei­zu­griffs­kon­trol­le oder eine au­to­ma­ti­sche Da­tei­er­fas­sung helfen Admins dabei, die Kontrolle zu behalten. Auf Basis eines leicht kon­fi­gu­rier­ba­ren Re­gel­werks können bei­spiels­wei­se bestimmte Aktionen für eine fest­ge­leg­te Nut­zer­grup­pe gesperrt werden.
Server-Mo­ni­to­ring Nextcloud liefert einen Überblick über die Nut­zer­ak­ti­vi­tä­ten und in­for­miert z. B. über vor­ge­nom­me­ne Än­de­run­gen oder den Download frei­ge­ge­be­ner Dateien. Das Mo­ni­to­ring-Modul gibt zudem In­for­ma­tio­nen zur Per­for­mance und Sta­bi­li­tät des eigenen Cloud-Servers.
In­te­grier­te Office-Lösungen Nextcloud Hub hat nativ Tools für das Echtzeit-Do­ku­men­ten­ma­nage­ment in­te­griert. Mit beliebten Lösungen wie Collabora Online oder On­ly­Off­ice können Sie gemeinsam mit anderen Personen an Office-Do­ku­men­ten (Libre­Of­fice/Microsoft Office) arbeiten.
Branding & Theming Mithilfe der Theming-App lässt sich das Aussehen der eigenen Cloud mo­di­fi­zie­ren. Ohne Zu­satz­kos­ten können das eigene Logo eingebaut, ein anderes Hin­ter­grund­bild gewählt und Name und Slogan verändert werden.
Voll­text­su­che In Kom­bi­na­ti­on mit dem In­de­xie­rungs-Dienst Apache Solr oder Ela­s­tic­se­arch können Sie eine Voll­text­su­che für den Cloud-Speicher ein­rich­ten. Solr erfasst dabei u. a. Text-, PDF-, Bilder- und Au­dio­da­tei­en sowie Office-Dokumente (Microsoft Office und Libre­Of­fice).
Col­la­bo­ra­ti­on Workspaces geben Nextcloud-Nutzenden die Mög­lich­keit, Ordner mit Notizen, To-do-Listen und anderem Kontext zu bestücken. Andere User können diese In­for­ma­tio­nen wiederum in Echtzeit be­ar­bei­ten oder bei­spiels­wei­se als erledigt markieren. Zudem in­for­miert das Dashboard über den Status anderer Nutzer: Sind diese online oder offline? Haben sie eine Datei geöffnet oder geben sie gerade eine Antwort auf einen hin­ter­las­se­nen Kommentar?
All-in-One-In­stal­la­ti­on Um In­stal­la­tio­nen für kleine und mittlere Un­ter­neh­men zu ver­ein­fa­chen, gibt es Nextcloud als All-in-One-Docker- oder VM-Image. Auch die direkte In­stal­la­ti­on in ver­schie­de­ne Cloud-Um­ge­bun­gen wie Azure und AWS ist möglich.

Dank des modularen Aufbaus liegt eine der Stärken der Cloud-Plattform in ihrer hoch­gra­di­gen Er­wei­ter­bar­keit: Über die Nextcloud-Apps lassen sich die ver­schie­dens­ten Funk­tio­nen aus Bereichen wie „In­te­gra­ti­on“, „Mul­ti­me­dia“, Büro & Text“ oder „Au­then­ti­fi­zie­rung & Au­to­ri­sie­rung“ hin­zu­fü­gen. Alle offiziell un­ter­stütz­ten Er­wei­te­run­gen listet Nextcloud im eigenen App Store auf. Dort finden Sie nicht nur Do­ku­men­ta­tio­nen und Download-Links für die über 200 ver­füg­ba­ren Er­wei­te­run­gen, sondern auch einen Guide für die Modul-Pro­gram­mie­rung.

Min­des­tens ebenso wichtig wie ein großes Arsenal an Features ist die Si­cher­heit der Daten, die mithilfe der Software in den „Privat“-Clouds ge­spei­chert werden. Deshalb gibt Nextcloud den Be­trei­ben­den wir­kungs­vol­le Werkzeuge an die Hand, die für einen best­mög­li­chen Schutz sorgen sollen:

Nextcloud: Si­cher­heit & Schutz
Ser­ver­sei­ti­ge Ver­schlüs­se­lung (AES-256) Zu­sätz­lich zum stan­dard­mä­ßi­gen Da­ten­trans­fer über SSL/TLS können sämtliche In­for­ma­tio­nen auf dem Server ver­schlüs­selt werden.
Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung Nextcloud er­mög­licht die Spei­che­rung und den Austausch von Dateien/Ordnern mit Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung.
Brute-Force-Schutz Per Standard-Ein­stel­lung bietet Nextcloud Schutz vor Brute-Force-Angriffen.
Content Security Policy 3.0 Das Web-Interface der Open-Source-Cloud kann dank Content Security Policy 3.0 (CSP) ab­ge­si­chert werden.
Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung Über die Kom­man­do­zei­le können Ad­mi­nis­trie­ren­de die Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung für Nutzende ak­ti­vie­ren bzw. de­ak­ti­vie­ren.
SAML/SSO-Au­then­ti­fi­zie­rung Nextcloud un­ter­stützt die Markup-Sprache SAML und den Single-Sign-on (Ein­mal­an­mel­dung).
Passwort-Regeln Admins haben die Mög­lich­keit, Richt­li­ni­en für die Er­stel­lung von Pass­wör­tern (Login, Da­tei­frei­ga­be) zu erstellen.

Um Nextcloud zu testen, muss man die Cloud-Software nicht her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren. Auf der Homepage können Sie ihre eigene Nextcloud-Demo-Instanz erzeugen und die Cloud-Anwendung 60 Minuten lang aus­pro­bie­ren.

Die wich­tigs­ten Un­ter­schie­de zwischen ownCloud und Nextcloud

Nextcloud ist in puncto Col­la­bo­ra­ti­on we­sent­lich am­bi­tio­nier­ter als ownCloud kon­zi­piert. Seit dem Release 2016 hat sich die einstige Ab­spal­tung von einer einfachen Syn­chro­ni­sie­rungs- und Sharing-Lösung für Dateien zu einer erst­klas­si­gen Al­ter­na­ti­ve zu Cloud-Suites wie Microsoft 365 ent­wi­ckelt. Die Un­ter­schie­de in Sachen Da­tei­spei­che­rung und File­sha­ring sind derweil nur gering.

Wichtige Un­ter­schei­dungs­merk­ma­le fallen erst bei der Be­trach­tung der Zusatz- und Si­cher­heits­fea­tures auf: Ei­ner­seits sorgt die Li­zenz­po­li­tik von ownCloud dafür, dass gewisse Kom­po­nen­ten wie die Voll­text­su­che, Workflow-Ma­nage­ment oder Branding nur für die zahlende En­ter­pri­se-Kund­schaft verfügbar sind. Nextcloud-User haben derartige Ein­schrän­kun­gen nicht, da lediglich Support und Update-Service extra kosten.

Mit Features wie in­te­grier­tem Echtzeit-Do­ku­men­ten­ma­nage­ment oder Audio- und Vi­deo­te­le­fo­nie hat Nextcloud den Vorgänger in Sachen Funk­ti­ons­um­fang ebenso schnell über­flü­gelt wie in Sachen Si­cher­heit: Au­to­ma­tisch ein­ge­rich­te­ter Brute-Force-Schutz, leicht ein­richt­ba­re Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung oder ser­ver­sei­ti­ge Da­tei­ver­schlüs­se­lung sind nur einige der stan­dard­mä­ßi­gen Nextcloud-Si­cher­heits­fea­tures.

Nextcloud-Lösungen von IONOS

Als Partner von Nextcloud spielt die Cloud-Col­la­bo­ra­ti­on-Software auch bei IONOS eine große Rolle: So erhalten Selbst­stän­di­ge, kleine und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men mit der Nextcloud-App die passende Lösung, um die Anwendung direkt auf dem ge­mie­te­ten Server zu in­stal­lie­ren und für die eigenen Zwecke zu nutzen. Als Nutzerin oder Nutzer pro­fi­tie­ren Sie dabei nicht nur von dem passenden Hardware- und Software-Grund­ge­rüst und einer ver­ein­fach­ten In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung, sondern bleiben dank IONOS immer auch auf dem neuesten (Si­cher­heits-)Stand und zu 100 Prozent DSGVO-konform.

Wenn Sie einen eigenen Server mit Nextcloud-Cloud rea­li­sie­ren wollen, können Sie mit Managed Nextcloud Hosting von IONOS außerdem auf eine Lösung zu­rück­grei­fen, die besonders bequem ist: Sie erhalten nicht nur ein passendes Hardware-Konstrukt, sondern pro­fi­tie­ren auch von einer un­kom­pli­zier­ten „Ein-Klick“-In­stal­la­ti­on der Nextcloud-Software!

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