Das 5. Kapitel unserer Ar­ti­kel­rei­he über den Weg zur eigenen Mobile Native App erklärt Ihnen, wie Sie in einem App-Store eine iOS- bzw. Android-App ver­öf­fent­li­chen. Da sich das Hochladen einer Ap­pli­ka­ti­on im Google Play Store deutlich anders gestaltet als beim App-Store von Apple, haben wir das Kapitel zwei­ge­teilt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie auf Google Play eine App hochladen und was es im Rahmen der Ver­öf­fent­li­chung noch alles zu be­rück­sich­ti­gen gilt. Das hierauf folgende Kapitel 5.2 behandelt hingegen die Anmeldung einer Ap­pli­ka­ti­on im App-Store von Apple.

Doch ehe Sie Ihre App ein­rei­chen – egal, ob im Play Store oder im App-Store von Apple – sollten Sie die Anwendung selbst­ver­ständ­lich best­mög­lich auf Fehler und Dar­stel­lungs­pro­ble­me getestet haben. Sobald aber die Ap­pli­ka­ti­on den letzten Fein­schliff bekommen hat, ist es an der Zeit, die Anwendung zu pu­bli­zie­ren. In den kommenden Ab­schnit­ten erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Android-App im Play Store ver­öf­fent­li­chen und was Sie bei der Vor­be­rei­tung, An­mel­dun­gen und den Ein­stel­lun­gen be­rück­sich­ti­gen müssen.

Eine Android-App ver­öf­fent­li­chen: Welche Schritte sind er­for­der­lich?

Um Ihre eigene App bei Google Play ver­öf­fent­li­chen zu können, müssen Sie sich bei mehreren Diensten anmelden: Neben einem Google-Konto benötigen Sie noch einen kos­ten­pflich­ti­gen Zugang für die Plattform Google Play Developer Console (wichtige In­for­ma­ti­on vorab: Die Bezahlung ist dort nur mit Kre­dit­kar­te möglich). Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie Sie die not­wen­di­gen Konten erstellen und über diese Ihre Android-App hochladen. Al­ler­dings ist es sinnvoll, als Erstes die App zu for­ma­tie­ren und so für die Anmeldung im Play Store vor­zu­be­rei­ten.

Eine signierte APK-Datei der App her­stel­len

Eine App muss in dem APK-Format (Abkürzung für „Android Package“) vorliegen, um auf einem Gerät mit Android-Be­triebs­sys­tem in­stal­liert werden zu können. Die APK-Datei enthält alle Be­stand­tei­le einer Anwendung in kom­pri­mier­ter Form. Darüber hinaus ist auch eine Si­gnie­rung dieser Datei er­for­der­lich – die digitale Signatur dient dem Nachweis über den Urheber einer App und ist ebenfalls für die In­stal­la­ti­on unter Android notwendig. Gut zu wissen: Sie müssen nicht für jede App eine neue Signatur erstellen, sondern können eine bereits erstellte auch für weitere Android-An­wen­dun­gen nutzen. Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, um eine Android-Ap­pli­ka­ti­on zu signieren. Relativ einfach gelingt das durch die Nutzung des Android Studios. Die folgenden Zeilen be­schrei­ben Schritt für Schritt, wie Sie Ihre App in das APK-Format inklusive einer Signatur über­tra­gen.

  • Öffnen Sie in Android Studio Ihr App-Projekt und klicken dort unter dem Reiter „Build“ auf den Menüpunkt „Generate Signed APK“.
  • In dem neu ge­öff­ne­ten Fenster legen Sie nun einen so­ge­nann­ten Key Store Path fest (den Spei­cher­ort für die App-Signatur bzw. den Key). Wenn Sie schon für vorherige Android-An­wen­dun­gen einen solchen Spei­cher­pfad angelegt haben, können Sie diesen einfach wie­der­ver­wen­den. Haben Sie hingegen noch nie einen Key Store Path erstellt oder möchten für diese App einen weiteren erzeugen, legen Sie einen neuen Spei­cher­ort inklusive Passwort an (notieren Sie sich diesen Key Store Path, falls sie ihn auch für zu­künf­ti­ge Apps verwenden möchten). An­schlie­ßend geben Sie unter „Alias“ den Namen des Keys und danach das Passwort für diesen an. Außerdem müssen Sie noch die Gül­tig­keit der Signatur ein­stel­len (empfohlen sind min­des­tens 25 Jahre) sowie min­des­tens eine weitere Angabe in dem Zer­ti­fi­kat eingeben (bei­spiels­wei­se Ihren Vor- und Nachnamen oder den Fir­men­na­men).
  • Nachdem Sie entweder einen neuen Spei­cher­pfad für die Signatur erstellt oder einen bereits exis­tie­ren­den aus­ge­wählt und die Pass­wör­ter hierfür ein­ge­tra­gen haben, öffnen Sie die nächste Ein­ga­be­mas­ke mit einem Klick auf „Next“. Dort tragen Sie den Ziel­ord­ner für die signierte APK-Datei ein und geben an, ob es sich dabei um eine Test­ver­si­on der App („debug“) oder eine fertige App („release“) handelt. Sobald Sie unter „Build Type“ die Release-Version auswählen, müssen Sie noch im darunter liegenden Feld angeben, ob Sie eine kos­ten­lo­se oder kos­ten­pflich­ti­ge Anwendung ver­öf­fent­li­chen möchten. Falls Sie Ihre App sowohl in einer Gratis- als auch in einer ge­büh­ren­pflich­ti­gen Version anbieten möchten, können Sie auch beides auswählen (bei Windows und Linux unter Nutzung der Strg-Taste; bei Mac mithilfe der Be­fehls­tas­te). Nachdem Sie alle Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men haben, be­stä­ti­gen Sie diese unter „Finish“. Nun wird die signierte APK-Datei in dem von Ihnen fest­ge­leg­ten Ordner generiert und kann als App im Play Store ver­öf­fent­licht werden.

Re­gis­trie­rung bei Google

Bevor Sie im App-Store von Google Ihre App hochladen können, benötigen Sie jedoch mehrere Accounts bei Google.

  • Grund­le­gend für das weitere Vorgehen ist ein all­ge­mei­nes Google-Konto. Sofern Sie noch keines angelegt haben oder Ihren be­stehen­den (privaten) Account nicht für die App-Ver­wal­tung nutzen möchten, legen Sie als erstes über die An­mel­de­sei­te von Google ein neues Konto an.
  • Mit diesem Google-Account an­ge­mel­det, besuchen Sie dann den Web­auf­tritt der Google Play Developer Console und re­gis­trie­ren sich dort: Eine Anmeldung auf dieser Plattform ist für das Ein­rei­chen von Apps im Play Store notwendig. Die Mit­glied­schaft als Google Play Developer kostet Sie eine einmalige Gebühr von 25 US-Dollar und muss per Kre­dit­kar­te bezahlt werden. Nachdem Sie den Be­zahl­vor­gang ab­ge­schlos­sen haben, müssen Sie an­schlie­ßend nur noch die ge­for­der­ten In­for­ma­tio­nen angeben und schon ist Ihre per­sön­li­che Developer Console ein­satz­be­reit. Der „Ent­wick­ler­na­me“ wird übrigens später im Google Play Store als Urheber der App angegeben – al­ler­dings können Sie ihn noch ändern.
  • Wenn Sie eine ge­büh­ren­pflich­ti­ge Android-App hochladen oder an­der­wei­tig mit der Anwendung Geld verdienen möchten (etwa über In-App-Käufe, Abon­ne­ments etc.), benötigen Sie auch noch ein Google-Payments-Händ­ler­kon­to. Dies ist ebenfalls schnell erstellt: Hierfür klicken Sie im Menü der Google Play Developer Console auf den Reiter „Berichte“ und dort auf den Menüpunkt „Fi­nanz­be­rich­te“. Nun wählen sie „Jetzt Händ­ler­kon­to ein­rich­ten“ aus und tragen die Angaben zu Ihrem Händ­ler­kon­to in die Ein­ga­be­mas­ke ein.

Auf Google Play eine App hochladen: Eine Anleitung

Nachdem Sie sich bei allen er­for­der­li­chen Google-Diensten re­gis­triert haben, können Sie nun im Google Play Store Ihre App hochladen. Al­ler­dings ist mit dem Upload der Ap­pli­ka­ti­on diese nicht direkt im Google Play Store verfügbar, denn jede ein­ge­reich­te App wird vor der Pu­bli­ka­ti­on von Google geprüft. Wie viel Zeit dies in Anspruch nimmt, variiert von Fall zu Fall. Meist ist die ein­ge­reich­te App jedoch nach wenigen Stunden im App-Store verfügbar.

Der Upload Ihrer App erfolgt über die Google Play Developer Console. Nach dem Log-in auf der Plattform klicken Sie im Menü unter „Alle Apps“ den Button „Neue App hin­zu­fü­gen“. Dort geben Sie dann die Sprache der Anwendung an und tragen den Namen der App ein (wobei Sie beide Angaben zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder ändern können). Durch einen Klick auf „APK hochladen“ gelangen Sie in ein neu er­stell­tes Menü, das den Namen Ihrer App trägt. Dort sehen Sie auf der linken Seite ver­schie­de­ne Me­nü­punk­te („APK“, „Store-Eintrag“, „Ein­stu­fung des Inhalts“ etc.), denen Sie sich nun nach und nach widmen.

Tipp

Während des Aus­fül­lens der einzelnen Me­nü­punk­te ist es jederzeit möglich, den aktuellen Stand mit einem Klick auf den Button „Entwurf speichern“ zu sichern. Außerdem können Sie sich über den darüber stehenden Link „Warum kann ich nichts ver­öf­fent­li­chen?“ anzeigen lassen, welche Angaben noch er­for­der­lich sind, damit Sie bei Google Ihre App hochladen können.

APK

Dies Menü dient dem Hochladen der si­gnier­ten APK-Datei Ihrer App. Es stehen dort mehrere Aus­wahl­mög­lich­kei­ten zur Verfügung:

  • Falls sich Ihre Ap­pli­ka­ti­on noch im Test­sta­di­um befindet, können Sie einen Alpha- oder Betatest für die App ein­rich­ten. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen einem ge­schlos­se­nen oder offenen Test. Bei einem ge­schlos­se­nen Test bestimmen Sie selbst, welche Nutzer Ihre Anwendung testen – Sie laden diese per E-Mail zu dem Test ein (die Test­per­so­nen benötigen hierfür entweder einen Google-Account oder ein Google-Apps-Konto). Dem­ge­gen­über richtet sich ein offener Test meist an eine größere Zahl an Nutzern, da hierbei Ihre Ap­pli­ka­ti­on von jedem Play-Store-Nutzer getestet und mittels eines privaten Feedbacks an Sie bewertet werden kann (öf­fent­li­che Be­wer­tun­gen Ihrer App gibt es bei beiden Test­for­men nicht).
  • Wenn Ihre App hingegen bereits getestet wurde und Sie schnellst­mög­lich Ihre Android-App ver­öf­fent­li­chen möchten, nutzen Sie die Option „Erste APK-Datei in der Pro­duk­ti­ons­pha­se hochladen“.

Un­ab­hän­gig davon, ob Sie eine Test­ver­si­on oder die finale Anwendung Ihrer Android-App ein­rei­chen möchten: In beiden Fällen laden Sie Ihre App in Form der si­gnier­ten APK hoch, die Sie zuvor mit dem Android Studio erstellt haben. Damit befindet sich die App zwar in Ihrer Developer Console – al­ler­dings ist sie sie bisher weder im Google Play Store verfügbar, noch für die Ver­öf­fent­li­chung im App-Store an­ge­mel­det. Hierfür sind noch einige weitere Angaben in den anderen Me­nü­punk­ten vonnöten.

Store-Eintrag

Als Nächstes wenden Sie sich dem Store-Eintrag Ihrer App zu – in diesem geben Sie jene In­for­ma­tio­nen an, die Nutzer später auf der App-Seite im Google Play Store finden sollen.

  • In der Sektion „Pro­dukt­de­tails“ können Sie die Sprache und den Titel der App ändern. Außerdem müssen Sie auch eine kurze Be­schrei­bung, die die App vorstellt, und eine zu­sätz­li­che, aus­führ­li­che­re Be­schrei­bung der Ap­pli­ka­ti­on eintragen – beide Texte er­schei­nen nach der Ver­öf­fent­li­chung auf der De­tail­sei­te der App im Play Store.
  • Des Weiteren benötigt jeder Eintrag im Play Store eine gewisse Anzahl an „Gra­fik­in­hal­ten“. So müssen Sie min­des­tens zwei Screen­shots hochladen, die der Ver­an­schau­li­chung Ihrer App im Play Store dienen. Die Bilder benötigen ein be­stimm­tes Format: Achten Sie dabei auf die Min­dest­grö­ße (320 Pixel) sowie die Ma­xi­mal­grö­ße (3840 Pixel). Außerdem dürfen Grafiken nur als JPEG- oder 24-Bit-PNG-Datei hoch­ge­la­den werden. Zudem darf das Sei­ten­ver­hält­nis der Screen­shots nicht größer als 2:1 sein.
    Neben den Screen­shots sind auch ein hoch­auf­lö­sen­des Symbol (als 32-Bit-PNG mit den Maßen 512 x 512 Pixel) sowie eine Vor­stel­lungs­gra­fik (1024 Pixel breit und 500 Pixel hoch – als 24-Bit-PNG) ob­li­ga­to­risch. Ob man zu­sätz­lich noch eine Wer­be­gra­fik, ein Banner für Android-TV-Geräte oder ein Wer­be­vi­deo hinzufügt, steht einem aber selbst frei zu ent­schei­den.
  • Nach dem Upload der Bild­da­tei­en wird nun unter „Ka­te­go­ri­sie­rung“ der Inhalt der App näher ein­ge­grenzt. In dem Feld App-Typ legen Sie fest, ob es sich bei der Android-App um ein Spiel oder um eine an­der­wei­ti­ge Ap­pli­ka­ti­on handelt. In der Sektion Kategorie grenzen Sie an­schlie­ßend das The­men­feld der Anwendung näher ein.
    Als Nächstes müssen Sie unter Ein­stu­fung des Inhalts eine Ein­schät­zung dazu abgeben, ob Ihre App einer Al­ters­be­schrän­kung un­ter­lie­gen sollte. Sie haben die Wahl zwischen vier ver­schie­de­nen Niveaus („alle“, „niedrig“, „mittel“, „hoch“). Mit der Ein­stu­fung „alle“ kenn­zeich­nen Sie die App-Inhalte als un­be­denk­lich für sämtliche Nutzer. Wenn in Ihrer Anwendung hingegen Dinge the­ma­ti­siert werden, die für jüngere Nutzer eher un­ge­eig­net sind, sollten Sie dies auch dem­entspre­chend angeben. Mehr In­for­ma­tio­nen zu der grund­le­gen­den Ein­stu­fung der App-Inhalte finden Sie auf der Hilf­e­sei­te der Google Play Developer Console.
    In der Ver­gan­gen­heit gab es lediglich diese vier­stu­fi­ge Bewertung der App-Inhalte. Mitt­ler­wei­le hat Google die Be­ur­tei­lung um den Punkt neue Ein­stu­fung des Inhalts ergänzt. Dort sind die ge­for­der­ten Ein­stel­lun­gen deutlich aus­führ­li­cher und die Be­ur­tei­lung der App erfolgt durch die Be­ant­wor­tung eines Fra­ge­bo­gens. Der Ein­stu­fung der App-Inhalte durch diesen neuen Fra­gen­ka­ta­log wird in­zwi­schen eine hohe Relevanz bei­gemes­sen und dem­entspre­chend findet man links in der Übersicht der Developer Console dazu einen eigenen Me­nü­ein­trag.
    Mit dem Fra­ge­bo­gen können Sie sich jedoch auch später noch genauer aus­ein­an­der­set­zen – vorerst ist in diesem Schritt nur wichtig, dass Sie über das Drop-down-Menü die Inhalte Ihrer Ap­pli­ka­ti­on einer der vier Stufen zuordnen.
  • Im Folgenden ist unter „Kon­takt­in­for­ma­tio­nen“ die Nennung einer E-Mail-Adresse notwendig – die Angaben zu einer Website und Te­le­fon­num­mer sind hingegen optional.
  • Die Sektion „Da­ten­schutz­er­klä­rung“ markiert das letzte Feld im Store-Eintrag. Hinweise zum Da­ten­schutz sind vor allem dann er­for­der­lich, wenn Ihre App Zugriff auf ver­trau­li­che Nutzer- bzw. Ge­rä­te­da­ten der User verlangt. Generell sollte aber jede App In­for­ma­tio­nen über die Spei­che­rung und Ver­wer­tung von per­sön­li­chen Daten be­inhal­ten – egal, wie viele Daten erhoben werden.
    Die Da­ten­schutz­er­klä­rung der App hin­ter­le­gen Sie auf einer Webseite
    und tragen die URL der Seite in dem dafür vor­ge­se­hen Feld ein. Falls Sie über keine eigene Website verfügen, auf der Sie die er­for­der­li­che Seite für die Da­ten­schutz­er­klä­rung ein­rich­ten können, gibt es dafür viele al­ter­na­ti­ve Optionen. Bei­spiels­wei­se lässt sich über kos­ten­lo­se Dienste wie Google Docs oder Google Sites eine solche Webseite erstellen.
    Der Hin­weis­text einer Ap­pli­ka­ti­on ähnelt zu großen Teilen der Da­ten­schutz­er­klä­rung einer Website  – jedoch sind einige app-spe­zi­fi­sche An­pas­sun­gen vonnöten (z. B. müssen Sie über die Zu­griffs­rech­te der App und die Spei­cher­dau­er der erhobenen Daten in­for­mie­ren). Einen guten Überblick über die App-Da­ten­schutz­er­klä­rung finden Sie auf da­ten­schutz­be­auf­trag­ter-info.de.

Nun haben Sie alle not­wen­di­gen Ein­stel­lun­gen im Store-Eintrag vor­ge­nom­men und speichern den Entwurf über den Button ganz oben auf der Seite. Als Nächstes widmen Sie sich der Bewertung der Inhalte Ihrer App.

Ein­stu­fung des Inhalts

In diesem Menüpunkt soll über den bereits erwähnten Fra­ge­bo­gen fest­ge­stellt werden, ob Apps einer Al­ters­be­schrän­kung un­ter­lie­gen sollten bzw. ob gewisse Inhalte für bestimmte Regionen blockiert oder gefiltert werden müssen. Bevor Sie mit der Bewertung der App-Inhalte beginnen, geben Sie erneut eine E-Mail-Adresse für even­tu­el­le Rück­fra­gen an.

  • Unter „App-Kategorie auswählen“ wählen Sie das The­men­feld Ihrer Anwendung, das Sie zuvor bereits im Store-Eintrag aus­ge­wählt haben, und füllen dann den an­ge­zeig­ten Fra­gen­ka­ta­log aus. Nehmen Sie sich dafür aus­rei­chend Zeit und achten Sie darauf, die Angaben absolut wahr­heits­ge­mäß zu tätigen. Google kann bei einer Falsch­dar­stel­lung der App-Inhalte die Anwendung im Play Store sperren oder entfernen.
  • Sobald Sie alle Fragen be­ant­wor­tet haben, betätigen Sie den Button „Fra­ge­bo­gen speichern“. Dann können Sie mit einem weiteren Klick die er­mit­tel­te Al­ters­frei­ga­be aufrufen: Unter Be­rück­sich­ti­gung Ihrer Antworten wird die Al­ters­frei­ga­be Ihrer App für die ver­schie­de­nen Länder ermittelt.
  • Wenn Sie an der Ein­schät­zung Ihrer App nichts zu be­an­stan­den haben, über­neh­men Sie die Ein­stu­fung und schließen damit diesen Me­nü­ein­trag ab.

Preis­ge­stal­tung und Vertrieb

Für die Ein­rei­chung Ihrer App benötigt Google noch weitere In­for­ma­tio­nen zur Preis­po­li­tik hin­sicht­lich Ihrer App.

  • Wenn Sie eine kos­ten­lo­se Android-App ver­öf­fent­li­chen möchten, können Sie diesen Menüpunkt schnell abhandeln: In diesem Fall vermerken Sie einfach, dass Ihre App gratis angeboten werden soll. Darüber hinaus geben Sie an, in welchen Ländern Ihre App down­load­bar sein soll. Nachdem Sie die Häkchen in den Kon­troll­käst­chen „Richt­li­ni­en für Inhalte“ und „Ex­port­be­stim­mun­gen der USA“ (bei Google handelt es sich um einen US-ame­ri­ka­ni­schen Konzern – deshalb dieser Eintrag) gesetzt haben, speichern Sie noch einmal den Entwurf und sind mit der Ein­rich­tung Ihrer App fertig.
    Bei einer kostenlos ein­ge­stell­ten App ist es übrigens nicht möglich, ihren Status nach­träg­lich zu einem kos­ten­pflich­ti­gen Angebot ab­zu­än­dern. Hierfür muss man die App als neues Projekt anlegen.
  • Falls Sie eine kos­ten­pflich­ti­ge App im Play Store ver­öf­fent­li­chen wollen, werden einige weitere Angaben benötigt. Neben dem Stan­dard­preis für den Download der App müssen Sie bei­spiels­wei­se noch festlegen, ob Sie den Preis in anderen Ländern au­to­ma­tisch anpassen und umrechnen lassen möchten oder ihn für die einzelnen Länder manuell festlegen. Übrigens erhebt Google pro Trans­ak­ti­on eine Gebühr von 30 Prozent des Netto-Umsatzes.
    Es hat sich vie­ler­orts die Ansicht durch­ge­setzt, dass ein fester App-Preis für den Erwerb von Android-An­wen­dun­gen eine zu große Hürde für viel Android-User darstellt. Vor allem bei neuen, noch un­be­kann­ten Apps ist es von Vorteil, wenn sich die User zunächst ein Bild von der Anwendung machen können, bevor sie hierfür zahlen müssen. Deshalb stellen Freemium-Apps eine gute Al­ter­na­ti­ve zur klas­si­schen Bezahl-App dar – bei diesen ist die grund­le­gen­de Ap­pli­ka­ti­on kostenlos, jedoch sind weitere Features nur gegen Bezahlung verfügbar.

Nachdem Sie Sie Ihre App als ge­büh­ren­pflich­tig oder -frei aus­ge­zeich­net haben, speichern Sie ein weiteres Mal den Entwurf. Wenn Sie keine ver­pflich­ten­den Angaben in diesem oder einem anderen Menüpunkt vergessen haben (in diesem Fall sind die Häkchen neben den Me­nü­punk­ten in der linken Leiste grün), können Sie nun den Button „App ver­öf­fent­li­chen“ ak­ti­vie­ren.

Optionale Ein­stel­lun­gen und Upload der App

Bevor Sie die Ver­öf­fent­li­chung Ihrer App ver­an­las­sen, können Sie aber noch weitere Ein­stel­lun­gen vornehmen. Bei­spiels­wei­se lassen sich die oben an­ge­spro­che­nen In-App-Käufe ebenfalls innerhalb der Google Play Developer Console kon­fi­gu­rie­ren. Neben dem Be­reit­stel­len von In-App-Produkten können Sie auch noch Ein­stel­lun­gen für App-Werbung oder die au­to­ma­ti­sche Über­set­zung der App-Be­schrei­bung im Play Store sowie der Ap­pli­ka­ti­ons­in­hal­te vornehmen. Diese und weitere Kon­fi­gu­ra­tio­nen lassen sich unter den Me­nü­punk­ten „In-App-Produkte“ und „Dienste und APIs“ ein­stel­len. Al­ler­dings sind Angaben in diesen Me­nü­fel­dern im Gegensatz zu den oben be­han­del­ten nicht zwingend er­for­der­lich, damit Ihre App ver­öf­fent­licht werden kann.

Sobald alle Angaben und Kon­fi­gu­ra­tio­nen komplett sind, können Sie nun im Play Store Ihre App hochladen. Die Anwendung reichen Sie einfach mit einem Klick auf „App ver­öf­fent­li­chen“ ein.

Nach der Ver­öf­fent­li­chung der App

Wie bereits erwähnt, dauert es nach der Ein­sen­dung einer App meist einige Stunden, bis diese im App-Store pu­bli­ziert wird. Doch dann ist es endlich geschafft: Ihre eigene App ist im Google Play Store und kann nun von allen Android-Usern her­un­ter­ge­la­den werden. Al­ler­dings dürfen Sie sich im Anschluss nicht komplett von der Ap­pli­ka­ti­on abwenden – auch nach dem Release einer App fordert diese noch ein gewisses Maß an Wartung. So sollten Sie unbedingt die App an­ge­mes­sen pflegen und ak­tua­li­sie­ren. Denn bei der Masse an ver­schie­de­nen Android-Geräten ist es beinah unmöglich, eine komplett feh­ler­freie Anwendung zu ent­wi­ckeln. Doch auch hier kann Ihnen die Developer Console von Google wei­ter­hel­fen: So ist es möglich, über den Menüpunkt „Abstürze und ANRs“ (ANR steht für „Ap­pli­ca­ti­on Not Re­spon­ding“ – zu Deutsch: Ap­pli­ka­ti­on antwortet nicht) Feh­ler­be­rich­te ein­zu­se­hen, die Nutzer über ein in der App in­te­grier­tes Ab­sturz­dia­log­feld an die Developer Console über­mit­telt haben. Al­ler­dings müssen die User der Be­richt­erstat­tung eines App-Fehlers aktiv zustimmen, damit Sie von dem Absturz Ihrer App bei einem Nutzer überhaupt erfahren. Wenn Sie gemeldete Bugs in der App beheben konnten, sollten Sie über die Ver­öf­fent­li­chung einer ak­tua­li­sier­ten Version Ihrer Anwendung nach­den­ken – mit der Developer Console lässt sich recht un­kom­pli­ziert eine neue Version einer bereits ver­öf­fent­lich­ten App hochladen. Denken Sie hierbei daran, die Version ent­spre­chend aus­zu­zeich­nen (auf Version 1.0 kann bei­spiels­wei­se die Version 1.0.1 folgen). Neben der Ver­bes­se­rung der App-Funk­tio­nen und -Inhalte sollte man sich auch um die App-Store-Op­ti­mie­rung im Google Play Store kümmern. Es gibt ver­schie­de­ne Vor­ge­hens­wei­sen, mit denen man das Ranking einer Anwendung im App-Store ver­bes­sern kann. Diesem The­men­feld widmen sich die beiden letzten Teile unserer App-Ar­ti­kel­rei­he. Auch hier wurde der Inhalt zwei­ge­teilt: Ein Text befasst sich aus­schließ­lich mit der Op­ti­mie­rung des App-Rankings im Google Play Store der andere gibt Hinweise zur Op­ti­mie­rung im App-Store von Apple. Die Ver­bes­se­run­gen der App-Store-Plat­zie­rung darf man nicht un­ter­schät­zen: Je pro­mi­nen­ter eine Anwendung in einem App-Store gelistet wird, umso mehr Auf­merk­sam­keit erhält diese selbst­re­dend auch, wodurch sich die Zahl der po­ten­zi­el­len Nutzer erhöht.

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