Bits und Bytes begegnen uns im Alltag, wenn es um Da­ten­spei­cher und Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten geht. Wie viel Speicher hat eine Fest­plat­te? Wie schnell ist ein DSL-Anschluss? Doch was ist ein Bit überhaupt und was un­ter­schei­det es von einem Byte? Als kleinste elek­tro­ni­sche In­for­ma­ti­ons­ein­heit bestimmt das Bit die digitale Welt. Fest­plat­ten bilden Spei­cher­grö­ßen in Bytes ab, die sich aus Bits zu­sam­men­set­zen. Da­ten­trans­fer­ra­ten hingegen zeigen Bits an. Es lohnt sich also zu verstehen, was Bits und Bytes bedeuten.

KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Was ist ein Bit?

Spä­tes­tens seit der „Matrix“-Filmreihe sind sie welt­be­kannt: Die Einsen und Nullen, die kryptisch über den Bild­schirm laufen. Tat­säch­lich bildet dieser Binärcode die Grundlage für digitale In­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung und Da­ten­über­tra­gung. Computer nutzen binäre Zahlen, um zu kom­mu­ni­zie­ren. Bi­när­zah­len bilden genau zwei Zustände ab: 1 für „An/Wahr“ und 0 für „Aus/Falsch“. Um die Größe von Da­ten­men­gen dar­zu­stel­len, braucht es daher eine binäre Maß­ein­heit: das Bit.

„Bit“ steht für binary digit und ist die kleinste binäre In­for­ma­ti­ons­ein­heit. Damit ist sie die Basis für alle größeren Da­ten­ein­hei­ten der Di­gi­tal­tech­nik. Kleiner als Bit geht nicht, denn ein Bit kann entweder den Zustand 1 oder 0 abbilden. Da Computer über Bi­när­zu­stän­de kom­mu­ni­zie­ren, verstehen sie etwas „Kleineres“ als 1 oder 0 nicht. Im über­tra­ge­nen Sinne ist ein Bit das kleinste mögliche Gefäß, in dem sich ein In­for­ma­ti­ons­ge­halt auf­be­wah­ren lässt.

Bits und Bytes – was ist der Un­ter­schied?

Kom­pli­ziert wird es, wenn Bits und Bytes ins Spiel kommen. Dann kommt es nämlich schnell zu Ver­wechs­lun­gen. Denn Bits werden zur Abbildung von Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten gar nicht verwendet. In erster Linie begegnen Sie uns bei Da­ten­ver­brauch und Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten von Internet-, Telefon- oder Strea­ming­diens­ten. So zeigt die Bitrate an, wie viele Bits – also Da­ten­ein­hei­ten – pro Sekunde über­tra­gen werden.

1 Byte wiederum ist die kleinste Da­ten­men­ge und be­zeich­net Spei­cher­grö­ßen. Da Computer zur Da­ten­über­tra­gung und -spei­che­rung nicht nur ein paar Bits ver­ar­bei­ten, werden Da­ten­men­gen in Bytes zu­sam­men­ge­fasst. 1 Byte in Bits um­ge­rech­net sind 8 Bits. 1 Byte kann somit 28 (256 Bits) ver­schie­de­ne Zustände dar­stel­len. Somit ist 1 Byte meist die kleinste, adres­sier­ba­re Spei­cher­ein­heit, um Zeichen wie einen Buch­sta­ben ab­zu­bil­den. 1 Kilobyte als nächst­größ­te Byte-Einheit besteht aus 1.024 Bytes und kann bereits 103 ver­schie­de­ne Zustände dar­stel­len.

Fakt

Zwar gibt es nichts Kleineres als 1 Bit, dafür gibt es jedoch eine kleinere Einheit als Byte, und zwar das Nibble. Das Nibble be­zeich­net gemeinhin 4 Bits. Da die gerundete Um­rech­nung nicht immer 4 Bits ent­spricht, ist bei Internet- und Te­le­fon­an­bie­tern auch Semi-Oktett oder Quadbit ge­bräuch­lich.

Welche Vielfache von Bits und Bytes gibt es?

Bits und Bytes sind zu klein, um sie ver­ständ­lich nutzen zu können. DSL-Anbieter bewerben daher Highspeed-In­ter­net­an­schlüs­se mit 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) oder mehr. Da auch Computer mit großen Da­ten­men­gen arbeiten, sind Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten bei Fest­plat­ten oder USB-Sticks in Megabyte, Gigabyte und Terabyte üblich.

Zur Anzeige von Da­ten­ein­hei­ten und -mengen bei Über­tra­gung und Spei­che­rung gibt es ver­schie­de­ne Bit-Vielfache:

Da­ten­ein­hei­ten in Bit Da­ten­men­gen in Byte
Bit = 1 oder 0 Byte (B) = 8 Bit
Kilobit (Kbit) = 1.000 Bit Kilobyte (KB) = 1.024 Byte
Megabit (Mbit) = 1.000 Kbit Megabyte (MB) = 1.024 KB
Gigabit (Gbit) = 1.000 Mbit Gigabyte (GB) = 1.024 MB
Terabit (Tbit) = 1.000 Gbit Terabyte (TB) = 1.024 GB
Petabit (Pbit) = 1.000 Tbit Petabyte (PB) = 1.024 TB
Exabit (Ebit) = 1.000 Pbit Exabyte (GB) = 1.024 PB
Zettabit (Zbit) = 1.000 Ebit Zettabyte (ZB) = 1.024 EB
Yottabit (Ybit) = 1.000 Zbit Yottabyte (YB) = 1.024 ZB
Brontobit (Bbit) = 1.000 Ybit Bron­to­byte (BB) = 1.024 YB
Hinweis

Hierbei ist zu beachten, dass die Maß­ein­hei­ten für Da­ten­men­gen üb­li­cher­wei­se nach dem De­zi­mal­sys­tem benannt sind, es sich bei Bytes jedoch um Bi­när­grö­ßen handelt. Mehr zur Um­rech­nung erfahren Sie in unserem Über­blicks­ar­ti­kel zu Spei­cher­grö­ßen.

Folgende Bitraten kommen bei Da­ten­trans­fers oder Lese-/Schreib­ge­schwin­dig­kei­ten von Hardware oder Spei­cher­me­di­en zum Einsatz:

  • Kbit/s: Kilobit pro Sekunde
  • Mbit/s: Megabit pro Sekunde
  • Gbit/s: Gigabit pro Sekunde
  • Tbit/s: Terabit pro Sekunde

Ab­kür­zun­gen wie „Gigabyte“ und „Terabyte“ klingen zunächst etwas abstrakt. Zur Ver­an­schau­li­chung von Da­ten­men­gen lassen sich prak­ti­sche Beispiele nennen:

Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten:

1 MB = ca. 1 Buch.

1 GB = ca. 3.334 Bücher.

1 TB = ca. 3.334.000 Bücher.

Da­ten­ver­brauch:

ca. 100–200 KB = 1 Bild in Messenger-App.

ca. 100–200 MB = 1 Stunde Video-Call.

ca. 300 GB = 100 Stunden Video-Streaming.

Seit wann sind Bits in Gebrauch?

Seinen Ursprung hat der Begriff „Bit“ beim US-Ma­the­ma­ti­ker John W. Turkey. Turkey verkürzte binary in­for­ma­ti­on digit in einem Bells Lab Memo zu bit. In Gebrauch kam das „Bit“ als In­for­ma­ti­ons­ein­heit durch Claude E. Shannon, der 1948 es in der Ab­hand­lung „A Ma­the­ma­ti­cal Theory of Com­mu­ni­ca­ti­on“ ver­wen­de­te. Als „bits of in­for­ma­ti­on“ be­zeich­ne­te Vannevar Bush Wahr­heits­wer­te, die man früher auf Computer-Loch­kar­ten spei­cher­te.

Tipp

Nicht nur viel Spei­cher­platz und schnelle Da­ten­über­tra­gung sind wichtig. Auch flexibler Zugriff auf Da­ten­spei­cher ist ent­schei­dend. Nutzen Sie den HiDrive Cloud-Speicher von IONOS, um Daten im hoch­si­che­ren Cloud-Speicher zentral abzulegen und Backups zu erstellen. So können Sie jederzeit unterwegs von allen Geräten auf Ihren Speicher zugreifen. Die Vorteile: Sie vermeiden Da­ten­ver­lust, haben stets Zugriff und nutzen günstige Tarife mit 100 bis 2.000 GB Cloud-Speicher.

Zum Hauptmenü