Wir sind von Maß­ein­hei­ten umgeben. Ein Tag besteht aus 24 Stunden, 1.440 Minuten und 86.400 Sekunden. Unser Kör­per­ge­wicht berechnen wir in Gramm und Kilogramm. Flüs­sig­kei­ten werden in Litern abgefüllt, während Ent­fer­nun­gen in Ki­lo­me­tern gemessen werden. Eine weitere Maß­ein­heit, die unseren Alltag bestimmt, ist das Byte. Bytes zeigen an, wie viel Fotos noch aufs Smart­phone passen oder wann der PC auf­ge­räumt werden sollte. Bytes sind die kleinsten Bausteine, wenn es um Da­ten­men­gen geht. Es lohnt sich, sie genauer ken­nen­zu­ler­nen.

KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Vom Bit zum Byte

Wer das Byte verstehen will, muss sich das Bit anschauen. Denn selbst wenn das Byte die kleinste Da­ten­men­ge ist, sind Bits die Kie­sel­stei­ne, aus denen sich Bytes zu­sam­men­set­zen. Der Name „Bit“ leitet sich ab von binary in­for­ma­ti­on digit. Der Begriff wurde vom US-Ma­the­ma­ti­ker John W. Turkey in Umlauf gebracht. Der Pionier der modernen In­for­ma­ti­ons­tech­nik Claude E. Shannon war es, der es 1948 in seiner Ab­hand­lung „A Ma­the­ma­ti­cal Theory of Com­mu­ni­ca­ti­on“ eta­blier­te. Aus diesem Grund gilt Shannon auch als „Vater des Bit“.

Als kleinste In­for­ma­ti­ons­ein­heit in der digitalen Da­ten­über­tra­gung kann das Bit nur zwei In­for­ma­ti­ons­zu­stän­de abbilden: 1 oder 0. Da Computer nur zwei Zustände kennen und in Binärcode kom­mu­ni­zie­ren, ist das Bit die kleinste Un­ter­schei­dung, die ein Computer adres­sie­ren bzw. lesen kann.

1 Bit = 1 oder 0 („An/Wahr“ oder „Aus/Falsch“)

Bits selbst sind zu klein, um Zeichen ab­zu­bil­den. Selbst die so­ge­nann­ten Nibbles, die jeweils aus 4 Bit bestehen, sind keine brauch­ba­re Da­ten­men­ge. Sie kommen vorrangig in 4-Bit-Computer-Ar­chi­tek­tu­ren und Da­ten­pro­to­kol­len zum Einsatz.

Um Da­ten­men­gen und Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten zu berechnen, braucht es Bytes als Maß­ein­heit für Da­ten­grö­ßen. Der IBM-Ingenieur Werner Buchholz war es, der 1956 den Begriff „Bit“ zu „Byte“ ab­wan­del­te, um die kleinste Da­ten­men­ge von der kleinsten In­for­ma­ti­ons­ein­heit ab­zu­gren­zen.

Was ist ein Byte?

Ein Byte besteht aus 8 Bit und kürzt sich als „B“ ab. Anders als das Bit, das nur zwei Zustände kennt, kann das Byte ganze 256 (28) Zustände abbilden.

1 Byte = 8 Bit = 28 = 256 Zeichen

Ein Beispiel für ein Byte in Binärcode sähe wie folgt aus: 00111001

Da jedes im Byte ent­hal­te­ne Bit jeweils 1 oder 0 sein kann, gibt es 8 Mög­lich­kei­ten, um etwa ein 1-wertiges Bit im Byte zu po­si­tio­nie­ren:

00000001

00000010

00000100

00001000

00010000

00100000

01000000

10000000

Wenn man sich das Bit als binären Buch­sta­ben vorstellt, dann ist das Byte das kleinste binäre Wort, das sich daraus zu­sam­men­set­zen lässt. Um tat­säch­li­che Buch­sta­ben bzw. al­pha­nu­me­ri­sche Zeichen abbilden zu können, braucht es min­des­tens 1 Byte.

Byte: Was ist der Un­ter­schied zum Bit?

Warum ist bei In­ter­net­ge­schwin­dig­kei­ten für DSL-An­schlüs­se oder Smart­phones immer von Bits pro Sekunde (Bit/s) die Rede, während Spei­cher­vo­lu­men in Mega-, Kilo- oder Terabyte angegeben werden? Die Antwort ist einfach: Bits be­schrei­ben als Maß­ein­heit die Ge­schwin­dig­keit und die Menge ver­brauch­ter Daten mittels der Bitrate. Bits zeigen also in der Regel an, wie viele Da­ten­ein­hei­ten in welchem Zeitraum über­tra­gen werden.

Bytes de­fi­nie­ren als Maß­ein­heit für Da­ten­men­gen mögliche Spei­cher­grö­ßen und -ka­pa­zi­tä­ten. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass ein ver­netz­ter Mensch allein durch Down-/Uploading zwischen 700 Megabyte und 1 Gigabyte Daten am Tag generiert. 1 Gigabyte sind um­ge­rech­net 1 Milliarde Bytes. Im Jahr 2020 belief sich das jährlich ge­ne­rier­te Da­ten­vo­lu­men weltweit auf ganze 59 Zettabyte. 1 Zettabyte ent­spricht ge­schätz­ten 1 Tril­li­ar­de Bytes (1021). Grö­ßen­ord­nun­gen also, die schwer vor­stell­bar sind.

Jedes Jahr pro­du­zie­ren wir mehr Daten und benötigen mehr Spei­cher­platz. Es über­rascht daher nicht, dass die ersten Fest­plat­ten ihren Speicher in Megabyte angaben, 1997 zu Gigabyte über­gin­gen und ihn seit 2008 in Terabyte berechnen.

Tipp

Ob nun Bytes in GB oder in MB: Viele Bytes brauchen viel Spei­cher­platz. Doch sei es privat oder ge­schäft­lich, manchmal reicht der eigene Speicher einfach nicht aus. Für einen schnellen Zugriff und viel Spei­cher­vo­lu­men eignet sich ein zentraler Cloud-Speicher. Mit dem HiDrive Cloud-Speicher von IONOS können Sie Daten flexibel und sicher ablegen sowie wichtige Backups erstellen.

Kilo, Mega, Giga, Tera – so berechnen sich Bytes

Als Maß­ein­heit ist das Byte zu klein, um große Da­ten­men­gen zu kenn­zeich­nen. Potenzen müssen also her. Zur Kenn­zeich­nung von Byte-Viel­fa­chen gibt es zwei Prä­fix­nor­men: Bi­när­prä­fi­xe und De­zi­mal­prä­fi­xe.

Da Computer binär kom­mu­ni­zie­ren, sind Bi­när­prä­fi­xe die präzisere Kenn­zeich­nung. Sie geben die tat­säch­li­che Da­ten­men­ge und somit Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten exakter an. Durch­ge­setzt haben sie sich aber trotz Emp­feh­lung der In­ter­na­tio­nal Elec­tro­nic Com­mis­si­on (IEC) bisher nicht. Ob Fest­plat­ten oder USB-Sticks – überall finden sich weiterhin De­zi­mal­prä­fi­xe, die ungenau gerundete Da­ten­men­gen be­zeich­nen.

Derzeit gibt es folgende acht Kenn­zeich­nungs­nor­men mit De­zi­mal­prä­fi­xen:

De­zi­mal­prä­fi­xe In Byte Um­rech­nungs­fak­tor in Byte
Kilobyte (KB) 1.000 103
Megabyte (MB) 1.000.000 106
Gigabyte (GB) 1.000.000.000 109
Terabyte (TB) 1.000.000.000.000 1012
Petabyte (PB) 1.000.000.000.000.000 1015
Exabyte (EB) 1.000.000.000.000.000.000 1018
Zettabyte (ZB) 1.000.000.000.000.000.000.000 1021
Yottabyte (YB) 1.000.000.000.000.000.000.000.000 1024
Managed Hosting für WordPress
Erstellen Sie Ihre Website mit AI, wir über­neh­men den Rest
  • Keine Vor­kennt­nis­se nötig dank be­nut­zer­freund­li­cher AI-Tools
  • Voll­stän­dig anpassbar mit Themes und Plugins
  • Einfache Updates und minimaler Admin-Aufwand

Um eine Da­ten­men­ge und Spei­cher­grö­ße präzise wie­der­zu­ge­ben, empfehlen sich folgende, weniger ver­brei­te­te Bi­när­prä­fi­xe:

Bi­när­prä­fi­xe (IEC) In Byte Um­rech­nungs­fak­tor in Byte
Kibibyte (KiB) 1.024 210
Mebibyte (MiB) 1.048.576 220
Gibibyte (GiB) 1.073.741.824 230
Tebibyte (TiB) 1.099.511.627.776 240
Pebibyte (PiB) 1.125.899.906.842.624 250
Exbibyte (EiB) 1.152.921.504.606.846.976 260
Zebibyte (ZiB) 1.180.591.620.717.411.303.424 270
Yobibyte (YiB) 1.208.925.819.614.629.174.706.176 280

Mega-, Giga- und Terabyte sind abstrakte Größen. Wenn dann noch Zetta- oder Yottabyte hin­zu­kom­men, über­steigt dies das Vor­stel­lungs­ver­mö­gen. Prak­ti­sche Beispiele aus dem Alltag können ver­ständ­lich machen, um welche Da­ten­men­gen es sich handelt:

1 Byte = 1 Buchstabe

1 Megabyte = 1 Buch (mit 200 Seiten)

1 Gigabyte = ca. 595 Fotos

1 Terabyte = ca. 250.000 Fotos, 250 Filme und 500 Stunden HD-Videos

1 Petabyte = ca. 15 Billionen Fotos auf Facebook

1 Exabyte = 320 Billionen Ausgaben der Bibel

1 Zettabyte = der gesamte Internet-Traffic 2016

1 Yottabyte = alle Atome in 7.000 mensch­li­chen Körpern

Zum Hauptmenü