Bis zur Jahr­tau­send­wen­de waren Computer stan­dard­mä­ßig mit einem Disketten-Laufwerk aus­ge­stat­tet. Der Da­ten­trä­ger spei­cher­te zur damaligen Zeit weniger als 3 Megabyte (MB). In den späten 1990er-Jahren war das noch eine große Da­ten­men­ge. Heute reichen 3 MB kaum dazu aus, ein einzelnes Foto zu sichern.

Mitt­ler­wei­le speichert jeder einzelne Nutzer ein Viel­fa­ches dieser Menge lokal auf seinem Rechner, auf dem Smart­phone, auf externen Fest­plat­ten, USB-Sticks oder sogar ganz ohne Hardware bei Cloud-Anbietern. Die Kapazität dieser Spei­cher­me­di­en geht in der Regel weit über 1.000 MB hinaus. Damit immer größer werdende Da­ten­men­gen in Zahlen lesbar bleiben, braucht es auch größere In­for­ma­ti­ons­ein­hei­ten. Petabytes geben heute die Leis­tungs­fä­hig­keit von Groß­rech­nern und Server-Zentren an. Früher oder später wird diese Größe auch im Alltag die Kapazität von gängigen Spei­cher­me­di­en wie­der­ge­ben. Mit uns lernen Sie Petabytes schon heute näher kennen.

Was ist ein Petabyte?

Die Einheit Byte gibt eine bestimmte Da­ten­men­ge an. Heut­zu­ta­ge verfügt jedoch jeder USB-Stick, Computer oder andere Da­ten­trä­ger über Ka­pa­zi­tä­ten, die weit über 1.000 Byte hin­aus­ge­hen. Daher werden In­for­ma­ti­ons­ein­hei­ten genutzt, die ein Viel­fa­ches von einem Byte sind. Bei lokalen Spei­cher­ge­rä­ten besonders gängig sind die Einheiten Gigabyte und Terabyte. Bei Server-Zentren und Groß­rech­nern sind die üblichen Da­ten­men­gen noch größer. Aus diesem Grund wird in diesem Bereich aktuell Petabyte als wich­tigs­te In­for­ma­ti­ons­ein­heit verwendet. Diese ent­spricht dem 1.024-fachen von einem Terabyte.

Durch die Di­gi­ta­li­sie­rung aller Inhalte, das rasante Wachstum von Streaming-Diensten und anderen tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Petabytes auch im Alltag relevant werden. Der Bedarf nach großen Ka­pa­zi­tä­ten wächst, dem­entspre­chend ent­wi­ckeln sich auch die Da­ten­trä­ger stets weiter. Eine SSD im 2,5-Zoll-Format speichert mitt­ler­wei­le bereits bis zu 15 Terabyte. Für 1 Petabyte an In­for­ma­tio­nen sind dem­entspre­chend rund 68 SSDs notwendig.

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Petabytes und Petabits – was ist der Un­ter­schied?

Es ist nur ein Buchstabe, der den Un­ter­schied macht: Während Internet-Anbieter etwa mit „bis zu 100 Mbit/s“ werben, bietet eine Fest­plat­te z. B. 512 Gigabyte Spei­cher­platz. Auch die Einheit Petabyte lässt sich von Petabits un­ter­schei­den. Doch was steckt hinter diesen fast iden­ti­schen Begriffen?

Ein Bit kann zwei Zustände einnehmen. „1“ bedeutet so viel wie „An“, „0“ steht für „Aus“. Dieses binäre System ent­spricht der kleinsten In­for­ma­ti­ons­ein­heit eines Computers. Um ein für Menschen lesbares Zeichen dar­zu­stel­len, sind 256 (28) mögliche Zustände notwendig. Daher sind 8 Bits zu 1 Byte zu­sam­men­ge­fasst. In der Praxis werden Bytes für die Angabe von Spei­cher­grö­ßen und Bits für Da­ten­ver­brauch und Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten genutzt.

Tipp

Ein Re­chen­bei­spiel ver­deut­licht den Un­ter­schied zwischen Bits und Bytes: 100 Petabytes ent­spre­chen in Bits der acht­fa­chen Menge, also 800 Petabits. Umgekehrt sind 100 Petabits nur 12,5 Petabyte.

Welche Vielfache von Petabyte gibt es?

Hinter dem Begriff „Petabyte“ verbergen sich große Da­ten­men­gen, die uns im Alltag selten begegnen. Für die Angabe der Spei­cher­ka­pa­zi­tät von Fest­plat­ten oder anderen Da­ten­trä­gern sind Megabyte, Gigabyte und Terabyte üblich. Der Um­rech­nungs­fak­tor zwischen zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Größen beträgt stets 1.024 (210). Die Be­zeich­nung nach dem De­zi­mal­sys­tem ist also ir­re­füh­rend; tat­säch­lich handelt es sich um eine nach wie vor ge­bräuch­li­che Kom­bi­na­ti­on aus De­zi­mal­prä­fi­xen und Bi­när­zah­len.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Um­rech­nung von Petabyte in alle gängigen Einheiten:

Da­ten­men­ge In Petabyte In Byte
1 Bit 1/9.007.199.254.740.992 1/8
1 Nibble 1/2.251.799.813.685.248 1/2
1 Byte (B) 1/1.125.899.906.842.624 1
1 Kilobyte (KB) 1/1.099.511.627.776 1.024
1 Megabyte (MB) 1/1.073.741.824 1.0242
1 Gigabyte (GB) 1/1.048.576 1.0243
1 Terabyte (TB) 1/1.024 1.0244
1 Petabyte (PB) 1 1.0245
1 Exabyte (GB) 1.024 1.0246
1 Zettabyte (ZB) 1.048.576 1.0247
1 Yottabyte (YB) 1.073.741.824 1.0248
1 Bron­to­byte (BB) 1.099.511.627.776 1.0249
Fakt

Bei Maß­ein­hei­ten wie Liter oder Meter haben wir klare Vor­stel­lun­gen, welche Mengen sich dahinter verbergen. Digitale Maß­ein­hei­ten hingegen wirken abstrakt. Ein Vergleich mit anderen Größen ver­deut­licht die tat­säch­li­che Kapazität: Ein Petabyte bildet den Inhalt von rund einer Milliarde Büchern ab. Oder anders gesagt: Diese Da­ten­men­ge ent­spricht rund 500 Mil­li­ar­den Seiten Text.

Wo sind Petabytes in Gebrauch?

Die Be­zeich­nung „Petabyte“ war schnell gefunden. Wie bei Mega-, Kilo- und Gigabyte leitet sich die Vorsilbe aus dem Grie­chi­schen ab. Aktuell umfasst ein Petabyte riesige Da­ten­men­gen, die nur bei Groß­rech­nern und Server-Zentren zu finden sind. Da davon aus­zu­ge­hen ist, dass diese wie die genutzten Da­ten­men­gen weiter wachsen, werden größere Einheiten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Tipp

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