Pro­gram­mier­spra­chen wie Python, Ja­va­Script oder C++ zählen nicht nur zu den Klas­si­kern, sondern auch zu den po­pu­lärs­ten Sprachen. Dennoch wächst das Angebot an neuen Pro­gram­mier­spra­chen. Unsere prak­ti­sche und um­fas­sen­de Übersicht hilft Ihnen hin­sicht­lich Job­chan­cen und Ge­halts­aus­sich­ten bei der Wahl.

Wie viele Pro­gram­mier­spra­chen es gibt, lässt sich schwer sagen. Jährlich kommen neue Sprachen sowie Er­wei­te­run­gen für be­stehen­de Sprachen hinzu. Weil sich mit der Tech­no­lo­gie auch Pro­gram­mier­spra­chen wei­ter­ent­wi­ckeln, wächst nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage. Die Wahl der Pro­gram­mier­spra­che hat großen Einfluss auf die be­ruf­li­che Laufbahn und Job­auf­trä­ge. So empfiehlt sich ein um­fas­sen­der Überblick: Welche Pro­gram­mier­spra­chen sind einfach zu lernen? Für welche werden immer Ex­per­tin­nen und Experten gesucht? Welche neuen Sprachen bieten Zu­kunfts­chan­cen und mit welchen lässt sich besonders viel Geld verdienen?

Wie viele Pro­gram­mier­spra­chen sollten Sie lernen?

Eins gilt es gleich am Anfang zu klären: Sie müssen sich nicht für nur eine Pro­gram­mier­spra­che ent­schei­den. Grund­sätz­lich empfiehlt es sich für Pro­gram­mie­re­rin­nen und Pro­gram­mie­rer sowie für Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler, mehrere Sprachen zu lernen. Bjarne Stroutstrup, der Schöpfer von C++, schreibt in The 5 Pro­gramming Languages You Need To Know, dass pro­fes­sio­nel­le Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler fünf Internet-Pro­gram­mier­spra­chen be­herr­schen sollten: C++, Java, Python, Ruby und C#. Das war im Jahr 2011. Seither hat sich viel getan.

Wie viele Pro­gram­mier­spra­chen Sie benötigen, lässt sich pauschal nicht sagen. Im Gegenteil: Es wird dazu geraten, für Web­pro­jek­te nicht zu viele Sprachen zu ver­mi­schen, um unnötiges Re­fac­to­ring durch un­sau­be­ren Code zu vermeiden. Dennoch ist es von Vorteil, mehr als eine und je nach Zeit, An­for­de­run­gen und Zielen min­des­tens drei Pro­gram­mier­spra­chen zu be­herr­schen.

Hinweis

Pro­gram­mier­spra­chen un­ter­schei­den sich in niedere und höhere Sprachen. Letztere lassen sich wiederum in im­pe­ra­ti­ve Pro­gram­mie­rung und de­kla­ra­ti­ve Pro­gram­mie­rung einteilen. Funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­chen wie Haskell gelten als Unterform der de­kla­ra­ti­ven Sprachen.

Welche Pro­gram­mier­spra­chen sind am ein­fachs­ten zu lernen?

Für An­fän­ge­rin­nen und Anfänger relativ einfach zu lernen sind die Pro­gram­mier­spra­chen C, C++, Java, Ja­va­Script, PHP, HTML, CSS und Python.

C / C++

C bildet die Grundlage für C++. Wer C be­herrscht, kann dieselbe Syntax für C++ wei­ter­ver­wen­den. Es handelt sich um im­pe­ra­ti­ve, pro­ze­du­ra­le Sprachen für sys­tem­na­he Pro­gram­mie­rung, die vor allem im Bereich Server- und Desktop-Pro­gram­mie­rung sowie für hard­ware­na­he, lokale Programme zum Einsatz kommen. Standard-Unix-Programme sowie zahl­rei­che Kernel von Be­triebs­sys­te­men wurden in C-Sprachen pro­gram­miert. Sie eignen sich für gängige Platt­for­men wie Windows, Linux und Mac. C++ ist im Un­ter­schied zu C ob­jekt­ori­en­tier­ter. Beide sind im Internet of Things ver­brei­tet und bilden eine sehr gute Grundlage, um Pro­gram­mie­ren zu lernen.

Java

Noch leichter zu lernen als C und C++ ist Java. Als viel­sei­ti­ge, ob­jekt­ori­en­tier­te und einfach an­zu­wen­den­de Pro­gram­mier­spra­che lässt sie sich platt­form­un­ab­hän­gig nutzen. Sie un­ter­stützt Multi-Threading, ist sicher und über­sicht­lich struk­tu­riert. Außerdem dient sie zur Pro­gram­mie­rung von mobilen Android-An­wen­dun­gen, Desktops-Apps, Games sowie ser­vice­ori­en­tier­ter An­wen­dun­gen.

Ja­va­Script

Bei Ja­va­Script handelt es sich ei­gent­lich nicht um eine Pro­gram­mier­spra­che, sondern um eine ob­jekt­ori­en­tier­te Skript­spra­che für Brow­ser­an­wen­dun­gen, in­ter­ak­ti­ve Websites, Website-Ani­ma­tio­nen, Social-Media-Feeds oder Funk­tio­nen wie in­ter­ak­ti­ve Karten. Sie erfordert keine Ent­wick­lungs­um­ge­bung, sondern nutzt eine nahtlose Browser-In­te­gra­ti­on. Sie benötigen dafür lediglich einen Text-Editor und einen Browser.

PHP

Zusammen mit Ja­va­Script, HTML und CSS zählt PHP zu den wich­tigs­ten Sprachen für die Web­pro­gram­mie­rung. Wenn Sie PHP lernen, verfügen Sie über wichtige Fä­hig­kei­ten zum Pro­gram­mie­ren von Web-Apps, Spielen und Re­spon­si­ve Design. Die PHP-Community ist riesig und die Frame­works für all­ge­mei­ne oder bran­chen­spe­zi­fi­sche An­wen­dun­gen viel­fäl­tig. Dafür ist die Sprache kom­pli­zier­ter als Ja­va­Script.

HTML und CSS

Wenn Sie CSS und HTML lernen, verfügen Sie über die optimale Grundlage zur Pro­gram­mie­rung von Website-Frontends. Die beiden Sprachen gelten als Standard in der Web­ent­wick­lung und sollten zum Re­per­toire für Web­pro­gram­mie­ren­de gehören. Sie bieten sauberen Code und breite Brow­ser­un­ter­stüt­zung. Zusammen mit Ja­va­Script und PHP haben Sie damit die optimale, leicht zu lernende Grundlage für Web­ent­wick­lung.

Python

Python bietet einen über­sicht­li­chen, leicht lesbaren, ob­jekt­ori­en­tier­ten Pro­gram­mier­stil, ist dynamisch, viel­fäl­tig und hat für die Web-Backend-Pro­gram­mie­rung viele Vorteile. Die Code-Sprache ist na­tür­li­cher Sprache ähnlich. Vor allem für An­fän­ge­rin­nen und Anfänger ist Python leicht zu lernen. Außerdem ist die Sprache immer sehr gefragt, auch in KI und Machine Learning.

Pro­gram­mier­spra­che Vorteile
C / C++ Im­pe­ra­ti­ve, pro­ze­du­ra­le Sprachen System-/hard­ware­na­he, lokale Pro­gram­mie­rung Platt­form­über­grei­fend, ver­brei­tet und leicht zu erlernen
Java Viel­sei­tig, ob­jekt­ori­en­tiert und über­sicht­lich Platt­form­un­ab­hän­gig Multi-Threading Für mobile Android- und Desktops-Apps, Spiele oder ser­vice­ori­en­tier­te An­wen­dun­gen
Ja­va­Script Ob­jekt­ori­en­tier­te Skript­spra­che Für in­ter­ak­ti­ve Web­an­wen­dun­gen, We­b­ele­men­te und Ani­ma­tio­nen Nur Text-Editor und Browser nötig
PHP Neben Ja­va­Script, HTML und CSS wich­tigs­te Sprache für Web­pro­gram­mie­rung Für Games, Web-Apps, Re­spon­si­ve Webdesign Große PHP-Community und viele Frame­works
HTML / CSS Standard und Grundlage zur Pro­gram­mie­rung von Website-Frontends Leichter, sauberer Code Platt­form­un­ab­hän­gig
Python Über­sicht­li­cher, leicht lesbarer, ob­jekt­ori­en­tier­ter Pro­gram­mier­stil Dynamisch, viel­fäl­tig Für Web-Backend-Pro­gram­mie­rung ideal Na­tür­li­cher Sprache ähnlich Immer gefragt
Tipp

Eine Mög­lich­keit, die Kom­ple­xi­tät bzw. Ein­fach­heit einer Pro­gram­mier­spra­che zu erkennen, ist ein Hallo-Welt-Programm. Dabei handelt es sich um kurze Programme, die auf einen Blick die Syntax einer Sprache ver­an­schau­li­chen.

Welche Pro­gram­mier­spra­chen werden am häu­figs­ten genutzt?

Ja­va­Script ist die weltweit am meisten genutzte Code-Sprache im Internet, denn viele Web­brow­ser sind auf sie an­ge­wie­sen. Ja­va­Script auf den Fersen sind Python, Java, HTML/CSS und C#. Grund hierfür ist schlicht die prak­ti­sche, viel­fäl­ti­ge Anwendung für Web­ent­wick­lung. Python und Java zählen sogar zu den Pro­gram­mier­spra­chen, die in US-Uni­ver­si­tä­ten am häu­figs­ten auf dem Lehrplan stehen. Bei Rankings zu am häu­figs­ten genutzten Pro­gram­mier­spra­chen ist zu beachten, dass sich diese jährlich ändern und je nach Statistik und Umfrage andere Pro­gram­mier­spra­chen ranken.

Welche Pro­gram­mier­spra­chen sind besonders gefragt?

Rein sta­tis­tisch werden vor allem klas­si­sche Pro­gram­mier­spra­chen wie Java, Ja­va­Script, Python, C++ und C von Ar­beit­ge­ben­den gesucht. Das führt dazu, dass unter Pro­gram­mie­re­rin­nen und Pro­gram­mie­rern ein starker Wett­be­werb herrscht. Wie gefragt eine Pro­gram­mier­spra­che ist, hängt auch vom Grad der Spe­zia­li­sie­rung bzw. Häu­fig­keit ab. So ist funk­tio­na­le Pro­gram­mie­rung weniger ver­brei­tet, bietet jedoch aufgrund der Vorteile für konkrete Da­ten­ver­ar­bei­tung, Business-Logik, KI, Compiler und Parser sowie An­wen­dungs-Al­go­rith­men viele Vorteile für Un­ter­neh­men.

Neben viel­sei­ti­gen Standard-Pro­gram­mier­spra­chen ist Clojure als funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­che in großen Un­ter­neh­men besonders gefragt und wird daher sehr gut bezahlt. Als Lisp-Dialekt bietet Clojure einen funk­tio­na­len, gut lesbaren Codier-Stil auch bei komplexen Al­go­rith­men. Sie läuft in der Java Virtual Machine und bietet eine enge Java-Runtime-In­te­gra­ti­on. Aufgrund ihrer dy­na­mi­schen Kon­zi­pie­rung un­ter­stützt Clojure flexible Java-In­ter­ak­ti­on. Besonders gefragt ist die Sprache im Fi­nanz­sek­tor, im Ein­zel­han­del, in der Analytik und in der Werbung. Auch Scala als leis­tungs­star­ke Java-Al­ter­na­ti­ve erweist sich als sehr gefragte Sprache für die Backend-Ent­wick­lung.

Hinweise zur Po­pu­la­ri­tät einer Pro­gram­mier­spra­che bietet auch der PYPL-Leitindex. Dieser zeigt an, wie oft nach einer Pro­gram­mier­spra­che oder Tutorials einer Pro­gram­mier­spra­che auf Google gesucht wird. Hier fand sich im Jahr 2021 Python mit 30,32 Prozent auf Platz eins, dicht gefolgt von Java, Ja­va­Script und C-Sprachen wie C# und C/C++.

Gefragte Pro­gram­mier­spra­che Vorteile
Clojure Funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­che und Lisp-Dialekt Funk­tio­na­ler, gut lesbarer Code für komplexe Al­go­rith­men und Da­ten­ana­ly­sen Läuft in der Java Virtual Machine Java-Runtime-In­te­gra­ti­on und Java-In­ter­ak­ti­on

Welche viel­ver­spre­chen­den Pro­gram­mier­spra­chen gibt es?

Neue, viel­ver­spre­chen­de Pro­gram­mier­spra­chen fo­kus­sie­ren sich vor allem auf ein optimales User-Ex­pe­ri­ence-Design und eine hoch­wer­ti­ge grafische Be­nut­zer­ober­flä­che. Viele sind spe­zia­li­siert auf die Web­ent­wick­lung oder die Ent­wick­lung mobiler An­wen­dun­gen. Besonders viel­ver­spre­chen­de Sprachen sind:

Kotlin

Kotlin lag 2021 auf Platz 14 der am häu­figs­ten benutzten, platt­form­über­grei­fen­den Pro­gram­mier­spra­chen. Sie wird sowohl für die Java Virtual Machine als auch für Ja­va­Script-Quellcode genutzt. 2017 hat Google Kotlin neben Java zur Haupt­spra­che für die App-Ent­wick­lung unter Android erklärt. Sie bietet Null-Si­cher­heit und eine gegenüber Java ver­ein­fach­te Syntax. Kotlin eignet sich für native Android- und iOS-Apps, mobile Platt­for­men, Server-Side und die Web-Frontend-Ent­wick­lung.

Scala

Die ob­jekt­ori­en­tier­te, funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­che Scala bietet ver­ein­fach­te Syntax und Funk­tio­nen höherer Ordnung. Sie erweist sich als ab­ge­speck­te, schlan­ke­re Java-Al­ter­na­ti­ve und gilt als All­zweck­spra­che. An­wen­dungs­be­rei­che sind Data-Pipelines, event­ba­sier­te An­wen­dun­gen, Mi­cro­ser­vices oder ETL. Für die Backend-Ent­wick­lung erweist sich Scala als lukrative Fähigkeit.

Ty­pe­Script

Die 2012 ver­öf­fent­lich­te Sprache Ty­pe­Script baut als ty­pi­sier­te Über­ka­te­go­rie auf Ja­va­Script auf, lässt sich dort „plain“ kom­pi­lie­ren und stellt eine sinnvolle Ergänzung zum populären Ja­va­Script dar. Mit Ja­va­Script-Vor­kennt­nis­sen gelingt die Ein­ar­bei­tung besonders gut. Da sich Ty­pe­Script in Ja­va­Script trans­pi­lie­ren lässt, bleibt auch die breite Browser-Kom­pa­ti­bi­li­tät bestehen. Lohnend ist Ty­pe­Script als Ja­va­Script-Ergänzung, da Frame­works und Libraries von Angular, React und Svelte auf Ty­pe­Script setzen. Ihre Vorteile sind ein sauberer, schlanker Code und op­ti­mier­te Ent­wick­lungs­pro­zes­se.

Dart

Dart wurde von Google als Ja­va­Script-Al­ter­na­ti­ve für moderne Web­brow­ser ent­wi­ckelt. Die Sprache ist ECMA-stan­dar­di­siert und er­leich­tert dank einfacher Syntax das Pro­gram­mie­ren mobiler An­wen­dun­gen. Sie lässt sich dank schneller Über­set­zung in Ja­va­Script plattform- und brow­se­r­ü­ber­grei­fend nutzen. Auch Googles Software De­ve­lo­p­ment Kit Flutter sowie Mar­ke­ting­tools wie Google Ads oder Groupon basieren auf Dart. Erste Schritte in Dart lassen sich mit der kos­ten­lo­sen DartPad-Plattform lernen.

Swift

Mit Swift steht eine starke Al­ter­na­ti­ve zu Objective-C, der Pro­gram­mier­spra­che für iOS- und macOS-An­wen­dun­gen, zur Verfügung. Sie lässt sich nahtlos in Objective-C-Codes in­te­grie­ren und bietet als schlanke, ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mier­spra­che einfache, moderne Syntax für mobile App-Ent­wick­lung und Nut­zer­freund­lich­keit.

Go

„Go“ steht als Abkürzung für die Pro­gram­mier­spra­che Golang, die von Google als Al­ter­na­ti­ve zu C++ und Java ent­wi­ckelt wurde. Sie legt den Schwer­punkt auf Cloud-Computing und lässt sich platt­form­über­grei­fend mit ver­ein­fach­ter Syntax, au­to­ma­ti­schem Spei­cher­ma­nage­ment und einfachem Im­port­pro­zess nutzen. Weitere Vorzüge sind eine au­to­ma­ti­sche Code-Korrektur, eine ein­heit­li­che Code-For­ma­tie­rung und eine große Stan­dard­bi­blio­thek. Vor allem im Un­ter­neh­mens- und Server-Bereich gefragt, bietet Golang aufgrund des relativ geringen Angebots an Go-Ent­wick­le­rin­nen und -Ent­wick­lern gute Kar­rie­re­chan­cen.

Rust

Die Mozilla-Pro­gram­mier­spra­che Rust überzeugt durch eine hard­ware­na­he Pro­gram­mie­rung für Web-Apps, Netz­werk­an­wen­dun­gen, Web-Assembly oder Kom­man­do­zei­len-Tools. Sie kom­bi­niert ver­schie­de­ne Pro­gram­mier­pa­ra­dig­men und bietet starke Abs­tra­hie­rung sowie ein funk­tio­na­les Ty­pi­sie­rungs­sys­tem für Spei­cher­ver­wal­tung. Dadurch lassen sich Stack-Overflow- und Null-Pointer-Probleme leichter umgehen. Da vor allem AWS, Microsoft und Meta an Rust mit­ar­bei­ten, stehen die Zu­kunfts­chan­cen sehr gut.

Viel­ver­spre­chen­de Pro­gram­mier­spra­chen Vorteile
Kotlin Platt­form­über­grei­fen­de Pro­gram­mier­spra­che Für Java Virtual Machine und Ja­va­Script-Quellcode Mit Java Haupt­spra­che für Android-App-Ent­wick­lung
Scala Ob­jekt­ori­en­tier­te, funk­tio­na­le, ver­ein­fach­te Pro­gram­mier­spra­che Auch Funk­tio­nen höherer Ordnung Für die Backend-Ent­wick­lung gefragt
Ty­pe­Script Baut auf Ja­va­Script auf In Ja­va­Script „plain“ kom­pi­lier­bar Breite Browser-Kom­pa­ti­bi­li­tät Sauberer, schlanker Code Op­ti­mier­te Ent­wick­lungs­pro­zes­se
Dart Ja­va­Script-Al­ter­na­ti­ve für moderne Web­brow­ser ECMA-stan­dar­di­siert Einfache Syntax für mobile, nut­zer­freund­li­che An­wen­dun­gen Schnelle Ja­va­Script-Über­set­zung Plattform-/brow­se­r­ü­ber­grei­fend
Swift Objective-C-Al­ter­na­ti­ve (iOS/macOS) Nahtlose Objective-C-Codes In­te­gra­ti­on Schlanke, ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mier­spra­che für mobile App-Ent­wick­lung
Go C++ und Java-Al­ter­na­ti­ve Schwer­punkt ist Cloud-Computing und au­to­ma­ti­sches Spei­cher­ma­nage­ment Platt­form­über­grei­fend mit ver­ein­fach­ter Syntax Au­to­ma­ti­sche Code-Korrektur und ein­heit­li­che Code-For­ma­tie­rung Große Stan­dard­bi­blio­thek
Rust Hard­ware­na­he Pro­gram­mie­rung Ent­wick­lung von Web-Apps, Netz­werk­an­wen­dun­gen und Kom­man­do­zei­len-Tools Starke Abs­tra­hie­rung und funk­tio­na­les Ty­pi­sie­rungs­sys­tem für Spei­cher­ver­wal­tung Von AWS, Microsoft und Meta gefördert

Welche Pro­gram­mier­spra­chen sind am lu­kra­tivs­ten?

Welche Pro­gram­mier­spra­chen besonders beliebt sind, bestimmt nicht immer ihre Lu­kra­ti­vi­tät. Es lohnt sich daher, jährliche Analysen zu den besten Ge­halts­aus­sich­ten für Pro­gram­mier­spra­chen zu be­ob­ach­ten. Diese werden u. a. im Stack Overflow Survey ver­öf­fent­licht. Im Jahr 2021 brachten laut Stack folgende Pro­gram­mier­spra­chen Spit­zen­ge­häl­ter:

  • Clojure: ca. 80.000 Euro
  • F#: ca. 68.200 Euro
  • Elixir: ca. 67.400 Euro

Spit­zen­ge­häl­ter lassen sich für Pro­gram­mier­spra­chen mit einem hohen Grad an Spe­zia­li­sie­rung erwarten. Funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­chen wie Clojure, F# und Elixir sind aufgrund ihrer Vorteile für Da­ten­ana­ly­sen, z. B. im Fi­nanz­sek­tor, sehr gefragt. Im Vergleich zu Python und Java werden sie nur von wenigen Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern be­herrscht. Während F# als Pro­gram­mier­spra­che für das .NET-Framework dient, läuft Elixier als Allround-Sprache auf der Virtual Machine von Erlang.

Beachten Sie in diesem Zu­sam­men­hang jedoch, dass starke Spe­zia­li­sie­rung auch weniger Fle­xi­bi­li­tät bedeutet. Wer viel­sei­tig an­wend­ba­re Sprachen wie Java oder Python be­herrscht, kann sich auf ein größeres Angebot und viel­fäl­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten verlassen – auch wenn weit ver­brei­te­te Pro­gram­mier­spra­chen weniger lukrative Aus­sich­ten bieten, da die Kon­kur­renz größer ist.

Welche Trends zeichnen sich für Pro­gram­mier­spra­chen ab?

Die Wahl der Pro­gram­mier­spra­che hängt auch von Trends und Prognosen ab. So lassen sich derzeit vier große Trends für in der Welt der Pro­gram­mier­spra­chen ausmachen (Stand: September 2022):

Funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­chen gewinnen an Bedeutung

Funk­tio­na­les Pro­gram­mie­ren er­mög­licht ele­gan­te­ren, leichter lesbaren und somit sauberen Code für komplexe Da­ten­ana­ly­sen. Es zahlt sich aus, den Horizont auf funk­tio­na­le Pro­gram­mier­spra­chen wie Clojure oder Elixir zu erweitern.

Cloud­ba­sier­tes Pro­gram­mie­ren nimmt zu

Statt Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen lokal zu in­stal­lie­ren, geht der Trend zu cloud­ba­sier­ten Um­ge­bun­gen, in denen sich Code schreiben, speichern und ausführen lässt.

Fokus auf Machine Learning

Eines der wich­tigs­ten Felder in der Anwendung von Pro­gram­mier­spra­chen sind selbst­ler­nen­de Systeme. Der Vorteil: Durch Machine Learning op­ti­mie­ren sich Programme selbst. Wichtige Pro­gram­mier­spra­chen für KI-Forschung und Machine Learning sind Python, Scala, Java, Ja­va­Script, C++ oder auch neuere High-Per­for­mance-Pro­gram­mier­spra­chen wie Julia mit Schwer­punkt nu­me­ri­sche Be­rech­nung.

No-Code-Ent­wick­lung und visuelle Pro­gram­mier­spra­chen

Ein weiterer Trend ist die Ver­ein­fa­chung von Pro­gram­mier­spra­chen in Form von No-Code-Ent­wick­lung und visuellen Pro­gram­mier­spra­chen wie Scratch. No-Code-Ent­wick­lung durch Editoren nach dem Prinzip WYSIWIG er­mög­licht auch An­fän­ge­rin­nen und Anfängern ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se die Ent­wick­lung von Websites und An­wen­dun­gen. Gleiches gilt für visuelle Sprachen, die nicht Codes, sondern grafische Elemente nutzen. Beliebt sind diese beim Pro­gram­mie­ren für Kinder.

Textuelle Pro­gram­mier­spra­chen oder Codier-Kennt­nis­se werden natürlich kei­nes­wegs obsolet. Die Nachfrage nach Software-Ent­wick­le­rin­nen und -Ent­wick­lern sowie Pro­gram­mie­rin­nen und Pro­gram­mie­rern wächst vielmehr, denn auch die Ent­wick­lung von No-Code-Tools oder visuellen Sprachen erfordert „klas­si­sches“ Pro­gram­mie­ren.

Wichtige An­wen­dungs­be­rei­che für Pro­gram­mier­spra­chen

Im Folgenden stellen wir die wich­tigs­ten An­wen­dungs­be­rei­che und dazu passende Pro­gram­mier­spra­chen im Überblick vor.

Web­pro­gram­mie­rung

  • Ja­va­Script
  • Java
  • PHP
  • CSS
  • HTML
  • Python
  • C / C++ / C#

Da­ten­ban­ken

  • MySQL
  • SQL
  • C / C++ / C#
  • Java
  • PHP
  • R

Apps

  • Java
  • Kotlin
  • C / C++ / C#
  • Python
  • HTML / CSS / Ja­va­Script
  • Dart
  • Swift

Software-Ent­wick­lung

  • Python
  • C++
  • Java
  • Scala
  • Ja­va­Script / Ty­pe­Script
  • Rust
  • Clojure
  • Elixir
  • Julia
  • Go

Da­ten­ana­ly­se

  • Python
  • R
  • Java
  • SQL

Au­to­ma­ti­sie­rung

  • Python
  • C#
  • Java
  • Ja­va­Script
  • Ruby

AI und Machine Learning

  • Python
  • Scala
  • Java
  • Ja­va­Script
  • C++
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