Ein eigener On­line­shop ist heute un­ver­zicht­bar, um die Mar­ken­be­kannt­heit zu steigern und den Umsatz zu fördern. Wer gerne mit dem CMS WordPress arbeitet, findet in dem Plugin Woo­Com­mer­ce eine prak­ti­sche Lösung für die Rea­li­sie­rung eines voll­um­fäng­li­chen E-Commerce-Projekts.

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Warum es sich lohnt, einen On­line­shop zu erstellen

Als Anbieter hoch­wer­ti­ger Produkte möchte man seinen Kunden nicht nur einen einfachen Zugang zu seinem Sortiment bieten, sondern sie auch von der Qualität des Angebots über­zeu­gen. Indem Sie einen mo­bil­freund­li­chen Shop gestalten, reagieren Sie auf das ver­än­der­te Kauf­ver­hal­ten (immer häufiger wird von unterwegs bzw. vom Smart­phone aus geshoppt) – und erreichen noch mehr po­ten­zi­el­le Kunden. Un­ab­hän­gig davon, ob Sie physische Produkte verkaufen oder digitale Inhalte zum Download anbieten, er­mög­licht Ihnen ein pro­fes­sio­nel­ler Webshop, Ihr Sortiment zu verwalten, Kun­den­be­stel­lun­gen und Versand zu ko­or­di­nie­ren, Mar­ke­ting­maß­nah­men um­zu­set­zen und mit gezielten SEO-Maßnahmen die Auf­find­bar­keit in Such­ma­schi­nen zu erhöhen. Dadurch wird Ihr Shop schneller und einfacher von den Nutzern im Netz gefunden.

Wer mit Content-Ma­nage­ment-Systemen vertraut ist, hat die Mög­lich­keit, mit der beliebten Lösung WordPress einen eigenen On­line­shop zu erstellen. Der Vorteil von WordPress liegt darin, dass es sich um ein weltweit bekanntes Open-Source-System handelt, das zahl­rei­che Funk­tio­nen bietet. Über das be­nut­zer­freund­li­che Dashboard von WordPress lässt sich ein Shop einfach ein­rich­ten, verwalten und mit zahl­rei­chen Er­wei­te­run­gen, so­ge­nann­ten WordPress-Shop-Plugins, ausbauen.

Eine der gän­gigs­ten Methoden, WordPress für den E-Commerce zu nutzen, ist die In­te­gra­ti­on von Woo­Com­mer­ce, einer leis­tungs­star­ken, kos­ten­lo­sen Shop-Er­wei­te­rung. In der kos­ten­lo­sen Version bietet die Er­wei­te­rung bereits viele Funk­tio­nen für einen pro­fes­sio­nel­len Shop, die sich bei Bedarf durch kos­ten­pflich­ti­ge Premium-Funk­tio­nen erweitern lassen. Für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger bietet Woo­Com­mer­ce auch ohne zu­sätz­li­che Premium-Features ein solides Grund­ge­rüst für einen funk­tio­na­len Shop.

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Tipp

Bei IONOS nutzen Sie WordPress in Ver­bin­dung mit einem On­line­shop ganz einfach über das Woo­Com­mer­ce-Hosting.

Schritt 1: WordPress-Shop mit Woo­Com­mer­ce in­stal­lie­ren

Bild: WooCommerce-Plugin in WordPress‘ Auswahlliste an verfügbaren Plugins
Das Woo­Com­mer­ce-Plugin bei WordPress her­un­ter­la­den

Um Woo­Com­mer­ce zu verwenden, müssen Sie zunächst das Plugin in WordPress in­stal­lie­ren. Gehen Sie dazu im Dashboard auf „Plugins“ und klicken Sie auf „Plugin hin­zu­fü­gen“. Geben Sie in die Suchmaske „Woo­Com­mer­ce“ ein. Sobald das Plugin angezeigt wird, klicken Sie auf „Jetzt in­stal­lie­ren“ und an­schlie­ßend auf „Ak­ti­vie­ren“. Für Neulinge empfiehlt es sich, den in­te­grier­ten In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten zu verwenden, der Schritt für Schritt durch die Ein­rich­tung führt.

Bild: WooCommerce: Installations-Wizard
Der In­stal­la­ti­ons-Wizard hilft beim Ein­rich­ten von Woo­Com­mer­ce
Hinweis

Die grund­le­gen­den Ein­stel­lun­gen können später jederzeit angepasst werden und umfassen unter anderem:

  • Un­ter­neh­mens­stand­ort (z. B. Deutsch­land)
  • Währung (z. B. Euro)
  • Maß­ein­heit für Pro­dukt­ge­wich­te (z. B. Gramm)
  • Steuer- und Ver­sand­op­tio­nen
  • Zah­lungs­op­tio­nen (z. B. PayPal, Über­wei­sung)

Schritt 2: On­line­shop ein­rich­ten - All­ge­mei­ne Ein­stel­lun­gen

Unter „Ein­stel­lun­gen“ und „Allgemein“ können Sie grund­le­gen­de In­for­ma­tio­nen wie den Titel der Website, die Web­adres­se (URL), die Zeitzone und die Web­site­spra­che festlegen. Weitere wichtige Ein­stel­lun­gen finden Sie unter dem Menüpunkt „Woo­Com­mer­ce“ -> „Ein­stel­lun­gen“, wo Sie ver­schie­de­ne Aspekte des Shops verwalten können:

  • Produkte: Hier können Sie pro­dukt­spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen wie Maß­ein­hei­ten, Be­wer­tun­gen, La­ger­ver­wal­tung und digitale Produkte festlegen.
  • Zahlungen: In diesem Menü verwalten Sie die Zah­lungs­op­tio­nen, wie z. B. PayPal, Bank­über­wei­sung, Nachnahme und viele weitere. Außerdem finden Sie hier die Steu­er­op­tio­nen, in denen Sie die Mehr­wert­steu­er und andere Steu­er­sät­ze für Ihre Produkte festlegen können.
  • Versand: De­fi­nie­ren Sie Ver­sand­op­tio­nen für ver­schie­de­ne Länder und Regionen.
  • Konto und Da­ten­schutz: Bestimmen Sie, wie und an welcher Stelle User zur Re­gis­trie­rung oder Anmeldung ihres Kun­den­kon­tos wei­ter­ge­lei­tet werden. Zudem können Sie hier festlegen, ob und wie Kun­den­kon­ten erstellt werden dürfen. Ferner gibt es Optionen zur Regelung des Da­ten­schut­zes.
  • E-Mails: Unter „E-Mails“ können Sie einzelne E-Mail-Be­nach­rich­ti­gun­gen zu Kun­den­vor­gän­gen kon­fi­gu­rie­ren. Die Art der Be­nach­rich­ti­gung (z. B. bei neuer, stor­nier­ter oder fehl­ge­schla­ge­ner Be­stel­lung) und die Empfänger lassen sich frei wählen.
Bild: WooCommerce – Allgemeine Einstellungen
All­ge­mei­ne Grund­ein­stel­lun­gen lassen sich bei Woo­Com­mer­ce direkt be­ar­bei­ten

Schritt 3: Na­vi­ga­ti­on und Design Ihres On­line­shops gestalten

Die Be­nut­zer­freund­lich­keit ist ent­schei­dend für den Erfolg Ihres Shops. Woo­Com­mer­ce erstellt au­to­ma­tisch eine Haupt­na­vi­ga­ti­on mit den grund­le­gen­den Me­nü­punk­ten „Shop“, „Warenkorb“, „Kasse“ und „Mein Konto“. Diese können Sie unter „Design“ im „Website-Editor“ weiter anpassen und erweitern. Je nach Thema können Sie auch das Design und die Farb­ge­bung Ihres Shops gestalten. Welche Art von Design und Farb­wir­kung für Ihren Shop am besten passt, hängt unter anderem von Ihrer Branche, dem Pro­dukt­sor­ti­ment und natürlich auch vom Geschmack Ihrer Ziel­grup­pe ab.

Bild: WooCommerce-Plugin: Einstellungen zur Menüstruktur
Über die Sidebar lassen sich ganz einfach Menüs aufbauen

Schritt 4: Produkte, Texte und Bilder zum WordPress-On­line­shop hin­zu­fü­gen

Um Produkte hin­zu­zu­fü­gen, wählen Sie im linken Sei­ten­me­nü unter „Produkte“ die Option „Neues Produkt hin­zu­fü­gen“. In der Pro­dukt­be­ar­bei­tungs­mas­ke können Sie den Ar­ti­kel­na­men, die Pro­dukt­be­schrei­bung, Bilder und Medien sowie andere wichtige In­for­ma­tio­nen wie Preis, Be­stands­ver­wal­tung und Ver­sand­op­tio­nen eintragen. Sie können auch Pro­dukt­va­ri­an­ten anlegen, falls das Produkt in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen (z. B. Farben, Größen) er­hält­lich ist. Die Pro­dukt­sei­ten bieten Ihren Kunden de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu jedem Artikel und sind damit der zentrale Punkt für den Verkauf. Stellen Sie sicher, dass die Seiten an­spre­chend gestaltet sind und alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen enthalten, um den Kauf zu fördern.

Bild: WooCommerce-Plugin: Produktseite
Pro­dukt­sei­ten können einfach erstellt und be­ar­bei­tet werden

Des Weiteren können Sie Produkte in Ka­te­go­rien einordnen, um Ihren Shop besser zu struk­tu­rie­ren. Dazu gehen Sie im Menü „Produkte“ auf „Ka­te­go­rien“ und erstellen neue Ka­te­go­rien für Ihre Produkte. Dies er­leich­tert Ihrer Kund­schaft das Na­vi­gie­ren und Finden der ge­wünsch­ten Artikel. Ka­te­go­rie­sei­ten sind besonders wichtig für die Be­nut­zer­füh­rung, da sie eine Übersicht über ähnliche Produkte bieten und den Kundinnen und Kunden helfen, schnell das richtige Produkt zu finden. Achten Sie darauf, dass jede Kategorie eine klare und präzise Be­schrei­bung enthält, um sowohl den Nutzern als auch den Such­ma­schi­nen zu helfen, den Inhalt richtig ein­zu­ord­nen.

Bild: WooCommerce-Plugin: Seiten kategorisieren
Seiten können schnell ka­te­go­ri­siert werden, um die Be­nut­zer­füh­rung zu ver­bes­sern
Tipp

Um voll­stän­di­ge Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen zu bieten, sollten Sie präzise Angaben wie klare URLs, Titel und Kurz­be­schrei­bun­gen hin­ter­le­gen. Eine über­sicht­li­che Struktur und relevante Metadaten ver­bes­sern sowohl die Nut­zer­er­fah­rung als auch die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO), was die Reich­wei­te Ihres Shops steigert.

Schritt 5: Weitere Funk­tio­nen für Ihren WordPress-On­line­shop

Woo­Com­mer­ce bietet viele zu­sätz­li­che Funk­tio­nen, die Sie nach Bedarf ak­ti­vie­ren können, wie Gut­schei­ne, Be­stell­ver­wal­tung und Be­richt­erstat­tung.

Be­stel­lun­gen

Sobald Sie zahlende Kundinnen und Kunden haben, können Sie im Un­ter­punkt „Be­stel­lun­gen“ alle Kun­den­be­stel­lun­gen verwalten und be­ar­bei­ten. Hier können Sie den Status, Kon­takt­da­ten, Be­stell­da­tum, Rechnungs- und Ver­sand­in­for­ma­tio­nen sowie die Pro­dukt­über­sicht einsehen.

Gut­schei­ne

Gut­schei­ne bieten einen Anreiz zum Kauf. Über das Gutschein-Menü lassen sich Rabatte für Warenkorb oder Produkte festlegen, Beträge und Gül­tig­keits­dau­er bestimmen und Be­stell­wert­gren­zen de­fi­nie­ren.

Berichte

Im Menü „Berichte“ können Sie die Ent­wick­lung von Be­stel­lun­gen und Einnahmen einsehen. Es werden wichtige Kenn­zah­len wie Umsatz, Be­stel­lun­gen und Ver­sand­kos­ten angezeigt. Eine flexible Zeittafel er­mög­licht es, die Daten nach Wunsch zu filtern.

Tipp

Ergänzend für deutsche On­line­shops gibt es das Plugin Woo­Com­mer­ce Ger­ma­ni­zed, das recht­li­che An­for­de­run­gen wie AGB, Wi­der­rufs­be­leh­rung und SEPA-Last­schrift­ver­fah­ren un­ter­stützt. Ein korrektes Impressum ist ebenfalls wichtig, um den Shop rechts­si­cher zu betreiben.

On­line­shop erstellen mit WordPress: Einfach ins E-Commerce starten

Indem Sie Ihren On­line­shop mit WordPress erstellen, sorgen Sie für ein einfaches Ma­nage­ment Ihres Angebots im Netz. Zwar müssen Sie bei der Nutzung eines kos­ten­frei­en CMS wie WordPress (im Gegensatz zu in­te­grier­ter Webshop-Software wie Shopware oder Magento) Abstriche beim Thema Leistung, Umfang und Funk­tio­na­li­tät machen. Als Ein­stei­ger mit über­schau­ba­rem Sortiment kann es sich jedoch lohnen, mit WordPress den eigenen On­line­shop einfach selbst zu gestalten.

Das Plugin Woo­Com­mer­ce bildet dank seiner einfachen Be­dien­bar­keit und den vielen Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten eine sinnvolle Er­wei­te­rung. Sind Sie mit dem Setup und dem Bestücken Ihres Shops fertig, sollten Sie zur Si­cher­heit selbst einen Testlauf als „Kunde“ machen, um zu sehen, ob alle Shop-Elemente (Suche, Be­stel­lung, Warenkorb etc.) auch wirklich rei­bungs­los funk­tio­nie­ren. Danach können Sie mit dem Launch und der weiteren Aus­ge­stal­tung Ihres WordPress-Shops loslegen.

WordPress-On­line­shop mit Woo­Com­mer­ce: Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
Kos­ten­lo­se In­stal­la­ti­on und schnelle Ein­rich­tung über CMS Begrenzte Leis­tungs­fä­hig­keit für Shops mit großem Sortiment
Zentrale Ver­wal­tung und volle Kontrolle über alle wichtigen E-Commerce-Prozesse Zusatz-Plugin für Rechts­si­cher­heit auf dem deutschen Markt notwendig (Woo­Com­mer­ce Ger­ma­ni­zed), da kein Fokus auf den deutschen Markt
Einfache und flexible Bedienung Keine in­te­grier­ten Wa­ren­wirt­schafts­funk­tio­nen
In­te­gra­ti­on zahl­rei­cher Ober­flä­chen (Themes) und Er­wei­te­run­gen Solide Ein­ar­bei­tung in Content-Ma­nage­ment mit WordPress notwendig
Besonders praktisch für kleinere Sor­ti­men­te und digitale Pro­dukt­an­ge­bo­te Manche Plugins kos­ten­pflich­tig
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