Von „MfG“ bis „Liebe Grüße“: Das Ende einer E-Mail ist min­des­tens so wichtig wie der Einstieg – und wird doch häufig ver­nach­läs­sigt. Dabei bieten die letzten Worte im schrift­li­chen Kontakt eine einmalige Ge­le­gen­heit, Pro­fes­sio­na­li­tät zu beweisen und gleich­zei­tig die (Geschäfts-)Beziehung mit dem Empfänger der Nachricht zu pflegen. Wir geben Ihnen einen Überblick über geläufige Gruß­for­meln in E-Mails und verraten Ihnen, wann Sie welche Formel verwenden und worauf Sie am Schluss einer E-Mail ver­zich­ten sollten.

Eigene E-Mail-Adresse erstellen
E-Mail-Kom­plett­pa­ke­te vom deutschen Markt­füh­rer
  • Mit KI schneller zur perfekten E-Mail: schreiben, über­set­zen, um­for­mu­lie­ren
  • Aus Deutsch­land – DSGVO-konform & sicher
  • Nur bei IONOS: Eigene Domain inklusive

Klas­si­sche Gruß­for­meln für eine E-Mail

Gruß­for­mel Wirkung/Bedeutung
Mit freund­li­chen Grüßen vor allem beim Erst­kon­takt nie verkehrt – tra­di­tio­nell, höflich, aber auch förmlich
Freund­li­che Grüße ge­bräuch­li­che und etwas modernere Form von „Mit freund­li­chen Grüßen“
Viele Grüße neutral, etwas weniger förmlich
Tipp

Beste Grüße“ ist eine ebenso häufig ver­wen­de­te Gruß­for­mel wie „Viele Grüße“, wird von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­exper­ten aber nicht empfohlen. Da es keine Stei­ge­rung und auch keine ab­ge­schwäch­te Form, wie „gute Grüße“ gibt, ist dieser Abschluss sprach­lich unrund.

Per­sön­li­che­re Gruß­for­meln für eine E-Mail

Gruß­for­mel Wirkung/Bedeutung
Herzliche Grüße per­sön­lich, wert­schät­zend und immer noch pro­fes­sio­nell
Liebe Grüße sehr per­sön­lich und im Ge­schäfts­kon­text nur bei guten Kollegen zu verwenden
Sonnige Grüße um­gangs­sprach­lich, sym­pa­thisch; sollte aber nicht zum Standard am Ende einer E-Mail werden
Viele Grüße nach … neutral und gleich­zei­tig per­sön­lich – ideal für re­gel­mä­ßi­gem Kontakt aber: Die um­ge­kehr­te Form „Viele Grüße aus…“ sollte sparsam verwendet werden, da es den Absender ten­den­zi­ell (zu sehr) in den Mit­tel­punkt stellt
Hinweis

In beiden der vor­an­ge­gan­ge­nen Tabellen finden sich Gruß­for­meln, die gerne abgekürzt verwendet werden – „MfG“, „VG“ und „LG“ sind oft zu lesen. Al­ler­dings sind solche Ab­kür­zun­gen wenig wert­schät­zend, schließ­lich ver­mit­teln sie dem Empfänger Zeit­man­gel beim Schreiber. Nehmen Sie sich also die not­wen­di­ge Zeit, wenn Sie eine E-Mail schreiben – auch und vor allem für die letzten Worte.

An­lass­be­zo­ge­ne Gruß­for­meln in E-Mails

Wenn Sie nicht immer auf die reinen Stan­dard­for­mu­lie­run­gen zu­rück­grei­fen möchten, bieten Ihnen die Woche, das Jahr und der Alltag viele Mög­lich­kei­ten in Ihrem E-Mail-Ende für Ab­wechs­lung zu sorgen und so eine gewisse Ver­bin­dung und Ver­traut­heit mit dem Empfänger her­zu­stel­len. Zum Beispiel:

Gruß­for­mel Wirkung/Bedeutung
Herzliche Grüße per­sön­lich, wert­schät­zend und immer noch pro­fes­sio­nell
Liebe Grüße sehr per­sön­lich und im Ge­schäfts­kon­text nur bei guten Kollegen zu verwenden
Sonnige Grüße um­gangs­sprach­lich, sym­pa­thisch; sollte aber nicht zum Standard am Ende einer E-Mail werden
Viele Grüße nach … neutral und gleich­zei­tig per­sön­lich – ideal für re­gel­mä­ßi­gem Kontakt aber: Die um­ge­kehr­te Form „Viele Grüße aus…“ sollte sparsam verwendet werden, da es den Absender ten­den­zi­ell (zu sehr) in den Mit­tel­punkt stellt

Sämtliche oben gelistete Gruß­for­meln mit Bezug zu einem Anlass lassen sich natürlich abwandeln und mit anderen Stan­dard­for­mu­lie­run­gen kom­bi­nie­ren.

Gruß­for­meln in E-Mails: All­ge­mei­ne Tipps

Grund­sätz­lich ent­schei­det immer die per­sön­li­che Beziehung zum Empfänger, welche Gruß­for­mal am Ende einer E-Mail die pas­sends­te ist. Gehen Sie im be­ruf­li­chen Kontext im Zwei­fels­fall auf Nummer sicher und beenden Ihre Mail mit einer neutralen For­mu­lie­rung. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie mit jeder E-Mail sich selbst und Ihr Un­ter­neh­men re­prä­sen­tie­ren. Gestalten Sie daher auch das E-Mail-Ende ent­spre­chend. Reagieren Sie im laufenden Kontakt außerdem ggf. auf die Wortwahl Ihres Ge­gen­übers – welche For­mu­lie­rung benutzt der andere, wie per­sön­lich darf es (schon) werden?

Ein An­halts­punkt dafür, wie „locker“ Sie for­mu­lie­ren dürfen, können ver­schie­de­ne Ei­gen­schaf­ten des Emp­fän­gers geben, wie zum Beispiel die Position, das Alter aber auch die komplette Un­ter­neh­mens­kul­tur und Branche. In der Me­di­en­welt und Startup-Szene wird meist von Anfang an sehr leger mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert – bei Banken, Behörden oder Ver­si­che­run­gen herrscht oftmals ein deutlich kon­ser­va­ti­ver E-Mail-Knigge.

Variieren Sie außerdem in Ihren Gruß­for­meln am Ende einer E-Mail – vor allem, wenn Sie sich auf einen Anlass oder eine Be­ge­ben­heit in Ihrem Umfeld beziehen. Wünschen Sie immer sonnige Grüße oder einen er­folg­rei­chen Start in den Tag, wirkt der Gruß schnell beliebig, au­to­ma­ti­siert und wenig wert­schät­zend.

Hinweis

Im Deutschen enden Gruß­for­meln in einer E-Mail niemals mit einem Satz­zei­chen – weder mit einem Punkt noch mit einem Komma oder Aus­ru­fe­zei­chen. Anders verhält es sich im Eng­li­schen: Tipps, wie Sie eine E-Mail auf Englisch schreiben, haben wir daher in einem weiteren Artikel zu­sam­men­ge­stellt.

Sonstige Tipps fürs E-Mail-Ende

Nicht nur die Gruß­for­mel gehört zu einem voll­ende­ten Abschluss einer E-Mail. Beachten Sie außerdem folgende Be­stand­tei­le:

  • Ab­schlie­ßen­der Satz: Noch vor der ei­gent­li­chen Gruß­for­mel sollten Sie einen zu­sam­men­fas­sen­den Satz for­mu­lie­ren, welcher den Inhalt der E-Mail zu­sam­men­fasst und/oder eine Hand­lungs­auf­for­de­rung an den Empfänger richtet. Bei­spiels­wei­se die Bitte um eine Rück­mel­dung, die Über­sen­dung der Un­ter­la­gen, usw.
     
  • Ihren vollen Namen: Wenn Sie den Empfänger der E-Mail siezen, sind der volle Vor- und Nachname Pflicht. Aber auch wenn Sie bereits beim „Du“ sind, kann der volle Name helfen, Ver­wechs­lun­gen (mit gleich­na­mi­gen Kollegen) zu vermeiden.
     
  • Position und Kon­takt­in­for­ma­tio­nen: In der Regel sind diese In­for­ma­tio­nen in Ihrer Signatur enthalten – haben Sie noch keine, sollten Sie unbedingt eine E-Mail-Signatur erstellen. Vergessen Sie nicht, diese In­for­ma­tio­nen auch im laufenden Kontakt an­zu­hän­gen, damit bei­spiels­wei­se die Te­le­fon­num­mer für te­le­fo­ni­sche Rück­fra­gen schnell auf­find­bar ist.

Drei Beispiele für ein ge­lun­ge­nes E-Mail-Ende

Beispiel 1: Antwort nach Erhalt wichtiger Un­ter­la­gen innerhalb eines Projektes

Ich freue mich über einen Ter­min­vor­schlag zur Be­spre­chung der Un­ter­la­gen.

Herzliche Grüße nach Hamburg

Max Müller

(Signatur)

Beispiel 2: Bewerbung für eine neue Position in einem kon­ser­va­ti­ven Un­ter­neh­men

Ich freue mich auf Ihre Rück­mel­dung und ein per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen.

Mit freund­li­chen Grüßen

Marion Meier

(Signatur)

Beispiel 3: Antwort auf eine Ter­min­ein­la­dung

Ich freue mich auf den Termin am Montag.

Viele Grüße und ein schönes Wo­chen­en­de

Kim Kramer

(Signatur)

Tipp

Wie Sie Ihre E-Mail-Signatur op­ti­mie­ren, erfahren Sie ebenfalls im Digital Guide.

No-Gos bei Gruß­for­meln in einer E-Mail

Wie weiter oben bereits be­schrie­ben, sollten Sie sowohl Ab­kür­zun­gen als auch die For­mu­lie­rung „Beste Grüße“ am Ende einer E-Mail vermeiden. Es gibt aber noch weitere Stol­per­stei­ne bei den E-Mail-Gruß­wor­ten:

  • Hoch­ach­tungs­voll: veraltet und etwas „drüber“; ähnlich verhält es sich mit „Herz­lichst“
  • Gruß/Grüße: sehr lieblos; wirkt schnell so, als ob der Absender sauer ist
  • Schöne Grüße: der Begriff „schön“ passt in diesem Kontext nicht, da er sehr subjektiv ist
  • Keine Gruß­for­mel verwenden: Fast noch schlimmer als der falsche, ist gar kein ab­schlie­ßen­der Gruß. Einzige Ausnahme: Schreiben Sie mit einem gut bekannten Ge­schäfts­kon­takt innerhalb kurzer Zeit viele E-Mails hin und her, können Sie manchmal auf den Abschluss ver­zich­ten, da es sich fast schon um ein (schrift­li­ches) Gespräch handelt.
KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on
Zum Hauptmenü