E-Mails empfangen und ver­schi­cken muss nichts kosten: Besonders für die private Nutzung sind Angebote beliebt, bei denen die E-Mail-Adresse kostenlos ist. Wo Sie den meisten Spei­cher­platz bekommen, die höchsten Si­cher­heits­stan­dards genießen und welche Features die Anbieter sonst noch bieten, lesen Sie in unserem Überblick.

Alle In­for­ma­tio­nen sind auf dem Stand von Dezember 2025.

Die besten E-Mail-Anbieter für kos­ten­lo­se E-Mail-Adressen

Anbieter Gmail GMX Web.de Yahoo Mail Outlook.com Mail.de freenet Mail
Postfach-Speicher 15 GB inkl. Cloud Bis zu 1,5 GB 1 GB 20 GB 15 GB 2 GB inkl. Cloud 1 GB
Cloud-Speicher 15 GB inkl. Postfach ab 2 GB 2 – 8 GB Nicht vorhanden Weitere 5 GB 2 GB inkl. Postfach 2 GB
Max. Größe für Da­tei­an­hän­ge 25 MB 20 MB 20 MB 25 MB 25 MB 60 MB 20 MB
POP3
IMAP
Ser­ver­stand­or­te Weltweit Deutsch­land Deutsch­land Weltweit Weltweit Deutsch­land Deutsch­land
Deutscher Da­ten­schutz
Apps Android & iOS Android & iOS Android & iOS Android & iOS Android & iOS Android & iOS Android & iOS
Eigene E-Mail-Adresse erstellen
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  • Aus Deutsch­land – DSGVO-konform & sicher
  • Nur bei IONOS: Eigene Domain inklusive

Gmail

Gmail bietet ge­gen­wär­tig ein Ge­samt­vo­lu­men von 15 GB Spei­cher­platz für die ge­bün­del­ten Google-Dienste Gmail, Google Drive und Google Fotos an. Ver­hält­nis­mä­ßig großzügig bemessen ist auch die maximale Größe von Da­tei­an­hän­gen, die stan­dard­mä­ßig 25 MB beträgt. Al­ter­na­tiv bietet der Dienst für größere Anhänge al­ler­dings an, dass man statt der Datei einen Link zu Google Drive versendet.

Bild: Gmail
Quelle: https://workspace.google.com/intl/de/gmail/

Bei Be­dien­kom­fort und Layout setzt Gmail seit der Ein­füh­rung auf eine Ober­flä­che, die sich trotz ihrer Brow­ser­ba­sis stark an ei­gen­stän­di­gen E-Mail-Clients wie Outlook oder Thun­der­bird ori­en­tiert. In­zwi­schen lässt sich die Ober­flä­che auch in­di­vi­dua­li­sie­ren: So ist etwa das Design mit eigenen Fotos per­so­na­li­sier­bar. Zudem lassen sich Tabs je nach Bedarf anpassen.

Ein weiterer Vorteil von Gmail liegt in der perfekten In­te­gra­ti­on in das Google-Universum: Neben Google Drive ist hierbei vor allem Google Meet von Vorteil. Damit können Sie innerhalb von Gmail mit Freunden chatten oder eine Vi­deo­kon­ver­sa­ti­on mit bis zu 100 Personen führen – und das ge­rä­te­über­grei­fend.

Abstriche gibt es bei Gmail vor allem beim Da­ten­schutz: Google steht bei Da­ten­schüt­zern immer wieder in der Kritik wegen ver­meint­li­cher Auf­wei­chung der eigenen Richt­li­ni­en. Zudem sieht der Ver­brau­cher­schutz Verstöße gegen deutsche Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen: Denn die Mails der Nut­ze­rin­nen und Nutzer werden nach be­stimm­ten Si­gnal­wör­tern „gescannt“. So soll zum einen Spam iden­ti­fi­ziert, zum anderen aber auch per­so­na­li­sier­te Werbung ein­ge­blen­det werden können.

Immerhin sorgt die stan­dard­mä­ßi­ge aktive SSL/TLS-Ver­schlüs­se­lung dafür, dass die Mails „bei der Über­tra­gung zwischen Ihrem Web­brow­ser und den Gmail-Servern noch besser geschützt“ sind. Das bedeutet al­ler­dings nicht – wie im Übrigen bei allen auf­ge­zähl­ten Freemail-Anbietern –, dass Ihre E-Mails Ende-zu-Ende ver­schlüs­selt sind: Die Mailin­hal­te selbst sind nicht extra geschützt, sondern lediglich der E-Mail-Transport zum Server.

Vorteile Nachteile
15 GB Spei­cher­platz Kein deutscher Da­ten­schutz
In­te­gra­ti­on in das Google-Universum Server-Standorte unklar
Zahl­rei­che Ein­stel­lungs- und Per­so­na­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten Ein­hal­tung von Da­ten­schutz-Richt­li­ni­en wird kri­ti­siert
Auf­ge­räum­te und intuitive Be­nut­zer­ober­flä­che
Apps für Android und iOS
Google Workspace
Ihr Büro in der Tasche
  • Alle Google-Apps zentral und online für flexibles Arbeiten
  • Nutzung von Gmail mit Ihrer Domain von IONOS
  • Inklusive prio­ri­sier­tem Google-Support

GMX

GMX hat als Grün­dungs­mit­glied die In­itia­ti­ve „E-Mail Made in Germany“ mit ins Leben gerufen. Grund­be­din­gung für dieses Gü­te­sie­gel sind u. a. Server-Standorte in Deutsch­land und eine Da­ten­ver­ar­bei­tung nach den strengen deutschen Da­ten­schutz­richt­li­ni­en. Die Über­mitt­lung der E-Mails an den GMX-Server erfolgt aus­schließ­lich SSL/TLS-ver­schlüs­selt. Auch die Da­ten­über­tra­gung zwischen den Servern der einzelnen Anbieter der In­itia­ti­ve wird ver­schlüs­selt. Für noch mehr Si­cher­heit sorgt die Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung.

Der Post­fach­spei­cher umfasst bei GMX stan­dard­mä­ßig 1 GB. Mit der kos­ten­lo­sen Ak­ti­vie­rung des „GMX MailCh­ecks“ können Sie ihn al­ler­dings erweitern: Mit diesem Gratis-Upgrade lassen sich Mails ver­schlüs­seln, Desktop-Be­nach­rich­ti­gun­gen für ein­ge­hen­de Mails ein­rich­ten und weitere 500 MB Post­fach­spei­cher frei­schal­ten. So sind bei GMX insgesamt bis zu 1,5 GB kostenlos verfügbar. Die Anhänge dürfen bis zu 20 MB groß sein; im haus­ei­ge­nen Cloud-Speicher speichern Sie aktuell Dateien im Umfang von insgesamt bis zu 2 GB, der sich al­ler­dings durch die In­stal­la­ti­on von Apps erweitern lässt. Auch für die Daten in der Cloud gelten die deutschen Da­ten­schutz­richt­li­ni­en.

Bild: Screenshot von GMX
Quelle: https://www.gmx.net/mail/freemail/

Optisch ist die Ober­flä­che von GMX stan­dard­mä­ßig in Blau gehalten. Al­ter­na­ti­ve Designs lassen sich in den Ein­stel­lun­gen auswählen und speichern. Die Na­vi­ga­ti­on funk­tio­niert über Me­nü­leis­ten oben und links. Während die obere einen schnellen wechsel zwischen den Stan­dard­fea­tures wie Post­fä­chern, Cloud, Kalender oder Adress­buch er­mög­licht, finden sich links auch Wer­be­ein­trä­ge und Ver­lin­kun­gen zu weiteren GMX-Produkten, über die sich der kos­ten­lo­se E-Mail-Service fi­nan­ziert.

Vorteile Nachteile
Server in Deutsch­land Post­fach­spei­cher mit maximal 1,5 GB ver­hält­nis­mä­ßig knapp bemessen
Deutsche Da­ten­schutz­stan­dards Etwas un­über­sicht­li­che Be­nut­zer­ober­flä­che
2 GB Cloud-Speicher inklusive
Apps für Android und iOS

WEB.DE

Web.de gehört wie GMX zum United-Internet-Konzern, was sich nicht zuletzt am Design der Seite bemerkbar macht, denn GMX und Web.de sind sehr ähnlich aufgebaut. Stan­dard­mä­ßig greifen Sie bei Web.de auf 1 GB E-Mail-Speicher zu. Im ser­vice­ei­ge­nen On­line­spei­cher stehen weitere 2 GB für Fotos, Videos und andere Dateien zur Verfügung. Durch die In­stal­la­ti­on von ver­schie­de­nen Apps erweitern Sie den Cloud-Speicher auf bis zu 8 GB. Anhänge dürfen bis zu 20 MB groß sein.

Bild: Web.de
Quelle: https://web.de/email/

Wie GMX ist Web.de ein Grün­dungs­mit­glied der In­itia­ti­ve „E-Mail Made in Germany“, womit sich der Dienst einem hohen Da­ten­schutz­stan­dard ver­schreibt und Mails wie auch in der Cloud abgelegte Dateien aus­schließ­lich in deutschen Re­chen­zen­tren speichert und ver­ar­bei­tet. Eine ver­schlüs­sel­te Über­tra­gung ist ebenso wie ein Viren- und Spam-Schutz gegeben.

Vorteile Nachteile
Deutsche Da­ten­schutz­stan­dards Etwas un­über­sicht­li­che Be­nut­zer­ober­flä­che
Re­chen­zen­tren in Deutsch­land
2 GB Cloud-Speicher inklusive (kostenlos auf bis zu 8 GB er­wei­ter­bar)
Apps für Android und iOS

Yahoo Mail

Mit Yahoo Mail setzt neben Gmail noch ein weiterer Anbieter auf ein solides Spei­cher­platz-Angebot: Hier werden den Nut­ze­rin­nen und Nutzer aktuell 20 GB geboten. Die Kehrseite der Medaille: Ein eigener Cloud-Speicher fehlt.

Bild: Yahoo Mail: Anmeldungsdialog
Quelle: https://mail.yahoo.com/?.lang=de-DE

Darüber hinaus bietet Yahoo Mail ebenfalls viele Per­so­na­li­sie­rungs­op­tio­nen an: Layout, Sor­tie­rung und die Vorschau der Nach­rich­ten lassen sich ebenso anpassen wie das Design des Post­ein­gangs. Neben weiteren Features wie einem Messenger, Apps für iOS und Android sowie POP3- und IMAP-Abfragen ist auch ein „lern­fä­hi­ger“ Spam-Filter mit an Bord.

In Sachen Da­ten­schutz gibt es jedoch bei Yahoo Mail die gleichen Abstriche wie bei Gmail zu ver­zeich­nen. Für die Über­tra­gung der Mails zwischen dem Browser und dem Yahoo-Server wird eine SSL/TLS-Ver­schlüs­se­lung genutzt.

Vorteile Nachteile
20 GB Spei­cher­platz für E-Mails Cloud-Speicher gibt es nur per Ver­knüp­fung mit externen Services wie Dropbox oder Google Drive
In­tel­li­gen­ter Spam-Filter Kein deutscher Da­ten­schutz: Inhalte von E-Mails werden auch für Wer­be­zwe­cke ana­ly­siert
Apps für Android und iOS Server-Standorte unklar
Ver­hält­nis­mä­ßig viel bzw. auf­dring­li­che Werbung

Outlook.com

Als „Outlook“ war lange Zeit vor allem der von Microsoft ent­wi­ckel­te Personal In­for­ma­ti­on Manager (PIM) bekannt. Er ist Teil des Microsoft-365-Pakets. Doch seit Frühjahr 2013 ersetzt der sehr ähnlich klingende Webmail-Dienst „Outlook.com“ Mi­cro­softs früheres kos­ten­lo­ses E-Mail-Angebot „Hotmail“. Mit Outlook.com will Microsoft in stärkere Kon­kur­renz zu Freemail-Anbietern wie Yahoo oder Google treten.

Erster und wich­tigs­ter Vorteil ist die perfekte In­te­gra­ti­on in das Microsoft-Universum: Mit einer Anmeldung auf Outlook.com gibt es gleich­zei­tig auch Zugriff auf weitere Dienste – etwa auf den Vi­deo­te­le­fo­nie- und Chat-Dienst Skype, den Cloud-Speicher OneDrive, den Online-Versionen von Office oder OneNote. Dank Office-Schnitt­stel­len eignet sich Outlook.com auch für kom­ple­xe­re Ar­beits­um­ge­bun­gen und kommt mit einer ebenso in­tui­ti­ven wie ver­trau­ten Be­nut­zer­ober­flä­che daher.

Beim Spei­cher­platz steht Outlook.com Googles Gmail-Dienst in nichts nach: Auch hier gibt es mit satten 15 GB mehr als genug Platz für alle Mails. Weiterer Spei­cher­platz steht für Dateien aller Art bei Mi­cro­softs in­te­grier­ter Cloud-Lösung OneDrive zur freien Verfügung. Die Anhänge dürfen bei Outlook.com 25 MB groß sein.

Bild: Screenshot von Outlook.com
Quelle: https://www.microsoft.com/de-de/microsoft-365/outlook/email-and-calendar-software-microsoft-outlook?market=de

Werbung wird laut den Nut­zungs­be­stim­mun­gen von Microsoft nicht über die Analyse von Mailin­hal­ten per­so­na­li­siert. Statt­des­sen werden dafür Daten wie etwa der Standort oder das Surf­ver­hal­ten mittels Cookies her­an­ge­zo­gen. Ungewiss ist jedoch abermals der Server-Standort: Wie auch die zuvor vor­ge­stell­ten kos­ten­lo­sen E-Mail-Anbieter aus den USA unterhält Microsoft seine Server weltweit. Wo die Daten liegen, ist demnach ebenso unklar wie bei Google und Yahoo.

Vorteile Nachteile
15 GB E-Mail-Speicher Da Microsoft seinen Hauptsitz in den USA hat, gelten nicht die deutschen Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen
5 GB Cloud-Speicher bei OneDrive Server-Standorte unklar
Über­sicht­li­ches und ein­gän­gi­ges Design
Office-Schnitt­stel­len, perfekte Ein­bin­dung ins Microsoft-Universum
Apps für Android und iOS
Microsoft 365 Business
Ver­netz­tes Arbeiten mit Microsoft 365
  • Bewährt: Voll­stän­di­ges Office-Paket
  • Sicher: 1 TB zentraler Spei­cher­platz
  • Orts­un­ab­hän­gig: Auf bis zu 5 Geräten in­stal­lier­bar

mail.de

mail.de überzeugt vor allem in puncto Si­cher­heit. So befinden sich die Re­chen­zen­tren in Deutsch­land, wodurch eine Spei­che­rung der Daten nach dem deutschen Da­ten­schutz gegeben ist. Auch bei der Ver­schlüs­se­lung der Kom­mu­ni­ka­ti­on geht mail.de auf Nummer sicher: So gibt es eine SSL/TLS-Ver­schlüs­se­lung und darüber hinaus eine DKIM-Signatur (Do­main­Keys Iden­ti­fied Mail) für jede über mail.de versandte E-Mail. Das bedeutet, dass die Au­then­ti­zi­tät der vom mail.de-Server aus­ge­hen­den Nach­rich­ten auf der Emp­fangs­sei­te überprüft werden kann. So enttarnt man etwa Phishing-Mails. Eine Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung sorgt beim Freemail-Anbieter ebenfalls für zu­sätz­li­che Si­cher­heit.

Spei­cher­platz gibt es dafür mit 2 GB ver­hält­nis­mä­ßig wenig. Außerdem un­ter­schei­det mail.de nicht – wie andere kos­ten­lo­se E-Mail-Anbieter – in einen Online-Speicher für die Post­fä­cher und einen separaten für Dateien. Aus­ge­gli­chen wird dieser Punkt im Gegenzug mit einer sehr großzügig be­mes­se­nen Ma­xi­mal­grö­ße für Da­tei­an­hän­ge: Hier sind sowohl beim Empfang als auch beim Versand bis zu 60 MB möglich, was selbst für sehr um­fang­rei­che Dokument- oder Bild­an­hän­ge ausreicht.

Bild: Screenshot mail.de
Quelle: https://mail.de/de/

Das Design von mail.de ist er­freu­lich über­sicht­lich: Mit No­tiz­zet­teln, Kalendern oder Ordnern können Sie das Interface zudem je nach Bedarf anpassen und erweitern. Weitere nützliche Features sind etwa der vor­han­de­ne Spam- und Vi­ren­schutz oder die sowohl für Android als auch für iOS ver­füg­ba­ren Apps.

Die vor­bild­li­chen Si­cher­heits­stan­dards zeigen sich auch im mobilen Einsatz: So gibt es für beide Be­triebs­sys­te­me den mail.de-Au­then­ti­ca­tor. Diese separate App erstellt einen 6-stelligen Au­then­ti­ca­tor-Code, der zu­sätz­lich für den Log-in benötigt wird und das Postfach absichert. Wie alle anderen kos­ten­lo­sen E-Mail-Anbieter fi­nan­ziert sich mail.de über Werbung.

Vorteile Nachteile
Deutsche Da­ten­schutz­stan­dards Lediglich 2 GB Speicher für Post­fä­cher und Dateien
Re­chen­zen­trum in Deutsch­land
DKIM-Signatur
Au­then­ti­ca­tor für noch si­che­re­ren Log-in
Apps für Android und iOS

freenet Mail

Auch freenet (auch als Mo­bil­funk­an­bie­ter bekannt) hat sich der In­itia­ti­ve „E-Mail Made in Germany“ an­ge­schlos­sen hat. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass freenet großen Wert auf Da­ten­schutz legt. Die Server befinden sich aus­nahms­los in deutschen Re­chen­zen­tren. Gleichsam findet man zahl­rei­che Si­cher­heits­fea­tures: Neben der schon fast selbst­ver­ständ­li­chen Ver­schlüs­se­lung per SSL/TLS hat freenet ein eigenes E-Mail-Siegel ein­ge­führt. Der Dienst markiert über­prüf­te E-Mail-Absender mit einem blauen Haken und geht damit gegen Phishing-Mails vor. Wenn ein Haken fehlt, ist somit erhöhte Auf­merk­sam­keit geboten.

Auch im Umfang des kos­ten­frei­en Postfachs un­ter­schei­det sich freenet kaum zu den Produkten der anderen deutschen Anbieter. Sie können für Ihre E-Mails 1 GB Spei­cher­platz aufwenden. Zu­sätz­lich stehen Ihnen aber noch 2 GB Cloud-Speicher zur Verfügung. Die maximale Größe eines Da­tei­an­hangs ist mit 60 MB im Vergleich sehr hoch. Empfangen können Sie bei freenet sogar Anhänge mit einer Größe von bis zu 100 MB.

Bild: Homepage von freenet Mail
Quelle: https://email.freenet.de/

Gesteuert wird der Service über das Cockpit. Von hieraus greift man auf Mails, Kontakte, den Kalender oder den Cloud-Speicher zu. Die Übersicht lässt sich anpassen, so dass man un­er­wünsch­te In­for­ma­tio­nen wie den Wet­ter­be­richt oder Fuß­ball­ergeb­nis­se entfernen kann. Die Mail-Ober­flä­che selbst ist ähnlich über­sicht­lich wie bei anderen kos­ten­lo­sen E-Mail-Anbietern.

Doch freenet bietet nicht nur Gratis-E-Mail und Mobilfunk, das Un­ter­neh­men hat auch ein Netz aus WiFi-Hotspots aufgebaut. Bei freenet Mail stehen Ihnen monatlich 5 GB Da­ten­vo­lu­men über dieses Netzwerk zur Verfügung. Dafür müssen Sie nur einen Hotspot finden und können dann über diesen surfen.

Vorteile Nachteile
Deutsche Da­ten­schutz­stan­dards Lediglich 1 GB Speicher für Post­fä­cher
Re­chen­zen­trum in Deutsch­land
Siegel für sichere Mails
5 GB Da­ten­vo­lu­men per Wifi-Hotspots
Tipp

Wer besonders sicher kom­mu­ni­zie­ren möchte, sollte sich zu­sätz­lich eine E-Mail-Ver­schlüs­se­lung via PGP ein­rich­ten. Diese schützt auch die Inhalte Ihrer Nach­rich­ten vor fremdem Zugriff. Mithilfe von Browser-Add-ons wie Mail­ve­lo­pe gelingt letztlich eine voll­stän­di­ge Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung.

Für wen sind pro­fes­sio­nel­le E-Mail-Lösungen besser geeignet?

Auf den ersten Blick scheinen die kos­ten­lo­sen E-Mail-Angebote auch für an­spruchs­vol­le­re Aufgaben die perfekte Wahl zu sein. Funk­ti­ons­stark und in der Regel mit diversen Si­cher­heits­me­cha­nis­men wie SSL-/TLS-Ver­schlüs­se­lung, DKIM-Signatur oder Au­then­ti­ca­tor-Log-ins aus­ge­stat­tet, über­zeu­gen die kos­ten­lo­sen E-Mail-Post­fä­cher für den privaten Gebrauch. Ent­schei­det man sich für Dienste wie GMX, Web.de, Mail.de oder freenet Mail genießt man dank Ser­ver­stand­ort in Deutsch­land auch einen sehr guten Da­ten­schutz.

Dennoch sind kos­ten­lo­se Dienste nicht immer die geeignete Wahl. Bei Freemail-Anbietern sind Sie immer an den mar­ken­spe­zi­fi­schen Do­main­na­men gebunden, was ins­be­son­de­re im Busi­ness­be­reich eher un­prak­tisch ist und oft als unseriös ein­ge­stuft wird. E-Mail-Adressen wie vorname.nachname@yahoo.com wirken weniger pro­fes­sio­nell, besonders, wenn Sie Ihre eigene Website betreiben und ei­gent­lich deren Domain nutzen könnten.

Wer also vorrangig ge­schäft­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on über die be­tref­fen­de E-Mail-Adresse abwickeln möchte, schafft erst mit einer pro­fes­sio­nel­len Lösung die passende Basis. Ein kos­ten­pflich­ti­ges Angebot ist al­ter­na­tiv­los, wenn die Adresse das Un­ter­neh­men bzw. den Be­rufs­zweig oder Auf­ga­ben­be­reich re­prä­sen­tie­ren soll.

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Vorteile von pro­fes­sio­nel­len E-Mail-Diensten gegenüber kos­ten­lo­sen E-Mail-Anbietern

Auch wenn die Se­rio­si­tät für Un­ter­neh­men, Selbst­stän­di­ge und Co. häufig der ent­schei­den­de Grund für die Wahl eines pro­fes­sio­nel­len Mail-Providers ist, gibt es weitere Vorteile:

  • Freie Na­mens­wahl: Bei kos­ten­lo­sen E-Mail-Anbietern sind in der Regel mehrere Millionen Kundinnen und Kunden unter derselben Subdomain re­gis­triert. Geläufige Kom­bi­na­tio­nen aus Vor- und Nachnamen sind daher schnell vergeben, weshalb man häufig auf kom­pli­zier­te Aus­weich­lö­sun­gen (z. B. mit Zahlen) zu­rück­grei­fen muss. Kundinnen und Kunden kos­ten­pflich­ti­ger Mail-Dienste haben dieses Problem nicht und kreieren daher mühelos ein­präg­sa­me und kurze Kon­takt­adres­sen.

  • Werbe- und Spam­frei­heit: Kos­ten­lo­se E-Mail-Angebote werden in der Regel durch Werbung fi­nan­ziert. Darauf können kos­ten­pflich­ti­ge Services ver­zich­ten. Nut­ze­rin­nen und Nutzer können sich somit ganz auf ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on kon­zen­trie­ren. Außerdem sind kos­ten­pflich­ti­ge Angebote weniger anfällig für Werbe-Spam: Das ein­för­mi­ge Schema von Gratis-E-Mail-Adressen er­leich­tert nämlich den Spam-Versand.

  • Erhöhter Schutz: Pro­fes­sio­nel­le E-Mail-Post­fä­cher geraten nicht nur seltener ins Visier von Spam, Phishing und Co., sondern sind auch die sicherere Wahl, wenn der eigene Computer mit Malware infiziert wurde. Ein Konto, das bei­spiels­wei­se als Aus­gangs­punkt für Spam zweck­ent­frem­det wird, sperren Anbieter mit großer Wahr­schein­lich­keit. Während die Chance auf eine Re­ak­ti­vie­rung bei kos­ten­lo­sen E-Mail–Anbietern gen Null tendiert, genügt bei einem kos­ten­pflich­ti­gen Postfach in der Regel die Schil­de­rung des Problems, um das Konto wie­der­her­zu­stel­len.

  • Pla­nungs­si­cher­heit: Wer auf eine pro­fes­sio­nel­le Mail­adres­se setzt, sichert sich gleich­zei­tig weit­rei­chen­de Un­ab­hän­gig­keit von seinem Provider. Nimmt dieser nämlich Ver­än­de­run­gen an der Pro­dukt­pa­let­te vor oder beendet den Service, bleibt die Kon­takt­adres­se weit­ge­hend unberührt. Es ist lediglich der Umzug zu einem anderen Anbieter notwendig. Stellt ein Anbieter von kos­ten­lo­sen E-Mails seine Dienste um bzw. ein, bleibt den Nut­ze­rin­nen und Nutzern nichts anderes übrig, als woanders eine neue Adresse zu re­gis­trie­ren.

  • Tipp­feh­ler­re­sis­tenz: Ein weiterer Vorzug, den eine eigene E-Mail-Domain gegenüber einer kos­ten­lo­sen Mail-Subdomain bietet, ist die häufig of­fe­rier­te Catch-all-Funktion. Diese sorgt dafür, dass alle ein­ge­hen­den Nach­rich­ten an eine Domain auf ein Haupt­post­fach um­ge­lei­tet werden, auch wenn der lokale Be­stand­teil der Adresse (vor dem @-Zeichen) aufgrund von Tipp­feh­lern keinem spe­zi­el­len Postfach zu­ge­ord­net werden kann. Auf diese Weise re­du­zie­ren pro­fes­sio­nel­le E-Mail-Lösungen die Wahr­schein­lich­keit, dass wichtige Nach­rich­ten verloren gehen, auf ein Minimum.

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