Mit WordPress Multisite können Sie auf einer einzigen WordPress-In­stal­la­ti­on un­ter­schied­li­che Websites erstellen und managen. Sie schaffen sich damit ein Netzwerk aus ver­schie­de­nen WordPress-Websites, das Sie – mit Super-Ad­mi­nis­tra­to­ren­rech­ten aus­ge­stat­tet – zentral verwalten und warten. Bei uns erfahren Sie, wie Sie von WordPress Multisite pro­fi­tie­ren und wie Sie WordPress Multisite Schritt für Schritt ein­rich­ten.

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Wofür benötigt man WordPress Mul­ti­si­tes – und welche Vorteile bietet es?

WordPress Multisite ist immer dann eine Option, wenn ver­schie­de­ne WordPress-Websites zentral gemanagt werden sollen. Prin­zi­pi­ell kann eine WordPress Multisite die Basis für un­ter­schied­lichs­te Websites bilden. Häufig haben die Seiten, die Teil eines Multisite-Netzwerks sind, hin­sicht­lich Design und Funk­tio­nen sehr viel gemeinsam. Der „Super-Ad­mi­nis­tra­tor“ einer WordPress Multisite ent­schei­det, welche Themes (De­sign­vor­la­gen) und welche Plugins zentral in­stal­liert werden – und somit für die einzelnen Websites zur Verfügung stehen. Er kann dadurch das Design und die Funk­tio­nen der einzelnen Websites we­sent­lich be­ein­flus­sen. Und er kann Be­rech­ti­gun­gen für Sub-Ad­mi­nis­tra­to­ren (bei WordPress als „Benutzer“ be­zeich­net) aus­stel­len.

Die we­sent­li­chen Vorteile eines WordPress-Multisite-Netzwerks sind – neben der zentralen Kon­troll­mög­lich­keit – vor allem Zeit- und Kos­ten­ein­spa­run­gen:

  • Sämtliche Websites des Netzwerks liegen auf einer einzigen WordPress-In­stal­la­ti­on, zudem greifen sie alle auf dieselben Themes und Plugins zurück – dadurch wird Spei­cher­platz gespart.
  • Alle Themes und Plugins werden zentral verwaltet. Ent­spre­chen­de Updates müssen nur einmal durch­ge­führt werden – und nicht einzeln bei jeder Website des Netzwerks.
  • Der Super­ad­mi­nis­tra­tor des Multisite-Netzwerks verfügt über weit­rei­chen­de Kon­troll­mög­lich­kei­ten, speziell hin­sicht­lich Design (Themes) und Funk­tio­nen (Plugins).

Ein­satz­ge­bie­te von WordPress Multisite finden sich bei­spiels­wei­se:

  • In Un­ter­neh­men und bei Pri­vat­per­so­nen, die kos­ten­güns­tig und effizient ver­schie­de­ne WordPress-Websites gestalten und betreiben möchten – etwa Landing­pa­ges zu­sätz­lich zur ei­gent­li­chen Website oder in­di­vi­du­el­le Län­der­web­sites.
  • In Groß­un­ter­neh­men und Konzernen, die ver­schie­de­ne Websites betreiben; die zentralen Kon­troll­mög­lich­kei­ten und ein­heit­li­che De­sign­ele­men­te er­leich­tern die Durch­setz­bar­keit des Corporate Designs.
  • In Agenturen, die für die Kund­schaft WordPress-Websites gestalten, hosten und warten. WordPress Mul­ti­si­tes sind demnach eine relativ einfache und kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit, diesen Service ver­schie­dens­ten Kundinnen und Kunden an­zu­bie­ten.

WordPress Multisite in­stal­lie­ren – Vor­be­rei­tung und Vor­aus­set­zun­gen

Eine WordPress Multisite kann man auch auf einer bereits be­stehen­den WordPress-In­stal­la­ti­on ein­rich­ten. Folgende Vor­keh­run­gen sollten Sie treffen, bevor Sie WordPress Multisite in­stal­lie­ren:

  • De­ak­ti­vie­ren Sie alle Plugins.
  • Erstellen Sie ein Backup Ihrer WordPress-Website, um diese im Notfall wie­der­her­zu­stel­len.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie über einen FTP-Zugang den Code auf Ihren WordPress-Seiten verändern können, bei­spiels­wei­se direkt über Ihren Provider oder über einen FTP-Client wie FileZilla.
  • Stellen Sie sicher, dass die Permalink-Ein­stel­lun­gen in Ihrer WordPress-In­stal­la­ti­on funk­tio­nie­ren.
  • Überlegen Sie sich vorab, welche URL-Struktur Ihre WordPress Multisite haben soll. Sie müssen sich während des In­stal­la­ti­ons­vor­gangs auf eine „Subdomain-Struktur“ oder auf eine „Un­ter­ver­zeich­nis-Struktur“ festlegen – ein nach­träg­li­cher Wechsel ist nicht möglich.

Auf das Testen der Per­ma­links und auf die URL-Struktur einer WordPress Multisite gehen wir in den folgenden Ab­schnit­ten genauer ein.

Tipp

IONOS hat ein um­fas­sen­des Hosting für WordPress, in dessen Rahmen sich auch Mul­ti­si­tes relativ einfach erstellen lassen.

Die Permalink-Ein­stel­lun­gen finden Sie in Ihrem WordPress-Backend im Bereich „Ein­stel­lun­gen“. Mittels der Permalink-Ein­stel­lun­gen können Sie festlegen, wie die URLs der einzelnen Un­ter­sei­ten Ihrer Website aussehen sollen, also bei­spiels­wei­se https://beispielseite.de/?p=123 oder statt­des­sen https://beispielseite.de/name-unterseite. Wichtig ist, dass die Um­stel­lung der Per­ma­links im System funk­tio­niert. Wenn Sie nicht sicher sind, dass dies der Fall ist, sollten Sie die Per­ma­links testweise umstellen. Ändern Sie etwas bei den „Ge­bräuch­li­chen Ein­stel­lun­gen“ der Per­ma­links, muss im Browser auch eine geänderte URL angezeigt werden. Damit die Än­de­run­gen im Browser angezeigt werden, müssen Sie die Seite höchst­wahr­schein­lich neu laden.

Bild: Permalinks – Gebräuchliche Einstellungen, verschiedene Optionen für Links
Per­ma­links – Ge­bräuch­li­che Ein­stel­lun­gen, ver­schie­de­ne Optionen für Links

URL-Struktur der WordPress Multisite festlegen

Bevor Sie Ihre WordPress Multisite in­stal­lie­ren, sollten sie sich überlegen, welche URL-Struktur Sie dieser geben möchten. Dabei haben Sie die Auswahl zwischen einer Subdomain-Struktur und einer her­kömm­li­chen Un­ter­ver­zeich­nis-Struktur, über die dann die ver­schie­de­nen Seiten ihrer Multisite aufrufbar sind. Sie müssen im Laufe der Multisite-In­stal­la­ti­on für eine dieser beiden Struk­tu­ren ent­schei­den, nach­träg­li­che Än­de­run­gen sind nicht möglich.

Beispiel Subdomain-Struktur: https://website1.meine-hauptdomain.de; https://website2.meine-hauptdomain.de; https://website3.meine-hauptdomain.de usw.

Beispiel Un­ter­ver­zeich­nis-Struktur: https://meine-hauptdomain.de/website1; https://meine-hauptdomain.de/website2; https://meine-hauptdomain.de/website3 usw.

Die URL-Struktur ist u. a. bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) ein ent­schei­den­der Faktor. Verwenden Sie eine Subdomain-Struktur, wird jede einzelne Subdomain, z. B. https://website1.meine-hauptdomain.de, von Such­ma­schi­nen grund­sätz­lich als eine ei­gen­stän­di­ge Website be­trach­tet. Ent­schei­den Sie sich für eine Un­ter­ver­zeich­nis-Struktur, werden alle Websites, die Teil Ihres WordPress-Multisite-Netzwerks sind, als Be­stand­teil einer einzigen (großen) Website gesehen. Bei der Subdomain-Struktur verfügen Sie demnach über mehrere (häufig kleinere) Websites, die für Such­ma­schi­nen un­ab­hän­gig von­ein­an­der agieren. Bei einer Un­ter­ver­zeich­nis-Struktur hingegen sehen Such­ma­schi­nen in Ihrem Multisite-Netzwerk eine einzige – dann meist relativ große – Website. Beide Varianten haben im Hinblick auf SEO ihre Vor- und Nachteile – über die Sie sich vorab im Klaren sein sollten. Davon abgesehen sollten Sie beachten, dass auch Such­ma­schi­nen wie Google ihre Regeln von Zeit zu Zeit ändern.

WordPress Multisite in­stal­lie­ren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haben Sie alle oben genannten Maßnahmen getroffen, können Sie Schritt für Schritt Ihre WordPress Multisite in­stal­lie­ren. Die Ein­rich­tung einer WordPress Multisite geht grund­sätz­lich fol­gen­der­ma­ßen von­stat­ten:

  • Code-Zeile in der WordPress-Datei wp-config.php ergänzen – WP Multisite erlauben
  • Ein­rich­tung im WordPress-Backend – Ge­ne­rie­rung von zwei Code-Schnip­seln
  • Ge­ne­rier­te Code-Schnipsel in die WordPress-Dateien wp-config.php und .htaccess einfügen

Code-Zeile in der WordPress-Datei wp-config.php ergänzen

Schritt 1: Laden Sie die WordPress-Datei wp-config.php auf Ihren Rechner herunter und speichern Sie diese lokal ab. Dazu können Sie ein FTP-Programm Ihres Providers verwenden oder Sie nutzen einen FTP-Client wie FileZilla. Bei manchen Providern können Sie die Datei wp-config.php auch direkt im System öffnen, um­schrei­ben und ak­tua­li­sie­ren. Dann brauchen Sie diese nicht her­un­ter­zu­la­den. Welche Variante Sie auch wählen: Ent­schei­dend ist, dass bei dem Vorgang keine Daten verloren gehen.

Schritt 2: Öffnen Sie die Datei wp-config.php. und suchen Sie im Code nach der Zeile:

/ *Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Veröffentlichen.* /
php

Oder – wenn Ihre WordPress-In­stal­la­ti­on auf Englisch ist – nach folgender Zeile:

/ *That's all, stop editing! Happy publishing.* /
php

Direkt oberhalb dieser Zeile geben Sie nun folgendes Code-Schnipsel ein:

define( 'WP_ALLOW_MULTISITE', true );
php
Bild: Datei wp-config.php mit der hinzugefügten Code-Zeile
Datei *wp-config.php* mit der hin­zu­ge­füg­ten Code-Zeile

Schritt 3: Je nachdem, wie Sie in Schritt 1 vor­ge­gan­gen sind, laden Sie nun die geänderte wp-config.php von Ihrem Rechner wieder ins System hoch. Wenn Sie über einen ent­spre­chen­den Provider verfügen, können Sie diese auch direkt im System speichern und ak­tua­li­sie­ren.

An­pas­sun­gen im WordPress-Backend

Schritt 4: Haben Sie die vor­her­ge­hen­den Schritte durch­ge­führt, öffnen Sie jetzt Ihr WordPress-Backend – das Sie eventuell ak­tua­li­sie­ren müssen. Dort finden Sie im Bereich „Werkzeuge“ den neuen Punkt „Netzwerk-Ein­rich­tung“. Wenn Sie diesen öffnen, können Sie sich ent­schei­den, ob die Struktur Ihres neuen Multisite-Netzwerks auf Sub­do­mains basiert oder auf Un­ter­ver­zeich­nis­sen aufgebaut wird. An­schlie­ßend geben Sie in diesem Fenster einen Netzwerk-Titel und Ihre E-Mail-Adresse als Netzwerk-Ad­mi­nis­tra­tor ein. Danach klicken Sie auf „In­stal­lie­ren“.

Bild: Werkzeuge – Netzwerkeinrichtung: Wahlmöglichkeit zwischen „Subdomains“ und „Unterverzeichnisse“
Werkzeuge – Netz­werk­ein­rich­tung: Wahl­mög­lich­keit zwischen „Sub­do­mains“ und „Un­ter­ver­zeich­nis­se“

Schritt 5: Nachdem Sie auf „Jetzt in­stal­lie­ren“ geklickt haben, generiert WordPress im nächsten Fenster zwei Code-Schnipsel, die Sie kopieren und in den folgenden Schritten in die WordPress-Dateien wp-config.php bzw. .htaccess einfügen.

Bild: Werkzeuge – Netzwerkeinrichtung: Code-Schnipsel zum Aktivieren des Netzwerks
Werkzeuge – Netz­werk­ein­rich­tung: Code-Schnipsel zum Ak­ti­vie­ren des Netzwerks

Code-Schnipsel in wp-config.php und .htaccess einfügen

Schritt 6: Jetzt öffnen Sie – wie Sie es bereits einmal gemacht haben – die WordPress-Datei wp-config.php. In der Folge kopieren Sie den oberen Code-Schnipsel, den Sie vorher im WordPress-Backend erhalten haben, in den Code der Datei wp-config.php. Und zwar abermals oberhalb der Code-Zeile

/ *Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Veröffentlichen.* /
php

bzw. oberhalb der Code-Zeile

/ *That's all, stop editing! Happy publishing.* /
php

An­schlie­ßend laden Sie die wp-config.php wieder hoch bzw. speichern und ak­tua­li­sie­ren sie direkt bei Ihrem Provider.

Bild: Datei wp-config.php mit dem hinzugefügten Code aus dem WordPress-Backend
Datei *wp-config.php* mit dem hin­zu­ge­füg­ten Code aus dem WordPress-Backend

Schritt 7: Dasselbe wie­der­ho­len Sie nun mit dem unteren Code-Schnipsel aus dem WordPress-Backend und der Datei .htaccess. Hier geht es al­ler­dings in den meisten Fällen darum, be­stehen­den Code mit dem Code aus dem WordPress-Backend zu über­schrei­ben. Eine be­stehen­de .htaccess-Datei mit dem zu über­schrei­ben­den Code kann bei­spiels­wei­se fol­gen­der­ma­ßen aussehen:

Bild: Bestehende .htaccess-Datei, hervorgehoben der zu ersetzende Code
Be­stehen­de *.htaccess*-Datei, her­vor­ge­ho­ben der zu er­set­zen­de Code

Die neue .htaccess-Datei mit dem neuen Code würde dann so aussehen:

Bild: Neue .htaccess-Datei mit dem ersetzten Code aus dem WordPress-Backend
Neue *.htaccess*-Datei mit dem ersetzten Code aus dem WordPress-Backend

Wenn die neue .htaccess-Datei ent­spre­chend ak­tua­li­siert bzw. hoch­ge­la­den wurde, haben Sie die In­stal­la­ti­on Ihrer WordPress Multisite ab­ge­schlos­sen. Sie können nun ver­schie­de­ne Ein­stel­lun­gen in Ihrem WordPress-Multisite-Netzwerk vornehmen. Dazu müssen Sie sich erneut bei WordPress anmelden.

WordPress Multisite – Ein­stel­lun­gen vornehmen

Als mit um­fas­sen­den Rechten aus­ge­stat­te­ter Super-Ad­mi­nis­tra­tor können Sie nun un­ter­schied­lichs­te Ein­stel­lun­gen an Ihrem neuen WordPress-Multisite-Netzwerk vornehmen. Bei­spiels­wei­se können Sie Ihrem Netzwerk neue Websites hin­zu­fü­gen oder neue Themes und Plugins in­stal­lie­ren. Ebenso lassen sich neue Benutzer hin­zu­fü­gen, die für einzelne Websites Ihres Netzwerks begrenzte Ad­mi­nis­tra­to­ren­rech­te haben.

Bild: WordPress Multisite – Netzwerkverwaltung mit Dashboard, Websites, Benutzer u. ä.
WordPress Multisite – Netz­werk­ver­wal­tung mit Dashboard, Websites, Benutzer u. ä.
Hinweis

All­ge­mei­ne In­for­ma­tio­nen rund um WordPress finden Sie im Beitrag „Eine WordPress-Seite erstellen“. Wichtige Infos zum The­men­be­reich WordPress und Si­cher­heit enthält der Artikel „WordPress-Plugins zur Sicherung Ihrer Website“. Im Beitrag „Die be­lieb­tes­ten WordPress-Themes“ werden die besten Designs für WordPress-Websites prä­sen­tiert.

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