Sie können WordPress sehr un­kom­pli­ziert auf einem schlanken und per­for­man­ten Nginx-Server in­stal­lie­ren. Wie von dem CMS gewohnt, lassen sich In­stal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on sehr schnell erledigen – wenn man weiß wie.

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Warum sollte man WordPress auf Nginx verwenden?

Viele WordPress-In­stal­la­tio­nen laufen auf Apache-Servern. Das ist aber nicht zwingend notwendig. Wenn Sie eine eigene WordPress-Seite erstellen möchten, können Sie statt­des­sen auch Nginx als Webserver verwenden. Das kann Vorteile haben. Nginx-Server gelten generell als besonders schlank: Sie haben nur geringe Hardware-An­for­de­run­gen und benötigen kaum Ar­beits­spei­cher. Gleich­zei­tig kommt der Webserver aber auch mit viel Traffic zurecht. Das macht Nginx für WordPress zu einer guten Apache-Al­ter­na­ti­ve.

Sie sind sich noch nicht sicher, ob Sie WordPress mit Nginx rea­li­sie­ren möchten? In dem Artikel Nginx vs. Apache stellen wir die beiden Webserver-Lösungen gegenüber.

Welche Vor­aus­set­zun­gen muss ein Server erfüllen?

Nginx hat nur geringe Hardware-An­for­de­run­gen. Gerade, wenn Sie mit einem kleinen Projekt starten wollen, lohnt sich deshalb erstmal eine Kon­fi­gu­ra­ti­on mit geringer Aus­stat­tung. Wenn Sie einen flexiblen Cloud-Server verwenden, können Sie mit der Zeit weitere Res­sour­cen hin­zu­fü­gen. Um eine WordPress-Website zu ver­öf­fent­li­chen, brauchen Sie zu­sätz­lich zum Webserver noch eine eigene Domain und ein SSL-Zer­ti­fi­kat für eine sichere Ver­bin­dung.

Folgende Grund­vor­aus­set­zun­gen benötigen Sie also vor der In­stal­la­ti­on:

  • eigener Server
  • eine Domain
  • ein SSL-Zer­ti­fi­kat
Tipp

Sie sind noch auf der Suche nach der richtigen Adresse für Ihre WordPress-Website? Bei IONOS können Sie ganz bequem eine Domain re­gis­trie­ren. Das wichtige SSL-Zer­ti­fi­kat ist hier schon enthalten.

Wenn Sie diese In­fra­struk­tur haben (das geht bei einem Hosting-Anbieter in der Regel alles innerhalb eines Vertrags), können Sie mit der In­stal­la­ti­on beginnen. Hierfür benötigen Sie vier ver­schie­de­ne Software-Kom­po­nen­ten:

  • Nginx: der ei­gent­li­che Webserver
  • MySQL: eine Datenbank, die u. a. den Content Ihrer WordPress-Seite speichert
  • PHP: die Skript­spra­che, die dy­na­mi­sche Elemente auf Ihrer Website er­mög­licht
  • WordPress: Mit dem Content-Ma­nage­ment-System legen Sie das Aussehen Ihrer Website fest und verwalten die Inhalte.

Alle Software-Be­stand­tei­le, die Sie für Ihre eigene WordPress-In­stal­la­ti­on benötigen, sind kostenlos zu haben. Wir erklären Ihnen, wie man die einzelnen Kom­po­nen­ten in­stal­liert und richtig kon­fi­gu­riert.

WordPress auf Nginx in­stal­lie­ren – Schritt für Schritt

Die In­stal­la­ti­on von WordPress ist (so das Ver­spre­chen der Her­stel­ler) in nur 15 Minuten erledigt. Zu­sätz­lich müssen Sie aber auch noch Nginx, die Datenbank und PHP in­stal­lie­ren. Doch selbst das ist in wenigen Minuten erledigt. Wir führen Sie vom In­stal­lie­ren des Web­ser­vers bis zum ersten Login in Ihre WordPress-Seite durch die In­stal­la­ti­on.

Als Be­triebs­sys­tem verwenden wir in dieser Anleitung Ubuntu. Wie immer bei In­stal­la­tio­nen unter Linux sollte man das System auf den neuesten Stand bringen. Alle Befehle geben Sie in das Terminal von Ubuntu ein:

sudo apt update
sudo apt upgrade
bash
Tipp

Wenn Sie sich die Arbeit er­leich­tern möchten, hilft Ihnen der Ein­rich­tungs­as­sis­tent von IONOS: In nur drei Schritten können Sie WordPress in­stal­lie­ren. Im Hosting für WordPress von IONOS sind bereits alle Vor­aus­set­zun­gen ge­schaf­fen – inklusive hoch­per­for­man­ter In­fra­struk­tur.

Schritt 1: Nginx in­stal­lie­ren

Als erstes in­stal­lie­ren wir Nginx auf dem System:

sudo apt install nginx
bash

Damit ist der Server auch schon in­stal­liert und läuft. Um zu testen, ob alles geklappt hat, können Sie sich den Status anzeigen lassen:

sudo systemctl status nginx
bash

Sie verlassen die Sta­tus­an­zei­ge, indem Sie „Q“ (wie Quit) auf Ihrer Tastatur drücken.

Schritt 2: MySQL in­stal­lie­ren

Als nächstes müssen Sie eine Datenbank in­stal­lie­ren. WordPress arbeitet sowohl mit MySQL als auch mit MariaDB zusammen. Wir ent­schei­den uns für den Klassiker MySQL – auch wenn es im Vergleich MariaB vs. MySQL keinen wirk­li­chen Gewinner gibt.

sudo apt install mysql-server
bash

Auch hier können Sie die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit der In­stal­la­ti­on testen, indem Sie den Status über­prü­fen:

sudo systemctl status mysql
bash

Die Datenbank ist jetzt in­stal­liert, muss aber noch kon­fi­gu­riert werden. Dafür loggen Sie sich zunächst ein:

sudo mysql -u root -p
bash

Nun befinden Sie sich im Bereich von MySQL. Dort erzeugen Sie eine neue Datenbank für Ihre WordPress-In­stal­la­ti­on:

CREATE DATABASE WordPress CHARACTER SET utf8mb4 COLLATE utf8mb4_general_ci;
bash

Und Sie legen einen neuen User inklusive Passwort für diese Datenbank an und vergeben die be­nö­tig­ten Rechte. Nut­zer­na­men und Passwort können Sie frei wählen:

CREATE USER 'user'@'localhost' IDENTIFIED BY 'password'
GRANT ALL PRIVILEGES ON WordPress.* TO 'user'@'localhost'
bash

Nun verlassen Sie MySQL wieder:

EXIT;
bash

Schritt 3: PHP in­stal­lie­ren

Als letzten vor­be­rei­ten­den Schritt, bevor Sie WordPress in­stal­lie­ren, in­stal­lie­ren Sie nun noch die Skript­spra­che PHP. Dafür benötigen Sie nur einen Befehl, der au­to­ma­tisch die neueste PHP-Version in­stal­liert:

sudo apt install php-fpm
bash

Beim In­stal­la­ti­ons­vor­gang sehen Sie auch, welche Version auf Ihrem System in­stal­liert wird. Mit dieser In­for­ma­ti­on können Sie an­schlie­ßend über­prü­fen, ob PHP korrekt funk­tio­niert. In unserem Fall wurde Version 8.2 in­stal­liert. Haben Sie bereits eine neuere Version, müssen Sie den Befehl ent­spre­chend anpassen:

sudo systemctl status php8.2-fpm
bash

Damit PHP auch mit der MySQL-Datenbank zu­sam­men­ar­bei­tet, in­stal­lie­ren Sie ab­schlie­ßend noch die ent­spre­chen­de Extension:

sudo apt-get install php-mysql
bash
Hinweis

Damit haben Sie den so­ge­nann­ten LEMP-Stack auf Ihrem System in­stal­liert. Genau wie bei einem LAMP-Server stehen die Buch­sta­ben L, M und P für Linux, MySQL (oder MariaDB) und PHP. Während man bei LAMP aber einen Apache-Server verwendet, ist bei LEMP der Webserver Nginx im Einsatz – der Name wird wie „EngineX“ aus­ge­spro­chen.

Schritt 4: WordPress in­stal­lie­ren

Nun können Sie WordPress in­stal­lie­ren. Auch das geht direkt über das Terminal von Ubuntu. Zunächst legen Sie aber einen Ordner an, in dem Sie das Content-Ma­nage­ment-System an­schlie­ßend in­stal­lie­ren wollen. Es empfiehlt sich, den Ordner mit dem Domain-Namen zu benennen. So halten Sie auch mehrere Websites später besser aus­ein­an­der. Legen Sie also den ent­spre­chen­den Ordner an und wechseln Sie dann in diesen:

sudo mkdir -p /var/www/html/example.com
cd /var/www/html/example.com
bash

Sie laden nun die neueste Version von der of­fi­zi­el­len WordPress-Seite herunter und entpacken die Datei:

wget https://wordpress.org/latest.tar.gz
tar -xvzf latest.tar.gz
bash

Da der Webserver Än­de­run­gen an dem Ordner vornehmen muss, geben Sie Nginx noch die ent­spre­chen­de Be­rech­ti­gung:

sudo chown -R nginx: /var/www/html/example.com/
bash

Schritt 5: WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei anpassen

Sie müssen WordPress so kon­fi­gu­rie­ren, dass das CMS mit Ihrem LEMP-Server zu­sam­men­ar­bei­ten kann. Na­vi­gie­ren Sie dafür in das WordPress-Ver­zeich­nis und machen Sie aus der Beispiel-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei die wp-config.php. An­schlie­ßend öffnen Sie die Datei:

cd /var/www/html/example.com
sudo cp wp-config-sample.php wp-config.php
sudo nano wp-config.php
bash
Hinweis

Sie müssen diese Schritte nicht über die Kom­man­do­zei­le durch­füh­ren. Sie können zur Anpassung der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei auch den File-Manager von Ubuntu und das vor­in­stal­lier­te Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm verwenden. Beachten Sie aber, dass Sie dann eventuell nicht über die be­nö­tig­ten Rechte für Än­de­run­gen verfügen.

Die Datei müssen Sie nun noch anpassen. Ändern Sie deshalb folgende Zeilen im Dokument:

/** The name of the database for WordPress */
define( 'DB_NAME', 'Ihr Datenbankname' );
/** Database username */
define( 'DB_USER', 'Der angelegte Benutzername' );
/** Database password */
define( 'DB_PASSWORD', 'Das von Ihnen festgelegte Passwort' );
/** Database hostname */
define( 'DB_HOST', 'localhost' );
bash

Die be­nö­tig­ten In­for­ma­tio­nen dafür haben wir in Schritt 2 fest­ge­legt. In unserem Fall heißt die Datenbank „WordPress“, der Nut­zer­na­me lautet einfach „user“ und das Passwort haben wir nur als „password“ fest­ge­legt. Wenn Sie Ihre Daten ein­ge­tra­gen haben, können Sie das Dokument speichern und wieder schließen.

Schritt 6: Nginx ein­stel­len

Nun gilt es, Nginx für WordPress zu kon­fi­gu­rie­ren. Dafür legen Sie eine neue Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei im Da­tei­ord­ner von Nginx an:

sudo nano /etc/nginx/conf.d/example.com.conf
bash

In das leere Dokument tragen Sie folgende Zeilen ein:

server {
    listen 80;
    root /var/www/html/example.com;
    index  index.php index.html index.htm;
    server_name  wordpress.example.com;
    client_max_body_size 500M;
    location / {
        try_files $uri $uri/ /index.php?$args;
    }
    location = /favicon.ico {
        log_not_found off;
        access_log off;
    }
    location ~* \.(js|css|png|jpg|jpeg|gif|ico)$ {
        expires max;
        log_not_found off;
    }
    location = /robots.txt {
        allow all;
        log_not_found off;
        access_log off;
    }
    location ~ \.php$ {
         include snippets/fastcgi-php.conf;
         fastcgi_pass unix:/var/run/php/php8.1-fpm.sock;
         fastcgi_param SCRIPT_FILENAME $document_root$fastcgi_script_name;
         include fastcgi_params;
    }
}
bash

Achten Sie darauf, dass Sie am Anfang der Datei den richtigen Pfad zu Ihrem WordPress-Dokument eintragen. An­schlie­ßend können Sie den Quellcode von Nginx über­prü­fen lassen.

sudo nginx -t
bash

Sie sollten die Hinweise erhalten, dass die Syntax ok ist und der Text er­folg­reich war. Zuletzt starten Sie den Server noch neu, damit alle Än­de­run­gen auch effektiv werden.

sudo systemctl restart nginx
bash

Schritt 7: In das WordPress-Dashboard einloggen

Nun haben Sie alles in­stal­liert und können beginnen, Ihre WordPress-Website zu gestalten. Dafür starten Sie einen Browser und rufen Ihre Domain auf. In diesem Tutorial haben wir WordPress als Subdomain unter „wordpress.example.com“ definiert. Sie müssten also die ent­spre­chen­de Subdomain aufrufen. Dann werden Sie mit der ersten Seite des Ein­rich­tungs­as­sis­ten­ten begrüßt.

Auf der nächsten Seite geben Sie nun den Namen Ihrer Website ein, legen einen ersten User an und vergeben ein Passwort. Die beiden letzten In­for­ma­tio­nen benötigen Sie, um sich schließ­lich ins Backend ein­zu­log­gen. Zu diesem An­mel­de­bild­schirm werden Sie auch au­to­ma­tisch wei­ter­ge­lei­tet, sobald die Ein­rich­tung ab­ge­schlos­sen ist.

Loggen Sie sich nun ein und beginnen Sie damit, Ihre Website nach Ihren Wünschen zu gestalten. Zu Ihren ersten Aufgaben gehört es, sich für ein WordPress-Theme zu ent­schei­den, die besten WordPress-Plugins zu in­stal­lie­ren und ein WordPress-Menü anzulegen.

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