Seit Instagram mit den neuen Funk­tio­nen und Angeboten für Marketer in aller Munde ist, vergisst man schnell, dass es noch ein zweites großes Bild­netz­werk gibt, das sich auf hoch­wer­ti­ge visuelle Inhalte kon­zen­triert: Pinterest. Immerhin zählt das Netzwerk über 100 Millionen re­gis­trier­te Nutzer weltweit – Tendenz steigend. Und natürlich nutzen auch Un­ter­neh­men die vir­tu­el­len Pinnwände, egal ob Dienst­leis­ter oder On­line­shops. Als Teil der Social-Media-Marketing-Strategie hilft Pinterest Un­ter­neh­men dabei, Inhalte auf einer reich­wei­te­star­ken Plattform gezielt her­vor­zu­he­ben und so neue In­ter­es­sen­ten und po­ten­zi­el­le Kunden zu erreichen. In unserem Pinterest-Leitfaden für Un­ter­neh­men erfahren Sie alles über die wich­tigs­ten Features und Funk­tio­nen und lernen, die richtige Strategie für Ihren Un­ter­neh­mens­auf­tritt auf Pinterest zu finden.

Was ist Pinterest?

Das Bild­netz­werk Pinterest ist kein Social Network im klas­si­schen Sinn, man könnte das Angebot vielmehr als eine große Ent­de­ckungs- und In­spi­ra­ti­ons­platt­form be­zeich­nen. Re­gis­trier­te Nutzer erstellen auf Pinterest virtuelle Pinnwände zu per­sön­li­chen In­ter­es­sen. Darauf sammeln sie einzelne „Pins“ – Bilder- und Vi­deo­bei­trä­ge zu be­stimm­ten Themen. Die einzelnen Pins können auf beliebig vielen Pinn­wän­den Platz finden. Die Pinnwände teilt man mit anderen Nutzern.

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Auf Pinterest folgen Sie Nutzern oder einzelnen Pinn­wän­den. Suchen Sie In­spi­ra­ti­on und Ideen zu be­stimm­ten Themen, finden Sie passende Pinnwände über die Schlag­wort­su­che. Relevante Pins heften Sie wiederum an Ihre eigene Pinnwand. Neue Pins von abon­nier­ten Nutzern tauchen im News-Feed auf der Start­sei­te auf. Je mehr Pinnern und Pinn­wän­den Sie folgen, desto präziser und re­le­van­ter wird der Newsfeed, den Sie damit in­di­vi­du­ell auf die eigenen In­ter­es­sen abstimmen. Zu Beginn geben Sie außerdem ver­schie­de­ne The­men­ge­bie­te an, für die Sie sich in­ter­es­sie­ren. Beiträge zu den Themen und Schlag­wor­ten zeigt Pinterest ebenfalls im News-Feed an.

Wie funk­tio­niert Pinterest für Un­ter­neh­men?

Es gibt zwei Wege, wie Bilder auf Pinterest kommen: Zum einen den direkten Upload über die Plattform, zum anderen die „Pin it“-Buttons, mit denen Website-Betreiber ihre visuellen Inhalte für Pinterest-Nutzer zu­gäng­lich machen – mit einem Klick merkt sich ein Pinterest-User das Bild und fügt es einer seiner Pinnwände hinzu. Umgekehrt kann er mit einem Klick von Pinterest-Pins auf die ur­sprüng­li­che Website wechseln, auf der das Medium ein­ge­bun­den ist. Der Pin verweist also auf die Website, von der er stammt, auf die ur­sprüng­li­che Quelle. Websites ge­ne­rie­ren so Referral Traffic über Pinterest.

Ist Pinterest aus Nut­zer­sicht eine Sammlung von per­sön­li­chen Interesse und Vorlieben, könnte man aus Marketer- und Un­ter­neh­mens­sicht von einer visuellen Link­samm­lung sprechen. Diese stellt eine riesige Chance, Reich­wei­te für die eigene Website zu ge­ne­rie­ren. Denn alle Bilder, die Nutzer aus­tau­schen, teilen, kom­men­tie­ren und an ihre Pinnwände heften, sind mit einer URL verknüpft. Je mehr Inhalte einer Un­ter­neh­mens-Website für Pinterest zu­gäng­lich sind und auf der Plattform geteilt werden, desto mehr Links auf die Seite entstehen. Un­ter­neh­men können so gezielt Traffic für ihre Website ge­ne­rie­ren.

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Marketing-Mix: Pinterest für Un­ter­neh­men nutzen

Neben dem Traffic-Aspekt sind auf Pinterest auch Branding-Effekte von zentraler Bedeutung. Denn die ver­grö­ßer­te Reich­wei­te un­ter­stützt indirekt auch die Mar­ken­be­kannt­heit. Un­ter­neh­men nutzen Pinterest häufig, um neue Produkte oder Angebote zu bewerben oder eine Image-Kampagne zu ver­län­gern. Die Plattform selbst dient dazu, die Kun­den­bin­dung zu stärken. Viele Un­ter­neh­men zeigen sich daher von einer emo­tio­na­len und privaten Seite. Starten Marketer auf dieser Grundlage den Kun­den­dia­log, begegnen sie der po­ten­zi­el­len Ziel­grup­pe auf Augenhöhe.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zie­le wie Mar­ken­be­kannt­heit, Kun­den­bin­dung oder Image sind in jedem Fall als Teil der gesamten digitalen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie zu verstehen. Dabei stellt auch Pinterest keine Ausnahme dar. Erst wenn Sie eine Social-Media-Strategie und einen ent­spre­chen­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Leitfaden für Ihr Un­ter­neh­men definiert haben, legen Sie auch einen konkreten Plan für Aktivität und En­ga­ge­ment auf Pinterest fest. Das Zu­sam­men­spiel mit anderen Kanälen ist dabei ein zentrales Thema. Dazu gehört die sinnvolle Ver­net­zung mit eigenen Platt­for­men, allen voran die eigene Web­prä­senz, der Un­ter­neh­mens-Website oder dem Blog sowie anderen Social-Media-Kanälen.

Wie nutzt man die Plattform für Un­ter­neh­men?

Bevor es an Strategie und Planung von Pins und Pinn­wän­den geht, legen Sie die not­wen­di­ge Basis: Erstellen Sie ein Un­ter­neh­mens­pro­fil auf Pinterest und bauen Sie Reich­wei­te auf. Wir stellen kurz die Funk­ti­ons­wei­se und die wich­tigs­ten Features vor.

Pinterest-Un­ter­neh­mens­kon­to erstellen

Sie beginnen entweder mit der Um­wand­lung eines privaten Profils oder erstellen direkt ein of­fi­zi­el­les Pinterest-Un­ter­neh­mens­kon­to. Wichtig dabei ist, dass Sie sich mit der eigenen Website ve­ri­fi­zie­ren. Dies gelingt mithilfe einer HTML-Datei oder eines Meta-Tags. Später können Sie dann Ihr Logo oder Pro­fil­bild neben Pins sehen, die Nutzer von Ihrer Website ge­spei­chert haben.

Zum einen wissen Pinterest-Nutzer so, dass es sich bei dem Profil um das of­fi­zi­el­le des Un­ter­neh­mens handelt – das wirkt pro­fes­sio­nell und ver­trau­ens­wür­dig. Zum anderen stehen nur nach Ve­ri­fi­zie­rung die Analytics-Funk­tio­nen von Pinterest zur Verfügung. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Ihr Profil in den Ein­stel­lun­gen für Such­ma­schi­nen sichtbar machen. Außerdem bietet es sich an, den Account mit anderen sozialen Netz­wer­ken wie Facebook, Twitter oder Google+ zu ver­knüp­fen.

Profil ein­rich­ten

Wählen Sie zunächst ein passendes Pro­fil­bild für Ihr Pinterest-Un­ter­neh­mens­kon­to. Zu empfehlen ist ein ein­deu­ti­ges Bild. Die meisten Un­ter­neh­men nutzen an dieser Stelle das Logo, das meist aus­sa­ge­kräf­tig ist und einen hohen Wie­der­erken­nungs­wert besitzt. Das An­zei­ge­for­mat ist 200 x 200 Pixel. Zum Pro­fil­bild kommt eine kurze Be­schrei­bung. Hier geht es nicht nur um die Vor­stel­lung der Marke, sondern auch darum, kurz an­zu­rei­ßen, was der Fokus und die In­spi­ra­ti­on des Pinterest-Accounts ist und was den Nutzer dort erwartet.

Reich­wei­te auf Pinterest aufbauen

Um Reich­wei­te auf­zu­bau­en, muss man zunächst verstehen, wie sie entsteht. Auf Pinterest geschieht das vor allem im News-Stream der Nutzer und nicht über deren Besuch im Un­ter­neh­mens-Profil. Denn User lassen sich auf Pinterest vor allem über den Stream in­spi­rie­ren, finden dort passende Inhalte und teilen diese. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Facebook: Auch dort sehen die meisten Nutzer einzelne Post und Beiträge im News-Stream, selten besuchen sie gezielt die Seite eines Un­ter­neh­mens. Und wenn doch, dann meist, weil sie ohnehin schon darauf auf­merk­sam gemacht wurden und gezielt nach In­for­ma­tio­nen suchen.

Auch die Suche wird auf Pinterest stark genutzt, doch sollte der Stream im Fokus von Marketern stehen. Denn wer Reich­wei­te aufbauen will, muss sich fragen, wie er im Stream vieler Nutzer landet.

Pinnen vs. Re-Pinnen

Reich­wei­te auf Pinterest wird ei­ner­seits generiert durch das Pinnen von Bildern der eigenen Website, an­de­rer­seits durch das Re-Pinnen von Bildern auf Pinterest selbst. Beides ist wichtig und von­ein­an­der abhängig. Sind die ent­spre­chen­den Widgets auf einer Website ein­ge­bun­den, kann ein Pinterest-Nutzer Fotos jederzeit im Netzwerk teilen. Diese Menge ist ent­schei­dend für die Ge­samt­reich­wei­te. Denn jeder von einem Nutzer erzeugte Pin ist ein po­ten­zi­el­ler Mul­ti­pli­ka­tor für mögliche Re-Pins auf der Plattform.

Aufbau von Reich­wei­te beginnt auf der Website

Können Besucher keine Fotos von einer Website auf Pinterest pinnen, entstehen keine Re-Pins. Die erste Vor­aus­set­zung für den Reich­wei­ten­auf­bau ist also die eigene Website so zu gestalten, dass Nutzer die Medien dort pro­blem­los pinnen können. Die erste Regel lautet: keine tech­ni­schen Hin­der­nis­se! Zum Pinnen nutzt man deshalb das Pinterest-Ba­sis­werk­zeug, die „Pin it“-Schalt­flä­che. Ent­spre­chen­de Tools zum Einbinden des Buttons auf der Website stellt Pinterest zur Verfügung. Im Widget-Builder erstellen Sie Buttons und Widgets, die Sie später in die Website oder App einbinden. Neben Merken- und Folgen-Buttons lassen sich auch einzelne Pins, Pinnwände oder ganze Profile in­te­grie­ren. Sowohl die Desktop- als auch die Mo­bil­ver­si­on der Homepage bzw. der App sollte man hier be­rück­sich­ti­gen. Für iOS- und Android-Apps stellt Pinterest Un­ter­neh­men den „Pin it“-Button zur Verfügung. Im Idealfall fangen Nutzer nun an, die Medien einer Website zu pinnen. Die Bilder finden den Weg auf die Plattform, meist durch Menschen, die ohnehin schon Kunden oder Fans einer Marke oder eines Un­ter­neh­mens sind. Das ist jedoch nur der erste Schritt und kein Garant dafür, dass andere Nutzer, die bisher noch keine Be­rüh­rungs­punk­te mit der Marke hatten, diese auch weiter teilen bzw. pinnen. Aus­schlag­ge­bend ist die Qualität der Inhalte – also der späteren Pins.

Was sind gute Pins?

Neben tech­ni­scher Vor­aus­set­zun­gen bedarf es vor allem at­trak­ti­ver Bilder. Und in dieser Hinsicht wartet auf Pinterest in­sicht­viel­für Un­ter­neh­men viel Kon­kur­renz. Ent­schei­dend sind die Qualität und Ori­gi­na­li­tät der Bilder. Egal ob ein Bild provokant, lustig, ro­man­tisch oder mi­ni­ma­lis­tisch ist, dem Nutzer muss es wert sein, es mit Freunden und Familie zu teilen. Gleich­zei­tig sollte jedes Bild zum Mar­ken­auf­tritt des Un­ter­neh­mens passen und sich in die jeweilige Webseite einfügen. Tipp: Auf Smart­phones kommen Bilder im Hoch­for­mat in der Regel besser an. Sie nehmen eine größere Fläche des Bild­schirms ein als solche im Quer­for­mat und stechen mehr ins Auge. Studien haben außerdem ergeben, dass helle und bunte Bilder in warmen Tönen wie Orange, Rot oder Gelb deutlich bessere Wirkung erzielen als dunkle, trübe Motive. Was gut ankommt und was weniger, können Sie nach einiger Zeit anhand der Zahl der Re-Pins relativ einfach nach­voll­zie­hen. Wie bei Instagram oder ähnlichen Platt­for­men gibt das User-En­ga­ge­ment an, welche Bilder auf Pinterest funk­tio­nie­ren und welche nicht. Zudem ist es möglich, Nutzer aktiv zum Pinnen und Re-Pinnen auf­zu­ru­fen. Kleine Aktionen oder Ge­winn­spie­le sind hierbei gängige Praktiken. Wichtig dabei ist nur, sich an die Mar­ken­richt­li­ni­en von Pinterest zu halten.

Erste Pinnwände erstellen

Das Anlegen von neuen Pinn­wän­den gelingt über die große Schalt­flä­che im Profil („Pinnwand erstellen“).

Man muss im Grunde nur den ge­wünsch­ten Namen und die passende Kategorie festlegen. Zu­sätz­lich kann und sollte man eine kurze Be­schrei­bung hin­zu­fü­gen. Als On­line­mar­keter haben Sie hier natürlich auch an relevante Keywords zu denken. Passende Schlag­wor­te in der Be­schrei­bung sind später ebenso wie die Kategorie wichtig, um über die Pinterest-Suche auf­find­bar zu sein. Wenn ein lokaler Bezug vorhanden ist, können Sie die Pinnwand mit einer geo­gra­fi­schen Karte ver­knüp­fen.

Laden Sie andere Nutzer explizit ein oder teilen Sie die Pinnwand per E-Mail und stellen Sie ein Cover-Foto ein. Falls gewünscht lässt sich die Pinnwand zunächst noch auf „geheim“ schalten, also für die Öf­fent­lich­keit nicht sichtbar. Nach Ein­rich­tung des Profils ist man verführt, sofort die ersten Pinnwände zu erstellen. Als Un­ter­neh­men sollten Sie al­ler­dings auch hier mit Strategie vorgehen und sich zunächst überlegen, wie SIe das Erstellen und Verwalten der Pinnwände handhaben möchten

Strategie für Pins und Pinnwände

Zu Beginn ist es manchmal sinnvoll, mit einer losen Ma­te­ri­al­samm­lung zu starten. Dafür brauchen Sie nur eine „geheime“ Pinnwand zu erstellen und dort geeignete Inhalte sammeln und ordnen. Neben Bildern von der Website können Sie auch zu­sätz­li­ches Material pinnen.

Jeder Pinterest-Nutzer kann Fotos uploaden und mit einer URL auf eine Website versehen. Wichtig dabei ist nur, dass Bild und URL zu­ein­an­der passen. Wer die Er­war­tun­gen des Nutzers durch ein spek­ta­ku­lä­res Bild schürt, dahinter aber einen Link zu einer lang­wei­li­gen Pro­dukt­sei­te versteckt, macht sich unbeliebt. Das Pinnen von Videos ist ebenfalls möglich. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie z. B. einen aktiven YouTube-Channel betreiben, den Sie als Quelle angeben können. In diesem Fall sind separate Video-Boards eine Option.

Ka­te­go­ri­sie­rung und Ge­stal­tung

Haben Sie einen Pool an Inhalten, aus dem Sie schöpfen können? Dann sollten Sie sich Gedanken über die passende Struktur und Ka­te­go­ri­sie­rung machen. Versuchen Sie sich dabei in die Nutzer hin­ein­zu­ver­set­zen, die Sie an­spre­chen wollen: Welche Be­zeich­nung ist sinnvoll? Welche Ka­te­go­ri­sie­rung ist nach­voll­zieh­bar? Was erwartet der Nutzer, wenn er den Namen und das Titelbild der Pinnwand sieht?

Er­folg­rei­che Pinnwände sind immer klar und ver­ständ­lich – und gleich­zei­tig attraktiv und mehr­wer­tig für den Nutzer. Werden Sie als Un­ter­neh­men dabei nie zu stark werblich, Pinnwände stellen keine vir­tu­el­len Ver­kaufs­räu­me dar. Eine Pinnwand mit der „Pro­dukt­ka­te­go­rie XY“ nicht der richtige Weg. Besser ist es, ver­schie­de­ne Ka­te­go­rien de­fi­nie­ren, die das Pro­dukt­port­fo­lio un­auf­dring­lich durch passende Themen abdecken.

Zu den er­folg­reichs­ten deutschen On­line­shops auf Pinterest gehört der Auftritt des Münchner Un­ter­neh­mens mytheresa.com. Statt einfach Pinnwände nach Mo­de­ka­te­go­rien wie „Schuhe“, „Shirts“ und „Mäntel“ zu erstellen, wählt man hier zwischen kreativen The­men­wel­ten wie „mytheresa Thinks Pink“ oder „mytheresa Travels The Globe“.

Zu Beginn empfiehlt es sich, min­des­tens fünf ver­schie­de­ne Pinnwände zu gestalten. Behalten Sie dabei die re­le­van­ten Keywords im Hin­ter­kopf und lassen Sie diese in den Namen der Pinnwand oder in die zu­ge­hö­ri­ge Be­schrei­bung ein­flie­ßen. Versuchen Sie, ein an­spre­chen­des optisches Ge­samt­bild zu schaffen, und achten Sie darauf, dass alle Bilder qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig und gleich­wer­tig, the­ma­tisch passend und mit aus­sa­ge­kräf­ti­gen Bild­un­ter­schrif­ten versehen sind.

Ein weiteres sehr er­folg­rei­ches deutsches Pinterest-Profil ist das des Maggi-Koch­stu­di­os. Innerhalb der einzelnen Pinnwände erkennt man eine klare Linie – alle Re­zept­ideen sind ein­heit­lich ge­kenn­zeich­net und die Fotos haben einen ein­heit­li­chen Look.

Rich Pins anlegen

Zu­sätz­lich zu normalen Pins gibt es die Mög­lich­keit, so­ge­nann­te Rich Pins anzulegen. Diese können mehr In­for­ma­tio­nen be­inhal­ten. Momentan stehen sechs Arten von Rich Pins zur Verfügung:

  • Apps
  • Filme
  • Rezepte
  • Artikel
  • Produkte
  • Orte

Die Ver­öf­fent­li­chung muss Pinterest jedoch erst ge­neh­mi­gen. Nach Ein­bet­tung der ent­spre­chen­den Meta-Tags auf der eigenen Website be­an­tra­gen Sie die Ver­öf­fent­li­chung Ihrer Rich Pins direkt bei Pinterest.

Community-Ma­nage­ment auf Pinterest

Nun ist es an der Zeit, auf der Plattform auch tat­säch­lich aktiv zu werden. Das richtige Community-Ma­nage­ment ist wie auf anderen Social Networks aus­schlag­ge­bend, um er­folg­reich zu sein – das heißt, um die Reich­wei­te der eigenen Pins zu ver­grö­ßern und mehr und mehr Follower zu ge­ne­rie­ren. Der erste Schritt ist meist, sich mit reich­wei­ten­star­ken Nutzern zu ver­knüp­fen. Auch auf Pinterest gibt es relevante In­fluen­cer, die auf un­ter­neh­mens­na­hen The­men­ge­bie­ten er­folg­reich sind und bereits eine hohe Reich­wei­te vorweisen können. Es gilt nun, diese zu iden­ti­fi­zie­ren und wenn möglich zu eigenen Followern zu machen. Der ein­fachs­te Weg ist, ihnen selbst zu folgen, ihre Bilder zu re-pinnen und die ent­spre­chen­den Boards zu liken. Auch auf Pinterest be­ob­ach­tet man die klas­si­sche Wech­sel­wir­kung vieler Social Networks: Folgst du mir, dann folge ich dir.

So lenken Sie relativ einfach die Auf­merk­sam­keit auf die eigenen Inhalte und können darauf hoffen, dass die Zahlen der Follower und Re-Pins steigen. Eine weitere Mög­lich­keit, andere Nutzer auf die eigenen Inhalte auf­merk­sam zu machen, ist das Taggen – das meint das Verlinken von Personen mittels @-Zeichen. Der Nutzer bekommt eine Be­nach­rich­ti­gung, wenn man ihn auf diese Weise, z. B. in einer Bild­un­ter­schrift, taggt. So findet er den Weg auf das Profil. Auch wenn man die Pins von Dritten re-pinnt, kann man Nutzer na­ment­lich erwähnen, was wiederum Auf­merk­sam­keit bei diesen Personen erzeugt.

Momentan stellen diese und ähnliche Tricks die einzige Mög­lich­keit dar, die Reich­wei­te durch eigene Be­mü­hun­gen zu steigern. In Deutsch­land wartet man momentan noch auf die Ein­füh­rung der so­ge­nann­ten Promoted Pins, die es er­mög­li­chen sollen, die Reich­wei­te einzelner Beiträge künstlich zu steigern. Bis dahin ist tägliches Community-Ma­nage­ment der zentrale Er­folgs­fak­tor, will man auf Pinterest als Un­ter­neh­men eine Fan­ge­mein­de aufbauen und die Reich­wei­te für seine Pins erhöhen. Momentan stehen die Promoted Pins nur Werbern in den USA, Kanada und Groß­bri­tan­ni­en zur Verfügung.

Pinterest Analytics

Die Er­folgs­mes­sung ist ein Kernthema im On­line­mar­ke­ting – kein Un­ter­neh­men will Zeit und Budget in einen Kanal in­ves­tie­ren, ohne genau zu wissen, ob die Maßnahmen fruchten. Und auch bei Pinterest sollten Un­ter­neh­men re­gel­mä­ßig über­prü­fen, ob die gewählte Content-Strategie in dem Netzwerk funk­tio­niert. Die passenden Ana­ly­se­tools und Business Insights bekommt man direkt über Pinterest. Für Pinterest-Un­ter­neh­mens­kon­ten steht der „Pinterest Analytics“-Bereich offen, in dem Sie folgende Sta­tis­ti­ken finden:

  • Pinterest-Profil: Hier sehen Sie aktuelle Zahlen zu Pins und Re-Pins und ermitteln so die er­folg­reichs­ten Pins und Pinnwände. Über die Pro­fil­da­ten erkennen Sie genau, was auf der eigenen Pinterest-Seite gut funk­tio­niert und was eher weniger. Ebenfalls auf­schluss­reich sind die Zahl der Aufrufe, Klicks, Re-Pins und Gefällt-mir-Angaben in der Ge­samt­über­sicht und im zeit­li­chen Verlauf.
  • Ziel­grup­pe (Nut­zer­da­ten): Im Ziel­grup­pen­be­reich lernen Sie Ihre Follower besser kennen. Neben den gängigen de­mo­gra­fi­schen Daten wie Land, Stadt, Sprache und Ge­schlecht finden Sie hier heraus, wie sie mit dem Un­ter­neh­men in­ter­agie­ren und wofür sie sich sonst noch in­ter­es­sie­ren. Wichtig dafür sind vor allem die In­ter­es­sen: Welchen anderen Profilen folgt der Nutzer? Welche Pinnwände erstellt er selbst? Welche Themen sind viel­leicht cross­re­le­vant für die eigene Strategie?
  • Aktivität auf der eigenen Website: Besonders in­ter­es­sant für den Marketer ist die Analyse des Referral Traffics. Die Anzahl der Klicks gibt an, wie viele Besucher von Pinterest auf Ihre Website kommen und über welche Pins und Pinnwände das geschehen ist. Es gibt zudem eine Aus­wer­tung aus der Pinterest-Suche und die Iden­ti­fi­ka­ti­on so­ge­nann­ter Power-Pins, die besonders viel En­ga­ge­ment ge­ne­rie­ren konnten.

Pinterest oder Instagram?

Um auf Pinterest lang­fris­tig er­folg­reich zu sein, brauchen Sie viel Zeit, Geduld und vor allem aus­rei­chend guten und hoch­wer­ti­gen Bild- und Video-Content. Während Sie auf Instagram auch mit se­mi­pro­fes­sio­nel­len Schnapp­schüs­sen punkten, stehen auf Pinterest pro­fes­sio­nel­le und hoch­qua­li­ta­ti­ve Pro­dukt­bil­der im Vor­der­grund – diese müssen Sie natürlich erst einmal an­fer­ti­gen. Voraus hat Pinterest Instagram die Mög­lich­kei­ten, Nutzer direkt von der Social-Media-Plattform in den Webshop zu locken. Bei Instagram baut man lediglich bei Promoted Posts, also bezahlten An­zei­gen­for­ma­ten, einen CTA und damit einen Link zur eigenen Website ein. Bei Pinterest hat hingegen jeder einzelne Pin das Potenzial, Nutzer auf die eigene Website oder sogar in den eigenen Shop zu führen – so lässt sich wert­vol­ler Traffic ge­ne­rie­ren. Mehr dazu in unserem Ratgeber Pinterest vs. Instagram: Bild­netz­wer­ke im Vergleich.

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