Eine Be­stell­be­stä­ti­gung ist ein schrift­li­cher Beleg, der die ein­ge­gan­ge­ne Be­stel­lung einer Dienst­leis­tung oder eines Produkts bestätigt. Sie muss sämtliche Angaben in Bezug auf die Kaufenden, die Ver­kau­fen­den und die er­wor­be­nen Produkte oder Dienst­leis­tun­gen be­inhal­ten. Zudem sind der Ein­zel­preis, die finale Rech­nungs­sum­me, die gewählte Zah­lungs­wei­se und die Art der Lieferung in einer Be­stell­be­stä­ti­gung auf­zu­füh­ren.

Was ist eine Be­stell­be­stä­ti­gung?

Bei einer Be­stell­be­stä­ti­gung handelt es sich um einen schrift­li­chen Beleg, der den Eingang einer Be­stel­lung at­tes­tiert. Dabei kann es sich um die Be­stel­lung eines Produkts oder einer Dienst­leis­tung handeln. Bei Produkten, die online verkauft werden, wird die Be­stell­be­stä­ti­gung in der Regel per E-Mail aus­ge­stellt.

Eine Be­stell­be­stä­ti­gung dient u. a. dazu, der Kund­schaft genaue Auskünfte über die auf­ge­ge­be­ne Be­stel­lung zu geben. Dadurch können beide Parteien, sowohl Kaufende als auch Ver­kau­fen­de, noch einmal über­prü­fen, ob ein Versehen oder ein Fehler un­ter­lau­fen ist. In der Regel haben beide die Mög­lich­keit, die Be­stel­lung zu stor­nie­ren oder ab­zu­än­dern. Für Sie als Anbieter bzw. An­bie­te­rin beginnt hiermit die Kun­den­pfle­ge – das Customer Re­la­ti­onship Ma­nage­ment.

Tipp

Sie möchten einen On­line­shop erstellen? Die dafür not­wen­di­ge Domain zu re­gis­trie­ren ist nicht kom­pli­ziert. Holen Sie sich zudem Tipps für die Rechts­si­cher­heit im On­line­shop. Er­kun­di­gen Sie sich außerdem über die be­son­de­ren Regeln hin­sicht­lich des Rück­ga­be­rechts in On­line­shops.

Ist eine Be­stell­be­stä­ti­gung Pflicht?

Ja, es ist Pflicht für Händ­le­rin­nen und Händler, nach ein­ge­gan­ge­nen Be­stel­lun­gen un­ver­züg­lich Be­stell­be­stä­ti­gun­gen an ihre Kunden und Kundinnen zu versenden. Dies dient dazu, Letzteren die Ge­wiss­heit zu ver­schaf­fen, dass die Be­stel­lung tat­säch­lich ein­ge­gan­gen ist. Gerade im E-Commerce ist das sehr wichtig. Bei Einkäufen im Internet wird eine Be­stell­be­stä­ti­gung üb­li­cher­wei­se per E-Mail versandt.

Hinweis

Für den Fall, dass es beim Versenden der Be­stell­be­stä­ti­gung per E-Mail zu Problemen kommt, müssen Sie Ihre Kund­schaft auf andere Weise über das Ein­tref­fen der Be­stel­lung in­for­mie­ren. Möglich wäre dies bei­spiels­wei­se über einen Messenger-Dienst wie Signal oder WhatsApp.

Wann wird eine Be­stell­be­stä­ti­gung versandt?

Als Anbieter oder An­bie­te­rin sind Sie ver­pflich­tet, schnellst­mög­lich auf eine ein­ge­hen­de Be­stel­lung mit einer schrift­li­chen Be­stä­ti­gung zu reagieren. Auch im Sinne der Kun­den­bin­dung ist ein rasches Versenden zu empfehlen. Erhalten Kaufende nicht innerhalb kürzester Zeit eine Be­stä­ti­gung, könnte der Verdacht aufkommen, dass ein Problem bei der Be­stel­lung auf­ge­tre­ten ist. Im schlimms­ten Fall ent­schei­den sie sich, das Produkt anderswo zu erwerben und die Be­stel­lung bei Ihnen zu stor­nie­ren.

Tipp

Wie Sie die Be­stell­be­stä­ti­gung richtig nutzen, um Kundinnen und Kunden län­ger­fris­tig an Sie zu binden, erfahren Sie im IONOS Startup Guide.

Was muss in eine Be­stell­be­stä­ti­gung?

Einige Inhalte sind in einer schrift­li­chen Be­stell­be­stä­ti­gung zwingend er­for­der­lich:

  • Ansprache des Käufers bzw. der Käuferin mit einer Gruß­for­mel
  • Name und voll­stän­di­ge Anschrift des Un­ter­neh­mens
  • Rech­nungs­an­schrift der Käuferin oder des Käufers
  • Ggf. ab­wei­chen­de Lie­fer­adres­se der Käuferin oder des Käufers
  • Genaue Be­zeich­nung der Ware bzw. der Produkte
  • Stückzahl der Ware bzw. der Produkte
  • Be­schaf­fen­heit der Ware bzw. der Produkte, also die Farbe, die Größe, das Material
  • Netto-Ein­zel­preis sowie Ge­samt­sum­me
  • Ge­wünsch­te Lieferart (Standard- oder Ex­press­lie­fe­rung, Selbst­ab­ho­lung) sowie die Lie­fer­zeit
  • Ggf. Ver­sand­kos­ten
  • Finale Rech­nungs­sum­me
  • Ge­wünsch­te Zah­lungs­art (z. B. PayPal, Kre­dit­kar­te, Bank­ein­zug)
  • Aus­wei­sung der ent­spre­chen­den Mehrwert- bzw. Um­satz­steu­er
  • Ab­schluss­for­mel

Denken Sie zudem an ein voll­stän­di­ges Impressum. Auch hierbei handelt es sich um eine Pflicht­an­ga­be. Ebenso gehört eine Ver­lin­kung zu Ihren Da­ten­schutz­hin­wei­sen in Ihre Be­stell­be­stä­ti­gung.

Es empfiehlt sich zudem, Kon­takt­mög­lich­kei­ten für even­tu­el­le Rück­fra­gen oder Re­kla­ma­tio­nen anzugeben, um Ihrer Kund­schaft die Kon­takt­auf­nah­me zu er­leich­tern.

Tipp

Wenn Sie auf der Suche nach Mustern für Be­stell­be­stä­ti­gun­gen sind, nutzen Sie die Vorlagen zahl­rei­cher Shop­sys­te­me. Passen Sie diese einfach Ihren per­sön­li­chen Vor­stel­lun­gen und Be­dürf­nis­sen an.

Was darf nicht in eine Be­stell­be­stä­ti­gung?

Die Be­stell­be­stä­ti­gung darf nicht für Werbung verwendet werden. Im On­line­han­del wird die E-Mail-Kor­re­spon­denz mit der Kund­schaft nach Abschluss einer Be­stel­lung häufig auch dazu genutzt, zu Be­wer­tun­gen oder News­let­ter-An­mel­dun­gen auf­zu­for­dern. Ohne Ein­wil­li­gung der Emp­fän­ge­rin oder des Emp­fän­gers jedoch stellt jegliche Form der Ei­gen­wer­bung in au­to­ma­ti­siert ver­schick­ten E-Mails in Deutsch­land einen Rechts­ver­stoß dar. Dies gilt für Pro­dukt­wer­bung ebenso wie für andere Formen der Ei­gen­wer­bung wie Be­wer­tungs­an­fra­gen, Hinweise auf Social-Media-Auftritte oder An­mel­dun­gen für News­let­ter.

Was ist der Un­ter­schied zwischen einer Auf­trags­be­stä­ti­gung und einer Be­stell­be­stä­ti­gung?

Eine Auf­trags­be­stä­ti­gung, auch Ver­trags­be­stä­ti­gung genannt, ist eine Mit­tei­lung über die Annahme eines Vertrags; sie ist somit ver­bind­lich. Ihr geht ein schrift­li­ches oder ein münd­li­ches Angebot gegenüber der po­ten­zi­el­len Kund­schaft voraus.

Die Auf­trags­be­stä­ti­gung dient dazu, dem Kunden oder der Kundin die Er­brin­gung einer Dienst­leis­tung oder Pro­dukt­lie­fe­rung zu den vorher be­stimm­ten Kon­di­tio­nen zu ver­si­chern. Als Verkäufer bzw. Ver­käu­fe­rin sind Sie zur Erfüllung eines Auftrags ver­pflich­tet, sobald Sie Ihrer Kund­schaft eine solche Be­stä­ti­gung geschickt haben. Sie be­stä­ti­gen damit also den Abschluss eines Vertrags.

Eine Be­stell­be­stä­ti­gung hingegen bestätigt der Kundin oder dem Kunden lediglich den Eingang einer Be­stel­lung und dient im Zuge dessen als Kon­troll­schritt. Ob sie auch die Funktion eines Kauf­ver­trags übernimmt, hängt vom Inhalt sowie der For­mu­lie­rung ab. Zuweilen werden der Be­stell­be­stä­ti­gung In­for­ma­tio­nen zum Wi­der­rufs­recht sowie die je­wei­li­gen AGB (All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen) an­ge­han­gen, wodurch sie einer Auf­trags­be­stä­ti­gung gleich­kommt.

In den meisten Fällen dient die E-Mail in einem Online-Shop und nicht der Ver­trags­an­nah­me.

Wollen Sie hingegen si­cher­stel­len, dass es sich lediglich um die Be­stä­ti­gung einer ein­ge­gan­ge­nen Be­stel­lung handelt, sollten Sie darin klar for­mu­lie­ren, dass durch die Be­stell­be­stä­ti­gung noch kein Vertrag entsteht – bei­spiels­wei­se durch einen Satz wie „Diese E-Mail stellt keinen Kauf­ver­trags­ab­schluss dar.“.

Die ver­bind­li­che Auf­trags­be­stä­ti­gung erfolgt dann später, etwa beim Versand der Ware. Eine Ver­sand­be­stä­ti­gung ist Teil des Vertrags, der schließ­lich durch die Annahme der Ware ab­ge­schlos­sen wird.

Wie lässt sich die Be­stell­be­stä­ti­gung op­ti­mie­ren?

Be­stell­be­stä­ti­gun­gen erfüllen zwar in erster Linie den Zweck, der Kund­schaft eine auf­ge­ge­be­ne Be­stel­lung zu be­stä­ti­gen. Sie können damit aber auch die Kun­den­be­zie­hung stärken. Studien legen nahe, dass Be­stell­be­stä­ti­gun­gen eine we­sent­lich höhere En­ga­ge­ment- und Öff­nungs­ra­te aufweisen und mehr Umsatz ge­ne­rie­ren als Massen-E-Mails, die zu Mar­ke­ting­zwe­cken ver­schickt werden. Eine Op­ti­mie­rung Ihrer Be­stell­be­stä­ti­gung kann sich also auch im Hinblick auf Ihr Marketing lohnen. Folgende Dinge gibt es dabei zu beachten:

For­mu­lie­ren Sie die Be­treff­zei­le per­sön­lich

Sprechen Sie Ihre Kund­schaft mit einer per­sön­li­chen For­mu­lie­rung an. Vermeiden Sie es, lediglich un­per­sön­li­che Daten und Fakten nennen. Ein freund­lich for­mu­lier­tes „Herz­li­chen Dank für Ihre Be­stel­lung“ wirkt zu­ge­wand­ter und erfreut die Lesenden, wenn es gemeinsam mit den nütz­li­chen In­for­ma­tio­nen erscheint.

Achten Sie auf eine klare und über­sicht­li­che Struktur

Eine geordnete Struktur dient nicht nur der Übersicht, sondern zeigt auch Pro­fes­sio­na­li­tät. Ihre Kund­schaft wird eine über­sicht­li­che Be­stell­be­stä­ti­gung, in der alle In­for­ma­tio­nen auf einen Blick verfügbar sind, zu schätzen wissen. Ideal ist hierfür z. B. eine Tabelle.

Fügen Sie wie­der­erkenn­ba­re Elemente Ihrer Marke ein

Ihr Logo, egal ob in Form von Text, Bild oder Akronym, sollte unbedingt in Ihrer Be­stell­be­stä­ti­gung er­schei­nen. Durch die Ver­an­ke­rung im Be­wusst­sein Ihrer Kund­schaft wird der Wie­der­erken­nungs­wert Ihrer Marke ge­stei­gert.

Achten Sie im Sinne der Corporate Identity beim Text darauf, die Tonalität Ihrem Un­ter­neh­men, Ihrer Klientel sowie der Prä­sen­ta­ti­on Ihrer Produkte an­zu­pas­sen.

In­te­grie­ren Sie die nötigen Kon­takt­da­ten

Des Weiteren empfiehlt es sich, die nötigen Kon­takt­da­ten in Ihrer Be­stell­be­stä­ti­gung über­sicht­lich auf­zu­lis­ten. Dann kann Ihre Kund­schaft bei Bedarf für Rück­fra­gen einfach auf Sie zukommen.

Für mobile Endgeräte op­ti­mie­ren

Viele Be­stell­be­stä­ti­gun­gen werden auf mobilen End­ge­rä­ten gelesen. Achten Sie deshalb unbedingt auf ein op­ti­mier­tes bzw. re­spon­si­ves Design. Verwenden Sie zudem mo­bil­op­ti­mier­te Elemente wie bei­spiels­wei­se be­rüh­rungs­emp­find­li­che Buttons, aus­rei­chend große Schrift sowie ein ein­spal­ti­ges Layout, damit eine gute Les­bar­keit auf kleineren Bild­schir­men ge­währ­leis­tet ist.

Bitte beachten Sie den recht­li­chen Hinweis zu diesem Artikel.

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