Dem Kunden mehr verkaufen, als er ur­sprüng­lich haben wollte: „Up-Selling“ ist eine Ver­kaufs­me­tho­de, mit der Händler – vor allem On­line­shop-Betreiber – ihren Umsatz steigern können. Damit der Plan aufgeht, müssen Kunden aber vom Mehrwert des teureren Produktes überzeugt werden. Wie genau das funk­tio­niert, welche Vorteile und Risiken es bei Up-Sales gibt und was genau Sie als Betreiber eines On­line­shops beachten sollten, erklären wir Ihnen in den folgenden Absätzen.

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Up-Selling: De­fi­ni­ti­on

Up-Selling ist eine Ver­kaufs­stra­te­gie, die darauf abzielt, den Kunden vom Kauf einer hö­her­wer­ti­gen Version des ei­gent­li­chen Produktes zu über­zeu­gen. Dabei wird davon aus­ge­gan­gen, dass Kunden, die einen Laden oder einen On­line­shop besuchen, zwar eine grobe Vor­stel­lung davon haben, was bzw. welches Produkt sie suchen. Werden Sie jedoch an der richtigen Stelle und mit den richtigen Ar­gu­men­ten auf einen noch besseren Artikel (der schneller ist, länger hält oder besser aussieht) auf­merk­sam gemacht, kaufen sie im besten Fall diesen besseren und etwas kost­spie­li­ge­ren Artikel.

Der Kunde ist mit passenden Up-Sales zufrieden, weil er sich ver­stan­den und gut beraten fühlt – Shop-Betreiber pro­fi­tie­ren von dem höheren Umsatz. Was im sta­tio­nä­ren Handel oftmals durch ein aus­führ­li­ches Ver­kaufs­ge­spräch erzielt wird, wird beim Online-Verkauf von Produkten durch einen ge­lun­ge­nen Mix aus Daten, Technik und Marketing-Strategie erreicht.

Tipp

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Was ist der Un­ter­schied zwischen Cross- und Up-Selling?

Oftmals synonym verwendet, gibt es zwischen Up-Selling und Cross-Selling doch einen ent­schei­den­den Un­ter­schied: Während es beim Up-Selling darum geht, das ei­gent­li­che Produkt „up­zu­gra­den“, also eine bessere und teurere Variante zu verkaufen, stehen beim Cross-Selling er­gän­zen­de Produkte im Fokus. Nach­fol­gen­des Schaubild ver­deut­licht den Un­ter­schied:

Up-Sales: Chancen, Vorteile und Risiken

Natürlich geht es auch beim Up-Selling in erster Linie darum, mehr Geld an einem Kunden zu verdienen. Wirklich gutes Up-Selling bedeutet aber auch, dass eine gute Kun­den­be­zie­hung besteht: Mit passenden Up-Sales zeigen Sie, dass Sie Ihre Kunden verstehen, indem Sie eine zu­sätz­li­che In­ves­ti­ti­on aufzeigen, die sich aus Kun­den­sicht auch wirklich lohnt. Passt das Paket nicht, ist die Wahr­schein­lich­keit hoch, dass Sie zwar einmalig mehr verdienen, der Kunde aber nicht erneut zum Käufer wird.

Um die Chancen und Vorteile von Up-Selling genießen zu können, sollten Sie von Anfang an Zeit in­ves­tie­ren und …

a)… Ihr Sortiment in Hinblick auf Up-Selling-Mög­lich­kei­ten hin prüfen und ent­spre­chend gestalten. Dabei geht es nicht nur darum Artikel zu iden­ti­fi­zie­ren, die sich für Up-Selling eignen, sondern auch die klaren Vorteile her­aus­zu­ar­bei­ten.

b)… Ihre Kunden ken­nen­ler­nen. Für Websites und Shops gibt es zahl­rei­che Tracking-Tools, um Daten zu sammeln und aus­zu­wer­ten. Aber auch Service-Hotlines oder echte Er­leb­nis­se im sta­tio­nä­ren Verkauf können An­halts­punk­te für Up-Selling-Po­ten­zia­le geben.

Haben Sie die Basis gesetzt, gibt es ver­schie­de­ne Programme für Marketing-Au­to­ma­ti­on sowie Emp­feh­lungs­sys­te­me, über die Sie Up-Selling-Kampagnen relativ einfach aufsetzen, op­ti­mie­ren und auswerten können.

Bedeutung von Up-Selling im SEO

Beim Vertrieb über den eigenen Webshop haben Sie es meist schwer, Faktoren, wie die Abdeckung um­fang­rei­cher Keywords-Sets, voll aus­zu­nut­zen – schließ­lich gibt es meist eher wenig Text. Umso wichtiger ist eine sorg­fäl­ti­ge und durch­dach­te Ver­lin­kungs­stra­te­gie der Produkte un­ter­ein­an­der.

Da Up-Selling verstärkt mit Verweisen und Links zwischen Produkten arbeitet, wirkt sich die Ver­kaufs­me­tho­de unter anderem auch positiv auf SEO aus: Sie sorgen nicht nur für Mehrwert bei den Kunden, sondern si­gna­li­sie­ren den Suchro­bo­tern auch, dass Sie viel Wert auf Links und Klick­pfa­de legen.

Tipp

Shopping goes Social: Wenn Sie die Ver­kaufs­funk­tio­nen von Facebook und Co. für Ihren Vertrieb nutzen möchten, ist der Social Buy Button für Ihre Website eine einfache Lösung. Mehr zum Thema „So verkaufen Sie auf Social Media“ erfahren Sie in unserem kos­ten­lo­sen White­pa­per.

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Up-Selling-Chancen erkennen

Die folgenden Punkte zeigen auf, wo sich Up-Selling-Potential in Ihrem Business versteckt bzw. wie Sie dieses Potential aufdecken können. Grund­sätz­lich steht immer der Kunde im Fokus.

  • Nutzen Sie jede Mög­lich­keit, um mit Ihren Kunden zu sprechen und Feedback ein­zu­ho­len. Sei es durch eine schrift­li­che oder te­le­fo­ni­sche Befragung zum Angebot allgemein oder zu einem konkreten Produkt oder durch Gespräche im Rahmen einer Service-Hotline.
     
  • Re­cher­chie­ren Sie, was Ihre po­ten­zi­el­len Kunden (außerdem) be­schäf­tigt. Führen Sie eine Ziel­grup­pen­ana­ly­se durch, um in Erfahrung zu bringen, welche Websites Kunden besuchen oder wo sie einkaufen.
     
  • Prüfen Sie, wo und wie Ihre Produkte zum Einsatz kommen und ob in Foren oder sozialen Netz­wer­ken darüber ge­spro­chen wird. Oftmals werden hier auch Probleme mit einem Produkt dis­ku­tiert, wie diese gelöst werden können oder ob die Kon­kur­renz es eventuell besser macht.
     
  • Apropos Kon­kur­renz: Haben Sie einen Blick darauf, wie Wett­be­wer­ber das Thema Up-Selling angehen und ihr Sortiment gestalten.
     
  • Ana­ly­sie­ren Sie Ihre Verkäufe: Welche Produkte erzeugen hohe oder niedrige Umsätze? Wo sind hohe oder niedrige Stück­zah­len fest­zu­stel­len? Schauen Sie auch, ob und welche Artikel zu­rück­ge­schickt werden und ggf. auch warum.
Tipp

Wird ein Artikel besonders häufig re­tour­niert, kann das ver­schie­de­ne Gründe haben. Viel­leicht haben Sie zum Beispiel eine falsche Er­war­tungs­hal­tung geweckt. Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, sollten Sie von Beginn an auf pro­fes­sio­nel­le Pro­dukt­be­schrei­bun­gen und aus­sa­ge­kräf­ti­ge Pro­dukt­fo­tos setzen – egal, ob die Fotos in Ei­gen­re­gie oder von Profis an­ge­fer­tigt werden.

Risiken beim Up-Selling

Als Betreiber eines On­line­shops, bei dem es keinen per­sön­li­chen Kontakt mit dem Kunden vor und während des Verkaufs gibt und bei dem das Verlassen des Shops jederzeit nur einen Klick entfernt ist, sollten Sie sich eines bewusst machen: Der Grat zwischen einem tat­säch­li­chen Mehrwert und somit der Recht­fer­ti­gung eines Up-Sales und dem Verärgern eines Kunden ist sehr schmal.

Achten Sie darauf, dezent auf das mögliche Upgrade hin­zu­wei­sen und dass Sie den ver­spro­che­nen Mehrwert auch wirklich einhalten. Bedenken Sie außerdem, dass On­line­shop-Besucher oftmals die Mög­lich­keit nutzen, Preis­span­nen ein­zu­ge­ben und Filter zu setzen, wodurch bestimmte Flächen und Preis­re­du­zie­run­gen für diese Kunden nicht sichtbar sind.

Up-Selling umsetzen: So funk­tio­niert’s

Auf Basis Ihrer Re­cher­chen ergeben sich ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Up-Selling zu rea­li­sie­ren. Ein wichtiger und zentraler Un­ter­schied zum Cross-Selling: Up-Selling erfolgt in den meisten Fällen vor der ei­gent­li­chen Kauf­ent­schei­dung. Einmal gekauft, ist es relativ un­wahr­schein­lich, dass sich ein Kunde noch von einem hö­her­prei­si­gen Tausch über­zeu­gen lässt. Eine Ausnahme bilden hierbei Dienst­leis­tun­gen oder Abon­ne­ments, die auch noch nach­träg­lich ver­län­gert und angepasst werden können.

In jedem Fall gilt, dass ein Up-Sales-Angebot für den Kunden nach­voll­zieh­bar und nutz­brin­gend sein muss. Setzen Sie Ihr Up-Selling daher bei­spiels­wei­se wie folgt um:

  • Direkter Vergleich von zwei oder mehr Artikeln: Ver­gleichs­ta­bel­len, die Preise und Leis­tun­gen ähnlicher Produkte direkt ne­ben­ein­an­der dar­stel­len, sind relativ einfach um­zu­set­zen. Im besten Fall bewirken sie, dass statt der Basis-Aus­stat­tung die teurere Komfort-Version gewählt wird. Raf­fi­niert: Das ohnehin schon eher teure Produkt neben ein noch viel teureres zu stellen.
     
  • Vertrauen nutzen: Vor allem bei Abos kann ein nach­träg­li­cher Up-Selling-Versuch er­folg­reich sein. Haben Kunden sich einmal von der Qualität Ihres Angebots überzeugt, sind sie oftmals gerne bereit, noch mehr und länger davon zu pro­fi­tie­ren. Eventuell ergibt sich ein Up-Sale auch aus einem er­folg­rei­chen Cross-Selling – bei­spiels­wei­se, wenn ein er­gän­zen­des Produkt gekauft wurde, das plötz­li­che Ver­trags­mög­lich­kei­ten zulässt.
     
  • Kun­den­mei­nun­gen: Binden Sie Be­wer­tun­gen und Emp­feh­lun­gen zu teureren Produkten gezielt auf Pro­dukt­sei­ten güns­ti­ge­rer Artikel ein. Wichtig ist, dass die Kun­den­stim­men au­then­tisch und nach­voll­zieh­bar sind – so haben sie oftmals eine hohe Über­zeu­gungs­kraft.
     
  • Pro­blem­lö­sun­gen aufzeigen: Wenn es klare Funk­ti­ons­un­ter­schie­de zwischen dem güns­ti­ge­ren und dem teureren Produkt gibt, können Sie diese the­ma­ti­sie­ren und bewerben „Für nur xx Euro mehr, haben Sie dieses Problem nicht“.

Die tech­ni­sche Umsetzung von Up-Selling-Kampagnen über­neh­men spezielle Tools oder Er­wei­te­run­gen innerhalb des Shop-Systems.

Hinweis

Un­ter­schät­zen Sie nicht die Macht kleinster Op­ti­mie­run­gen auf Ihrer Website. So kann bei­spiels­wei­se ein gut for­mu­lier­ter CTA einen großen Un­ter­schied machen, ob ein Kauf ab­ge­schlos­sen wird oder nicht.

Drei Up-Selling-Beispiele

Um Ihnen Up-Sales und die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten noch ein bisschen näher zu bringen, haben wir drei ganz konkrete Beispiele aus un­ter­schied­li­chen Branchen zu­sam­men­ge­tra­gen:

Beispiel 1: Mit­glied­schaf­ten im Fitness-Studio

In einem Fitness-Studio werden un­ter­schied­li­che Mit­glied­schaf­ten angeboten: Die günstige enthält lediglich die Benutzung der Geräte und den Besuch der Kurse. Die teurere er­mög­licht zu­sätz­lich die Benutzung des Pools und der Sauna. Der Nutzer erhält also einen echten Mehrwert, wenn er sich für die teurere Variante ent­schei­det. Das Fitness-Studio verdient mehr Geld, muss aber nicht mehr leisten – denn Pools und Sauna müssen un­ab­hän­gig von der Wahl der einzelnen Kunden betrieben und gezahlt werden.

Beispiel 2: Tech­ni­sche Extras anteasern im On­line­shop

Sie verkaufen Fernseher über einen On­line­shop und ein Kunde stöbert durch die einfachen Modelle ohne Smart-TV-Funktion. Auf der De­tail­sei­te dieser einfachen Fernseher erklären Sie in einem gut sicht­ba­ren Teaser die Vorteile der Smart-TV-Funktion – jederzeit die Lieb­lings­sen­dung und viele weitere Streaming-Inhalte schauen – und bieten einen ver­gleich­ba­ren Smart-TV für 20, 50, 100 Euro mehr an.

Beispiel 3: Mo­bil­ge­rä­te und passende Verträge

Sie verkaufen Smart­phones, Tablets und Co. und die dazu passenden Mo­bil­funk­ver­trä­ge. Ein Kunde, der bereits einen Vertrag und ein Gerät bei Ihnen ab­ge­schlos­sen bzw. gekauft hat, erwirbt ein zu­sätz­li­ches Tablet, al­ler­dings ohne eine Ver­trags­op­ti­on aus­zu­wäh­len. Sie kon­tak­tie­ren ihn, um ihm einen um­fang­rei­che­ren Vertrag mit mehr Da­ten­vo­lu­men und mit einer zweiter SIM-Karte zu verkaufen.

Hinweis

Das Thema Bezahlung im Internet nimmt für Kunden und Shop-Betreiber einen großen Stel­len­wert ein. In­for­mie­ren Sie sich über ver­schie­de­ne Be­zahl­me­tho­den für Ihren Webshop oder ent­schei­den Sie sich direkt für iPayment, die pro­fes­sio­nel­le Zah­lungs­ab­wick­lung mit einfacher Anbindung an über 30 Shop-Systeme.

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