Wenn Än­de­run­gen an dem Domain Name System einer Website vor­ge­nom­men werden, dauert es, bis der aktuelle Stand von allen Servern weltweit über­nom­men wird. Diese Über­gangs­pha­se ist die DNS-Pro­pa­ga­ti­on. Sie kann zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen dauern.

KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Was bedeutet DNS?

Bevor ver­ständ­lich wird, was es mit der DNS-Pro­pa­ga­ti­on auf sich hat, muss zunächst der DNS-Part kurz erläutert werden. DNS steht für Domain Name System. Dieses System übersetzt den Namen Ihrer Domain – beispiel.de – in die ei­gent­li­che IP-Adresse. Diese IP-Adresse ist eine Zah­len­fol­ge, die man sich nur schwer­lich merken könnte. Um den Nutzern also den Auf­ent­halt im Internet zu er­leich­tern, wird zwei­glei­sig gefahren. Gibt ein Nutzer den Namen Ihrer Domain ein, ermittelt DNS die IP-Adresse Ihres Ziel­ser­vers. Der Nutzer selbst bekommt von diesem Vorgang nichts mit und muss sich daher lediglich die URL Ihrer Website merken.

Es gibt un­ter­schied­li­che Arten von DNS. Die größten Gruppen sind folgende:

  • A: Hierbei wird eine IPv4-Adresse ein­ge­tra­gen. Der A-Eintrag weist einer Domain einen Webserver zu. Auch auf dem Name­ser­ver wird die Domain oder Subdomain als A-Eintrag hin­ter­legt.
  • AAAA: Dieser Eintrag ist ver­gleich­bar mit dem A-Eintrag, es wird al­ler­dings eine IPv6-Adresse ein­ge­tra­gen, was dafür sorgt, dass der Browser IPv6 bevorzugt.
  • CNAME: Ein CNAME-Eintrag verbindet eine Subdomain mit der ent­spre­chen­den primären Domain.
  • MX: Durch einen MX-Eintrag wird Ihre Website mit einem E-Mail-Dienst verbunden. Schreibt Ihnen ein Besucher dann über Ihre Seite eine Mail, wird diese auf den richtigen E-Mail-Server geleitet.
Tipp

In wenigen Schritten zur perfekten Domain! Bei IONOS können Sie ganz einfach Ihre Traum-Domain re­gis­trie­ren und von zahl­rei­chen Vorteilen pro­fi­tie­ren. Wildcard SSL, Domain Lock und ein 2 GB großes E-Mail-Postfach sind dabei inklusive!

DNS-Pro­pa­ga­ti­on einfach erklärt

Am besten lässt sich der Begriff „pro­pa­ga­ti­on“ mit „Über­tra­gung“ über­set­zen. Wenn Sie Ihren DNS-Eintrag verändern, kann diese Änderung ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Diese Zeit wird als DNS-Pro­pa­ga­ti­on be­zeich­net. Passen Sie z. B. Ihren DNS-Eintrag an oder wechseln Ihren Hosting-Anbieter oder die Name­ser­ver, kann dieses Update einige Zeit benötigen. Die DNS-Pro­pa­ga­ti­on variiert je nach Server und Aus­las­tung. So kann es zunächst vorkommen, dass während der Über­gangs­pha­se einige Anbieter noch auf Ihren alten Server zugreifen, während andere bereits die aktuelle IP-Adresse ansteuern.

Die Ursache für die DNS-Pro­pa­ga­ti­on liegt zum einen daran, dass Än­de­run­gen an sich schon ein wenig Zeit in Anspruch nehmen können. Gleich­zei­tig ist es aber auch so, dass neue IP-Adressen nicht durch­ge­hend von DNS-Servern abgefragt werden. Dies würde ansonsten zu einer Über­las­tung führen. Statt­des­sen werden die In­for­ma­tio­nen in einem Cache zwi­schen­ge­spei­chert. Erst wenn dieser Cache von allen Servern ak­tua­li­siert wurde, ist Ihre Website wieder überall auf dem neuesten Stand.

Die Rolle des Name­ser­vers

Ein weiterer Faktor, der für die Dauer der DNS-Pro­pa­ga­ti­on relevant ist, ist der Name­ser­ver. Ein Name­ser­ver sorgt für die Na­mens­auf­lö­sung. Dies ist die Ver­bin­dung Ihrer Domain, die aus einem möglichst ein­präg­sa­men Begriff und einer Endung besteht (beispiel.de), mit der IP-Adresse, die durch eine Zah­len­kom­bi­na­ti­on gebildet wird. Name­ser­ver werden daher auch als DNS-Server be­zeich­net. Sobald ein Besucher Ihre Website aufruft, stellt der Name­ser­ver die direkte Ver­bin­dung zur ei­gent­lich IP-Adresse her. Wird nun der DNS-Server verändert oder angepasst, kann es einige Zeit dauern, bis die ent­spre­chen­den Updates überall an­ge­kom­men sind.

Kos­ten­lo­ses DNS Hosting
Top Website-La­de­zei­ten mit kos­ten­lo­sem DNS
  • Schnel­le­re Domain-Auflösung für op­ti­mier­te La­de­zei­ten
  • Zu­sätz­li­cher Schutz gegen Ausfälle und Un­ter­bre­chun­gen
  • Kein Domain-Umzug notwendig

DNS-Zone und TTL-Wert

Die DNS-Zone be­zeich­net den or­ga­ni­sa­to­ri­schen Bereich der DNS. Dies dient der besseren Bündelung einzelner Domains und hilft dabei, sie schneller zu finden. Diese Zone umfasst min­des­tens eine Domain und zu­sätz­lich optional weitere Sub­do­mains.

Maß­geb­lich für die DNS-Pro­pa­ga­ti­on ist der so­ge­nann­te TTL-Wert. TTL steht für „time to live“ und legt fest, wie lange Ein­stel­lun­gen zwi­schen­ge­spei­chert werden sollen und wann eine Ak­tua­li­sie­rung erfolgt. Beträgt der TTL-Wert also 24 Stunden, dauert es einen Tag, bis Än­de­run­gen wirksam werden. Der TTL-Wert kann angepasst werden, damit die Än­de­run­gen früher erfolgen. Diese Anpassung muss al­ler­dings vor dem Update erfolgen, da sie ebenfalls unter die DNS-Pro­pa­ga­ti­on fällt und somit erst nach einiger Zeit wirksam wird.

Tipp

Ihre eigene Cloud-In­fra­struk­tur mit IONOS! Cloud-Server von IONOS sind viel­fäl­tig ein­setz­bar und über­zeu­gen durch ein un­schlag­ba­res Preis-Leistungs-Ver­hält­nis. Dank zahl­rei­cher Ta­rif­op­tio­nen ist mit Si­cher­heit auch das richtige Paket für Sie dabei.

Die Dauer der DNS-Pro­pa­ga­ti­on kann vom ISP abhängen

Ein weiterer Faktor für die Dauer einer DNS-Pro­pa­ga­ti­on ist Ihr Internet Service Provider (ISP). Dieser speichert die DNS-Daten lokal zwischen, um ei­ner­seits schnel­le­res Browsen zu er­mög­li­chen und an­de­rer­seits den Da­ten­ver­kehr zu re­du­zie­ren. Dies kann sich al­ler­dings negativ auf die DNS-Pro­pa­ga­ti­on auswirken. Außerdem gibt es ISPs, die TTL-Ein­stel­lun­gen igno­rie­ren und somit auch die Ak­tua­li­sie­rung erst nach Stunden oder sogar Tagen durch­füh­ren.

Der Standort des Servers

Auch der Standort Ihres Servers spielt eine Rolle für die Dauer der DNS-Pro­pa­ga­ti­on. Zwar kann die Um­stel­lung im Umfeld oder bei Secondary DNS-Servern bereits nach kurzer Zeit wirksam werden, am anderen Ende der Welt dauert sie al­ler­dings häufig deutlich länger. Das liegt auch daran, dass sich die un­ter­schied­li­chen Server nach­ein­an­der über die Um­stel­lung in­for­mie­ren. Da die Updates, wie erwähnt, nicht dauerhaft, sondern nur in be­stimm­ten Zeit­in­ter­val­len erfolgen, zieht sich die end­gül­ti­ge und flä­chen­de­cken­de Wirk­sam­keit der Änderung unter Umständen in die Länge.

Die Dauer der DNS-Pro­pa­ga­ti­on

Wie lange aber dauert die tat­säch­li­che DNS-Pro­pa­ga­ti­on? Diese Antwort hängt von den oben genannten Faktoren ab und kann grund­sätz­lich stark variieren. Lokale Server über­neh­men Än­de­run­gen für ge­wöhn­lich bereits nach wenigen Stunden. Bis al­ler­dings alle Name­ser­ver weltweit über die Än­de­run­gen in­for­miert sind und diese wirksam werden, kann deutlich mehr Zeit vergehen. Während je nach Anbieter und Ein­stel­lun­gen zwischen zwölf und 48 Stunden normal sind, kann es vorkommen, dass eine weltweite Wirk­sam­keit erst nach 72 Stunden erreicht wird. Daher ist es wichtig, die DNS-Pro­pa­ga­ti­on im Vorfeld ein­zu­pla­nen, wenn eine Änderung oder ein Wechsel ansteht.

Mög­lich­kei­ten, um die DNS-Pro­pa­ga­ti­on kurz zu halten

Die DNS-Pro­pa­ga­ti­on kann also unter Umständen ein Ärgernis sein, sie lässt sich leider al­ler­dings nie ganz vermeiden. Es gibt aber glück­li­cher­wei­se zumindest Mög­lich­kei­ten, wie Sie die Dauer möglichst gering halten oder we­nigs­tens Probleme umgehen können. So ist Ihre Website schnell wieder überall auf der Welt auf ihrem aktuellen Stand er­reich­bar.

Sofern Sie Ihren Name­ser­ver noch nicht geändert haben, können Sie bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass die DNS-Pro­pa­ga­ti­on möglichst klein bleibt. Dafür setzen Sie im A-Eintrag auf Seiten Ihres aktuellen Servers den TTL-Wert auf das Minimum. Dieses kann je nach Anbieter variieren. Im Anschluss warten Sie dann 30 Minuten und wechseln danach den Name­ser­ver für Ihre Domain. So verweist Ihre Domain überall dort, wo die DNS-Pro­pa­ga­ti­on ab­ge­schlos­sen ist, auf den neuen Server. Dort, wo die Um­wand­lung noch nicht statt­ge­fun­den hat, wird nach wie vor auf Ihren alten Server verwiesen, aber zumindest der neueste Stand Ihrer Website angezeigt.

Falls Sie den Umzug auf einen neuen Name­ser­ver bereits vollzogen haben, bietet Google ein DNS-Tool, mit dem Sie den neuen Stand Ihrer Website anzeigen lassen können. Die genauen Schritte finden Sie auf der ent­spre­chen­den Seite der Plattform. Im Anschluss leeren Sie zunächst den Cache Ihres Browsers und dann Ihren DNS-Cache. Nun sollte Ihnen bereits der aktuelle Stand Ihrer Website angezeigt werden.

DNS-Pro­pa­ga­ti­on checken

Trotzdem bleibt das Problem, dass Sie ohne Hilfs­mit­tel nicht sicher sagen können, ob die DNS-Pro­pa­ga­ti­on für Ihre Seite flä­chen­de­ckend ab­ge­schlos­sen wurde. Während in Ihrem Umfeld viel­leicht schon der aktuelle Stand hin­ter­legt ist, haben Server im Ausland mög­li­cher­wei­se noch einen alten Stand zwi­schen­ge­spei­chert. Glück­li­cher­wei­se gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die DNS-Pro­pa­ga­ti­on zu checken und die hin­ter­leg­ten DNS-Records zu über­prü­fen. Zum vor­in­stal­lier­ten Standard bei Windows, macOS und Linux gehört z. B. nslookup, welches Ihnen bei Problemen mit der Na­mens­auf­lö­sung hilft und zu­sätz­lich den aktuellen Stand aller be­tei­lig­ten Server anzeigt. Ähnlich funk­tio­nie­ren auch die Al­ter­na­ti­ven ping und tra­ce­rou­te.

Andere externe DNS-Checker testen die DNS-Pro­pa­ga­ti­on, indem sie eine Auswahl zu­fäl­li­ger Server ansteuern und Ihre DNS-In­for­ma­tio­nen dort abfragen. Weil Server überall auf der Welt verteilt sind, haben Sie zwar keine hun­dert­pro­zen­ti­ge Si­cher­heit, dass tat­säch­lich überall die DNS-Pro­pa­ga­ti­on ab­ge­schlos­sen wurde, aber zumindest einen guten An­halts­punkt. Beliebte Anbieter sind whats­mydns oder auch Google, das den DNS-Check in der Toolbox anbietet.

Fazit: DNS-Pro­pa­ga­ti­on sollte immer be­rück­sich­tigt werden

Beim Umzug von einem Server zu einem anderen oder bei Än­de­run­gen, die relevant für das Domain Name System sind, sollten Sie also immer die DNS-Pro­pa­ga­ti­on mit ein­be­rech­nen. Das ist ins­be­son­de­re dann wichtig, wenn der Zeit­fak­tor eine Rolle spielt, weil z. B. der alte DNS-Server nicht antwortet oder Sie Opfer von DNS-Spoofing, DNS-Hijacking oder einem DNS-Leak sind. Zwar haben Sie ein paar Mög­lich­kei­ten, um die DNS-Pro­pa­ga­ti­on zu verkürzen, eine gewisse Zeit dauert es al­ler­dings dennoch immer, bis wirklich weltweit jeder Server auf dem neuesten Stand ist.

Tipp

Der beste Schutz für Ihre Domain: Domain Guard von IONOS bietet zahl­rei­che Si­cher­heits­fea­tures, die Ihre Website vor un­er­laub­ten Zugriffen bewahren. Fügen Sie Domain Guard einfach für all Ihre Domains hinzu.

Zum Hauptmenü