Ein Minecraft-Server unter Linux (hier: Ubuntu 24.04) ist schnell auf­ge­setzt. Sobald Sie die passende Hardware für das Hosting parat haben, benötigen Sie lediglich eine aktuelle Java-Version und die neuesten Pro­gramm­da­tei­en (Java-Version) des Sandbox-Com­pu­ter­spiels. Beides beziehen Sie bequem über das Terminal.

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Minecraft-Server auf Linux-Basis: Hosting-Optionen von IONOS

Hosting-Optionen, bei denen Sie zwischen Windows und Linux als Server-Be­triebs­sys­tem wählen können, erhalten Sie bei ver­schie­dens­ten Providern – u. a. bei IONOS. Hier ist für den einfachen Einstieg mit einem kleineren Minecraft-Linux-Server für wenige Personen das Ser­ver­mo­dell vServer bzw. VPS (Virtual Private Server) zu empfehlen: Zu einem günstigen mo­nat­li­chen Festpreis erhalten Sie Zugriff auf vir­tua­li­sier­te Hardware-Res­sour­cen, die Sie jederzeit auf­sto­cken und zu­rück­fah­ren können. Als passenden Tarif mit der er­for­der­li­chen Re­chen­power empfehlen wir VPS M.

In der nach­fol­gen­den Tabelle finden Sie drei konkrete Use Cases für einen Minecraft-Server mit Linux inklusive dazu passender Ser­ver­op­tio­nen von IONOS.

Minecraft-Ser­ver­sze­na­rio Passender IONOS-Tarif (mit Linux als OS)
Kleine Spielwelt für 1–2 Spieler IONOS VPS Linux M
Mit­tel­gro­ße Spielwelt für 3–5 Spieler IONOS VPS Linux L
Große Spielwelt für 6+ Spieler IONOS VPS Linux XL

Minecraft-Server unter Linux ein­rich­ten: Schritt-für-Schritt-Anleitung (Ubuntu 24.04)

Wenn Sie Ihren Minecraft-Server auf einer Linux-Dis­tri­bu­ti­on laufen lassen wollen, haben Sie im Prinzip freie Wahl: Die typischen Vertreter wie Debian und Ubuntu sind ebenso als Sys­tem­ba­sis möglich wie OpenSUSE, Arch Linux, Solus, Gentoo Linux oder andere, weniger ver­brei­te­te Linux-Dis­tri­bu­tio­nen. Im nach­fol­gen­den Tutorial zeigen wir die einzelnen Schritte für die Ein­rich­tung eines Minecraft-Servers ex­em­pla­risch für Ubuntu 24.04 auf.

Tipp

Natürlich können Sie auch unter Windows einen eigenen Minecraft-Server erstellen und ein­rich­ten ein­rich­ten, falls Sie lieber mit dem Microsoft-Be­triebs­sys­tem arbeiten möchten.

Schritt 1: Zu­sätz­li­che Soft­ware­kom­po­nen­ten in­stal­lie­ren

Verbinden Sie sich mit Ihrem Linux-Server, indem Sie eine Remote-Desktop-Ver­bin­dung ein­rich­ten. Steht die Ver­bin­dung, besteht Ihr erster Schritt darin, die für die Aus­füh­rung eines Minecraft-Servers er­for­der­li­chen Zu­satz­kom­po­nen­ten über das Terminal zu in­stal­lie­ren.

Ak­tua­li­sie­ren Sie hierfür zunächst den Pa­ke­t­in­dex des Pa­ket­ma­na­gers APT:

sudo apt update
bash

Im nächsten Schritt in­stal­lie­ren Sie die minimale OpenJDK-Java-Im­ple­men­tie­rung, die für die Aus­füh­rung der in Java pro­gram­mier­ten Minecraft-Ser­ver­an­wen­dung ob­li­ga­to­risch ist:

sudo apt-get install openjdk-21-jdk
bash

Mit dem Befehl sudo java -version können Sie im Anschluss über­prü­fen, ob die In­stal­la­ti­on des Java-Kits er­folg­reich war. In diesem Fall gibt Ihnen das Terminal die in­stal­lier­te Version von OpenJDK aus.

Bild: Ubuntu 24.04: Java-Versions-Check im Terminal
Ubuntu 24.04: Java-Versions-Check im Terminal

Damit der Minecraft-Server auch aktiv bleibt, wenn Sie das Terminal verlassen, in­stal­lie­ren Sie außerdem den Fenster-Manager Screen:

sudo apt install screen
bash

Schritt 2: Minecraft-Server-Port freigeben

Nachdem Sie die Ba­sis­kom­po­nen­ten für Ihren Minecraft-Server unter Linux in­stal­liert haben, geben Sie im nächsten Schritt den TCP-Port 25565 frei. Diesen Port verwendet die Ser­ver­an­wen­dung stan­dard­mä­ßig für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Clients, weshalb eine ent­spre­chen­de Firewall-Regel un­ver­zicht­bar ist. Mit folgendem Kommando fügen Sie die neue Richt­li­nie hinzu:

sudo ufw allow 25565
bash
Bild: Port-Freigabe (25565) in Ubuntu 24.04
Port-Freigabe (25565) in Ubuntu 24.04

Schritt 3: Minecraft-Ser­ver­an­wen­dung in­stal­lie­ren (Java-Edition)

Nun können Sie die Server-Software des Sandbox-Games her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren. Für die best­mög­li­che Kom­pa­ti­bi­li­tät nutzen Sie die Java-Edition, wobei es ebenso wichtig ist, dass Sie eine aktuelle Version dieser Variante verwenden.

Rufen Sie zu diesem Zweck die of­fi­zi­el­le Download-Seite von „Minecraft: Java Edition-Server“ auf und kopieren Sie den dort prä­sen­tier­ten Link per Copy-and-Paste. Die In­stal­la­ti­ons­da­tei­en hinter dem kopierten Link beziehen Sie dann mithilfe von wget:

wget https://piston-data.mojang.com/v1/objects/c8f83c5655308435b3dcf03c06d9fe8740a77469/server.jar
bash
Hinweis

Der Link im Code-Beispiel ist nur ex­em­pla­risch – Sie fügen an dieser Stelle den kopierten Link ein.

Schritt 4: Erstes Ausführen der Ser­ver­an­wen­dung

Nachdem Sie die server.jar-Datei her­un­ter­ge­la­den haben, können Sie die Ser­ver­an­wen­dung jederzeit ausführen. Für die Aus­füh­rung nutzen Sie dabei den im ersten Schritt in­stal­lier­ten Fens­ter­ma­na­ger screen, den Sie mit folgendem Befehl starten:

screen
bash

Be­stä­ti­gen Sie den Start des Managers mit der Leertaste. Im Anschluss sehen Sie die gewohnte Ter­mi­nal­ober­flä­che, die nun bereit für den Start des Minecraft-Servers ist. Führen Sie hierfür folgende Eingabe aus:

sudo java -Xms1G -Xmx2G -jar server.jar nogui
bash

Minecraft: Java Edition-Server wird in der Folge ohne grafische Ober­flä­che (nogui) geladen. Für die Aus­füh­rung wird 1 Gigabyte als „Start“-Ar­beits­spei­cher ein­ge­räumt (Xms1G) – die maximale Aus­las­tung des Ar­beits­spei­chers wird auf 2 Gigabyte (Xmx2G) begrenzt. Diese Werte können Sie selbst­ver­ständ­lich in­di­vi­du­ell anpassen.

Wenn Sie den Befehl zum ersten Mal ausführen, werden Sie am Ende des La­de­pro­zes­ses folgende zwei Feh­ler­mel­dun­gen erhalten:

Bild: Minecraft-Server unter Linux: Fehlermeldung beim ersten Start
Minecraft-Server unter Linux: Feh­ler­mel­dung beim ersten Start

Zum einen konnte also die Datei eula.txt nicht geladen werden, zum anderen fehlen dem Minecraft-Server Kon­fi­gu­ra­ti­ons­in­for­ma­tio­nen, die per Standard in der server.pro­per­ties-Datei zu de­fi­nie­ren sind.

Die Datei für die Zu­stim­mung zum Endnutzer-Li­zenz­ver­trag (EULA) wird in der Folge direkt im aktuellen Ver­zeich­nis generiert. Sie können die Datei fol­gen­der­ma­ßen öffnen:

sudo nano eula.txt
bash

Sie finden einen Link zum Vertrag vor, den Sie sich kopieren und im Browser öffnen. Nachdem Sie sich die Be­din­gun­gen durch­ge­le­sen haben, ändern Sie den Eintrag eula=false in eula=true. Speichern und schließen Sie die Textdatei.

Bild: Minecraft-Server-EULA: Bestätigung im Ubuntu-Terminal
Minecraft-Server-EULA: Be­stä­ti­gung im Ubuntu-Terminal

Schritt 5: Server kon­fi­gu­rie­ren

Sobald Sie dem Li­zenz­ver­trag zu­ge­stimmt haben, können Sie sich der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei server.pro­per­ties zuwenden. Diese wurde ebenfalls beim erst­ma­li­gen Start der Ser­ver­an­wen­dung im aktuellen Ver­zeich­nis erzeugt. Öffnen Sie die Datei mit dem Text­edi­tor nano:

sudo nano server.properties
bash

Sie finden eine erste, einfache Standard-Kon­fi­gu­ra­ti­on vor, in der u. a. der Schwie­rig­keits­grad (difficulty) und der Spiel­mo­dus (gamemode) definiert sind. Passen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on in­di­vi­du­ell an und speichern Sie die Datei ab­schlie­ßend.

Bild: Minecraft-Server (Linux): Standard-Konfiguration in der server.properties
Minecraft-Server (Linux): Standard-Kon­fi­gu­ra­ti­on in der server.pro­per­ties

Schritt 6: Minecraft-Server starten

Nachdem Sie die EULA-Zu­stim­mung gegeben und Ihre in­di­vi­du­el­le Ser­ver­kon­fi­gu­ra­ti­on ge­spei­chert haben, können Sie nun ein weiteres Mal den bereits in Schritt 4 ver­wen­de­ten Befehl für den Start des Minecraft-Servers in das Linux-Terminal tippen:

sudo java -Xms1G -Xmx2G -jar server.jar nogui
bash

Nach er­folg­rei­chem Start­pro­zess – der einige Zeit in Anspruch nimmt – prä­sen­tiert das Terminal die Meldung:

[Server thread/INFO]: Done (….s)! For help, type "help"
bash

Tippen Sie nun help ein, und Sie erhalten eine Auf­lis­tung der möglichen Ser­ver­be­feh­le.

Schritt 7: Ser­ver­sit­zung auf­recht­erhal­ten

Haben Sie den Minecraft-Server unter Linux zum Laufen gebracht, wollen Sie natürlich auch, dass dieser aktiv bleibt, wenn Sie die Fern­ver­bin­dung zum Server trennen. Um dies in die Wege zu leiten, verlassen Sie zunächst mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [A] + [D] die Screen-Sitzung.

An­schlie­ßend führen Sie das folgende Kommando aus, um alle aktiven Bild­schirm­sit­zun­gen an­zu­zei­gen:

screen -list
bash

Sie erhalten eine Auf­lis­tung, in der Sie auch die zuvor eta­blier­te Ver­bin­dung Ihres Minecraft-Servers inklusive der vor­an­ge­stell­ten Sitzungs-ID vorfinden. In unserem Fall handelt es sich dabei um die ID „6060“:

Bild: Auflistung aktiver Bildschirmsitzungen mit screen
Auf­lis­tung aktiver Bild­schirm­sit­zun­gen mit screen

Um diese Sitzung nun auch bei späterer Abmeldung vom Server auf­recht­zu­er­hal­ten, geben Sie Folgendes in das Terminal ein – den Wert „6060“ ersetzen Sie dabei durch die in­di­vi­du­el­le ID Ihrer Screen-Sitzung:

screen -r 2385
bash

Nun können Sie das screen-Fenster jederzeit mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [A] + [D] schließen und sich von Ihrem Server abmelden, ohne dass hierbei der Minecraft-Server beendet wird.

Schritt 8: Mit dem Minecraft-Server verbinden

Ihr Server läuft und Sie können sich nun jederzeit mit der ge­ne­rier­ten Spielwelt verbinden. Hierfür gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Starten Sie hierfür den Minecraft-Client (Java Edition).
  2. Wählen Sie „Mehr­spie­ler“ aus.
  3. Klicken Sie auf „Di­rekt­ver­bin­dung“.
  4. Geben Sie die IP-Adresse Ihres Minecraft-Servers an.
  5. Drücken Sie ab­schlie­ßend auf „Server beitreten“.
Bild: Screenshot aus Minecraft: Server beitreten
Screen­shot aus Minecraft: Server beitreten

Sobald die Ver­bin­dung steht, kann das Online-Abenteuer auf Ihrem eigenen Minecraft-Server unter Linux beginnen!

Bild: Screenshot aus Minecraft (Java Edition)
Screen­shot aus Minecraft (Java Edition)
Tipp

Setzen Sie ein Statement mit Ihrer eigenen .gg-Domain und lassen Sie die Spiele beginnen.

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