HAProxy (High Avai­la­bi­li­ty Proxy) ist eine beliebte Software, die als Reverse Proxy und als Load Balancer ein­ge­setzt werden kann. Sie kann unter Ubuntu 22.04 einfach und in nur wenigen Schritten in­stal­liert werden.

Was ist HAProxy?

HAProxy ist eine leis­tungs­star­ke Open-Source-Software, die wahlweise als Load Balancer oder Reverse Proxy fungiert. Sie wird häufig ein­ge­setzt, um den an­fal­len­den Da­ten­ver­kehr auf mehrere Server zu verteilen und so die Ver­füg­bar­keit und Leistung von Web­an­wen­dun­gen zu ver­bes­sern. Besonders in hoch­ska­lier­ba­ren und aus­fall­si­che­ren Ar­chi­tek­tu­ren ist HAProxy eine bewährte Lösung.

Dank der hohen Effizienz kann HAProxy Tausende von Anfragen pro Sekunde ver­ar­bei­ten, ohne die Sys­tem­res­sour­cen stark zu belasten. Die Software un­ter­stützt dabei ver­schie­de­ne Load-Balancing-Methoden wie Round-Robin, Least Con­nec­tion und Source-IP-Hashing. Zudem bietet sie Funk­tio­nen wie SSL-Ter­mi­nie­rung, Health-Checks und Sticky Sessions, um den Da­ten­ver­kehr optimal zu steuern. Eine weitere Stärke ist die Mög­lich­keit, den Da­ten­ver­kehr basierend auf be­stimm­ten Regeln oder Header-In­for­ma­tio­nen wei­ter­zu­lei­ten.

HAProxy wird in vielen großen Un­ter­neh­men und Cloud-Um­ge­bun­gen ein­ge­setzt. Die Kon­fi­gu­ra­ti­on erfolgt über eine einfache, aber flexible Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei, die eine de­tail­lier­te Anpassung an Ihre Be­dürf­nis­se er­mög­licht.

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HAProxy Install auf Ubuntu 22.04: Schritt für Schritt

Schritt 1: System ak­tua­li­sie­ren

Bevor Sie mit der In­stal­la­ti­on beginnen, sollten Sie si­cher­stel­len, dass Ihre Linux-Dis­tri­bu­ti­on auf dem neuesten Stand ist. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass alle Pakete aktuell sind und po­ten­zi­el­le Si­cher­heits­lü­cken ge­schlos­sen wurden. Öffnen Sie hierzu ein Terminal und führen Sie folgende Befehle aus:

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
bash

Mit dieser Be­fehls­fol­ge wird zunächst die Pa­ket­lis­te ak­tua­li­siert, um die neuesten Versionen der in­stal­lier­ten Software zu ermitteln. An­schlie­ßend werden alle vor­han­de­nen Pakete auf die neuesten ver­füg­ba­ren Versionen ak­tua­li­siert. Der Parameter -y sorgt dafür, dass alle Updates au­to­ma­tisch bestätigt werden.

Schritt 2: HAProxy in­stal­lie­ren

Nachdem das System ak­tua­li­siert wurde, können Sie HAProxy mit dem folgenden Befehl in­stal­lie­ren:

sudo apt install haproxy -y
bash

Dieser Befehl lädt HAProxy aus den of­fi­zi­el­len Ubuntu-Pa­ket­quel­len herunter und in­stal­liert die Anwendung. Die In­stal­la­ti­on erfolgt in der Regel schnell, da HAProxy ein leicht­ge­wich­ti­ges Programm ist. Sobald die In­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen ist, können Sie über­prü­fen, ob HAProxy er­folg­reich in­stal­liert wurde, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:

haproxy -v
bash

Die Ausgabe sollte die in­stal­lier­te Version von HAProxy anzeigen.

Bild: Screenshot der aktuellen HAProxy-Version im Terminal
Nachdem Sie den Befehl aus­ge­führt haben, wird Ihnen die aktuell in­stal­lier­te Version von HAProxy angezeigt.

Schritt 3: HAProxy-Dienst ak­ti­vie­ren und starten

Nach der In­stal­la­ti­on muss si­cher­ge­stellt werden, dass der HAProxy-Dienst läuft. Zunächst starten Sie HAProxy als Admin mit folgendem Befehl:

sudo systemctl start haproxy
bash

Um zu prüfen, ob der Dienst er­folg­reich gestartet wurde, verwenden Sie diesen Befehl:

sudo systemctl status haproxy
bash

Wenn HAProxy läuft, sollte die Ausgabe in etwa fol­gen­der­ma­ßen aussehen:

Bild: Screenshot des aktuellen HAProxy-Status im Terminal
Sie erkennen in der Ter­mi­nal­aus­ga­be am Status „active (running)“, dass HAProxy ohne Probleme funk­tio­niert.

Damit HAProxy auch nach einem Neustart au­to­ma­tisch gestartet wird, ak­ti­vie­ren Sie den Dienst mit:

sudo systemctl enable haproxy
bash

Schritt 4: HAProxy kon­fi­gu­rie­ren

Die Kon­fi­gu­ra­ti­on von HAProxy erfolgt über die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei /etc/haproxy/haproxy.cfg. Bevor Än­de­run­gen vor­ge­nom­men werden, ist es eine gute Praxis, eine Sicherung der Ori­gi­nal­da­tei zu erstellen:

sudo cp /etc/haproxy/haproxy.cfg /etc/haproxy/haproxy.cfg.backup
bash
Hinweis

Durch die Re­pli­ka­ti­on der Ori­gi­nal­da­tei sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit zu einem Zustand zu­rück­keh­ren können, der funk­tio­niert. Auf diese Weise sind Än­de­run­gen risikoarm durch­führ­bar.

Um die Ori­gi­nal­da­tei zu be­ar­bei­ten, öffnen Sie sie mit einem Text­edi­tor Ihrer Wahl, wie bei­spiels­wei­se nano oder Vim. In unserem Beispiel verwenden wir nano:

sudo nano /etc/haproxy/haproxy.cfg
bash

Eine einfache Load-Balancing-Kon­fi­gu­ra­ti­on könnte wie folgt aussehen:

frontend http_front
	bind *:80
	default_backend web_servers
backend web_servers
	balance roundrobin
	server web1 192.168.1.10:80 check
	server web2 192.168.1.11:80 check

Im Beispiel-Load-Balancer wird der ein­ge­hen­de HTTP-Traffic auf Port 80 an zwei Backend-Server („web1“ und „web2“) verteilt. Die Last­ver­tei­lung erfolgt im Round-Robin-Verfahren, sodass Anfragen ab­wech­selnd an die Server wei­ter­ge­lei­tet werden.

Schritt 5: HAProxy neu starten und testen

Nach der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­än­de­rung muss HAProxy neu gestartet werden, damit die Än­de­run­gen wirksam werden. Dies geschieht mit folgendem Ter­mi­nal­be­fehl:

sudo systemctl restart haproxy
bash

Falls Fehler auftreten sollten, können Sie die HAProxy-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei mit dem unten auf­ge­führ­ten Befehl auf Syn­tax­feh­ler prüfen:

haproxy -c -f /etc/haproxy/haproxy.cfg
bash

Eine korrekte Kon­fi­gu­ra­ti­on wird durch die Ausgabe Configuration file is valid bestätigt. Nun können Sie testen, ob HAProxy wie gewünscht funk­tio­niert, indem Sie die öf­fent­li­che IP-Adresse oder den Do­main­na­men Ihres Servers in einem Browser eingeben.

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