Wer eine eigene App ver­öf­fent­li­chen möchte, steht oft vor der Ent­schei­dung: selbst pro­gram­mie­ren oder einen App-Builder verwenden? Während die ei­gen­stän­di­ge Ent­wick­lung volle Kontrolle, Fle­xi­bi­li­tät und in­di­vi­du­el­le Funk­tio­nen er­mög­licht, bieten App-Maker eine schnelle und einfache Lösung ganz ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se. Welche Variante besser geeignet ist, hängt von Ihren Zielen, Ihrem Budget und den tech­ni­schen An­for­de­run­gen der App ab.

App-Pro­gram­mie­rung vs. App-Maker

Die Wahl der Software für die Ent­wick­lung Ihrer App stellt eine weit­rei­chen­de Ent­schei­dung dar und sollte folglich gut überlegt sein. Die klas­si­sche Variante – die Pro­gram­mie­rung über eine bestimmte Plattform – bietet grund­sätz­lich die meisten Mög­lich­kei­ten zur Umsetzung einer App. Al­ler­dings genügen einfache Pro­gram­mier-Basics hierfür nicht; er­folg­rei­che App-Ent­wick­le­rin­nen und -Ent­wick­ler haben nicht selten jah­re­lan­ge Erfahrung auf dem Gebiet. Ein­stei­gen­de müssen sich dem­entspre­chend viele Grund­la­gen­kennt­nis­se aneignen, bevor sie die App-Codierung mittels einer Pro­gram­mier­spra­che selbst stemmen können.

Für die Pro­gram­mie­rung nutzt man meist eine in­te­grier­te Ent­wick­lungs­um­ge­bung (kurz: IDE, von engl. „In­te­gra­ted De­ve­lo­p­ment En­vi­ron­ment“). Eine IDE für die App-Pro­gram­mie­rung stellt den Software-Ent­wi­ckeln­den ver­schie­de­ne Kom­po­nen­ten zur Verfügung (Software De­ve­lo­p­ment Kit, Editor, Debugger, Compiler, Emulator etc.). Pro­gram­mie­re­rin­nen und Pro­gram­mie­rer haben dem­zu­fol­ge ver­schie­de­ne Hilfs­mit­tel bei der App-Er­stel­lung zur Hand – al­ler­dings verlangt die Bedienung dieser Tools einmal mehr, dass man der jeweils ver­wen­de­ten Pro­gram­mier­spra­che mächtig ist.

App-Baukästen hingegen verfolgen einen ähnlichen Ansatz wie die in­zwi­schen sehr beliebten und weit ver­brei­te­ten Homepage-Baukästen. Bei einem Bau­kas­ten­sys­tem für Apps benötigt man keine Pro­gram­mier­kennt­nis­se, da sie nach dem WYSIWYG-Prinzip („What You See Is What You Get“) funk­tio­nie­ren: Innerhalb eines App-Builders arbeiten Sie mit einer gra­fi­schen Be­nut­zer­ober­flä­che, die idea­ler­wei­se intuitiv und einfach zu bedienen ist. Al­ler­dings sind dabei die Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten deutlich li­mi­tier­ter als bei einer IDE: Ein App-Maker umfasst nur eine kleine Auswahl an Pro­gramm­be­feh­len, die über die grafische Ober­flä­che zu­gäng­lich sind und sich in die Be­nut­zer­ober­flä­che einfügen lassen.

Per Pro­gram­mie­rung eine Native Mobile App selbst erstellen

Wenn Sie eine komplexe, technisch an­spruchs­vol­le oder grafisch auf­wen­di­ge Mobile Native App ent­wi­ckeln wollen, führt kein Weg an einer IDE vorbei – Native-App-Baukästen sind hierfür nicht geeignet. Auch die Ver­ar­bei­tung großer Da­ten­men­gen und die Nutzung vieler nativer Ge­rä­te­funk­tio­nen (z. B. des Lage- und Be­we­gungs­sen­sors) kann ein App-Creator meist nicht leisten.

Die Arbeit mit einer in­te­grier­ten Ent­wick­lungs­um­ge­bung bietet nicht nur mehr Mög­lich­kei­ten, um eine App zu pro­gram­mie­ren, sondern ist auch kostenlos: Un­ter­neh­men wie Apple und Google stellen erst­klas­si­ge IDEs gratis zur Verfügung. Der Grund dafür ist recht einfach – eine große Auswahl an An­wen­dun­gen macht eine Plattform attraktiv für Nut­ze­rin­nen und Nutzer. Deshalb kann es den Ver­ant­wort­li­chen hinter iOS und Android nur Recht sein, wenn so viele Ent­wi­ckeln­de wie möglich an neuen Apps arbeiten und diese für ihre Be­triebs­sys­te­me ver­öf­fent­li­chen. Außerdem ist dies Teil des Ge­schäfts­mo­dells der Anbieter: Sowohl Apple als auch Google erhalten eine Gebühr für jede kos­ten­pflich­ti­ge App, die über ihre App-Stores verkauft wird.

Bei der Ent­wick­lung einer nativen App wird in der Regel für jede Plattform eine spezielle IDE verwendet. Hierdurch steigt auch das Ar­beits­auf­kom­men: Sobald man eine App sowohl für Android als auch für iOS anbieten möchte, muss man jede App-Version mit einem ei­gen­stän­di­gen Code separat schreiben. Zwar gibt es in­zwi­schen in­te­grier­te Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen wie .NET MAUI, mit denen man native Android-, iOS- und Windows-Apps mit einem größ­ten­teils iden­ti­schen Code pro­gram­mie­ren kann; al­ler­dings sind .NET MAUI IDEs die Ausnahme und stellen auch andere An­for­de­run­gen an die Pro­gram­mie­rung – bei Xamarin bei­spiels­wei­se ist es die Nutzung der Pro­gram­mier­spra­che C#.

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Pro­gram­mier­grund­la­gen für Android-Apps

Android-Apps basieren auf einem Java-kom­pa­ti­blen Framework. In­zwi­schen gilt Kotlin als of­fi­zi­el­le und emp­foh­le­ne Pro­gram­mier­spra­che von Google. Falls man diese nicht be­herrscht, dafür aber Kennt­nis­se in Java oder C++ besitzt, sollte man sich al­ler­dings schnell in die Pro­gram­mie­rung mit Kotlin einfinden können, da sich die Sprachen stark ähneln.

Die mit Abstand am weitesten ver­brei­te­te IDE für die Pro­gram­mie­rung einer Android-App ist Android Studio. Hierbei handelt es sich um die of­fi­zi­el­le, in­te­grier­te Ent­wick­lungs­um­ge­bung für Android-An­wen­dun­gen, die jedem frei zur Verfügung steht. Android Studio ist Be­stand­teil von Android SDK (Software De­ve­lo­p­ment Kit) und kann auf ver­schie­de­nen Be­triebs­sys­te­men verwendet werden: Es exis­tie­ren Android-Studio-Versionen für Microsoft Windows, macOS und Linux. Vor­aus­set­zung für die App-Ent­wick­lung mit der IDE ist eine in­stal­lier­te Version des Java De­ve­lo­p­ment Kit, das man ebenfalls kos­ten­frei her­un­ter­la­den kann. Basis von Android Studio ist die populäre Ent­wick­lungs­um­ge­bung IntelliJ IDEA.

Pro­gram­mier­grund­la­gen für iOS-Apps

Um eine Ap­pli­ka­ti­on für ein iOS-Gerät zu ent­wi­ckeln, nutzen die meisten Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler Xcode – dabei handelt es sich um die of­fi­zi­el­le Ent­wick­lungs­um­ge­bung von Apple. Mit ihr lassen sich auch An­wen­dun­gen für macOS, iPadOS, tvOS und watchOS pro­gram­mie­ren. Xcode ist aus­schließ­lich für das Be­triebs­sys­tem macOS verfügbar. Jeder Mac-Nutzende kann es mit seiner Apple-ID kostenlos aus dem App-Store von Apple down­loa­den.

Die IDE ist Teil des Ent­wick­lungs­pa­kets, das ebenfalls Xcode heißt. Damit sich die in­te­grier­te Ent­wick­lungs­um­ge­bung vom Ent­wick­lungs­pa­ket un­ter­schei­den lässt, wird das eine auch mit dem Begriff Xcode IDE, das andere als Xcode Tools be­zeich­net. An­wen­dun­gen werden über­wie­gend mit der modernen Pro­gram­mier­spra­che Swift und dem Framework SwiftUI ent­wi­ckelt, das die Be­nut­zer­ober­flä­chen­ent­wick­lung erheblich ver­ein­facht. Objective-C wird ebenfalls un­ter­stützt, spielt aber eine zunehmend un­ter­ge­ord­ne­te Rolle. Darüber hinaus ist es möglich, An­wen­dun­gen in den Pro­gram­mier­spra­chen C, C++, Java u. a. zu erstellen.

Via App-Creator eine Native Mobile App ent­wi­ckeln

Falls Sie keine Pro­gram­mier­kennt­nis­se besitzen, aber dennoch Ihre App selbst erstellen und gestalten möchten, könnte ein App-Maker das passende Werkzeug für Sie sein. In­zwi­schen gibt es eine große Auswahl an ver­schie­de­nen Anbietern, mit deren Baukästen sich einige App-Ideen gut umsetzen lassen. Im Gegensatz zu den of­fi­zi­el­len IDEs von Google und Apple kann man die meisten App-Baukästen aber nicht kostenlos nutzen.

Beinahe alle App-Maker fußen auf einem Ge­schäfts­mo­dell, bei dem die Kundinnen und Kunden eine mo­nat­li­che Gebühr für die Nutzung des Bau­kas­tens sowie für das Hosting der finalen Anwendung zahlen. Bei einigen Anbietern ist im Mo­nats­bei­trag bereits enthalten, dass die App im of­fi­zi­el­len App-Store der Plattform angeboten wird – bei anderen muss hierfür eine weitere (meist einmalige) Zahlung erfolgen. Oft können Sie aber Ihre App kos­ten­frei mit dem Baukasten erstellen sowie testen und zahlen erst dann Geld, wenn Sie die App pu­bli­zie­ren.

Doch was bekommt man bei einem App-Creator für sein Geld? Generell sind An­wen­dun­gen, die vor allem Texte und Bilder be­inhal­ten, leicht mit einem App-Baukasten zu rea­li­sie­ren. Die Baukästen eignen sich vor allem für kleine bis mit­tel­gro­ße Un­ter­neh­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen, die mit der App über Produkte, Dienst­leis­tun­gen oder bestimmte Themen in­for­mie­ren möchten. Viele App-Maker er­mög­li­chen darüber hinaus die An­fer­ti­gung eines On­line­shops, wodurch sich auch Shopping-Apps umsetzen lassen.

Weiterhin gehören RSS-Feeds und Push-Be­nach­rich­ti­gun­gen zu den Features vieler App-Builder. Sie eignen sich bei­spiels­wei­se für die Ge­stal­tung einer News-App oder einer Ap­pli­ka­ti­on, die über Ver­an­stal­tun­gen in­for­miert. Aber auch andere Ge­rä­te­funk­tio­nen wie Geo­tar­ge­ting oder das Einbinden der Kamera in eine App sind bei manchen Anbietern, wenn auch mit Ab­stri­chen, machbar.

Viele Features, die man von anderen Apps kennt, lassen sich jedoch kaum bis gar nicht mit einem App-Maker umsetzen. Die Ein­bin­dung nativer Ge­rä­te­funk­tio­nen wie der Kamera, dem Mikrofon oder Bluetooth ist – wenn überhaupt möglich – deutlich limitiert. Manche Features werden dagegen gar nicht un­ter­stützt – etwa die Nutzung des Be­schleu­ni­gungs­sen­sors eines Smart­phones. Vi­deo­spie­le lassen sich mit den üblichen App-Baukästen ebenfalls kaum umsetzen. Zwar gibt es in­zwi­schen auch auf App-Spiele spe­zia­li­sier­te Anbieter wie GameSalad; al­ler­dings können Sie über diese in den meisten Fällen lediglich auf vor­ge­fer­tig­te 2D-Grafiken und fest­ge­leg­te Spielwelt-Elemente zugreifen.

Wie funk­tio­nie­ren App-Maker?

Der re­du­zier­te Funk­ti­ons­um­fang eines App-Creators gegenüber einer in­te­grier­ten Ent­wick­lungs­um­ge­bung ist aber nicht weiter ver­wun­der­lich – schließ­lich handelt es sich bei den an­ge­bo­te­nen App-Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten um vor­ge­fer­tig­te Be­fehls­ket­ten der ver­wen­de­ten Pro­gram­mier­spra­che. App-Baukästen machen bestimmte Pro­gramm­be­feh­le einer Pro­gram­mier­spra­che (bzw. die daraus zu­sam­men­ge­setz­ten Kom­po­nen­ten) über eine grafische Be­nut­zer­ober­flä­che zu­gäng­lich und somit auch für Laien anwendbar. Letztlich be­inhal­tet ein App-Maker eine bestimmte Palette an Aktionen, mit denen die Nut­ze­rin­nen und Nutzer eine App bauen können. Solche Systeme werden daher häufig als No-Code- oder Low-Code-Platt­for­men be­zeich­net, da sie den Pro­gram­mier­auf­wand entweder voll­stän­dig eli­mi­nie­ren oder auf ein Minimum re­du­zie­ren.

Sie können sich einen App-Baukasten in etwa wie den Abschnitt in einem Rei­se­füh­rer vor­stel­len, der Ihnen wichtige Wörter und Sätze der Lan­des­spra­che an die Hand gibt. Mit diesen Sprach­vor­la­gen können Sie sich in Notfällen und be­stimm­ten Si­tua­tio­nen ver­ständ­lich machen. Doch außerhalb dieser Vorlagen werden Sie es schwer haben, Ihr Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ziel in der Fremd­spra­che zu erreichen.

Wie ein Sprach­füh­rer enthält ein App-Bau­kas­ten­sys­tem ver­schie­de­ne An­wei­sun­gen, die Sie nutzen können (z. B. um Bilder ein­zu­fü­gen), auch wenn Sie nicht die komplette Pro­gram­mier­spra­che be­herr­schen. Die Kommandos werden über die grafische Be­nut­zer­ober­flä­che ausgelöst, etwa durch eine Drag-and-Drop-Funktion, und durch das Programm ohne Ihr Zutun übersetzt. Da ein App-Builder nur einen Teil des Vo­ka­bu­lars der Pro­gram­mier­spra­che nutzt bzw. nur einige Kommandos für die Be­nut­zer­ober­flä­che auf­be­rei­tet worden sind, steht den Nutzenden jedoch nur eine gewisse Anzahl an App-Funk­tio­nen zur Verfügung.

9 emp­feh­lens­wer­te App-Baukästen

Bei den nun vor­ge­stell­ten App-Makern handelt es sich aus­schließ­lich um Software, mit der sich eine Native Mobile App umsetzen lässt – mit jedem der App-Baukästen können Sie Android- und iOS-An­wen­dun­gen erstellen. Manche er­mög­li­chen darüber hinaus auch die Ent­wick­lung einer Web-App oder einer Website. Die Bedienung der Software erfolgt dabei ganz un­kom­pli­ziert im Browser.

Die Preis­span­ne der App-Builder ist dabei relativ groß; bei jedem der Programme können Sie zwischen ver­schie­de­nen Paketen wählen, in un­ter­schied­li­chen Preis­seg­men­ten.

Mit jedem der neun App-Builder können Sie Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter in Ihre Anwendung einbinden und Streaming-Platt­for­men wie YouTube oder Sound­Cloud im­ple­men­tie­ren. Außerdem können Sie alle ge­lis­te­ten App-Bau­kas­ten­sys­te­me testen, bevor Sie für die Nutzung zahlen. Im Folgenden kon­zen­trie­ren wir uns auf die Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le der einzelnen App-Baukästen.

App­Ma­chi­ne

Bild: Homepage des App-Baukastens AppMachine
Screen­shot der Homepage von App­Ma­chi­ne / Quelle: https://www.app­ma­chi­ne.com

Bei App­Ma­chi­ne handelt es sich um einen App-Baukasten, der sowohl iOS- als auch Android-Ap­pli­ka­tio­nen un­ter­stützt. Der App-Maker zeichnet sich ins­be­son­de­re durch die Funktion aus, Daten von Google Sheets oder Excel direkt in Ihre App zu über­tra­gen. So lassen sich viele grund­le­gen­de App-Inhalte ganz einfach von dort im­por­tie­ren.

Weiterhin bietet App­Ma­chi­ne eine be­acht­li­che Anzahl an Design-Mög­lich­kei­ten und Templates sowie eine gut nach­voll­zieh­ba­re Dar­stel­lung und Bedienung der ver­schie­de­nen App-Features. Zudem un­ter­stützt App­Ma­chi­ne die Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler auch bei Ver­öf­fent­li­chung und Ver­mark­tung der eigenen App. Al­ler­dings hat der Native-App-Baukasten auch seinen Preis – App­Ma­chi­ne po­si­tio­niert sich im oberen Preis­seg­ment der App-Builder.

Vorteile Nachteile
Zahl­rei­che De­sign­ele­men­te Kost­spie­lig
Da­ten­im­port
Ver­öf­fent­li­chung in den App Stores
Eigene Landing­pa­ge für App möglich

Ap­pY­ours­elf

Bild: Homepage des App-Creators AppYourself
Screen­shot der Homepage von Ap­pY­ours­elf / Quelle: https://ap­py­ours­elf.net/de/

Mit Ap­pY­ours­elf hat es auch der App-Creator eines deutschen Un­ter­neh­mens in unsere Liste geschafft. Dieser besticht vor allem damit, dass bei der Er­stel­lung einer App je nach Plan ein Design-Service in Anspruch genommen werden kann. Diesem teilen Sie mit, was Sie sich für Ihre App vor­stel­len – Sie erhalten dann eine fertige Baukasten-App ohne eigenen Aufwand.

Auch das Hosting auf deutschen Servern ist ein her­vor­ste­chen­des Merkmal. Auf diese Weise können Sie si­cher­ge­hen, dass alle per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten im Sinne der DSGVO ver­ar­bei­tet werden. Der App-Maker ist zudem einer der wenigen Baukästen, die voll­stän­dig auf Deutsch angeboten werden. Er bietet einen un­kom­pli­zier­ten Editor für die App-Er­stel­lung; al­ler­dings sind die Design-Mög­lich­kei­ten stärker ein­ge­schränkt als bei anderen Systemen.

Vorteile Nachteile
Design-Service vorhanden Kost­spie­lig
CMS zur Pflege von Inhalten Wenige Vorlagen
Hosting in Deutsch­land
Ver­öf­fent­li­chung in den App Stores möglich

Flut­ter­Flow

Bild: Homepage von FlutterFlow
Screen­shot der Homepage von Flut­ter­Flow / Quelle: https://www.flut­ter­flow.io

Mit Flut­ter­Flow erhalten Sie eine No-Code/Low-Code-Plattform, die es er­mög­licht, Apps für Android, iOS und auch für das Web aus einem einzigen visuellen Editor heraus zu gestalten. Die Lösung basiert auf dem Flutter-Framework von Google und erlaubt sowohl das Drag-and-Drop-Erstellen von Be­nut­zer­ober­flä­chen als auch die Ex­por­tie­rung von sauberem Dart-Code, was für Pro­gram­mie­re­rin­nen und Pro­gram­mie­rer vor­teil­haft ist. Außerdem bietet der App-Maker KI-Un­ter­stüt­zung, was den Workflow weiter ver­ein­fa­chen kann.

Besonders praktisch: Datenbank- und API-An­bin­dun­gen (z. B. zu Firebase oder Supabase) sind in­te­griert, sodass auch Funk­tio­na­li­tä­ten wie Au­then­ti­fi­zie­rung oder Push-Be­nach­rich­ti­gun­gen ohne tief­ge­hen­de Pro­gram­mier­kennt­nis­se umgesetzt werden können. Dennoch bleibt Flut­ter­Flow für einen App-Builder an­spruchs­voll, wenn sehr in­di­vi­du­el­le Funk­tio­nen oder hoch­per­for­man­te native Features benötigt werden.

Vorteile Nachteile
Platt­form­über­grei­fen­de App-Er­stel­lung Eher komplex
Ex­por­tier­ba­rer Code
Backend-In­te­gra­ti­on
Viele Widgets und Templates

Good­Bar­ber

Bild: Homepage von GoodBarber
Screen­shots der Homepage von Good­Bar­ber / Quelle: https://de.good­bar­ber.com

Dieser Native-App-Baukasten für iOS- und Android-An­wen­dun­gen überzeugt mit viel­fäl­ti­gen Design-Mög­lich­kei­ten. Sie haben die Auswahl zwischen einer Menge pro­fes­sio­nell und ge­schmack­voll aus­se­hen­den Ge­stal­tungs­vor­la­gen, die sich außerdem gut in­di­vi­dua­li­sie­ren lassen. Good­Bar­ber punktet weiterhin durch sehr viele Add-ons, die den Funk­ti­ons­um­fang bei­spiels­wei­se um Geo­fen­cing, iBeacons oder auch Community-Ma­nage­ment erweitern. Dank KI-In­te­gra­ti­on lassen sich Inhalte noch schneller und SEO-optimiert erstellen.

Der App-Maker er­mög­licht es obendrein, mit mehreren Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern an einer App zu arbeiten – den einzelnen Mit­ar­bei­ten­den können hierbei ver­schie­de­ne Rollen (wie Ad­mi­nis­tra­tor oder User) zu­ge­ord­net werden. Wer eine Shopping-App erstellen möchte, findet dafür sogar ein ge­son­der­tes Angebot. Apps können für Android, iOS und für das Web (in Form einer Pro­gres­si­ve Web App) ent­wi­ckelt werden.

Vorteile Nachteile
Un­ter­stüt­zung beim Marketing Kein Zugriff auf den Quellcode
CMS und KI zur Pflege von Inhalten
Ver­öf­fent­li­chung in den App Stores möglich

Mobincube

Bild: Homepage des App-Makers Mobincube
Screen­shot der Homepage von Mobincube / Quelle: https://www.mobincube.com/de/

Bei Mobincube handelt es sich um einen der wenigen Baukästen, mit dem Sie eine voll­wer­ti­ge Native App selber machen und kostenlos anbieten können. Die Gratis-Variante verfügt dabei bereits über er­staun­lich viele Funk­tio­nen und Templates – al­ler­dings müssen Sie Wer­be­ein­blen­dun­gen in Kauf nehmen.

Wenn man sich für ein kos­ten­pflich­ti­ges Angebot ent­schei­det, kann man mit diesen Anzeigen auch selbst Geld verdienen: Mobincube hat ein eigenes Wer­be­netz­werk, von dem Anzeigen in der App dar­ge­stellt werden – wenn nun ein User eine in Ihrer App dar­ge­stell­te Werbung anwählt, erhalten Sie hierfür einen kleinen Betrag. In den kos­ten­pflich­ti­gen, aber dennoch günstigen Paketen können Sie diese Wer­be­ein­blen­dun­gen de­ak­ti­vie­ren und auf eine größere Palette an Funk­tio­nen und Templates zu­rück­grei­fen.

Vorteile Nachteile
Kos­ten­lo­se Version verfügbar Wer­be­ein­blen­dun­gen in Gratis-Version
Wer­be­netz­wer­ke können Einnahmen ge­ne­rie­ren Intro des App-Builders in günstigen Plänen kann nicht entfernt werden

Shoutem

Bild: Homepage von Shoutem
Screen­shot der Homepage von Shoutem / Quelle: https://www.shoutem.com

Zwei Merkmale stechen bei Shoutem besonders heraus: Zum einen können Sie eigens für die App ent­wi­ckel­te Social-Media-Funk­tio­nen für die Umsetzung einer eigenen Community-Plattform nutzen. Zum anderen ist Shoutem an zahl­rei­che Wer­be­netz­wer­ke an­ge­bun­den, wodurch sich viele Optionen für das In-App-Ad­ver­ti­sing ergeben. Der App-Baukasten für Android und iOS zeichnet sich ferner durch eine einfache Bedienung aus. Auch Shopping-Systeme lassen sich mit Shoutem leicht rea­li­sie­ren. Dafür kann man die App mit Shopify ver­knüp­fen, um so auf ver­schie­de­nen Platt­for­men synchron verkaufen zu können.

Mit vielen Templates, die sich alle an in­di­vi­du­el­le Wünsche anpassen lassen, kann man bereits ein sehr gutes App-Design zu­sam­men­stel­len. Noch mehr Kom­ple­xi­tät erhält man mit Shoutem for De­ve­lo­pers. Hier kann man auch in den Quelltext ein­grei­fen und so noch mehr Funk­tio­nen hin­zu­fü­gen.

Vorteile Nachteile
CMS zur Pflege von Inhalten Apps für iOS nur im Premium-Angebot enthalten
Ver­öf­fent­li­chung in den App Stores möglich Kost­spie­lig
Mög­lich­keit, Quelltext zu be­ar­bei­ten

Bravo Studio

Bild: Homepage von Bravo Studio
Screen­shot der Homepage von Bravo Studio / Quelle: https://www.bra­vo­stu­dio.app

Bei Bravo Studio handelt es sich um einen App-Maker, der sich vor allem an De­si­gne­rin­nen und Designer richtet. Die No-Code-Plattform er­mög­licht, Ihre Figma- oder Adobe XD-Designs ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se in voll funk­ti­ons­fä­hi­ge native iOS- und Android-Apps mit passendem Mobile-App-Design zu ver­wan­deln.

Mit Bravo Studio können Nut­ze­rin­nen und Nutzer ihre UI-Designs direkt in Apps umwandeln, indem sie so­ge­nann­te Bravo Tags verwenden. Diese Tags verbinden die De­sign­ele­men­te mit in­ter­ak­ti­ven Funk­tio­nen wie Na­vi­ga­ti­on, Push-Be­nach­rich­ti­gun­gen und API-In­te­gra­tio­nen. Die Plattform un­ter­stützt auch die Anbindung an externe Da­ten­quel­len wie Airtable, Firebase und REST-APIs, um dy­na­mi­sche Inhalte in die App zu in­te­grie­ren.

Ein be­son­de­res Merkmal von Bravo Studio ist die Mög­lich­keit, De­sign­än­de­run­gen in Echtzeit vor­zu­neh­men. Än­de­run­gen, die in Figma oder Adobe XD vor­ge­nom­men werden, werden au­to­ma­tisch in der App ak­tua­li­siert, was eine schnelle Anpassung er­mög­licht. Zudem bietet Bravo Studio eine Vorschau-App namens Bravo Vision, mit der Nut­ze­rin­nen und Nutzer ihre App direkt auf ihrem Smart­phone testen können, bevor sie sie ver­öf­fent­li­chen.

Vorteile Nachteile
Direkte Um­wand­lung von Designs in native Apps Plugin für Adobe XD nötig
Echtzeit-Syn­chro­ni­sie­rung Branding nur in hoch­prei­si­gen Versionen ent­fern­bar
KI-Un­ter­stüt­zung

Thunkable

Bild: Homepage von Thunkable
Screen­shot der Homepage von Thunkable / Quelle: https://thunkable.com/

Thunkable ist ein App-Maker, der es Nut­ze­rin­nen und Nutzern er­mög­licht, native Android- und iOS-Apps sowie Web-Apps ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se zu erstellen. Mit einer visuellen Drag-and-Drop-Ober­flä­che und einer um­fang­rei­chen Block­pro­gram­mie­rung können sowohl An­fän­ge­rin­nen und Anfänger als auch erfahrene Ent­wi­ckel­en­de in­ter­ak­ti­ve und funk­tio­na­le Apps kreieren.

Die Plattform bietet eine Vielzahl von Kom­po­nen­ten wie Buttons, Listen, Karten und APIs, die einfach in die App in­te­griert werden können. Für kom­ple­xe­re Logik können Nutzende die Block­pro­gram­mie­rung einsetzen, um Be­din­gun­gen, Schleifen und Er­eig­nis­se zu de­fi­nie­ren, oder mit dem KI-As­sis­ten­ten arbeiten. Dies er­mög­licht eine hohe Fle­xi­bi­li­tät und An­pas­sungs­fä­hig­keit der ent­wi­ckel­ten Apps.

Vorteile Nachteile
Intuitive Drag-and-Drop-Ober­flä­che Block­pro­gram­mie­rung erfordert etwas Ein­ar­bei­tung
Echtzeit-Test­mög­lich­keit auf End­ge­rä­ten Branding nur in hoch­prei­si­gen Versionen ent­fern­bar
Um­fang­rei­che Kom­po­nen­ten und Widgets

SAP Build Apps

Bild: Homepage von SAP Build Apps
Screen­shot der Homepage von SAP Build Apps / Quelle: https://www.sap.com/germany/products/tech­no­lo­gy-platform/low-code-app-builder.html

SAP Build Apps bietet Full-Stack-Pro­gram­mie­rung auf visueller Basis. Die Ent­wick­lungs­um­ge­bung Composer Pro er­mög­licht es Nutzenden, pi­xel­ge­naue Be­nut­zer­ober­flä­chen zu erstellen, komplexe Logik zu im­ple­men­tie­ren und APIs zu in­te­grie­ren, ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben.

Mit SAP Build Apps haben Sie die Mög­lich­keit, An­wen­dun­gen für ver­schie­de­ne Platt­for­men wie Web, iOS und Android zu erstellen, ohne den Code für jede Plattform separat schreiben zu müssen. Eine nahtlose In­te­gra­ti­on in Ihr SAP-System ist selbst­ver­ständ­lich un­kom­pli­ziert möglich.

Vorteile Nachteile
Intuitive Be­nut­zer­ober­flä­che Ein­ge­schränk­te Anzahl an Vorlagen
In­te­gra­ti­ons­mög­lich­kei­ten mit APIs
Team­ar­beit möglich

Tabelle: Native-App-Baukästen im Überblick

Lösung Nut­zer­grup­pe Key­fea­ture Preis­mo­dell
App­Ma­chi­ne KMU ohne Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler Da­ten­im­port, zahl­rei­che De­sign­tem­pla­tes +++
Ap­pY­ours­elf Un­ter­neh­men mit Da­ten­schutz­an­for­de­run­gen Hosting auf deutschen Servern +++
Flut­ter­Flow Teams mit Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern In­te­grier­ter Co­de­ex­port ++
Good­Bar­ber KMU, Fokus auf E-Commerce Extra Plan für On­line­shops ++
Mobincube Pri­vat­nut­zen­de ohne hohes Budget Kos­ten­lo­se, wer­be­fi­nan­zier­te Version +
Shoutem KMU mit Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern Er­wei­ter­bar­keit, Code­ein­sicht möglich ++
Bravo Studio De­si­gne­rin­nen und Designer App-Er­stel­lung aus Figma-Designs ++
Thunkable KMU mit Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern Block­pro­gram­mie­rung für kom­ple­xe­re Abläufe ++
SAP Build Apps SAP-Nutzende In­te­gra­ti­on von APIs und SAP +++
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Fazit: Direkter Vergleich - Selbst pro­gram­mie­ren vs. Baukasten

Kriterium Baukasten Selbst pro­gram­mie­ren
Time-to-Market Sehr schnell (Vorlagen/Module) Länger (Ar­chi­tek­tur, Im­ple­men­tie­rung)
Budget Planbar/niedrig (Abo) Höher (Dev-Zeit/Team)
In­di­vi­du­el­le Features Begrenzt Maximal
Native Geräte-APIs Ein­ge­schränkt / Add-ons Voll­zu­griff
Ska­lie­rung/Leistung Für KMU/Standard-Use-Cases Für komplexe/per­for­man­te Apps
Ownership/Code Oft kein Voll­zu­griff Voller Code-Besitz

Stellen wir uns vor, ein kleines Café möchte eine mobile App ent­wi­ckeln, um seine Kundinnen und Kunden über Angebote, Events und Treue­ak­tio­nen zu in­for­mie­ren. Würde das Café die App selbst pro­gram­mie­ren, müsste es zunächst ein Ent­wick­ler­team en­ga­gie­ren, das sowohl die iOS- als auch die Android-Version erstellt. Die Kosten wären hoch und die Ent­wick­lungs­zeit könnte mehrere Monate dauern. Zudem müssten Updates und An­pas­sun­gen von Fach­leu­ten umgesetzt werden, was zu­sätz­li­chen Aufwand bedeutet.

Ent­schei­det sich das Café hingegen für einen Baukasten, kann es die App innerhalb weniger Wochen selbst gestalten. Vorlagen, Module und Drag-and-Drop-Funk­tio­nen er­leich­tern die Umsetzung auch ohne tech­ni­sche Vor­kennt­nis­se. Push-Be­nach­rich­ti­gun­gen, Me­nü­an­zei­gen oder Stand­ort­in­te­gra­ti­on sind je nach Anbieter schon vor­de­fi­niert und ein­satz­be­reit. Die Kosten sind kal­ku­lier­bar und liegen deutlich unter einem pro­fes­sio­nel­len Ent­wick­lungs­pro­jekt. Auch An­pas­sun­gen oder Er­wei­te­run­gen lassen sich flexibel und schnell umsetzen.

Der Kom­pro­miss liegt darin, dass Baukasten-Apps in der In­di­vi­dua­li­sie­rung und komplexen Funk­tio­nen begrenzt sein können, während selbst pro­gram­mier­te Apps genau auf die Be­dürf­nis­se zu­ge­schnit­ten werden können. Für kleine Un­ter­neh­men oder Projekte mit engem Budget und klar de­fi­nier­ten An­for­de­run­gen ist ein Baukasten oft die ef­fi­zi­en­te­re Wahl. Wer maximale Kontrolle, komplexe Funk­tio­nen oder tief­ge­hen­de In­te­gra­tio­nen benötigt, pro­fi­tiert hingegen vom klas­si­schen Ent­wick­lungs­weg. Letztlich hängt die Ent­schei­dung von Res­sour­cen, Zeit­rah­men und gewolltem Funk­ti­ons­um­fang ab.

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