Nachhaltiges Webdesign: Green Webdesign erklärt

Nachhaltige Websites können durch einen effizienten Aufbau, schlanke Codes, CO2-reduziertes Hosting und langlebige Seitengestaltung den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen senken. Wie lässt sich nachhaltiges Webdesign umsetzen?

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Was hat Webdesign mit der Umwelt zu tun?

Das Internet verursacht inzwischen so viele CO2-Emissionen wie der weltweite Flugverkehr und hat einen Anteil von rund zehn Prozent am globalen Stromverbrauch. Wer bei Umweltverschmutzung nur an Dieselfahrzeuge, Flugzeuge und Kreuzfahrten denkt, sollte also auch Smartphones und Computer berücksichtigen.

Grund für den hohen Energiebedarf des Internets sind vor allem die Server in den Rechenzentren in aller Welt, deren Stromverbrauch und Kühlung zwei bis vier Prozent der weltweiten CO2-Emissionen jährlich erzeugt. Doch letztlich spielen auch Websites eine Rolle. Denn je mehr Daten eine Website verbraucht, desto höher auch ihr Stromverbrauch. Eine einfache Webseite erzeugt beispielsweise rund 1,76 Gramm CO2 pro Aufruf. 20.000 Views sind bereits 352 Kilogramm CO2.

Es ist also mehr als angebracht, dass IT-Unternehmen und -Entwickler Umweltschutz und Nachhaltigkeit fördern. Dies kann durch nachhaltiges Webdesign (engl. Sustainable Webdesign bzw. Green Webdesign) gelingen.

Welche Vorteile bietet eine nachhaltige Website?

Ganz gleich ob eine professionelle Website für Künstler oder Unternehmen, ein eigener Blog oder eine private Website als Hobby: Nachhaltiges Webdesign bietet sowohl aus Sicht des Umweltschutzes als auch aus Gründen der Performance und Reputation viele Vorteile.

Dazu zählen:

  • Bessere Performance durch schnellere Ladezeiten: Der Erfolg einer Website hängt u. a. von der Ladezeit ab. Lädt eine Seite länger als drei Sekunden, zieht die Hälfte der Besucher bereits weiter. Eine nachhaltige Website lädt oft schneller und lässt sich angenehmer benutzen. Gründe sind ein reduzierter Ressourcenverbrauch, ein schlanker Code und kleinere Datengrößen durch weniger CSS, JavaScript-Elemente, komprimierte Bilder und Videos. Schnellere Ladezeiten und geringerer Stromverbrauch bedeuten wiederum kostengünstigeres Energiemanagement.
     
  • SEO-Optimierung durch besseres Suchmaschinen-Ranking: Eine schnelle Seitengeschwindigkeit und ein nutzerfreundliches Design können auch positiven Einfluss auf das Ranking in den Suchmaschinen haben. Beide zählen nämlich zu den wichtigsten Google-Ranking-Faktoren. Nachhaltiges Webdesign ist also auch für die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) von Wichtigkeit.
     
  • Positive Marken-/Unternehmenswahrnehmung: Für Unternehmen kommt es darauf an, nicht nur über Nachhaltigkeitsstrategien nachzudenken, sondern diese in Form von Green Marketing aktiv und für Kunden sichtbar umzusetzen. Hierzu zählt auch Green Webdesign, das sich auf der Unternehmenswebsite kommunizieren lässt und somit für eine bessere, umweltbewusste Marken- und Unternehmenswahrnehmung sorgt.
     
  • Umweltschutz und Ressourcenschonung: Effiziente Websites mit langlebigem, nachhaltigem Design wirken sich nicht nur positiv auf die Besucherzahlen und den Unternehmenserfolg aus, sondern auch auf die Umwelt. Weniger Stromverbrauch durch nachhaltige Websites und Green Hosting mit Ökostrom bedeuten weniger CO2-Emissionen und somit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.
Tipp

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So lässt sich nachhaltiges Webdesign umsetzen

Das Wort „Nachhaltigkeit“ begegnet uns inzwischen in allen Bereichen der Gesellschaft – oft in Form von Zertifikaten und Gütesiegeln. Während sich die meisten etwas unter nachhaltiger Landwirtschaft, Abfallreduzierung, Recycling und emissionsfreiem Verkehr vorstellen können, stellt sich beim nachhaltigen Webdesign die Frage: Wie sieht eine nachhaltige Website überhaupt aus? Im Folgenden stellen wir Ihnen vier Punkte vor, die Ihnen dabei helfen, nachhaltiges Webdesign zu verstehen und zu nutzen.

Datensparendes Webdesign

Für mehr Nachhaltigkeit durch energie- und datensparende Webentwicklung kommt es auf drei Punkte an:

  • Unnötigen Datenverbrauch vermeiden
  • Eine effiziente Seitenarchitektur bieten
  • Nur Mediendaten mit Mehrwert einsetzen

Vor allem Bilder, Thumbnails, Videos, Stilelemente, Werbebanner und animierte Seitenbereiche ziehen viele Daten, erhöhen den Energieverbrauch und somit die Emissionen. Statt Seiten zu überladen, sollten Sie mit entsprechenden Tools Bilder komprimieren (Bildauflösung bleibt erhalten) und eine hochauflösende Videoqualität nur optional anbieten. Zudem gilt es zu prüfen, welche Multimedia-Elemente Ihren Seitenbesuchern überhaupt Mehrwert bieten.

Weitere Stellschrauben für ein energiesparendes Webdesign sind:

Langlebige Gestaltung

Nachhaltigkeit bedeutet auch Haltbarkeit. Eine Website, die zeitlos und universell gestaltet ist und sich nicht an kurzlebigen Mode- und Designtrends orientiert, altert langsamer und reduziert den Aufwand für Umgestaltung und Überarbeitung. So lassen sich nicht nur Personalkosten, sondern auch Stromkosten für zeitintensive Relaunches sparen. Minimalistische Eleganz mit einem klaren, zielführenden Aufbau von Webinhalten und einer langfristig definierten, übergreifenden Seitenästhetik ist somit ein sinnvoller Schritt in Richtung Green Webdesign.

Green Hosting und Green IT

Die rund 50.000 Rechenzentren, die es in Deutschland gibt, haben im Jahr 2020 etwa 16 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Das ist mehr als der Stromverbrauch von ganz Berlin im selben Jahr. Wer eine nachhaltige Website anbieten will, sollte also auch an den Stromverbrauch der Server durch das Webhosting denken. Green Hosting steht für Hosting-Server und Rechenzentren, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Als Website-Betreiber sollten Sie also darauf achten, ob Green Hosting von Ihrem Host angeboten bzw. genutzt wird.

Green IT wiederum richtet den Fokus nicht nur auf die Energieversorgung, sondern auch auf nachhaltige und ganzheitliche Produktion und Bereitstellung, smarte IT-Nutzung und sachgerechte Entsorgung von IT-Produkten.

Anbieter mit Strategien für Green IT und Green Hosting erkennen Sie an folgenden Punkten:

  • Nutzung von Ökostrom für den Serverbetrieb
  • Sachgerechte Entsorgung bzw. Recycling von Alt-Hardware
  • Einsatz von Hardware mit Öko-Zertifikaten/-Labeln
  • Zertifiziertes Energiemanagement
  • Zertifizierte Reduzierung von CO2-Emissionen
  • Förderung von Umweltschutzprojekten
  • Intelligente Infrastrukturen (z. B. durch virtualisierte und zentralisierte Dienste)
Tipp

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Klarer, nachhaltiger Code

Schlanke, klare Codes unterstützen eine nachhaltige Website-Entwicklung, indem sie für weniger Datenverbrauch und weniger Aufwand beim Pflegen von Code sorgen. Durch effizientes Programmieren lassen sich Skripte wie CSS und JavaScript komprimieren und unnötig große Datentransfers bei der Serverkommunikation vermeiden. Auch das Caching – also die Ablage von Daten im Zwischenspeicher – lässt sich verbessern, um überflüssige Datenübertragungen zu verhindern. Je effizienter und ressourcenschonender Algorithmen und Codes, desto energiesparsamer und umweltfreundlicher die Website.

Werkzeuge, um die Nachhaltigkeit und Funktionalität von Code zu überprüfen, sind z. B. Refactoring-Tools, die Änderungen prüfen und veraltete Code-Elemente durch neue ersetzen. Zudem gibt es Verifikations-Tools, die Codes auf ihr vorgesehenes Verhalten hin überprüfen, Fehler ausfindig machen und Integrationen erleichtern. Mit einem möglichst übersichtlichen, klaren Code beugen Sie langfristig Code Smell und Code Rot (also veralteten, nutzlosen Code-Elementen) vor und steigern so nicht nur die Code-Effizienz, sondern verbessern auch die Ökobilanz Ihrer Website.


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