Der Begriff „In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur“ be­zeich­net in der In­for­ma­tik die Klas­si­fi­ka­ti­on, Kenn­zeich­nung und Struk­tu­rie­rung von In­for­ma­tio­nen. Speziell beim Aufbau von Websites spielt er eine wichtige Rolle, denn hier be­zeich­net er nichts anderes als den Entwurf eines struk­tu­rier­ten Web­auf­tritts. Für Web­sei­ten­ge­stal­ter bedeutet dies zunächst, die einzelnen Themen oder Produkte zu benennen und se­man­ti­schen Ka­te­go­rien zu­zu­ord­nen. Diese Ka­te­go­rien wiederum bilden die Haupt­be­stand­tei­le einer Web­sei­ten­hier­ar­chie, die Usern die Ori­en­tie­rung und Sei­ten­be­trei­bern das Arbeiten er­leich­tert. Eine or­ga­ni­sier­te Struktur und flache Hier­ar­chien sorgen zugleich für ein gutes Ranking der Website bei den Such­ma­schi­nen. Worauf gilt es bei der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur zu achten und woher stammt der Begriff?

Ent­ste­hungs­ge­schich­te und De­fi­ni­ti­on der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur

In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur (IA) ist auch bei der Ge­stal­tung von Intranets und Da­ten­bank­sys­te­men ge­bräuch­lich. Früher kam der Begriff in Ver­bin­dung mit Chip­de­sign vor. Das erste Beispiel für die Ver­wen­dung des Begriffs „Ar­chi­tek­tur“ im Zu­sam­men­hang mit In­for­ma­ti­ons­tech­nik geht auf das Jahr 1959 zurück. Frederick P. Brooks und Lyle Johnson erklärten damit den Aufbau des Stretch-Su­per­com­pu­ters. Richard Saul Wurman prägte dann 1976 die Be­zeich­nung „In­for­ma­ti­on Architect“ in einem Vortrag, den er am American Institute of Ar­chi­tects in Wa­shing­ton D. C. hielt. Der tat­säch­li­che Ursprung des Felds liegt jedoch in der Bi­blio­theks­wis­sen­schaft: Das Ka­te­go­ri­sie­ren und Ar­chi­vie­ren von In­for­ma­tio­nen sowie deren Ver­füg­bar­ma­chung sind Grund­bau­stei­ne des Bi­blio­theks­we­sens, die in der IA ebenso Anwendung finden.

Ein weiteres Wis­sen­schafts­ge­biet, das verwandte Elemente aufweist, ist die kognitive Psy­cho­lo­gie. Sie un­ter­sucht u. a. die In­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung des mensch­li­chen Gehirns und die Wege der Ent­schei­dungs­fin­dung. Zur be­nut­zer­freund­li­chen Ge­stal­tung einer Website ist es hilfreich zu verstehen, wie Nutzer In­for­ma­tio­nen mental bündeln und wie sie nach In­for­ma­tio­nen suchen. Eine sinnvolle In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur teilt eine Website in Ka­te­go­rien und Un­ter­ka­te­go­rien ein und or­ga­ni­siert die Pfade zu einzelnen Seiten so, dass Besucher intuitiv und mit wenigen Klicks zu den ge­wünsch­ten In­for­ma­tio­nen gelangen.

Die Ar­chi­tek­tur als bildende Kunst schließ­lich gibt dem Begriff seine Symbolik: Es geht darum, einer Website ein „Fundament“, also eine solide Grundlage zu geben, die zum je­wei­li­gen Angebot passt und ein ef­fi­zi­en­tes Arbeiten mit der Seite er­mög­licht.

De­fi­ni­ti­on

In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur befasst sich mit der struk­tu­rel­len Kon­zep­ti­on von Webseiten, aber auch von Apps und Da­ten­ban­ken. In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­ten ka­te­go­ri­sie­ren die In­for­ma­tio­nen einer Website in se­man­ti­sche Einheiten, die für Nutzer möglichst intuitiv ver­ständ­lich sind. Außerdem gestalten sie die Seite hier­ar­chisch so, dass die Funk­tio­nen, Daten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge effektiv zu finden und abzurufen sind.

Die wich­tigs­ten Bereiche der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur einer Website

Die struk­tu­rel­le Ge­stal­tung einer Website ist ein mehr­stu­fi­ger Prozess, der ver­schie­de­ne Aufgaben umfasst. Eine gute In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur beginnt bereits vor der Kon­zep­ti­on der ei­gent­li­chen Website.

Keyword-Recherche und Re­le­vanz­ana­ly­se

Bevor man eine Website kon­zi­piert, ist es wichtig her­aus­zu­fin­den, wonach die po­ten­zi­el­len Nutzer suchen. Mithilfe von Keyword-Recherche-Tools lässt sich her­aus­fin­den, wie hoch die Relevanz eines be­stimm­ten Begriffs für die jeweilige Ziel­grup­pe ist. Auch das absolute Such­vo­lu­men sowie die Zahl der Kon­kur­ren­ten, die ebenfalls für dieses Keyword hoch ranken wollen, spielen eine wichtige Rolle. Die Relevanz für die Ziel­grup­pe spiegelt wider, ob das Keyword the­ma­tisch auf die Seite passt. Ein hohes Such­vo­lu­men ver­spricht viel Traffic, geht aber meist mit einer ebenso hohen Zahl an Mit­be­wer­bern einher. Je mehr Kon­kur­renz es gibt, umso besser muss man auf das Keyword op­ti­mie­ren, um später bei den Such­ma­schi­nen vorne mit im Rennen zu sein. Al­ter­na­tiv kann man auf weniger nach­ge­frag­te Such­be­grif­fe (ins­be­son­de­re so­ge­nann­te Longtail-Keywords) setzen, sofern diese zum eigenen Angebot passen. Die ge­fun­de­nen Keywords lassen sich dann je nach Wich­tig­keit und The­men­zu­ge­hö­rig­keit zu ver­schie­de­nen Ka­te­go­rien grup­pie­ren.

Konzept für die Sei­ten­na­vi­ga­ti­on und -hier­ar­chie

Mithilfe der re­cher­chier­ten The­men­grup­pen erstellen Web­de­si­gner das Konzept für die Sei­ten­hier­ar­chie von der Start­sei­te über Ka­te­go­rien und Un­ter­ka­te­go­rien bis zu einzelnen Produkt- oder In­for­ma­ti­ons­sei­ten. Damit Nutzer sich schnell zu­recht­fin­den und die Crawler der Such­ma­schi­nen möglichst zügig die Seiten der Domain erfassen können, ist eine flache Hier­ar­chie am besten.

Die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur stellen wir am Beispiel von zwei On­line­shops dar. Während sich die Betreiber von „Gar­ten­meis­ter“ (GM) nach der Keyword-Recherche für drei Haupt­ka­te­go­rien ent­schie­den, arbeitet die Seite „Bä­cker­meis­ter“ mit fünf he­te­ro­ge­nen The­men­grup­pen. Da es bei GM weniger Haupt­ka­te­go­rien gibt, sind diese jeweils um­fäng­li­cher. Der Weg von der Haupt­ka­te­go­rie zur Pro­dukt­sei­te führt über mehrere Schritte, die den The­men­be­reich immer enger ein­gren­zen. Von der Domain bis zum Produkt sind vier Klicks nötig. Die Crawler der Such­ma­schi­nen arbeiten die Un­ter­sei­ten ab einer be­stimm­ten Tiefe nicht mehr voll­stän­dig ab, da dies zu aufwendig wäre. Somit werden die Pro­dukt­sei­ten, die die wich­tigs­ten Angebote der Website dar­stel­len, nicht für das Ranking be­rück­sich­tigt.

Die Seite „Bä­cker­meis­ter“ (BM) hingegen ist so aufgebaut, dass die breit auf­ge­fä­cher­ten Ka­te­go­rien das Na­vi­gie­ren zum untersten Punkt der Hier­ar­chie in zwei Klicks er­mög­li­chen. Dies ist nicht nur ein Vorteil bei der In­de­xie­rung durch Such­ma­schi­nen. Auch Besucher erhalten dadurch eine einfacher zu er­fas­sen­de Seite, was sich in einer besseren  User-Ex­pe­ri­ence nie­der­schlägt. Das Beispiel BM zeigt zudem, dass Pro­dukt­sei­ten oder Un­ter­ka­te­go­rien mehr als einer Haupt­ka­te­go­rie zu­ge­ord­net werden können. Die Wege zum Suchziel ori­en­tie­ren sich an se­man­ti­schen Ver­knüp­fungs­ket­ten, die ein Nutzer sehr wahr­schein­lich gehen würde.

Dabei wird auch be­rück­sich­tigt, dass Nutzer aus un­ter­schied­li­chen Gründen auf die In­for­ma­ti­on zugreifen können. Der Pfad Bä­cker­meis­ter à Zutaten à Candy Melts geht davon aus, dass womöglich ein größerer Einkauf getätigt werden soll, der neben dem Zu­cker­pro­dukt auch Aromen und weitere Zutaten umfasst. Der Pfad Bä­cker­meis­ter à Glasur und Icing à Candy Melts hingegen fo­kus­siert die Suche auf die un­ter­schied­li­chen Produkte, die die Backwaren umhüllen.

Dank der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur der BM-Website ist die Na­vi­ga­ti­on zum gesuchten Produkt also bereits auf zwei Wegen möglich. Damit ist die die In­for­ma­ti­on Candy Melts für User mit un­ter­schied­li­cher Her­an­ge­hens­wei­se gleich intuitiv auf­find­bar. Ein dritter Weg führt über die web­sei­ten­in­te­grier­te Suche. Diese nutzen ins­be­son­de­re Besucher, die schon ein be­stimm­tes Produkt im Auge haben und direkt zur Pro­dukt­sei­te gelangen wollen. Ein weiterer Weg ist der direkte Einstieg über die Un­ter­sei­te Candy Melts, da diese als Such­ergeb­nis in den Such­ma­schi­nen angezeigt wird, wenn Nutzer gezielt nach dem Produkt schauen.

Auf der Pro­dukt­sei­te hilft eine Bread­crumb (Start­sei­te » Glasur und Icing » Candy Melts) dem Besucher dabei, sich auf der Seite zu ori­en­tie­ren und ggf. schnell auf über­ge­ord­ne­te Ka­te­go­rien zu­zu­grei­fen. Je mehr Mög­lich­kei­ten die Nutzer haben, zügig und intuitiv an die ge­wünsch­te In­for­ma­ti­on zu gelangen, umso besser schätzen sie die Usability der Seite ein und umso größer ist die po­ten­zi­el­le Ver­weil­dau­er sowie die Wahr­schein­lich­keit eines Ge­schäfts­ab­schlus­ses (Con­ver­si­on-Rate). Dabei spielt die Ge­stal­tung der Na­vi­ga­ti­on eine wichtige Rolle.

Die Na­vi­ga­ti­on einer Website bildet deren In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur ab. Für die Anordnung der The­men­be­rei­che gibt es zwei Ansätze: Der Top-down-Ansatz geht davon aus, dass Nutzer über die Start­sei­te das Angebot erkunden. Deshalb werden die be­lieb­tes­ten Keyword-Ka­te­go­rien heterogen auf der Start­sei­te platziert, von wo aus sich alle anderen Inhalte ableiten. Der Bottom-up-Ansatz dagegen nimmt an, dass User durch die Suche nach einem be­stimm­ten Begriff an einer be­lie­bi­gen Stelle der Website eintreten. Daher sollte die Na­vi­ga­ti­on von jeder Un­ter­sei­te zu einem be­lie­bi­gen anderen Punkt leicht möglich sein und intuitiv geschehen. Feste Na­vi­ga­ti­ons­punk­te auf jeder Seite, die zurück zu den Haupt­ka­te­go­rien führen, oder auch Bread­crumbs helfen dabei.

Wire­f­raming/Prototyp

Ein so­ge­nann­tes Wireframe dient dazu, das Konzept für den Sei­ten­auf­bau einfach und über­sicht­lich dar­zu­stel­len. Es ist die erste Blaupause der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur. Es gibt statische und dy­na­mi­sche Wire­frames. Statische Wire­frames zeigen eine einzige Seite, während dy­na­mi­sche Wire­frames mehrere Seiten ver­knüp­fen. Mit diesen funk­tio­nel­len Pro­to­ty­pen erproben Ent­wick­ler die Na­vi­ga­ti­on. Die folgende Grafik stellt ein mögliches Beispiel für das statische Wireframe eines On­line­shops dar. Es zeigt die grund­le­gen­den Elemente und Funk­tio­nen der Seite sowie deren Plat­zie­rung. Die Haupt­ka­te­go­rien befinden sich in der Na­vi­ga­ti­ons­leis­te. Sie sind optisch und über die Zuordnung der Seiten-ID mit den Un­ter­ka­te­go­rien verbunden.

Die Kategorie „Back­for­men“ erhält die Seiten-ID 1.0. Die IDs der Un­ter­ka­te­go­rien „Muf­fin­förm­chen“, „Ku­chen­for­men“ etc. ordnen sich mit den Be­zeich­nun­gen 1.n unter. Die Un­ter­ka­te­go­rie „Muf­fin­förm­chen“ ist her­vor­ge­ho­ben, da das Beispiel die ent­spre­chen­de Ka­te­go­rie­sei­te zeigt. Die Bild­fel­der rechts daneben verweisen auf die einzelnen Pro­dukt­sei­ten mit den Seiten-IDs 1.1.1 bis 1.1.12. Die Num­me­rie­rung spiegelt die Hier­ar­chie innerhalb der Ka­te­go­rien wider, die das Wireframe optisch sichtbar macht. Durch das Layout wandert der Blick von den Haupt­ka­te­go­rien links über die Un­ter­ka­te­go­rien in der Mitte zu den einzelnen Produkten rechts.

Das Logo befindet sich ganz oben, im Kopf des Layouts. Dort sind auch Links zu grund­le­gen­den Funk­tio­nen wie dem Login sowie eine Such­leis­te platziert. Kon­takt­mög­lich­kei­ten sowie recht­li­che und wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen über das Un­ter­neh­men stehen im Fuß. Auch Buttons und Ein­ga­be­fel­der, hier etwa für eine E-Mail-Adresse, finden bereits ihren Platz im Wireframe. Das Konzept umfasst jedoch nicht die voll­stän­di­gen Funk­tio­nen oder das fertige Design der Website. Die Sei­ten­struk­tur steht im Vor­der­grund des Prototyps. Je nach den Prio­ri­tä­ten des Web­sei­ten­be­trei­bers lässt sich in der Folge durch in­di­vi­du­el­le Mo­di­fi­ka­tio­nen eine möglichst gut struk­tu­rier­te, schön ge­stal­te­te und nut­zer­freund­li­che Website erstellen.

Kenn­zeich­nung

Die Kenn­zeich­nung von Links er­mög­licht eine feste Zuordnung jeder Un­ter­sei­te. Eine URL sollte sprechend sein, also das Haupt-Keyword der je­wei­li­gen Seite verwenden. Das beginnt mit dem Domain-Namen, der möglichst ein­präg­sam und kurz gehalten werden sollte. Als Aus­hän­ge­schild der Marke macht sich ein Name mit Bezug zum Thema am besten, idea­ler­wei­se das Haupt-Keyword. In unserem Beispiel der Un­ter­sei­te „Muf­fin­förm­chen“ ergibt sich aus Domain („Bä­cker­meis­ter“), Haupt­ka­te­go­rie („Back­for­men“) und Un­ter­ka­te­go­rie („Muf­fin­förm­chen“) eine feste Struktur für die Link-Kenn­zeich­nung: https.www.bä­cker­meis­ter.de/back­for­men/muf­fin­förm­chen. Eine solche statische URL verändert sich im Gegensatz zu einer dy­na­mi­schen URL nicht, wenn Inhalte ak­tua­li­siert werden.

Der Vorteil dy­na­mi­scher URLs liegt darin, dass Inhalte leicht und ohne viel For­ma­tie­rungs­auf­wand über das Backend auf die Seite gelangen. Bei der Wertung durch Such­ma­schi­nen hat eine dy­na­mi­sche URL jedoch den Nachteil, dass Ihr die Ver­bin­dung zum Inhalt durch das Keyword fehlt.

Bei Themen mit hohem Such­vo­lu­men ist es heute schwierig, eine knackige Domain mit The­men­be­zug zu finden, die nicht schon von anderen re­gis­triert ist. Um eine Domain zu erwerben, gibt es ver­schie­de­ne Wege. Ist die Wunsch­do­main vergeben, kann man sie mög­li­cher­wei­se vom Domain-Inhaber kaufen. Im IONOS Digital Guide finden Sie viele weitere Tipps zum Thema Domains.

Ka­te­go­ri­sie­rung

Mit der Grup­pie­rung von Ein­zel­sei­ten in Ka­te­go­rien und Un­ter­ka­te­go­rien entstehen von der Domain bis zum kleinsten In­for­ma­ti­ons­bau­stein sinnvolle The­men­ka­nä­le. Die Sei­ten­hier­ar­chie sollte auch in der URL nach­voll­zieh­bar sein. Gestalten Sie Ihre URL sprechend und statisch, sodass die Crawler der Such­ma­schi­nen sie leichter in­de­xie­ren und Nutzer sich die Adresse besser merken können. Planen Sie hier schon ein, dass das Angebot später um weitere Ka­te­go­rien erweitert werden kann. Mit der sicht­ba­ren Dar­stel­lung des aktuellen Standorts auf der Website („Sense of Place“) via Bread­crumb und einer ver­ständ­li­chen Weg­füh­rung durch die Ka­te­go­rien („In­for­ma­ti­on Scent“) er­leich­tern Sie dem User die Ori­en­tie­rung. Dafür sollte es immer min­des­tens zwei Wege geben: Die direkte Such­an­fra­ge eignet sich für User, die genau wissen, welche In­for­ma­ti­on sie suchen. Der Weg über he­te­ro­ge­ne Haupt­ka­te­go­rien mit flachen Hier­ar­chien bringt Nutzer, die das In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot während ihrer Suche für sich ein­schrän­ken, mit wenigen Klicks zur ge­wünsch­ten Ein­zel­sei­te. Wenn diese Seiten oder gar Ka­te­go­rien in mehr als eine über­ge­ord­ne­te Kategorie passen, erstellen die Spe­zia­lis­ten eine eigene URL dafür, verwenden aber das Canonical-Tag, um den Such­ma­schi­nen zu si­gna­li­sie­ren, dass der Ori­gi­nal­ein­trag auf einer anderen URL liegt. Damit vermeidet man, wegen Duplicate Content ab­ge­straft zu werden. Zu­sätz­lich zur Grup­pie­rung erstellen sie Metadaten für die einzelnen Un­ter­sei­ten, damit diese durch Filter in weiteren, kleineren Gruppen auf­find­bar sind.

In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur als Grund­bau­stein für SEO-Maßnahmen

Ein gutes Ranking bei Such­ma­schi­nen ist das Ziel jeder SEO-Maßnahme. Die Grund­bau­stei­ne der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind Offpage- und Onpage-Op­ti­mie­rung. Die Offpage-Op­ti­mie­rung erzielen SEO-Experten durch so­ge­nann­te Backlinks, also Ver­lin­kun­gen von ver­trau­ens­wür­di­gen Quellen auf die eigene Website. Part­ner­sei­ten verweisen dabei auf die zu be­tref­fen­de Seite als weitere In­for­ma­ti­ons­quel­le oder passendes Angebot.

Im Zu­sam­men­hang mit der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur der Website ist Onpage-SEO jedoch wichtiger. Dies umfasst alle Maßnahmen, die direkt auf der eigenen Seite umgesetzt werden können, um das Ranking zu ver­bes­sern. Im Vor­der­grund steht dabei das Verfassen hoch­wer­ti­ger Texte, die dem Nutzer um­fas­sen­de In­for­ma­tio­nen zum Thema der Website bieten. Diese Texte legen SEO-Re­dak­teu­re nach einer Keyword-Recherche an. Die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur struk­tu­riert das Gerüst der Website nach den gleichen such­ma­schi­nen­op­ti­mier­ten Keywords. Sie gibt zudem durch The­men­ka­nä­le einen Weg zur ge­wünsch­ten In­for­ma­ti­on vor. Eine klare Web­sei­ten­ar­chi­tek­tur mit spre­chen­den URLs hilft den Crawlern, den erzeugten Content mit dem Rahmen in Ver­bin­dung zu bringen.

                Beispiel: Bä­cker­meis­ter.de/Glasuren-Icing/Candy-Melts/

Wie im Beispiel zu sehen, hat die Website einen relativ kurzen Domain-Namen, der gut zum Keyword passt, sowie eine ver­trau­ens­wür­di­ge Domain-Endung. Die Ka­te­go­rien sind se­man­tisch verknüpft und sprechen für sich. Die wich­tigs­ten Keywords sind im Link enthalten. Ein SEO-Text greift diese und weitere se­man­tisch ver­knüpf­te Keywords auf, um die Seite mit mehr­wer­ti­gem Content zu versehen. Wenn Inhalt und Link über­ein­stim­men, be­ein­flusst dies das Ranking positiv. Eine flexible Ar­chi­tek­tur er­mög­licht zudem, die Seite um neue Ka­te­go­rien zu erweitern.

Fazit

Die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur ist eine wichtige Kom­po­nen­te der Web­sei­ten­ge­stal­tung. Mit einem wohl­über­leg­ten Konzept, das auf Nut­zer­freund­lich­keit und eine solide, aber flexible Struk­tu­rie­rung setzt, optimiert man die Usability und User-Ex­pe­ri­ence seiner Website. Außerdem stellt sie die Grundlage für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung dar.

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