Welche Domaintypen gibt es?
Es gibt fünf verschiedene Domaintypen: Top-Level-Domain (TLD), ccTLD (länderspezifische TLD), gTLD (generische TLD), Second-Level-Domain (SLD) und Third-Level-Domain bzw. Subdomain.
- Inklusive 1 SSL-Wildcard-Zertifikat pro Vertrag
- Inklusive Domain Lock
- Inklusive Domain Connect für einfache DNS-Einrichtung
Domaintypen im Überblick: Welche Arten von Domainendungen gibt es?
Eine einprägsame Webadresse bzw. Domain besteht immer aus einem passenden Namen und einer dazugehörigen Domainendung. Wir stellen Ihnen die fünf zentralen Domaintypen vor, die es für eine erfolgreiche Domainregistrierung zu kennen gilt.

Domaintyp 1: Top-Level-Domain (TLD)
Top-Level-Domains (TLDs) bilden die oberste Ebene im Domain Name System und stehen am Ende einer Webadresse, z. B. .de, .com oder .org. Die Vergabe von TLDs wird durch die IANA, eine Abteilung der 1998 gegründeten Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), verwaltet. Die IANA legt fest, welche Domainendungen es gibt, und verkauft die Vergaberechte an Registrare, die wiederum mit Domainanbietern über den Verkauf der mittlerweile über 1.400 Domainendungen verhandeln, darunter klassische TLDs, länderspezifische Endungen und moderne thematische Domainendungen.
Beispiele für ursprüngliche TLDs:
| Originale TLD | Bedeutung der Domainendung |
|---|---|
| .com | Kommerzielle Angebote |
| .org | Gemeinnützige Organisationen |
| .net | Internetdienstanbieter |
| .edu | Bildungseinrichtung |
| .int | Internationale Organisation |
| .gov | US-Regierungsinstitute |
| .mil | US-Militär |
Domaintyp 2: ccTLDs (country code Top-Level-Domains)
ccTLDs sind länderspezifische Domainendungen, bestehend aus zwei Buchstaben, etwa .de (Deutschland), .fr (Frankreich) oder .us (USA). Jedes Land definiert eigene Richtlinien für die Registrierung. Einige Staaten vermarkten ihre ccTLDs aktiv, etwa Tuvalu mit .tv.
Die nachfolgende Tabelle präsentiert exemplarisch einige länderspezifische TLDs:
| Länderspezifische Top-Level-Domain | Bedeutung |
|---|---|
| .ch | Schweiz |
| .cn | China |
| .de | Deutschland |
| .es | Spanien |
| .fr | Frankreich |
| .it | Italien |
| .ru | Russland |
| .uk | Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland |
| .us | Vereinigte Staaten von Amerika |
Immer beliebter werden auch die sogenannten IDN-Domains. Diese internationalisierten Domainnamen enthalten Sonderzeichen, Umlaute oder nicht-lateinische Schriftzeichen und ermöglichen damit Webadressen in lokalen Sprachen. Technisch werden sie über Punycode in ein DNS-kompatibles ASCII-Format übersetzt.
Domaintyp 3: gTLDs (generische Top-Level-Domains)
gTLDs decken thematische Bereiche ab und sind nicht geografisch gebunden. Zusätzlich unterscheidet man bei den generischen Adressen zwischen zwei Typen:
Nichtgesponserte gTLDs unterliegen einer zentralen Kontrolle und Verwaltung durch die ICANN, die zu diesem Zweck allerdings mit diversen Partnern zusammenarbeitet. Ursprünglich sollten diese Endungen nur unter bestimmten Voraussetzungen vergeben werden: Zum Beispiel sollte die Domain .net ausschließlich Internetdienstanbietern vorbehalten bleiben. Heute ist sie wie viele andere nichtgesponserte gTLDs auch für andere Unternehmen und Organisationen sowie für Privatpersonen verfügbar.
| Nichtgesponserte gTLDs | Ursprüngliche Bedeutung der Domainendung |
|---|---|
| .biz | Unternehmen („business“) |
| .info | Informationsangebote |
| .name | Privatpersonen |
| .pro | Spezielle Berufsgruppen |
Gesponserte gTLDs hingegen unterliegen den Restriktionen, die vom jeweiligen Sponsor bestimmt werden. Die jeweiligen unabhängigen Unternehmen oder Organisationen sind in diesem Fall auch für die Verwaltung und Kontrolle der gTLDs verantwortlich.
| Gesponserte gTLDs | Bedeutung der Domainendung |
|---|---|
| .gov | US-Regierungsbehörden |
| .mil | US-Militär |
| .aero | Luftfahrtbranche |
| .jobs | Stellenanzeigen von Unternehmen |
Auch moderne neue Top-Level-Domains wie .blog, .web, .beauty zählen zu den gTLDs.
Domaintyp 4: Second-Level-Domain (SLD)
Die Second-Level-Domain ist der eigentliche Domainname, also der Teil vor der TLD, z. B. „example“ in example.com. Sie ist für Markenbildung und SEO besonders wichtig, da sie den Projektinhalt präzise beschreiben kann. Die Vergabe einer Second-Level-Domain erfolgt immer mit der gewünschten übergeordneten Top-Level-Domain.
Es gibt sogar einige länderspezifische Second-Level-Domains, wie die nachfolgende Tabelle aus Kombinationsbeispielen mit der TLD .uk unter Beweis stellt:
| Beispiele für länderspezifische SLDs | Bedeutung der Domainendung |
|---|---|
| .co.uk | Kommerzielle Webangebote in UK |
| .gov.uk | Zentrale und regionale Regierungsbehörden und -Services in UK |
| .me.uk | Einzelpersonen in UK |
| .sch.uk | Schulen in UK |
Domaintyp 5: Third-Level-Domain (Subdomain)
Third-Level-Domains, oder besser bekannt als Subdomains, stehen vor der Second-Level-Domain und dienen zur Strukturierung einer Website oder zur Trennung einzelner Bereiche.
Beispiele für Third-Level-Domains:
de.example.org(deutsche Version)en.example.org(englische Version)blog.example.org(Blog-Bereich)app.example.org(Webservice/App)
Subdomains ermöglichen eine klare Trennung verschiedener Inhalte, ohne dass eine neue Domain benötigt wird.
Tipps zur richtigen Domainwahl
Ein grundlegendes Verständnis der unterschiedlichen Domaintypen und Domainendungen hilft Ihnen, eine klare, benutzer- und suchmaschinenfreundliche Webadresse auszuwählen, die zu Ihrem Projekt passt, ohne die Adresse unnötig zu verkomplizieren. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.
Tipp 1: Passende Domainendung wählen
Die Top-Level-Domain kann bereits Erwartungen bei Nutzern und Nutzerinnen wecken und sollte deshalb zu Ihrem Projekt passen:
- .shop signalisiert E-Commerce
- .blog spricht für einen Blog
- .de für ein deutsches Unternehmen
- usw.
Wählen Sie stets eine Domainendung, die Ihre Zielgruppe anspricht und zu den Inhalten Ihrer Website passt.
Tipp 2: Klar und einprägsamer Domainname
Ein guter Domainname sollte kurz, klar und einfach zu merken sein. Je kürzer die Adresse, desto leichter können Nutzer und Nutzerinnen sie sich merken und korrekt eingeben. Das reduziert Tippfehler und verbessert langfristig die Sichtbarkeit Ihrer Website.
Tipp 3: Subdomains nur bei Bedarf
Subdomains eignen sich, wenn Inhalte klar getrennt werden sollen. Für kleine Websites sind sie nicht immer zielführend. Entscheiden Sie sich also nur für den Einsatz einer individuellen Third-Level-Domain, wenn Sie hierfür ein klares Konzept im Kopf haben. Eine spezifische Subdomain bietet sich u. a. für folgende Szenarien an:
- Abgrenzung verschiedener Sprachversionen
- Trennung des Contents von zusätzlichen Angeboten wie einem Service-Bereich, einem Blog oder einem Forum
- Kennzeichnung eines spezifischen Webservices wie einer App oder eines FTP-Servers
- Betreiben eines Onlineshops parallel zur Website unter der gleichen Second-Level-Domain
Tipp 4: Verfügbarkeit und rechtliche Aspekte prüfen
Prüfen Sie, ob die Domain tatsächlich verfügbar ist. Gängige Namensvarianten oder Domainvarianten mit anderen Domainendungen können schnell vergeben sein. Achten Sie außerdem darauf, dass der Name nicht gegen bestehende Markenrechte verstößt, um rechtliche Konflikte zu vermeiden.

