Bei einem Hyperlink handelt es sich um einen uni­di­rek­tio­na­len (in eine Richtung weisenden) Verweis in einem elek­tro­ni­schen Dokument. Hy­per­links können sowohl zwei un­ter­schied­li­che Dokumente als auch ver­schie­de­ne Bereiche in ein und demselben Dokument verbinden. Ein mit Hy­per­links an­ge­rei­cher­ter Text wird Hypertext genannt.

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Das World Wide Web Con­sor­ti­um (W3C) definiert Hy­per­tex­te fol­gen­der­ma­ßen.

Zitat

„Hypertext is text which is not cons­trai­ned to be linear.“

„Hypertext is text which contains links to other texts.“

Ganz allgemein handelt es sich somit um nicht zwangs­läu­fig lineare Texte, die durch Hy­per­links mit anderen Texten verknüpft sind. Der Terminus „Hypertext“ geht auf den US-ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen Ted Nelson zurück. Das am weitesten ver­brei­te­te Hypertext-System der Welt ist der In­ter­net­dienst World Wide Web (kurz Web oder WWW). Im Web werden Hy­per­links mithilfe der Aus­zeich­nungs­spra­che HTML im­ple­men­tiert, um Webpages und andere Res­sour­cen mit­ein­an­der zu ver­knüpf­ten. Im Folgenden kon­zen­trie­ren wir uns auf Hy­per­links in Web­do­ku­men­ten und stellen deren Aufbau, Ei­gen­schaf­ten und Ver­wen­dungs­wei­se vor.

De­fi­ni­ti­on Hyperlink

Hy­per­links sind Quer­ver­wei­se in elek­tro­ni­schen Do­ku­men­ten und die Grundlage der ver­netz­ten Struktur des World Wide Webs. Ein Klick auf einen Hyperlink er­mög­licht Sprünge zwischen ver­schie­de­nen Text­ele­men­ten eines Dokuments oder zwischen separaten Web­res­sour­cen – und somit eine nicht lineare Or­ga­ni­sa­ti­on von Inhalten.

Hy­per­links im World Wide Web

In HTML-Do­ku­men­ten werden Hy­per­links mithilfe der Elemente <a> und <link> im­ple­men­tiert. Während das Element <a> die Position eines Hy­per­links im In­halts­be­reich (body) eines HTML-Dokuments definiert, nutzt man das Element <link> im Kopf­be­reich (head), um Be­zie­hun­gen zu anderen Do­ku­men­ten und Res­sour­cen zu de­fi­nie­ren.

Im Folgenden kon­zen­trie­ren wir uns auf das Element <a> und somit auf Hy­per­links im HTML-Body, die für Web­sei­ten­be­su­cher sichtbar sind, an­ge­klickt werden können und neben der Adress­leis­te im Browser und den Ein­ga­be­fel­dern der Such­ma­schi­nen zu den zentralen Na­vi­ga­ti­ons­mit­teln des World Wide Webs gehören.

Hinweis

In­for­ma­tio­nen im Kopf-Element <link> werden aus­schließ­lich von User-Agents wie Web­brow­sern aus­ge­le­sen und ver­ar­bei­tet. Auf diese Weise lassen sich Res­sour­cen wie Style­sheets, Favicons oder Copyright-Lizenzen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden im link-Element die logischen Be­zie­hun­gen zwischen den Do­ku­men­ten eines Web­pro­jekts fest­ge­legt – unter anderem, um Al­ter­na­tiv­sei­ten, Sprach­va­ri­an­ten oder die primäre (ka­no­ni­sche) URL der Seite zu de­fi­nie­ren.

HTML-Links
HTML-Element Be­schrei­bung
<link> Das HTML-Element <link> kommt aus­schließ­lich im Kopf­be­reich (head) eines HTML-Dokuments zum Einsatz und er­mög­licht es Web­ent­wick­lern, HTML-Dokumente mit anderen Res­sour­cen zu ver­knüp­fen.
<a> Mit dem HTML-Element <a> de­fi­nie­ren Web­sei­ten­be­trei­ber die Position von Hy­per­links im HTML-Body, dem In­halts­be­reich eines HTML-Dokuments. Diese HTML-Tags nennt man auch Anchor (Anker).

Aufbau eines Hy­per­links

Hy­per­links im HTML-Body werden mithilfe des Anchor-Elements a im­ple­men­tiert. Das Grund­sche­ma ent­spricht folgendem Beispiel.

<a href="https://www.example.org">Linktext</a>

Das a-Element besteht aus einem Start- und einem End-Tag, die jeweils – wie für HTML üblich – in spitze Klammern gefasst werden. Start- und End-Tag des a-Elements um­schlie­ßen den so­ge­nann­ten Linktext. Ein sicht­ba­res und klick­ba­res Text­ele­ment.

Al­ter­na­tiv lassen sich auch Bild­ele­men­te mit Hy­per­links hin­ter­le­gen. In diesem Fall um­schlie­ßen Start und End-Tag des a-Elements den HTML-Code zur Ein­bet­tung der Grafik.

<a href="https://www.example.org"><img src="bild.jpg" alt="Bild"></a>

In der Regel definiert das Element a nicht nur den Anker des Hy­per­links und somit den Aus­gangs­punkt für die Ver­lin­kung, sondern darüber hinaus auch das Linkziel. Auf welches Ziel der Hyperlink verweist, wird durch das Attribut href fest­ge­legt, das als Wert einen ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­ka­tor – den Uniform Resource Iden­ti­fier (URI) – erwartet. Üb­li­cher­wei­se handelt es sich beim Ziel eines Hy­per­links um die URL einer Web­res­sour­ce oder um eine Sprung­mar­ke, die zu einer anderen Text­stel­le im selben Dokument führt. HTML-Attribute sowie deren Werte werden durch Leer­zei­chen getrennt im Start-Tag des je­wei­li­gen HTML-Elements definiert.

Die oben auf­ge­führ­ten Link­bei­spie­le führen beide zu einer Webpage mit der URL www.example.org. Die Über­tra­gung erfolgt via HTTPS. Diese Art von Hyperlink leitet In­ter­net­nut­zer stan­dard­mä­ßig an den Anfang der ver­link­ten Webpage.

Handelt es sich hingegen um einen Link auf ein internes Ziel im aktuellen Dokument, käme ein HTML-Markup nach folgendem Schema zum Einsatz.

<a href="#Abschnitt2">Linktext</a>

Beachten Sie, dass Linkziele innerhalb eines Dokuments ab HTML5 mithilfe ein­deu­ti­ger IDs als Sprung­mar­ken definiert werden müssen. In HTML4 kam dazu im a-Element das Attribut name zum Einsatz.

<h1 id="Abschnitt1">Erster Abschnitt</h1>
    <p>Beispieltext<p>
<h2 id="Abschnitt2">Zweiter Abschnitt</h2>
    <p>Beispieltext<p>

Möchten Sie hingegen auf eine Sprung­mar­ke in einem externen Dokument verweisen, kom­bi­nie­ren Sie die URL der Zielseite mit einem Hash-Zeichen (#) und der je­wei­li­gen ID der ge­wünsch­ten Sprung­mar­ke.

<a href="https://www.example.org#Abschnitt2">Linktext</a>

Das Element a hat grund­sätz­li­che keine Pflicht­be­stand­tei­le. Soll ein Hyperlink im­ple­men­tiert werden, ist jedoch die Angabe des Linkziels via href er­for­der­lich. Darüber hinaus un­ter­stützt das a-Element diverse Attribute, die bei Bedarf im­ple­men­tiert werden können, um zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen für Nutzer oder User-Agents zur Verfügung zu stellen.   

Folgende Tabelle umfasst die re­le­van­tes­ten Attribute des a-Elements.

Attribute des a-Elements
Attribut Be­schrei­bung HTML4 HTML5
href Das Attribut href (kurz für hyper reference) definiert das Linkziel. Als Wert des Attributs wird der URI einer Web­res­sour­ce (z.B. eine Webpage) erwartet. Beispiel: href="https://www.ionos.de/digitalguide/www.example.org" Die URL www.example.org wird als Ziel­adres­se des Hy­per­links definiert.
title Das title-Attribut bietet Ihnen die Mög­lich­keit, einen Hyperlink mit einem be­lie­bi­gen Link-Title zu versehen. Als Wert erfordert das Attribut eine in An­füh­rungs­zei­chen gefasste Zei­chen­fol­ge. Der Link-Titel wird im Web­brow­ser in der Regel als Tooltip dar­ge­stellt, der immer dann erscheint, wenn ein Nutzer mit der Maus über den Linktext fährt. Beispiel: title="Be­lie­bi­ger Linktitel"
target Mit dem Attribut target de­fi­nie­ren Sie ein Ziel-Frame, in dem das Linkziel vom Web­brow­ser geöffnet werden soll. Als Wert erfordert das Attribut den Namen des ge­wünsch­ten Frames. Stan­dard­wert des target-Attributs ist _self. Das Linkziel öffnet sich im an­ge­ge­be­nen Frame im aktuellen Brow­ser­fens­ter. Ist dieser Effekt erwünscht, kann man das Attribut target somit auch weglassen. Ab­wei­chun­gen von Standard werden explizit definiert. Beispiel: target="_blank" Der Web­brow­ser öffnet das Linkziel in einem neuen Tab oder Brow­ser­fens­ter.
rel Mit dem Attribut rel de­fi­nie­ren Sie eine logische Beziehung zwischen der Ziel Ressource und dem Aus­gangs­do­ku­ment. Als Wert erfordert das Attribut rel einen oder mehrere durch Leer­zei­chen getrennte Linktypen-Be­zeich­nun­gen. Beispiele: rel="nofollow" Der Linktyp nofollow er­mög­licht es Web­sei­ten­be­trei­bern, einen Hyperlink von der Bewertung durch die Such­ma­schi­nen aus­zu­schlie­ßen. Enthält das rel-Attribut den Wert nofollow, wird der Hyperlink als Nofollow-Link definiert. Diese Angabe si­gna­li­siert Such­ma­schi­nen-Bots, die beim Crawlen der Webpage auf den Link stoßen, dass sie selbigen nicht nach­ver­fol­gen sollen. Ein Nofollow-Link hat somit keinen Einfluss auf die Re­le­vanz­be­wer­tung durch Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men. rel="no­re­fer­rer" In der Regel über­mit­telt ein Web­brow­ser, der einen Hyperlink verfolgt, dem Server des Linkziels die Adresse der Link­quel­le. Kommt das rel-Attribut mit dem Wert no­re­fer­rer zum Einsatz, wird der Web­brow­ser an­ge­wie­sen, diese In­for­ma­ti­on im HTTP-Header der Anfrage weg­zu­las­sen. Der Betreiber des Linkziels erfährt somit nicht, von welchem Aus­gangs­punkt der Besucher auf die verlinkte Website gelangt ist. Mehr über no­re­fer­rer erfahren Sie im wei­ter­füh­ren­den Artikel zu anonymen Links.
download Das Attribut download wurde mit der neuen HTML-Version 5 ein­ge­führt und definiert das Linkziel als Ressource, die her­un­ter­ge­la­den wird, sobald ein In­ter­net­nut­zer auf den Link klickt. Der Wert des download-Attributs ist der Name der Datei, die zum Download be­reit­steht. Die korrekte Da­tei­er­wei­te­rung wird durch den Web­brow­ser au­to­ma­tisch ermittelt und angefügt. Beispiel: download="preis­lis­te-2018"
name Das Attribut name er­mög­licht es Ihnen, dem a-Element einen Namen zu­zu­wei­sen, der später als Sprung­mar­ke verwendet werden kann. HTML5 verbietet das name-Attribut. Verwenden Sie statt­des­sen das globale Attribut id. HTML4-Beispiel: <a name="Abschnitt2">Linktext</a> HTML5-Beispiel: <a id="Abschnitt2">Linktext</a>
Tipp

Beachten Sie, dass HTML5 einige a-Attribute des Vor­gän­ger­stan­dards nicht mehr un­ter­stützt und eine Reihe neuer Attribute zur Verfügung stellt.

Linktypen und ihre Bedeutung für die Such­ma­schi­ne

Bei der Ver­knüp­fung von Webpages kommen Hy­per­links mit un­ter­schied­li­chen Funk­tio­nen zum Einsatz. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch der In­ter­net­ge­mein­de haben sich ver­schie­de­ne Linktypen etabliert, die sich grob in interne und externe Hy­per­links un­ter­tei­len lassen. Als interne Links be­zeich­net man alle Verweise zwischen den einzelnen Un­ter­sei­ten einer Domain. Externe Links ver­knüp­fen un­ter­schied­li­che Domains mit­ein­an­der. Interne und externe Links dienen in erster Linie der Na­vi­ga­ti­on mensch­li­cher Web­sei­ten­be­su­cher. Ein zu­sätz­li­cher Nutzen von Hy­per­links im Rahmen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (Search Engine Op­ti­miza­ti­on, kurz: SEO) ergab sich erst mit dem Siegeszug von Google: Denn auch Bots, allen voran Such­ma­schi­nen-Crawler, nutzen Hy­per­links, um Websites zu er­schlie­ßen und Ver­bin­dun­gen zu anderen Web­res­sour­cen aus­zu­wer­ten. Lange waren Hy­per­links das zentrale Kriterium der Re­le­vanz­be­wer­tung einer Website und somit aus­schlag­ge­bend für das Ranking in der Such­ma­schi­ne. Heute hat sich der Stel­len­wert des Hy­per­links re­la­ti­viert. Denn moderne Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men greifen auf eine Vielzahl von Ranking-Faktoren zurück, um In­ter­net­nut­zern die re­le­van­tes­ten Er­geb­nis­se zur je­wei­li­gen Such­an­fra­ge prä­sen­tie­ren zu können. Nichts­des­to­trotz sind die interne Ver­lin­kung und das Back­link­pro­fil nach wie vor überaus wichtig für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung.  

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Interne Hy­per­links

Die Or­ga­ni­sa­ti­on interner Links innerhalb eines Web­pro­jekts wird Link­struk­tur genannt. Link­struk­tu­ren liegen stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen zugrunde. Das Ziel ist es, Be­su­cher­strö­me in geordnete Bahnen zu lenken. Man spricht in diesem Zu­sam­men­hang von so­ge­nann­ten Klick­pfa­den.

Klick­pfa­de sind in der Regel auf einen be­stimm­ten Zweck hin aus­ge­rich­tet: Webshop-Betreiber möchten bei­spiels­wei­se Waren und Dienst­leis­tun­gen verkaufen, Abon­nen­ten für den News­let­ter gewinnen oder Besucher zur Teilnahme an einem Ge­winn­spiel animieren.

Hinweis

Ein Klickpfad umfasst eine Reihe von Schritten, die ein Web­sei­ten­be­su­cher zu­rück­le­gen muss, um das vom Betreiber in­ten­dier­te Ziel zu erreichen. Dabei muss ein Schritt nicht zwangs­läu­fig den Wechsel von einer URL zur nächsten be­inhal­ten. In der Regel führen Klick­pfa­de jedoch über mehrere Webpages hinweg.

Mögliche Struk­tu­ren für die interne Ver­lin­kung sind die lineare Struktur, die Baum­struk­tur, die Stern­struk­tur und die Netz­struk­tur.

  • Lineare Struktur: Innerhalb einer linearen Link­struk­tur werden Un­ter­sei­ten eines Web­pro­jekts so verlinkt, dass ein vor­ge­ge­be­ner Klickpfad entsteht. Besucher er­schlie­ßen Webseiten mit linearer Link­struk­tur stets in der vom Betreiber ge­wünsch­ten Rei­hen­fol­ge. Dieser hat damit maximale Kontrolle über den Klickpfad. Besucher könnten sich bei dieser Link­struk­tur jedoch gegängelt fühlen. Typisch ist die lineare Link­struk­tur bei­spiels­wei­se für dy­na­mi­sche Web­pro­jek­te wie Blogs. 
  • Baum­struk­tur: Folgt die interne Ver­lin­kung einer Baum­struk­tur, liegt der Website eine Glie­de­rung zugrunde, bei der die Un­ter­sei­ten des Projekts ver­schie­de­nen Hier­ar­chie­ebe­nen zu­ge­ord­net werden. Typisch ist eine solche Link­struk­tur für Webshops. Der Besucher ruft in der Regel zunächst eine für die Such­ma­schi­ne op­ti­mier­te Landing­pa­ge auf und klickt sich an­schlie­ßend zu den ge­wünsch­ten Kategorie- und Pro­dukt­sei­ten durch. Die the­ma­ti­sche Aus­rich­tung der Webpages (Kategorie, Un­ter­ka­te­go­rie, Produkt, Artikel) wird in der Regel umso spe­zi­fi­scher, je tiefer der po­ten­zi­el­le Kunde in die unteren Ebenen der Website vorstößt.
  • Stern­struk­tur: Eine Stern­struk­tur liegt vor, wenn eine Webpage diverse Links auf andere in der Regel gleich­wer­ti­ge Webpages desselben Projekts bietet. Typisch ist ein solches Or­ga­ni­sa­ti­ons­prin­zip für Online-Lexika wie Wikipedia. Dort finden Nutzer in jedem Artikel Hy­per­links zur anderen the­men­re­le­van­ten Artikeln, in denen die ver­link­ten Begriffe genauer erklärt werden. Dem Nutzer bleibt somit die Wahl, in welche The­men­be­rei­che er sich tiefer einlesen möchte.    
  • Netz­struk­tur: Netz­för­mi­ge Link­struk­tu­ren zeichnen sich dadurch aus, dass nahezu alle Un­ter­sei­ten eines Web­pro­jekts auf jeder Webpage verlinkt sind. Ein Web­sei­ten­be­su­cher hat somit von jedem Stand­punkt aus die Mög­lich­keit, auf die ge­wünsch­te Un­ter­sei­te der Website zu gelangen. 

Ver­ge­gen­wär­ti­gen Sie sich, dass es sich bei den hier vor­ge­stell­ten Link­struk­tu­ren um Abs­trak­tio­nen handelt. In der Regel bedienen sich Web­sei­ten­be­trei­bern bei der internen Ver­lin­kung einer Mischform, die die Link­stra­te­gien der vor­ge­stell­ten Konzepte verbindet. So kann ein Webshop bei­spiel­wei­se grund­sätz­lich der Baum­struk­tur folgen und über Na­vi­ga­ti­ons­me­nüs, Sidebars und den Footer gleich­zei­tig eine netz­för­mi­ge Link­struk­tur anbieten, die es po­ten­zi­el­len Kunden er­mög­licht, den aktuellen Klickpfad zu verlassen und auf eine andere Kategorie-, Produkt- oder Ser­vice­sei­te zu wechseln.

Interne Hy­per­links haben eine zentrale Bedeutung für die Usability (Nut­zer­freund­lich­keit) einer Website. Ein Web­pro­jekt mit guter Link­struk­tur bietet Nutzern kurze Klick­pfa­de zu den ge­wünsch­ten Inhalten und regt dazu an, andere Web­sei­ten­be­rei­che zu entdecken. Somit trägt eine gute interne Ver­lin­kung auch dazu bei, die Ver­weil­dau­er von Besuchern auf der Website zu steigern. Von SEO-Experten wird eine nut­zer­freund­li­che interne Ver­lin­kung zudem als einer der zentralen Faktoren für ein gutes Ranking in der Such­ma­schi­ne gehandelt.

Hinweis

Weitere In­for­ma­tio­nen zur Ver­bes­se­rung der Link­struk­tur Ihrer Website finden Sie in unserem Grund­la­gen­ar­ti­kel zur internen Ver­lin­kung.

Externe Hy­per­links

Die Gruppe der externen Hy­per­links umfasst alle Ver­lin­kun­gen von einer Website zur anderen. Jede Ver­lin­kung zwischen zwei Domains ist – je nach Blick­win­kel – entweder ein aus­ge­hen­der oder ein­ge­hen­der Hyperlink.

Aus­ge­hen­de Hy­per­links

Als aus­ge­hen­de Hy­per­links (auch Outbound Links) be­zeich­net man alle Hy­per­links auf der eigenen Website, die auf eine Web-Ressource einer anderen Domain verweist. In der Regel werden externe Links als Quel­len­an­ga­ben oder Emp­feh­lun­gen für wei­ter­füh­ren­de Inhalte genutzt.

Beachten Sie, dass externe Hy­per­links In­ter­net­nut­zer von Ihrer Website auf eine andere führen. Jeder externe Verweis birgt somit die Gefahr, Besucher zu verlieren. Kom­pen­sie­ren lässt sich dies mithilfe des oben vor­ge­stell­ten HTML-Attributs target. Im­ple­men­tie­ren Sie externe Links nach folgendem Schema, wird das Linkziel des externen Verweises je nach Brow­ser­ein­stel­lung in einem neuen Tab oder Fenster geöffnet. Ihre Website bleibt somit im Browser geöffnet und der Besucher verliert diese nicht aus den Augen.

<a href="https://www.example.org" target="_blank">Linktext</a>

Ein Nachteil des target-At­tri­bu­tes ist, dass der Web­sei­ten­be­su­cher nicht selbst ent­schei­den kann, wo der an­ge­klick­te Link geöffnet wird. Kritiker sehen darin eine Gängelung des Nutzes. Kommt target="_blank" zum Einsatz, sollten Sie aus Si­cher­heits­grün­den in jedem Fall ergänzend das Attribut rel mit dem Wert noopener verwenden:

<a href="https://www.example.org" target="_blank" rel="noopener">Linktext</a>
Hinweis

Der Zusatz rel="noopener" schließt eine Si­cher­heits­lü­cke, die entsteht, wenn ein Hyperlink eine Web­res­sour­ce in einem neuen Tab oder Fenster öffnet. Denn kommt target="_blank" ohne diesen Zusatz zum Einsatz, erhält die Zielseite durch den window.opener Zugriff auf das Fenster-Objekt, in dem Ihre Website dar­ge­stellt wird. Und dann kann sie dieses via window.opener.location = newURL auf eine beliebige URL umleiten. Ver­hin­dern lässt sich das, indem der window.opener durch den Zusatz rel="noopener" auf den Wert null gesetzt wird. Links zu wei­ter­füh­ren­den In­for­ma­tio­nen über dieses Thema bietet die GitHub-Seite des Ent­wick­lers Mathias Bynens. Leider wird rel=noopener aktuell noch nicht von allen Browsern un­ter­stützt.

Ob eine Website Outbound Links enthält, hat keinen direkten positiven Einfluss auf das Ranking in der Such­ma­schi­ne. Dies stellte Google-Mit­ar­bei­ter John Mueller im May 2016 in einer Google-Web­mas­ters-Hangout-Session auf YouTube klar. Doch Hy­per­links, die dem Besucher Mehrwert bieten, indem sie auf hoch­wer­ti­ge und ver­trau­ens­wür­di­ge Inhalte verweisen, steigern Mueller zufolge in jedem Fall die Qualität einer Website. Komplett auf aus­ge­hen­de Hy­per­links ver­zich­ten sollten Sie daher nicht.  Während ein positiver Einfluss von Outbound Links von Google de­men­tiert wird, gilt es als un­be­strit­ten, dass aus­ge­hen­de Hy­per­links das Ranking einer Website unter Umständen negativ be­ein­flus­sen können. Bei Webseiten, die durch viele un­na­tür­li­che Outbound Links auffallen, besteht die Gefahr, dass Such­ma­schi­nen dies als Spam einstufen und mit Ab­stra­fun­gen – so­ge­nann­ten Penaltys – reagieren.   

Tipp

Beachten Sie, dass das Internet einem stetigen Wandel un­ter­liegt. Über­prü­fen Sie daher re­gel­mä­ßig, dass keine fehl­ge­lei­te­ten Outbound Links auf veraltete Linkziele oder Feh­ler­sei­ten führen und so die Usability Ihrer Website negativ be­ein­flus­sen. Ent­spre­chen­de SEO-Tools zur Über­prü­fung finden Sie im Netz bei diversen Anbietern.

Als Web­sei­ten­be­trei­ber sollten Sie beim Einsatz externer Hy­per­links Sorgfalt walten lassen, da Verweise auf eine andere Webseiten unter Umständen recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich ziehen können – bei­spiels­wei­se im Fall von Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen oder bei Hy­per­links auf rechts­wid­ri­ge Inhalte wie un­er­laub­te Glücks­spiel­an­ge­bo­te. Weite In­for­ma­tio­nen zu Prü­fungs­pflich­ten für Links stellt bei­spiels­wei­se die IHK Frankfurt am Main zur Verfügung.

Möchten Sie ver­hin­dern, dass ein aus­ge­hen­der Link Ihrer Website von den Such­ma­schi­nen als Emp­feh­lung be­trach­tet wird, können Sie den Crawler anweisen, den ent­spre­chen­den Link zu igno­rie­ren. Nutzen Sie dazu das oben be­schrie­be­ne Attribut rel mit dem Wert nofollow. Nofollow-Links werden bei der Re­le­vanz­be­wer­tung durch Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men nicht be­rück­sich­tigt. Als Standard hat sich dieser Linktyp vor allem bei Web­pro­jek­ten etabliert, innerhalb derer auch Besucher eigene Inhalte inklusive Hy­per­links ver­öf­fent­li­chen können. Online-Foren, Be­wer­tungs­platt­for­men, Online-Magazine und Wikis schützen sich auf diese Weise vor Spam-Beiträgen, die einzig und allein dem Link­auf­bau im Rahmen des Black-Hat-SEOs dienen.  

Ein­ge­hen­de Hy­per­links

Als ein­ge­hen­de Hy­per­links (auch Inbound Links oder Backlinks genannt) be­zeich­net man alle Verweise, die von anderen Domains auf das eigene Web­pro­jekt führen. Die Ge­samt­heit aller ein­ge­hen­den Ver­lin­kun­gen bildet das Back­link­pro­fil einer Website.

Die Links Ihres Back­links­pro­fils lassen sich je nach Linkziel grob in zwei Ka­te­go­rien un­ter­tei­len:

  • Surface Links (dt.: Ober­flä­chen­ver­knüp­fung)
  • Deep Links (dt.: tiefe Ver­knüp­fung)

Bei Surface Links handelt es sich um Verweise auf die Start­sei­te oder andere Landing­pa­ges Ihres Web­pro­jekts. Deep Links sind hingegen Backlinks, die auf eine bestimmte Un­ter­sei­te Ihrer Website führen. Ziel von Deep Links können auch mediale Inhalte auf Ihrer Website wie Videos, Bilder oder zum Download an­ge­bo­te­ne Dokumente (z.B. PDFs) sein. Man spricht in diesem Fall auch von Medien-Links.

Fakt

Deep Links auf öf­fent­lich zu­gäng­li­che In­halts­an­ge­bo­te anderer Online-Anbieter stellen dem so­ge­nann­ten „Paperboy“-Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs vom 17. Juli 2003 zufolge weder einen Verstoß gegen das Ur­he­ber­recht noch einen Wett­be­werbs­ver­stoß dar. Im Urteil betont das BGH, dass ein Deep Link allein keine unlautere Aus­beu­tung von An­bie­ter­leis­tun­gen darstellt. Dies gelte jedoch nur, sofern durch den Hyperlink keine tech­ni­schen Si­cher­heits­maß­nah­men umgangen werden, die bei­spiels­wei­se dafür sorgen, dass bestimmte Inhalte nur re­gis­trier­ten oder zahlenden Nutzern zur Verfügung stehen.

Backlinks lassen sich darüber hinaus auch hin­sicht­lich ihrer Link­quel­le dif­fe­ren­zie­ren. Im Rahmen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung un­ter­schei­det man zwischen Content-Links, Sidebar- und Footer-Links sowie zwischen Kommentar-Links und Social-Signals.  

  • Content-Links: Bei Content-Links handelt es sich um Verweise, die aus dem Content (Text­in­halt) einer anderen Webpage heraus auf Ihre Domain führen. Content-Links können Deep oder Surface Links sein. In der Regel stellen Hy­per­links dieser Art eine Emp­feh­lung für die Inhalte Ihrer Website dar. Auch Such­ma­schi­nen­an­bie­ter in­ter­pre­tie­ren Content-Links als starkes Güte- und Relevanz-Kriterium. Im Rahmen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind Content Links daher besonders wertvoll. Bei der Bewertung eines Content-Links bezieht die Such­ma­schi­ne Faktoren wie den Linktext des Links, die the­ma­ti­sche Aus­rich­tung der ver­link­ten Websites sowie die Ver­trau­ens­wür­dig­keit (Trust) der Link­quel­le ein.
  • Sidebar- und Footer-Links: Sidebar- und Footer-Links ist gemein, das sie nicht direkt im Text­in­halt einer Webpage im­ple­men­tiert sind, sondern in Men­über­ei­chen am Sei­ten­rand oder Ende. In der Blog­ger­sze­ne ist es bei­spiels­wei­se üblich, be­freun­de­te oder the­men­re­le­van­te Blogs in der Sidebar zu verlinken. Man spricht von einem Blogroll. Auf Un­ter­neh­mens­web­sei­ten kommen Footer-Links mitunter zum Einsatz, um Ge­schäfts­part­ner, Kunden, Bran­chen­ver­ei­ne, Pres­se­stim­men oder Sponsoren zu verlinken. Da Sidebar- und Footer-Links früher vor allem für un­na­tür­li­che Link­auf­bau­maß­nah­men genutzt wurden, haben Hy­per­links dieses Typs in­zwi­schen nur noch einen geringen Stel­len­wert für die Re­le­vanz­be­wer­tung einer Website. Weist ein Backlinks-Profil hingegen un­na­tür­lich viele Sidebar- und Footer-Links auf, kann dies zu einer au­to­ma­ti­schen oder manuellen Abwertung der Seite durch den Such­ma­schi­nen-Anbieter führen.
  • Kommentar-Links: Unter Kommentar-Links versteht man Hy­per­links in nut­zer­ge­ne­rier­ten Text­in­hal­ten wie Blog-Kom­men­ta­ren, Re­zen­sio­nen oder Beiträgen in Online-Foren. Viele Web­sei­ten­be­trei­ber bieten Besuchern die Mög­lich­keit, Inhalte zur kom­men­tie­ren oder Produkte und Dienst­leis­tun­gen zu bewerten. Mitunter lassen sich in den je­wei­li­gen Beiträgen auch Hy­per­links zu anderen Websites un­ter­brin­gen, die wie alle anderen ein­ge­hen­den Links im Back­link­pro­fil der ver­link­ten Website auf­tau­chen. Wie Sidebar- und Footer-Links bieten auch Kommentar-Links ein großes Potenzial für Ma­ni­pu­la­ti­on und für den künst­li­chen Aufbau eines un­na­tür­li­chen Backlink-Profils. Um Spam-Maßnahmen vor­zu­beu­gen, werden Hy­per­links in Kom­men­ta­ren daher oft au­to­ma­tisch als Nofollow-Links im­ple­men­tiert.
  • Social Signals: Im Web 2.0 haben es sich Nutzer zur Ge­wohn­heit gemacht, Inhalte, die ihnen gefallen, die sie für dis­kus­si­ons­wür­dig halten oder die sie promoten möchten, mit Kontakten auf Social-Media-Platt­for­men zu teilen. Auch dabei handelt es sich um Hy­per­links, die aus dem sozialen Netzwerk heraus auf die jeweilige Webpage verweisen. Man spricht in diesem Zu­sam­men­hang von Social Signals. Ob, wie und in welchem Umfang Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men auf Social Signals wie Likes, Shares und Kom­men­ta­re zu­rück­grei­fen, um die Relevanz einer Website zu bewerten, ist um­strit­ten – ins­be­son­de­re, da die Betreiber der Netzwerke Such­ma­schi­nen-Crawlern wie dem Google-Bot nur bedingt Zugriff auf Social-Media-Inhalte gewähren.

Ein na­tür­li­ches Back­link­pro­fil be­inhal­tet in der Regel jeden der oben auf­ge­führ­ten Linktypen. Ent­schei­dend für das Ranking der Such­ma­schi­nen sind vor allem hoch­wer­ti­ge, the­men­re­le­van­te Content-Links. Dennoch gilt, dass jeder na­tür­li­che ein­ge­hen­de Link ein guter Link ist, da er In­ter­net­nut­zern den Besuch Ihrer Website er­mög­licht und somit eine po­ten­zi­el­le Traffic-Quelle darstellt. Gerade Social Signals bieten ein großes Potenzial, neue Be­su­cher­schich­ten zu erreichen – vor allem, wenn geteilte Inhalte „viral“ gehen.

Tipp

Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen zu externen Hy­per­links und der Pflege des Backlink-Profils finde Sie in unserem Artikel zum such­ma­schi­nen­kon­fo­men Link­buil­ding.

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