Das CMS WordPress wirbt häufig damit, kostenlos zu sein, doch wer genauer hinschaut, wird schnell fest­stel­len, dass diese Aussage nur bedingt stimmt. Dabei macht es einen großen Un­ter­schied, welche WordPress-Version Sie nutzen und welche An­for­de­run­gen Sie an Ihre Website haben. Wir werfen einen de­tail­lier­ten Blick auf sämtliche WordPress-Preise und welche WordPress-Kosten tat­säch­lich anfallen.

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Ist WordPress kostenlos?

Eben weil es sich um eine Open-Source-Lösung handelt, wird die Frage „Was kostet WordPress?“ oftmals mit einem schnellen „Gar nichts.“ abgetan. Genau genommen trifft das aber nur auf einen einzigen Fall zu: Wenn Sie über WordPress.com den Free-Tarif ab­schlie­ßen. In allen anderen Fällen entstehen für die Nutzung von WordPress Kosten – im Detail gehen wir darauf im Folgenden ein.

Hinweis

Für wen ist WordPress geeignet?

WordPress zählt heut­zu­ta­ge zu den be­lieb­tes­ten Content-Ma­nage­ment-Systemen bei Pri­vat­per­so­nen und Firmen. Da es sich grund­sätz­lich um eine Open-Source-Lösung inklusive Shop-Funktion handelt – der Quellcode ist für jeden frei zu­gäng­lich, kann in­di­vi­du­ell angepasst und wei­ter­ent­wi­ckelt werden –, gibt es eine riesige Ent­wick­ler-Community, die bereits für jeden Website-Typ und jede Funktion die passenden Lösungen in Form von Themes und Plugins durch ver­schie­de­ne Versionen ent­wi­ckelt hat.

WordPress-Kosten im Überblick

Doch wie viel kostet eine WordPress-Webseite? Wenn wir davon ausgehen, dass Sie Ihre Website mit dem frei ver­füg­ba­ren Code von WordPress.org umsetzen, beginnen die Kosten je nach Anbieter bei rund 60 Euro im Jahr (12 Euro für die Domain, 48 Euro für das Hosting bei IONOS). Benötigen Sie mehr Webspace, mehrere Domains mit un­ter­schied­li­chen Endungen und zu­sätz­li­che Si­cher­heit durch ein SSL-Zer­ti­fi­kat, steigen die Kosten bereits. Außerdem kommen viele weitere Punkte dazu, bis die fertige Website live ist:

  • Grund­le­gen­de In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung
  • Ein­rich­tung von Si­cher­heits- und DSGVO-Maßnahmen
  • Themes
  • Plugins
  • Im­ple­men­tie­rung von SEO- und Analyse-Funk­tio­nen
  • Per­for­mance-Op­ti­mie­rung
  • Re­gel­mä­ßi­ge Wartung und Ak­tua­li­sie­rung
  • Ggf. Ein­bin­dung eines On­line­shops

Abhängig davon, wie viel davon Sie selbst über­neh­men können und wollen, ergeben sich die finalen WordPress-Website-Kosten. Doch auch Ihre Zeit ist etwas wert und somit ein Kos­ten­fak­tor. In anderen Bereichen müssen Sie Funk­tio­nen und Tools zukaufen, was ebenfalls Mehr­auf­wand ver­ur­sacht. Wie um­fang­reich die einzelnen Aufgaben im Detail sind, erfahren Sie im Folgenden.

Grund­le­gen­de In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung

Tech­ni­sches Know-how vor­aus­ge­setzt, können Sie WordPress selbst in­stal­lie­ren und in ungefähr einem halben Tag ein­rich­ten – sollen bereits Seiten angelegt und befüllt werden, steigt der Aufwand natürlich. Online gibt es zahl­rei­che Tutorials, die auch Ba­sis­wis­sen zur Ein­rich­tung von Si­cher­heits- und DSGVO-Maßnahmen ver­mit­teln. Wenn Sie die Ein­rich­tung extern vornehmen lassen, müssen Sie mit 500 bis 1.000 Euro rechnen – abhängig vom Umfang, Dienst­leis­ter und ob bzw. welche Si­cher­heits­maß­nah­men und anderen Leis­tun­gen bereits enthalten sind.

Si­cher­heits- und DSGVO-Maßnahmen

Ein Vorteil an WordPress ist, dass es bereits zahl­rei­che Vorlagen und Plugins gibt, die die aktuellen An­for­de­run­gen erfüllen. Viele dieser Plugins sind kos­ten­frei er­hält­lich, die Ein­rich­tung ist ebenfalls in wenigen Stunden erfolgt. Die WordPress-Kosten belaufen sich darum auf maximal einige hundert Euro, je nachdem, wie um­fang­reich bei­spiels­wei­se die DSGVO-Maßnahmen sind und ob Sie recht­li­che Beratung dafür in Anspruch nehmen.

Themes

WordPress-Themes verleihen Ihrer Homepage das grund­le­gen­de Design. Es gibt Klassiker, die kostenlos er­hält­lich sind, aber auch auf­wen­di­ge­re Themes, die 100 Euro oder mehr kosten. Auch eine in­di­vi­du­el­le Ent­wick­lung ist denkbar, wobei diese mit einigen hundert Euro si­cher­lich die teuerste Lösung ist. Die In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung eines Themes dauert meist wenige Stunden.

Plugins

Mit WordPress-Plugins erweitern Sie Ihre Homepage um weitere Funk­tio­nen. Von einfachen Tabellen-Funk­tio­nen bis hin zu um­fang­rei­chen Shop-Systemen lässt sich alles über Plugins lösen. Auch hier gilt, dass es kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge Plugins gibt. Konkrete Kosten lassen sich hier schwer benennen, da sowohl der Kaufpreis für ein Plugin als auch der Aufwand für die In­stal­la­ti­on erheblich variieren können.

SEO- und Analyse-Funk­tio­nen

Um eine WordPress-Seite für Such­ma­schi­nen zu op­ti­mie­ren, gibt es das beliebte SEO-Plugin Yoast. Darüber hinaus kann es nötig sein, be­stehen­de Texte oder Bilder ent­spre­chend an­zu­pas­sen. Ana­ly­se­tools sind oftmals kostenlos, müssen aber ebenfalls im­ple­men­tiert werden. Auch hier fallen eher Kosten in Form von zeit­li­chem Aufwand (auch für Aus­wer­tung und Umsetzung von Maßnahmen) an.

Per­for­mance-Op­ti­mie­rung

Anfangs lohnt es sich ebenfalls, einige Stunden in die Op­ti­mie­rung von La­de­zei­ten und anderen tech­ni­schen Ge­sichts­punk­ten zu in­ves­tie­ren, sodass sowohl Nutzende als auch Crawler Ihre Website gerne aufrufen. Auch hier gibt es Plugins; al­ter­na­tiv dauern manuelle An­pas­sun­gen einige Stunden.

Tipp

Re­gel­mä­ßi­ge Wartung und Ak­tua­li­sie­rung

Im laufenden Betrieb sollten Sie unbedingt die Ak­tua­li­tät von WordPress und der ver­wen­de­ten Plugins im Auge behalten, Si­cher­heits­lü­cken schnell entdecken und schließen, aber auch Backups erstellen und Caches und Da­ten­ban­ken be­rei­ni­gen. Kleine Agenturen setzen War­tungs­ver­trä­ge für WordPress zu Preisen ab rund 50 Euro im Monat an.

Ein­bin­dung eines On­line­shops

Einen On­line­shop über bzw. mit WordPress zu betreiben, ist noch einmal ein ganz eigenes Thema. Auch wenn es Plugins mit ent­spre­chen­den Funk­tio­na­li­tä­ten dafür gibt, hängen hieran zahl­rei­che weitere Faktoren, bei­spiel­wei­se höhere An­for­de­run­gen an den Da­ten­schutz, die Anbindung von Be­zahl­sys­te­men und Da­ten­ban­ken usw. Aus diesem Grund ist es auch schwierig zu beziffern, welche WordPress-Kosten hierfür tat­säch­lich anfallen. Schon kleinere Shops sollten aber min­des­tens mit einem mittleren vier­stel­li­gen Betrag planen.

Tipp

Sie können Ihr WordPress-Wissen mit dem kos­ten­lo­sen E-Book für Ein­stei­ger weiter vertiefen.

WordPress.com vs. WordPress.org

Zunächst ist aber die Un­ter­schei­dung zwischen WordPress.com und WordPress.org wichtig: Auf der .com-Seite finden Sie ver­schie­de­ne Tarife, bei denen Sie eine fertig ein­ge­rich­te­te WordPress-Software inklusive Hosting erhalten. Auf Basis fest­ge­leg­ter Designs, Themes und Plugins können Sie hier Ihre eigene WordPress-Website erstellen. Was kom­for­ta­bel klingt, wird spä­tes­tens, wenn Sie skalieren und zu­sätz­li­che Funk­tio­nen oder einen Shop anbinden möchten, zum Problem. An den Quellcode kommen Sie bei den WordPress-Paketen nämlich nicht, zu­sätz­li­che Themes und Plugins müssen Sie hin­zu­kau­fen. Und: In der komplett kos­ten­lo­sen Variante wird außerdem beliebig Werbung auf Ihrer späteren Website ge­schal­tet. So ist die .com-Variante ei­gent­lich nur für Pri­vat­per­so­nen zu empfehlen, die schnell und un­kom­pli­ziert bei­spiels­wei­se einen WordPress-Blog erstellen möchten.

Auf WordPress.org können Sie den Code für das CMS her­un­ter­la­den – komplett kostenlos. An­schlie­ßend haben Sie die maximale Freiheit, wenn es um Design und Funk­tio­nen geht. Allein zum Start einer WordPress-Website fallen al­ler­dings schon die ersten Kosten an: für Hosting und eine Domain.

Tipp

Mit IONOS gelingt der perfekte Start in die Arbeit mit WordPress: Sie können die Ver­füg­bar­keit Ihrer Wunsch-Domain prüfen, die Domain re­gis­trie­ren und Hosting für WordPress buchen. Für zu­sätz­li­che Si­cher­heit und Trust kaufen Sie ein SSL-Zer­ti­fi­kat.

WordPress-Varianten: Preise im Vergleich

WordPress.com WordPress.org
Domain 0–45 Euro pro Monat .de-Domains ab ca. 0,08 Euro pro Monat
Webspace Bis 1 GB kostenlos, danach ab 4 Euro pro Monat Ab ca. 6 Euro pro Monat für 100 GB
Themes Ab 8 Euro pro Monat Kostenlos/kos­ten­pflich­tig
Plugins Ab 25 Euro pro Monat Kostenlos/kos­ten­pflich­tig
Werbung durch WordPress Ab 4 Euro pro Monat werbefrei Keine
E-Commerce Ab 45 Euro pro Monat Kostenlos/kos­ten­pflich­tig

Wichtig bei der In­ter­pre­ta­ti­on der Preise für WordPress.com ist, dass sich die Kosten in den einzelnen Zeilen nicht summieren, sondern die maximalen Spannen der Tarife wie­der­ge­ben: Die Free-Version ist bei­spiels­wei­se komplett kostenlos, Werbung lässt sich ab dem Tarif „Per­sön­lich“ und für 4 Euro im Monat aus­blen­den, in der größten Variante ist für 45 Euro pro Monat eine Domain mit E-Commerce für ein Jahr in­klu­diert.

Bei WordPress.org hängen die Kosten bei­spiels­wei­se davon ab, ob Sie kos­ten­lo­se oder -pflich­ti­ge WordPress-Themes und -Plugins verwenden und welches Shop-System Sie einbinden möchten.

Tipp

Ihnen fehlen Ideen für Ihre Website? Dann nutzen Sie den IONOS Website Design Service und lassen Sie sich Ihre pro­fes­sio­nel­le Homepage von Ex­per­tin­nen und Experten erstellen.

Externe Un­ter­stüt­zung für WordPress: Preise von Agenturen und Co.

Wenn Sie sich für eine externe Un­ter­stüt­zung zur Umsetzung Ihrer WordPress-Website ent­schei­den, brauchen Sie zwar keine oder nur wenig eigene Zeit zu in­ves­tie­ren – neben den Kosten für Plugins, Themes und anderen Software-Kom­po­nen­ten müssen Sie aber natürlich IT-Profis sowie ggf. Ausgaben für Design sowie Projekt- und Content-Ma­nage­ment ein­kal­ku­lie­ren.

Geht es nur um die tech­ni­sche Umsetzung, sind selbst­stän­di­ge WordPress-Ent­wick­ler und -Ent­wick­le­rin­nen die güns­ti­ge­re und schnel­le­re Lösung: Rechnen Sie dabei mit Stun­den­sät­zen zwischen 70 und 120 Euro, Free­lan­cer und Free­lan­ce­rin­nen in anderen Bereichen wie Design, Text und Content-Pflege sind oftmals (etwas) günstiger.

Wollen Sie ver­schie­de­ne Aufgaben auslagern, lohnt sich manchmal auch eine Agentur, bei der ein Pro­jekt­ma­nage­ment die Steuerung einzelner Ex­per­tin­nen und Experten für Sie übernimmt. Al­ler­dings müssen Sie diese dann natürlich mit­be­zah­len, sodass – selbst wenn Sie eine kleine WordPress-Website erstellen lassen wollen – Kosten von mehreren tausend Euro anfallen können.

Tipp

Kosten im Detail: Was kostet eine Domain und was kostet eine komplette Website, un­ab­hän­gig vom System? Das erfahren Sie in unseren wei­ter­füh­ren­den Ratgebern.

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