Auf­merk­sam­keit gilt als härteste Währung unserer Zeit – vor allem im sozialen Netzwerk. Doch hoch­wer­ti­ger Content allein ist noch keine Garantie für eine zu­neh­men­de Anzahl an Followern. Ziel vieler Social-Media-Nutzer ist eine größt­mög­li­che Reich­wei­te bei Twitter, Instagram, Facebook und Co. Möchten auch Sie Social-Media-Inhalte mas­sen­wirk­sam promoten, ist das so­ge­nann­te Hashtag das Mittel der Wahl. Hashtags verleihen Ihrem Beitrag eine Art Etikett, wecken Interesse und adres­sie­ren aus­ge­wähl­te Ziel­grup­pen. Die Ver­schlag­wor­tung von Inhalten er­mög­licht eine the­ma­ti­sche Zuweisung von Posts und Tweets sowie die In­te­gra­ti­on in die Schlüs­sel­wort­su­che des sozialen Netzwerks.

Was ist ein Hashtag? – Die Bedeutung des Raute-Zeichens

Mit Si­cher­heit sind Sie bei der Social-Media-Nutzung auch schon über den einen oder anderen Hashtag ge­stol­pert. Der Mi­kro­blog­ging-Dienst Twitter rief die beliebten Schlag­wor­te im Jahr 2007 ins Leben. Vorreiter der Schlüs­sel­wort­su­che ist neben Twitter der mitt­ler­wei­le von Facebook Inc. gekaufte Foto-Sharing-Dienst Instagram. Da ein Tweet auf Twitter die Anzahl von 280 Zeichen (ehemals 140) nicht über­schrei­ten darf, bieten Twitter-Hashtags die ideale Mög­lich­keit, kurze Tweets the­ma­tisch zu bündeln. Im visuell geprägten Netzwerk Instagram werden Fotos und Videos geteilt. Um Inhalte zu kenn­zeich­nen und eine schrift­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on zu er­mög­li­chen, hat sich auch hier das Hashtag voll­stän­dig etabliert. Zudem nutzen User Hashtags, um eine emo­tio­na­le Reaktion zu einem Beitrag abzugeben.

Der Begriff „Hashtag“ bündelt die eng­li­schen Wörter „hash“ und „tag“. Während „tag“ übersetzt für „Schlag­wort“ steht, bezieht sich „hash“ auf das Dop­pel­kreuz (#). Die Ver­schlag­wor­tung er­mög­licht es Ihnen, schnell und gezielt In­for­ma­tio­nen zu filtern sowie aktuelle Trends und Themen zu erkennen und zu verfolgen.

Was Sie außerdem über Hashtags wissen sollten

Hashtags sind ein fester Be­stand­teil nahezu aller Social-Media-Platt­for­men. Auch wenn sich die diversen sozialen Kanäle in ihren Funk­tio­nen und In­ten­tio­nen un­ter­schei­den, werden Hashtags netz­werk­über­grei­fend an­ge­wen­det. Hashtags werden im Gegensatz zu anderen Tagging-Methoden direkt in den ei­gent­li­chen Beitrag eingefügt. Die be­tref­fen­den Begriffe werden mit einem Hash-Zeichen versehen und gelten so als getaggt. Hashtags können sowohl in den Post in­te­griert werden, als auch am Ende einer Nachricht stehen. Häufig werden Hashtags von einem Nutzer ins Leben gerufen und im Anschluss von anderen Nutzern auf­ge­grif­fen. Die schnelle virale Ver­brei­tung der Hashtags führt zu einem welt­wei­ten Austausch zu diversen The­men­ge­bie­ten.

Trends und The­men­re­le­vanz

Suchen Sie als Nutzer im sozialen Netzwerk gezielt nach einem be­stimm­ten Hashtag, werden Ihnen alle mit diesem Schlag­wort ver­knüpf­ten Beiträge angezeigt. Listen der aktuell be­lieb­tes­ten Hashtags werden Nutzern von allen gängigen Netz­wer­ken zur Verfügung gestellt. Dies er­mög­licht es, Trends nach­zu­voll­zie­hen. Hashtags bieten sich somit für Re­cher­chen zu aktuellen Ent­wick­lun­gen an. Möchten Sie – etwa im Rahmen einer Wer­be­kam­pa­gne – mit einem be­stimm­ten Begriff in Ver­bin­dung gebracht werden, gilt es die the­ma­tisch passenden Hashtags zu finden. Der Einsatz the­men­re­le­van­ter Hashtags kann so zu einer erhöhten Reich­wei­te Ihrer Inhalte führen.

Tipp

Steigern Sie ihre Reich­wei­te und In­ter­ak­ti­ons­zah­le­auf Social-Media-Kanälen mit Hashtag-Marketing!

Gezielt mehr Follower gewinnen – so funk­tio­niert’s

Weltweit kommen täglich durch­schnitt­lich 125 Millionen ver­schie­de­ne Hashtags zum Einsatz. Diese sind weder mit Rechten noch mit Pri­vi­le­gi­en verbunden. Es steht somit jedem Nutzer frei, Hashtags zu erstellen und zu verwenden. Der Kopf der Hashtag-Bewegung aus dem Jahr 2007, Chris Messina, po­si­tio­niert sich bis heute als Gegner einer Pa­tent­an­mel­dung, da diese die Ver­brei­tung des Hashtags blo­ckie­ren könnte.

Grund­le­gend gilt: Hashtags dürfen lediglich aus Buch­sta­ben, Ziffern und Emojis bestehen. Satz­zei­chen (.,;:!? etc.) oder Leer­zei­chen werden nicht un­ter­stützt und markieren, sofern sie doch verwendet werden, das Ende des Hashtags.

Ein Hashtag #follow for follow würde bei­spiels­wei­se dem Schlag­wort #follow zu­ge­ord­net werden.

Son­der­zei­chen wie $, % oder & werden nicht kon­se­quent von allen Cli­ent­pro­gram­men un­ter­stützt und werden daher ebenfalls vermieden.

Ein Hashtag wie #Romeo&Julia könnte je nach Client als #Romeo, #Romeo& oder #Romeo&Julia in­ter­pre­tiert werden.

Eine Ausnahme stellt der Un­ter­strich (_) dar: Soll ein Hashtag mehrere Wörter enthalten, müssen diese entweder zu­sam­men­ge­schrie­ben oder mit Un­ter­stri­chen verbunden werden.

Zwischen Groß- und Klein­schrei­bung wird nicht un­ter­schie­den. Hashtags sind somit nicht case-sensitiv. Um die Les­bar­keit mehr­glied­ri­ger Hashtags zu ver­bes­sern, hat sich jedoch eine Schreib­wei­se etabliert, bei der jedes neue Wort mit einem Groß­buch­sta­ben beginnt.

Zwei Schreib­wei­sen derselben Hashtags:

#fol­low­for­fol­low

#Fol­low­For­Fol­low

Eine Suche zu beiden Hashtags führt zum selben Ergebnis.

Prin­zi­pi­ell haben Sie die Mög­lich­keit, Hashtags in jeder be­lie­bi­gen Sprache zu verwenden. Die größte Reich­wei­te haben jedoch eng­lisch­spra­chi­ge Schlag­wör­ter, nicht nur weil Englisch die Ver­kehrs­spra­che des Internets ist, sondern auch weil das Englische ohne Son­der­zei­chen auskommt, die in Hashtags eventuell nicht un­ter­stützt werden.

Darüber hinaus sollten sie folgende Prin­zi­pi­en beachten, um Ihr Ziel, mehr Follower auf Twitter oder Instagram zu gewinnen, einen Schritt näher zu kommen:

  • Die passende Auswahl: Be­trach­ten Sie Ihren Beitrag aus Sicht der Ziel­grup­pe. Versuchen Sie ziel­grup­pen­re­le­van­te Schlag­wör­ter aus­zu­wäh­len, die mit dem Thema Ihres Beitrags in Ver­bin­dung gebracht werden. Über­prü­fen Sie vor Ver­öf­fent­li­chung ihres Posts, ob bereits relevante Hashtags vorhanden sind. Oft fordert eine kurze Recherche über die Schlag­wort­su­che eine Vielzahl the­men­re­le­van­ter Hashtags zutage. Prägen Sie bei Bedarf eigene Hashtags.
  • Der richtige Hashtag-Mix: Beliebte Hashtags ver­schaf­fen Ihren Inhalten mehr Reich­wei­te. Dass Sie die ge­wünsch­te Auf­merk­sam­keit erhalten, ist jedoch nicht ga­ran­tiert. Bei Top-Hashtags können sie davon ausgehen, dass Sie mit einer Vielzahl anderer Nutzer kon­kur­rie­ren, die dieselben Schlag­wör­ter nutzen, um ihre Inhalte zu ver­brei­ten. Es besteht somit die Gefahr, in der Masse un­ter­zu­ge­hen. Wer her­aus­ste­chen möchte, setzt auch auf ni­schen­spe­zi­fi­sche Hashtags oder über­rascht mit pfiffigen Ei­gen­krea­tio­nen. Verwenden Sie idea­ler­wei­se einen guten Hashtag-Mix.
  • Die richtige Anzahl: Scheuen Sie nicht davor zurück, pro Post mehrere Hashtags zu verwenden. Jeder benutzte Hashtag trägt zur Ver­brei­tung Ihrer Inhalte bei. Achten sie jedoch auf The­men­re­le­vanz und vermeiden Sie, dass Ihre Hashtag-Wolke ausufert. Grund­sätz­lich sollten Ihre Inhalte und nicht das Schlag­wort-Set im Mit­tel­punkt stehen. Weniger ist mehr! An­dern­falls laufen Sie Gefahr, dass Ihre Posts von anderen Nutzern als Spam abgetan werden. Die optimale Hashtag-Anzahl hängt auch von der Plattform ab, auf der Sie Ihre Inhalte ver­öf­fent­li­chen. Während Twitter-Nutzer aufgrund der be­gren­zen­den Zei­chen­zahl für den Post auch mit Hashtags sparsam umgehen sollten, ist auf Instagram eine rege Ver­schlag­wor­tung üblich.
  • Die optimale Plat­zie­rung: Hashtags sollten grund­sätz­lich am Ende eines Text­bei­trags stehen, um eine gute Les­bar­keit si­cher­zu­stel­len. Die In­te­gra­ti­on eines Hashtags direkt in den Beitrag empfiehlt sich nur dann, wenn Sie den Hashtag explizit the­ma­ti­sie­ren oder auf diesen Bezug nehmen möchten. Auf Instagram spaltet sich die Nut­zer­ge­mein­de bei der Frage der Plat­zie­rung in zwei Lager: Die einen plat­zie­ren Hashtags direkt in der Bild­be­schrei­bung, andere im ersten Kommentar unter dem Bild. Die Idee hinter der zweiten Variante ist, dass die Schlag­wort-Wolke so weniger im Vor­der­grund steht und der Beitrag na­tür­li­cher wirkt. Nachteil: In der Zeit zwischen Posting und Ver­schlag­wor­tung kann ein Bild bei sehr beliebten Instagram-Hashtags im Feed zum Schlag­wort aufgrund ak­tu­el­le­rer Beiträge schon wieder so weit unten rangieren, dass es niemand mehr wahrnimmt.

Apps wie Tags­For­Li­kes stellen ein nütz­li­ches Hilfs­mit­tel dar, um ge­sam­mel­te Hashtags geordnet abzulegen und zu einem späteren Zeitpunkt per Copy-and-Paste unter Ihren Beitrag zu setzen.

Tipp

Kreieren Sie hoch­wer­ti­gen und in­ter­es­san­ten Content. Auch die besten Hashtags verfehlen ihren Nutzen, wenn Ihre Inhalte diesen Kriterien nicht ent­spre­chen.

Top-Hashtags – auf diese Tags sollten Sie nicht ver­zich­ten

Es gibt keine all­ge­mein­gül­ti­gen und zeitlosen Hashtags, die zwingend zum Erfolg führen. Jedoch kann eine um­fang­rei­che Recherche eine viel­ver­spre­chen­de Ent­wick­lung be­schleu­ni­gen. Dazu ist es hilfreich, aktuelle Zahlen zu den derzeit be­lieb­tes­ten Hashtags ein­zu­se­hen. Die Website top-hashtags.com führt ein Hashtag-Ranking auf und belegt dieses mit täglich ak­tua­li­sier­ten Zah­len­wer­ten. Die folgende Liste aktueller Top-Hashtags kann Sie bei der er­folg­rei­chen Nutzung un­ter­stüt­zen. Beachten Sie jedoch, dass diese aufgrund ihrer hohen Ver­brei­tung schnell über­stra­pa­ziert sein können.

Follower und Likes

#like­for­li­ke; #followme; #follow; #follow4follow; #tags­for­li­kes; #fol­low­for­fol­low

Trend­be­grif­fe

#tbt; #repost; #nofilter; #ootd

Gefühle und Re­ak­tio­nen

#love; #beautiful; #happy; #cute; #fun; #smile

Fo­to­gra­fie

#pho­toof­t­he­day; #pi­cof­t­he­day; #selfie; #pho­to­gra­phy; #photo

Fashion

#fashion; #style; #beauty

Fitness und Sport

#fitness; #mo­ti­va­ti­on; #gym; #fit; #workout

Reisen (Travel)

#travel; #holiday; #nature; #summer; #sun; #beach; #sunset

Personen

#me; #family; #friends; #girl; #boy

Essen und Trinken (Food)

#food; #foodporn; #healthy; #yummy

Instagram-spe­zi­fisch

#instagood; #insta­dai­ly; #instalike

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