Kunst online verkaufen – die Grundlagen

Die Möglichkeiten, Kunst online zu verkaufen, haben als Folge der Corona-Pandemie stark zugenommen. Dabei ist der Verkauf von künstlerischen Objekten über das Internet seit langem keine Notlösung mehr. Von der eigenen Website über Social-Media-Aktivitäten bis zu namhaften Online-Galerien: Das Internet bietet Künstlerinnen und Künstlern eine Vielzahl an Chancen, ihre Werke einer globalen Öffentlichkeit zu präsentieren, Bekanntheit zu erlangen und den Marktwert der eigenen Kunst zu steigern. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie als bildender Künstler alles beachten sollten, wenn Sie Ihre eigene Kunst online verkaufen. Eines vorweg: Um dabei erfolgreich zu sein, sollten Sie zumindest bereit sein, etwas von Ihrer Zeit zu investieren.

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Warum Kunst im Internet verkaufen?

Galerien, Ausstellungen sowie der direkte Verkauf an Kunstliebhaber und Sammler sind für viele Künstler nach wie vor die wichtigsten Möglichkeiten, ihre Werke zu verkaufen. Bei diesen Offline-Vertriebswegen haben potenzielle Käufer die Möglichkeit, die entsprechenden Objekte „real“ zu betrachten. Nicht selten ist dabei der Künstler anwesend und kann auf einer persönlichen Ebene auf Fragen von Kunstliebhabern eingehen.

Der zentrale Vorteil des Internets als Vertriebsweg für Kunst liegt auf der Hand: Interessierte können sich zu jeder Zeit und praktisch von jedem Ort auf der Welt über ein Kunstwerk informieren und dieses ggf. sofort kaufen. Entscheidend dabei ist, dass die Gesetze des Kunstmarktes auch im Internet gelten. Folgende Fragen sollten Sie sich generell stellen, wenn Sie bildende Kunst verkaufen möchten:

  • Wer kauft meine Kunst – wie sieht meine (potenzielle) Zielgruppe aus?
  • Wie viel sind meine Käufer bereit, für meine Kunst zu bezahlen?
  • Über welche Vertriebskanäle (online wie offline) kann ich meine Kunst am besten verkaufen?
  • In welche Richtung möchte ich meine Kunst – unabhängig von den Gegebenheiten am Kunstmarkt – weiterentwickeln?
  • Was sind meine Ziele in Zusammenhang mit dem Kunstmarkt?
  • Wie gerne stelle ich mich als Künstler ins Rampenlicht?
  • Wer kümmert sich um die Vermarktung meiner Kunst – ich selbst und/oder andere?

Auch wenn Kunst selbst den Anspruch auf Einzigartigkeit erhebt: Was das Agieren am Kunstmarkt betrifft, sollten Sie sich auf jeden Fall ansehen, wie Ihre erfolgreichen Kollegen vorgehen. Bei den Vertriebswegen stellt sich auch bei Kunst nur selten die Frage „Online oder offline?“ im Sinne von Entweder-Oder. Im Normalfall geht es darum, einen für den Künstler und seine Werke passenden Mix aus Online- und Offline-Aktivitäten zu finden.

Wenn Sie als angehender Künstler mit dem Gedanken spielen, vom Verkauf Ihrer Werke den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, kann es unter Umständen sinnvoll sein, einen Businessplan zu erstellen. Im Artikel E-Commerce: Merkmale und Entwicklung finden Sie generelle Informationen zum Thema „Verkaufen im Internet“.

Kunst online verkaufen – Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Ortsunabhängig – erreichen Sie eine Vielzahl an potenziellen Käufern auf der ganzen Welt.

Kunstwerke können nicht „real“ betrachtet werden.

Zeitunabhängig – Kunst kann rund um die Uhr betrachtet und gekauft werden.

Kein direkter, persönlicher Kontakt zwischen Käufern und Künstler.

Anbieterunabhängig – eine eigene Website hilft Ihnen, Ihre Kunst direkt an Sammler zu verkaufen, ohne dabei Provisionen an Galerien zahlen zu müssen.

Zum Teil zeitaufwendig – wer Kunst online verkaufen will, muss sich eingehend mit den Vertriebsmöglichkeiten des Internets beschäftigen.

Die Künstler-Website als zentrale Anlaufstelle für Interessierte

Wenn Sie halbwegs ambitioniert eigene Kunst online verkaufen möchten, werden Sie nicht darum herumkommen, eine persönliche Künstler-Website zu erstellen. Die eigene Website bietet Ihnen eine unabhängige Ausgangsbasis für sämtliche Online-Aktivitäten am Kunstmarkt. Bei Objekten, die Sie direkt über Ihre Website verkaufen, müssen keine Provisionen an Galerien oder Kunstplattformen gezahlt werden. Die gesamten Erlöse aus dem Verkauf bleiben bei Ihnen. Ander als bei sozialen Medien oder Online-Kunstplattformen können Sie das Aussehen Ihrer Website völlig eigenständig bestimmen.

Welche Grundelemente, Inhalte und Funktionen kann eine Künstler-Website demnach aufweisen?

  • Startseite – erster Eindruck und Überblick, was den Besucher auf der Website erwartet
  • Aktuelles – Informationen zu Ausstellungseröffnungen, Veranstaltungen und anderen aktuellen Ereignissen, an denen der Künstler beteiligt ist
  • Online-Werkschau – die wichtigsten Werke werden z. B. in Form von Bildergalerien präsentiert
  • Biografie – Beschreibung des Werdegangs und der Ausbildungen des Künstlers
  • Bereich Stilrichtung/Kunstverständnis/„Philosophie“ – Informationen über die Herangehensweise und das Kunstverständnis des Kunstschaffenden
  • Kontaktmöglichkeit – nicht nur für potenzielle Käufer, sondern auch für mögliche Partner wie z. B. Galerien oder für Journalistenanfragen
  • Online-Shop – um z. B. Originalbilder, Skulpturen, Drucke oder andere Produkte online direkt zu verkaufen

Wichtig dabei ist: Auch die aufwendigste Website bringt nichts, wenn sie im Internet nicht gefunden wird. Deshalb sollten Sie Ihre Website bekannt machen – also Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben. Eine wichtige Rolle bei Künstler-Websites spielt Bilder-SEO.

Kunst-Online-Shop selbst erstellen: die wichtigsten Tipps

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einem eigenen Shop Ihre Kunst mit online zu verkaufen:

  1. Der IONOS Homepage-Baukasten MyWebsite bietet umfassende Leistungen, um schnell, einfach und kostengünstig eine Künstler-Website mit Online-Shop zu gestalten und ins Netz zu stellen. Wählen Sie den MyWebsite Onlineshop-Baukasten aus. Alternativ können Sie auch zuerst den Homepage-Bauskasten wählen, um Ihre Künstler-Website zu erstellen und dann die Shop-Funktion erweitern.
     
  2. Überlegen Sie sich eine passende Internetadresse und registieren Sie Ihre Domain. Unsere „Tipps für die Domainregistrierung“ helfen Ihnen dabei.
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    1. Fall Sie Ihre Website und Ihren Webshop nicht selbst gestalten möchten, unterstützt Sie der professionelle Website Design Service von IONOS.
       
    2. Besitzen Sie bereits eine Website auf WordPress-Basis? Mit dem WordPress-Plugin „WooCommerce“ ergänzen Sie einfach einen Online-Shop. IONOS bietet passend dazu ein spezielles WooCommerce Hosting für Ihre Website an. So sind Website und Shop immer zuverlässig erreichbar.
       
    3. Wer in Ihren Kunst-Online-Shop etwas kauft, möchte auch bequem online zahlen. IONOS bietet mit Ipayment die passende Lösung für die professionelle Zahlungsabwicklung.
       
    4. Wenn Sie keinen eigenen Online-Shop für Ihre Kunst erstellen möchten, gibt es auch einfachere Lösungen. Mit dem IONOS Social Buy Button verkaufen Sie Ihre Kunst einfach über Ihre Social-Media-Profile. Oder ergänzen Sie Ihre bestehende Website mit der IONOS Shop-Integration. Mit der eCommerce App von IONOS managen Sie dann Ihre Verkäufe einfach über Ihr mobiles Endgerät.

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    Kunst über soziale Medien verkaufen

    Eine zentrale Möglichkeit, eine Künstler-Website bekannt zu machen – und dadurch mehr Kunst online zu verkaufen –, führt über soziale Medien. Dabei sind Plattformen wie Instagram, Facebook oder Pinterest weit mehr als ein Mittel, um potenzielle Käufer auf eine Website zu leiten. Soziale Medien können für Kunstschaffende eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, mit Kunstinteressierten regelmäßig zu kommunizieren und damit im Bewusstsein der Zielgruppe zu bleiben.

    Wer Kunstwerke über soziale Medien gezielt verkaufen will, muss sich auf potenzielle Käufergruppen fokussieren: Viele Künstler bewegen sich auch in sozialen Medien hauptsächlich innerhalb ihrer Szene – die sich meist aus anderen Künstlern und Teilnehmern am Kunstbetrieb zusammensetzt. Betrachtet man dies aus einer rein marktwirtschaftlichen Perspektive, sind andere Künstler nicht nur Kollegen oder Vorbilder, sondern auch Konkurrenten am Kunstmarkt. Und relativ wenige Künstler kaufen Kunst von Kollegen für bares Geld.

    Fakt ist: Für den direkten Verkauf bringt das Kommunizieren mit anderen Kunstschaffenden über soziale Medien relativ wenig. Dennoch sind Aktivitäten in sozialen Medien auch innerhalb der Szene wichtig, wenn man Kunst im Internet erfolgreich verkaufen möchte:

    • Regelmäßiger Kontakt mit Kunstinteressierten und potenziellen Käufern über soziale Medien
    • Besucher-Transfer von sozialen Medien auf die eigene Website – und dadurch auch mehr Verkäufe
    • Digitale Imagepflege innerhalb und außerhalb der Szene
    • Rascher Informationsaustausch und Überblick über die neuesten Aktivitäten und Trends am Kunstmarkt
    • Möglichkeit, sich schnell über weite Distanzen zu vernetzen und gemeinsame Initiativen zu starten – etwa in Form von Gemeinschaftsausstellungen, Kooperationen, Gemeinschaftsprojekten etc.
    • Nutzung zur Markt- und Konkurrenzanalyse, besonders um potenzielle Käufer zu identifizieren und diese regelmäßig mit Inhalten zu versorgen

    Welches soziale Medium ist das richtige?

    Welche Social-Media-Plattform für einen Künstler von Bedeutung ist, hängt vor allem von der Art der Kunst, der Käuferschicht, der Stärke der Konkurrenz auf diesen Plattformen und nicht zuletzt davon ab, wie viel Zeit ein Künstler in seine Social-Media-Aktivitäten investieren möchte. Bevor Sie sich für eine bestimmte Plattform entscheiden, sollten Sie neben diesen Fragen auch klären, wie die jeweilige Plattform im Detail funktioniert und wie leicht Sie sich tun, mit dieser regelmäßig zu arbeiten.

    Wer aktiv Kunst über soziale Medien verkaufen möchte, ist generell gut beraten, sich nicht ausschließlich innerhalb der eigenen „Blase“ zu bewegen. Von den großen, in Deutschland stark vertretenen sozialen Medien können für bildende Kunst vor allem folgende von Bedeutung sein:

    • Facebook als weltweit größtes soziales Netzwerk
    • Instagram als reichweitenstarkes Netzwerk mit einem starken Fokus auf Bilder
    • Pinterest als weltweite Plattform mit einem hohen Anteil an kunstaffinen Zielgruppen
    • Twitter als relativ „elitäre“ Plattform, die z. B. mit dem Launch der #MuseumWeek im Jahr 2014 in diesem Bereich Akzente gesetzt hat – und weiterhin setzt

    Jene, die sich mit ihrer Kunst bereits im digitalen Raum bewegen, sollten sich auch YouTube oder TikTok als Kommunikationsplattformen ansehen. Darüber hinaus entstehen immer wieder kleinere Plattformen, die von bestimmten Szenen genutzt werden. Vieles im Bereich der sozialen Medien ist nach wie vor „Trial and Error“: Man testet eine bestimmte Plattform oder eine Methode – wenn man mit ihr Erfolg hat, baut man sie weiter aus. Dabei ist es wichtig, einen langen Atem zu behalten, weil sich Erfolge häufig erst nach einiger Zeit einstellen.

    Storytelling – Kunstwerke mit Geschichten verbinden

    Ein wesentlicher Vorteil von Künstlern in sozialen Medien ist, dass sie mit ihren Kunstwerken bereits über einzigartige Inhalte verfügen. Sie müssen diese nur noch für das jeweilige soziale Medium aufbereiten. Gute Fotos von Kunstwerken spielen dabei eine wichtige, aber nicht die einzige Rolle. Entscheidend ist, dass die Fotos nicht ausschließlich für sich selbst stehen, sondern mit einer kurzen Geschichte verbunden werden: Storytelling bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man die gezeigten Kunstwerke in den Kontext einer Geschichte einbettet.

    Beispielsweise, unter welchen Umständen ein bestimmtes Objekt entstanden ist, oder eine persönliche Anmerkung des Künstlers zu seiner Motivation zu dem gezeigten Werk. Natürlich kann dabei auch die Grenze zwischen „digitaler“ und „analoger Kunst“ verschwimmen. Erfolgreich sind Inhalte dann, wenn sie eine Vielzahl an potenziellen Käufern erreichen – also möglichst oft innerhalb der maßgeblichen Zielgruppe geteilt oder geliked werden. Besonders wenn Sie Inhalte von Ihrer Künstler-Website in sozialen Medien teilen, können die Besucherzahlen auf Ihrer Seite bzw. in Ihrem Online-Shop steigen, was wiederum zu mehr Verkäufen führt.

    Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Artikel Social Commerce – Absatzsteigerung durch soziale Medien.

    Online-Galerien und Plattformen für Kunst

    Online-Galerien mit starker Konkurrenz

    Online-Galerien funktionieren in der Regel nach denselben Prinzipien wie „reale“ Galerien. Sie bieten Künstlern einen Rahmen, in dem sie ihre Werke präsentieren und verkaufen können. Gleichzeitig erwarten Besucher von einer Galerie meist eine gewisse Stilrichtung und ein damit einhergehendes „Qualitätsniveau“. Auch Online-Galerien finanzieren sich häufig über Provisionen, die beim Verkauf der Kunstwerke für den Künstler anfallen. Doch wie findet man die passende Online-Galerie? Folgende Tipps können bei der Auswahl der richtigen Galerie hilfreich sein:

    Orientieren Sie sich an den Besten. Es gibt einige international sehr renommierte Online-Galerien, beispielsweise Gagosian, die weltweit Künstler vertreten. Als völliger Einsteiger von diesen Galerien ausgestellt zu werden, ist relativ schwierig und kommt selten vor. Mit einem Blick auf die Websites dieser Galerien bekommen Sie allerdings eine gute Übersicht, was am Kunstmarkt derzeit gefragt ist.

    Auch über die Website von Art Basel – einer der weltweit wichtigsten Kunstmessen – finden Sie eine Reihe von namhaften Ausstellern. Ein sehr niederschwelliges Angebot – bei einem gleichzeitig sehr guten Namen – bietet die Kunstplattform Saatchi Art. Dort kann praktisch jeder seine Kunst zum Verkauf anbieten und auch den Preis der Werke eigenständig bestimmen. Die Konkurrenz ist allerdings entsprechend stark, das künstlerische Niveau dadurch relativ hoch.

    Online-Marktplätze für Kunst

    Bleiben Sie realistisch. Wie oben erwähnt, sollten Sie sich grundsätzlich im Klaren darüber sein, in welche Richtung Sie sich als Künstler entwickeln wollen. Streben Sie nach Erfolg und Ruhm am globalen Kunstmarkt oder reicht es, wenn Sie mit Ihrer Kunst eine Nische besetzen? Es müssen nicht immer gleich die internationalen Top-Adressen sein: Abgesehen von Spitzengalerien und renommierten Plattformen gibt es eine Reihe von großen Online-Marktplätzen, auf denen sich Kunst und Kunsthandwerk einfach verkaufen lassen.

    Gute Beispiele dafür sind etwa Etsy, die wohl größte Online-Plattform für Kunsthandwerk, Storenvy oder Zazzle, wo Sie u. a. Designs für Poster anbieten können. Weitere Informationen zum Verkauf von Kunsthandwerk finden Sie im Beitrag Selbstgemachtes verkaufen.

    Flexibel und kreativ bleiben

    Seien Sie bei der Auswahl Ihrer Online-Vertriebskanäle kreativ. Wenn Sie sich nicht für einen gewissen Zeitraum an eine bestimmte Online-Galerie vertraglich gebunden haben, sollten Sie unterschiedlichste Plattformen testen. Dabei können auch Marktplätze infrage kommen, die nicht vordergründig mit Kunst in Zusammenhang stehen: Werden Ihre Werke beispielsweise gerne von Menschen gekauft, die ein gewisses Hobby verfolgen (z. B. Segeln), eine bestimmte Musikrichtung hören oder Skateboard fahren, dann sind Plattformen interessant, auf denen sich solche Menschen aufhalten.

    Fakt ist allerdings auch: Niemand kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wer sich wirklich für Ihre Kunst interessiert. Aus diesem Grund können beim Verkaufen von Kunst im Internet auch sehr breitenwirksame Online-Marktplätze wie z. B. eBay oder Amazon Handmade durchaus ihre Berechtigung haben. Sehr wahrscheinlich werden Sie nicht darum herumkommen, bestimmte Vertriebskanäle auszuprobieren.

    Hinweis

    Manche Online-Galerien und Kunstplattformen verlangen von Künstlern vorab Einstellgebühren. Nicht immer sind dies seriöse Angebote. Speziell wenn Ihnen die Gebühren sehr hoch erscheinen, das System der Verrechnung intransparent ist oder Sie sich für einen längeren Zeitraum mit Zahlungen binden müssen, sollten Sie vorsichtig agieren.

    NFT-Kunst als neuester Hype

    Die Chancen, die die Digitalisierung Künstlern bietet, gehen über die Online-Vermarktung von Kunstwerken weit hinaus. Auch wenn Sie „traditionelle“ bildende Kunst wie Bilder, Grafiken oder Plastiken erschaffen: Sie sollten die künstlerischen Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt, auf jeden Fall im Auge behalten.

    Der neueste Hype am Kunstmarkt sind sogenannte NFTs – Non-Fungible Tokens. NFTs sind Krypto-Zertifikate aus der Blockchain-Technologie. Sie erlauben es, dass ein digitales Werk, z. B. ein auf einem Rechner gespeichertes Bild, eindeutig einem bestimmten Besitzer zugeordnet werden kann. Rein technisch kann dieses Bild weiterhin beliebig oft vervielfältigt oder im Netz geteilt werden, der Besitzer des Bildes ist aber durch die Blockchain-Technologie mit praktisch hundertprozentiger Sicherheit identifizierbar.

    Das Grundprinzip ist ähnlich wie in der analogen Welt: Auch hier kann sich praktisch jeder ein Bild von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ ins Wohnzimmer hängen. Jeder halbwegs Interessierte weiß aber, dass das Original im Pariser Louvre zu finden ist. Während das Originalgemälde im Louvre praktisch unerschwinglich ist, ist die Wohnzimmer-Kopie – auf der exakt das Gleiche zu sehen ist – für relativ wenig Geld zu haben.

    Mittlerweile werden digitale NFT-Bilder für mehrere Millionen verkauft: So erzielte eine Collage des US-Künstlers Beeple bei einer Versteigerung knapp 70 Millionen US-Dollar – ein Sammler war bereit, so viel dafür zu bezahlen. Auch wenn der künstlerische Wert von vielen „typischen“ NFT-Bildern unter Kunstexperten umstritten und bei weitem noch nicht klar ist, wie lange dieser Hype anhält: Darauf, wie Kunst im Internet verkauft wird, werden Blockchain-Technologien wie NFT in den kommenden Jahren einen gewaltigen Einfluss haben. Portale wie Rarible, Open Sea oder Nifty Gateway sind bereits heute darauf spezialisiert.

    Fazit und Überblick: Kunst online verkaufen

    Im Grunde geht es beim Online-Verkauf von Kunst um einen gelungenen Mix aus verschiedenen Plattformen und Maßnahmen – von denen jede einzelne ihre Berechtigung hat. Bei fast allen Künstlern empfiehlt es sich, diese Online-Aktivitäten mit Maßnahmen am „analogen Kunstmarkt“, z. B. Ausstellungen in Galerien, abzustimmen.

    Eigene Künstler-Website

    Social-Media-Aktivitäten

    Online-Galerien + Plattformen

    Vorteile:

    + alleinige Kontrolle über Design und Inhalte

    + unabhängige Ausgangsbasis für sämtliche Aktivitäten im Internet

    + direkter Verkauf von Kunst, z. B. über den eigenen Online-Shop – keine Provisionen

    Vorteile:

    + Sehr einfacher Einstieg

    + Trends einfach erkennbar

    + Vernetzung mit Gleichgesinnten

    + gut für die Image-Bildung

    Vorteile:

    + Besucher, die sich speziell für Kunst interessieren

    + bei namhaften Galerien sehr gutes Umfeld und gutes Image

    + Hilfe und Unterstützung beim Verkauf der Bilder

    + je nach Namen und Bekanntheit der Online-Galerie hohe Preise bzw. hoher Verdienst möglich

    Nachteile:

    - Suchmaschinenoptimierung nötig, damit die Website im Netz von den richtigen Personen gefunden wird

    - (Zeit-)Aufwand beim Erstellen der Künstler-Website

    Nachteile:

    - zeitaufwendig

    - zielgerichtete Verkaufsaktivitäten mitunter schwierig (Gefahr der „Verzettelung“)

    Nachteile:

    - schwierig als Einsteiger, von guten Online-Galerien ausgestellt zu werden

    - Provisionen bis zu 40 Prozent üblich

    - Vorsicht vor unseriösen Anbietern am Markt

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