Open­Of­fice oder Libre­Of­fice sind beliebt als kos­ten­lo­se Office-Al­ter­na­ti­ven, weil sie zweck­mä­ßi­ge und kom­pa­ti­ble Stan­dard­an­wen­dun­gen für Tex­terstel­lung, Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on und Prä­sen­ta­ti­on bieten und teilweise über at­trak­ti­ve Zu­satz­fea­tures verfügen. Funk­tio­nen für die Team­kom­mu­ni­ka­ti­on, ein E-Mail-Client oder Cloud-Speicher fehlen jedoch bei Libre­Of­fice und Open­Of­fice.

Unser Vergleich zeigt genauer auf, welche der beiden Office-Lösungen für welche Ansprüche geeignet ist. Dieser Artikel wurde zuletzt im Juni 2021 ak­tua­li­siert.

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Schnell­ver­gleich: Libre Office vs. Open­Of­fice

Ge­mein­sam­kei­ten von Libre­Of­fice und Open­Of­fice

Vorteile Nachteile
Zweck­mä­ßi­ge An­wen­dun­gen für Tex­terstel­lung (WRITE), Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on (CALC) und Prä­sen­ta­ti­on (IMPRESS) Ge­mein­sa­mes Be­ar­bei­ten von Dateien ist nicht in­te­griert
Öffnen von und Speichern in gängigen Microsoft-Da­tei­ty­pen wie .docx, .xlsx und .pptx Keine Cloud­spei­cher-Lösung in­te­griert
An­wen­dun­gen für Zeich­nun­gen (DRAW) und Da­ten­ban­ken (BASE) Keine Lösung für Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on in­te­griert
Bei Stan­dard­for­ma­tie­run­gen gute Kom­pa­ti­bi­li­tät mit anderen Office-An­wen­dun­gen Teilweise nicht kom­pa­ti­bel mit kom­ple­xe­ren For­ma­tie­run­gen
Kostenlos für Windows, macOS und Linux verfügbar Kein E-Mail-Client in­te­griert

Un­ter­schie­de zwischen Libre­Of­fice und Open­Of­fice

Libre­Of­fice Open­Of­fice
Be­dien­ober­flä­che Stärker an Office-An­wen­dun­gen von Microsoft angelehnt Stärker an Office-An­wen­dun­gen von Google angelehnt
Zu­sätz­li­che Features Erstellen von Dia­gram­men (CHARTS) Größere Auswahl an Prä­sen­ta­ti­ons­vor­la­gen Mehr Zu­satz­funk­tio­nen im Schreib­pro­gramm Mehr Import- und Export-Funk­tio­nen Besser kom­pa­ti­bel mit kom­ple­xe­ren For­ma­tie­run­gen Weniger Zu­satz­funk­tio­nen als Libre­Of­fice Weniger kom­pa­ti­bel mit kom­ple­xe­ren For­ma­tie­run­gen
Ge­schwin­dig­keit, Sta­bi­li­tät und Si­cher­heit Leicht schnel­le­re 64-bit-Version verfügbar Re­gel­mä­ßi­ge Updates mit neuen Funk­tio­nen Viele Zu­satz­fea­tures gehen zulasten der Sta­bi­li­tät Läuft auch auf älteren bzw. weniger leis­tungs­fä­hi­gen Rechnern stabiler Nur 32-bit-Version verfügbar Seltener Updates, kaum neue Funk­tio­nen
Team­ar­beit und Sprach­ein­stel­lun­gen Ge­mein­sa­mes Be­ar­bei­ten von Dateien mittels zu­sätz­li­cher App möglich Eigener Server für Team­ar­beit benötigt Nur eine Sprach­ver­si­on in­stal­lier­bar Mehrere Sprach­ver­sio­nen in­stal­lier­bar Ge­mein­sa­mes Be­ar­bei­ten von Dateien nicht in­te­griert
Eignung (Emp­feh­lung) Auch für kleinere Un­ter­neh­men geeignet Eher für Pri­vat­an­wen­der geeignet

Ein­füh­rung Open­Of­fice vs. Libre­Of­fice: Wer war zuerst da?

Direkt vorweg: Alles begann mit Open­Of­fice. Den Ursprung nahm die Anwendung als kom­mer­zi­el­les Office-Produkt des deutschen Un­ter­neh­mens Star Division. Das Un­ter­neh­men brachte bereits 1995 mit Star­Of­fice 3.0 eine Office-Lösung für Windows, OS/2 und Mac auf den Markt. Star Division wurde 1999 vom ka­li­for­ni­schen Sun Mi­cro­sys­tems gekauft – im selben Jahr erschien daraufhin das kos­ten­lo­se Sun Star­Of­fice 5.2. Dies war die Vorstufe von Open­Of­fice, da ein Jahr später der Quelltext von Star­Of­fice frei­ge­ge­ben wurde, sodass Ent­wick­ler diesen einsehen und für ihre Zwecke nutzen konnten.

Damit war Open­Of­fice.org geboren und die Ver­brei­tung der kos­ten­lo­sen Software nahm ihren Lauf. Open­Of­fice ist durch den offenen Quelltext eine so­ge­nann­te Open-Source-Ap­pli­ka­ti­on, was sich in der Na­mens­ge­bung wi­der­spie­gelt. Das bedeutet, dass Nutzer durch Zugriff auf den Quellcode selbst An­pas­sun­gen vornehmen oder Teile des Codes von Open­Of­fice für eigene Zwecke nutzen können.

10 Jahre nach der Ent­ste­hung von Open­Of­fice wurde Sun Mi­cro­sys­tems vom Bran­chen­rie­sen Oracle gekauft, womit 2011 auch das mitt­ler­wei­le von Star­Of­fice zu Oracle Open Office benannte Produkt ein­ge­stellt wurde und damit die kom­mer­zi­el­le Variante der Office-Lösung ver­schwand. Open­Of­fice wurde zu diesem Zeitpunkt zu Apache Open­Of­fice.org umbenannt.

Die Übernahme von Sun Mi­cro­sys­tems durch Oracle markiert zugleich den Start von Libre­Of­fice: Da das US-Un­ter­neh­men Oracle einen kom­mer­zi­el­len Nutzen anstrebte, wanderten Teile der Ent­wick­ler ab, gründeten in der Folge eine eigene Stiftung namens „The Document Foun­da­ti­on“ und setzen ihre Vision des Open­Of­fice-Projekts seitdem unter dem Namen Libre­Of­fice fort. Laut einer Analyse der Foun­da­ti­on gab es 2018 rund 200 Millionen Libre­Of­fice-Nutzer weltweit, von denen eine große Anzahl aus Linux-Nutzern besteht.

Haupt­an­wen­dun­gen von Libre­Of­fice und Open­Of­fice

Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te bzw. den Übergang der Ent­wick­ler von Open­Of­fice zu Libre­Of­fice spiegelt sich auch im Umfang der beiden Pakete in Bezug auf die Haupt­pro­gram­me wider. Die Produkte sind sehr ähnlich und in beiden Fällen stehen sie für Nutzer von Windows, macOS und Linux zur Verfügung. Beide Produkte bieten mit ihrer Office-Suite ein Ge­samt­pa­ket von An­wen­dun­gen, wie man sie von anderen Anbietern kennt, bei­spiels­wei­se Microsoft mit seiner Office-Lösung rund um Word und Excel. In den Paketen von Libre­Of­fice und Open­Of­fice sind jeweils enthalten:

  • WRITE: Texte erstellen und be­ar­bei­ten
  • CALC: Tabellen verwalten und Kal­ku­la­tio­nen aufsetzen
  • IMPRESS: Prä­sen­ta­tio­nen gestalten und vorführen
  • DRAW: Zeich­nun­gen an­fer­ti­gen
  • BASE: Da­ten­ban­ken verwalten

Nutzer, die zuvor mit Microsoft-Office ge­ar­bei­tet haben, werden sich bei beiden der vor­ge­stell­ten An­wen­dun­gen direkt zu­recht­fin­den. Nicht nur die An­wen­dungs­be­rei­che sind sehr ähnlich angelegt, auch die Bedienung und die zur Verfügung stehenden Funk­tio­nen, bei­spiels­wei­se zur For­ma­tie­rung von Texten bei WRITE, ähnelt dabei stark dem Markt­füh­rer Word aus dem Hause Microsoft. Ähnlich aufgebaut wie Excel und Co. bieten auch die anderen An­wen­dun­gen von Libre­Of­fice oder Open­Of­fice eine ganze Palette an Funk­tio­nen, die Nutzer bereits kennen werden.

Hinweis

Es ist übrigens kein Problem, Standard-Dokumente eines MS-Office-Programms mit einem der beiden Open-Source-Varianten zu öffnen, zu be­ar­bei­ten und dies auch mit anderen Anwendern zu teilen. Bei kom­ple­xe­ren For­ma­tie­run­gen, bei­spiels­wei­se innerhalb eines Texts oder wenn spezielle Ani­ma­tio­nen bei Power­Point genutzt wurden, stoßen die kos­ten­lo­sen An­wen­dun­gen jedoch an ihre Grenzen. Dies kann mitunter auch dazu führen, dass geöffnete Dokumente nicht richtig dar­ge­stellt werden und eine Be­ar­bei­tung dadurch nicht in ge­wünsch­tem Maße umgesetzt werden kann.

Bei den täglichen Arbeiten, die beim Studium oder im Büro auftreten, sind vor allem vier Bereiche im Fokus: Tex­terstel­lung, Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on, Prä­sen­ta­ti­ons­de­sign und E-Mailing. Davon bilden die kos­ten­lo­sen Office-Al­ter­na­ti­ven Libre­Of­fice und Open­Of­fice drei Aufgaben ab, hier nochmal etwas de­tail­lier­ter dar­ge­stellt:

  • Mit den kos­ten­lo­sen An­wen­dun­gen lassen sich in bekannter Manier Texte erstellen, for­ma­tie­ren, Einschübe un­ter­brin­gen oder auch zu­ge­sen­de­te Texte mit Kom­men­ta­ren und nach­voll­zieh­ba­ren Än­de­run­gen versehen.
  • Ähnlich sieht es beim Funk­ti­ons­um­fang der Tabellen-An­wen­dun­gen aus: Neben ein­fa­che­ren Formeln sind auch Pivot-Funk­tio­nen oder die au­to­ma­ti­sche Ein­bet­tung von Dia­gram­men als Graphen, Balken oder Torten mit von der Partie.
  • Für die Er­stel­lung von Prä­sen­ta­tio­nen gibt es einen prak­ti­schen Vorlage-As­sis­ten­ten, der bei der Neu­erstel­lung einer Prä­sen­ta­ti­on un­ter­schied­li­che Angaben als Grundlage für die Er­stel­lung einer Vorlage nimmt – ähnlich eines Fo­li­en­mas­ters in Power­Point. Power­Point-Heavy-User werden hierbei fest­stel­len, dass die Open-Source-Varianten im Bereich der Ein­bet­tung von Mul­ti­me­dia-Inhalten wie Videos oder auch der Ein­bet­tung von Musik an ihre Grenzen stoßen bzw. der Funk­ti­ons­um­fang hier nicht mit kos­ten­pflich­ti­gen Produkten mithalten kann. Nichts­des­to­trotz lassen sich mit IMPRESS pro­fes­sio­nel­le Prä­sen­ta­tio­nen erstellen, mit denen auch Un­ter­neh­men ihre Produkte, Prozesse oder Dienst­leis­tun­gen akkurat vor­stel­len können.

Libre­Of­fice vs. Open­Of­fice: Welche Ge­mein­sam­kei­ten gibt es bei den An­wen­dun­gen?

Wie aus der Auf­lis­tung an Haupt­an­wen­dun­gen bereits her­vor­geht, sind die An­wen­dungs­pa­ke­te der beiden Office-Suites nahezu identisch. Das gilt auch im Hinblick darauf, dass beide An­wen­dungs-Pakete über keinen E-Mail-Client verfügen, wie dies bei Microsoft mit dem allseits bekannten Outlook der Fall ist. Hier können Sie auf Outlook-Al­ter­na­ti­ven wie Thun­der­bird oder SeaMonkey zu­rück­grei­fen, um neben der Er­stel­lung von Do­ku­men­ten auch E-Mails versenden zu können.

In puncto Kom­pa­ti­bi­li­tät mit anderen Pro­gram­men über­zeu­gen beide An­wen­dun­gen: Libre­Of­fice und Open­Of­fice können jeweils auch Dateien in den weit ver­brei­te­ten Microsoft-Office-Formaten öffnen und speichern:

  • Text­da­tei­en im DOCX-Format (Microsoft Word)
  • Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­ons­da­tei­en im XLSX-Format (Microsoft Excel)
  • Prä­sen­ta­ti­ons­da­tei­en im PPTX-Format (Microsoft Power­Point)

Ansonsten bieten die Programme der beiden Office-Lösungen bereits von Google Workspace oder MS Office bekannte An­wen­dungs­be­rei­che, die bei beiden nahezu identisch sind. Auch de­sign­sei­tig zeigen sich die beiden Pakete innerhalb der Programme von der Anordnung der Icons und der Be­nut­zer­freund­lich­keit recht ähnlich – Libre­Of­fice ist dabei etwas mehr an MS Office angelehnt, während der Look von Open­Of­fice eher an Google Docs erinnert. Dies hat aber auf die Bedienung der Programme keinerlei Einfluss.

Somit ist eine grund­le­gen­de Zu­sam­men­ar­beit bei­spiels­wei­se mit Kunden, Agenturen oder weiteren Nutzern, die ein anderes Office-System nutzen, sowohl mit Libre­Of­fice als auch mit Open­Of­fice möglich. Al­ler­dings gibt es bei beiden Al­ter­na­ti­ven einige Be­son­der­hei­ten.

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Un­ter­schie­de: Hat Libre­Of­fice oder Open­Of­fice mehr zu bieten?

Auch wenn der Funk­ti­ons­um­fang der vor­ge­stell­ten Office-Lösungen in weiten Teilen sehr ähnlich ist, gibt es doch einige Un­ter­schie­de beim Vergleich Open­Of­fice vs. Libre­Of­fice.

Zu­sätz­li­che Funk­tio­nen:

  • Zu­sätz­lich zu den vor­ge­stell­ten Ap­pli­ka­tio­nen wie CALC oder WRITE be­inhal­tet Libre­Of­fice eine weitere Anwendung, die sich speziell für die Vi­sua­li­sie­rung von Dia­gram­men eignet. CHARTS richtet sich an alle Nutzer, die häufiger pro­fes­sio­nel­le Grafiken in Form von Bal­ken­dia­gram­men und anderen Dar­stel­lun­gen an­fer­ti­gen möchten. (03/2021)
  • In puncto De­sign­vor­la­gen beim Prä­sen­ta­ti­ons-Tool IMPRESS hat Libre­Of­fice einen Vorsprung. Zwar stellen beide Varianten eine Vielzahl von Beispiels-Slides zur Verfügung – Libre­Of­fice hat aber ein noch größeres Angebot als Open­Of­fice. (03/2021)
  • Wie bereits ge­schil­dert, haben beide Pakete mitunter Probleme, wenn sie auf Microsoft-Da­tei­for­ma­te zugreifen sollen, die innerhalb der For­ma­tie­run­gen von einfachen Standards abweichen. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass Libre­Of­fice besser mit komplexen For­ma­tie­run­gen zu­recht­kommt. (06/2020 und 02/2021)
  • Libre­Of­fice bietet mehr bzw. ein­fa­che­re Mög­lich­kei­ten, Texte oder Daten zu for­ma­tie­ren; bei­spiels­wei­se können bei CALC Ta­bel­len­zel­len per Klick farbig markiert werden. Auch andere hilf­rei­che Funk­tio­nen wie Wort­zäh­lung oder Was­ser­zei­chen in PDF-Dateien finden User eher bei Libre­Of­fice. (09/2018)
  • Ein ein­ge­schränk­te­rer Funk­ti­ons­um­fang von Open­Of­fice zeigt sich auch in einem ähnlichen Punkt: Libre­Of­fice un­ter­stützt mehr Import- und Export-Funk­tio­nen. (02/2021)

Ge­schwin­dig­keit, Sta­bi­li­tät und Si­cher­heit

  • Keine 64-bit-Version bei Open­Of­fice: Anders als Libre­Off­ce bietet Open­Of­fice nur eine 32-bit-Variante an. Da 64-bit-Versionen im Nor­mal­fall ein Tick schneller sind, hat Libre­Of­fice hier die Nase vorn. (06/2020)
  • An Libre­Of­fice arbeiten mehr Ent­wick­ler, wodurch re­gel­mä­ßig Updates er­schei­nen und auf­tre­ten­de Bugs schneller behoben werden können. So ver­bes­ser­te die Version (Major Release) 7 im August 2020 die Kom­pa­ti­bi­li­tät zu den MS-Office-Formaten von Word, Excel und Power­Point. 2021 folgten kleinere Updates, zuletzt auf die Version 7.1.3. Diese bringt über 100 Feh­ler­be­he­bun­gen, u. a. wird die Kom­pa­ti­bi­li­tät zu den MS-Office-Da­tei­for­ma­ten DOCX, XLSX und PPTX noch weiter erhöht.
  • Genau diese Neue­run­gen wirken sich aber teils negativ auf die Sta­bi­li­tät von Libre­Of­fice aus. Hier hat Open­Of­fice die Nase vorn, da dessen Office-Programme auf älteren Rechnern stabiler laufen. (02/2021) Das liegt auch am nied­ri­ge­ren RAM-Verbrauch von Open­Of­fice – Libre­Of­fice fordert hier mehr zur Verfügung stehende Res­sour­cen. (06/2021)
  • Bei Open­Of­fice ist das letzte Update zwar 2021 erfolgt, dabei handelte es sich um eine Ak­tua­li­sie­rung auf die Version 4.1.10, die al­ler­dings nur einer War­tungs­ver­si­on ent­spricht. Das bedeutet, dass bei diesem Update keine neuen Features hin­zu­ge­fügt wurden. Im Hinblick auf die Si­cher­heit sind re­gel­mä­ßi­ge Updates wichtig, womit Libre­Of­fice punkten kann. (06/2021)

Team­ar­beit und Sprach­ein­stel­lun­gen

  • Für Teams, die gemeinsam an Dateien und Do­ku­men­ten arbeiten möchten, bietet Open­Of­fice keine Lösung an. Bei Libre­Of­fice ist der Vorgang we­sent­lich auf­wen­di­ger als bei anderen Anbietern: Um eine Online-Be­ar­bei­tung zu nutzen, muss zuerst eine App auf einem eigenen Server in­stal­liert werden. Erst dann können die Team­mit­glie­der die Funk­tio­nen zur ge­mein­sa­men Arbeit in ihrem Web­brow­ser nutzen. (02/2021)
  • Eine kleine Be­son­der­heit zeigt sich in Bezug auf die Nut­zer­spra­che, die bei den beiden Office-An­wen­dun­gen zum Einsatz kommt. So sind Nutzer von Libre­Of­fice nach dem Start an die erste aus­ge­wähl­te Sprache gebunden, Nutzer von Open­Of­fice können dagegen weitere Sprach­pa­ke­te laden und ihre Anwendung so im Nach­hin­ein an die eigenen Be­dürf­nis­se anpassen. (03/2021)

Fazit: Der Nutzen ent­schei­det, ob Sie Libre­Of­fice oder Open­Of­fice wählen sollten

Sowohl mit Libre Office als auch mit Open­Of­fice erhalten Sie eine echte MS-Office-Al­ter­na­ti­ve, die die grund­le­gen­den Funk­tio­na­li­tä­ten von Microsoft 365 abbildet. Damit lassen sich im all­täg­li­chen Ar­beits­feld Texte be­ar­bei­ten, Prä­sen­ta­tio­nen gestalten und Tabellen erstellen.

For­ma­tie­run­gen in Form von Über­schrif­ten, Auf­zäh­lun­gen oder Ein­schü­ben be­wäl­ti­gen die WRITE-Programme mühelos, auch im Bereich der Ta­bel­len­be­ar­bei­tung sind die CALC-An­wen­dun­gen auf Augenhöhe mit Excel. Die Funk­tio­na­li­tät reicht dabei für den Großteil der An­for­de­run­gen im Job, sodass gerade bei einer Vielzahl von be­nö­tig­ten Lizenzen der Kos­ten­fak­tor zu einer Ent­schei­dung für oder gegen Open­Of­fice oder Libre­Of­fice ganz grund­sätz­lich positiv ausfallen kann.

Ob Sie sich schluss­end­lich für Open­Of­fice oder Libre­Of­fice ent­schei­den, hängt mit den per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen zusammen und mit welchem System Sie arbeiten:

  • Steht eine aktuelle Software im Fokus, die re­gel­mä­ßi­ge (Si­cher­heits-)Updates erhält und im Funk­ti­ons­um­fang stetig wei­ter­ent­wi­ckelt wird? Dann bietet Libre­Of­fice zusammen mit seiner besseren Komp­ta­bi­li­tät zu den Microsoft-Produkten alle Wünsche einer kos­ten­lo­sen Software ab.
  • Ist es dagegen wichtiger, ein stabiles und per­for­man­tes Office-Paket zu nutzen, das auch auf älteren Systemen rund läuft? Dann ist Open­Of­fice die Anwendung der Wahl.

Wichtig: Nur Libre­Of­fice bietet Nutzern die Mög­lich­keit, zusammen an Dateien zu arbeiten. Dies ist aber nur mit zu­sätz­li­chem Aufwand möglich, denn dazu müssen zu­sätz­li­che Res­sour­cen in Form eines Servers zur Verfügung stehen. (02/2021)

Hinweis

Ins­be­son­de­re Un­ter­neh­men sollten prüfen, ob die beiden vor­ge­stell­ten Al­ter­na­ti­ven für den Ar­beits­ein­satz in Frage kommen und dabei be­rück­sich­ti­gen, mit welchen Office-Suites und in welchem Umfang bei­spiels­wei­se Kunden mit dem Un­ter­neh­men in­ter­agie­ren. Gerade wenn For­ma­tie­run­gen eine wichtige Rolle spielen, kann dies zum Beispiel schon den Zuschlag für Libre­Of­fice bedeuten. Für Pri­vat­an­wen­der sind Libre­Of­fice und Open­Of­fice als kos­ten­lo­se Office-Al­ter­na­ti­ven glei­cher­ma­ßen emp­feh­lens­wert.

Microsoft 365 und Google Workspace: Die (kos­ten­pflich­ti­gen) Business-Lösungen

Wenn Ihnen Aspekte wie ein mächtiger E-Mail-Client, Kol­la­bo­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten innerhalb einzelner Dateien sowie Cloud-Services fehlen, dann wird weder Libre­Of­fice noch Open­Of­fice ihre An­for­de­run­gen erfüllen.

Dann sind andere An­wen­dun­gen gefragt, bei­spiels­wei­se Microsoft 365. Damit erhalten Nutzer nicht nur Zugriff auf die bekannten Programme wie Word oder Excel, sondern mit OneDrive auch einen On­line­spei­cher, um Dateien überall auf­zu­ru­fen – am Rechner oder bequem am Smart­phone. Natürlich ist auch Outlook als um­fang­rei­ches E-Mail-Programm Teil des Office-Pakets 365.

Tipp

Zu­sätz­lich zu einem um­fang­rei­chen Cloud­spei­cher und einem eigenen E-Mail-Client erhalten Sie bei Microsoft 365 mit Microsoft Teams ein einfach zu be­die­nen­des Tool für Web­mee­tings, bei dem sowohl Vi­deo­kon­fe­ren­zen als auch Prä­sen­ta­tio­nen orts­un­ab­hän­gig auf­ge­setzt werden können. Ideal für Teams an un­ter­schied­li­chen Stand­or­ten.

Oder Sie werfen einen Blick auf Google Workspace, mit dem jedes Team-Mitglied einen eigenen um­fang­rei­chen On­line­spei­cher erhält und Zu­sam­men­ar­beit durch eine Echtzeit-Syn­chro­ni­sa­ti­on von Dateien auch team­über­grei­fend statt­fin­den kann.

Tipp

Wenn Sie bereits mit einigen der Google-Apps arbeiten, sind die Google Workspace Pakete von IONOS ideal, da Sie dort einen Platz für alle Google-Apps erhalten. Dazu gehören auch der E-Mail-Client Gmail sowie Google Docs und Tabellen, was die Zu­sam­men­ar­beit durch einen Chat innerhalb eines Dokuments noch weiter ver­bes­sern kann.

Sowohl bei Microsoft 365 als auch bei Google Workspace sind re­gel­mä­ßi­ge Si­cher­heits­up­dates und ein stets ver­füg­ba­rer Kun­den­ser­vice in­be­grif­fen, was die Anwendung für Un­ter­neh­men im Alltag ver­ein­facht und sicherer macht. Wir haben beide An­wen­dungs­pa­ke­te bereits einzeln vor­ge­stellt und zur besseren Übersicht mit­ein­an­der ver­gli­chen. Der Artikel „Google Workspace vs. Microsoft 365“ zeigt alle Vorteile der beiden Anbieter in einem über­sicht­li­chen Vergleich.

Speziell für Un­ter­neh­men bieten Microsoft 365 und Google Workspace wertvolle Features wie einen um­fang­rei­chen Cloud­spei­cher, in­te­grier­te E-Mail-Lösungen und die Mög­lich­keit, schnell und einfach im Team an Dateien und Do­ku­men­ten zu arbeiten – ohne, dass dazu ad­mi­nis­tra­ti­ve Tä­tig­kei­ten notwendig sind.

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